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von Bedürfnissen, Erinnerungen und Veränderungen

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Nach mehreren sehr warmen Tagen regnete es, das Licht war trüb und der Wind beugte die Bäume hin und her. Der Regen klopfte in die Fenster und ich saß da und überlegte: seit wann ist es eigentlich schwer geworden, rauszufinden, was ich wirklich will? War es nicht noch vor einigen Jahren eher ein Problem - vor allem für meine Umgebung -,  dass man mir irgendwelche Dinge, die ich mir unbedingt eingebildet hatte, nicht mehr aus dem Kopf schlagen konnte?

Habe ich mich verloren? Ich spüre eine Unzufriedenheit und unerfüllte Bedürfnisse, zweifle aber beides an, - denn wer weiß, vielleicht sind es ja Luxusprobleme?  Aber auch diesen Gedanken zweifle ich an... Habe ich denn überhaupt das Recht, meine Unzufriedenheit als ein Luxusproblem zu degradieren?

Wie finde ich heraus, was hinter meinen Bedürfnissen steht - und ob sie in Wirklichkeit nicht andere Bedürfnisse zu kompensieren versuchen? Erst dann kann ich entscheiden, ob es berechtigt ist, ihre Erfüllung anzustreben. Und war ich eigentlich schon immer so? Oder ist es etwa das Älterwerden, von dem alle sprechen? Hatte ich auch schon früher so viel vom Leben erwartet? Noch vor zwei Jahren glaubte ich, ich sei toleranter und geduldiger geworden, aber nun spiegelt mir meine Umgebung mich als eine fordernde, starke Persönlichkeit wider, die viel braucht, um sich lebendig zu fühlen - viel Liebe, viel Anerkennung, viel Abwechslung, viel Gefühl, viel Input, viel Teilen, viele Fragen, viel Nachdenken, viel Energie, viel Mut!

ZU viel?

Oder genau richtig?

ZU SICH SELBST STEHEN

Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die sehr prägend für mich war, ein richtiger "Aha-Moment" sozusagen.

Ich war auf dem 30gsten von einer Freundin eingeladen - wir waren essen in einem Restaurant und es war lecker und gemütlich, ich mochte die entspannte Atmosphäre und die Gespräche. Nach dem Essen wollte das Geburtstagskind unbedingt weiterziehen. Sie stand total auf lateinamerikanische Musik und hat uns alle in einen Laden mitgenommen, wo diese Musik lief. Der Laden war proppenvoll, laut, eng und heiß. Wir saßen an einem viel zu großen runden Tisch und schrieen uns an, um überhaupt noch ein Wort verstehen zu können. Die Leute tanzten gefühlt auf unseren Schultern, rieben ihre Hintern und Bäuche aneinander und schwitzten.

Ich fühlte mich merklich unwohl, aber ich traute mich nicht, zu gehen. Es war schließlich ihr 30gster Geburtstag...

Nachdem ich tonnenweise die feuchte und schwere Luft atmete und vom Schreien heiser wurde, habe ich all meinen Mut zusammengefasst, log dem Geburtstagskind vor, es wäre sehr schön gewesen (zumindest log ich, was den Aufenthalt im lateinamerikanischen Schuppen anging) und teile ihr mit, dass ich die Gesellschaft nun verlassen werde. Sie reagierte gelassener, als mein schlechtes Gewissen es mir vorher ausgemalt hatte und ich ging.

Unterwegs rief ich eine Freundin an und teilte ich all meine Schwankungen zwischen Erleichterung und Gewissensbissen mit und erklärte es geknickt mit einem lapidaren "Ich glaube, ich bin alt geworden, dass ich so eine Feier so früh verlasse", woraufhin sie erwiderte:

"Alt? Du hast auch mit 20 solche Feiern gehasst. Der einzige Unterschied zu jetzt ist, dass du damals im Gegensatz zu jetzt trotzdem mitgemacht hast".

ERINNERUNGEN UND MEIN BILD VON MIR SELBST

 

Hmm. Ich war damals genauso wie jetzt, stand aber nicht dazu, meinte sie.

Das gibt mir immer noch zu denken. Was an mir hat sich im Laufe der Jahre verändert?

Ich bin mir nicht mehr sicher. Ich habe ein Bild von mir, wie ich damals wohl gewesen bin und ein Bild von mir, wie ich jetzt bin. Aber entsprechen diese Bilder der Wahrheit oder schreibe ich mir selber bloß gewisse Eigenschaften zu, die mir meine Umgebung spiegelt? Oder aus Gewohnheit und auch, weil man sich nunmal irgendwie definieren muss in unserer Gesellschaft? "Finde dich selbst", fordert die Gesellschaft von uns, und wir fangen an, uns ein Image (wörtlich "Bild") zu basteln, eine Art Wiedererkennungsmerkmale, über die wir uns definieren. Aber diese konstruierte Hülle - sind das wirklich wir?

Habe ich auch schon früher so viel über mich selbst nachgedacht und es ist mir bloß nicht aufgefallen, weil alle in meiner Umgebung sehr viel über sich selbst nachdachten? Oder zerbreche ich mir mittlerweile über Dinge den Kopf, die ich damals einfach hinnahm oder ignorieren konnte?

Wer von euch weiß noch genau, wie er/sie vor 10 Jahren gewesen ist? Was hat euch am meisten beschäftigt? Was genervt? Was waren die Ideale, woran glaubte man? Worüber konnte man sich freuen, womit war man unzufrieden? Wie tickte man, wie ging man mit Niederlagen um - was waren denn überhaupt die Niederlagen, wie hat man sie definiert?

Und wie stand es mit der Selbstliebe? Hat man sich annehmen können oder hat man vieles an sich nicht gemocht oder gar gehasst? Was hat einen ausgemacht und wie ist man rübergekommen? Was hat man ausgestrahlt und wie wirkte man auf seine Mitmenschen?

 


BIN ICH SO, WIE ICH MICH SELBST SEHE ODER EHER SO, WIE DIE ANDEREN MICH SEHEN?

 

 Auch mein Selbstbild ist ein Ausdruck meiner jeweiligen Lebensphase und ist somit nicht unbedingt objektiv. (Wie heisst es so schön? Man kann ein Haus nicht von außen sehen, in dem man gerade drin ist - selbst wenn man aus dem Fenster schaut). Andererseits: wie wichtig ist Objektivität, wenn es um ein Subjekt (mich!) geht? Ein gewisses Maß an Objektivität kann ausgleichend natürlich wirken und das Subjekt davor bewahren, sich völlig in seinen individuellen Ansichten und Problemen zu verlieren. Aber auch zu viel Objektivität kann schaden, weil es das Subjekt zu weit von sich selbst wegführt, indem es ihm Normen aufzwingt, die zu ihm nicht unbedingt passen.

Da gilt es wohl,  das Objektive und das Subjektive aufzuwiegen und ins Gleichgewicht zu bringen... Und das ist ein Prozess, der wahrscheinlich nie beendet sein wird, solange man lebt.

Vielleicht bin ich aber sogar noch mehr, als das, was ich selbst oder die anderen in mir sehen. Aber das ist ein anderes Thema.

DIE THEORIE VOM ENERGIE-LECK

Wenn ich schon nicht ganz sicher sein kann, wer ich bin, wie finde ich denn heraus, was ich WIRKLICH brauche?

Man kann entweder mit Verstand oder mit Gefühl an die Sache rangehen.

Aber was ist, wenn beide so stark sind, dass sie nur miteinander kämpfen, ohne dass einer gewinnt?

Da hilft wohl nur Energie. Wer genug Energie hat, nährt automatisch die für ihn richtigen Gefühle oder Gedanken. Wer keine Energie hat, hängt oft fest und findet nicht aus belastenden Situationen heraus.

 

Es gibt eine Theorie, die mir schon seit Jahren sehr plausibel erscheint:

der Mensch hat immer die gleiche Menge Energie, nicht etwa mal mehr, mal weniger. Wenn wir uns also erschöpft oder antriebslos fühlen, dann liegt das nicht daran, dass wir zu wenig Energie haben, sondern dass irgendwo ein Energie-Leck ist, weil unsere Energie unbewusst für irgendetwas anderes verwendet wird. Wie bei einem Computer, der keine Kapazitäten für einen Vorgang hat, weil im Hintergrund gerade etwas anderes ausgeführt wird und den Arbeitsspeicher beansprucht. So bleibt für Dinge, die wir gerne tun würden, weniger Energie übrig.

ENERGIE UMLENKEN 

 

Wie stopfe ich denn das Energie-Leck?

Ich glaube, das geht am besten, wenn man bewusst Dinge erlebt und herbeiruft, die einem Spaß machen oder sogar richtig glücklich machen. Für mich persönlich kann das ein Ausflug in die Natur sein, Treffen mit Menschen, die auf meiner Seite sind, mich verstehen und es gut mit mir meinen, lecker essen gehen oder selbst kochen. Auch zuhause ausmisten kann befreiend wirken und die fehlende Energie freimachen.

Damit meine ich auf keinen Fall, dass man vor Problemen weglaufen und sie verdrängen sollte, oder sich ausschließlich mit Menschen umgeben sollte, die "erfolgreich" sind oder einem nach dem Mund reden, denn genau diese Verdrängungen sind oft der besagte Arbeitsspeicher, der unnötig Energie kostet. Aber wenn man vor Problemen nicht wegsieht und sich gleichzeitig bewusst schöne Dinge erlaubt und gönnt, tankt man Energie, die einem dann bei wichtigen Entscheidungen oder schweren Fragen helfen wird.

Diesen Sommer möchte ich genug Energie darauf lenken, besser rausfinden zu können, was genau meine Bedürfnisse sind und ob sie berechtigt oder übertrieben sind.

SICH GUTES TUN...

