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Thoughts | worauf konzentrieren wir uns eigentlich?

 

 


 

Konzentration

(lateinisch concentra, „zusammen zum Mittelpunkt“)
ist die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, 
das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder das Lösen einer gestellten Aufgabe.

 


 

Konzentrieren – ja, aber worauf?

Ich mag es, mich mit der Herkunft und Entstehung eines Wortes oder Begriffes zu beschäftigen. Plötzlich erscheint ein abgenutztes, gewöhnliches Wort in einem neuen Licht und verwundert mich mit seiner Ur-Bedeutung. Dann erkenne ich plötzlich den ursprünglichen Sinn, den das Wort hatte, bevor es im Laufe der Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte abgeschliffen, verändert und mit neuen zeitgeistigen Bedeutungen gefüllt und überschrieben wurde.

Auch beim Begriff „Konzentration“ finde ich es spannend, dass es eigentlich um einen gemeinsamen Akt geht, der zu irgend einem Zentrum strebt („zusammen zum Mittelpunkt“). Und genau um dieses Gemeinsame habe ich mir Gedanken gemacht.

Es ist ja bekannt, dass es förderlich ist, sich auf ein Ziel zu konzentrieren, um es zu erreichen oder auf eine Aufgabe, um sie optimal zu erledigen. Aber diese Erkenntnis wurde in unserer Zeit zu sehr in den Fokus gestellt und als das Non Plus Ultra, fast schon als der Sinn des Lebens angepriesen! Erreiche deine Ziele, strebe nach dem Erfolg (übrigens ist auch dieses Wort ethymologisch interessant – Er-Folg ist ursprünglich eigentlich neutral gewesen, es war etwas, was als eine logische Folge des Handelns erfolgt ist).

Die Folge davon, wenn jeder von uns auf seine eigenen Ziele konzentriert, ist eigentlich trivial

– wird aber, meiner Meinung, zu wenig ausgesprochen. Nämlich: wenn jeder sich auf seine eigenen Ziele und auf seinen eigenen Erfolg konzentriert, verliert er zwangsläufig die anderen Menschen aus den Augen. Wir sind eine Meute Menschen, in der jeder einzelne, für sich genommen und getrennt von den Anderen, auf etwas eigenes blickt: auf sein Vorwärtskommen oder auch auf seine Meinung, die sehr wichtig für ihn ist, weil er sie für seine Identität hält. Dabei wird er blind auf dem Auge der Liebe, denn er sieht seinen Mitmenschen nicht mehr. Er sieht nur, dass er „recht“ hat und findet einen Haufen „schuldige“ andere, die die Welt stetig daran hindern, eine bessere Welt zu werden. Seltsamerweise propagiert er gleichzeitig die Werte der Menschlichkeit und des Miteinanders, der Solidarität und der Rücksichtnahme,  aber richtet dabei die Augen auf sein Gegenüber höchstens zum Tadeln. Da ist es nur logisch, dass dieser Widerspruch nur wenigen auffällt – denn einerseits konzentrieren sie sich ja nicht darauf – und dazu reicht es oftmals, über ein gutes Ziel oder gute Werte bloß zu sprechen. Diese verbale Auseinandersetzung mit dem Thema findet ohne darauffolgendes Tun statt, man redet über Werte und merkt nicht, dass man sich nicht dem Inhalt widmet, der fernab vom leeren Klang der Worte im Handeln erfüllt werden will.

Aber wie überwindet man die Konzentration auf sich selbst und lernt, im Sinne der Menschlichkeit und der berüchtigten Nächstenliebe zu handeln? Wie schafft man es, Wasser zu predigen und dann auch Wasser zu trinken?

Um diese Frage zu beantworten, muss ich nochmal etwas ausholen.

Love is all you need

Der Begriff „Nächstenliebe“ ist so behaftet durch das Christentum, oder besser gesagt, durch das Unvermögen des Christentums, dass es für mich emotional immer komplett unmöglich war, mich dem anzunähern. Wann immer auch das Wort  „Nächstenliebe“ erklang, erschien in meiner Phantasie direkt ein Ritter auf dem Kreuzzug, der im Namen der Nächstenliebe nicht davor scheute, seinen Nächsten zu erschlagen, oder ein alter und eingestaubter Eremit, der äußerlich etwas dem Papst ähnelte und demonstrativ demütig und gleichzeitig mit erhobenem Zeigefinger die andere Wange hinhielt, während die eine noch glühte.

In meiner Abneigung vor dieser Art Nächstenliebe war ich mein Leben lang also eher mit „egoistischen“ Dingen beschäftigt, wie: mich nicht ausnutzen zu lassen, „nein“ sagen zu lernen, zu mir zu stehen, Grenzen zu setzen und dergleichen. Derjenige, der sich selbst richtig lieben kann, kann dann auch andere lieben, dachte ich.

Und ja, das stimmt auch, aber nur dann, wenn man sich eben nicht NUR auf sich selbst konzentriert und sich auch nicht auf seiner vermeintlichen moralischen Überlegenheit ausruht. Dann hat man nämlich das Gefühl, unglaublich humanistisch und liebevoll zu sein und das Thema so richtig verstanden zu haben, obwohl man in der Supermarkt-Schlange vor Wut fast in Stücke zerspringt, wenn einem ein Mitmensch so ganz ohne Mindestabstand in den Nacken atmet. Oder wenn man schon wieder eine Meinung über Corona liest, die ja so unglaublich falsch ist, dass man beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, wie blöde und verantwortungslos man sein muss, um sie zu vertreten!

Oh, wie abgetrennt von den Mitmenschen, wie verständnis-los und verständnis-unwillig ist man in dem Moment, in dem man sich über eine andere Meinung echauffiert! Oder zeigt mir mal einen, der sich für Diversität und Toleranz einsetzt, wenn er in einer vollen Bahn von jemand angerempelt wird, der sich nicht mal entschuldigt! Wie hasserfüllt und voller Aggression fühlt sich der ach so tolerante Gutmensch in diesem Moment?

… aber die Liebe ist die größte unter ihnen

Ich hörte schon oft von dieser komischen, schwer nachvollziehbaren „Liebe zu den Mitmenschen“. Man hat sie auch als „göttlich“ bezeichnet, man hat sie für das mit Abstand Allerwichtigste überhaupt gehalten („Glaube, Liebe, Hoffnung – diese drei. Aber die Liebe ist die höchste unter ihnen“ aus der Bibel oder „All you need is love“ und viel mehr!) – aber erst jetzt wird mir langsam klar – und vor allem, kann ich es FÜHLEN! – was damit gemeint sein könnte.                

Ich habe jemanden getroffen, der so eine Geduld und so eine Freundlichkeit ausstrahlt, die nur von tief innen kommen kann, weil sie sich so frei von jeglicher Aggression und Überheblichkeit anfühlt! Diese Geduld und Freundlichkeit haben mich so berührt, dass ich merkte – Worte sind nicht alles. Meinungen sind nicht alles. Denken ist nicht alles. Was wir brauchen – ist Liebe.

Ohne Liebe wird  aus Fürsorge – Bevormundung, aus Vorsicht – ein Saktionenstaat, aus Moral – ein Diktat, aus Korrektheit – Zensur, aus Solidarität – Spaltung.  Ohne  Liebe verdrehen sich alle Begriffe und Werte und dienen nicht dem Menschen, obwohl sie genau das propagieren.   

Ohne Liebe lassen wir uns von diesen Verdrehungen blenden, weil das einfach ist. Aber auch Einfachheit ohne Liebe hat die Menschheit schon so oft verführt, in die Irre geführt. Ohne Liebe haben wir keinen moralischen Kompass, sondern höchstens ein Gefühl der moralischen Überlegenheit, die oft auf Luftschlössern basiert und uns zu Marionetten anderer macht, die wissen, wie sie es sich zunutze machen können.  Wir erkennen den Wolf im Schafspelz nur, wenn wir die Liebe haben. Lassen wir uns also nicht spalten und nicht manipulieren. Lasst uns einander lieben, trotz anderer Meinung, trotz Anrempeln, trotz fehlendem Mindesabstand, trotz Gestank, trotz „asozialen“ Verhaltens, trotz Ruhestörung, trotz Blödheit, trotz Überheblichkeit, trotz allem, was uns so nervt, dass wir die Liebe vergessen. Wir müssen als Menschen eher zusammenrücken, zusammenhalten, wir müssen uns aufeinander und auf die Menschlichkeit konzentrieren und einander bejahen, ganz im Sinne der Würde, die jeder von uns für sich beansprucht. Jetzt kommt es auf uns an. Sonst hat unsere Welt nicht mehr lange Bestand.                                                                                                                    

Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis als Licht bezeichnen und Licht als Finsternis, die Saures für süß erklären und Süßes für sauer. 
 
Jesaja 5.20 

Konzentration braucht Energie

Worauf auch immer wir uns konzentrieren – brauchen wir dafür Zucker, denn ohne Zucker funktioniert unser Gehirn nicht gut genug. Dabei kann Traubenzucker von Dextro Energy * (auch als Dextrose oder Glukose bekannt) helfen – als metabolisch aktivstes Organ im ganzen Körper hat das Gehirn enormen Hunger und nutzt für seine Funktionen fast ausschließlich Glukose. Der Speicher dafür ist allerdings sehr begrenzt und leert sich vor allem bei erhöhter Aktivität schnell und kann wieder nachgefüllt werden!

(Zitiert aus Benton D. The impact of supply of glucose to the brain on mood and memory. Nutr Rev, 2001; 59: S20-S21)

*Werbelink


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Allgemein Einrichtung Leben Lifestyle thoughts

von Bedürfnissen, Erinnerungen und Veränderungen

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Nach mehreren sehr warmen Tagen regnete es, das Licht war trüb und der Wind beugte die Bäume hin und her. Der Regen klopfte in die Fenster und ich saß da und überlegte: seit wann ist es eigentlich schwer geworden, rauszufinden, was ich wirklich will? War es nicht noch vor einigen Jahren eher ein Problem - vor allem für meine Umgebung -,  dass man mir irgendwelche Dinge, die ich mir unbedingt eingebildet hatte, nicht mehr aus dem Kopf schlagen konnte?

Habe ich mich verloren? Ich spüre eine Unzufriedenheit und unerfüllte Bedürfnisse, zweifle aber beides an, - denn wer weiß, vielleicht sind es ja Luxusprobleme?  Aber auch diesen Gedanken zweifle ich an... Habe ich denn überhaupt das Recht, meine Unzufriedenheit als ein Luxusproblem zu degradieren?

Wie finde ich heraus, was hinter meinen Bedürfnissen steht - und ob sie in Wirklichkeit nicht andere Bedürfnisse zu kompensieren versuchen? Erst dann kann ich entscheiden, ob es berechtigt ist, ihre Erfüllung anzustreben. Und war ich eigentlich schon immer so? Oder ist es etwa das Älterwerden, von dem alle sprechen? Hatte ich auch schon früher so viel vom Leben erwartet? Noch vor zwei Jahren glaubte ich, ich sei toleranter und geduldiger geworden, aber nun spiegelt mir meine Umgebung mich als eine fordernde, starke Persönlichkeit wider, die viel braucht, um sich lebendig zu fühlen - viel Liebe, viel Anerkennung, viel Abwechslung, viel Gefühl, viel Input, viel Teilen, viele Fragen, viel Nachdenken, viel Energie, viel Mut!

ZU viel?

Oder genau richtig?

ZU SICH SELBST STEHEN

Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die sehr prägend für mich war, ein richtiger "Aha-Moment" sozusagen.

