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Bloggen als Business Teil 2: wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram?

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Wie kommt man zum Bloggen als Beruf? Und wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram? Warum sieht mein Instagram Feed trotz verschiedenster Bilder so einheitlich aus?

Das sind drei der vielen Fragen, die mich gerade in letzter Zeit vermehrt auf Instagram erreichen. Deswegen fasse ich alles einfach in zwei Posts zusammen und kann den künftigen Fragern einfach den Link dazu schicken, habe ich mir gedacht :)

Bloggen als Beruf ist noch so neu, dass man das weder studieren, noch eine Ausbildung oder Kurse dazu machen kann. Learning bei Doing ist hier das Prinzip – aber ab und zu kann man sich auch Tipps bei erfahreneren Kollegen abholen, was oft wirklich augenöffnend wirkt.

Im TEIL EINS erzählte ich, wie meine Blogger-Anfänge waren,  welche Kamera ich habe, wie lange es dauert, bis ein Blogpost fertig ist und wie ich meine Bilder bearbeite. Heute soll es um Geld, einen einheitlichen Instagram Feed und die Motivation gehen.

Die Geschichte zum Headerbild muss ich euch noch schnell erzählen: für das Shooting für diesen Blogpost nahm ich für die bessere Anschaulichkeit extra ein paar 50-Euro Scheine mit, und während wir shooteten, hielt ich sie in der Hand und grinste um mein Leben, um eine glückliche Bloggerin darzustellen ;) Da ging eine ältere Dame vorbei, blieb stehen und meinte ausdrücklich: „Na, wenn ich auch so viel Geld in der Hand haben würde, würde ich auch so lachen“. Während wir sie verblüfft anstarrten, ist sie einen Schritt gegangen, blieb nochmal stehen und wiederholte den gleichen Satz nochmal. Als sie schon fast vorbeigegangen war, drehte sie sich nochmal um und meinte: „Ja, dann würde ich auch so grinsen“. Neid? Mitteilungsbedürfnis? Was auch immer das war – herzliche Grüße an dieser Stelle :D

So, aber jetzt zum Topic!

1.

Wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram?

Meist wird man von den Firmen oder PR-Agenturen angeschrieben und wollen, dass man Ihr Produkt bewirbt – das nennt man eine „Kooperationsanfrage“ (meine peinlichsten Kooperationsanfragen habe ich in 2 Posts verarbeitet: Teil 1 / Teil 2)

Natürlich kann man auch selbst Firmen anschreiben, dabei sollte man sich kurz und knackig vorstellen und vielleicht auch schon andeuten, wie man das Produkt in Szene setzen würde und warum es zu einem passt. Allerdings braucht man meiner Erfahrung nach eine sehr hohe Frustrationstoleranz, wenn man selber Akquise macht, denn man kann von einem ziemlichen Glück reden, wenn auf 10 Anfragen 3 Antworten kommen, von denen dann eine positiv ist.

Natürlich kann man auch auf Events und Pressdays und Fashion Weeks gehen, um Kontakte zu knüpfen. Allerdings verhält es sich damit ähnlich, wie bei der eigenen Akquise – es sei denn, du hast 200k auf Instagram und mehr. Dann interessieren sich die Firmen viel eher für dich.

Das meiste Einkommen habe ich also über Anfragen, die mich erreichen. Dabei ist es wichtig, seinen Wert zu kennen und sich auch nur in absoluten Ausnahmefällen unter Wert zu verkaufen – wenn es einem z. B. außerordentlich wichtig ist, ein bestimmtes Produkt zu bekommen, eine bestimmte Erfahrung zu machen oder einen Kontakt aufzubauen. Ansonsten darf gehandelt werden, fast wie auf einem Bazar in Abu Dhabi :D

Ganz wichtig: immer schön professionell bleiben! Danke für die Tipps, Franzi :) Egal, wie unverschämt oder ungeschickt sich manche Kooperationspartner verhalten – der Ton macht die Musik. Ich muss mir noch lange nicht alles gefallen lassen – aber ich sollte mich stets höflich und zuvorkommend artikulieren.

2.

Wie viel Geld kann ich verlangen?

Bis vor ein paar Jahren war es unter Bloggern leider total out, über Geld zu sprechen. So hat jeder für sich, im stillen Kämmerlein, irgendwas verlangt, und keiner wusste, was für Summen die anderen so veranschlagen. Mittlerweile hat sich das Thema Geld glücklicherweise etwas enttabuisiert, was dem Markt nur hilft, denn wenn alle aufhören würden, sich unter Wert zu verkaufen, würde die Bezahlung sich für alle auf einem guten Niveau bewegen.

Grob kann man sagen, dass man pro 10 Tausend Followern auf Instagram ca 100 Euro für ein Bild verlangen kann. In der Realität verhält es sich etwas anders, und normalerweise kommt man fast nie auf den Preis. Die Plattform Influencer DB zeigt an, wieviel euer Bild auf Insta wert ist – aber der Plattform vertraue ich nicht, denn sie ist oft total fehlerhaft, was man z. B. oft an meiner wöchentlichen Statistik von Influencer DB erkennen kann, die immer wieder besagt, dass ich o neue Follower, o Kommentare und 0 Likes hatte, was natürlich NULL stimmt… 

Für einen Blogpost verlange ich natürlich das Doppelte, wie für Instagram, denn er kostet viel mehr Arbeit (siehe Punkt 4).

Ich habe auch schon erlebt, dass Kollegen für die gleiche Kooperation sowohl viel weniger, als auch viel mehr bekommen haben – oft habe ich das Gefühl, dass es nicht nur wegen dem Verhandlungs-Geschick so unterschiedlich ist, sondern auch wegen persönlicher Präferenzen der Kooperationspartner… 

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3.

Wie authentisch darf man bleiben, wenn man Werbung macht?

Im Idealfall bin ich als Bloggerin natürlich ganz frei in der Bildgestaltung und in meiner Meinungsäußerung – allerdings haben ganz viele Firmen mittlerweile richtige „Briefings“, die teilweise aus vielen Anforderungen und Richtlinien bestehen. Man bekommt z. B. gesagt, dass die zu bewerbenden Produkte im Mittelpunkt des Bildes stehen sollen, welche Hashtags man verwenden soll und welche Informationen über das Produkt man einbauen soll. 