... ist in den heutigen Zeiten wichtiger denn je. In (äußerlich wie innerlich) finsteren Monaten habe ich meine Seele oft mit Blumen aufhellen können. Und auch jetzt, wenn draußen alles blüht und grünt, die Sonne die Stadt flutet und die Luft wohlig-warm ist, liebe ich es, den Sommer in Blumenform zuhause zu haben.

Was mir bei meinen Blumen am allerwichtigsten ist: sie sollen aussehen, als hätte man sie gerade frisch von einer Blumenwiese gepflückt. Bloß nicht zu gezüchtet und alle auf eine Länge geschnitten und stramm festgebunden!! Unsere Gesellschaft maßregelt sowieso zu Vieles, was von der "Norm" abweicht. In der Natur gibt es keine Norm, zumindest nicht im moralischen Sinne. Blumen müssen fallen können, wie ein guter Haarschnitt und frei sein, sich im wahrsten Sinne ent-falten können.

Genau für diese Ästhetitk liebe ich Bloomon. Dort lässt man den Blumen den Freiraum, den sie brauchen. Und wenn man Lust hat, gibt es dort auch zu jedem Stauß genau passende Vasen!

Hier könnt ihr die wundervollen Blumen bestellen *.  Große Empfehlung von mir!


*in freundlicher Kooperation mit Bloomon

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Rezepte - Lecker!!

Rezept: herbstliches Pilz-Ragout mit Kürbis-Kartoffel-Püree

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Bekanntlich ist Essen mehr, als „nur“ am-Leben-Erhalten des Organismus.

 

Essen ist mit Emotionen verbunden, positiven, wie negativen. Ein Beispiel, das wohl jeder von uns kennt, ist das Essen aus seiner Kindheit. Es kann fest mit einem Gefühl der Geborgenheit verknüpft sein oder zumindest einen gewissen Zauber haben. Es kann aber genauso starke Abneigungen hervorrufen, wie beispielsweise Essen, wozu man als Kind gezwungen worden ist (bei mir ist es Haferschleim, ich werde das Zeug niemals, niemals wieder anrühren!).

Auch die Jahreszeiten rufen in uns verschiedene Verlangen hervor. Im Sommer liebe ich Wassermelone und Tomatensalat über alles und kann mich davon gefühlt monatelang ernähren (vorausgesetzt, es ist hell und warm!). In der kalten und dunklen Jahreszeit wird das Essen deftiger – und vor allem, wärmer! Suppen haben Hochkonjunktur!

Über die Jahre habe ich Kochen immer mehr für mich entdeckt und sogar Spaß dran gefunden (erzählt das mal meinem 20jährigen Ich!!), und auch mein Geschmack hat sich schon oft verändert.  Eine der letzten Hürden, die gefallen sind, nennt sich „Kürbis“. Noch letztes Jahr fand ich ihn ausschließlich auf Bildern gut. Aber genau das war auch der Wendepunkt, denn für ein Halloween Shooting musste ich vier oder fünf Kürbisse kaufen. Nachdem die Bilder im Kasten waren, war es mir selbstverständlich zu schade und zu dekadent, die orangenen Dinger zu entsorgen, also schnipselte ich eine Hälfte mal zu meinem Ofengemüse dazu. Und wow!! Es hat mir tatsächlich geschmeckt!

Seitdem stieg meine Akzeptanz für den Kürbis.

Aber ich weiß eben auch, dass es nicht jedermanns Sache ist. Sowohl Martin als auch mein bester Freund P. mögen zum Beispiel partout keinen Kürbis. Deswegen entschied ich mich heute für zwei Gerichte, bei einem von denen Kürbis zwar ein Bestandteil ist, der aber optional ist und ebensogut weggelassen werden kann!

Für mich sind beide Rezepte neu (Quelle:  Pilz Ragout habe ich von der tollen KPTN Cook App und Kürbis-Kartoffel-Stampf von Chefkoch.de) und ich freue mich, mein eigenes Koch-Horizont mal wieder ein Stückchen erweitert zu haben!

 

 

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Ich habe noch einen kleinen Tipp für euch – wäre selbst auch niemals drauf gekommen:

Bei Aldi Süd * gibt es auch tolle Rezepte, die sogar nach Hauptzutat, Ernährungsweise, Beliebtheit, Saison und Nationalität sortiert sind!  Und es gibt sogar einen Wochenplan * für alle, die unter der Woche besonders eingespannt sind. Sehr praktisch: alle Zutaten für den Wochenplan sind bei einem einzigen Einkauf zu erledigen – und dafür gibt es alle Wochenrezepte samt Einkaufslisten zum Runterladen! Mega!

 

Und jetzt – habt ganz viel Spaß beim Nachkochen meiner beiden Rezepte und sagt unbedingt bescheid, wie es bei euch geworden ist!

 


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PILZ – RAGOUT

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Für 2 Portionen des Pilz-Ragouts brauchst du:

 

400g braune Champignons

2 Karotten

4 Schalotten

2 Zehen Knoblauch

2 Zweige Rosmarin, frisch

4 Zweige Thymian, frisch

2 Lorbeerblätter

120ml Rotwein

2 EL Olivenöl

600 ml Gemüsebrühe

10g Tomatenmark

30g Butter (oder Margarine als vegane Alternative)

2 TL Weizenmehr Typ 405

Salz, Pfeffer

 

 

 

 

Zubereitung:

 

 

Schritt 1:

Schalotten schälen und in Viertel schneiden, Karotten schälen und in längliche Stücke schneiden. Öl und Butter bzw Margarine in einer Pfanne erhitzen, Schalotten und Karotten hinzufügen und 10 Min. braten.

Dann kleingehackten Knoblauch,Tomatenmark und Mehl unterrühren und 1 Min. braten, dann Wein dazugeben und gut umrühren! Weitere paar Minuten köcheln lassen.

 

 

Schritt 2:

Jetzt kommen Gemüsebrühe, Lorbeerblätter, Rosmarin und Thymian dazu – weitere 10 Minuten kochen!

 

 

Schritt 3:

Champignons putzen und in Stücke schneiden, Öl in einer Pfanne erhitzen und Champignons darin 3-5 Min. braten. Danach die Pilze in die erste Pfanne mit der Sauce geben und zusammen 5 Min. köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Thymian bestreuen und servieren!

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KÜRBIS – KARTOFFEL – STAMPF

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Für 2 Portionen des Kürbis-Kartoffel-Pürees brauchst du:

 

einen halben Kürbis (Hokkaido)

3 mittelgroße Kartoffeln

halbe Zwiebel

eine Knoblauchzehe

etwas Butter (oder Margarine als vegane Alternative), Olivenöl, Gemüsebrühe – Menge je nach gewünschter Konsistenz

Salz, Pfeffer, Muskat

100ml Milch (oder Sojamilch als vegane Alternative)

 

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Zubereitung:

 

 

Schritt 1:

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Den Kürbis in Würfel schneiden, schälen ist bei Hokkaido nicht nötig. Beides in einen Topf geben und mit Wasser bedecken, salzen und die gekörnte Brühe dazu geben.

Ca 20 Minuten köcheln, bis Kartoffeln und die Kürbiswürfel weich sind. Abschütten.

 

 

Schritt 2:

Zwiebel und Knoblauch in Butter und Öl glasig dünsten, Milch dazu geben, salzen, pfeffern und Muskat dazu geben.

 

 

Schritt 3:

Die Zwiebelmischung zu den Kartoffeln/Kürbis geben und stampfen. Fertig!
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Lifestyle

über das Zusammenwohnen, Erwartungen in einer Beziehung & eine grüne Samt Couch von Mycs

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Es ist wieder diese Jahreszeit,

in der ich auf den Balkon rausgehe, um mich aufzuwärmen; denn nun ist es draußen endlich wärmer,  als drinnen. In unserer Wohnung geht nur mein Zimmer (das mit dem kleinen Balkon) zur Südseite raus und ist richtig lichtüberflutet und warm - alle anderen Räume liegen auf der Nordseite und sind schattig und kühl, was gerade im Sommer sehr angenehm ist. Aber es ist noch nicht ganz Sommer und ich bin noch nicht auf den Schatten hinaus, sondern im Gegenteil - ich will die Sonnenstrahlen aufsaugen und meine Haut davon wärmen lassen.

Ich mache die Balkontür auf, setze mich in meinen neuen Lümmel-Stuhl, der im Online-Shop den stolzen Namen "Lounge Sessel" trägt, und tauche ein in die Geräusche unserer lebendigen Straße: die warme Luft, der Bilderbuch-Himmel mit Bilderbuch-Wolken, die entspannte Musik, die von der Kreuzung kommt - alles verbindet sich zu diesem sommerlichen Flair. Der ganze Tag liegt vor mir, ich fühle seine Weite und es gibt keinen Stress und keine Termine.

Martin kommt auf den Balkon,

setzt sich mir gegenüber und winkt über meinen Kopf hinweg, denn auf dem übernächsten Balkon, im gleichen Stockwerk des benachbarten Hauses genießt ein älteres Ehepaar ebenfalls das strahlende Wetter und winkt freundlich zurück. Martin sagt: "Ich stelle mir gerade vor, wie sie hier vor vielen Jahren eingezogen sind - damals haben sie sich bestimmt auch gezankt und diskutiert, aber nun kennen sie den jeweils anderen und haben sich mit dem anderen abgefunden, haben ihn akzeptiert, so wie er ist".

