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Bloggen als Business Teil 2: wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram?

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Wie kommt man zum Bloggen als Beruf? Und wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram? Warum sieht mein Instagram Feed trotz verschiedenster Bilder so einheitlich aus?

Das sind drei der vielen Fragen, die mich gerade in letzter Zeit vermehrt auf Instagram erreichen. Deswegen fasse ich alles einfach in zwei Posts zusammen und kann den künftigen Fragern einfach den Link dazu schicken, habe ich mir gedacht :)

Bloggen als Beruf ist noch so neu, dass man das weder studieren, noch eine Ausbildung oder Kurse dazu machen kann. Learning bei Doing ist hier das Prinzip – aber ab und zu kann man sich auch Tipps bei erfahreneren Kollegen abholen, was oft wirklich augenöffnend wirkt.

Im TEIL EINS erzählte ich, wie meine Blogger-Anfänge waren,  welche Kamera ich habe, wie lange es dauert, bis ein Blogpost fertig ist und wie ich meine Bilder bearbeite. Heute soll es um Geld, einen einheitlichen Instagram Feed und die Motivation gehen.

Die Geschichte zum Headerbild muss ich euch noch schnell erzählen: für das Shooting für diesen Blogpost nahm ich für die bessere Anschaulichkeit extra ein paar 50-Euro Scheine mit, und während wir shooteten, hielt ich sie in der Hand und grinste um mein Leben, um eine glückliche Bloggerin darzustellen ;) Da ging eine ältere Dame vorbei, blieb stehen und meinte ausdrücklich: „Na, wenn ich auch so viel Geld in der Hand haben würde, würde ich auch so lachen“. Während wir sie verblüfft anstarrten, ist sie einen Schritt gegangen, blieb nochmal stehen und wiederholte den gleichen Satz nochmal. Als sie schon fast vorbeigegangen war, drehte sie sich nochmal um und meinte: „Ja, dann würde ich auch so grinsen“. Neid? Mitteilungsbedürfnis? Was auch immer das war – herzliche Grüße an dieser Stelle :D

So, aber jetzt zum Topic!

1.

Wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram?

Meist wird man von den Firmen oder PR-Agenturen angeschrieben und wollen, dass man Ihr Produkt bewirbt – das nennt man eine „Kooperationsanfrage“ (meine peinlichsten Kooperationsanfragen habe ich in 2 Posts verarbeitet: Teil 1 / Teil 2)

Natürlich kann man auch selbst Firmen anschreiben, dabei sollte man sich kurz und knackig vorstellen und vielleicht auch schon andeuten, wie man das Produkt in Szene setzen würde und warum es zu einem passt. Allerdings braucht man meiner Erfahrung nach eine sehr hohe Frustrationstoleranz, wenn man selber Akquise macht, denn man kann von einem ziemlichen Glück reden, wenn auf 10 Anfragen 3 Antworten kommen, von denen dann eine positiv ist.

Natürlich kann man auch auf Events und Pressdays und Fashion Weeks gehen, um Kontakte zu knüpfen. Allerdings verhält es sich damit ähnlich, wie bei der eigenen Akquise – es sei denn, du hast 200k auf Instagram und mehr. Dann interessieren sich die Firmen viel eher für dich.

Das meiste Einkommen habe ich also über Anfragen, die mich erreichen. Dabei ist es wichtig, seinen Wert zu kennen und sich auch nur in absoluten Ausnahmefällen unter Wert zu verkaufen – wenn es einem z. B. außerordentlich wichtig ist, ein bestimmtes Produkt zu bekommen, eine bestimmte Erfahrung zu machen oder einen Kontakt aufzubauen. Ansonsten darf gehandelt werden, fast wie auf einem Bazar in Abu Dhabi :D

Ganz wichtig: immer schön professionell bleiben! Danke für die Tipps, Franzi :) Egal, wie unverschämt oder ungeschickt sich manche Kooperationspartner verhalten – der Ton macht die Musik. Ich muss mir noch lange nicht alles gefallen lassen – aber ich sollte mich stets höflich und zuvorkommend artikulieren.

2.

Wie viel Geld kann ich verlangen?

Bis vor ein paar Jahren war es unter Bloggern leider total out, über Geld zu sprechen. So hat jeder für sich, im stillen Kämmerlein, irgendwas verlangt, und keiner wusste, was für Summen die anderen so veranschlagen. Mittlerweile hat sich das Thema Geld glücklicherweise etwas enttabuisiert, was dem Markt nur hilft, denn wenn alle aufhören würden, sich unter Wert zu verkaufen, würde die Bezahlung sich für alle auf einem guten Niveau bewegen.

Grob kann man sagen, dass man pro 10 Tausend Followern auf Instagram ca 100 Euro für ein Bild verlangen kann. In der Realität verhält es sich etwas anders, und normalerweise kommt man fast nie auf den Preis. Die Plattform Influencer DB zeigt an, wieviel euer Bild auf Insta wert ist – aber der Plattform vertraue ich nicht, denn sie ist oft total fehlerhaft, was man z. B. oft an meiner wöchentlichen Statistik von Influencer DB erkennen kann, die immer wieder besagt, dass ich o neue Follower, o Kommentare und 0 Likes hatte, was natürlich NULL stimmt… 

Für einen Blogpost verlange ich natürlich das Doppelte, wie für Instagram, denn er kostet viel mehr Arbeit (siehe Punkt 4).

Ich habe auch schon erlebt, dass Kollegen für die gleiche Kooperation sowohl viel weniger, als auch viel mehr bekommen haben – oft habe ich das Gefühl, dass es nicht nur wegen dem Verhandlungs-Geschick so unterschiedlich ist, sondern auch wegen persönlicher Präferenzen der Kooperationspartner… 

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3.

Wie authentisch darf man bleiben, wenn man Werbung macht?

Im Idealfall bin ich als Bloggerin natürlich ganz frei in der Bildgestaltung und in meiner Meinungsäußerung – allerdings haben ganz viele Firmen mittlerweile richtige „Briefings“, die teilweise aus vielen Anforderungen und Richtlinien bestehen. Man bekommt z. B. gesagt, dass die zu bewerbenden Produkte im Mittelpunkt des Bildes stehen sollen, welche Hashtags man verwenden soll und welche Informationen über das Produkt man einbauen soll. 

Mit meinen Bildern sind alle Kunden immer sehr zufrieden, aber ab und zu kommt es vor, dass ein Kunde nicht nur himmelhochjauchzende Worte in meinen Posts vorfindet – und dann ist es Verhandlungssache, einen Weg zu finden, mit dem alle Beteiligten zufrieden sind. Was manchmal wirklich schwierig ist. Ich versuche dem Kunden immer klar zu machen, dass meine Authentizität mein Kapital ist und gleichzeitig das, was einen Blogger von der klassischen Werbung unterscheidet oder unterscheiden sollte. Verliere ich als Bloggerin meine Glaubwürdigkeit, verliere ich euch als Leser – und das ist weder in meinem Sinne, noch im Sinne meiner Kooperationspartner. Deswegen muss ich immer meine ehrliche Meinung sagen dürfen. Allerdings ist es nicht allen Firmen immer so bewusst, denn viele denken nicht langfristig, sondern „Abverkauf über alles und nach mir die Sintflut“ bzw. „Hauptsache, das Produkt wird in höchsten Tönen gelobt – authentisch oder nicht, ist doch egal“…

Deswegen freue ich mich immer richtig, wenn eine Firma extra betont, dass der Blogger die Kooperation so umsetzen soll, wie es zu seinem sonstigen Stil, Bildsprache und Leserschaft passt. So soll es sein!

4.