Ich war auf dem 30gsten von einer Freundin eingeladen - wir waren essen in einem Restaurant und es war lecker und gemütlich, ich mochte die entspannte Atmosphäre und die Gespräche. Nach dem Essen wollte das Geburtstagskind unbedingt weiterziehen. Sie stand total auf lateinamerikanische Musik und hat uns alle in einen Laden mitgenommen, wo diese Musik lief. Der Laden war proppenvoll, laut, eng und heiß. Wir saßen an einem viel zu großen runden Tisch und schrieen uns an, um überhaupt noch ein Wort verstehen zu können. Die Leute tanzten gefühlt auf unseren Schultern, rieben ihre Hintern und Bäuche aneinander und schwitzten.

Ich fühlte mich merklich unwohl, aber ich traute mich nicht, zu gehen. Es war schließlich ihr 30gster Geburtstag...

Nachdem ich tonnenweise die feuchte und schwere Luft atmete und vom Schreien heiser wurde, habe ich all meinen Mut zusammengefasst, log dem Geburtstagskind vor, es wäre sehr schön gewesen (zumindest log ich, was den Aufenthalt im lateinamerikanischen Schuppen anging) und teile ihr mit, dass ich die Gesellschaft nun verlassen werde. Sie reagierte gelassener, als mein schlechtes Gewissen es mir vorher ausgemalt hatte und ich ging.

Unterwegs rief ich eine Freundin an und teilte ich all meine Schwankungen zwischen Erleichterung und Gewissensbissen mit und erklärte es geknickt mit einem lapidaren "Ich glaube, ich bin alt geworden, dass ich so eine Feier so früh verlasse", woraufhin sie erwiderte:

"Alt? Du hast auch mit 20 solche Feiern gehasst. Der einzige Unterschied zu jetzt ist, dass du damals im Gegensatz zu jetzt trotzdem mitgemacht hast".

ERINNERUNGEN UND MEIN BILD VON MIR SELBST

 

Hmm. Ich war damals genauso wie jetzt, stand aber nicht dazu, meinte sie.

Das gibt mir immer noch zu denken. Was an mir hat sich im Laufe der Jahre verändert?

Ich bin mir nicht mehr sicher. Ich habe ein Bild von mir, wie ich damals wohl gewesen bin und ein Bild von mir, wie ich jetzt bin. Aber entsprechen diese Bilder der Wahrheit oder schreibe ich mir selber bloß gewisse Eigenschaften zu, die mir meine Umgebung spiegelt? Oder aus Gewohnheit und auch, weil man sich nunmal irgendwie definieren muss in unserer Gesellschaft? "Finde dich selbst", fordert die Gesellschaft von uns, und wir fangen an, uns ein Image (wörtlich "Bild") zu basteln, eine Art Wiedererkennungsmerkmale, über die wir uns definieren. Aber diese konstruierte Hülle - sind das wirklich wir?

Habe ich auch schon früher so viel über mich selbst nachgedacht und es ist mir bloß nicht aufgefallen, weil alle in meiner Umgebung sehr viel über sich selbst nachdachten? Oder zerbreche ich mir mittlerweile über Dinge den Kopf, die ich damals einfach hinnahm oder ignorieren konnte?

Wer von euch weiß noch genau, wie er/sie vor 10 Jahren gewesen ist? Was hat euch am meisten beschäftigt? Was genervt? Was waren die Ideale, woran glaubte man? Worüber konnte man sich freuen, womit war man unzufrieden? Wie tickte man, wie ging man mit Niederlagen um - was waren denn überhaupt die Niederlagen, wie hat man sie definiert?

Und wie stand es mit der Selbstliebe? Hat man sich annehmen können oder hat man vieles an sich nicht gemocht oder gar gehasst? Was hat einen ausgemacht und wie ist man rübergekommen? Was hat man ausgestrahlt und wie wirkte man auf seine Mitmenschen?

 


BIN ICH SO, WIE ICH MICH SELBST SEHE ODER EHER SO, WIE DIE ANDEREN MICH SEHEN?

 

 Auch mein Selbstbild ist ein Ausdruck meiner jeweiligen Lebensphase und ist somit nicht unbedingt objektiv. (Wie heisst es so schön? Man kann ein Haus nicht von außen sehen, in dem man gerade drin ist - selbst wenn man aus dem Fenster schaut). Andererseits: wie wichtig ist Objektivität, wenn es um ein Subjekt (mich!) geht? Ein gewisses Maß an Objektivität kann ausgleichend natürlich wirken und das Subjekt davor bewahren, sich völlig in seinen individuellen Ansichten und Problemen zu verlieren. Aber auch zu viel Objektivität kann schaden, weil es das Subjekt zu weit von sich selbst wegführt, indem es ihm Normen aufzwingt, die zu ihm nicht unbedingt passen.

Da gilt es wohl,  das Objektive und das Subjektive aufzuwiegen und ins Gleichgewicht zu bringen... Und das ist ein Prozess, der wahrscheinlich nie beendet sein wird, solange man lebt.

Vielleicht bin ich aber sogar noch mehr, als das, was ich selbst oder die anderen in mir sehen. Aber das ist ein anderes Thema.

DIE THEORIE VOM ENERGIE-LECK

Wenn ich schon nicht ganz sicher sein kann, wer ich bin, wie finde ich denn heraus, was ich WIRKLICH brauche?

Man kann entweder mit Verstand oder mit Gefühl an die Sache rangehen.

Aber was ist, wenn beide so stark sind, dass sie nur miteinander kämpfen, ohne dass einer gewinnt?

Da hilft wohl nur Energie. Wer genug Energie hat, nährt automatisch die für ihn richtigen Gefühle oder Gedanken. Wer keine Energie hat, hängt oft fest und findet nicht aus belastenden Situationen heraus.

 

Es gibt eine Theorie, die mir schon seit Jahren sehr plausibel erscheint:

der Mensch hat immer die gleiche Menge Energie, nicht etwa mal mehr, mal weniger. Wenn wir uns also erschöpft oder antriebslos fühlen, dann liegt das nicht daran, dass wir zu wenig Energie haben, sondern dass irgendwo ein Energie-Leck ist, weil unsere Energie unbewusst für irgendetwas anderes verwendet wird. Wie bei einem Computer, der keine Kapazitäten für einen Vorgang hat, weil im Hintergrund gerade etwas anderes ausgeführt wird und den Arbeitsspeicher beansprucht. So bleibt für Dinge, die wir gerne tun würden, weniger Energie übrig.

ENERGIE UMLENKEN 

 

Wie stopfe ich denn das Energie-Leck?

Ich glaube, das geht am besten, wenn man bewusst Dinge erlebt und herbeiruft, die einem Spaß machen oder sogar richtig glücklich machen. Für mich persönlich kann das ein Ausflug in die Natur sein, Treffen mit Menschen, die auf meiner Seite sind, mich verstehen und es gut mit mir meinen, lecker essen gehen oder selbst kochen. Auch zuhause ausmisten kann befreiend wirken und die fehlende Energie freimachen.

Damit meine ich auf keinen Fall, dass man vor Problemen weglaufen und sie verdrängen sollte, oder sich ausschließlich mit Menschen umgeben sollte, die "erfolgreich" sind oder einem nach dem Mund reden, denn genau diese Verdrängungen sind oft der besagte Arbeitsspeicher, der unnötig Energie kostet. Aber wenn man vor Problemen nicht wegsieht und sich gleichzeitig bewusst schöne Dinge erlaubt und gönnt, tankt man Energie, die einem dann bei wichtigen Entscheidungen oder schweren Fragen helfen wird.

Diesen Sommer möchte ich genug Energie darauf lenken, besser rausfinden zu können, was genau meine Bedürfnisse sind und ob sie berechtigt oder übertrieben sind.

SICH GUTES TUN...

... ist in den heutigen Zeiten wichtiger denn je. In (äußerlich wie innerlich) finsteren Monaten habe ich meine Seele oft mit Blumen aufhellen können. Und auch jetzt, wenn draußen alles blüht und grünt, die Sonne die Stadt flutet und die Luft wohlig-warm ist, liebe ich es, den Sommer in Blumenform zuhause zu haben.

Was mir bei meinen Blumen am allerwichtigsten ist: sie sollen aussehen, als hätte man sie gerade frisch von einer Blumenwiese gepflückt. Bloß nicht zu gezüchtet und alle auf eine Länge geschnitten und stramm festgebunden!! Unsere Gesellschaft maßregelt sowieso zu Vieles, was von der "Norm" abweicht. In der Natur gibt es keine Norm, zumindest nicht im moralischen Sinne. Blumen müssen fallen können, wie ein guter Haarschnitt und frei sein, sich im wahrsten Sinne ent-falten können.

Genau für diese Ästhetitk liebe ich Bloomon. Dort lässt man den Blumen den Freiraum, den sie brauchen. Und wenn man Lust hat, gibt es dort auch zu jedem Stauß genau passende Vasen!

Hier könnt ihr die wundervollen Blumen bestellen *.  Große Empfehlung von mir!


*in freundlicher Kooperation mit Bloomon

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Leben thoughts

Life Update: von Hochsensibilität und der Reise ins Ich-Land

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Ich sitze, wie gefühlt die ganze Zeit, seit der Winter vorbei war, auf dem Balkon

und kann von außen mein gemütliches Zimmer durch das Bokeh der schmutzigen Fensterscheiben sehen. Durch die veränderte Perspektive sieht es irgendwie geheimnisvoll aus, ungefähr so, wie wenn man in der Dämmerung nach Hause eilt und im Vorbeigehen zufällig in ein beleuchtetes Fenster im Parterre blickt: für einen Moment eröffnet sich der Zauber eines fremden Lebens vor einem, für einen Augenblick sieht man ungewohnte Farben in einer andersartigen Beleuchtung, unbekannte Bücherstapel und seltsame Möbel, Schatten huschen die Wände und Decken entlang, man meint schon fast, die fremden Gerüche riechen und gedämpfte Stimmen hören zu können.

 

So schau ich in mein eigenes Zimmer kurz mit den Augen eines Passanten rein,

als würde ich in ein fremdes Leben spähen, dabei ist es ja mein eigenes! So fügt sich alles wieder und ich fange an, die Details zu betrachten. Das alte schwarze Wählscheiben-Telefon schaut aus der nussbaumhölzernen Kommode hervor, die Grünpflanzen thronen in ihren Ton- oder Rattanübertöpfen – die riesenhafte majestätische Strelizia, die Glücksfeder mit ihren saftigen und poliert glänzenden Blättern, die chaotisch wuchernde Monstera in der hintersten Ecke auf der Kommode und die lebensfrohe Glückskastanie (ist es ein Zufall, dass ist zwei Pflanzen mit „Glück“ in ihren Namen besitze?).

 

Ja, das Glück!

Eine Welle des Glücks und der Dankbarkeit für mein Leben steigt auf und reißt mich mit – und mit ihr kommt auch ihr Schatten: das Gefühl, dass etwas fehlt. Weiß ich im tiefsten Inneren, was es ist? Ist es denn überhaupt real? Weist die wage, versteckte Ahnung tatsächlich auf eine Leere hin oder ist sie nur eine Einbildung, eine Projektion? Und wenn sie real ist: würde diese vermeintliche Leere gefüllt werden, würde sich nicht woanders eine neue auftun? Man sagt, dass man das Glück oder die Zufriedenheit nur in sich selbst finden kann. Dann muss es ja eine Illusion sein, dass etwas von Außen eine Leere füllen oder eine Sehnsucht stillen kann. Andererseits gibt es Bedürfnisse, die für die menschliche Seele genauso überlebensnotwendig sind, wie Nahrung für den Körper. Und Nahrung kommt nunmal von außen!