Ich schau von meiner Zeitschrift auf. Ja, wir diskutieren des öfteren über alle möglichen Themen und schaukeln uns dabei gerne mal emotional hoch - aber heißt es, dass wir uns nicht akzeptieren? Mein Gefühl sagt - das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Klar ist es wunderschön, den anderen so zu nehmen, wie er ist, und auch selbst angenommen zu werden; anzukommen, nicht mehr ständig zu kämpfen - aber warum klingt "sich abfinden" für mich nicht so positiv, wie Martin es meint? Weil es für mich jegliche Romantik ausschließt? Gehöre auch ich zu diesen Millenials (zumindest mental), die auf der Suche nach ständigen Höhenflügen den Alltag abwerten, die die Gewohnheit oder Gewöhnung mit "Entzauberung" gleichsetzen und sich dennoch nach Stabilität sehnen? Wenn ich mir vorstelle, dass fünfzehn Jahre vergangen sind und ich mich mit Martin "abgefunden" habe und er sich mit mir - oder, um es mit einem anderen Wort zu beschreiben, von dem sich mir die Haare aufstellen - wir uns "arrangiert" haben, spüre ich, wie sich alles in mir sträubt und gleichzeitig ist diese Vorstellung seltsam verlockend, wie eine Tafel Schokolade für jemanden, der gerade auf Diät ist. Habe ich eine Routine-Unverträglichkeit und habe mir deswegen selbst eine Diät verordnet, die mir gut tut und mich mit einem Auge trotzdem auf den vermeintlichen Leckerbissen des "Sich-Abfindens" schielen lässt, weil dabei auch etwas Verlässliches, Beständiges mitschwingt?

Muss eine Beziehung zwangsläufig an Stabilität einbüßen, wenn sie ihre Lebendigkeit behält?

Ich denke, wir idealisieren die Beziehungen. Wir schielen nach links und nach rechts, beobachten andere Paare (auch auf Instagram!) und meist kommen sie uns irgendwie glücklicher vor, als wir. Wie hat eine Beziehung auszusehen? Warum überlassen wir die Antwort auf diese Frage so oft den anderen? Es geht doch um uns?

Wenn ich nicht bereit bin, mich von der Romantik und dem Unerwarteten komplett zu verabschieden, nur um Verlässlichkeit zu erleben, muss ich es ja auch nicht! Diese Dinge schließen sich nämlich nicht zwangsläufig aus. Ich glaube, da haben wir uns auch ein Bild davon gemacht, dass man entweder ein aufregendes oder ein vermeintlich sicheres Leben führen kann - aber was ist denn schon sicher? Und andererseits ist es ja auch irgendwie romantisch, sich gegenseitig so gut zu kennen, dass man über bestimmte Themen nicht mehr diskutieren muss. Man weiß, wie man miteinander umzugehen hat - und wenn man dabei weiterhin respektvoll bleibt, dann wird der Alltag selbst zum Höhenflug.

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Gehören Heirat, Kinder und Hausbau unabdingbar zu einer erfüllenden Beziehung?

Muss "Die Frau ein bisschen blind und der Mann ein bisschen taub sein", damit eine Partnerschaft gelingt, oder kommt man womöglich besser miteinander klar, wenn beide sehend und hörend und miteinander redend eine Beziehung gestalten? Heirat, Kinder und ein Haus sind mit Sicherheit wunderschöne Aspekte einer Beziehung, aber wir Menschen sind so vielfältig, sowohl vom Charakter als auch von unseren Bedürfnissen her - warum müssen unsere Beziehungen dann einem immer gleichen Muster folgen? Sie könnten doch friedlich in Vielfalt nebeneinander her existieren, ohne von den "klassischen" Beziehungsformen mit Mitleid angesehen zu werden? Mich würde mal interessieren: wieviel Prozent der Frauen wollen nur deswegen heiraten, weil für sie ohne diese Vorstellung eine Beziehung irgendwann sich "nicht mehr weiterentwickelt"? Oder auch einfach nur,  weil "es dazugehört"?

 

Martin und ich sind bestrebt, uns selbst auszusuchen, wie wir unsere Beziehung haben wollen,

möglichst unabhängig von den Vorstellungen, die uns diktieren, was man braucht, um glücklich zu sein und was dieses "Glücklichsein" überhaupt zu bedeuten hat. Unsere Couch von MYCS ist, wenn man will, ein Symbol dafür.

Ich hätte es früher selber nicht geglaubt, wenn man mir erzählt hätte, dass ich getrenntes Schlafen bei einem Paar für gut befinden würde. Aber bei uns funktioniert das super. Wir schlafen mal beide im Bett in Martins Zimmer, mal schlafe ich auf der Couch in meinem, dann übernachtet wiederum Martin auf der Couch - wir entscheiden das jeden Tag spontan und passend dazu, wie wir uns fühlen. Ich habe einen sehr leichten Schlaf und das beisst sich mit Martins manchmal vorkommendem Schnarchen.

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Wie haben wir die Couch ausgesucht?

Wir haben uns für eine Couch mit einem Lounge-Teil entschieden, weil für Martin "Couch" und "Beine hochlegen" unabdingbar zusammengehören, und für grünen Samt, weil diese Kombination von Farbe und Stoff im Laufe der letzten Jahre zu meiner Vorstellung von einem Traumsofa wurde.

Mir hätte eine kleinere Couch absolut gereicht, und Martin hätte lieber blauen Stoff gehabt, als grünen Samt. Diese Couch ist also ein Paradebeispiel für unsere Kompromissbereitschaft. Wir standen so lange im Showroom und konnten uns erst nicht entscheiden, und dann nicht einigen, dass ich lieber nicht wissen will, was die (sehr nette) Beraterin sich so dachte. Aber wir haben unsere Differenzen überwunden, und jetzt freuen wir uns beide über unser mega gemütliches, aber dennoch stylishes Möbelteil, dass all unsere Wünsche perfekt in sich vereint.

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Die Berliner Einrichtungsmarke MYCS [’miks] wurde 2014 gegründet. Hier wird angestrebt,  personalisierte Möbel zum neuen Standard zu machen.

Die Möbel von MYCS bestehen auf Modulen, die dem Kunden alle Freiheit in der Auswahl, Zusammenstellung und Gestaltung der Größe, Farbe, Materials und Ausstattung gewähren. Mit Hilfe erfahrener und freundlicher Design-Berater in den Showrooms von Mycs (oder im Onlineshop) und eines 3D-Online-Konfigurators kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und Wunsch-Möbelstück gestalten, speichern und bestellen.  Das MYCS Sortiment reicht von Ess-, Beistelltischen und Sideboards bis hin zu Kleiderschränken, Regalen und einer Vielfalt an Sofas, Sesseln und Stühlen. Die Modularität trägt dazu bei, höchste Qualität zu fairen Preisen anbieten zu können. Das Design und die Qualität der Möbel kann europaweit in einem der bisher acht Showrooms hautnah erlebt werden.

Die Hölzer und Furniere für die Möbel sind  FSC-zertifiziert und werden von etablierten Zulieferern aus Europa bezogen.

Showroom Berlin befindet sich in der Friedrichstr. 123, 10117 Berlin, EG im Innenhof.


MEIN SOFA

Wir haben uns für folgende Details entschieden:

Maße: Tiefe: 168cm Höhe: 72cm Breite: 310cm Sitztiefe: 71cm Sitzhöhe: 42cm Lounge-Tiefe: 132cm

Stoff: Samt (100 % Polyester)

Farbe: Tannengrün

Hier geht es zu einem ähnlichen Modell, das man selbst anpassen kann, sowohl Maße, als auch Farbe und Stoff - bei Mycs ist alles frei wählbar, da alles aus Modulen besteht!

SAMT PFLEGE:

Die Stoffbezüge sind nicht abnehmbar. Sauge die Oberfläche regelmäßig mit einer weichen Polsterdüse (max. 500 W) ab. Für ein feuchtes Abwischen bitte demineralisiertes Wasser verwenden. Flecken bitte sofort vorsichtig abtupfen. Bei Samt stets unbedingt in Strichrichtung arbeiten.

RÜCKGABE:

Bei Mycs hast du 100 Tage Probesitzen! Falls etwas nicht passt, erhälst du in diesem Rahmen dein Geld zurück, musst allerdings dein Möbelstück selbst zurückschicken.


 

*dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Mycs entstanden. 

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Lifestyle thoughts

LIFE UPDATE: vom zusammenziehen, gemeinwohl und einem gewissen virus

Ok, wow.

Das letzte „life update“ hatte ich im Oktober online gestellt, also noch im letzten Jahr! Seitdem hat sich so Einiges getan, das könnt ihr euch ja eh schon denken. Aber eigentlich hat sich so einiges mehr getan als das, was alleine dem zeitlichen Abstand geschuldet werden könnte. Denn manchmal passiert in 5 Jahren nicht so viel, wie in diesen 5 Monaten.

Schönster Spaziergang

Im Oktober habe ich einem Menschen aus dem „Jetzt“ mein „Damals“ gezeigt. Wenn man in seinem Leben öfter den Lebensort wechselt, bleiben die Erlebnisse, die einen prägen, im Gedächtnis – und dort zurück, von wo man wegzieht. Man zieht irgendwohin, wo Menschen verankert sind, wo ihre Erinnerungen um sie herum schlummern, statt ausschließlich vergilbte Papierseiten in ihrem Kopf zu sein.

Mit anderen Worten – mein Freund Martin ist mit mir nach München gefahren und ich durfte ihm endlich ein Stückchen meiner Vergangenheit zeigen. Die Orte, wo ich gelebt, studiert, gefeiert, geliebt, Fehler gemacht hatte und erwachsen geworden bin.

Der schönste Ausflug war der zum Tegernsee mit Martin und Peter. Wie glücklich mich das machte! Es gibt absolut nichts Nährenderes für meine Seele, als wenn zwischen meinen geliebten Menschen Harmonie herrscht. Im Umkehrschluss – es gibt nichts Schlimmeres für mich, als wenn zwei meiner Lieben miteinander überhaupt nicht können. Von meiner Geburt an bis zu meinem siebten Lebensjahr, als meine Eltern sich trennten, bestand meine Kindheit ausschließlich aus Streit und Gewalt  – und das zwischen den zwei Menschen, die ich am meisten geliebt habe. Das hat mir jeden Tag aufs Neue das Herz gebrochen – bloß war es mir damals nicht bewusst, denn die Kinder hinterfragen nichts. Sie sind unbeschriebene Blätter, die ihr Leben erstmal so hinnehmen, wie es nunmal ist, denn sie wissen nichts von einem anderen möglichen Leben. Dennoch leiden sie und es prägt sie, und erst im Erwachsenenalter wird ihnen bewusst, wie sehr.