Wie oft sollte man posten und wie lange brauche ich für einen Blogpost?

Was Instagram angeht – ich denke, einmal am Tag ist optimal. Beim Blog teilen sich die Meinungen – die einen sagen, so oft es geht, die anderen – lieber nicht zu oft, sonst rutschen die neuen Posts zu schnell runter. Ich persönlich habe ganz früher jeden Tag gepostet, allerdings habe ich auch einfach IRGENDWAS hochgeladen, ohne zu Taggen und ohne SEO und, vor allem, die Bilder gar nicht bearbeitet – das spart enorm viel Zeit. Bis vor einem Jahr habe ich dann 3 und manchmal sogar 4mal die Woche gepostet, was eine ganz schöne Hetzerei war – kaum war was online, schon habe ich mich an das nächste setzen müssen.

Mittlerweile poste ich immer Sonntags und Mittwochs und kann diesen Rhythmus ganz gut durchhalten. 

Wie lange es dauert, bis ein kompletter Blogpost online geht, kommt ganz auf den Aufwand an. Unter 3 Stunden reine Arbeit am PC geht aber nie was – so ein Blogpost wie der hier hat genau 6 Stunden in Anspruch genommen. Das weiß ich deswegen so präzise, weil ich eine Abgaben-Deadline hatte und erst um 23 Uhr anfangen konnte – um 5 Uhr Nachts war ich dann fertig (fix und fertig), aber der Post ist auch besonders aufwendig gewesen, wie der hier  oder der hier z. B. auch. Recherchieren, Bilder bearbeiten, Layout festlegen, Texte schreiben, Taggen, SEO… 

Um ein Instagram Bild zu posten, dauert es auf jeden Fall auch eine Stunde, denn ich bearbeite alle Bilder erst auf dem Computer und dann nochmal auf dem Handy – aber dazu siehe den nächsten Punkt.

5.

Wie bearbeite ich Bilder für einen einheitlichen Look?

Immer erst am Computer, auch für Instagram. Für alle Bilder verwende ich mittlerweile meinen eigens erstellten Filter bei Photoshop (eine sogenannte „Action“), für Instagram lade ich die Bilder danach unkomprimiert in die ICloud, öffne sie mit VSCO und lege dort zusätzlich noch den abgeschwächten A4 Filter drüber. Manchmal passe ich die Bilder dann noch in Instagram selber leicht an, wenn ich sehe, dass sie sich farblich zu sehr von den anderen Bildern im Feed unterscheiden. Extra dafür habe ich mir einen auf privat gestellten Account eingerichtet, wo ich es in Ruhe ausprobieren kann und denn Feed auch vorplanen kann.

Letztes Jahr habe ich meine Farbwelt verändert – früher stand ich auf cleane, kühle Bilder – dann habe ich mich daran sattgesehen, und im Moment identifiziere ich mich mit warmen, dunklen Tönen.

Bis ich das alles rausgefunden habe, hat es allerdings Jahre gedauert :D

Es gibt noch eine andere Möglichkeit, die, wie alle meinen, viel einfacher ist, nämlich, die Bilder mit Lightroom zu bearbeiten. Für Lightroom kann man sich kostenlose Presets runterladen, die man dann angeblich super einfach über die eigenen Bilder legen kann  – danach bekommen sie auch eine einheitliche Farbe. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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6.

Wie motiviere ich mich auf lange Sicht?

Natürlich kann man auch wieder aufhören, wenn man nicht mehr bloggen mag. Das ist nämlich nicht jedermanns Sache, auch wenn es auf Instagram&Co oft nach Glanz und Glamour aussieht. Bloggen ist einerseits eine tolle und sehr dankbare Angelegenheit – wenn man bedenkt, dass die Gagen sogar bei sogenannten „Micro-Influencern“ (wie ich das Wort hasse!!) für ein Bild schon ein Monatsgehalt eines Minijobbers betragen können. Ich weiß das zu schätzen, denn ich habe Jahrelang im Einzelhandel für 6,50 Euro/Stunde gejobbt. Allerdings ist Bloggen hinter den Kulissen oft ein knochenharter Job, denn die ganzen Stunden, Tage, Monate und Jahre, die man in die Erstellung und Aufbereitung eigener Inhalte und den Aufbau der Reichweite steckt – richtig, bezahlt einem eben keiner. Im Klartext: bis ich meine erste bezahlte Kooperation hatte, habe ich schon lange und regelmäßig zig eigene, ganz ungesponsorte Inhalte online gestellt und eine gewisse Reichweite aufgebaut, was gar nicht einfach ist – hier ist übrigens ein erst eine Woche alter Podcast mit einem Interview mit mir: „Influencer in 30 Tagen? Ein Selbstversuch“.

Man braucht als Blogger also einen eisernen Willen, viel Leidenschaft für die Sache, hohe Lernbereitschaft, oft dicke Haut und sehr hohe Frustrationstoleranz und Disziplin. Das Wichtigste ist: Aufgeben ist nicht. Immer weitermachen, egal was passiert. Menschen, die noch nie als Blogger tätig waren, können das nicht nachvollziehen, warum es einem so nahe geht, wenn sich Follower abmelden,  keine Kooperationsanfragen kommen oder nur ganz fürchterliche, und wenn es Hater regnet. Hier die Erklärung: es gibt Phasen, in denen man auch als Blogger das Gefühl hat, dass man sich abstrampelt – und genau in solchen Momenten fühlen sich die erwähnten Geschehnisse als herbe Rückschläge an. Trotzem – es wird weitergemacht, man darf sich auf Dauer nicht runterziehen lassen – weil es sich in jeder Hinsicht lohnt, dabeizubleiben <3

Photos by Aslihan

Editing by me

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Lifestyle

Bloggen als Business #1 – Software, Namensfindung & Ausrüstung

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Wie habe ich es geschafft, so professionell zu bloggen? Und warum sieht mein Instagram Feed trotz verschiedenster Bilder so einheitlich aus? Nein, ich will mich hiermit nicht etwa selber loben, sondern das sind zwei der vielen Fragen, die mich gerade in letzter Zeit vermehrt auf Instagram erreichen. Ich antworte immer jedem einzelnen von euch, aber bevor ich tausendmal dasselbe schreibe, fasse ich alles einfach in einem Post zusammen und kann den künftigen Fragern einfach den Link dazu schicken, habe ich mir gedacht :)

Bloggen als Beruf ist noch so neu, dass man das weder studieren, noch eine Ausbildung oder Kurse dazu machen kann. Learning bei Doing ist hier das Prinzip – aber ab und zu kann man sich auch Tipps bei erfahreneren Kollegen abholen, was oft wirklich augenöffnend wirkt.

Also legen wir los – ich möchte in diesem Beitrag über das Bloggen als Business erzählen – wie meine Blogger-Anfänge waren, was mir zu einem besseren Bekanntheitsgrad verholfen hat, welche Kamera ich benutze, wie ich meine Bilder bearbeite und überhaupt, wie man Blogger wird und auch bleibt :)

1.

Wie fängt man an, zu bloggen?

Als ich anfing, zu bloggen, haben die Menschen in Höhlen ums Feuer getanzt, so lange ist es her. Kleiner Scherz. Tatsächlich war das aber schon 2010! Damals war Bloggen was Peinliches und Suspektes. Wenn jemand bloggte, war es eindeutig: er versucht, sein Aufmerksamkeitsdefizit zu kompensieren. Noch ein kleiner Scherz, dennoch diesmal nur teilweise: damals war Bloggen in Deutschland noch komplett unbekannt und man hat sich wirklich ein bisschen dafür geschämt.