„Wärst du lieber ein Stein, der nichts empfindet?“  – 

„Warum nicht? Wenn ich nichts empfinden würde, wäre mir ja auch egal, dass ich nichts empfinde“…

Ach was, ich habe doch alles, was ich brauche!

Mir selbst geht es wunderbar und meine Liebsten sind wohlauf und jederzeit erreichbar, das ist doch das Allerwichtigste und ich weiß es wirklich, wirklich zutiefst zu schätzen! Mir ist es selbst total unverständlich, wie es sein kann, dass das nicht ein für allemal ausreicht, um glücklich zu sein und zu bleiben. Ich habe nur eine Erklärung, und ich weiß nicht, ob sie nicht dürftig ist: vielleicht bin ich ja doch mehr Künstlerin, als es mir lieb wäre – denn obwohl ich selbst in einer Künstler-Familie aufwuchs, mochte ich dieses Wort noch nie sonderlich, für mich klang da oft was überheblich-Elitäres mit. Seit meinem zwanzigsten Lebensjahr versuchte ich verzweifelt,  mich in der sogenannten „Normalität“ zu verstecken und endlich mal dazuzugehören, ohne aufzufallen. Dabei war ich aus heutiger Sicht dieser vermeintlichen „Normalität“ damals gar nicht so sehr ausgesetzt, wie mir das bisweilen vorkam, sondern bewegte mich überwiegend in meiner Blase aus Ähnlich-Gearteten. Anscheinend waren aber selbst diese wenigen Kontakte so aufrüttelnd anders für mich, dass ich mich selbst plötzlich mit anderen Augen sah, meine eigene Andersartigkeit als störend empfand und mir nichts sehnlicher gewünscht habe, als mich anpassen zu können.

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Das Außerordentliche, was solche Menschen leisten, setzt eine sehr zarte Organisation voraus, damit sie seltener Empfindungen fähig sein und die Stimme der Himmlischen vernehmen mögen. Nun ist eine solche Organisation im Konflikt mit der Welt und den Elementen leicht gestört und verletzt, und wer nicht, wie Voltaire, mit großer Sensibilität eine außerordentliche Zäheit verbindet, ist leicht einer fortgesetzten Kränklichkeit unterworfen.

Goethe

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Was hat es denn bloß mit diesen Künstlern auf sich?

Natürlich brauchen sie besonders feine Fühler, um Nahrung und Inhalt für ihre Kunst zu finden, die dann wiederum ihre relativ blanken Nerven legitimieren soll, aber was ist mit  einsamen Künstlern, oder denen, deren Kunst keiner sieht? Oder denen, die das Leben selbst als Kunst verstehen, und dafür weniger nach aussen hin „schaffen“? Wozu dann noch die besondere Feinfühligkeit, wenn sie ihren „künstlerischen Zweck“ nicht mehr erfüllt, was hat man dann noch davon, außer einer ständigen Fülle an Eindrücken, Bildern und damit verbundenen tiefen Gefühlen? Wohin kanalisiert man das alles?

Eine weise Frau und gute Freundin meinte einmal zu mir „Wärst du lieber ein Stein, der nichts empfindet?“ – und war etwas verblüfft, als ich lapidar meinte „Ja, warum nicht? Wenn ich nichts empfinden würde, wäre mir ja auch egal, dass ich nichts empfinde. Es ist nur deswegen eine sonderbare Vorstellung, weil ich ja jetzt aus der menschlichen Sicht darüber nachdenke und so gesehen was zu verlieren hätte“. Daraufhin verblüffte sie wiederum mich – sie mit ihren siebzig Jahren, auch eine Künstlerin, aber zusätzlich von Depressionen und anderen Krankheiten gebeutelt, einsam und mittellos: „Also ich wäre auf keinen Fall gerne ein Stein. Das Leben ist was Wundervolles!“

Also muss ich lernen (erneut lernen!), mich mit meinen Irrungen und Wirrungen anzunehmen,

mit meiner Fähigkeit, große Begeisterung, Dankbarkeit und intensives Glück, aber auch eine eventuell unstillbare Sehnsucht, Mit-Leid und einen Haufen anderer Emotionen zu empfinden und dabei nicht wirklich freiwillig einer stetigen (Selbst-)Reflexion ausgesetzt zu sein. Ich lernte ja schon längst, dass nicht ich im Übermaß empfinde und nachdenke, sondern viele andere Menschen zu wenig – weil sie sich viel besser abschirmen und ablenken können, und manchmal auch Meister im Verdrängen sind. Aber zu dieser meiner Fähigkeit zu stehen, besonders auch im Angesichts des Vorwurfs, man würde „zu viel“ denken und fühlen, ist ein Lernprozess, der eine Herausforderung bleibt.

Hochsensibilität ist ein umgangssprachlicher Begriff, mit dem das Temperamentsmerkmal höherer sensorischer Verarbeitungssensitivität bezeichnet wird.

Wikipedia

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O ja:

nach einem halben Jahr Unterbrechung war P. endlich wieder bei mir in Berlin zu Besuch! Besser gesagt, bei uns – denn das letzte Mal, als er hier war (nämlich im Februar), hat Martin hier noch gar nicht gewohnt! Ich liebe dieses Gefühl, wenn ich aufwache und weiß: mein bester Freund ist nicht 300 km entfernt, sondern direkt im Zimmer nebenan. Und ich liebe die gemütlichen Abende zusammen – wir alle saßen auf dem Balkon, kochten lecker, spielten Karten oder redeten uns so so viele Dinge vom Herzen…

Oje:

schade, dass die Gesellschaft sich rasend schnell spaltet und nicht merkt, wie gefährlich das ist. Es findet kaum noch ein Dialog statt, sondern ein Abstempeln/In-Schubladen-Stecken statt Argumentation, und Etikettierung statt Eingehen auf die vermeintlich falschen Aussagen („Er/sie ist bescheuert/dumm/Verschwörungstheoretiker“ statt „Er/sie sagt das und das und ich finde es aus dem und dem Grund nicht richtig). Wenn eine Gesellschaft keine kritischen Meinungen mehr zulässt, hört sie auf zu wachsen und wird leichter zum Spielball der Politik und der Interessensgruppen – das hat die Geschichte schon oft gezeigt…

Gedacht:

Was ist Stärke und was ist eigentlich Schwäche? Ist es stark, Missstände zu ignorieren? (Es gibt ja diesen Spruch: „es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu leben“). Ist es schwach, zu seinen negativen Gefühlen zu stehen?

new in:

ich habe lange nicht mehr geshoppt, aber mit dem Jahreswechsel kam auch wieder die Lust bzw der Bedarf an ein paar neuen Teilen. Zum Beispiel, wegen meinen chronischen Nackenschmerzen gönnte ich mir endlich einen Kamera-Rucksack! Auf jeden Fall ist mein Rücken jetzt schon eher entlastet – und ich kann sogar mein Stativ dran festmachen. Ansonsten sind drei Pullis und ein paar Hosen bei mir eingezogen, alles schön herbstlich, weich, kuschelig und trotzdem bequem ohne Ende! Apropos bequem: auch neue Sneaker brauche ich wieder – vor allem fehlen mir welche in schwarz.  Es fiel mir schwer, welche zu finden, denn ich wollte unbedingt so ein hippes Modell mit dicker Profilsohle, aber hier * gibt es eine echt große Auswahl und ich bin auch schon endlich fündig geworden!!

süchtig gewesen nach:

tatsächlich Kürbis – hätte ich nie gedacht! Habe früher weder den Geschmack noch die Konsistenz gemocht, aber nun esse ich ihn besonders oft in Kombination mit Kartoffeln etc als Ofengemüse und ich muss sagen – richtig gewürzt und lang genug gebacken gibt es kaum was besseres für den Kreislauf und auch für die Seele! Kann in der kalten Jahreszeit, die leider rasend schnell auf uns zukommt, nur noch von Ramen Suppen getoppt werden :)

 

 

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sind wir frei? Gedanken mit Mycs

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Als ich in Thailand war,

hat sich bei mir eine Szene für immer eingebrannt: wir waren auf einem Markt unterwegs. Dort gab es von Essen über Raubkopien irgendwelcher Designer alles – sogar Tiere (leider!). Wir stoßen auf einen Käfig mit kleinen süßen Welpen. Man hat ihnen die Stresssituation richtig angesehen.  Ein Welpe steckte mit seiner Schnauze im Gitter und schaute raus. Zwei kleine Rebellen rannten auf engstem Raum hin und her und bellten mit ihren Kinderstimmen, und noch einer saß hinten im Käfig, den Kopf zwischen zwei Pfoten vergraben, und schaute resigniert und depressiv vor sich. Was mich sehr zum Nachdenken angeregt hat, war die Tatsache, wie unterschiedlich die kleinen Tiere mit dieser Situation umgegangen sind.

Da ist es mir klar geworden – wir Menschen sind genauso. Trotz unserer Vernunft, die uns theoretisch die Freiheit gibt, mit einer Situation so umzugehen wie wir wollen, reagieren wir meist so, wie es uns die Grenzen unseres eigenen Charakters erlauben. Da wir aber Menschen, und keine Welpen sind, gelingt es uns in seltenen Fällen, an unserem Charakter zu arbeiten und ihn zu erweitern und zu überwinden. Aber selbst da frage ich mich – liegt vielleicht selbst die Fähigkeit, an sich zu arbeiten, jeweils im Potenzial und Charakter des Menschen? Als würde manch einer den Kampfgeist und einen starken Willen mitbekommen, und ein anderer nicht oder weniger. So nach dem Motto „Ich würde ja gerne wollen, aber ich kann nicht“.

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Was ist Freiheit? Ist es, zu tun und zu lassen, was man will?


Wie oft hast du zu dir gesagt: ich räume jetzt auf/ ich lerne jetzt/ ich bleibe nur eine Stunde/ ich trinke nur ein Glas und hast es nicht geschafft, dein Vorhaben zu realisieren? 

Oder hast widersprochen, obwohl du wusstest, dass der andere recht hat?

Warst du in diesen Momenten frei in deinen Handlungen?

Im allgemein verbreitetem Verständnis ist Freiheit die Möglichkeit, zu tun und zu lassen, was man will.

Im Laufe meines Lebens musste ich aber oft die Erfahrung machen, dass man nicht immer das tun und lassen kann, was man will – und zwar nicht immer nur, weil einen andere Menschen oder auch Umstände daran hindern, sondern, weil man sich selbst daran hindert.

Das würde heissen, die äusserliche Freiheit, selbst wenn sie uneingeschränkt wäre (was sie keineswegs ist) ermöglicht uns noch nicht zwangsläufig, so zu handeln, wie wir es wirklich wollen.

Ein drastisches, aber deutliches Beispiel sind Depressionen, die leider noch immer auf sehr viele Vorurteile stossen (wie viele andere Dinge, die nicht direkt greifbar sind und die viele Menschen nicht am eigenen Leib erfahren haben). „Er/sie ist doch bloss faul! Er soll sich zusammenreissen – das geht schon, wenn man es wirklich will!“

Da wäre auch schon der erste Knackpunkt. Wie frei ist jemand, etwas zu wollen? Inwiefern hängt es vom Charakter eines Menschen und von seinen bisherigen Erfahrungen ab, ob er imstande ist, etwas zu wollen? Oder wenn er es will – es auch tatsächlich auszuführen?

