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Life Update: von Hochsensibilität und der Reise ins Ich-Land

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Ich sitze, wie gefühlt die ganze Zeit, seit der Winter vorbei war, auf dem Balkon

und kann von außen mein gemütliches Zimmer durch das Bokeh der schmutzigen Fensterscheiben sehen. Durch die veränderte Perspektive sieht es irgendwie geheimnisvoll aus, ungefähr so, wie wenn man in der Dämmerung nach Hause eilt und im Vorbeigehen zufällig in ein beleuchtetes Fenster im Parterre blickt: für einen Moment eröffnet sich der Zauber eines fremden Lebens vor einem, für einen Augenblick sieht man ungewohnte Farben in einer andersartigen Beleuchtung, unbekannte Bücherstapel und seltsame Möbel, Schatten huschen die Wände und Decken entlang, man meint schon fast, die fremden Gerüche riechen und gedämpfte Stimmen hören zu können.

 

So schau ich in mein eigenes Zimmer kurz mit den Augen eines Passanten rein,

als würde ich in ein fremdes Leben spähen, dabei ist es ja mein eigenes! So fügt sich alles wieder und ich fange an, die Details zu betrachten. Das alte schwarze Wählscheiben-Telefon schaut aus der nussbaumhölzernen Kommode hervor, die Grünpflanzen thronen in ihren Ton- oder Rattanübertöpfen – die riesenhafte majestätische Strelizia, die Glücksfeder mit ihren saftigen und poliert glänzenden Blättern, die chaotisch wuchernde Monstera in der hintersten Ecke auf der Kommode und die lebensfrohe Glückskastanie (ist es ein Zufall, dass ist zwei Pflanzen mit „Glück“ in ihren Namen besitze?).

 

Ja, das Glück!

Eine Welle des Glücks und der Dankbarkeit für mein Leben steigt auf und reißt mich mit – und mit ihr kommt auch ihr Schatten: das Gefühl, dass etwas fehlt. Weiß ich im tiefsten Inneren, was es ist? Ist es denn überhaupt real? Weist die wage, versteckte Ahnung tatsächlich auf eine Leere hin oder ist sie nur eine Einbildung, eine Projektion? Und wenn sie real ist: würde diese vermeintliche Leere gefüllt werden, würde sich nicht woanders eine neue auftun? Man sagt, dass man das Glück oder die Zufriedenheit nur in sich selbst finden kann. Dann muss es ja eine Illusion sein, dass etwas von Außen eine Leere füllen oder eine Sehnsucht stillen kann. Andererseits gibt es Bedürfnisse, die für die menschliche Seele genauso überlebensnotwendig sind, wie Nahrung für den Körper. Und Nahrung kommt nunmal von außen!

„Wärst du lieber ein Stein, der nichts empfindet?“  – 

„Warum nicht? Wenn ich nichts empfinden würde, wäre mir ja auch egal, dass ich nichts empfinde“…

Ach was, ich habe doch alles, was ich brauche!

Mir selbst geht es wunderbar und meine Liebsten sind wohlauf und jederzeit erreichbar, das ist doch das Allerwichtigste und ich weiß es wirklich, wirklich zutiefst zu schätzen! Mir ist es selbst total unverständlich, wie es sein kann, dass das nicht ein für allemal ausreicht, um glücklich zu sein und zu bleiben. Ich habe nur eine Erklärung, und ich weiß nicht, ob sie nicht dürftig ist: vielleicht bin ich ja doch mehr Künstlerin, als es mir lieb wäre – denn obwohl ich selbst in einer Künstler-Familie aufwuchs, mochte ich dieses Wort noch nie sonderlich, für mich klang da oft was überheblich-Elitäres mit. Seit meinem zwanzigsten Lebensjahr versuchte ich verzweifelt,  mich in der sogenannten „Normalität“ zu verstecken und endlich mal dazuzugehören, ohne aufzufallen. Dabei war ich aus heutiger Sicht dieser vermeintlichen „Normalität“ damals gar nicht so sehr ausgesetzt, wie mir das bisweilen vorkam, sondern bewegte mich überwiegend in meiner Blase aus Ähnlich-Gearteten. Anscheinend waren aber selbst diese wenigen Kontakte so aufrüttelnd anders für mich, dass ich mich selbst plötzlich mit anderen Augen sah, meine eigene Andersartigkeit als störend empfand und mir nichts sehnlicher gewünscht habe, als mich anpassen zu können.