Mittlerweile ist es Gottseidank anders: viele der Vorreiter, die um 2010 herum angefangen haben (z. B. This is Jane Wayne und Journelles, Masha Sedgwick und ähem ich, hehehe), haben dafür gesorgt, dass es heutzutage ein mehr oder weniger anerkannter Beruf ist (auch wenn Blogger von vielen leider immer noch belächelt werden), man kann davon leben und viele junge Menschen geben „Blogger“ als künftigen Berufswunsch an.

Die Software, mit der ich die Website erstellt hatte, war WordPress – es ist kostenlos, aber man hat viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten, als z. B. bei Blogger.com. Nach ein paar Jahren habe ich mir eine eigene Domain gekauft. Fragt mich aber lieber nicht, wie man das genau macht – P. hat sich von Anfang an um technische Dinge gekümmert und mir geholfen – an dieser Stelle vielen vielen Dank dafür <3

Also, wie fängt man an? Entweder man erstellt sich eine Website, z. B. eben bei WordPress, und legt einfach los, frei nach dem learning bei doing Prinzip  – oder man macht einen Businessplan, entwirft ein Konzept, eine bestimmte Bildsprache, Kategorien, bereitet Content für einen Monat vor – und legt dann ganz professionell los. Wie man lieber nicht anfängt, es aber dennoch einige tun: man kauft sich Follower und likes und lädt schlechte und langweilige Bilder auf Instagram hoch. Zack – schon ist man Influencer ;) Fragt sich nur – wie lange!

2.

Wie nenne ich meinen Blog?

Mein eigener Blogname ist durch Zufall entstanden. Ich habe „übergestern“ und „vormorgen“ statt „übermorgen“ und „vorgestern“ gesagt (kommt ihr noch mit, haha?). Dann wurde aus dem komischen „übergestern“ ein „NACHgestern“ und schon ergab das Ganze einen Sinn, nach dem aber immer wieder ziemlich lang gesucht wird, wenn ich meinen Blognamen vorstelle. „Nach äääähhh wie war das nochmal??“ – das ist doch ganz einfach – es geht um das HEUTE!

Im Jahre 2018 würde ich es aber keinem empfehlen, bei der Wahl des Blognamens so vorzugehen :) Man sollte einen Namen wählen, der am besten international ist (folglich, wenigstens ein englisches Wort enthält) und der auch SEO-optimiert ist. SEO bedeutet Search Engine Optimization, im Volksmunde Google-Optimierung. Google ist nämlich der Gott, den alle Blogger anbeten (noch ein kleiner Scherz). Das heißt, bevor du deinen Blog benennst, überlege dir, nach welchen Key-Words Leute suchen sollten, um auf deinen Blog zu kommen, und verwende dann so ein Schlüsselwort. Bedeutet: wenn du deinen Blog über Fashion schreiben willst, dann benenne ihn am besten nicht „Maike´s Gartenblümchen“. Übrigens hat man früher auch das gemacht. Zig Mädchenblogs hießen „Rosa Zuckerwattenwolke“ und „Lila Einhornträume“ oder was weiß ich.

In letzter Zeit ist es Trend, Blogs nach dem eigenen Namen zu taufen. Meiner würde demnach heutzutage wohl sowas wie „Style of Esra“ oder „Esra Eren“ heißen :D

Meinen Blog umzubenennen, ist es allerdings viel zu spät – für mich gibt es also kein Zurück mehr und ich mache als Nachgestern weiter :)

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3.

Worüber soll ich bloggen?

Natürlich darüber, was dich am meisten interessiert und begeistert – sonst hälst du niemals lange durch! Allerdings ist es so – je länger ich dabei bin, desto mehr sehe ich die Wichtigkeit einer klaren Linie. Ich kann behaupten, dass ich leider erst das letzte Jahr wirklich raugefunden habe, was meine Präsenz im Internet ausmacht und ausmachen soll. Aber auch ich bin immer noch „zu vielseitig“, ich habe keine Nische besetzen können und deswegen hält sich mein Erfolg auch relativ in Grenzen im Vergleich dazu, wie es sein könnte, wenn ich zur richtigen Zeit die richtige Nische gefunden hätte.

Das heißt nicht, dass du jeden Tag dasselbe posten sollst – aber schau dir viele viele andere Blogs und Instagram-Accounts an und versuche das, was dir gefällt, auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Magst du es lieber bunt? Mit viel Text oder eher Bildern? Lieber süß oder minimalistisch? Lieber Reisen oder Kochen? Hauptsache Cozy oder elegant in jeder Lebenslage? usw usw.

Mein Konzept ist ungefähr so: ich biete hochwertige Bilder mit eigener Farbwelt an und Texte, die zum Nachdenken anregen oder unterhalten. Mein Stil verbindet Trends mit einem Vintage Lebensgefühl und ich komme meist süß, aber auch sophisticated rüber. Nahbar werde ich durch meine Art, zu kommunizieren: ich beantworte so gut es geht jeden Kommentar auf allen Kanälen und zeige mich in Insta Stories so, wie ich bin. Gleichzeitig rede ich nie über bestimmte private Themen wie z. B. Liebesleben :P

4.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Bloggen?

Das kommt drauf an, ob du klassisch eine eigene Website möchtest oder nur Instagram, oder vielleicht Youtube?

Für einen Blog würde ich eine Spiegelreflexkamera empfehlen, für Instagram reicht vielleicht die Handy-Cam. Wobei es auch hier auf das Konzept ankommt. Es gibt erfolgreiche Instagram-Influencer, die nur Handybilder hochladen, und es gibt welche, die nur hochwertigste Kamerabilder verwenden. Hauptsache, ein roter Faden ist zu sehen und natürlich interessante oder besonders schöne Inhalte.

Ich hatte am Anfang eine Kompaktkamera – die Olympus C-5050. Dann habe ich gebraucht bei Ebay eine Nikon D80 gekauft und landete dann vor fast 3 Jahren endlich bei Vollformat – nämlich der Nikon D750 und mittlerweile zwei Objektiven (HIER habe ich ausführlich über meine Kamera berichtet).

Natürlich sind Tageslichtlampen (zwei!! Sonst gibt es Schatten) und auch Reflektoren eine tolle Sache, allerdings habe ich kein Auto und somit reicht mir das, was ich sowieso immer zu Shootings mitschleppe (Kamera samt 2 Objektiven und einen Koffer mit Wechseloutfits) mehr als vollkommen… Ein Stativ besitze ich selbstredend, eins mit Kugelkopf – kann ich nur empfehlen!

5.

Wie sollte das Layout meines Blogs sein und wo bekomme ich eins?

Auch das ist leider (oder zum Glück!) ein Thema, mit dem ich mich kaum auskenne, da ich von Anfang an Hiklfe von P. bekomme habe, was das angeht.

Ich weiß, dass man bei WordPress verschiedene „Themes“ installieren kann (Theme bedeutet soviel wie „Blogdesign“), allerdings weiß ich auch, dass nur die wenigsten (oder keine??) Themes ohne stundenlange Anpassungsarbeit so aussehen, wie in der Vorschau auf der Herstellerseite :( Allein die Darstellung des Instagram-Widgets im Footer kann einen in den Wahnsinn treiben!

Einen Tipp kann ich euch dennoch geben: vergesst nicht das Impressum (es gibt gesetzliche Vorlagen im Internet), auch was neben der vollständigen Adresse sonst noch reingehört, kann man googeln. 

Ebenso wichtig ist die About Seite, denn sie wird erfahrungsgemäß am meisten angeklickt! Jeder möchte wissen, mit wem er es hier zu tun hat :)

Ein übersichtliches Menü und schnelle Ladezeiten eurer Website sind auch unabdingbar. Die hochgeladenen Bilder dürfen nicht größer als 300KB sein (in Photoshop gibt es eine Funktion namens „für Web speichern“, mit der man Bilder fürs Web komprimieren kann).