Noch ein Beispiel:

Nehmen wir an, A. und O. haben beide in ihrer Kindheit Gewalt oder schlichtweg wenig Liebe erfahren. Beide sind theoretisch frei, im Laufe ihres Leben diese Erfahrung zu verarbeiten, nach dem Hinfallen „aufzustehen, die Krone zu richten, und weiterzugehen“ (wie ein bekannter Spruch uns nahelegt, mit negativen Erlebnissen umzugehen). Was passiert aber in der Praxis? A. lernt aus seinen schwierigen Jahren, sich nicht von der Liebe anderer abhängig zu machen, er wird gerade wegen seiner Kindheit als ein gestärkter Charakter aus der Asche emporsteigen. O. schafft es nicht, mit dem Liebesmangel umzugehen, er hat die ganze Zeit das Gefühl, keine Liebe verdient zu haben und wiederholt dieses Muster sein Leben lang, obwohl seine eigentliche Sehnsucht und sein eigentlicher Wille es sind, geliebt zu werden.

Was ich damit sagen will – selbst bei gleichen oder ähnlichen Ausgangsbedingungen reagieren verschiedene Persönlichkeiten unterschiedlich. Kann man da noch von Freiheit sprechen oder sind wir alle Sklaven unseres eigenen Charakters?

Versteht mich nicht falsch, ich möchte niemanden entmutigen, der an sich arbeiten möchte oder etwas in seinem Leben verändern will. Das ist natürlich durchaus möglich. Genauso wenig will ich irgendwelche Mörder oder Kinderschänder damit rechtfertigen, dass sie nichts für ihre Natur können. Jeder von uns trägt Verantwortung für sich selbst und für andere, und sollte sich deswegen nicht auf seinem Charakter ausruhen oder damit alles entschuldigen.

Ich möchte nur, dass wir nächstes Mal vielleicht nicht zu vorschnell über andere Menschen und ihre Situationen urteilen, weil wir meinen, dass allein aus dem Grund, dass wir es im Leben „geschafft“ haben, es jeder andere auch könnte. Würde er denn nur genug wollen. Sondern dass uns bewusst wird – nicht jeder kann genug wollen. Nicht jeder kann die gleichen Entscheidungen treffen, wie wir es tun, und das macht weder uns zu besseren, noch ihn zu einem schlechteren Menschen.

 

Wir sollten uns mehr mit Menschen solidarisieren, die einen anderen Lebensentwurf haben, als wir, statt automatisch von uns auf andere zu schliessen oder gar überheblich zu werden, denn ja:

jeder Handlung geht eine Entscheidung voraus. Nur ist diese Entscheidung nicht immer frei, sondern ist oft ein Ergebnis vom Unvermögen, eine andere Entscheidung zu treffen. Und auch wenn wir das oft nicht glauben: so eine Situation kann jeden von uns treffen, und dann wollen auch wir Verständnis statt Verurteilung.


 

… aber die Freiheit gibt es trotzdem! Und zwar auf jeden Fall bei MYCS – denn dort kann man seine Möbel individuell gestalten und zusammenstellen! Farbe, Material, Form, Anordnung – alles kann man selbst entsprechend seinem Geschmack, seinen Bedürfnissen und seiner Lebenssituation aussuchen und anpassen!

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Im Rahmen der MYCS Campagne „Mein Stil, mein Design“  war das Team von Mycs bei uns zuhause

und hat ein tolles Video-Interview zum Thema Freiheit gedreht, welches gleichzeitig ein schönes Paar-Portrait von uns geworden ist! Darin spreche ich auch über meinen Einrichtungsstil, denn wenn man die Möglichkeit hat, sein Zuhause zu gestalten, ist es natürlich auch eine Art von Freiheit (wie allgemein jede kreative Beschäftigung). MYCS bietet nämlich Möbel an, die man selbst konfigurieren kann. Dabei kann man entscheiden, welche Grösse, Form, Tiefe, Aufteilung, Art von Holz und Farben seine neuen Lieblingsstücke haben werden. Über mein geliebtes MYCS Sideboard und wie es zu genau dieser Gestalt kam, habe ich hier schon ausführlich berichtet, und hier über unsere neue grüne Samtcouch!

 

Am Tag des Drehs waren wir beide etwas aufgeregt,

da insbesondere Martin nicht so viel Erfahrung damit hat, gefilmt zu werden (abgesehen von den Fällen, wenn er als Tänzer gefilmt wird). Aber als das vierköpfige Team da war und sich super nett und entspannt gegeben hat, hat sich die Aufregung gelegt und wir haben uns, passend zum Kampagnenthema, FREI gefühlt und uns einfach so verhalten, wie immer –  manchmal nachdenklich, immer bisschen verrückt und mit all unseren Macken, zu denen wir stehen, weil es ja so auf keinen Fall langweilig werden kann :D Wir haben philosophiert, getanzt, auf unsere neue Couch draufgesprungen, eine Kissenschlacht veranstaltet und ganz viel gekuschelt (was am Anfang übrigens vor laufender Kamera auch etwas gewöhnungsbedürftig war, haha)!

Für mich ist Einrichtung weit mehr als schöne Gegenstände, die Gemütlichkeit erschaffen. 

Es ist mein Weg, mir ein Safe Space zu schaffen, einen Ort, den ich mit Sicherheit, Geborgenheit und Selbstbestimmung verbinde.

Für Martin hat Einrichtung dagegen eher praktischen Charakter. Natürlich mag auch er schöne Dinge, aber wichtiger ist Komfort und Funktion.

Unter anderem erzählen wir in unserem Interview mit MYCS, wie wir mit diesen verschiedenen Einstellungen einen Kompromissweg gefunden haben, unsere Wohnung zu unserer beider Zufriedenheit zu gestalten, sodass wir uns beide maximal wohl fühlen.

 

 

Hier einige der Fragen, die wir im Interview beantwortet haben:

 

Was bedeutet Freiheit für euch?

Ihr seid zusammengezogen – inwiefern hat sich euer Interiorstil dadurch verändert?

Wie würdet ihr jeweils euren Interiorstil beschreiben?

Wie trefft ihr gemeinsam Interiorentscheidungen?

Warum habt ihr euch für ein grünes Samtsofa entschieden?

Ästhetik oder Funktionalität?

Was sind eure Tipps fürs Zusammenziehen?

Was ist euer Lieblingsmöbelstück bei euch zuhause?

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Unsere Möbelstücke von MYCS findet ihr hier:

 

Sideboard GRID

Stuhl STYNG

Ecksofa aus grünem Samt PYLLOW

Couchtisch ECLYPSE dreieckig

Couchtisch ECLYPSE rund 40 cm

 

Mein persönlicher Gutscheincode:

einfachesra2020

Betrag: 15% Rabatt (auf alle Möbel und momentane Rabattaktionen)


*in freundlicher Zusammenarbeit mit Mycs

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Lifestyle thoughts

LIFE UPDATE: vom zusammenziehen, gemeinwohl und einem gewissen virus

Ok, wow.

Das letzte „life update“ hatte ich im Oktober online gestellt, also noch im letzten Jahr! Seitdem hat sich so Einiges getan, das könnt ihr euch ja eh schon denken. Aber eigentlich hat sich so einiges mehr getan als das, was alleine dem zeitlichen Abstand geschuldet werden könnte. Denn manchmal passiert in 5 Jahren nicht so viel, wie in diesen 5 Monaten.

Schönster Spaziergang

Im Oktober habe ich einem Menschen aus dem „Jetzt“ mein „Damals“ gezeigt. Wenn man in seinem Leben öfter den Lebensort wechselt, bleiben die Erlebnisse, die einen prägen, im Gedächtnis – und dort zurück, von wo man wegzieht. Man zieht irgendwohin, wo Menschen verankert sind, wo ihre Erinnerungen um sie herum schlummern, statt ausschließlich vergilbte Papierseiten in ihrem Kopf zu sein.

Mit anderen Worten – mein Freund Martin ist mit mir nach München gefahren und ich durfte ihm endlich ein Stückchen meiner Vergangenheit zeigen. Die Orte, wo ich gelebt, studiert, gefeiert, geliebt, Fehler gemacht hatte und erwachsen geworden bin.

Der schönste Ausflug war der zum Tegernsee mit Martin und Peter. Wie glücklich mich das machte! Es gibt absolut nichts Nährenderes für meine Seele, als wenn zwischen meinen geliebten Menschen Harmonie herrscht. Im Umkehrschluss – es gibt nichts Schlimmeres für mich, als wenn zwei meiner Lieben miteinander überhaupt nicht können. Von meiner Geburt an bis zu meinem siebten Lebensjahr, als meine Eltern sich trennten, bestand meine Kindheit ausschließlich aus Streit und Gewalt  – und das zwischen den zwei Menschen, die ich am meisten geliebt habe. Das hat mir jeden Tag aufs Neue das Herz gebrochen – bloß war es mir damals nicht bewusst, denn die Kinder hinterfragen nichts. Sie sind unbeschriebene Blätter, die ihr Leben erstmal so hinnehmen, wie es nunmal ist, denn sie wissen nichts von einem anderen möglichen Leben. Dennoch leiden sie und es prägt sie, und erst im Erwachsenenalter wird ihnen bewusst, wie sehr.

Der Tag am Tegernsee hat mein Herz mit ein paar Pflastern versorgt.

Moving in together

Anfang Oktober 2019:  meine Mitbewohnerin teilt mir mit, dass sie am 1. Dezember auszieht.

Mitte Oktober: Martin und ich entscheiden, dass er am 1. März zu mir zieht.

November: nach 5 Wochen Wartezeit voller Bangen erhalten wir die Zustimmung des Vermieters.

Dezember: übergangsweise zieht eine Untermieterin ein. Es beginnt eine spannende, aber anstrengende Zeit, in der Martin und ich zwischen Nervosität und Vorfreude hin- und herschwanken. Martins Art, umzuziehen, bringt mich in den letzten Tagen vor dem Umzug an meine Grenzen – zwei-drei Wochen vor dem Umzug fängt er schon an, die ersten Sachen einzupacken und zu mir zu bringen. Erst drei, dann sechs, wenige Tage später zehn Kisten stapeln sich in meinem, bald unserem Flur. In der Woche vor dem eigentlichen Umzug kann man kaum noch durchlaufen, zu den Kisten kommt ein großer eingerollter Teppich, ein Wäschekorb voller Küchenutensilien und ein metallischer Schuhständer für Tausendfüßler dazu. Auch in meinem Zimmer steht unvermittelt unser neuer riesiger Couchtisch mit Nussbaumfurnier, der an ein Surfbrett erinnert.

28. Februar: Martin bringt die letzten Sachen zu mir und es wird nochmal emotional, als wir ein nostalgisches Video für meine Insta Story mit dem Inhalt „Martin fährt noch ein letztes Mal nach Hause, bevor wir ein gemeinsames Zuhause haben“ aufnehmen.

1. März: plötzlich geht alles ganz schnell, denn hehe, es müssen nur noch die Möbel transportiert werden, alle Sachen sind ja schon da.