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Das Außerordentliche, was solche Menschen leisten, setzt eine sehr zarte Organisation voraus, damit sie seltener Empfindungen fähig sein und die Stimme der Himmlischen vernehmen mögen. Nun ist eine solche Organisation im Konflikt mit der Welt und den Elementen leicht gestört und verletzt, und wer nicht, wie Voltaire, mit großer Sensibilität eine außerordentliche Zäheit verbindet, ist leicht einer fortgesetzten Kränklichkeit unterworfen.

Goethe

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Was hat es denn bloß mit diesen Künstlern auf sich?

Natürlich brauchen sie besonders feine Fühler, um Nahrung und Inhalt für ihre Kunst zu finden, die dann wiederum ihre relativ blanken Nerven legitimieren soll, aber was ist mit  einsamen Künstlern, oder denen, deren Kunst keiner sieht? Oder denen, die das Leben selbst als Kunst verstehen, und dafür weniger nach aussen hin „schaffen“? Wozu dann noch die besondere Feinfühligkeit, wenn sie ihren „künstlerischen Zweck“ nicht mehr erfüllt, was hat man dann noch davon, außer einer ständigen Fülle an Eindrücken, Bildern und damit verbundenen tiefen Gefühlen? Wohin kanalisiert man das alles?

Eine weise Frau und gute Freundin meinte einmal zu mir „Wärst du lieber ein Stein, der nichts empfindet?“ – und war etwas verblüfft, als ich lapidar meinte „Ja, warum nicht? Wenn ich nichts empfinden würde, wäre mir ja auch egal, dass ich nichts empfinde. Es ist nur deswegen eine sonderbare Vorstellung, weil ich ja jetzt aus der menschlichen Sicht darüber nachdenke und so gesehen was zu verlieren hätte“. Daraufhin verblüffte sie wiederum mich – sie mit ihren siebzig Jahren, auch eine Künstlerin, aber zusätzlich von Depressionen und anderen Krankheiten gebeutelt, einsam und mittellos: „Also ich wäre auf keinen Fall gerne ein Stein. Das Leben ist was Wundervolles!“

Also muss ich lernen (erneut lernen!), mich mit meinen Irrungen und Wirrungen anzunehmen,

mit meiner Fähigkeit, große Begeisterung, Dankbarkeit und intensives Glück, aber auch eine eventuell unstillbare Sehnsucht, Mit-Leid und einen Haufen anderer Emotionen zu empfinden und dabei nicht wirklich freiwillig einer stetigen (Selbst-)Reflexion ausgesetzt zu sein. Ich lernte ja schon längst, dass nicht ich im Übermaß empfinde und nachdenke, sondern viele andere Menschen zu wenig – weil sie sich viel besser abschirmen und ablenken können, und manchmal auch Meister im Verdrängen sind. Aber zu dieser meiner Fähigkeit zu stehen, besonders auch im Angesichts des Vorwurfs, man würde „zu viel“ denken und fühlen, ist ein Lernprozess, der eine Herausforderung bleibt.

Hochsensibilität ist ein umgangssprachlicher Begriff, mit dem das Temperamentsmerkmal höherer sensorischer Verarbeitungssensitivität bezeichnet wird.

Wikipedia

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O ja:

nach einem halben Jahr Unterbrechung war P. endlich wieder bei mir in Berlin zu Besuch! Besser gesagt, bei uns – denn das letzte Mal, als er hier war (nämlich im Februar), hat Martin hier noch gar nicht gewohnt! Ich liebe dieses Gefühl, wenn ich aufwache und weiß: mein bester Freund ist nicht 300 km entfernt, sondern direkt im Zimmer nebenan. Und ich liebe die gemütlichen Abende zusammen – wir alle saßen auf dem Balkon, kochten lecker, spielten Karten oder redeten uns so so viele Dinge vom Herzen…

Oje:

schade, dass die Gesellschaft sich rasend schnell spaltet und nicht merkt, wie gefährlich das ist. Es findet kaum noch ein Dialog statt, sondern ein Abstempeln/In-Schubladen-Stecken statt Argumentation, und Etikettierung statt Eingehen auf die vermeintlich falschen Aussagen („Er/sie ist bescheuert/dumm/Verschwörungstheoretiker“ statt „Er/sie sagt das und das und ich finde es aus dem und dem Grund nicht richtig). Wenn eine Gesellschaft keine kritischen Meinungen mehr zulässt, hört sie auf zu wachsen und wird leichter zum Spielball der Politik und der Interessensgruppen – das hat die Geschichte schon oft gezeigt…