Für mein Layout innerhalb meines Themes (z. B. mehrere Spalten – was man übrigens nur auf dem Computer sehen kann, nicht auf dem Handy!) benutze ich den Page Builder von SiteOrigin, allerdings gibt es ganz viele verschiedene!

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So, das war Teil 1!

Im Teil zwei wird es darum gehen, wie man mit dem Blog und mit Instagram eigentlich Geld verdient, was es mit den Kooperationen auf sich hat und wie man sich trotz Tiefs immer weiter motiviert!

Stay tuned <3

Photos by Benjamin Egerland

Editing by me

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Lifestyle

lifestyle: current favorites | 3

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Blogger werden oft dafür beneidet,

dass sie immer wieder Goodiebags voller Werbegeschenke bekommen – aber habt ihr euch schonmal gefragt, was es mit diesen ganzen Produkten auf sich hat? Was passiert mit den Sachen, werden sie vom Blogger benutzt und geliebt? Oder verschenkt und weggeschmissen?

Die Wahrheit ist, wie so oft, irgendwo dazwischen. Ich verliebe mich bei Weitem nicht in jedes Produkt, das ich über eine Kooperation oder als Goodie kennenlerne, aber es passiert dennoch immer wieder, und darüber bin ich schon froh, denn manche dieser Produkte hätte ich mir selber niemals gekauft, weil sie nicht meinen Gewohnheiten entsprechen oder weil ich Vorurteile ihnen gegenüber habe.

Manchmal überzeugen mich Produkte völlig wider Erwarten, und die kaufe ich dann auch gerne nach und möchte sie euch ab sofort in regelmäßigen Abständen hier in der Kategorie „Current Favorites“ vorstellen. Die ersten beiden Posts, die leider schon etwas länger her sind, aber in denen ich euch meine Favoriten vorstellte, sind hier und hier. Fast alle Produkte daraus benutze und liebe ich immer noch!!

Für die nötige Transparenz: alle Produkte aus dieser Kategorie sind unbezahlte persönliche Empfehlungen von mir – andernfalls wird der Abschnitt mit dem jeweiligen Produkt als „Anzeige“ gekennzeichnet. 

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KISS ImPress Nägel

Ich. Hasse. Nägel lackieren!!!

Erstens patze ich immer – zweitens, bin ich zu ungeduldig und stoße die Nägel schon an, bevor sie noch richtig trocken sind… Neeee, zum Nägel lackieren musste ich mich bisher immer total überwinden. Aber jetzt habe ich etwas entdeckt, was mein Leben (in dieser Hinsicht zumindest) total erleichtert! Das sind die selbstklebenden Nägel von ImPress – super einfach anzubringen (ja, selbst für mich!!) und bei mir haben sie bombenfest gehalten – nach 6 Tagen gingen nur manche ganz leicht an den Rändern ab. Dann habe ich sie auch abgemacht, weil ich mir Sorgen gemacht habe, ob ich das überhaupt hinkriege und wie meine Nägel drunter aussehen. 

Was soll ich sagen – die Nägel waren leicht trocken, aber NULL Vergleich zu dem , wie sie nach Shellack aussehen! :)

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Sleek Matte Me Lip Tint

Einen matten Lippenstift, der die Lippen KEIN BISSCHEN austrocknet und trotzdem hält, habe ich noch nicht gefunden.  Diese Lippentinte von Sleek in „Birthday Suit“ 436 trocknet die Lippen auch nur ganz leicht aus, das ist echt noch total akzeptabel, aber hält absolut bombenfest! Nur bei öligen Speisen wird sie schwach und verabschiedet sich insbesondere in der Lippenmitte. Alles andere, auch mehrere Latte Macchiato, übersteht sie tadellos und hinterlässt nicht mal eine Spur auf dem Glasrand. Mega!

Immer, wenn ich sichergehen möchte, dass der Lippenstift ohne, dass ich ihn nachzuziehen brauche, den ganzen Tag hält – greife ich zu diesem hier! Übrigens: ich hatte auch schon Sleek Lippentinten in anderen Farben – die trockneten im Gegensatz zu dieser Nuance die Lippen extrem aus. Hat wohl was mit der Pigmentierung zu tun…

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Mixa

*Anzeige

Wohl wie beim größten Teil der Bevölkerung fängt gerade im Winter meine sonst nicht soooo komplizierte Haut an, zu spinnen. Sie ist irgendwie gleichzeitig trocken und fettet unglaublich schnell, keine Ahnung, wie sie das schafft! Die meisten Cremes eignen sich dann nicht, um sie zu beruhigen. Gerade die üblichen Verdächtigen sind oft stark parfümiert und reizen mehr, als dass sie helfen. Die Mixa Creme*, die eigentlich eine Wundpflegecreme ist, ist frei von Parabenen und Duftstoffen, ist speziell für empfindliche Haut entwickelt worden und ich benutze sie nach Bedarf im Gesicht, für Körper und als Handcreme und sie beruhigt die Haut wirklich und sogar richtig trockene und juckende Stellen gehen weg. Top!

Bioré tiefreinigender Clear-Up Strip mit Aktivkohle

Ich hasse es, wenn Werbung riesengroße Versprechungen macht. „Gesundes Haar in 10 Sekunden!“ – „Mit dieser Creme verschwinden die Falten in 2 Wochen!“ – „Nach dieser Maske sieht deine Haut frisch und prall aus, wie von einem Baby!“.

Jeder weiß, dass solche Parolen reinster Betrug sind – deswegen habe ich es aufgegeben, auf solche Ergebnisse zu hoffen. Aber Leute, ich habe ein Produkt entdeckt, das tatsächlich (zumindest bei mir) – Wunder bewirkt hat! Ich habe schon einige dieser trendy schwarzen Gesichtsmasken ausprobiert – meine Poren waren danach ganz genauso, wie vorher. 

Nach der Anwendung von diesem Nasenstrip von Bioré waren aber alle schwarzen Punkte, die bis dahin meine Nase besiedelt haben, WEG. Sie waren einfach weg!! Und der Effekt hielt 2-3 Tage. So cool!!

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Leitz Bluetooth Lautsprecher

Besuch ist da, ich lasse mein Laptop im Schlafzimmer stehen und nehme in die Küche nur meinen Bluetooth Lautsprecher mit. Selbst durch zwei geschlossene Türen durch kommt das Signal problemlos durch. Der Sound ist für so ein kleines Ding richtig bemerkenswert! Natürlich nicht so gut, wie von 5-Tausend-Euro-Boxen, aber allemal hundertmal besser, als vom Laptop selber abgespielt! Ich hatte schon mehrere von dieser Art, aber im Gegensatz zu ihnen hat der Lautsprecher von Leitz ein hochwertiges Gehäuse aus Metall, nicht aus Plastik.

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Davines Haaröl

Mit Haarölen kann man mich normalerweise jagen. Meine Haare werden davon überhaupt nicht gepflegter, sondern im schlimmsten Fall einfach nur schwer. Das Davines Haaröl fand ich in einer Goodiebag und habe es nur deswegen getestet – ich hätte mir niemals eins gekauft. Und wow!! Das ist momentan mein allerliebstes Haarpflege Produkt!! Das Beste ist – es ist zum Sprühen und verteilt sich somit absolut optimal im Haar, macht es weich und von Frizz ist keine Spur mehr da. Das einzig Gewöhnungsbedürftige ist der kräuterige Duft – aber da ich Kräuter liebe, mag ich den Duft auch sehr gerne. 