Mit meinen Bildern sind alle Kunden immer sehr zufrieden, aber ab und zu kommt es vor, dass ein Kunde nicht nur himmelhochjauchzende Worte in meinen Posts vorfindet – und dann ist es Verhandlungssache, einen Weg zu finden, mit dem alle Beteiligten zufrieden sind. Was manchmal wirklich schwierig ist. Ich versuche dem Kunden immer klar zu machen, dass meine Authentizität mein Kapital ist und gleichzeitig das, was einen Blogger von der klassischen Werbung unterscheidet oder unterscheiden sollte. Verliere ich als Bloggerin meine Glaubwürdigkeit, verliere ich euch als Leser – und das ist weder in meinem Sinne, noch im Sinne meiner Kooperationspartner. Deswegen muss ich immer meine ehrliche Meinung sagen dürfen. Allerdings ist es nicht allen Firmen immer so bewusst, denn viele denken nicht langfristig, sondern „Abverkauf über alles und nach mir die Sintflut“ bzw. „Hauptsache, das Produkt wird in höchsten Tönen gelobt – authentisch oder nicht, ist doch egal“…

Deswegen freue ich mich immer richtig, wenn eine Firma extra betont, dass der Blogger die Kooperation so umsetzen soll, wie es zu seinem sonstigen Stil, Bildsprache und Leserschaft passt. So soll es sein!

4.

Wie oft sollte man posten und wie lange brauche ich für einen Blogpost?

Was Instagram angeht – ich denke, einmal am Tag ist optimal. Beim Blog teilen sich die Meinungen – die einen sagen, so oft es geht, die anderen – lieber nicht zu oft, sonst rutschen die neuen Posts zu schnell runter. Ich persönlich habe ganz früher jeden Tag gepostet, allerdings habe ich auch einfach IRGENDWAS hochgeladen, ohne zu Taggen und ohne SEO und, vor allem, die Bilder gar nicht bearbeitet – das spart enorm viel Zeit. Bis vor einem Jahr habe ich dann 3 und manchmal sogar 4mal die Woche gepostet, was eine ganz schöne Hetzerei war – kaum war was online, schon habe ich mich an das nächste setzen müssen.

Mittlerweile poste ich immer Sonntags und Mittwochs und kann diesen Rhythmus ganz gut durchhalten. 

Wie lange es dauert, bis ein kompletter Blogpost online geht, kommt ganz auf den Aufwand an. Unter 3 Stunden reine Arbeit am PC geht aber nie was – so ein Blogpost wie der hier hat genau 6 Stunden in Anspruch genommen. Das weiß ich deswegen so präzise, weil ich eine Abgaben-Deadline hatte und erst um 23 Uhr anfangen konnte – um 5 Uhr Nachts war ich dann fertig (fix und fertig), aber der Post ist auch besonders aufwendig gewesen, wie der hier  oder der hier z. B. auch. Recherchieren, Bilder bearbeiten, Layout festlegen, Texte schreiben, Taggen, SEO… 

Um ein Instagram Bild zu posten, dauert es auf jeden Fall auch eine Stunde, denn ich bearbeite alle Bilder erst auf dem Computer und dann nochmal auf dem Handy – aber dazu siehe den nächsten Punkt.

5.

Wie bearbeite ich Bilder für einen einheitlichen Look?

Immer erst am Computer, auch für Instagram. Für alle Bilder verwende ich mittlerweile meinen eigens erstellten Filter bei Photoshop (eine sogenannte „Action“), für Instagram lade ich die Bilder danach unkomprimiert in die ICloud, öffne sie mit VSCO und lege dort zusätzlich noch den abgeschwächten A4 Filter drüber. Manchmal passe ich die Bilder dann noch in Instagram selber leicht an, wenn ich sehe, dass sie sich farblich zu sehr von den anderen Bildern im Feed unterscheiden. Extra dafür habe ich mir einen auf privat gestellten Account eingerichtet, wo ich es in Ruhe ausprobieren kann und denn Feed auch vorplanen kann.

Letztes Jahr habe ich meine Farbwelt verändert – früher stand ich auf cleane, kühle Bilder – dann habe ich mich daran sattgesehen, und im Moment identifiziere ich mich mit warmen, dunklen Tönen.

Bis ich das alles rausgefunden habe, hat es allerdings Jahre gedauert :D

Es gibt noch eine andere Möglichkeit, die, wie alle meinen, viel einfacher ist, nämlich, die Bilder mit Lightroom zu bearbeiten. Für Lightroom kann man sich kostenlose Presets runterladen, die man dann angeblich super einfach über die eigenen Bilder legen kann  – danach bekommen sie auch eine einheitliche Farbe. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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6.

Wie motiviere ich mich auf lange Sicht?

Natürlich kann man auch wieder aufhören, wenn man nicht mehr bloggen mag. Das ist nämlich nicht jedermanns Sache, auch wenn es auf Instagram&Co oft nach Glanz und Glamour aussieht. Bloggen ist einerseits eine tolle und sehr dankbare Angelegenheit – wenn man bedenkt, dass die Gagen sogar bei sogenannten „Micro-Influencern“ (wie ich das Wort hasse!!) für ein Bild schon ein Monatsgehalt eines Minijobbers betragen können. Ich weiß das zu schätzen, denn ich habe Jahrelang im Einzelhandel für 6,50 Euro/Stunde gejobbt. Allerdings ist Bloggen hinter den Kulissen oft ein knochenharter Job, denn die ganzen Stunden, Tage, Monate und Jahre, die man in die Erstellung und Aufbereitung eigener Inhalte und den Aufbau der Reichweite steckt – richtig, bezahlt einem eben keiner. Im Klartext: bis ich meine erste bezahlte Kooperation hatte, habe ich schon lange und regelmäßig zig eigene, ganz ungesponsorte Inhalte online gestellt und eine gewisse Reichweite aufgebaut, was gar nicht einfach ist – hier ist übrigens ein erst eine Woche alter Podcast mit einem Interview mit mir: „Influencer in 30 Tagen? Ein Selbstversuch“.

Man braucht als Blogger also einen eisernen Willen, viel Leidenschaft für die Sache, hohe Lernbereitschaft, oft dicke Haut und sehr hohe Frustrationstoleranz und Disziplin. Das Wichtigste ist: Aufgeben ist nicht. Immer weitermachen, egal was passiert. Menschen, die noch nie als Blogger tätig waren, können das nicht nachvollziehen, warum es einem so nahe geht, wenn sich Follower abmelden,  keine Kooperationsanfragen kommen oder nur ganz fürchterliche, und wenn es Hater regnet. Hier die Erklärung: es gibt Phasen, in denen man auch als Blogger das Gefühl hat, dass man sich abstrampelt – und genau in solchen Momenten fühlen sich die erwähnten Geschehnisse als herbe Rückschläge an. Trotzem – es wird weitergemacht, man darf sich auf Dauer nicht runterziehen lassen – weil es sich in jeder Hinsicht lohnt, dabeizubleiben <3

Photos by Aslihan

Editing by me

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Lifestyle

Bloggen als Business #1 – Software, Namensfindung & Ausrüstung

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Wie habe ich es geschafft, so professionell zu bloggen? Und warum sieht mein Instagram Feed trotz verschiedenster Bilder so einheitlich aus? Nein, ich will mich hiermit nicht etwa selber loben, sondern das sind zwei der vielen Fragen, die mich gerade in letzter Zeit vermehrt auf Instagram erreichen. Ich antworte immer jedem einzelnen von euch, aber bevor ich tausendmal dasselbe schreibe, fasse ich alles einfach in einem Post zusammen und kann den künftigen Fragern einfach den Link dazu schicken, habe ich mir gedacht :)

Bloggen als Beruf ist noch so neu, dass man das weder studieren, noch eine Ausbildung oder Kurse dazu machen kann. Learning bei Doing ist hier das Prinzip – aber ab und zu kann man sich auch Tipps bei erfahreneren Kollegen abholen, was oft wirklich augenöffnend wirkt.