Der Tag am Tegernsee hat mein Herz mit ein paar Pflastern versorgt.

Moving in together

Anfang Oktober 2019:  meine Mitbewohnerin teilt mir mit, dass sie am 1. Dezember auszieht.

Mitte Oktober: Martin und ich entscheiden, dass er am 1. März zu mir zieht.

November: nach 5 Wochen Wartezeit voller Bangen erhalten wir die Zustimmung des Vermieters.

Dezember: übergangsweise zieht eine Untermieterin ein. Es beginnt eine spannende, aber anstrengende Zeit, in der Martin und ich zwischen Nervosität und Vorfreude hin- und herschwanken. Martins Art, umzuziehen, bringt mich in den letzten Tagen vor dem Umzug an meine Grenzen – zwei-drei Wochen vor dem Umzug fängt er schon an, die ersten Sachen einzupacken und zu mir zu bringen. Erst drei, dann sechs, wenige Tage später zehn Kisten stapeln sich in meinem, bald unserem Flur. In der Woche vor dem eigentlichen Umzug kann man kaum noch durchlaufen, zu den Kisten kommt ein großer eingerollter Teppich, ein Wäschekorb voller Küchenutensilien und ein metallischer Schuhständer für Tausendfüßler dazu. Auch in meinem Zimmer steht unvermittelt unser neuer riesiger Couchtisch mit Nussbaumfurnier, der an ein Surfbrett erinnert.

28. Februar: Martin bringt die letzten Sachen zu mir und es wird nochmal emotional, als wir ein nostalgisches Video für meine Insta Story mit dem Inhalt „Martin fährt noch ein letztes Mal nach Hause, bevor wir ein gemeinsames Zuhause haben“ aufnehmen.

1. März: plötzlich geht alles ganz schnell, denn hehe, es müssen nur noch die Möbel transportiert werden, alle Sachen sind ja schon da.

Heute: was soll ich sagen – wir wohnen seit drei Wochen zusammen und es fühlt sich schön an! Besonders gut tut mir, dass man sich am Abend nicht mehr verabschieden muss, weil beide da bleiben <3

o ja:

Ich besuchte Peter in München. Diese Reise buchte ich schon vor zwei Monaten und gerade in der aktuellen Situation wollte ich auf keinen Fall absagen. Ich bin so froh, dass wir in dieser seltsamen, befremdlichen und absolut verrückten Zeit eine Woche zusammen verbracht haben und uns Trost und Wärme gespendet haben!

gegessen:

wie wohl alle – viiiiiiel Selbstgekochtes! Und ich habe noch viel mehr vor! Alle Rezeptideen, die in den Tiefen meines Smartphones schlummern, werden nun umgesetzt und hoffentlich auch für den Blog geshootet! Früher habe ich meine Food-Kategorie regelmäßig mit neuen, einfachen und vegetarischen Rezepten befüllt und sie kam auch immer sehr gut an bei euch <3

Herzens-Empfehlung:

„Jung&Naiv“! Peter hat mir eine Folge gezeigt, als ich in München war, und zwar die mit Christian Felber über Gemeinwohl-Ökonomie. Dieses Interview hat mich so unglaublich aufgewühlt, beeindruckt und beschäftigt, wie schon lange nichts mehr. Endlich mal keine verbitterten Kabarettisten, die an den Fakten zerschellen, sondern eine positive und starke Perspektive für die bessere menschliche Co-Existenz mit einigen praktischen Umsetzungsideen.

Ich habe mich schon so lange gefragt: warum haben wir momentan zwar das beste uns bekannte Regierungssystem haben – nämlich die Demokratie –  sie aber immer wieder an den ihren eigenen Werten vorbeischrammt? Demokratie hat ja zum Ziel, den Willen des Volkes umzusetzen. Woran liegt es, dass dieser Wille so oft missachtet wird? Dass die Parteien Dinge versprechen, die sich nicht mal ansatzweise halten können oder wollen? Und vor allem: wäre es denn möglich, das Ganze anders anzugehen? Was genau müsste man ändern, damit die Demokratie so funktioniert, wie es eigentlich mal vorgesehen war?

In der oben genannten Jung&Naiv Folge bekommt man endlich Antworten auf diese Fragen, Antworten, die mir nicht nur einleuchten, sondern mich mitten ins Herz getroffen haben. Weil es nämlich auch darum geht, worauf es im Leben wirklich ankommt. Aber schaut es euch selbst an! <3

 

 

Corona Wahnsinn

 

Stichwort: Entschleunigung. Und zwar ohne Gewissensbisse! Normalerweise kostet es gerade als Selbstständige unglaublich viel Mühe, sich freizunehmen und einfach mal GAR nichts zu tun. Und selbst wenn das gelingt, hat man mit schlechtem Gewissen zu kämpfen und kann es nicht hunderprozentig genießen, denn EIGENTLICH hätte man ja noch dies und das und jenes zu erledigen. Deswegen empfinde ich die Zeit trotz der absolut verrückten Umstände als sehr angenehm, dass man quasi gezwungen ist, Freizeit zu haben. Außerdem sieht man, was alles an gesellschaftlichen Änderungen möglich wird, wenn es sein MUSS. Plötzlich fliegen keine Flugzeuge mehr, die Menschen können nicht ständig konsumieren etc – also passieren plötzlich Dinge, die der Umwelt und unserem Inneren eigentlich gut tun, aber die wir perverserweise als Beraubung unserer Möglichkeiten empfinden und deswegen ohne Corona niemals freiwillig aufgegeben hätten.

Die andere Seite der Medaille: wir befinden uns in einer Ausnahmesituation – ob sie echt oder fake, Zufallsprodukt oder beabsichtigt ist. Wir bekommen gerade das, was wir verdienen – nicht der Einzelne, sondern wir als Menschheit. Wir bekommen die Auswirkungen unserer Finanzpolitik zu spüren – die Gelder sind radikal falsch verteilt und das Finanzsystem plustert sich auf, bis es platzt – unter fahrlässigster Vernachlässigung des Gesundheitssystems. Eines ist klar: unter dem Schutz des Notstands werden Dinge durchgewunken, die sonst nicht möglich wären – unter allgemeiner Billigung, wie immer „für die eigene Sicherheit“: Versammlungsrecht ist gestrichen, allgemeine Überwachung inkl. Datensammlung und örtliches Tracking per Handy ist vielerorts erwünscht. Wenn wir das Ganze frei Schnauze weiterspinnen: es könnte zu einer Abschaffung von Bargeld oder Zwangsimpfungen führen.

Was man tun kann: sich AUF KEINEN FALL von blinder Angst leiten lassen und alles billigen, was diese Angst zu minimieren verspricht. Sondern die Veränderungen differenziert betrachten. Das ist auch unsere Verantwortung als Bürger!

 


NEW IN: INTERIOR

Schon vor der Quarantäne haben wir uns sehr intensiv mit dem Thema „Zuhause“ auseinandergesetzt, aus dem einfachen Grund, weil Martin am 1. März zu mir gezogen ist. Deswegen haben wir nun in dieser Zeit, wo man sehr viel zuhause ist, nicht mehr so viel zu tun, wie die meisten anderen Menschen. Wir haben nämlich schon Wochen vor der Quarantäne alles Mögliche aussortiert und eingeräumt :)

  • YEAH nach über dreieinhalb Monate Wartezeit kam ENDLICH unsere neue Couch an (der bald ein eigener Blogpost gewidmet wird) und stellte sogleich das ganze Zimmer auf den Kopf! Sie ist aus Samt, in einem schönen Tannengrün, und sie ist echt bequem, aber sooo ausladend, dass wir eventuell den Kleiderschrank verschieben müssen, um dieses Ungetüm von einer Couch wirken lassen zu können.

 

  • schon länger wünschte ich mir Pampasgras. Jetzt bestellte ich mir 3 Stiele bei Etsy online und stellte sie in einer große Vase aus durchsichtigem Glas. Sieht edel aus und strahlt trotzdem eine gewisse Wärme aus! Ich liebe es!

 

  • ein kleines Vintage-Tischchen durfte bei mir einziehen. Genau darauf steht jetzt die Vase mit dem Pampasgras :D

 

  • vor ca 4 Wochen haben wir einen großen Ikea Abstecher gemacht und endlich alles besorgt, was uns noch fehlte, unter anderem ein paar schöne Lichtquellen und einen Einlegeboden für unseren großen Pax-Raumwunder-hier-kommt-alles-rein-was-man-eventuell-braucht-aber-nicht sehen-soll-Schrank. Diesen habe ich dann auch komplett ausgeräumt und neu sortiert, sodass ich nun tatsächlich alles auf Anhieb finde :D Fühlt sich gut an!

 

  • und last but not least: mein Traum von einem großen, schönen Makramee ist in Erfüllung gegangen! Mein tiefster Dank geht an die liebe Lysann <3 Es ist GENAU so geworden, wie ich es mir gewünscht hatte!!!

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Lifestyle thoughts

vom Türen Aufhalten, Feminismus und Shapewear

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... ich war kurz alleine, denn mein Freund holte mir einen Drink. Unwillkürlich lauschte ich dem Gespräch nebenan, oder eher, einem wütenden Monolog einer jungen Frau: „Dann bezeichnen sie sich als emanzipiert, wollen aber doch noch, dass Männer ihnen die Türen aufhalten und ihre schweren Taschen schleppen! Da müssen sie sich entscheiden, diese ganzen Feministinnen, was sie wollen! Man kann nicht alles haben!“.