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thoughts: blocked – null kreative Ideen

Ich mache mein Laptop auf,

rufe Bloglovin´ auf und scrolle rum. Ohh, das Outfit sieht mega aus, ich will den Rock auch haben! Klick - von wo ist er? Klick... Wieder zurück. Ah, Jenny hat auch wieder was gepostet - ich liebe ihren Style! Uuuhh, eine Anleitung für eine Garderobe, wo alles miteinander kombinierbar ist?? Klingt traumhaft! 

Klick, klick, klick...

Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt,

wie (andere) Blogger das eigentlich immer machen - wochenlang, monatelang, jahrelang alle paar Tage mal einen Post rauszuhauen?

Einen Post, der kreative Ideen, Text, Bilder und Verlinkungen beinhaltet, der liebevoll aufbereitet ist und bei jedem Wetter online geht, zuverlässig, wie die Tatsache, dass es am nächsten Tag einen Sonnenaufgang geben wird?

Also ich persönlich, obwohl ich selber Bloggerin bin, frage mich das echt selten. Ich bin es gewohnt, neue Blogposts zu konsumieren und gehe automatisch davon aus, dass es was Neues gibt, wenn ich online gehe. Klar, ich bewundere alle, die täglich posten, abwechslungsreich, liebevoll bebildert, informativ oder unterhaltsam. Aber Blogger, die zweimal die Woche  oder seltener posten, sind für mich was ganz "normales" und alltägliches.

Tja. Momentan fällt es mir schwer, selbst nur zweimal in der Woche einen Post auf die Beine zu stellen.

Ganz ungewöhnlich für mich, denn Phasen der Demotivation und Ideenlosigkeit kenne ich, was meinen Blog angeht, kaum. Mehr noch! Meist bin ich diejenige, die andere motiviert und mitzieht - aber gestern... Gestern war einer der Tage, an denen ich am liebsten das Handy in die Ecke schmeißen würde, das Laptop wenn - dann höchstens zum Online-Shopping benutzen, aber am liebsten Eis essen gehen würde.

Mich mit einem Schoko-Ingwer-Eis und nackten Beinen in die Sonne setzen

und alle Aufgaben, all die Berge unerledigter Mails, Deadlines, misslungene Fotos, Instagram und den ganzen Kram einfach vergessen! 

Als ich mich gestern bei P. ausgeheult habe,  dass ich keine Lust habe, auch nur IRGENDETWAS zu tun, meinte er - "Kannst du denn nicht den Sonntagspost erst am Sonntag abend posten? Dann hättest du noch den Sonntag tagsüber, um den Post vorzubereiten". Ich meinte: "Klar, kann ich das! Ich kann alles... Ich könnte sogar an der Stelle komplett mit dem Bloggen aufhören... Ich könnte den Sonntagspost auch am abend posten oder ganz weglassen - aber dann habe ich schlechtes Gewissen, ich habe das Gefühl, ich hätte versagt und bin meiner Aufgabe nicht gewachsen."

Man kennt ja den Spruch "Selbstständig heißt, selbst und ständig". Vielleicht ist es so, dass wenn man fleißig immerzu macht, was man sollte und was man sich selber aufbürdet, irgendwann plötzlich gar keine Lust mehr hat, etwas zu müssen. Und dann passiert das so, wie es eben auf meinem T-Shirt steht - "BLOCKED! No creative ideas".

Die Bilder stammen übrigens von einem Shooting, das ich nie publiziert hatte. Jetzt habe ich sie wieder rausgekramt, weil mir dieser Aufdruck auf dem Shirt wieder einfiel. Passt doch wie die Faust aufs Auge, dachte ich mir. Ich habe so viele Post-Entwürfe mit Gedankenideen, aber diese Gedanken müssen ja erst noch in mehr oder minder tiefsinnige Texte umgewandelt werden, und dafür bin ich im Moment einfach zu erschöpft.

Deswegen bekommt ihr heute diesen Post zu lesen - einen ehrlichen Text, freischnauzig, aus einem Moment der Resignation heraus. Ist ja auch mal ganz erfrischend, sich im Zeitalter der Social Media, wo man sich vorzugsweise stark und cool präsentiert, schwach zu zeigen. Oder?

photos: Franzi

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Blogging: peinlichste Kooperationsanfragen #2

Nichts gegen Start-Ups, die sind cool und wichtig,

aber ich bin mittlerweile etwas allergisch gegen diesen Begriff, denn (zumindest innerhalb von Kooperationsanfragen) bedeutet er nichts anderes, als – „Wir zahlen nicht für Blogger-Kooperationen“. Allerdings haben auch die ganz großen Firmen manchmal ihre Probleme mit Budgets – natürlich nur, wenn es um Blogger-Kooperationen geht. Im TV läuft ihre Werbung nämlich rauf und runter – dabei wissen wir alle, dass Blogger gegenüber von konventioneller Werbung KAUM was kosten.

Dazu muss man leider auch sagen, dass trotz der Tatsache, dass „Blogger“ mittlerweile ein anerkannter Beruf ist, viele Firmen immer noch nicht wissen, wie sie mit Bloggern umgehen sollen und warum Werbung durch Blogger sich lohnt. Dazu fällt mir ein gutes Beispiel ein, das von einem Freund stammt. Er erzählte:

Bei mir zuhause läuft oft der Fernseher als Hintergrund, somit läuft natürlich auch Werbung. Als ich ein bestimmtes Problem hatte, hat mir ein Kumpel ein Produkt empfohlen, das ich sofort gekauft habe und mit dem ich sehr zufrieden war. Am gleichen Abend lief wieder der Fernseher, und plötzlich nahm ich wahr, dass genau dieses Produkt schon lange im TV beworben wurde, nur hatte ich vorher nie darauf geachtet. Erst nach der Empfehlung meines Kumpels war ich sensibilisiert für das Produkt, und erst dann ist mir die entsprechende TV-Werbung überhaupt aufgefallen“.

Dieses Beispiel erklärt genau, warum Werbung durch Blogger oft so viel mehr Wert ist, als die klassische Anzeige. Der Blogger übernimmt die Rolle des Kumpels/Freundes, der einem etwas Bestimmtes empfiehlt. Aber Achtung: dieses Prinzip funktioniert am besten, wenn der Blogger authentisch ist (heißt wiederum – Reichweite ist nicht alles)!

Also, liebe Firmen: überlegt doch nochmal genau den Unterschied und die Glaubwürdigkeit der klassischen Werbung gegen die Empfehlung eines Bloggers! ;)

Hier habe ich ein paar Beispiele einiger Kooperationsanfragen reinkopiert, die mich so erreichen, und meine (fiktiven) Reaktionen darauf – genauso, wie ich das schon im ersten Teil der „Peinlichsten Kooperationsanfragen“  gehandhabt habe – übrigens, war das der meistgeklickteste Beitrag EVER auf diesem Blog!

Viel Spaß beim Lesen :D 

Anfrage:

Liebe Frau Eren, Wir sind ein kleines, aber feines Start Up, dem es am Herzen liegt, der älteren Generation unserer Gesellschaft eine Anlaufstelle zu geben. Wir möchten das gesellschaftliche Problem des demographischen Wandels mit einem wirtschaftlichen Ansatz lösen, der Dreh- und Angelpunkt ist dabei das gemeinsame Backen von Kuchen. Anbei finden Sie nähere Informationen zum Kuchentratsch-Konzept und vielleicht haben Sie ja Lust, auf ein Stück Kuchen vorbeizukommen und die Omas, das einzigartige Kuchentratsch-Konzept und uns kennenzulernen?

Wir freuen uns auf Sie! Herzliche Grüße aus der Backstube. 