Also legen wir los – ich möchte in diesem Beitrag über das Bloggen als Business erzählen – wie meine Blogger-Anfänge waren, was mir zu einem besseren Bekanntheitsgrad verholfen hat, welche Kamera ich benutze, wie ich meine Bilder bearbeite und überhaupt, wie man Blogger wird und auch bleibt :)

1.

Wie fängt man an, zu bloggen?

Als ich anfing, zu bloggen, haben die Menschen in Höhlen ums Feuer getanzt, so lange ist es her. Kleiner Scherz. Tatsächlich war das aber schon 2010! Damals war Bloggen was Peinliches und Suspektes. Wenn jemand bloggte, war es eindeutig: er versucht, sein Aufmerksamkeitsdefizit zu kompensieren. Noch ein kleiner Scherz, dennoch diesmal nur teilweise: damals war Bloggen in Deutschland noch komplett unbekannt und man hat sich wirklich ein bisschen dafür geschämt.

Mittlerweile ist es Gottseidank anders: viele der Vorreiter, die um 2010 herum angefangen haben (z. B. This is Jane Wayne und Journelles, Masha Sedgwick und ähem ich, hehehe), haben dafür gesorgt, dass es heutzutage ein mehr oder weniger anerkannter Beruf ist (auch wenn Blogger von vielen leider immer noch belächelt werden), man kann davon leben und viele junge Menschen geben „Blogger“ als künftigen Berufswunsch an.

Die Software, mit der ich die Website erstellt hatte, war WordPress – es ist kostenlos, aber man hat viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten, als z. B. bei Blogger.com. Nach ein paar Jahren habe ich mir eine eigene Domain gekauft. Fragt mich aber lieber nicht, wie man das genau macht – P. hat sich von Anfang an um technische Dinge gekümmert und mir geholfen – an dieser Stelle vielen vielen Dank dafür <3

Also, wie fängt man an? Entweder man erstellt sich eine Website, z. B. eben bei WordPress, und legt einfach los, frei nach dem learning bei doing Prinzip  – oder man macht einen Businessplan, entwirft ein Konzept, eine bestimmte Bildsprache, Kategorien, bereitet Content für einen Monat vor – und legt dann ganz professionell los. Wie man lieber nicht anfängt, es aber dennoch einige tun: man kauft sich Follower und likes und lädt schlechte und langweilige Bilder auf Instagram hoch. Zack – schon ist man Influencer ;) Fragt sich nur – wie lange!

2.

Wie nenne ich meinen Blog?

Mein eigener Blogname ist durch Zufall entstanden. Ich habe „übergestern“ und „vormorgen“ statt „übermorgen“ und „vorgestern“ gesagt (kommt ihr noch mit, haha?). Dann wurde aus dem komischen „übergestern“ ein „NACHgestern“ und schon ergab das Ganze einen Sinn, nach dem aber immer wieder ziemlich lang gesucht wird, wenn ich meinen Blognamen vorstelle. „Nach äääähhh wie war das nochmal??“ – das ist doch ganz einfach – es geht um das HEUTE!

Im Jahre 2018 würde ich es aber keinem empfehlen, bei der Wahl des Blognamens so vorzugehen :) Man sollte einen Namen wählen, der am besten international ist (folglich, wenigstens ein englisches Wort enthält) und der auch SEO-optimiert ist. SEO bedeutet Search Engine Optimization, im Volksmunde Google-Optimierung. Google ist nämlich der Gott, den alle Blogger anbeten (noch ein kleiner Scherz). Das heißt, bevor du deinen Blog benennst, überlege dir, nach welchen Key-Words Leute suchen sollten, um auf deinen Blog zu kommen, und verwende dann so ein Schlüsselwort. Bedeutet: wenn du deinen Blog über Fashion schreiben willst, dann benenne ihn am besten nicht „Maike´s Gartenblümchen“. Übrigens hat man früher auch das gemacht. Zig Mädchenblogs hießen „Rosa Zuckerwattenwolke“ und „Lila Einhornträume“ oder was weiß ich.

In letzter Zeit ist es Trend, Blogs nach dem eigenen Namen zu taufen. Meiner würde demnach heutzutage wohl sowas wie „Style of Esra“ oder „Esra Eren“ heißen :D

Meinen Blog umzubenennen, ist es allerdings viel zu spät – für mich gibt es also kein Zurück mehr und ich mache als Nachgestern weiter :)

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3.

Worüber soll ich bloggen?

Natürlich darüber, was dich am meisten interessiert und begeistert – sonst hälst du niemals lange durch! Allerdings ist es so – je länger ich dabei bin, desto mehr sehe ich die Wichtigkeit einer klaren Linie. Ich kann behaupten, dass ich leider erst das letzte Jahr wirklich raugefunden habe, was meine Präsenz im Internet ausmacht und ausmachen soll. Aber auch ich bin immer noch „zu vielseitig“, ich habe keine Nische besetzen können und deswegen hält sich mein Erfolg auch relativ in Grenzen im Vergleich dazu, wie es sein könnte, wenn ich zur richtigen Zeit die richtige Nische gefunden hätte.

Das heißt nicht, dass du jeden Tag dasselbe posten sollst – aber schau dir viele viele andere Blogs und Instagram-Accounts an und versuche das, was dir gefällt, auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Magst du es lieber bunt? Mit viel Text oder eher Bildern? Lieber süß oder minimalistisch? Lieber Reisen oder Kochen? Hauptsache Cozy oder elegant in jeder Lebenslage? usw usw.

Mein Konzept ist ungefähr so: ich biete hochwertige Bilder mit eigener Farbwelt an und Texte, die zum Nachdenken anregen oder unterhalten. Mein Stil verbindet Trends mit einem Vintage Lebensgefühl und ich komme meist süß, aber auch sophisticated rüber. Nahbar werde ich durch meine Art, zu kommunizieren: ich beantworte so gut es geht jeden Kommentar auf allen Kanälen und zeige mich in Insta Stories so, wie ich bin. Gleichzeitig rede ich nie über bestimmte private Themen wie z. B. Liebesleben :P

4.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Bloggen?