Heute: was soll ich sagen – wir wohnen seit drei Wochen zusammen und es fühlt sich schön an! Besonders gut tut mir, dass man sich am Abend nicht mehr verabschieden muss, weil beide da bleiben <3

o ja:

Ich besuchte Peter in München. Diese Reise buchte ich schon vor zwei Monaten und gerade in der aktuellen Situation wollte ich auf keinen Fall absagen. Ich bin so froh, dass wir in dieser seltsamen, befremdlichen und absolut verrückten Zeit eine Woche zusammen verbracht haben und uns Trost und Wärme gespendet haben!

gegessen:

wie wohl alle – viiiiiiel Selbstgekochtes! Und ich habe noch viel mehr vor! Alle Rezeptideen, die in den Tiefen meines Smartphones schlummern, werden nun umgesetzt und hoffentlich auch für den Blog geshootet! Früher habe ich meine Food-Kategorie regelmäßig mit neuen, einfachen und vegetarischen Rezepten befüllt und sie kam auch immer sehr gut an bei euch <3

Herzens-Empfehlung:

„Jung&Naiv“! Peter hat mir eine Folge gezeigt, als ich in München war, und zwar die mit Christian Felber über Gemeinwohl-Ökonomie. Dieses Interview hat mich so unglaublich aufgewühlt, beeindruckt und beschäftigt, wie schon lange nichts mehr. Endlich mal keine verbitterten Kabarettisten, die an den Fakten zerschellen, sondern eine positive und starke Perspektive für die bessere menschliche Co-Existenz mit einigen praktischen Umsetzungsideen.

Ich habe mich schon so lange gefragt: warum haben wir momentan zwar das beste uns bekannte Regierungssystem haben – nämlich die Demokratie –  sie aber immer wieder an den ihren eigenen Werten vorbeischrammt? Demokratie hat ja zum Ziel, den Willen des Volkes umzusetzen. Woran liegt es, dass dieser Wille so oft missachtet wird? Dass die Parteien Dinge versprechen, die sich nicht mal ansatzweise halten können oder wollen? Und vor allem: wäre es denn möglich, das Ganze anders anzugehen? Was genau müsste man ändern, damit die Demokratie so funktioniert, wie es eigentlich mal vorgesehen war?

In der oben genannten Jung&Naiv Folge bekommt man endlich Antworten auf diese Fragen, Antworten, die mir nicht nur einleuchten, sondern mich mitten ins Herz getroffen haben. Weil es nämlich auch darum geht, worauf es im Leben wirklich ankommt. Aber schaut es euch selbst an! <3

 

 

Corona Wahnsinn

 

Stichwort: Entschleunigung. Und zwar ohne Gewissensbisse! Normalerweise kostet es gerade als Selbstständige unglaublich viel Mühe, sich freizunehmen und einfach mal GAR nichts zu tun. Und selbst wenn das gelingt, hat man mit schlechtem Gewissen zu kämpfen und kann es nicht hunderprozentig genießen, denn EIGENTLICH hätte man ja noch dies und das und jenes zu erledigen. Deswegen empfinde ich die Zeit trotz der absolut verrückten Umstände als sehr angenehm, dass man quasi gezwungen ist, Freizeit zu haben. Außerdem sieht man, was alles an gesellschaftlichen Änderungen möglich wird, wenn es sein MUSS. Plötzlich fliegen keine Flugzeuge mehr, die Menschen können nicht ständig konsumieren etc – also passieren plötzlich Dinge, die der Umwelt und unserem Inneren eigentlich gut tun, aber die wir perverserweise als Beraubung unserer Möglichkeiten empfinden und deswegen ohne Corona niemals freiwillig aufgegeben hätten.

Die andere Seite der Medaille: wir befinden uns in einer Ausnahmesituation – ob sie echt oder fake, Zufallsprodukt oder beabsichtigt ist. Wir bekommen gerade das, was wir verdienen – nicht der Einzelne, sondern wir als Menschheit. Wir bekommen die Auswirkungen unserer Finanzpolitik zu spüren – die Gelder sind radikal falsch verteilt und das Finanzsystem plustert sich auf, bis es platzt – unter fahrlässigster Vernachlässigung des Gesundheitssystems. Eines ist klar: unter dem Schutz des Notstands werden Dinge durchgewunken, die sonst nicht möglich wären – unter allgemeiner Billigung, wie immer „für die eigene Sicherheit“: Versammlungsrecht ist gestrichen, allgemeine Überwachung inkl. Datensammlung und örtliches Tracking per Handy ist vielerorts erwünscht. Wenn wir das Ganze frei Schnauze weiterspinnen: es könnte zu einer Abschaffung von Bargeld oder Zwangsimpfungen führen.

Was man tun kann: sich AUF KEINEN FALL von blinder Angst leiten lassen und alles billigen, was diese Angst zu minimieren verspricht. Sondern die Veränderungen differenziert betrachten. Das ist auch unsere Verantwortung als Bürger!

 


NEW IN: INTERIOR

Schon vor der Quarantäne haben wir uns sehr intensiv mit dem Thema „Zuhause“ auseinandergesetzt, aus dem einfachen Grund, weil Martin am 1. März zu mir gezogen ist. Deswegen haben wir nun in dieser Zeit, wo man sehr viel zuhause ist, nicht mehr so viel zu tun, wie die meisten anderen Menschen. Wir haben nämlich schon Wochen vor der Quarantäne alles Mögliche aussortiert und eingeräumt :)

  • YEAH nach über dreieinhalb Monate Wartezeit kam ENDLICH unsere neue Couch an (der bald ein eigener Blogpost gewidmet wird) und stellte sogleich das ganze Zimmer auf den Kopf! Sie ist aus Samt, in einem schönen Tannengrün, und sie ist echt bequem, aber sooo ausladend, dass wir eventuell den Kleiderschrank verschieben müssen, um dieses Ungetüm von einer Couch wirken lassen zu können.

 

  • schon länger wünschte ich mir Pampasgras. Jetzt bestellte ich mir 3 Stiele bei Etsy online und stellte sie in einer große Vase aus durchsichtigem Glas. Sieht edel aus und strahlt trotzdem eine gewisse Wärme aus! Ich liebe es!

 

  • ein kleines Vintage-Tischchen durfte bei mir einziehen. Genau darauf steht jetzt die Vase mit dem Pampasgras :D

 

  • vor ca 4 Wochen haben wir einen großen Ikea Abstecher gemacht und endlich alles besorgt, was uns noch fehlte, unter anderem ein paar schöne Lichtquellen und einen Einlegeboden für unseren großen Pax-Raumwunder-hier-kommt-alles-rein-was-man-eventuell-braucht-aber-nicht sehen-soll-Schrank. Diesen habe ich dann auch komplett ausgeräumt und neu sortiert, sodass ich nun tatsächlich alles auf Anhieb finde :D Fühlt sich gut an!

 

  • und last but not least: mein Traum von einem großen, schönen Makramee ist in Erfüllung gegangen! Mein tiefster Dank geht an die liebe Lysann <3 Es ist GENAU so geworden, wie ich es mir gewünscht hatte!!!

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Tipps für mehr Gelassenheit

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gelassenheit  

ist  

eine  

entscheidung  

 

 

 

Ich will aufwachen und als erstes die Freude spüren. Ich liege im Bett, in meiner schönen Wohnung, ein neuer Tag beginnt! Ich brauche mehr Gelassenheit, Lebensfreude und Vertrauen ins Leben. Nein, gelassen zu sein bedeutet nicht, sich kopfüber in jede Gefahr zu stürzen und jede Vorsicht abzugeben. Gelassenheit ist keine Waghalsigkeit.

Sondern: ich habe gelernt, nicht in eine Pfütze zu springen, weil ich nasse Füsse vermeiden will. Aber es geht nicht darum, Pfützen zu hassen oder so zu tun, als gäbe es keine. Mit anderen Worten, es geht nicht darum, Probleme zu verteufeln oder aber zu verdrängen, sondern eine Einstellung zu haben, die es mir ermöglicht, an den Problemen nicht zu zerbrechen.

Zum größten Teil ist diese Haltung eine Entscheidung oder ihr geht die Entscheidung voraus: welche Dinge in meinem Leben sollen im Fokus stehen und meinen Alltag bestimmen? Sollen das Sorgen sein? Ist es berechtigt, zu glauben, dass meine Sorgen mich vor irgendwas bewahren, wovor ich Angst habe? Wie real ist in Wirklichkeit das, wovor ich Angst habe? Und selbst, wenn es real sein sollte: schützt mich meine Angst oder macht sie mir unterschwellig meine Lebensqualität so zunichte, dass ich mit der Angsthaberei genau das Gegenteil von meinem eigentlichen Ziel erreiche - nämlich, ein gutes Leben zu haben?

Angenommen, ich habe all diese Fragen beantwortet und mir ist klar, dass die Angst zwar in ihrer ursprünglichen, evolutionären Form als Schutz und Reaktionsanweiser diente, aber uns heute meist nur lähmt und nicht schützen kann: wie erreiche ich denn diese Gelassenheit, nach der ich mich sehne?

Meine persönlichen Tipps findet ihr weiter unten!

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Wenn ich den Spruch von Kurt Tucholsky "Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb" an das Thema "Gelassenheit" anpassen würde, klänge er so: "Die Basis einer gesunden Gelassenheit ist ein großer Papierkorb für überflüssige Gedanken". Dabei sollten wir natürlich die Gelassenheit nicht mit einer "Mir doch alles egal"-Haltung verwechseln! Die Gelassenheit verdrängt die Dinge nicht, sie betrachtet sie kurz und konzentriert sich dann einfach auf andere Dinge - nämlich die, mit denen es sich zu beschäftigen konstruktiv ist.

 

Hier sind die Kandidaten für den geistigen Papierkorb:

1.

Im Moment leben

wenn wir Angst oder Sorgen verspüren, dann liegt es in 95% der Fälle daran, dass wir entweder Angst vor der Zukunft haben, oder aber an schlechten Erfahrungen der Vergangenheit leiden. Wenn es um den GERADE DIESEN, jetzigen Moment geht, in dem du diese Zeile liest, dann musst du doch zugeben, dass es dir gut geht. Man sollte also öfter einfach SEIN, und zwar JETZT und sich genau darauf konzentrieren! Denn dieser Moment ist eigentlich der einzig reale. Die Zukunft ist noch nicht da, und die Vergangenheit ist schon vorbei.

2.

Sich mit anderen Vergleichen

Stop comparing! Wer sich mit anderen vergleicht, zersetzt seine eigene Zufriedenheit mit Gift und vergisst, dass andere Menschen erstens oft andere Ausgangssituationen, anderen Charakter, andere Lebensentwürfe, andere Erfahrungen haben als wir,  und somit überhaupt nicht mit uns vergleichbar sind, und zweitens: alles hat seine Vor- und Nachteile. Wenn wir die anderen um etwas beneiden, nehmen wir die Nachteile meist gar nicht wahr. Ein ganz weit verbreitetes, plattes Beispiel: meine Freundin baut in meinem Alter schon ein Haus und hat ein Kind und einen Ehemann.  Ich könnte mich unzulänglich und unzufrieden fühlen, wenn ich meinen momentanen Standpunkt mit ihrem vergleiche. Dabei betrachte ich nur Vorteile von dem Lebensentwurf "Haus, Kind, Ehemann". Die Nachteile gibt es aber im gleichen Päckchen gratis dazu. Will ich die auch haben? Weniger Freiräume, Kredit abbezahlen, nächtelang super wenig schlafen etc?

Ich denke, es ist klar, was ich meine. Und noch etwas: höchstwahrscheinlich wird diese Freundin ebenfalls unzufrieden, wenn sie ihr Leben mit meinem vergleicht! Sie sieht nämlich auch nur meine Vorteile: Freiheit privater und finanzieller Art, feiern gehen, ausschlafen etc.

Deswegen: vergleichen ist nur mit sich selbst erlaubt. Und sogar da kann man sich zuviel Druck aufbauen à la "Vor einem Jahr war ich viel fleißiger / habe mehr Geld verdient / mehr soziale Kontakte gehabt als jetzt" oder was auch immer. Falls einen solche Gedanken anspornen, sein Leben umzukrempeln und in Schwung zu kommen - dann go for it! Falls es einen nur unter Druck setzt, so dass man am liebsten frustriert aufgeben und sich selber bemitleiden möchte - dann ab damit in den geistigen Papierkorb! Damit Platz frei wird für andere Gedanken, die uns gut tun und uns hoffnungs- und vertrauensvoll stimmen.