Ich sage:

Ok, Omas in aller Ehren – ich werde auch mal eine sein, aber was bitte hat die Kuchentratsch-Backstube mit meinem Blog zu tun? Wurde ich angeschrieben, weil ich mich ab und an kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetze? Mag sein…

Trotzdem seh ich mich (noch) nicht, in ein Stück Kuchen beißend und über meine Nächsten tratschend, die Welt vor dem demographischen Wandel retten… 

Anfrage:

Our client has his focus on E-Gaming, Gaming, Gambling. We thought, that we could have a travel article about Las Vegas or Monaco which will fit to our clients niche. 

Are you willing to link to Portals that are talking about Online Casinos/Poker?

Ich sage:

Ich und Casino? Na logisch! Wer meinen Blog liest, weiß, dass ich spielsüchtig bin – NICHT!

Aaaaber wenn die Moneten stimmen, berichte ich natürlich sehr gerne über Gaming, über Mondreisen und über KFZ-Mechanik. Ist ja nicht so, dass ich nicht käuflich wäre. Und nach Las Vegas wollte ich eh schon immer! ?

Anfrage:

Es handelt sich eigentlich nicht um Linkkauf, sondern versuchen wir einen guten Artikel zu verfassen.
Innerhalb des Artikels würde es mehre Links geben, und davon wird nur einer an die Seite unseres Kunden leiten.
Das Prinzip unserer Arbeit ist gute Content veröffentlichen zu lassen.
Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort.

Ich sage:

Eigentlich handelt es nicht um Linkkauf, aber uneigentlich irgendwie schon, hehe.  

Und nicht mal um einen Link, sondern MEHRE (wo ist das andere „re“ abgeblieben?), damit der eine gekaufte nicht so auffällt. Schlau, schlau!

Und GUTE Content ist auch mein Prinzip! Chakkaaaaa!

Anfrage:

Hättest Du Lust, zu diesem Thema ein Outfit für unser Magazin zusammenzustellen?  

Natürlich würden wir neben Deinem Foto im Magazin auch Deinen Namen, Instagram usw. angeben und die ausgewählten Kleidungsstücke dürftest du kostenfrei behalten. 

Ich sage:

Ok, zugegebenermaßen, gibt es viiiiel schlimmere Kooperationsanfragen! Obwohl sich langsam rumgesprochen haben sollte, dass Blogger mit Klamotten keine Miete bezahlen können (leider! Sonst müsste ich mir um die Miete keine Sorge mehr machen!).

Allerdings hoffen viele Marken, dass der angeschriebene Blogger nur hobbymäßig bloggt – oder aber sich unter Wert verkauft.

Dann freut er sich nämlich, dass er nun durch den Beitrag im Magazin endlich fame wird und auch noch Klamotten „kostenfrei behalten“ darf… Der Hacken an der Sache: ich gehöre nicht dazu! ;)

Anfrage:

I’m really sorry about that, I greatly appreciate you and we really want to work with you, really!! Our clothing is every cheap, but you know, we also need to reduce the costs. I hope you can understand.

I do want to give a more higher price for you, but I’m just an employee, so… Beg your understanding! We can offer you $20 for this time. Please help me run a 6-months banner and 1 review(outfit) post? As long as our first cooperation is successful, we will have the opportunity to more long-term cooperation. 

Please let me know thought. 

Many thanks.

Ich sage:

Hoppala hoppala! Achtung bei Kooperationsanfragen, die vermeintlich an unser Gewissen appellieren! Ich, Blogger, soll einer großen Firma „helfen“? Wo sind wir denn?? Ohhh, die arme Firma möchte ihre Kosten reduzieren? Na, wer möchte denn das nicht? Aber warum bin denn ich dafür zuständig? Und warum soll ich Verständnis haben – mit mir hat es nämlich auch keiner? 

Fragen über Fragen…

Und klaro, die erste Kooperation wird schlecht bis unterirdisch bezahlt, aber dafür die vielen weiteren, die folgen werden (als ob!!), blablabla… Köderprinzip. Bitte nicht reinfallen!

Anfrage:

Dear Esra!

We really like the Stylist magazine and would be happy to send gifts to your editorial team, so you can see the product!

Please, let me know if you are interested!

 

Ich sage:

 

Na, wer würde sich denn nicht geschmeichelt fühlen, dass er als einzelner Blogger für ein ganzes Magazin Team gehalten wird? ;)

Anfrage:

 

Hi dear, I was wondering that would you love to join our new giveaway to win $30 cash coupon?What you need to do are as follows,

1. Write an article to introduce our Publisher Program (include how to work with us, how to get commissions)

2. Ask your readers to join us and subsribe our Facebook, Instagrm, etc  (they should have a fashion blog, instagram, tumblr or youtube)

3.  Share your thoughts about how to dress for halloween with our clothes.

   Then you can make a set with our products  (Topic: the fashionest outfit about halloween, you should add links with them)

Ich sage:

Ok, spätestens hier bin ich sprachlos und spare mir alle Kommentare…

Hoffentlich kommt die Dame nicht auf die gleiche Idee, wenn sie einkaufen geht:

„Hier können Sie zwei Euro gewinnen, ich möchte dafür drei Avocados, fünf Brote, Kaffee, Eis, zwei Kilo Äpfel, vier Kilo Bananen, Räucherlachs, Frischkäse, Marmelade, drei Flaschen Wein, eine Gucci Tasche und ein Häuschen im Grünen…“

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Lifestyle Mode-Inspirationen Outfit thoughts

Jahresrückblick 2016

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Der Jahreswechsel ist sowas wie allgemeiner Geburtstag –

ein Lebensjahr ist vergangen, ein neues fängt an – aber eben für alle… Und alle fangen an zu überlegen – was ist denn Großartiges passiert in diesem Jahr? Und wenn sie nichts finden, keinen Anhaltspunkt, weil alles zwar nicht besonders schlimm, aber auch nicht herausragend toll war, verfallen viele in eine Depression. Der Mensch braucht wohl Ereignisse, an denen er sich festhalten und mithilfe deren er seine Identität bauen kann.

Ich muss zugeben – mir fallen keine großen Ereignisse ein. Ich habe nicht im Lotto gewonnen, hatte keinen großen Durchbruch – weder als Bloggerin, noch als Musikerin – und bin nicht mal umgezogen. Eine große Reise stand auch nicht an, ebenfalls bin ich weder schwanger geworden, noch habe ich geheiratet. Das Ding ist nur – zumindest die letzten zwei Dinge habe ich mir auch nicht wirklich gewünscht.

Wie dem auch sei – hier kommt mein Jahresrückblick 2016! Enjoy!

Looks aus dem Header-Bild:     1 hier  /  2 hier  /  3 hier

Was passierte, war –

ich hatte oft Dankbarkeit empfunden, ganz ganz oft, einfach im Alltag – weil ich im Laufe der Zeit den Wert des Lebens an sich immer mehr erkenne. Es gab Situationen, in denen ich mir treu blieb, obwohl es mir „schadete“ – und darauf bin ich auch ein bisschen stolz.

Im Februar habe ich meinen 6. Bloggeburtstag zum ersten Mal öffentlich gefeiert, mit einem eigens organisierten Event, an dessen Vorbereitungen ich fast draufgegangen bin, haha. Ende August überlebte ich eine ziemliche Blogger-Katastrophe (die im Vergleich zu „echten“ Katastrophen natürlich gar keine ist): ich hatte (auch noch eigenhändig) alle Daten von meinem Computer gelöscht, und Backup hatte ich zum letzten Mal Ende Juli gemacht, also waren alle Daten von 30 Tagen weg, dabei hatte ich gerade im August besonders viel geshootet.