Das kommt drauf an, ob du klassisch eine eigene Website möchtest oder nur Instagram, oder vielleicht Youtube?

Für einen Blog würde ich eine Spiegelreflexkamera empfehlen, für Instagram reicht vielleicht die Handy-Cam. Wobei es auch hier auf das Konzept ankommt. Es gibt erfolgreiche Instagram-Influencer, die nur Handybilder hochladen, und es gibt welche, die nur hochwertigste Kamerabilder verwenden. Hauptsache, ein roter Faden ist zu sehen und natürlich interessante oder besonders schöne Inhalte.

Ich hatte am Anfang eine Kompaktkamera – die Olympus C-5050. Dann habe ich gebraucht bei Ebay eine Nikon D80 gekauft und landete dann vor fast 3 Jahren endlich bei Vollformat – nämlich der Nikon D750 und mittlerweile zwei Objektiven (HIER habe ich ausführlich über meine Kamera berichtet).

Natürlich sind Tageslichtlampen (zwei!! Sonst gibt es Schatten) und auch Reflektoren eine tolle Sache, allerdings habe ich kein Auto und somit reicht mir das, was ich sowieso immer zu Shootings mitschleppe (Kamera samt 2 Objektiven und einen Koffer mit Wechseloutfits) mehr als vollkommen… Ein Stativ besitze ich selbstredend, eins mit Kugelkopf – kann ich nur empfehlen!

5.

Wie sollte das Layout meines Blogs sein und wo bekomme ich eins?

Auch das ist leider (oder zum Glück!) ein Thema, mit dem ich mich kaum auskenne, da ich von Anfang an Hiklfe von P. bekomme habe, was das angeht.

Ich weiß, dass man bei WordPress verschiedene „Themes“ installieren kann (Theme bedeutet soviel wie „Blogdesign“), allerdings weiß ich auch, dass nur die wenigsten (oder keine??) Themes ohne stundenlange Anpassungsarbeit so aussehen, wie in der Vorschau auf der Herstellerseite :( Allein die Darstellung des Instagram-Widgets im Footer kann einen in den Wahnsinn treiben!

Einen Tipp kann ich euch dennoch geben: vergesst nicht das Impressum (es gibt gesetzliche Vorlagen im Internet), auch was neben der vollständigen Adresse sonst noch reingehört, kann man googeln. 

Ebenso wichtig ist die About Seite, denn sie wird erfahrungsgemäß am meisten angeklickt! Jeder möchte wissen, mit wem er es hier zu tun hat :)

Ein übersichtliches Menü und schnelle Ladezeiten eurer Website sind auch unabdingbar. Die hochgeladenen Bilder dürfen nicht größer als 300KB sein (in Photoshop gibt es eine Funktion namens „für Web speichern“, mit der man Bilder fürs Web komprimieren kann).

Für mein Layout innerhalb meines Themes (z. B. mehrere Spalten – was man übrigens nur auf dem Computer sehen kann, nicht auf dem Handy!) benutze ich den Page Builder von SiteOrigin, allerdings gibt es ganz viele verschiedene!

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So, das war Teil 1!

Im Teil zwei wird es darum gehen, wie man mit dem Blog und mit Instagram eigentlich Geld verdient, was es mit den Kooperationen auf sich hat und wie man sich trotz Tiefs immer weiter motiviert!

Stay tuned <3

Photos by Benjamin Egerland

Editing by me

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Einrichtung living Zuhause

interior: mein Arbeitsplatz

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Kann ein Schreibtisch ein Leben verändern?

Wie es sich rausgestellt hat, ja!

Eines Nachts kehrte ich vom Nachtflohmarkt heim, zusammen mit P., der mich netterweise abholte. Da die Halle, wo der Flohmarkt immer stattfindet, nicht weit von meinem Zuhause ist, gingen wir zu Fuß. Auf unserem Weg lag eine Fabrik, vor der sich immer etliche Container mit Metall-Müll befinden. Dort lag es, ganz unverhofft - mein perfektes Schreibtisch-Gestell in perfekten Maßen!

So hat es sich ergeben, dass ich nur ein paar Tage und einen Baumarkt-Besuch später ENDLICH einen Schreibtisch hatte!

Die jahrelange Schreiberei und Surferei von Bett aus hat mir nämlich im wahrsten Sinne des Wortes fast das Genick gebrochen!! Ich hatte wirklich große Nackenprobleme und wollte außerdem endlich den allgemein bekannten Rat befolgen, den Schlafplatz vom Arbeitsplatz zu trennen.

Aber jeder kennt das - man möchte etwas verändern, und manche Sachen ziehen sich ewig, bis mal sich dazu durchringt, sie umzusetzen. Wenn es dann aber endlich soweit ist - ist man umso glücklicher! Außerdem liebe ich es, umzudekorieren, und die 597728376562 Inspo-Bilder, die ich so lange auf Pinterest angeschmachtet hatte, wollten endlich zum Zug kommen. Ich glaube, das Ergebnis ist auch ziemlich Pinterest-tauglich geworden, aber das viel Wichtigere ist natürlich, dass sich mein Auge einfach daran erfreut, jedesmal, wenn mein Blick den Arbeitsplatz streift.

Ich fühle ich mich insgesamt irgendwie "strukturierter", wenn ich heim komme, meine neue stylishe und geliebte Lampe anmache, Musik laut drehe und mich an die Arbeit mache.

Und das beste - ich habe wieder angefangen, Bücher zu lesen. Im Bett :D 

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Schreibtischleuchte: Muuto via Westwing Now*

Kaktus-Vase: Megan via Westwing Now*

@-Zeichen: uralt von Primark (ja, es gab Zeiten, als ich noch dort was gekauft habe)

marmorierte Platte & Becher: H&M home (alt)


*  gifts or samples

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Lifestyle Unterwegs

event: was ist Dralon?

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Wir sind mittlerweile so weit zivilisiert,

dass wir manchmal schon meinen, unser Essen würde im Supermarkt in den Regalen wachsen.

Mit Kleidung verhält es sich nicht anders - über die Herstellung wissen wir zwar, dass sie meist leider unter unfairen Bedingungen stattfindet - aber was passiert eigentlich vor dem Nähen? Wie entstehen die Stoffe, aus denen unsere Klamotten genäht werden?

Wer kennt das nicht:

man kauft sich ein super schickes oder modisches Teil und trägt es dann nie - weil es zwar toll aussieht, aber sich nicht gut auf der Haut anfühlt oder weil man darin plötzlich schwitzt. Stoffe sind eben super wichtig - aber für mich als Mode-Mensch eher von der Praxis, also vom Tragen her. Mit der Theorie dagegen - nämlich, welche Fasern es so gibt und welche von ihnen den Stoffen eigentlich zugrunde liegen - hatte ich bisher nichts zu tun.