Gedacht:

Was ist Stärke und was ist eigentlich Schwäche? Ist es stark, Missstände zu ignorieren? (Es gibt ja diesen Spruch: „es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu leben“). Ist es schwach, zu seinen negativen Gefühlen zu stehen?

new in:

ich habe lange nicht mehr geshoppt, aber mit dem Jahreswechsel kam auch wieder die Lust bzw der Bedarf an ein paar neuen Teilen. Zum Beispiel, wegen meinen chronischen Nackenschmerzen gönnte ich mir endlich einen Kamera-Rucksack! Auf jeden Fall ist mein Rücken jetzt schon eher entlastet – und ich kann sogar mein Stativ dran festmachen. Ansonsten sind drei Pullis und ein paar Hosen bei mir eingezogen, alles schön herbstlich, weich, kuschelig und trotzdem bequem ohne Ende! Apropos bequem: auch neue Sneaker brauche ich wieder – vor allem fehlen mir welche in schwarz.  Es fiel mir schwer, welche zu finden, denn ich wollte unbedingt so ein hippes Modell mit dicker Profilsohle, aber hier * gibt es eine echt große Auswahl und ich bin auch schon endlich fündig geworden!!

süchtig gewesen nach:

tatsächlich Kürbis – hätte ich nie gedacht! Habe früher weder den Geschmack noch die Konsistenz gemocht, aber nun esse ich ihn besonders oft in Kombination mit Kartoffeln etc als Ofengemüse und ich muss sagen – richtig gewürzt und lang genug gebacken gibt es kaum was besseres für den Kreislauf und auch für die Seele! Kann in der kalten Jahreszeit, die leider rasend schnell auf uns zukommt, nur noch von Ramen Suppen getoppt werden :)

 

 

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life update: von Äpfeln, der Schwäche und kleinen Sünden

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Die Instagram-Schwäche ist zurechtfrisiert und endet immer mit einem „aber“.

Damit verleugnet sie sich selbst. Wäre es nicht viel stärker von uns allen, den Problemen, die nunmal auch zum Leben dazugehören, offener gegenüber zu treten, sie auszuhalten und auszufühlen? Ihnen mit Reflexion, Intuition und Respekt zu begegnen, statt sie wegzuschieben und zu verdrängen, und einfach Vertrauen haben, dass man in den „schwachen“ Momenten nicht stecken bleiben wird?

 

 

Ein beliebtes Ritual und Bedürfnis von vielen im Herbst ist es, die Wohnung umzudekorieren. Man will es sich für die kommende kalte Jahreszeit umso gemütlicher machen.

Bei mir geht es gerade eher in eine ungemütliche Richtung. Der Herbst bringt viel Unbekanntes für mich. Nach meinem persönlichen Geschmack – ZU viel. Ich bin ja eigentlich jemand, der super gerne Neues erlebt und fast schon süchtig nach Abwechslung ist. Aber seit meinem Umzug nach Berlin wollte ich eigentlich nur eines – ankommen. Durchatmen.

Doch das Leben zwingt einen manchmal, seine Komfortzone zu verlassen. Deswegen ist mir momentan öfter nach mimimi, als nach yippieh yay. Und es ist nicht immer einfach, dazu zu stehen. In Zeiten von Social Media überlegt man sich zweimal, ob man echte Schwäche zeigt – denn die Instagram-Schwäche ist zurechtfrisiert und endet immer mit einem „aber“: „Mir geht es heute nicht ganz so gut, ABER dafür scheint die Sonne!“  –  „Ich bin krank geworden, ABER das ist nicht so schlimm“ – „Ich bin heute mega müde, ABER das Event wird bestimmt super“ und der Favorit: „Ich bin gerade in einer schweren Lebensphase, ABER ich werde daraus gestärkt hervorgehen“ (übrigens: diese „Instagram-Schwäche“, die in Wirklichkeit am liebsten alles verdrängen würde, gibt es auch im realen Leben!).

Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut dafür, positive Gegengewichte zu negativen Gefühlen zu schaffen und damit sich selbst, wie Münchhausen, an dem Zopf aus dem Sumpf herauszuziehen.

Manchmal.