Uff. Meine Augenbrauen rutschten zunehmend nach oben. Obwohl dieser Satz einerseits auf irgendeine Art und Weise logisch klang, spürte ich ganz genau, dass da was nicht stimmte. Der Satz klang nicht wie eine konstruktive Kritik, sondern hatte einen spöttischen und feindlichen Unterton und war eher in der Sparte „Feministinnen-Bashing“ anzusiedeln. Das stimmte mich traurig. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass viele Männer beim Wort „Feminismus“ gerne sofort an „diese hysterischen Zicken, die wegen Allem einen Aufstand machen“ denken, stimmen einige Frauen auch noch in diesen Chor ein, obwohl sie Feministinnen so unendlich viel verdanken!

Wie wäre es, wenn wir nicht irgendwelche Meinungen übernehmen und irgendwelche Dinge nachsprechen, ohne uns selbst mit der Sache beschäftigt zu haben? Wäre die Welt dann nicht ein viel angenehmeres Plätzchen für alle?

Um sich eigenständig eine Meinung machen zu können, ist es notwendig, Fragen zu stellen und sich mit Fakten zu beschäftigen.

Was ist „emanzipiert“ und was ist dieser „Feminismus“? Woher kommt es, dass die Männer Frauen Türen aufhalten und ihnen schwere Taschen abnehmen? Und: kann ich den sogenannten „Bonus“ des Frau-Seins nutzen und gleichzeitig Feministin sein? 

 

 

„Dann bezeichnen sie sich als emanzipiert, wollen aber doch noch, dass Männer ihnen die Türen aufhalten und ihre schweren Taschen schleppen! Da müssen sie sich entscheiden, diese ganzen Feministinnen, was sie wollen! Man kann nicht alles haben!“.


Fe|mi|nis|mus, der: 

Oberbegriff für gesellschaftliche, politische und akademische Strömungen und soziale Bewegungen, die, basierend auf kritischen Analysen von Geschlechterordnungen, für Gleichberechtigung, Menschenwürde und Selbstbestimmung aller Menschen jeglichen Geschlechts sowie gegen Sexismus eintreten und diese Ziele durch entsprechende Maßnahmen umzusetzen versuchen.


Um zu verstehen, warum Feminismus kein sinnentleerter Trend, sondern nach wie vor wirklich wichtig ist, müssen wir die rosa-rote Brille kurz abnehmen und den Tatsachen ins Auge schauen. Seit Anbeginn der Welt gibt es unglaublich viele krasse Missstände bei der Umgehensweise mit Frauen. In den meisten Ländern dieser Welt ist die Frau selbst schuld, wenn sie vergewaltigt wird und darf selbst dann nicht abtreiben. Innerhalb der Ehe gibt es auch heutzutage in vielen Ländern laut Gesetz sowieso keine Vergewaltigung. In einigen Ländern darf eine Frau ohne die Erlaubnis des Mannes weder arbeiten, noch Auto fahren. Täglich sterben unglaublich viele Frauen an der häuslichen Gewalt, weltweit, einsam und von niemandem als Opfer ernstgenommen. In einigen Ländern sind allein männliche Nachkommen was wert, weibliche Föten werden abgetrieben (da ist Abtreibung dann plötzlich wieder ok…). Man könnte das noch ewig weiterführen, aber ich denke, es müsste jetzt klarer sein, was ich meine.

Wenn man sich mit diesen wenigen Fakten auseinandersetzt, bekommt der Begriff „Feminismus“ wieder die Bedeutung abseits vom Trend, zu dem er geworden ist. Natürlich hat es auch Vorteile, dass Feminismus im Trend ist. Dadurch wird er nämlich salonfähig und dringt nach und nach ins Bewusstsein der Gesellschaft. Andererseits verweichlicht der Trend den Kern des Feminismus und führt somit oft nicht zur nötigen Auswirkung desjenigen, nämlich, nicht nur auf Missstände hinzuweisen, sondern sie auch zu bekämpfen, für eine Veränderung einzustehen. Mit anderen Worten, es ist zwar schön, wenn jemand sagt „Ich bin Feminist/in“, aber das reicht nicht.

Was können wir tun? Da viele von uns politisch leider nicht engagiert sind, bleiben aufklärende Gespräche mit unseren Mitmenschen und Zivilcourage. Soviel zum Feminismus. Jetzt schauen wir uns an, was es damit auf sich hat, dass Männer Frauen Türen aufhalten und ihnen Taschen abnehmen, und ob sich diese Dinge widersprechen.

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Warum hält man der Frau die Tür auf? Weil es „sich so gehört“?

Der Frau die Tür aufzuhalten, gehört wohl noch zu den alteingesessenen gesellschaftlichen Respekt- und Höflichkeits-Konventionen. Ursprünglich ist es wohl so entstanden, dass die Frauen bei Hof (daher übrigens das Wort „Höflichkeit“ – eine Gepflogenheit bei Hof!) so umfangreiche und steife Röcke trugen, dass sie selbst gar nicht mehr die Türklinke greifen konnten. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass sich dieses Problem in unserer Zeit wohl erübrigt haben sollte. Was sich dagegen kaum geändert hat, ist die Tatsache, dass Frauen, die nicht explizit viel Sport treiben, physisch gesehen schwächer sind als Männer, und bei besonders schweren Türen dankbar sind, wenn ihnen jemand hilft.

Allerdings betrifft das heute nicht mehr nur Frauen. Die allgemeine Höflichkeitsregel sollte eher sein, dass der/die Stärkere/Jüngere/Fittere dem/der schwächeren/Älteren/Kranken hilft. Und zwar  nicht nur mit Türen aufmachen, sondern auch bei schwerem Tragen und dergleichen.

Und jetzt zur ursprünglichen Aussage zurück: Warum sollte ich als Frau, wenn ich es in Anspruch nehme, dass mir jemand hilft, als Konsequenz meine Rechte abgeben oder mich als dem männlichen Geschlecht untergeordnet verstehen? Oder mal umgedreht und überspitzt dargestellt: wenn ich einem alten Mann meinen Platz anbiete, darf ich dann ihm und seinen ganzen Geschlechtsgenossen beispielsweise sein Wahlrecht absprechen? Was hat denn das eine bitte mit dem anderen zu tun?

Eben – gar nichts! Aber warum hat die junge Dame dann überhaupt diese zwei verschiedene Aspekte unseres Zusammenlebens in einem Atemzug nennen können?

Ganz einfach. Antiquierte Vorstellungen von Höflichkeit (ein Mann hat der Frau die Tür aufzuhalten, umgekehrt darf er das von ihr nicht erwarten!) passen natürlich zu antiquierten Geschlechterrollen und schließen Feminismus damit aus. Löse dein starres Bild von Höflichkeit auf, und schon gibt es gar keinen Widerspruch mehr zwischen sich als Frau die Tür aufhalten lassen und dennoch gleichberechtigt zu leben. Höflichkeit darf nicht sexistisch (=aufgrund von Geschlecht) stattfinden, selbst wenn sie „gut gemeint ist“, denn Sexismus ist die Bedingung der potenziellen Unterdrückung. Beispiel: „Ich muss ihr die Tür aufhalten, weil sie eine Frau ist“ ist nur die andere Seite der Medaille und unterliegt der gleichen Logik, wie „Sie muss lange Haare haben und Kinder bekommen, weil sie eine Frau ist“ oder „Sie kann nicht als führende Persönlichkeit ernstgenommen werden, weil sie eine Frau ist“.

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Damals

Apropos umfangreiche Röcke und Kleider. Sowohl Frauen als auch Männer hatten früher modisch gesehen so einiges zu er-tragen. Das Schlimmste, was die Frauen von früher am Leib hatten, sind meines Erachtens Korsette/Mieder. Dabei meine ich nicht mal die modernen, die immer noch ziemlich beengend sind, sondern die ganz alten aus dem 17. Jh.

Der Vorläufer des Korsetts war übrigens geschlechterübergreifend, denn im 15. Jh., als es damit losging, haben sich auch die Männer die Taille geschnürt. Nach einer „Pause“ haben Männer im 18. Jh. auch wieder Korsetts getragen, allerdings wurden den Frauen auch die Brust und die Rippen abgeschnürt, nicht nur die Taille.

Erst Anfang der 20. Jh. kamen die Dinger aus der Mode, nicht nur wegen der aufkeimenden Frauenbewegung, sondern auch wegen stark wachsender Berufstätigkeit von Frauen, als die Männer im 1. Weltkrieg an die Front mussten.

Und heute?

Obwohl man erschreckenderweise ab und an wieder Korsetts sieht und die Frauen auch darüber berichten, dass sie in den Dingern halb ohnmächtig wurden, weil sie keine Luft mehr bekamen, wollen sich die meisten heutzutage frei fühlen. Kleidung allgemein wird immer bequemer, auch die Turnschuhe haben (gottseidank!) Einzug in die Modewelt gehalten. Wenn wir unseren Körper leicht stützen und formen wollen, greifen wir heutzutage zu Shaping Unterwäsche (formende Unterwäsche). Sie ist elastisch und dennoch stützend, soll uns aber in keiner Weise einschränken und fördert sogar die Durchblutung (den Effekt kennt man von Stützstrümpfen).

 

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Ein Onlineshop namens shape me ist ein kleines Start Up aus München, meiner „alten Heimat“. Die Gründerin gewann mit ihrer Idee eine Start-Up Sendung, denn bis dahin gab es in Deutschland keinen Onlineshop, der sich so allumfassend auf das Thema „Shapewear“ spezialisiert hätte.

Shape me bietet eine tolle Auswahl an formender Unterwäsche: unter anderem sind dort Marken wie ITEM m6, SPANX und Wonderbra zu finden. Dort gibt es Produkte für alle Körperbereiche und Lebenssituationen! Zum Beispiel: T-Shirts für geraden Rücken! Armshaper (wow, was es nicht alles gibt!)! Formende Kleider und Röcke und natürlich alle Arten von klassischen Stützstrumpfhosen, rückenfreien BHs und vieles mehr.