Vor zwei Wochen besuchte ich das #meetdralon Blogger-Event in Köln - ich mag solche Events echt gerne, nicht zuletzt deswegen, weil man sich mit anderen Bloggern, die man sonst selten trifft, vernetzt und austauscht.

Aber in erster Linie ging es um eine Faser, aus der Acryl hergestellt wird - und diese Faser heißt Dralon*.

Hier kommen meine 5 Random Facts zu Dralon!

 Fakt 1

Zu Dralon gibt es tatsächlich einen Duden-Eintrag! Der sieht so aus:

Bedeutung:      synthetische Faser, die u. a. wollartige Gewebe ergibt

Aussprache:    Betonung: Dralon

 

Fakt 2

Dralon ist ein Markenname für eine Faser auf Basis von PolyAcrylNitril (abgekürzt PAN), erfunden 1930 in Deutschland und erstmal nicht für verwendbar gehalten, da es mit damaligen Lösemitteln nicht löslich war. 1934 hat ein anderer Chemiker dann ein Lösemittel gefunden, und die Produktion von Fasern konnte theoretisch losgehen - aber irgendwie fand sie die ersten Jahre nur in Amerika statt. Erst Jahre später kehrte die Faser sozusagen in die Heimat zurück.  (Quelle)

Fakt 3

Fasern werden in Naturfasern (Baumwolle, Bambus, Hanf, Jute, Wolle und Seide sind die bekanntesten)  und Chemiefasern (Polyester, Polyamid und Polyurethan, aus dem Elastan gemacht wird und eben auch PAN) eingeteilt.

Fakt 4

Von einer Faser kann man überhaupt erst sprechen, wenn das Verhältnis von Länge zu Durchmesser mindestens zwischen 3:1 und 10:1 liegt. Bei Textilien ist es manchmal sogar das Verhältnis von 1000:1 (also super lang und super dünn :D)

Fakt 5

Die Reihenfolge ist so:  Faserstoff → Spinngut → Faser → Garn → Gewebe/Gestrick → Kleidungsstück

Manfred Borchers von der Dralon GmbH hielt eine kleine Ansprache. 

ich und Ravi von Public Images <3

wo Blogger sind, sind auch ganz viele Kameras :)

DJ Berry E. hat einen super Sound gemacht! Und ich bin bei Musik richtig picky :D

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Es gab auch eine kleine Modenschau mit Kleidungsstücken, die die Dralon-Faser beinhalten!

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Auch wenn es sich verrückt anhört - Selfies-Machen gehört auch zum Job :D Und so sehe ich dabei aus, hehe.

das zweit- und drittletzte Foto schoß Nick Wagner

 - in freundlicher Kooperation mit Dralon - 

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Humor thoughts

blogger`s life: die unmöglichsten Shooting-Situationen

Na, wer von euch würde auf die glorreiche Idee kommen, an einer Baustelle vorbeigehend, mal schnell einen Nagel in ein Brett zu jagen?

  …Oder sich beim Bäcker einfach mal schnell hinter den Tresen zu stellen?

  …Beim Tengelmann an der Kasse einfach mal dem Kassierer unter die Arme zu greifen und die eigenen Einkäufe selber über den Scanner zu ziehen?

  …Dem Taxifahrer bei der Gangschaltung behilflich zu sein?

Waaas, niemand? Ach kommt, Leute, was seid ihr denn für spießige Spaßbremsen, ist doch witziiiiiiig! Schließlich finden es auch genug Leute witzig, sich einfach mal ungefragt ins Bild zu stellen, wenn sie Blogger beim Shooten sehen.  Selbst wenn es keine Blogger, sondern Touristen wären, würde das auch nichts an der Situation ändern – denn falls ich das Einmaleins der gesellschaftlichen Umgangsformen beherrsche, dränge ich mich nicht in die Privatsphäre oder Arbeitsbereiche fremder Menschen – erst recht nicht ungefragt!

Allerdings gibt es auch Schlimmeres. Ich wurde auch schon richtig asozial beschimpft, als ich in einer Wohngegend geshootet habe – wie findet ihr „Zieh Leine, du F* “ ? 

Mittlerweile habe ich mir eine dicke Haut zugelegt – denn die braucht man auch! Ich ignoriere die Sprüche konsequent – denn dann lassen die Leute am ehesten davon ab und man kann in Ruhe weiterarbeiten ;)

Wie laufen unsere Shootings ab?

Location

Da ich meistens mit meinen lieben Bloggerkolleginnen shoote (z. B. Diana oder Franzi), machen wir eine Uhrzeit (im Winter ca Mittag, im Sommer ab 17 Uhr) und einen Treffpunkt aus. Bei dem Treffpunkt handelt es sich um einen Ort, wo wir hoffen, in der Nähe für uns beide eine coole Location finden zu können. Ganz selten haben wir schon vor dem Treffen eine Location im Kopf, aber meist irren wir eine Zeitlang umher und prüfen jedes Straßenbild, ob es zu unseren Outfits passt ? 

Früher mochte ich vor Hauswänden und -Fassaden fotografiert werden, mittlerweile bevorzuge ich Straßen, Cafes und Umgebungen, die Urbanität ausstrahlen.

Derjenige, der zuerst einen Shooting-Ort für sich gefunden hat, wird dann meist auch zuerst abgelichtet. Wenn wir uns dann niederlassen,  stellen wir unsere gefühlt 435987615 Taschen ab (das sieht in etwa aus wie ein kleiner Obdachlosen-Treff) und packen die Kameras aus. Eventuell werden noch Schuhe umgezogen oder eine passende Tasche rausgeholt (die für den busy Tag meist zu klein wäre!) und dann gehts los. 

Shooting itself

Meist shooten wir zuerst die „Standard“- (heißt Ganzkörper) -bilder im Hochformat, und zwar im Stehen sowie streetstylige Laufbilder. Danach kommen Querbilder, Portrait und Details dran. Wenn wir guten Mutes sind und noch Zeit haben, probieren wir neue Perspektiven und Lichtverhältnisse aus (im Winter spürt zu diesem Zeitpunkt schon lange niemand mehr seine Finger). Danach wird sozusagen das Model zum Photographen und der Photograph zum Model – und je nachdem, ob der Andere an der Location bleiben oder wechseln möchte, zieht man weiter oder shootet an der gleichen Stelle. Im Anschluss wird manchmal noch eine weiße/helle Wand gesucht und wir machen Handybilder für Instagram.