Denn manchmal kommt es mir so vor, als sei dieses fast schon zwanghafte Streben nach Positivity das Gegenteil von dem, was es vorgibt zu sein – nämlich das Gegenteil von Stärke. Vor allem, wenn man sich nicht mal fünf Story-Sequenzen lang erlauben kann oder will, einfach nur traurig zu sein und negative Gefühle bis zum Ende zu fühlen, bevor man wieder durchatmet und zum Weitermachen bereit ist. Klingt erstmal widersprüchlich, aber für mich zeugt es von wahrer Stärke, wenn man vor Schwäche nicht davonrennt. Wenn man sich nicht vor unschönen Gefühlen versteckt, aus Angst, jemanden damit runterzuziehen oder peinlich zu berühren. Oder aber einfach, weil man es selbst nicht ertragen kann.

Wäre es nicht viel stärker von uns allen, den Problemen, die nunmal auch zum Leben dazugehören, offener gegenüber zu treten, sie auszuhalten und auszufühlen? Ohne „Aber“, sondern mit Selbst-Reflexion und Intuition als Wegweisern, damit man in den „schwachen“ Momenten nicht stecken bleibt?

Ich habe für mich entdeckt: wenn ich ein negatives Gefühl zeitlich beschränke, verdränge ich es weder, noch laufe ich Gefahr, dass es mich dauerhaft gefangen nimmt. Mit anderen Worten: ich gebe mich dem schlechten Gefühl oder Ärger hin, entscheide aber vorher, dass diese Hingabe nicht für immer sein wird. Zum Beispiel, wenn mir morgens etwas blödes passiert oder ich eine nicht so gute Nachricht bekomme, erlaube ich mir, den ganzen Tag davon beeinflusst zu sein. Mit dem Wissen, dass dieser Zustand morgen nicht mehr weitergeführt wird. (Natürlich ist ein Tag nur ein Beispiel, manche Dinge brauchen mehr oder auch weniger Zeit – das ist individuell! Hört auf euch und respektiert eure eigenen Gefühle! Behaltet dabei nur im Hinterkopf, dass ihr sie jetzt auslebt, um sie danach wieder gehen zu lassen).

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o ja:

Als ich in die Tram einstieg, hat es geregnet. Ich habe es nicht sofort geschafft, den Regenschirm zuzumachen, und verursachte einen kleinen Stau. Eine Frau murrte mich an: „Dann lassen Sie erst die anderen rein, bevor Sie Ihren Schirm zusammenklappen!“ Ich lächelte nur zurück, aber dennoch hat mich ihr Kommentar mehr getroffen, als ich es gerne hätte. Sie stellte sich neben den Fahrkartenautomaten hin und schaute immer mal wieder böse zu mir herüber.

Zwei Stationen später bremste die Tram plötzlich und die Frau fiel ein paar Leuten, die vor ihr Saßen, fast auf den Schoß. Zugegebenermaßen, war ich etwas schadenfroh und dachte, zufrieden grinsend: „Wie sagt man doch so schön? Kleine Sünden bestraft Gott gleich!“

oje:

wenn dein Gast mitten in der Nacht auf dem Boden liegend wach wird, weil die aufblasbare Matratze ein Loch bekommen hat, weisst du: das Motto der Woche lautet – es läuft nicht nach Plan.

gegessen:

Äpfel – frisch vom Baum! Was für ein Unterschied!

gefeiert:

einen Doppelgeburtstag von Münchner Peter und Berliner Peter! Dieser September-Tag scheint was besonderes zu sein! Es ist nicht nur offizieller Herbst-Anfang und eben ein Doppel-Peter-Geburtstag, sondern auch meine Mutter erblickte an diesem Tag das Licht der Welt. Witzig, nicht wahr?

Licht:

absolut einzigartig war es an diesem Tag, als die Bilder, die ihr hier seht, entstanden sind. Von einer Seite schien die Sonne, und von der anderen kam eine tiefschwarze Front auf uns zu, die das Gewitter mit sich brachte.