Besonderer Service: man kann bei shape me anrufen und sich persönlich am Telefon beraten lassen!

Und was ich wirklich feministisch im Sinne der Gleichberechtigung finde: Bei shape me gibt es auch Shapewear für Männer <3

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Hinter der Marke ITEM m6 steht medi. Das familiengeführte Unternehmen aus Bayreuth wurde 1951 gegründet, und fing als ein Teil der Gesundheitsbranche mit Kompressionsware an. Im Laufe der Zeit kam Shapewear dazu, wurde immer weiterentwickelt und hat somit an Bequemlichkeit gewonnen, ohne an der stützenden Funktion einzubüßen.

Fun fact:  die dünnste Kompressionsstrumpfhose der Welt stammt aus dem Haus ITEM m6!  Die Marke sagt: „Die eingestrickte Kompression in Shape- und Legwear regt die Blutzirkulation an und versorgt den Körper besser mit wichtigen Nährstoffen. So fühlen sich beispielsweise die Beine auch nach langem Sitzen viel fitter und leichter an“.

Mein Fazit

 

Ich habe ein paar Produkte testen dürfen, und meine beiden Favoriten, die öfter zum Einsatz kommen werden, sind der ITEM m6 Shape Mesh Body (den ihr auf den Bildern sehen könnt) und der Wonderbra Ultimate Backless BH. Der Body passt perfekt unter enganliegende Kleider, so dass man sorgenfrei bei geliebten Spaghetti reinhauen kann und danach trotzdem nicht den Bauch einziehen muss (nein, ich finde nicht, dass man das muss – aber ich persönlich fühle mich komfortabler, wenn ich etwas gestützt werde :)) und der BH wird vor allem im Sommer zum Einsatz kommen, denn auch hier: ich finde es toll, wenn Frauen keinen BH tragen, fühle mich selber aber wohler mit.

In diesem Sinne: macht, was euch gut tut, und verurteilt niemanden, der es genauso handhabt!

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*in freundlicher Kooperation mit Shape me 

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Bastel-Ideen Kreatives Lifestyle

#createyourstyle – DIY mal anders!

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... vom Termin zu Termin, dazwischen kurz beim Wimpernstudio vorbei, dem Suchtfaktor Lash Extensions fröhnen, vor drei Jahren dachte ich, ich lasse sie mir nach der Fashion Week wieder abmachen, nun sind sie immer noch da, jetzt schnell einen hausgemachten Salat zum Mitnehmen, obwohl nein, schnell ist es nicht, denn dieses kleine chaotische Café ist sehr beliebt, sie kommen sogar fast alle mit der eigenen Tupperware, lobenswert, also anstehen, dann noch ein Termin, jetzt noch kurz zum Zahnarzt/Bürgeramt/Wasauchimmer, ufff, ist es warm heute, der Ubahn nachlaufen, geschafft, na super, jetzt ist mir noch wärmer, kurz zur Änderungsschneiderei, dann noch einen Latte Macchiato on the Rocks, schön erfrischend vor dem Tanzkurs, Schuhe umziehen („hier keine Strassenschuhe“), getanzt, nun heim, nein, doch nicht, muss noch kurz einkaufen, der Kassierer ist heute mal freundlich, wow, was ist bloss los mit ihm, nein danke, keine Plastiktüte, nein danke, ich möchte nicht spenden, immer stehen sie an der Kreuzung und fragen, ob man Kinder oder Tiere mag, oh, das Café wurde endlich fertig umgebaut, muss ich mir morgen mal ansehen, noch eine Treppe, endlich zuhause!

 


 

 Wer ist genauso rastlos, schnell und viel unterwegs wie ich?

Wer begleitet mich die ganze Zeit in jeder Lebenslage? Wer muss bequem sein und trotzdem einen modischen Faktor haben? Am besten sogar einen Kultfaktor? Wer muss mich tragen, unterstützen und ermuntern, wer sind meine Gefährte und Gleichgesinnte?

Das sind meine Sneaker.

Sie sind umso wichtiger für mich – nein, geradezu überlebensnotwendig – da ich aus gesundheitlichen Gründen keine hohen Schuhe mehr tragen kann. Mein Mittelfussbruch von vor 3 Jahren hat es natürlich nicht besser gemacht. Manchmal trage ich Absatzschuhe für meine Outfit-Bilder, weil es einfach eine gewissen Abwechslung bringt, aber privat trage ich 99% der Fälle flache Schuhe. Wir (ich und meine Füsse) sind also sehr dankbar, dass Streetwear inklusive Sportschuhen mittlerweile sogar in High Fashion Einzug gehalten hat, weil Sneaker schon seit Jahren für den modernen Lifestyle stehen – die Generationen Y und Z sind super mobil, fast schon rastlos, und unternehmen so viele verschiedene Dinge, dass die Schuhe unbedingt mithalten und in jeder Situation passen müssen.

Wenn der Schuh drückt oder anderweitig unbequem ist, kann man nämlich an nichts anderes mehr denken, und das passt nicht zu unserer Vorstellung von einem Leben, denn wir wollen den Kopf frei haben für unsere Gegenwart und unsere Zukunft.

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Ende Juni

holte das Berliner Einkaufscenter ALEXA * all die Sneaker-Verrückten zu sich in die Einkaufsmeile zu einem Event, auf dem man sich die mitgebrachten Schuhe bedrucken lassen konnte. Richtig gelesen, bedrucken! (Könnt ihr euch noch an ein anderes ALEXA-Event erinnern, bei dem man seine Kleidung bemalen konnte und wo ich auf meine Lederjacke „DANCE ALL NIGHT“ draufgemalt habe?) Ein grosser spezieller Drucker, der vorher mit dem gewünschten Design vom Computer aus „gefüttert“ wurde, wurde vor Ort aufgebaut und von den Mitarbeitern von Inkicks bedient.

Ich wollte Zitronen auf meinen Schuhen haben, also hat Roland von Inkicks nach einem ähnlichen Print im Internet gesucht (wahrscheinlich wegen den Bildrechten), diesen dann in Photoshop InDesign importiert und alle Zitronen einzeln angepasst, gedreht und verkleinert und auf den Schuhen platziert – erstmal virtuell. Dann wurde meine weissen Stoff-Vans (wichtig! hell und aus Stoff sollten die Schuhe sein, sonst wäre es schwierig mit dem Bedrucken!) auf eine besondere Halterung eingespannt und in den Drucker geschoben. Knopf an, und schon wurden meine Schuhe mit einem cuten Zitronen-Druck versehen, sommerlich und verspielt, also perfekt für mich!

Gewinnerschuh

Ausserdem ging dem Event ein Online-Wettbewerb voraus, bei dem für verschiedene Designs gevotet werden konnte. Der Gewinnerschuh (einer mit „Berlin“-Schriftzug ist es geworden!) wurde im ALEXA ausgestellt und wird sogar in limitierter Auflage produziert! Und unter allen Abstimmenden wurden drei Sneaker-Gutscheine verlost. Win-win, sozusagen.

 

Im ALEXA findet ihr folgende Schuhläden:

 

JD Sports, Snipes, Crisp, Defshop, Blue Tomato,

Fast Forward,  Intersport, Runners Point, Vans,

Deichmann, Crocs, Ecco, Onygo, Roland, Shoe City, Sidestep,

Street Shoes, Tamaris, Timberland und Vagabond

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*in freundlicher Kooperation mit ALEXA 
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thoughts

„Politisch korrekt“: erstrebenswert oder nervig?

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"Man darf ja GAR nichts mehr sagen! Sorry, aber ein Schwarzer ist nunmal schwarz, das ist halt sein Erkennungsmerkmal!"

Hand aufs Herz, hast du das auch schon mal gedacht?

Findest du Toleranz an sich auch super, aber die ganze Political Correctness total übertrieben? Denkst du auch manchmal, dass es eine Schikane von den ganzen übertrieben linken Spinnern ist, so ein hippes Mode-Ding? Jede noch so mini kleine Minderheit, die jahrhundertelang in ihrer Höhle saß, kommt jetzt plötzlich ans Licht und will ihre eigene Bezeichnung haben und am besten auch noch ihre eigene Toilettenkabine! Ist das nicht komplett over the top?

Meine Antwort lautet: nein. Und ich habe auch eine Erklärung dafür.

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Ursprünglich entstand "Political Correctness" als ein Versuch, Menschen aufgrund ihres Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer ethnischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit, ihrer sozialen Stellung, ihres Alters oder aufgrund einer Behinderung nicht zu beleidigen oder zurückzusetzen. Wenn man davon ausgeht, dass Sprache, Denken und Handeln eng zusammenhängen, dann würde eine sprachliche Rücksicht auch zu einem gesellschaftlichen Bewusstseinswandel weg von der kritisierten Diskriminierung führen können.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Wir sollten uns darauf besinnen, was der Ursprungszweck von politischer Korrektheit war.

Es ging nämlich nicht darum, eine Meinung herabzusetzen oder erst gar nicht zuzulassen bzw. zu diskriminieren, sondern darum, Menschen zu kritisieren, die sich augenscheinlich politisch inkorrekt ausdrücken. Das Ziel von politischer Korrektheit war ursprünglich nämlich das Gegenteil von Diskriminierung, nämlich das Bemühen darum, Toleranz in der Sprache und Diskussionskultur abzubilden!

Darauf erwidert so manch einer: "Heutzutage fühlt sich ja jeder sofort diskriminiert. Die sollen mal nicht so dünnhäutig sein und auch mal Spaß verstehen!!". Das Ding ist nur: wir alle sind viel stärker von unserem Umfeld und unserer Vergangenheit geprägt, als uns bewusst ist. Wir kochen so stark in unserem eigenen Saft, dass wir gar nicht imstande sind, nachzuvollziehen, dass Dinge, die uns spassig und absolut harmlos vorkommen, jemanden ernsthaft verletzen können.