Manchmal sind dann eben noch Kind (bei Diana) oder Hund (bei Franzi) dabei, was die Herausforderung auf keinen Fall mindert, sagen wir mal so :D

Kein Wunder, wenn die Leute dann stehen bleiben, als hätten sie einen Wanderzirkus entdeckt. Wir sind ja auch so etwas wie ein Wanderzirkus ;)

 

 

Best Off „Doofe Bemerkungen“ :D  

 

 

• Eine Omi: „Kind, setz doch die Sonnenbrille ab, man sieht nichts vom Gesicht!“

• „Was, dieses hässliche Gebäude wollt ihr fotografieren??“

die Klassiker:

• „Darf ich mit aufs Foto?“ – die Unverschämtesten stellen sich dabei einfach dazu, ohne die Antwort abzuwarten (siehe Header-Bild).

 und

• „Gut siehste aus!“

 

Aber das Beste war: „Bitte von mir keine Fotos, ich werde gesucht!“ ?

 

… Ansonsten warte ich schon auf den ersten Fahrradfahrer, der gegen eine Laterne fährt, weil er, statt nach vorne zu blicken, uns nachschaut :D

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thoughts

blogging: 5 Tipps, wie man besser mit Druck umgeht

Wenn ich daran denke, wie ich zu Bloggen anfing –

– weiß ich manchmal nicht, ob ich die Entwicklung gut oder nicht gut finden soll. Das Gute an der Sache ist – ich habe unglaublich viel gelernt. Über Fotografie, über SEO, über Kontakte aufbauen, über Ästhetik, über Trends, über Konsumverhalten und überhaupt über die menschliche Psyche. Was ich aber manchmal mit Erstaunen feststelle und was mich zuweilen ziemlich stresst (und da bin ich nicht alleine!), sind die Ansprüche an sich selbst und der Druck, der mit dem Bloggen verbunden ist.

Wenn ihr bloß wüsstet, wieviele Shootings „umsonst“ waren, weil ich die Bilder nicht gut genug fand und sie deswegen nie veröffentlichte! Wie oft ich mein Instagram-Konzept geändert habe (oder wie ich erst überhaupt dazu kam, dass ich ein Konzept brauche)! Gerade auch während der Fashion Week in Berlin fange ich immer wieder verstärkt an, mich mit anderen zu vergleichen.

Lustigerweise stelle ich gleichzeitig immer wieder fest, dass die Eigenwahrnehmung mit der Außenwahrnehmung nur selten was gemein hat. Ich kann es kaum fassen, wenn sogar die Blogger, die ich für ihre Arbeit bewundere, ähnliche Selbstzweifel haben und manchmal meine Arbeit besser finden, als die eigene.

WHAAAAAT?? ^^

Diese ganzen Erwartungen an sich selbst, nicht enden wollende To-Do-Listen sowie das ständige Sich-mit-anderen-Messen kann gefährlich werden und schlimmstenfalls zum Burn-out führen. Damit das nicht passiert, habe ich für euch 5 Tipps zusammengestellt, wie man besser mit Druck umgehen kann.

Viel Erfolg!

1. KRAFTVERTEILUNG

man muss sich fragen: bin ich bereit, meine Kraft und Zeit in etwas zu investieren, was ich gerne hätte? Wieviel ist es mir wert? Denn die meisten Blogger, die z. B. Unmengen von Zeug gesponsort bekommen (was jetzt nicht unbedingt mein persönliches Ziel ist), tun auch eine Unmenge dafür. Würde ich systematisch Agenturen anschreiben, wäre auch bei mir die Resonanz größer. Seit mir das klar ist, seh ich das Ganze lockerer!

2. NICHT VERGLEICHEN

was bekannt ist, aber trotzdem nicht zu oft gesagt werden kann – sich mit anderen vergleichen kann fördernd wirken, ist aber in den meisten Fällen Gift für das eigene Selbstwertgefühl und somit für die Motivation. Viel besser ist es, sich zu fragen – tu ich schon das Beste, was in MEINEM eigenen Rahmen möglich ist?

3. HIER UND JETZT

langfristige Ziele haben – schön und gut, aber was oft auf der Strecke bleibt, ist das Hier und Jetzt.

Jemand, der auch mal auf sich stolz ist und die Zufriedenheit mit dem schon Geschaffenen zulässt, kann die zerstörerische Kraft von Druck auch eher in positive Motivation umwandeln.

4. NEIN SAGEN

ist auch wichtig (einen ganzen Artikel zu dem Thema habe ich schon hier geschrieben). Wenn ich Sachen absage, die mir nicht 100prozentig entsprechen, bleibt mehr Kapazität und Energie für wirklich Wichtiges.

 

5. PAUSE MACHEN

das ist wohl der schwerste Part, wenn man etwas professioneller bloggt. Man muss sich richtig ZWINGEN, auszusetzen. Danach läuft es aber besser, versprochen!!

Wie findet ihr die Tipps? Wie gelingt es euch, mit Druck umzugehen?

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Humor thoughts

blogging: 8 Anzeichen dafür, dass du kein Modeblogger-Anfänger mehr bist

Was macht einen alten Bloggerhasen aus? Gute Bilder? Nööö. Hochwertiger Content? Ach wo. Überdurchschnittliche SEO-Kenntnisse? Nein, nein und nochmal nein! Was die wahren Anzeichen dafür sind, dass du kein Blogger-Anfänger mehr bist – liest du hier!

Viel Spaß :D

 

1.   Du packst deine Goodiebags nicht sofort aus, sondern bist beim Nachhausekommen erstmal so fertig, dass du sie bis zum nächsten Morgen einfach unausgepackt stehen lässt. Auch am nächsten Tag hast du so viel zu tun, dass du dich erst daran erinnerst, als du am Abend in die Küche gehst, um dir ein Avocado-Brot zu machen und dabei über die Goodiebag stolperst, die du gestern mitten im Weg stehen gelassen hast.

2.  Der „Allerliebster Blog Award“ löst bei dir nur ein müdes Lächeln und eine vage Erinnerung an die Zeiten aus, als du angefangen hast zu bloggen. Du machst bei sowas schon lange nicht mehr mit, weil dein Content-Plan es nicht zulässt.

3.  Wenn dir ein Mißgeschick passiert, fluchst du erst, aber gleich im Anschluß drehst du ein kleines Video von dem Mißgeschick, das du bei Snapchat hochlädst („Missgeschicke wirken so authentisch!“). Wenn du damit fertig bist, erstellst du gleich einen Entwurf in deinem WordPress. Schließlich kann alles zu Content verarbeitet werden!!

4.  Es ist dir herzlich egal, dass dich Leute schief anschauen, weil du erstmal aufstehst, wenn im Restaurant dein bestelltes Essen kommt, um ein Foto aus der Vogelperspektive für Instagram zu schießen.