 

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Beobachtet

als ich eines späteren Abends von einem Job heim fuhr, fiel mir ein verwahrloster, schmutziger Obdachloser auf. Er stand, ohne die Augen abzuwenden, vor einem Bildschirm,  auf dem strahlend lächelnde junge und schöne Models  gerade die neue Trendfarbe – knallblau – für Hosen angepriesen hatten. Deutlicher hätte man diesen Welten-Clash kaum darstellen können…

Trick siebzehn

Gespräch mit I.: „Nächstes Jahr um diese Jahreszeit wird  dein Problem schon so lange zurück liegen, dass du dich mit einem Lächeln dran erinnern wirst“. Manchmal ist so ein gedanklicher Sprung in die Zukunft tatsächlich etwas tröstlich. Aber bitte kein „Die Zeit heilt alle Wunden“, das ist zu pauschal und zu vorgefertigt, um trösten zu können!!

geplant:

einem Menschen aus Jetzt mein Damals zu zeigen. Ende Oktober ist es soweit – sehr spannend, zwei so verschiedene Lebensabschnitte zusammenzuführen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Outfit details:

Apfelernte

Trenchcoat – New Look (old)

dress: NA-KD

shoes: Zara (old)

hat: Zara (old)

bag: The Kooples

Pferdekoppel

high waist denim: H&M (similar here by P&C)*

blazer: H&M Trend

hat: H&M

 

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Es gibt zwei unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit ihren Hauptsitzen in Düsseldorf und Hamburg. Dieser Artikel beruht auf einer Kooperation mit der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, deren Häuserstandorte ihr unter www.peek-cloppenburg.de findet

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Life is what happens while you are busy making other plans

John Lennon


 

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Outfit

life: Spätsommer update

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SOMMER IST,

wenn man um Viertel nach 6 trotz noch kühler Luft schon spürt, wie die Sonne glüht. Wenn man ein Sonnenbrand-Opfer sieht und an dem frischen Sonnenabdruck gleich weiss, welche Art von Top es gestern anhatte.

Sommer ist, wenn man nachts rausgeht und die Vorsicht einer leichten Jacke sich als unnötig rausstellt, weil die Luft immer noch lauwarm ist, obwohl es schon seit Stunden dunkel ist.

Sommer ist, wenn tagsüber Tomatensalat und als Nachtisch eine kalte Wassermelone das Beste sind. Und wenn es zu warm zum Kuscheln und zum Tanzen ist. Sommer ist hell und leicht und dennoch ist es die Zeit, wo alles reift.

 


VIEL

Die letzte Woche war geprägt von VIEL: vielen Wiedersehen, vielen Abschieden und erneuten Wiedersehen, vom vielen Laufen durch Berlin, von vielen Gesprächen und viel leckerem Essen. Und immer, wenn VIEL ist, kommt danach eine Phase, wo wenig ist.  In der "Viel"-Phase wünscht man sich sehnlichst, dass der Tag 48 Stunden hätte, und in der Phase danach, wenn die Anspannung fällt und alle Aufgaben erledigt sind, können auch 24 Stunden sich ewig ziehen.  Manchmal habe ich in solchen Momenten das Gefühl, dass nach den vielen Eindrücken und dem ganzen Adrenalin die Seele das Futter, an das sie sich schon gewöhnt hat, nicht mehr bekommt und deswegen hungert. Denn eigentlich bin ich jemand, der immer mal wieder alleine sein muss, um runterzukommen und abzuschalten, aber der es grundsätzlich liebt und sich davon nährt, unter Menschen zu sein. Unter Menschen, die mir was geben, mit denen ein echter Austausch möglich ist, und das Wichtigste: die es wirklich, wirklich, wirklich gut mit mir meinen.

Und ich habe das Glück, diese Menschen in meinem Leben zu haben. Deswegen werde ich auch die "Hunger"-Phase überwinden. Ich werde mich beschäftigen, mir Arbeit beschaffen, Dinge erledigen, die ich schon lange vor mir herschiebe  - und mir selbst gut tun. Zum Beispiel, Pflanzen kaufen gehen. Oder mir eine Massage gönnen.

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Fail der Woche:

wenn du dir beim Ausgehen gaaaanz fest vornimmst, gaaaaanz viel zu tanzen, und danach deine paar Gin Tonics nicht verträgst und die ganze Zeit draussen vor dem Club sitzt, weil es dir schon übel wird, wenn du den Kopf zu schnell von rechts nach links bewegst. Sowas ist mir seit Jahren nicht mehr passiert, unfassbar!

Lieblingsessen:

seit unserem Mallorca Blogger-Trip bin ich absolut süchtig nach Tomatensalat... Zutaten: Tomaten, Zwiebeln (bei mir Frühlingszwiebeln, weil ich bei normalen Zwiebeln immer unglaublich heulen muss), ein richtig guter Balsamico, etwas Öl, Salz und Pfeffer. So einfach und soooo gut!