Wir schieben diese Verletzlichkeit gerne auf die zu dünne Haut des anderen und nehmen ihm damit von vorne herein die Berechtigung, so zu fühlen.  Wahre Empathie geht aber anders. Sie weiss, dass Menschen ganz unterschiedlich fühlen können und ganz ganz unterschiedliche Assoziationen haben können, und auch, dass all diese Gefühle und Zusammenhänge keine Spinnereien und aus der Luft gegriffen sind, nur weil wir sie im ersten Moment nicht nachvollziehen können, sondern ganz normale Reaktionen auf ganz reale Erlebnisse.

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Tugendwächter und geschickte Tatsachen-Verdrehungen

Eine ziemlich rechtskonservative Online-Zeitung, die die Dinge populistisch verdreht und Opfer gerne als Täter darstellt, schreibt pseudo-intellektuell:

"Die neuen Tugendwächter. Ihr Geschäft ist kein heroisches. Es ist dasjenige des Schafs, das sich im Schutz der Herde zu blöken traut und im Geheimen den Wunsch hegt, sich selber als Ober-Opfer auszurufen. So ist dann auch alles, was man für die Tugend tut, aus dem Geist der angeblichen Notwehr gespeist – denn wer hypersensibilisiert ist, weiss, aus welchen Verfehlungen sich Kapital schlagen lässt. Sexistisch ist dann schon, wer zweimal nach einem Date fragt, und rassistisch, wer wissen will, wo jemand mit dunkler Hautfarbe denn herkomme." (QUELLE)

Tugendwächter...  Ja, es gibt sie. Die moralisierenden Pseudo-Apostel, die unter dem Deckmantel des Minderheiten-Schutzes selbst zu Diktatoren einer Meinung werden und den anderen den Mund verbieten. Das sind die schwarzen Schafe unter den Menschen, deren Grundintention es eigentlich nur war, Rücksicht zu üben und die Welt toleranter und bunter zu machen. Aber diese schwarzen Schafe soll man bitte nicht als Argument benutzen, um die komplette Sache zu verneinen. Sonst reisst man mit dem Unkraut auch die Ernte raus... Dafür ist eine differenzierte Sichtweise das Hilfsmittel: man versucht das Gute an einer Sache wahrzunehmen und schützt es somit vor dem Untergang, während die anderen das Ganze verteufeln und damit auch all die Errungenschaften und positiven Auswirkungen einer Idee zunichte machen.

Wer ist hier eigentlich das Opfer?

Genau das ist aber die Absicht von solchen Demagogen und Populisten. Mit vereinfachten Formeln sprechen sie die Menschen an, die sowieso unzufrieden sind und sich selbst als Opfer sehen, obwohl es ihnen eigentlich gar nicht schlecht geht, und giessen sehr gerne Öl ins Feuer der Unzufriedenheit und Missgunst. Dazu kommt das undifferenzierte Abstempeln aller modernen Entwicklungen (die ursprünglich auf Humanität und Toleranz basieren und sich für Minderheiten einsetzen, da diejenigen logischerweise zu schwach sind, um sich selbst zu helfen) und Verdrehung der Tatsachen - und fertig ist das logisch erscheinende Konstrukt, das fatale Folgen hat.

"Sexistisch ist dann schon, wer zweimal nach einem Date fragt, und rassistisch, wer wissen will, wo jemand mit dunkler Hautfarbe denn herkomme" - das ist eine architypische Formulierung, die die wirklichen Täter als Opfer darstellt. Genauso sehr regt mich der Spruch  "Man darf in Zeiten von #metoo nicht mal mehr ein Kompliment machen" auf.

Es gibt eine Lösung...

Leute, wie wäre es mal damit: einfach den Kopf und das Gefühl einschalten und einfach mit Respekt handeln - ein "nein" als "nein" verstehen - und im Zweifelsfall nachfragen, ob einer Person etwas unangenehm sein sollte und dann darauf Rücksicht nehmen! Und zur Frage nach der Herkunft: ja, es nervt. Und dabei habe ich nicht mal dunkle Haut. Es nervt, weil es erstens eine persönliche Sache ist und zweitens, weil man so immer wieder zwangsläufig daran erinnert wird, dass man nicht dazugehört. Und für alle, die sofort schreien "So ist es aber keineswegs gemeint! Es ist nur Neugierde!" - stellt euch vor: eure Absichten und die Welt, die in einem fremden Menschen steckt, seine Erfahrungen, seine Geschichte - sind nicht immer deckungsgleich.

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Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüßtest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen vor einander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle...

- Aus einem Brief Kafkas an Oskar Pollak, 8.11.1903. -

Wer Political Correctness als Instrument benutzt, anderen Menschen willkürlich den Mund zu verbieten, sie zu beleidigen und zu diskiminieren, verhält sich im Endeffekt nicht viel besser, als sie. Das ist klar.

Dennoch macht es nicht die ganze Sache schlecht, sondern spricht nur gegen diese Manipulierer. Political Correctness sollte dazu dienen, Respekt und Empathie zu einer normalen Erscheinung unserer Gesellschaft zu machen. Immer, wenn sie das nicht bezweckt, ist sie zu kritisieren. Aber vergessen wir nicht: Political Correctness ist (im Vergleich zur Diskriminierung selbst) eine ziemlich neue Sache. Und die neuen Dinge brauchen Zeit, sich auszupendeln.

HIER ist ein toller Artikel zum Thema!

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Lifestyle Shopping

Shoppen in Berlin und DIY Event im Alexa

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Shoppen in Berlin ist so eine Sache.

Verglichen mit München (wo ich ja 23 Jahre gelebt habe!) ist die Auswahl an Shops natürlich gigantisch! Aber auch dezentral, da Berlin ja bekanntlich kein Stadtzentrum hat. In München ist man meist einfach in die Innenstadt gefahren, wo es eine Shoppingmeile gab, und die Innenstadt war natürlich von überall gleich gut erreichbar. In Berlin dagegen muss man oft ziemliche Strecken zurücklegen, wenn man in einem bestimmten Laden einkaufen will.  Eine Grossstadt hat eben ihre Vor- und Nachteile, wobei ich immer noch gut damit fahre, die Vorteile zu geniessen und die Nachteile einfach hinzunehmen.

Das erste Einkaufscenter, was ich in Berlin kennengelernt habe,

war das ALEXA* am Alexanderplatz. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich nur wenige Ubahn Stationen von dort wohnen werde, hätte ich es wohl nicht geglaubt! Aber nun ist das tatsächlich der Fall! Deswegen bin ich gern im ALEXA unterwegs, wenn ich meinen Lieblingsläden wie Zara und Bershka einen Besuch abstatten möchte. Und im oberen Stock gibt es eine sehr prächtige Fressmeile, wo Menschen mit Entscheidungsschwierigkeiten wahrscheinlich verhungern würden :)

Nun, das ist meine Beziehung zum rosa Einkaufscenter. Deswegen habe ich mich total gefreut, als ich zu einem Event ins ALEXA eingeladen wurde, wo ich ein oder mehrere Kleidungsstücke meiner Wahl customizen konnte, und zwar nicht allein, sondern bei Bedarf mit Hilfe von Dozenten und Studenten der Deutschen POP Modeschule! Wie cool ist das bitte??

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Der Tag war sehr warm, man konnte den nahenden Frühling förmlich spüren! Ich fuhr nach Hause, zuvor hatten mein Freund und ich noch zusammen ein kleines Tanztraining und mir war immer noch warm davon. Aussen warm, innen warm – also zog ich meine Lederjacke aus und hing sie über den Arm. Felder und Häuser zogen vorbei, ich machte was am Handy, stieg irgendwann aus der Regionalbahn aus, stieg um, ging Lebensmittel besorgen, und als ich an der Ampel stand, schoss es mir plötzlich in den Kopf: „MEINE LEDERJACKE!!!“

Wo habe ich sie bloss liegen gelassen? In der Regio hatte ich sie noch. Dann in der S-Bahn? Im Einkaufscenter? Wir werden es wohl nie erfahren. Es war eine kurze Bikerjacke aus Kunstleder, dick gefüttert, und hatte mir schon einige verschiedene Jahreszeiten treu gedient, war regen- und windfest und es passte noch eine Strickjacke für kalte Winternächte drunter. Auch auf meiner legendären Geburtstagsreise 2017 war sie mit dabei…

Hilft nichts. Weg ist weg…

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Am 5 & 6 April 2019 fand ein DIY- Fashion Event in Alexa Berlin statt: nach dem Kampagnenmotto CREATE YOUR STYLE konnten Besucher ihre eigene Mode individualisieren. Die Modeartikel wurden mitgebracht oder im Center gekauft und unter der Betreuung durch Fashion-und-Designstudenten in einzigartige Kleidung verwandelt!

Ich war auch dabei und durfte mir ein Kleidungsstück kaufen, um es umzugestalten. Mir war sofort klar: ein würdiger Ersatz für meine verlorene Lederjacke muss her! Und als würdiger Ersatz muss sie auch gleich mit Erinnerungen behaftet werden, denn jedes neue Kleidungsstück ist erstmal ein unbeschriebenes Blatt. Erst, als wir es in verschiedenen Situationen und in verschiedenen Gemütslagen anhaben, gewinnt es an Persönlichkeit und fängt an, uns mehr zu bedeuten, als blosser Stoff zum Bedecken oder Warmhalten.

Auf dem Event konnte man seine Kleidung umnähen (es standen zwei Nähmaschinen bereit), man konnte sie anmalen, oder bekleben, allerlei Stoffe lagen aus, Pailletten und alles, was das DIY-Herz begehrt!