5.   Bei einem Spaziergang durch die Stadt siehst du keine schönen Gebäude, keine Sehenswürdigkeiten und keine Natur – sondern ausschließlich „Locations“.

6.   Du springst nicht mehr im Kreis herum und flippst aus vor Freude, wenn du eine Kooperationsanfrage oder eine Event-Einladung bekommst, sondern schaust zuerst nach den Konditionen und freust dich erst dann – es sei denn, die Kooperationsanfrage ist richtig unverschämt (siehe diesen Post darüber!)

7.   Wenn du auf Pressetagen unterwegs bist, stehst du nicht mehr unsicher in der Gegen herum und fragst dich, was du hier verloren hast, sondern schiebst die Klamotten hin und her und stellst den halben Showroom auf den Kopf, bis du dein perfektes Instagram-Bild  hast.

8.   Bei Zara & Co denkst du nicht mehr „Oh, geschnürte Sandalen, tolle Idee!“, sondern rufst „Oh, ein Aquazzurra-Lookalike!“ und DHL Autos und T-Shirts erinnern dich sofort an das gehypte Label Vetements.

Na? Hat sich wer wo erkannt?? ?

Habe ich etwas vergessen?

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thoughts

thoughts: Ihr Blogger macht doch außer paar hübschen Bildern nix!

Es ist Sonntag Mittag, ich bin gerade heim gekommen (ich arbeite jeden Sonntag Vormittag in meinem Hauptberuf). Die Nacht war kurz, denn gestern Abend war ich auf einem Event, welches erst um 22 Uhr losging.

Ich stelle den Kaffee hin und koche ein Ei. Während es kocht, räume ich alles vom Bett weg und lege meinen Fotohintergrund drauf – ein Brett aus dem Baumarkt, beklebt mit weißem Laminat. Ich schau mich um – was nehme ich jetzt als Requisiten für mein Instagram-Frühstücks-Bild? Währenddessen klingelt mein Laptop – eine Mail ist reingekommen. Eine Kooperationsanfrage! Hmmm, mal wieder viele Richtlinien, wenig Geld – das Beantworten nehme ich mir für später vor, denn der Kaffee ist fertig.

Ich schenke den Kaffee ein, schnappe mir eine meiner Zeitschriften und meine neue Ikea-Sukkulente und drapiere das ganze auf dem Brett. Dann schiebe ich einen Stuhl vors Bett, steige drauf und mache ein paar Bilder mit der Kamera aus der Vogelperspektive. Mann, ist es wieder düster draussen! Naja, dann wird halt ISO hochgeschraubt.

Während ich den inzwischen lauwarmen Kaffee trinke und das lauwarme Ei esse, kopiere ich dir Bilder auf den Computer und schicke sie mir per Telegram aufs Handy. Dort bearbeite ich es mit Facetune und lade es bei VSCO rein, um zu sehen, ob es in mein Instagram Feed passt. Ja, es sieht gut aus! Dann kann es jetzt hochgeladen und mit Hashtags versehen werden.

Die Kooperationsanfrage sowie die neu eingetrudelten Kommentare auf dem Blog beantworte ich schnell, denn ich muss mich jetzt fertigmachen – wir shooten heute! Outfit aussuchen, schminken, Kamera und Haarbürste einpacken, los gehts!

Draußen ist es saukalt und windig. Diana und ich reissen uns zusammen und machen eine gute Miene zum bösen Spiel. Nach jeweils 300 Bildern, tränenden Augen und Fingern, die sich vor Kälte nicht mehr bewegen können, latschen wir heim und trinken heißen Kaffee. Moment, bevor wir ihn trinken, machen wir noch Bilder – denn das Licht in der Wohnung ist gerade echt schön! Danach stellen wir die Softboxen auf und versuchen uns an einem Video für Youtube. Draussen ist es mittlerweile schon dunkel. Jetzt muss ich aber heim, denn ich möchte heute noch einen Post hochladen, und habe dafür weder schon fertig bearbeitete Bilder, noch einen Text.

Bevor ich mich an den Post mache, lade ich bei Lookbook und Instagram ein neues Outfit hoch, tagge und veröffentliche es.

Um 2.30 in der Nacht kann ich den neuen Post endlich veröffentlichen und falle ins Bett. Weit falle ich nicht, denn ich arbeite am Laptop eh meistens im Bett. Morgen wird ein langer Tag! Erst Mails beantworten, Rechnungen schreiben, dann ein Termin, dann ein Workshop. Wenn ich dann abends heim komme, muss ich das Video schneiden, denn am Dienstag habe ich kaum Zeit dafür – es wird wieder geshootet und meinem Beruf als Musikerin gehe ich ja auch noch nach.




Die Wochen vorher verbrachte ich mit stundenlangem Mailschreiben und alles für mein Blogger-Event organisieren, das am 25.2. stattfand. Am 24. habe ich einen riesigen Koffer mit Sachen in die Location gebracht, wo mir ein Koch sagte:

ach, du bist Bloggerin? Sag mal, was macht ihr denn überhaupt den ganzen Tag, dass muss ja wie Urlaub sein? Ihr macht doch nur ab und an paar hübsche Bilderchen! Ich will auch so einen Job!

Meine Fassungslosigkeit nach diesen Worten hat mich zu diesem Post inspiriert. Bloggen ist was Schönes, ist liebe es. Es ist kreativ und man ist sein eigener Chef. Aber genau das kann einem auch zum Verhängnis werden. Man setzt sich teilweise extrem unter Druck, weil man einfach selbst sein strengster Kritiker ist. Wieviele Shootings habe ich schon „umsonst“ gehabt, weil ich mit den Bilder nicht 100 prozentig zufrieden war und sie einfach nicht verwendet habe? Wie oft habe ich mich gefragt, warum die Klickzahlen plötzlich absacken, obwohl ich an der Qualität der Blogposts keinen Unterschied zu gut geklickten Posts feststellen konnte?

Man muss sich in diesem Beruf genauso zu Sachen überwinden, wie in einem anderen auch. Ja, ein Bauarbeiter strengt sich körperlich auf jeden Fall tausendmal mehr an, keine Frage! Aber auch psychischer Druck kann eine Arbeit anspruchsvoll machen.

Seien wir also nicht so oberflächlich.

Das, was oft „leicht“ aussieht, ist es meistens nicht mal ein bisschen! Auch meine Ballettlehrerin ist oft gefragt worden „Was? Sie tanzen? Ist das denn ein Beruf?“ – Ja man, verdammt!

Nur weil du in der Disco ein bisschen twerkst, heißt es nicht, dass beruflich Tanzen nicht ein knochenharter Job ist!

Und nur, weil du zuhause ab und an Spaghetti mit Tomatensauce kochst, bist du noch lange kein Koch!