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o ja:

bei mir ist eine neue Pflanze eingezogen! Eine Zeit lang habe ich mich nicht mehr getraut, mir welche zuzulegen, weil mir im Frühling gleich drei eingegangen sind... Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es diesmal schaffen - mein neuer Ficus und ich :) Er hat nämlich, seit er bei mir ist, schon zwei neue Blätter bekommen <3

oje:

wenn Frauen anti-feministische Dinge behaupten und das nicht mal merken. „Ja, diese ganzen Weiber, die von Gleichberechtigung reden, wollen ja auch dass man denen die Tür aufhält und für sie bezahlt“. Punkt 1: was hat bitte reine Höflichkeit oder Hilfsbereitschaft mit gleichen Rechten zu tun? Ich kann auch einer älteren Dame die Tür aufhalten - ist sie dann etwa weniger emanzipiert oder hat mehr Rechte als ich?? Punkt 2: warum zieht man immer negative Beispiele für eine eigentlich sehr positive Sache heran? Warum die schwarzen Schafe als Aufreger nutzen und in den Mittelpunkt stellen, statt die positiven Auswirkungen der Gleichberechtigung zu sehen und anzustreben??

 

Spätsommer

Wie kann das eigentlich sein, dass man ein halbes Jahr auf den Sommer wartet, und dann verfliegt eine Woche nach der anderen, und plötzlich ist August? Auch in den Läden findet das alljährliche Spiel statt - der Sommer-Sale weicht langsam neuen Übergangssachen... Ok, ich gebe zu - irgendwo macht es ja auch Spaß, nach neuer Herbstmode Ausschau zu halten. Was mir persönlich noch fehlt, ist eine gute, vielseitige Strickjacke, die modisch ist, aber dennoch nicht zu schade, um sich damit in einem Park auf den noch warmen Herbstboden zu setzen und aus einem Becher irgendwas Warmes zu schlürfen... Wer ebenso auf der Suche ist, findet hier *einige Strickjacken - von casual bis elegant.


*Werbelink

Spannung steigt

am 17. August ist es soweit - meine und Bele´s Folge von "Style your star", die wir Ende Mai in München abgedreht hatten (jetzt dürfen wir es endlich verraten!), wird ausgestrahlt. Wir schauen zusammen mit Freunden bei mir zuhause bei einem kühlen Drink und leckeren Snacks (zumindest habe ich das vor). Das wird mega lustig und ich bin schon so gespannt, wie wir im TV rüberkommen! Samstag, 17. August 16 Uhr bei Pro7 - unbedingt einschalten :D

Erwachsen

"Ach so, du willst jetzt schon gehen? Die Waschmaschine läuft ja noch, und wir lassen sie eigentlich nie alleine, wenn sie noch nicht fertig ist", meinte ich und kam mir auf einmal sooo erwachsen vor. Obwohl ich schon seit 17 Jahren von zuhause ausgezogen bin, fühlt es sich seit meinem Berlin-Umzug immer wieder so an, als wäre diese WG hier meine erste eigene Wohnung. Witzigerweise wähne ich mich wieder super selbstständig und total verantwortungsbewusst und geniesse es auch!

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Zitat der Woche:

"the problem with the world is that the intelligent people are full of doubt, while the stupid people are full of confidence"

Charles Bukowski


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Leben Lifestyle

Life Update: Ode an den Sommer

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Warum mir Tanzen immer mehr bedeutet, wie ich in Berlin weiterhin Fuß fasse, was ich am häufigsten fühle und wo ich im Sommer am liebsten bin - lest ihr hier in einer Zusammenfassung der Geschehnisse in dieser meiner liebsten Jahreszeit.


 

Dieser Moment, wenn du hinter einer Bühne stehst, die du gleich zum ersten Mal im Leben betreten wirst, dir bisschen übel ist und du dich fragst, warum du dir das eigentlich antust - aber du genau weisst, dass du 10 Minuten später stolz auf dich sein wirst, dass du dich überwunden hast und deine Grenzen überschritten hast.


Genau so ging es mir am Samstag wenige Momente vor unserer Tanz-Aufführung. Seit Ende Februar gehe ich nun zu dem Locking-Kurs in einer sehr grossen und bekannten Tanzschule hier in Berlin und kann ab und zu auch mit meinem Freund trainieren, der diese Tanzrichtung schon fast atmet, könnte man sagen. Eigentlich ist Freestyle mein langfristig angestrebtes Ziel, aber in der Tanzschule gab es nunmal eine Aufführung und ich als gefragt wurde, ob ich mitmachen will, sagte ich in der gleichen Sekunde "ja". Ab da wurde 4-5 Wochen lang eine Choreographie eingeübt.