3.

Das einzige wovor man Angst haben sollte, ist die Angst

Die Angst diente ursprünglich dazu, dass man sich schützt. Ein Hase, der keine Angst vor einem Wolf hatte, wurde höchstwahrscheinlich gefressen. Heutzutage ist es nicht mehr ganz so simpel. Nicht nur die ganzen Angststörungen, sondern auch die meisten Ängste, die weit in die Zukunft oder Vergangenheit reichen, schützen uns vor keinen Gefahren, sondern im Gegenteil - machen uns oft unfähig, zu handeln und positive Möglichkeiten überhaupt erst wahrzunehmen. Angst ist ein schlechter Berater! Weg damit in den Papierkorb!

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4.

Humor ist göttlich

Es ist sehr einfach, zu lachen, wenn es lustig ist. Aber wahrer Humor ist mehr, als das. Wahrer Humor bedeutet, mit Hilfe von Lachen von Dingen Abstand zu nehmen und sich nicht unterkriegen zu lassen. Humor ist eine der  wenigen Fähigkeiten, die den Menschen vom Tier unterscheiden. Machen wir also Gebrauch davon!

5.

Was andere denken ist egal

Irgendwann habe ich verstanden: das hier ist MEIN Leben. Wenn die anderen etwas davon mitbekommen und sich darüber beispielsweise lustig machen, oder über mich lästern, oder mich für hässlich oder dumm halten - hat es keinerlei Auswirkungen auf mein Leben (außer in einem Fall von Mobbing), sondern berührt nur unangenehm mein Ego - wenn ich es mir denn wichtig genug ist, zuzulassen, dass mein Ego so eine Macht über mich hat. Die meisten Menschen, deren Meinung ich fürchte, werde ich NIE wiedersehen. Diese Menschen stecken nicht in meiner Haut, sie haben weder meine Kindheit gehabt, noch meine Gedanken durchdacht, sie hatten nicht meine Schulzeit, noch meinen Freundeskreis. Wie sollen sie jemals über mich urteilen können? Das alles ist völlig unwichtig.

6.

Erwarte nur das wichtigste

Je mehr man erwartet, desto wahrscheinlicher ist es, dass man enttäuscht wird. Wenn man aber gar nichts erwartet, wird man ausgenutzt. Ich habe für mich also beschlossen, von meinen Mitmenschen nur ausgewählte Dinge zu erwarten, die mich wirklich sehr wichtig sind. Den Rest lasse ich offen und genieße meine Gelassenheit!

7.

Mensch ärgere dich nicht

Ich versuche es immer wieder zu verstehen, warum sich so viele Menschen so leidenschaftlich gerne ärgern. Sie finden nicht nur eine perfide Befriedigung im Ärger, nein, sie suchen regelrecht nach Dingen, die diesen auslösen und nähren. Das kann eine gewissen Genugtuung bereiten, z. B. durch sozialen Abwärtsvergleich (wenn man sich über "dumme Leute" oder über die Trolle im Internet ärgert, denn man selbst würde ja niemals auf dieses Niveau absinken). Alles schön und gut - aber mit Gelassenheit hat das nichts zu tun. Wenn ich gelassen sein möchte, schiebe ich ärgerliche Dinge weg von mir und schenke ihnen keine Aufmerksamkeit. Natürlich nur, wenn ich diese Dinge nicht ändern kann. Dumme Menschen beispielsweise wird es immer geben. Aber wenn mich etwas ärgert und ich kann etwas dagegen tun - dann versuche ich es. Nur rumschimpfen ändert rein gar nichts, außer dass ich mich selbst damit schwäche.

 

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"
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
"

Reinhold Niebuhr


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Lifestyle thoughts

vom Türen Aufhalten, Feminismus und Shapewear

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... ich war kurz alleine, denn mein Freund holte mir einen Drink. Unwillkürlich lauschte ich dem Gespräch nebenan, oder eher, einem wütenden Monolog einer jungen Frau: „Dann bezeichnen sie sich als emanzipiert, wollen aber doch noch, dass Männer ihnen die Türen aufhalten und ihre schweren Taschen schleppen! Da müssen sie sich entscheiden, diese ganzen Feministinnen, was sie wollen! Man kann nicht alles haben!“.

Uff. Meine Augenbrauen rutschten zunehmend nach oben. Obwohl dieser Satz einerseits auf irgendeine Art und Weise logisch klang, spürte ich ganz genau, dass da was nicht stimmte. Der Satz klang nicht wie eine konstruktive Kritik, sondern hatte einen spöttischen und feindlichen Unterton und war eher in der Sparte „Feministinnen-Bashing“ anzusiedeln. Das stimmte mich traurig. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass viele Männer beim Wort „Feminismus“ gerne sofort an „diese hysterischen Zicken, die wegen Allem einen Aufstand machen“ denken, stimmen einige Frauen auch noch in diesen Chor ein, obwohl sie Feministinnen so unendlich viel verdanken!

Wie wäre es, wenn wir nicht irgendwelche Meinungen übernehmen und irgendwelche Dinge nachsprechen, ohne uns selbst mit der Sache beschäftigt zu haben? Wäre die Welt dann nicht ein viel angenehmeres Plätzchen für alle?

Um sich eigenständig eine Meinung machen zu können, ist es notwendig, Fragen zu stellen und sich mit Fakten zu beschäftigen.

Was ist „emanzipiert“ und was ist dieser „Feminismus“? Woher kommt es, dass die Männer Frauen Türen aufhalten und ihnen schwere Taschen abnehmen? Und: kann ich den sogenannten „Bonus“ des Frau-Seins nutzen und gleichzeitig Feministin sein? 

 

 

„Dann bezeichnen sie sich als emanzipiert, wollen aber doch noch, dass Männer ihnen die Türen aufhalten und ihre schweren Taschen schleppen! Da müssen sie sich entscheiden, diese ganzen Feministinnen, was sie wollen! Man kann nicht alles haben!“.


Fe|mi|nis|mus, der: 

Oberbegriff für gesellschaftliche, politische und akademische Strömungen und soziale Bewegungen, die, basierend auf kritischen Analysen von Geschlechterordnungen, für Gleichberechtigung, Menschenwürde und Selbstbestimmung aller Menschen jeglichen Geschlechts sowie gegen Sexismus eintreten und diese Ziele durch entsprechende Maßnahmen umzusetzen versuchen.


Um zu verstehen, warum Feminismus kein sinnentleerter Trend, sondern nach wie vor wirklich wichtig ist, müssen wir die rosa-rote Brille kurz abnehmen und den Tatsachen ins Auge schauen. Seit Anbeginn der Welt gibt es unglaublich viele krasse Missstände bei der Umgehensweise mit Frauen. In den meisten Ländern dieser Welt ist die Frau selbst schuld, wenn sie vergewaltigt wird und darf selbst dann nicht abtreiben. Innerhalb der Ehe gibt es auch heutzutage in vielen Ländern laut Gesetz sowieso keine Vergewaltigung. In einigen Ländern darf eine Frau ohne die Erlaubnis des Mannes weder arbeiten, noch Auto fahren. Täglich sterben unglaublich viele Frauen an der häuslichen Gewalt, weltweit, einsam und von niemandem als Opfer ernstgenommen. In einigen Ländern sind allein männliche Nachkommen was wert, weibliche Föten werden abgetrieben (da ist Abtreibung dann plötzlich wieder ok…). Man könnte das noch ewig weiterführen, aber ich denke, es müsste jetzt klarer sein, was ich meine.

Wenn man sich mit diesen wenigen Fakten auseinandersetzt, bekommt der Begriff „Feminismus“ wieder die Bedeutung abseits vom Trend, zu dem er geworden ist. Natürlich hat es auch Vorteile, dass Feminismus im Trend ist. Dadurch wird er nämlich salonfähig und dringt nach und nach ins Bewusstsein der Gesellschaft. Andererseits verweichlicht der Trend den Kern des Feminismus und führt somit oft nicht zur nötigen Auswirkung desjenigen, nämlich, nicht nur auf Missstände hinzuweisen, sondern sie auch zu bekämpfen, für eine Veränderung einzustehen. Mit anderen Worten, es ist zwar schön, wenn jemand sagt „Ich bin Feminist/in“, aber das reicht nicht.

Was können wir tun? Da viele von uns politisch leider nicht engagiert sind, bleiben aufklärende Gespräche mit unseren Mitmenschen und Zivilcourage. Soviel zum Feminismus. Jetzt schauen wir uns an, was es damit auf sich hat, dass Männer Frauen Türen aufhalten und ihnen Taschen abnehmen, und ob sich diese Dinge widersprechen.

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Warum hält man der Frau die Tür auf? Weil es „sich so gehört“?

Der Frau die Tür aufzuhalten, gehört wohl noch zu den alteingesessenen gesellschaftlichen Respekt- und Höflichkeits-Konventionen. Ursprünglich ist es wohl so entstanden, dass die Frauen bei Hof (daher übrigens das Wort „Höflichkeit“ – eine Gepflogenheit bei Hof!) so umfangreiche und steife Röcke trugen, dass sie selbst gar nicht mehr die Türklinke greifen konnten. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass sich dieses Problem in unserer Zeit wohl erübrigt haben sollte. Was sich dagegen kaum geändert hat, ist die Tatsache, dass Frauen, die nicht explizit viel Sport treiben, physisch gesehen schwächer sind als Männer, und bei besonders schweren Türen dankbar sind, wenn ihnen jemand hilft.

Allerdings betrifft das heute nicht mehr nur Frauen. Die allgemeine Höflichkeitsregel sollte eher sein, dass der/die Stärkere/Jüngere/Fittere dem/der schwächeren/Älteren/Kranken hilft. Und zwar  nicht nur mit Türen aufmachen, sondern auch bei schwerem Tragen und dergleichen.

Und jetzt zur ursprünglichen Aussage zurück: Warum sollte ich als Frau, wenn ich es in Anspruch nehme, dass mir jemand hilft, als Konsequenz meine Rechte abgeben oder mich als dem männlichen Geschlecht untergeordnet verstehen? Oder mal umgedreht und überspitzt dargestellt: wenn ich einem alten Mann meinen Platz anbiete, darf ich dann ihm und seinen ganzen Geschlechtsgenossen beispielsweise sein Wahlrecht absprechen? Was hat denn das eine bitte mit dem anderen zu tun?

Eben – gar nichts! Aber warum hat die junge Dame dann überhaupt diese zwei verschiedene Aspekte unseres Zusammenlebens in einem Atemzug nennen können?

Ganz einfach. Antiquierte Vorstellungen von Höflichkeit (ein Mann hat der Frau die Tür aufzuhalten, umgekehrt darf er das von ihr nicht erwarten!) passen natürlich zu antiquierten Geschlechterrollen und schließen Feminismus damit aus. Löse dein starres Bild von Höflichkeit auf, und schon gibt es gar keinen Widerspruch mehr zwischen sich als Frau die Tür aufhalten lassen und dennoch gleichberechtigt zu leben. Höflichkeit darf nicht sexistisch (=aufgrund von Geschlecht) stattfinden, selbst wenn sie „gut gemeint ist“, denn Sexismus ist die Bedingung der potenziellen Unterdrückung. Beispiel: „Ich muss ihr die Tür aufhalten, weil sie eine Frau ist“ ist nur die andere Seite der Medaille und unterliegt der gleichen Logik, wie „Sie muss lange Haare haben und Kinder bekommen, weil sie eine Frau ist“ oder „Sie kann nicht als führende Persönlichkeit ernstgenommen werden, weil sie eine Frau ist“.