Was sonst noch so passierte?

Ich war auf der tollen Hochzeit von Patrick, habe mit Ballett aufgehört (vorerst). Der Sommer war definitiv zu kurz, der Herbst zu kalt. Ich war zum ersten Mal im Leben zusammen mit Diana auf einem ganz coolen Festival (siehe Foto rechts), habe auf dem Blog eine neue Rubrik eingeführt, die bei euch sehr beliebt war – das Fashion Blogger Battle, habe einige Kooperationen gehabt, habe die Berliner Fashion Week sowohl im Winter als auch im Sommer mitgemacht, und besuchte die liebe Sophie in Maastricht.

Gegen Ende des Jahres musste ich mich von einem mir lieben Ort verabschieden, bin meinen Gefühlen wieder ein Stückchen näher gekommen und habe wieder angefangen, Bücher zu lesen.

Ich bin gespannt auf das neue Jahr und möchte es positiv gestimmt anfangen. Ich wünsche uns allen alles erdenklich Gute und ein schönes, möglichst friedliches Jahr 2017!!

Beliebteste Posts 2016

Der mit Abstand meistgeklickte Post 2016 ist „Peinlichste Kooperationsanfragen„, wo ich mich über mein alltägliches Business ausgekotzt habe. So schön Bloggen auch ist, so nervaufreibend kann die fehlende Wertschätzung, die unterirdischen Anforderungen gegen wahnwitzige Entschädigungen und einfach dreiste Lügen mancher Firmen und Agenturen sein.

Hier die anderen populären Posts:

8 Anzeichen dafür, dass du kein Modeblogger-Anfänger mehr bist

Pille? Ach komm, stell dich nicht so an!

looks like Gucci – für kleinen Geldbeutel

von Hasstiraden, Marketing und Selbstzweifeln

Outfit: marine

Der Post, der mir persönlich wohl am meisten am Herzen lag, ist der:

Loser und Winner

Und mein persönlichen Lieblingsoutfits seht ihr im Headerbild!

Und hier kommen weitere Looks und Bilder, die ich dieses Jahr am meisten mochte!

Outfit 1 hier   /   Outfit 2 hier   /   Outfit 3 hier

Outfit 1 hier   /   Outfit 2 hier  

Outfit 1 hier   /   Outfit 2 hier   /   Outfit 3 hier


Outfit 1 hier   /   Outfit 2 hier   /   Outfit 3 hier

Outfit 1 hier   /   Outfit 2 hier   

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Lifestyle Unterwegs

event: was ist Dralon?

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Wir sind mittlerweile so weit zivilisiert,

dass wir manchmal schon meinen, unser Essen würde im Supermarkt in den Regalen wachsen.

Mit Kleidung verhält es sich nicht anders - über die Herstellung wissen wir zwar, dass sie meist leider unter unfairen Bedingungen stattfindet - aber was passiert eigentlich vor dem Nähen? Wie entstehen die Stoffe, aus denen unsere Klamotten genäht werden?

Wer kennt das nicht:

man kauft sich ein super schickes oder modisches Teil und trägt es dann nie - weil es zwar toll aussieht, aber sich nicht gut auf der Haut anfühlt oder weil man darin plötzlich schwitzt. Stoffe sind eben super wichtig - aber für mich als Mode-Mensch eher von der Praxis, also vom Tragen her. Mit der Theorie dagegen - nämlich, welche Fasern es so gibt und welche von ihnen den Stoffen eigentlich zugrunde liegen - hatte ich bisher nichts zu tun.

Vor zwei Wochen besuchte ich das #meetdralon Blogger-Event in Köln - ich mag solche Events echt gerne, nicht zuletzt deswegen, weil man sich mit anderen Bloggern, die man sonst selten trifft, vernetzt und austauscht.

Aber in erster Linie ging es um eine Faser, aus der Acryl hergestellt wird - und diese Faser heißt Dralon*.

Hier kommen meine 5 Random Facts zu Dralon!

 Fakt 1

Zu Dralon gibt es tatsächlich einen Duden-Eintrag! Der sieht so aus:

Bedeutung:      synthetische Faser, die u. a. wollartige Gewebe ergibt

Aussprache:    Betonung: Dralon

 

Fakt 2

Dralon ist ein Markenname für eine Faser auf Basis von PolyAcrylNitril (abgekürzt PAN), erfunden 1930 in Deutschland und erstmal nicht für verwendbar gehalten, da es mit damaligen Lösemitteln nicht löslich war. 1934 hat ein anderer Chemiker dann ein Lösemittel gefunden, und die Produktion von Fasern konnte theoretisch losgehen - aber irgendwie fand sie die ersten Jahre nur in Amerika statt. Erst Jahre später kehrte die Faser sozusagen in die Heimat zurück.  (Quelle)

Fakt 3

Fasern werden in Naturfasern (Baumwolle, Bambus, Hanf, Jute, Wolle und Seide sind die bekanntesten)  und Chemiefasern (Polyester, Polyamid und Polyurethan, aus dem Elastan gemacht wird und eben auch PAN) eingeteilt.

Fakt 4

Von einer Faser kann man überhaupt erst sprechen, wenn das Verhältnis von Länge zu Durchmesser mindestens zwischen 3:1 und 10:1 liegt. Bei Textilien ist es manchmal sogar das Verhältnis von 1000:1 (also super lang und super dünn :D)

Fakt 5

Die Reihenfolge ist so:  Faserstoff → Spinngut → Faser → Garn → Gewebe/Gestrick → Kleidungsstück

Manfred Borchers von der Dralon GmbH hielt eine kleine Ansprache. 

ich und Ravi von Public Images <3

wo Blogger sind, sind auch ganz viele Kameras :)

DJ Berry E. hat einen super Sound gemacht! Und ich bin bei Musik richtig picky :D

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Es gab auch eine kleine Modenschau mit Kleidungsstücken, die die Dralon-Faser beinhalten!

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Auch wenn es sich verrückt anhört - Selfies-Machen gehört auch zum Job :D Und so sehe ich dabei aus, hehe.

das zweit- und drittletzte Foto schoß Nick Wagner

 - in freundlicher Kooperation mit Dralon - 

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thoughts

thoughts: mein Ziel beim Bloggen & die Wahrheit über den Erfolg

Im Leben durchläuft man öfters Phasen,

die zwar identisch aussehen, aber sich ganz anders anfühlen. Ich vergleiche das immer nicht mit einem Kreis, sondern mit einer Spirale. Man zieht immer wieder die gleichen Schlüsse, kommt immer wieder an die gleiche Stelle, nur höher, mit Erfahrungen angereichert – wisst ihr, was ich meine?

Als ich anfing zu bloggen, fand ich nach einer Zeit den Leitsatz und angeblichen Erfolgstipp „Content is king„. Wenn man keine Erfahrung bei einem Job hat, übernimmt man erstmal solche Glaubenssätze. Je länger ich bloggte, desto klarer wurde mir die Tatsache, dass Content heutzutage bei Weitem nicht alles Nötige ist, um erfolgreich zu werden (hier findet ihr einen Post zum Thema Erfolg). Am Ball bleiben, gut aussehen, wohlhabend sein, Glück und/oder Beziehungen haben – das sind die tatsächlichen und möglichen Garanten für den Erfolg. In Zeiten von Instagram-Stars und hausgemachten IT-Bloggern ist hochwertiger Content wirklich nicht mehr das Hauptkriterium für das Aufsteigen in der Blogosphäre.

Mit dieser Erkenntnis fing ich an, an meiner Internet-Präsenz zu arbeiten.