Genauso wie ein paar Urlaubs-Bilder vor ausgelutschten Sehenswürdigkeiten oder schnöde Selfies dich noch keineswegs zum Blogger machen. So einfach ist das.


 

Alle Bilder stammen von meinem Instagram-Account :)

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thoughts

blogging: peinlichste Kooperationsanfragen

Wer behauptet, Bloggerleben sei glamourös, hat nichts verstanden. Natürlich kommt es ab und an vor, dass man ein bisschen Luxus-Luft schnuppern darf. Allerdings gibt es ja auch sowas wie Alltag, und dieser fällt oft ziemlich nervtötend aus, wie in jedem anderen Beruf auch.

Ein gutes Beispiel wären da manche Kooperationsanfragen. Neben spannenden, schönen, normal oder gut bezahlten Kooperationen und respektvollen Kooperationspartnern gibt es auch Fälle, wo man beim Durchlesen der Anfrage einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und "Ist das denn wirklich euer Ernst??" rufen möchte.

Folgende Maschen werden oft von Firmen angewendet, um Blogger für Kooperationen zu schlechten Bedingungen zu "ködern":

  • angeblich bekommt der Blogger eine immense Reichweite durch die Kooperation mit Firma X.
  • und angeblich hat der Blogger keine interessanten Themen zum Bloggen und soll sich deswegen freuen, über die mega spannenden Infos der jeweiligen Firmen zu berichten.
  • wenn man zu schlechten Bedingungen zusagt, wird es eine gaaaaaanz langfristige, regelmäßige Zusammenarbeit (langfristige Zusammenarbeit hatte ich bisher komischerweise nur mit Firmen, die das nicht angekündigt haben!)

 

...und hier kommen meine 6 peinlichsten Kooperationanfragen!

Außerdem hat meine liebe Diana mitgemacht und ihren schlimmsten Kooperationsanfragen könnt ihr HIER sehen - viel Spaß :D

 

ANFRAGE:

Eine PR-Dame hat doch tatsächlich mal in unserer Mail-Korrespondenz vergessen, folgende Zeilen, die so gar nicht für mich bestimmt waren, aus ihrer Mail rauszulöschen!!  Anscheinend gab der Vorgesetzte der besagten PR-Dame  Anweisungen, wie sie mit mir verhandeln soll. Also stand am Ende ihrer Mail an mich Folgendes:

- produkte kein geld, frag sie noch mal, können wir besser verrechnen

- sie bekommt dafür einen beitrag bei uns im    magazin, wenn sie will? stellen sie vor. das ist mega reichweite

- und mach mal den deal mit ihr aus, dass wir ihre bilder auch verwenden für  fb ads und newsletter.

--> für sie super sie bekommt reichweite

ICH SAGE:

Eine lehrreiche Mail!

Ja klar, ich bin sofort dabei! Jeder weiß, dass die Blogs und Online-Magazine verschiedener Firmen der totaaaale Renner sind und den meeeeega Mehrwert und meeeega Reichweite bieten! Das sieht man immer an null Kommentaren unter den Artikeln ;)

Außerdem: wer braucht schon Geld? Blogger doch nicht! Mein Vermieter freut sich stattdessen bestimmt über ein paar rote Nagellacke oder Haarbürsten von Tangle Teezer und auch im Supermarkt kann man statt mit Geld schon immer mit Shampoos, Lippenstiften und Parfums bezahlen.

Meine Bilder verwenden? Nichts lieber als das! Print-Magazine sagen zu ihren Fotografen doch auch immer: "Wir zahlen Ihnen nichts für die Bilder, denn wenn wir ein Bild von Ihnen abdrucken, ist es Werbung für Sie!"

ANFRAGE:

Es ist gücklich, Ihr Youtube und Facebook zu finden. Ich meine, dass Ihr Stil sehr wunderbar ist. Da wollen wir mit Ihnen zusammenarbeiten.

ICH SAGE:

Es ist nicht ganz so "glücklich", dass ich zu dem Zeitpunkt noch gar kein Facebook und Youtube hatte. Tja. Vielelicht wäre es "glücklicher", sich die Blogger, die man anschreibt, vorher auch tatsächlich anzuschauen!

ANFRAGE:

Du darfst kostenlos über uns berichten und damit einen hochwertigen Content für deinen Blog schaffen.

ICH SAGE:

Wow, wie gnädig!

Ich weiß gar nicht, wohin mit meiner Dankbarkeit! Ich hatte schon Angst, mein Blog würde ohne euren hochwertigen Content total verkommen!

ANFRAGE:

Liebe Esra, wir haben deinen Blog im Internet gefunden und er gefällt uns sehr gut. Hast du Lust, über KFZ-Mechanik einen Blogpost zu veröffentlichen? Wir meinen, das würde thematisch super zu deinem Blog passen.

ICH SAGE:

Ach echt? Meinen Blog im Internet gefunden? Wo kann man ihn denn sonst finden?

Und nein, ich glaube nicht, dass mein Blog euch gefällt, denn ihr habt ihn gar nicht angeschaut! Hättet ihr das getan, wüsstet ihr nämlich, dass ich mit KFZ ungefähr so viel zu tun habe, wie ein McDonald´s mit gesunder Lebensweise...

ANFRAGE:

You can write anything you prefer about us, but you would need to add at least the following 6 links to the post:

- 1 link to our homepage

- 2 links to categories within our shop - you can choose the link to the categories you prefer

- 3 links to specific products: 1 product within the market - 2 products within the affiliation shop

Hopefully this is of you interest and it is the beginning of a longterm relationship J

Our budget for this first post is 20 euros

ICH SAGE:

Oh, then I would prefer to write about you in this post here because you fit the topic so well!

So eine Frechheit aber auch. Purer Link-Kauf!!

ANFRAGE:

Wir hatten gestern eine Pressemitteilung zu einem aktuellen Thema verschickt.   ...

Planst du vielleicht schon eine Veröffentlichung?

ICH SAGE:

Liebe Agenturen, Blogger arbeiten etwas anders als Print-Medien. Ich plane nicht sofort und an der Stelle eine Veröffentlichung, wenn ich Pressemitteilungen bekomme. Ganz ehrlich - wenn das wirkich so wäre, könnte ich 10 mal am Tag posten, ohne etwas dafür zu verdienen. Ich poste aber ca 3-4 Mal in der Woche und möchte - wie oben schon ausgeführt - für meine Arbeit auch etwas verdienen, denn in der Zeit, die für meinen Blog draufgeht, kann ich nicht gleichzeitig wonaders arbeiten, ergo kein Geld nach Hause bringen.

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Und hier noch etwas zum Thema: ein witziges, aber trauriges Blogger-Relations Bullshit Bingo von Frau Kirschvogel 

  und ein Video, das es sowas von auf den Punkt trifft!!

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