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Damals

Apropos umfangreiche Röcke und Kleider. Sowohl Frauen als auch Männer hatten früher modisch gesehen so einiges zu er-tragen. Das Schlimmste, was die Frauen von früher am Leib hatten, sind meines Erachtens Korsette/Mieder. Dabei meine ich nicht mal die modernen, die immer noch ziemlich beengend sind, sondern die ganz alten aus dem 17. Jh.

Der Vorläufer des Korsetts war übrigens geschlechterübergreifend, denn im 15. Jh., als es damit losging, haben sich auch die Männer die Taille geschnürt. Nach einer „Pause“ haben Männer im 18. Jh. auch wieder Korsetts getragen, allerdings wurden den Frauen auch die Brust und die Rippen abgeschnürt, nicht nur die Taille.

Erst Anfang der 20. Jh. kamen die Dinger aus der Mode, nicht nur wegen der aufkeimenden Frauenbewegung, sondern auch wegen stark wachsender Berufstätigkeit von Frauen, als die Männer im 1. Weltkrieg an die Front mussten.

Und heute?

Obwohl man erschreckenderweise ab und an wieder Korsetts sieht und die Frauen auch darüber berichten, dass sie in den Dingern halb ohnmächtig wurden, weil sie keine Luft mehr bekamen, wollen sich die meisten heutzutage frei fühlen. Kleidung allgemein wird immer bequemer, auch die Turnschuhe haben (gottseidank!) Einzug in die Modewelt gehalten. Wenn wir unseren Körper leicht stützen und formen wollen, greifen wir heutzutage zu Shaping Unterwäsche (formende Unterwäsche). Sie ist elastisch und dennoch stützend, soll uns aber in keiner Weise einschränken und fördert sogar die Durchblutung (den Effekt kennt man von Stützstrümpfen).

 

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Ein Onlineshop namens shape me ist ein kleines Start Up aus München, meiner „alten Heimat“. Die Gründerin gewann mit ihrer Idee eine Start-Up Sendung, denn bis dahin gab es in Deutschland keinen Onlineshop, der sich so allumfassend auf das Thema „Shapewear“ spezialisiert hätte.

Shape me bietet eine tolle Auswahl an formender Unterwäsche: unter anderem sind dort Marken wie ITEM m6, SPANX und Wonderbra zu finden. Dort gibt es Produkte für alle Körperbereiche und Lebenssituationen! Zum Beispiel: T-Shirts für geraden Rücken! Armshaper (wow, was es nicht alles gibt!)! Formende Kleider und Röcke und natürlich alle Arten von klassischen Stützstrumpfhosen, rückenfreien BHs und vieles mehr.

Besonderer Service: man kann bei shape me anrufen und sich persönlich am Telefon beraten lassen!

Und was ich wirklich feministisch im Sinne der Gleichberechtigung finde: Bei shape me gibt es auch Shapewear für Männer <3

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Hinter der Marke ITEM m6 steht medi. Das familiengeführte Unternehmen aus Bayreuth wurde 1951 gegründet, und fing als ein Teil der Gesundheitsbranche mit Kompressionsware an. Im Laufe der Zeit kam Shapewear dazu, wurde immer weiterentwickelt und hat somit an Bequemlichkeit gewonnen, ohne an der stützenden Funktion einzubüßen.

Fun fact:  die dünnste Kompressionsstrumpfhose der Welt stammt aus dem Haus ITEM m6!  Die Marke sagt: „Die eingestrickte Kompression in Shape- und Legwear regt die Blutzirkulation an und versorgt den Körper besser mit wichtigen Nährstoffen. So fühlen sich beispielsweise die Beine auch nach langem Sitzen viel fitter und leichter an“.

Mein Fazit

 

Ich habe ein paar Produkte testen dürfen, und meine beiden Favoriten, die öfter zum Einsatz kommen werden, sind der ITEM m6 Shape Mesh Body (den ihr auf den Bildern sehen könnt) und der Wonderbra Ultimate Backless BH. Der Body passt perfekt unter enganliegende Kleider, so dass man sorgenfrei bei geliebten Spaghetti reinhauen kann und danach trotzdem nicht den Bauch einziehen muss (nein, ich finde nicht, dass man das muss – aber ich persönlich fühle mich komfortabler, wenn ich etwas gestützt werde :)) und der BH wird vor allem im Sommer zum Einsatz kommen, denn auch hier: ich finde es toll, wenn Frauen keinen BH tragen, fühle mich selber aber wohler mit.

In diesem Sinne: macht, was euch gut tut, und verurteilt niemanden, der es genauso handhabt!

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*in freundlicher Kooperation mit Shape me 

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Lifestyle thoughts Zuhause

Über Komfortzonen und deren Enden

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„Für manche endet die Komfortzone schon, wenn sie ein buntes Kleidungsstück anziehen – weil sie sonst immer nur schwarz tragen“, sagte sie.

„Für andere, wenn sie zum ersten Mal alleine verreisen. Wiederum andere verlassen ihre Komfortzone erst,  wenn sie ihr Leben komplett auf den Kopf stellen und alles neu starten. Sowas ist sehr individuell“.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Leben dir keine längere Ruhepause gönnt und deine vermeintliche Sicherheit schon wieder beginnt, dir um die Ohren zu fliegen, dann kann es sein, dass du deine Komfortzone verlassen musst, weil dein Leben meint, sie ist zu gemütlich geworden. Dann denkt man erst „OH NEEE!“, dann „Warum schon wieder ich?“, dann „Ich will doch einfach nur, dass alles bleibt wie es ist“, dicht gefolgt von „Lasst mich einfach alle in Ruhe!“ und heult eine Runde (oder auch zwei). Wenn man Glück und Unterstützung von Freunden hat und auch noch den nötigen Charakter mitbringt, kann daraufhin aber auch ein „Ok, das wird schon. Dann muss sich jetzt eben alles ändern, obwohl das so nicht vorgesehen war. Vielleicht will mein Leben, dass ich (mal wieder) loslassen lerne. Und wer weiß, vielleicht wird es danach sogar noch besser, als jetzt…“.

Es fühlt sich an, wie ein Gang zum Zahnarzt, zumindest wenn man keine akuten Beschwerden hat. Es ist einfach nur unangenehm, man will es verschieben oder am liebsten ganz ausfallen lassen, und dennoch  fühlt man sich danach gut, denn – man hat es geschafft.

Mein größter Umbruch der letzten Jahre – mein Umzug nach Berlin –  liegt erst eineinhalb Jahre zurück, und nun befinde mich schon wieder in so einer Umbruchsphase und muss meine sehr lieb gewonnene neue Komfortzone verlassen. Das ist umso schwieriger, weil diese erst eineinhalb Jahre junge Komfortzone noch nicht mal die dünnste Staubschicht ansetzen,  geschweige denn mich so anzuöden oder anzustrengen konnte, dass ich sie freiwillig und gerne aufgeben würde. Meine letzten Jahre in München waren zwar auch eine Komfortzone, aber eine, die sich eher wie eine enge und verstaubte Gefängniszelle anfühlte. Und selbst so eine Zelle aufzubrechen war schwierig für mich, weil ein lieber Mensch noch nicht so weit war,  mit mir mitzugehen, und abgesehen davon hatte ich auch einfach Angst vor der großen Veränderung. Wenn es selbst dann so schwer ist, eine wirklich einengende Komfortzone zu verlassen, was soll man dann erst sagen, wenn man seine Komfortzone vom Herzen liebt?

Lange Rede, kurzer Sinn – ich muss bis spätestens 1.1.2020 eine neue Wohnung gefunden haben. Ich, die gesagt hat „Hier bleibe ich sicher für die nächsten 10 Jahre – zumindest, wenn es nach mir geht“. Ich liebe die hohen Decken, mein riesiges saal-artiges Zimmer, den Dielenboden, die Lage, aus der in 5 bis 10 Gehminuten einfach ALLES erreichbar ist, ich liebe das Gefühl der Freiheit, was mich jedesmal überkommt, wenn ich die Eingangstür aufschliesse, weil diese Wohnung mehr ist, als einfach nur eine schöne Altbauwohnung (obwohl es auch schon schön genug wäre!) – sie ist das Symbol des Neuanfangs, sie ist ein Beweis dafür, dass Wunder tatsächlich noch möglich sind, sie ist die Erinnerung daran, wie hart es war, den Umzug auf die Beine zu stellen und alle Probleme, die mit unglaublicher Sturheit aus dem Boden sprossen, zu überwinden, und sie ist Zeugin davon, wie ich vor Freude schrie und sprang, als ich mit all meinem Hab und Gut und mit Peter, der das alles im Sprinter nach Berlin fuhr, zum ersten Mal in sie eintrat und mein Zimmer sah, das groß, lichtüberflutet, luftig und komplett leer darauf wartete, dass ich es mit meinem langersehnten neuen Leben fülle.

 

 


Die Komfortzone zu verlassen fühlt sich an, wie ein Gang zum Zahnarzt – unangenehm und überflüssig. Aber danach denkt man – „Ich habe es geschafft!“


 

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Ist es immer eine gute Idee, seine Komfortzone zu verlassen?

Beginnt das Leben wirklich erst am Ende der Komfortzone?

 


 

Niemand muss seine Komfortzone verlassen, nur weil die Gesellschaft es einem suggeriert! Komfortzonen sind nämlich sehr wichtig für unsere psychische Stabilität. Wenn du mit allem zufrieden bist, dann lass es so! Aber sei ehrlich zu dir selbst und unterscheide zwischen echter Zufriedenheit und Verdrängung. Wenn du in Wirklichkeit gar nicht zufrieden bist, sondern es dir nur einredest, um nichts ändern und riskieren zu müssen, dann ist es vielleicht an der Zeit, loszulassen und Vertrauen zu üben.

Ja, die Grenzen der Komfortzonen sind individuell.  Meine sind zwar eher weit gesteckt, dennoch gibt es sie, und sie werden mit fortschreitendem Alter nicht weniger. Eigentlich interessant – wenn man älter ist, hat man ja schon viel mehr erlebt und sollte die Angst vor Neuem etwas verloren haben, aber meist ist genau das Gegenteil der Fall. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das sich auch noch einbildet, dass wenn man nichts ändert, alles SICHER bleibt. Was natürlich ein Trugschluss ist.

Dennoch hat das Herauswagen aus Komfortzonen einen entscheidenen Vorteil: man erlebt Dinge, die man sonst nie erleben würde, man lernt und entwickelt sich mit einer ganz anderen Geschwindigkeit und Tiefe, als in seinem Alltagstrott und geht gestärkt aus dem Ganzen empor. Und manchmal auch geschwächt. Denn manchmal laufen Dinge auch schief. Dennoch ist es auch eine Einstellungssache. Wenn ich bereit bin, aus problematischen Situationen zu lernen, dann ist das Geschwächt-Sein nach dem Scheitern nur vorübergehend. Und ja, niemand hat gesagt, dass das Leben ein Spaziergang sein würde.

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Ich lief die Rosenthaler Strasse entlang, die herbstliche Sonne schien mild und etwas blass auf Berlin herab, ich blieb kurz stehen, um die Stäbchen auseinanderzubrechen, und als ich den ersten Biss von dem japanischen Krautsalat mit scharfem Sesam nahm, überströmte es mich plötzlich:

ich bin immer noch so glücklich, hier zu sein. Alles wird gut.

Berlin, Oktober 2019


Diesen Beitrag schrieb ich vor mittlerweile über zwei Monaten.