Um es konkret auszudrücken – ich machte mir (erst im Januar diesen Jahres) einen Facebook-Account, meldete mich bei Snapchat an (@nachgestern), und begann, mich teilweise anzupassen, vor allem auf Instagram. Einen nicht mehr so „perfekten“, sondern lebensnäheren Content zu posten, darauf zu schauen, was gut ankommt, und dann versuchen, genau das öfter zu bringen, und nach der Zielgruppe zu schielen. Das alles zu beachten und trotzdem sich selber treu zu bleiben, ist ein schmaler Grat und ein ewigwährender Lernprozess. 

Um zur Erfahrungsspirale zurückzukommen – irgendwann stellte ich fest, dass all die Ziele, die Reichweite angehen, mir zwar wichtig sind, aber eben weniger, als mein eigener Anspruch auf guten Content und schöne Bilder und fand dadurch zu meinem anfänglichen Idealismus zurück, allerdings auf einem neuen Level. Allen neuen Influencer-Tipps entgegen entschied ich mich dafür, dass mir hochwertiger Content nicht nur weiterhin (trotz ausbleibendem „Durchbruch“) wichtig ist, sondern auch etwas ist, was mir nachhaltig (!) Spaß macht.

 

Nein, ich stehe nicht drüber,

 

dass so viele Blogger erfolgreicher sind als ich, ich wäre es natürlich auch gerne und würde gerne meine Arbeit desmentsprechend honoriert und wertgeschätzt bekommen. ABER: meine Vorbilder sind in Wirklichkeit nicht die Instagram-Stars mit ihren 200k und aufwärts – sondern beispielsweise dieModejournalisten, die sich auch online eine Stimme verschafft haben (wie This is Jane Wayne oder C´est Clairette) oder unheimlich professionelle Modeblogger mit Mut, Geschmack und Tiefgang wie die australische Bloggerin Margaret Zhang.

Ich möchte weiterhin meinen Anspruch aller Welt zum Trotz steigern, immer besser im Schreiben werden, immer brisantere Themen ansprechen, meine Bildsprache weiterentwickeln, an meinem Modegeschmack feilen und meine Kenntnisse der Branche vertiefen. Denn eines werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr: langbeinige, durchtrainierte und gebräunte Schönheit mit Mainstream-Ambitionen. Also versuche ich es, mich meiner Stärke zu widmen – nämlich dem „Ich-sein“.

 

Ich habe über Umwege zu mir selbst wiedergefunden,

 

und ich werde mich zwar wohl immer wieder verlieren, aber dadurch viel lernen und wieder zu mir finden – auf dem nächsten Level. Ob das wertgeschätzt wird und auf welche Art und Weise genau – das überlasse ich der Welt da draußen. Und alle, die jetzt mit mir diesen Weg gehen – danke, dass ihr da seid <3

Fotos: Miu Reck

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Humor thoughts

blogger`s life: die unmöglichsten Shooting-Situationen

Na, wer von euch würde auf die glorreiche Idee kommen, an einer Baustelle vorbeigehend, mal schnell einen Nagel in ein Brett zu jagen?

  …Oder sich beim Bäcker einfach mal schnell hinter den Tresen zu stellen?

  …Beim Tengelmann an der Kasse einfach mal dem Kassierer unter die Arme zu greifen und die eigenen Einkäufe selber über den Scanner zu ziehen?

  …Dem Taxifahrer bei der Gangschaltung behilflich zu sein?

Waaas, niemand? Ach kommt, Leute, was seid ihr denn für spießige Spaßbremsen, ist doch witziiiiiiig! Schließlich finden es auch genug Leute witzig, sich einfach mal ungefragt ins Bild zu stellen, wenn sie Blogger beim Shooten sehen.  Selbst wenn es keine Blogger, sondern Touristen wären, würde das auch nichts an der Situation ändern – denn falls ich das Einmaleins der gesellschaftlichen Umgangsformen beherrsche, dränge ich mich nicht in die Privatsphäre oder Arbeitsbereiche fremder Menschen – erst recht nicht ungefragt!

Allerdings gibt es auch Schlimmeres. Ich wurde auch schon richtig asozial beschimpft, als ich in einer Wohngegend geshootet habe – wie findet ihr „Zieh Leine, du F* “ ? 

Mittlerweile habe ich mir eine dicke Haut zugelegt – denn die braucht man auch! Ich ignoriere die Sprüche konsequent – denn dann lassen die Leute am ehesten davon ab und man kann in Ruhe weiterarbeiten ;)

Wie laufen unsere Shootings ab?

Location

Da ich meistens mit meinen lieben Bloggerkolleginnen shoote (z. B. Diana oder Franzi), machen wir eine Uhrzeit (im Winter ca Mittag, im Sommer ab 17 Uhr) und einen Treffpunkt aus. Bei dem Treffpunkt handelt es sich um einen Ort, wo wir hoffen, in der Nähe für uns beide eine coole Location finden zu können. Ganz selten haben wir schon vor dem Treffen eine Location im Kopf, aber meist irren wir eine Zeitlang umher und prüfen jedes Straßenbild, ob es zu unseren Outfits passt ? 

Früher mochte ich vor Hauswänden und -Fassaden fotografiert werden, mittlerweile bevorzuge ich Straßen, Cafes und Umgebungen, die Urbanität ausstrahlen.

Derjenige, der zuerst einen Shooting-Ort für sich gefunden hat, wird dann meist auch zuerst abgelichtet. Wenn wir uns dann niederlassen,  stellen wir unsere gefühlt 435987615 Taschen ab (das sieht in etwa aus wie ein kleiner Obdachlosen-Treff) und packen die Kameras aus. Eventuell werden noch Schuhe umgezogen oder eine passende Tasche rausgeholt (die für den busy Tag meist zu klein wäre!) und dann gehts los. 

Shooting itself

Meist shooten wir zuerst die „Standard“- (heißt Ganzkörper) -bilder im Hochformat, und zwar im Stehen sowie streetstylige Laufbilder. Danach kommen Querbilder, Portrait und Details dran. Wenn wir guten Mutes sind und noch Zeit haben, probieren wir neue Perspektiven und Lichtverhältnisse aus (im Winter spürt zu diesem Zeitpunkt schon lange niemand mehr seine Finger). Danach wird sozusagen das Model zum Photographen und der Photograph zum Model – und je nachdem, ob der Andere an der Location bleiben oder wechseln möchte, zieht man weiter oder shootet an der gleichen Stelle. Im Anschluss wird manchmal noch eine weiße/helle Wand gesucht und wir machen Handybilder für Instagram.

Manchmal sind dann eben noch Kind (bei Diana) oder Hund (bei Franzi) dabei, was die Herausforderung auf keinen Fall mindert, sagen wir mal so :D

Kein Wunder, wenn die Leute dann stehen bleiben, als hätten sie einen Wanderzirkus entdeckt. Wir sind ja auch so etwas wie ein Wanderzirkus ;)

 

 

Best Off „Doofe Bemerkungen“ :D  

 

 

• Eine Omi: „Kind, setz doch die Sonnenbrille ab, man sieht nichts vom Gesicht!“

• „Was, dieses hässliche Gebäude wollt ihr fotografieren??“

die Klassiker:

• „Darf ich mit aufs Foto?“ – die Unverschämtesten stellen sich dabei einfach dazu, ohne die Antwort abzuwarten (siehe Header-Bild).

 und

• „Gut siehste aus!“

 

Aber das Beste war: „Bitte von mir keine Fotos, ich werde gesucht!“ ?

 

… Ansonsten warte ich schon auf den ersten Fahrradfahrer, der gegen eine Laterne fährt, weil er, statt nach vorne zu blicken, uns nachschaut :D

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