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Mir war klar: meine Lederjacke soll ein Basic bleiben und nach der Umgestaltung weiterhin zu allem passen. Ein cooler Spruch muss her, den ich dann mit weisser Farbe auf den Rücken der Jacke aufmale! Und was passt besser zu meiner momentanen Tanzwut, als „Dance all night?“

Im ALEXA angekommen, sahen meine Mitbewohnerin Ramona, die diese Bilder geshootet hat, und ich gleich grosse Plakate mit der Kampagne #createyourstyle. Schon von weitem sprang einen die grosse Fläche mit Paletten-Tischen und allerhand Material an! Auch die liebe Caroline, Dozentin der Deutschen POP Modeschule und einige ihrer Studenten standen schon bereit, um den Besuchern bei der Verwirklichung all ihrer kreativen Ideen behilflich zu sein.

Ich teilte Caroline mit, dass ich etwas in Sorge bin, ob ich meiner eigenen Aufgabe gewachsen bin, denn ich habe eine Schrift, die alles andere als schön ist. Caroline war aber so nett und lobte meine bescheidene Idee so überschwänglich, dass es mir gleich ein Stückchen besser ging. Als sie mir dann auch noch ein Blatt Papier und danach sogar eine richtige Stoffjacke zum Üben besorgte, war ich etwas erleichtert.

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Ok, genug geübt!! Jetzt wird es ernst und geht der Jacke an den Kragen! Ok, nicht an den Kragen, sondern an den Rücken.

Lederfarbe an den Pinsel, etwas abstreifen, nochmal kurz überlegen, wie man den Platz richtig verteilt und los!

Ich muss gestehen, das Ergebnis ist besser geworden, als ich dachte – nicht zuletzt Dank der lieben Caroline, die sich so rührend um mich kümmerte! Nun habe ich eine neue Jacke, die jetzt schon mit Erinnerungen verknüpft ist – und zwar an dieses schöne Event. Danke, ALEXA!

 


*dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit ALEXA Center Berlin entstanden <3

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Outfit

Sich Aufregen: ja oder nein? & outfit

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Wie schaffen es angeblich alle anderen, 

trotz Pech-Strähnen und nerviger 

Respektlosigkeiten unserer Mitmenschen

in sich zu ruhen"Ohm" zu rufen 

und Liebe statt Hass zu versprühen?

 

Die Antwort ist: GAR NICHT.

"Think positiv!",- schreien die Optimisten unter uns.

Allerdings nur so lange, bis der eigene Partner das Geschirr im Waschbecken einweicht, obwohl man volle Waschbecken nicht ausstehen kann, und die Klopapierrolle schon wieder falsch rum hängt, und auf dem Weg zur Arbeit tritt einem jemand, der es viel zu eilig hat (der soll gefälligst mal früher rausgehen, statt den Leuten auf den Geist zu gehen!!), mit voller Wucht auf den Fuss, dann lässt man sein Portmonnaie beim Bäcker liegen und muss zurückrennen, obwohl man eh knapp dran ist (wie war das nochmal mit dem "Früher rausgehen?"), danach fallen zwei Ringbahnen wegen Polizeieinsatz aus und zu guter Letzt fängt es an, zu regnen, und man hat NATÜRLICH keinen Regenschirm dabei.

Wie schaffen es angeblich alle anderen, trotz Pech-Strähnen und nerviger Respektlosigkeiten unserer Mitmenschen, in sich zu ruhen, "Ohm" zu rufen und Liebe statt Hass zu versprühen?

Die Antwort ist: GAR NICHT.


Das Besondere am heutigen Blogpost:

ich veröffentliche nicht nur meine eigene Meinung, sondern noch eine Gast-Meinung!

Dieser Gast ist meine liebe Freundin Vickie. Los gehts!

ICH SAGE:

Da teilen sich die Meinungen. Die einen behaupten, über die kleinen nervtötenden Dinge des Alltags müsse man sich unbedingt aufregen, aus zwei Gründen: erstens, man solle den Menschen zeigen, dass sie im Unrecht sind oder gewisse Grenzen überschritten haben, und zweitens, man lässt einfach die Luft raus und dann geht es einem einfach besser. Die anderen sagen - Liebe statt Hass, Lächeln verbreitet gute Energie und was weiss ich alles.

Aber wieso gehen wir eigentlich so oft von nur zwei (meist extremen) Lösungen aus? Entweder zu 100% happy Hippie alias sein eigener Lebens-Coach, oder zu 100% Grumpy Cat mit erhobenem moralischen Zeigefinger?

Es gibt noch weitere Schattierungen und Abstufungen, wie so oft im Leben. Ich habe eine für mich perfekte Zwischenlösung gefunden, die sogar wirklich funktioniert. Und die lautet: IGNORIEREN. Niemand kann mich davon überzeugen, jemanden, der mich mit seinem Ellenbogen regelrecht aus dem Weg schiebt, strahlend anzulächeln und dabei nicht eine einzige Regung der Nerven zu verspüren. Aber das ist ja auch gar nicht notwendig. Es reicht einfach, das Ignorieren zu üben. Es geht so: in dem gleichen Moment, in dem mich jemand aufgeregt hat, nehme ich es kurz wahr und lenke mich sofort ab: ich schaue aufs Handy/in den Himmel/nehme einen Schluck von meinem Kaffee oder überlege, welchen Termin ich jetzt als nächstes habe oder was ich eigentlich zum Abendessen einkaufen will. Auch den Augenkontakt vermeide ich. Ich schau die Person nicht an, ich drehe mich nicht mal um, wenn mir jemand von hinten auf den Fuss tritt.

Meine Philosophie ist so: die meisten "Vergehen" wie Anrempeln sind Versehen, keine böse Absicht. Da lohnt es sich nicht, seine Lebenszeit und seine Nervenzellen damit zu vergeuden. Wer weiss, vielleicht fehlen sie eines Tages dort, wo es wirklich wichtig wäre, welche verfügbar zu haben!

Spüre ich eine böse Absicht hinter einer respektlosen Handlung, wäge ich kurz ab, inwiefern ich in die Sache einsteigen sollte. Ich habe es für mein Selbstwertgefühl nicht nötig, den Menschen ihre Makel vorzuführen oder ihnen die moralisch perfekte Alternative anzubieten. Ganz im Gegenteil, sowas zieht mich immer runter, denn die Menschen reagieren auf solche Dinge höchst allergisch und nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung". Es ist ja auch ein Kunst für sich, jemanden so zu kritisieren, dass es auch wirklich konstruktiv ist - und außerdem gehören ja eh zwei dazu.

Einmal schaute ich aufs Handy, während ich einen Gehweg entlangging. Es kam ein großer Typ mir entgegen und wich absichtlich kein Stück zur Seite, um mir zu zeigen, wie falsch ich mich verhalten würde und rannte mit seiner fetten Schulter in meine Seite, so dass ich fast umgekippt bin. Was denkt ihr, würde er einsichtig werden und sich entschuldigen, nur wenn ich ihn zurechtweise? Die Erfahrung sagt, dass dann erst recht eine ebenso aggressive wie sinnlose Diskussion beginnt, nach der ich den halben Tag vor Wut zittere und auch noch am nächsten Tag, wenn ich davon erzähle, wieder ärgerlich werde. Alles schon gehabt.

Dennoch habe ich mich entschieden, dass Ignorieren nicht in jedem Fall der Weg sein soll. Vor allem, wenn es um andere Menschen geht, wenn ihre Menschenwürde verletzt wird, wenn Rassismus und Diskriminierung auf offener Strasse praktiziert werden, dann will ich nicht wegschauen, sondern einschreiten und auch diskutieren. Selbst wenn diese Diskussionen ebenso wenig bringen, wie die zuvor beschriebenen. Aber in diesem Fall differenziere ich und entscheide mich bewusst anders. Denn in solchen Fällen stelle ich die Eigenverantwortung und Zivicourage über dem "Sinn" oder Effizienz der Diskussion.

VICKIE SAGT:

Jeder Mensch darf sich ärgern, aber niemand sollte dabei zur Drama-Queen mutieren!

Es gibt kleine und große Probleme: Bahn verpasst, schlechtes Wetter, abgebrochener Fingernagel. Um mal ein paar der Kleinen zu nennen. Zu den großen gehören: Verlust eines geliebten Menschen, Klimawandel und schwere Krankheiten. Doch wer bin ich, um Probleme zu bewerten? Was für den einen Menschen extrem schlimm ist, ist für den nächsten "nicht so wild".

Natürlich darf sich jeder aufregen, das ist menschlich! Gerade in Bezug auf Alltagssorgen und First World Problems könnten wir uns aber alle mal ein bisschen was von meinem Opi abschauen: Der musste als 15-Jähriger im Krieg fliehen. Er war im Winter wochenlang mit seinen Geschwistern in einer Kutsche unterwegs, die Eltern verschollen. Und er hat jeden einzelnen Tag in seinem Leben geschätzt und geliebt, statt zu nörgeln.

Aber der Mensch ist eben ambivalent und auch ich rege mich “gern“ auf, am liebsten über unfreundliche Mitmenschen, die einem das Leben in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Hölle machen. Nach meiner Philosophie gibt es außerdem eindeutig zu viele Leute, denen es viel zu gut geht und die deswegen über jeden (in meinen Augen) mickrigen Mist meckern, was mich nervt!

Aber da hilft nur eins: Tief Luft holen, innerlich laut bis drei zählen, ausatmen, dann lächeln und eine möglichst schlagfertige Antwort geben.

Und akzeptieren was ist. Mensch ärgere dich nicht!

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I AM WEARING:

knit: Chiquelle*

coat: H&M Trend (old)

skirt: Tally Weill

bag: New Look

boots: NA-KD*

hat: Topshop

 

*pr gifts/samples

photos: Jessi <3

editing: by me

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