Und zögerte, ihn zu veröffentlichen, denn die Dinge hatten sich kurz nach dem Niederschreiben schon wieder verändert. Es kam eine neue Option dazu, die dem Ganzen eine 50-50 Chance beschert hat. Ich hätte nicht nur eine Chance, in der Wohnung zu bleiben, sondern es würde gleichzeitig den Zusammenzug mit meinem Liebsten bedeuten. Fünf Wochen lang, die uns wie eine Ewigkeit vorkamen, zitterte ich und wartete jeden Tag auf den entscheidenden Anruf.

Er kam am Donnerstag. Martin darf im März zu mir ziehen. Es war wohl noch nicht an der Zeit, diese Komfortzone zu verlassen. Aber die Gedanken darüber haben meinen Alltag wochenlang geprägt und mich gleich mit. Und vielleicht war genau das der Sinn.

 

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Kreatives

Blogger Tipps: Shootings | Planung, Durchführung, Gestaltung

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Ich werde ab und zu auf Instagram nach Tipps gefragt, so auch diesmal – und zwar nach Tipps, wie man „richtige“ Blogger-Shootings macht.

Man kann nämlich auch ohne super viel Equipment sehr gute Ergebnisse erzielen (welches Equipment ich benutze, habe ich euch HIER ausführlich vorgestellt).

In diesem Post erzähle ich euch:

Y wie ich auf meine Ideen komme,

Y wie ich meine Shootings plane,

Y was ich dafür brauche,

Y wie man am besten posiert und

Y aus welchem Winkel man fotografiert werden soll, um möglichst vorteilhaft auszusehen

Y welche Kamera-Einstellungen ich für meine Bilder benutze und warum

 


 

 

1.

Ideen sammeln

In den meisten Fällen ist es eine Art klassischer Moodboards, die mir bei der Ideenfindung helfen. Mit anderen Worten: ich halte immer Ausschau nach Bildern, die mir gefallen und die mich inspirieren, sammle und analysiere sie und versuche, daran angelehnt, etwas eigenes daraus zu entwickeln. Welche Farben, welches Licht oder Perspektive und welche Art Location wurden verwendet? Wirkt das Bild eher zufällig oder eher inszeniert? Steht dabei das Outfit im Fokus oder wird mit dem Bild eher eine Geschichte erzählt?

Stellt euch diese Fragen, wenn ihr das Bild seht, welches euch gefällt, das ist eine gute Übung für eigene Ideen.

Manchmal brauche ich aber auch  nur eine Vorgabe eines Kooperationspartners, seine Philosophie oder aber die Location oder ein Accessoire zu sehen, und das Bild, das entstehen soll, erscheint schon von alleine vor meinem inneren Auge. Ich denke, dafür sind persönliche Assoziationsketten verantwortlich. Zum Beispiel bei diesem Bild: die visuelle Welt von Dental Delight ist sehr verspielt, man soll die Zahnpasta nicht mit langweiligem Zähneputzen assoziieren und außerdem gibt es exotische Geschmacksrichtungen. Als ich das hörte, stellte ich mir sofort vor, ich schwimme im Waschbecken, weil mich diese exotischen Geschmacksrichtungen gedanklich in den Urlaub katapultieren, obwohl ich in Wirklichkeit im heimischen Badezimmer stehe und mir „nur“ die Zähne putze.


Noch ein Beispiel ist folgendes Bild: es entstand einen Tag, nachdem Martin und ich uns gestritten haben.

Wir haben uns zwar noch am gleichen Abend versöhnt, aber ich hatte die Idee:

auf dem Bild für L´Osteria streiten wir uns wieder – und zwar, um die Pizza, und nehmen uns dabei ganz nebenbei auf die Schippe :D

Auf diese Weise kann man sich auch vom eigenen Alltag inspirieren lassen.


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2.

Shooting planen

Location scouting

die Locations sammle ich stets und unentwegt, ich recherchiere auf Instagram (dazu benutze ich Hashtags oder Ort Tags) und halte auch einfach immer die Augen offen, selbst wenn ich ganz privat unterwegs bin.

Wenn ich etwas sehe, was ich mir cool auf einem Bild vorstellen könnte, schiesse ich davon ein Bild mit meinem Iphone, gehe dann sofort zu Google Maps und mache ein Screenshot, damit ich später weiss, wo genau sich diese Location befand.

Bei der Wahl der Location achte ich darauf, dass sie zwar farblich zum angedachten Outfit passt, aber sich trotzdem davon abhebt, heisst: ist die Location sehr unruhig, nehme ich einen einfarbigen Look dazu. Ist die Location weitläufig und wirkt ruhig, ziehe ich gerne etwas gemustertes dazu an.

Licht

Das Wichtigste für ein schönes Bild ist das Licht. Und gleichzeitig ist es auch das Unberechenbarste – leider! Man brauchst schon etwas Glück, damit genau an der geplanten Location dann auch das Licht stimmt, auch wenn man vorher die Situation per Wetter-App überprüft hat. Grundsätzlich gilt: im Winter ist es mittags am hellsten, dagegen ist im Sommer die Mittagszeit zum fotografieren ungeeignet. Wenn die Sonne ganz senkrecht steht, werde die beleuchteten Stellen sehr hell, fast weiss, und die schattigen Stellen dagegen zu dunkel.

Als Faustregel (natürlich kann man die Regel auch brechen und rumexperimentieren) zum Fotografieren kann man sich merken: als Fotograf stellt man sich meist mit dem Rücken zur Sonne. Dann hat das fotografierte Objekt seinen eigenen Schatten hinter sich und ist somit perfekt ausgeleuchtet. Steht der Fotograf dagegen mit dem Gesicht zur Sonne, nennt man das „Gegenlicht“. Das kann auch super schöne Effekte und Stimmungen erzeugen, allerdings muss da die Sonne schon ziemlich tief stehen. Ich sage mal, eine-zwei Stunden vor Sonnenuntergang klappt es am besten – probiert es einfach aus!

3.

richtig posieren

Posieren im Stehen

Hier kommt es darauf an, wie du rüberkommen willst und welches Outfit du anhast. Willst du schmaler wirken, stell dich nicht ganz frontal zur Kamera hin, sondern etwas schräg (drei Viertel) und strecke das vordere Bein (das ist die Lieblingspose von Victoria Beckham zum Beispiel).  Wenn du ein weites Kleid anhast, stell dich lieber nicht breitbeinig hin, das sieht eher seltsam aus. Mit einem weiten Kleid kann man dafür sehr gut spielen, sich drehen oder es fliegen lassen. Wenn du aber eine schmale Hose trägst, kann aber eine breitbeinige Pose sehr cool aussehen.

Posieren im Sitzen

Besonders anspruchsvoll finde ich posieren im Sitzen, da hilft es, ein paar Probebilder mit verschiedenen Sitzvarianten auszuprobieren und danach das auszusuchen, was einem am, besten gefällt und sich diese Pose zu merken. Grundsätzlich gilt: im Sitzen musst du besonders auf die Körperspannung achten, also den Oberkörper, Beine und auch die Fußspitzen strecken (Gesicht dabei entspannen!). Wenn ich die Beine übereinander schlage, dann lasse ich grundsätzlich das Bein, das näher zur Kamera ist, unter dem anderen. So sieht man schlanker aus.

Posieren in Bewegung

Ich persönlich liebe bewegte Bilder, die wie Schnappschüsse aussehen. Wenn du mit dem Handy fotografierst, kannst du auf dem Iphone einfach lange auf dem Auslöser bleiben, dann hast du eine Serienaufnahme, aus der du das natürlichste und effektvollste Bild aussuchen kannst.


Höchstwahrscheinlich wird das Bild nicht so mega interessant, wenn man einfach in der Gegend rumsteht.

Ein häufiges Problem ist: was tue ich mit meinen Armen? Wohin damit?


 

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Interagieren mit der Location / Requisiten / mit dem Outfit spielen

 

Wenn man nicht weiss, wohin mit seinen Armen, kann man sich Requisiten besorgen (Blumen / Kaffee / Buch / Luftballons / Sonnenbrille / Essen etc), mit denen man spielen kann, oder aber mit der Location interagiert. Zum Beispiel, wenn ein Geländer oder eine Laterne da sind – kann man sich anlehnen. Wenn eine Treppe da ist, kann man sie runter- oder rauflaufen, sich darauf setzen oder auch mit Perspektiven spielen (von oben / von unten fotografieren).

Auch die Interaktion mit dem eigenen Outfit kann man meist gut einsetzen, um ein Bild lebendiger und ungezwungener zu gestalten. Sich an der Hutkante fassen, Hände in die Hosentaschen tun, einen weiten Rock/Kleid kann man fliegen lassen oder sich darin drehen etc. Auf dem Beispielbild hier habe ich den Hut abgenommen und ins Bild geworfen. Das hat schon ein paar Versuche gebraucht, muss ich gestehen, aber es hat sich gelohnt! :D

4.

Perspektive wählen

 

Eine weitere Faustregel: bei Ganzkörperbildern  sieht man von unten fotografiert immer größer aus, als von oben oder von der gleichen Ebene fotografiert. Das heisst: der Fotograf muss knien :D Oder sich manchmal sogar auf den Boden legen.

Bei Portraits finde ich es persönlich gut, wenn sie aus der gleichen Höhe aufgenommen werden.

Manchmal plane ich ein Bild ein, was nach dem Shooting gedreht werden muss, damit es Sinn ergibt oder witzig aussieht. Aber probiert es auch mal aus, ganz „normale“ Bilder nachträglich zu drehen, so dass ein ungewöhnlicher Blickwinkel entsteht. Es kann coole Effekte geben!

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5.

Kamera Einstellungen wählen

Manuell fotografieren

Wenn du mit einer Spiegelreflexkamera oder gar einer Vollformat Kamera fotografierst, kannst du die Einstellungen auch manuell vornehmen – auf diese Weise kannst du nämlich das Bild viel aktiver mitgestalten, als mit dem Automatik-Modus.

Ich persönlich habe folgende Präferenzen:

ISO immer so niedrig wie möglich (höher als 400 mag ich nicht so gerne einstellen, weil die Bilder dann anfangen zu rauschen). Die Belichtungszeit dagegen so kurz wie möglich (am liebsten 1000/sek), und zwar, weil ich dynamische Bilder liebe, die in Bewegung entstehen. Und je kürzer die Belichtungszeit ist, desto schärfer wird das Bild, obwohl das Objekt sich bewegt, weil der Moment, den man einfriert, kürzer wird. Für Sportaufnahmen nimmt man auch eine möglichst kurze Belichtungszeit.

Blende dagegen habe ich gerne so offen wie möglich (meist 2.2),  denn das bringt den Effekt, dass der Hintergrund verschwimmt, und ich finde Bilder mit unscharfem Hintergrund (Fachsprache „geringe Tiefenschärfe“) besonders stimmungsvoll und nicht so unruhig. Wie weit die Blende aufgeht, ist aber natürlich auch vom Objektiv abhängig. Wenn auf einem Objektiv z. B. 3.5 steht, geht die Blende nicht weiter, als 3.5 auf. Ich habe zwei 1.8 Objektive und nehme, wie gesagt, meist Blende 2.0 oder 2.2. (man soll sie nicht vollständig auf 1.8 aufmachen, weil dann noch mehr Fläche im Bild unscharf wird, als eh schon).

 


 

Haben euch ein paar Tipps geholfen?

Lasst es mich wissen, wenn noch Fragen offen sind oder auch, wenn ihr etwas von den Tipps ausprobiert und angewendet habt!