Da wusste ich noch nicht, dass es ständig Änderungen an der Aufstellung geben wird, die einen riesigen Unsicherheitsfaktor für mich darstellen werden. Deswegen hatte ich auch Lampenfieber und konnte am Vorabend der Aufführung kaum einschlafen.

Dieser Samstag war laut Wetterbericht der heisseste Tag in diesem Jahr. Aber wenn man einen Begleiter hat, die einen supportet, beruhigt, auf einen einredet, mit einem zusammen in der überfüllten Ubahn bei gefühlten 40 Grad schwitzt, und der auf einen wartet und zuschaut, während man auf offener Strasse (weil man aus seltsamen organisatorischen Gründen nicht drin proben durfte) bei ständig vorbeirauschenden Polizei-Tatütatas mit der Gruppe nochmal die Choreo durchgeht, dann wird alles so viel leichter. Und lustiger :)

Der Abend bedeutete mir mehr, als ich dachte, und ich bin immer noch so erleichtert und happy, dass alles ganz gut gelaufen ist und so Spaß gemacht hat!

 

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Manchmal weiss ich nicht, wohin mit meiner ganzen Dankbarkeit.  Mir ist bekannt, wie fragil das Gebilde namens "Glück" ist, und wie schnell es kaputt geht, und gerade deswegen ist es so kostbar, dass ich es diesen Sommer so oft erlebe. Auch mein letzter Sommer war von Glück erfüllt, weil ich endlich in meine Traumstadt gezogen und ein Teil von ihr geworden bin. Aber im Winter ist meine Dankbarkeit etwas zurückgegangen, wer weiss, vielleicht ist sie mit den Minusgraden einfach geschrumpft...

Jetzt sind beide - Glück und Dankbarkeit - wieder zurück, aber sie haben sich gewandelt.  Vielleicht sind sie mit mir zusammen ein Stückchen reifer geworden. Im ewigen Prozess des Lernens sind sie nun weniger überschwenglich, aber dafür stärken sie die Seele. Nicht wie ein Gewitter an einem schwülen Tag, der wie Erlösung erscheint, und nach dem die Strassen dampfen, sondern wie ein sanfter Regen, der alles um sich herum nährt.

 

 

life is better in the summer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

"Stelle dir vor, du würdest am Ende deines Lebens eine Ausstellung über dein Leben mit deinen Erlebnissen und wichtigen Momenten besuchen, was möchtest Du darin sehen?"

Quelle

 


 

Rezept des Monats:

so simple wie genial: man nehme eine Cashewmilch (kann die ohne Zuckerzusatz von DM wärmstens empfehlen) und füge gefrorene Beeren hinzu. Göttlich und neben dem obligatorischen Latte Macchiato auf Eis für mich DAS Getränk des Sommers! Und am Wochenende darf es auch mal ein Gin Tonic sein.

Ich bin heller als Käse

Aber bei einer Hautanalyse vor einem Monat wurde mir vor Augen geführt, dass die Sonnenschäden nie wieder weggehen, sondern alle unter der Haut schlummern und bestenfalls als Pigmentstörungen im Alter auftauchen. Da ich aber dem Schönheitsideal entsprechend etwas gebräunt aussehen möchte - spätestens bis zu unserer Bloggerreise nach Mallorca im Juli - aber am besten, ohne in die Sonne zu gehen. Also muss ich neue Selbstbräuner ausprobieren, denn bisher gab es immer Flecken. Ich setze diesmal auf hochwertige Produkte, die ich höchstwahrscheinlich online bestellen werde, und zwar hier bei der Shop-Apotheke * (Übrigens hat witzigerweise meine Mitbewohnerin Ramona erzählt, dass sie dort immer bestellt). Ich bin sehr zuversichtlich, dass es funktioniert!

 

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Berlin & Brandenburg outdoor 

Berlin ist geil, aber im Sommer ist Berlin einfach unschlagbar. Unzählige Rooftop Bars, Biergärten direkt an der Spree, die vielen Parks, Alleen, Eisdielen und Brücken und last, but not least - das Karneval der Kulturen. Genau dorthin habe ich es letztes Jahr nicht geschafft, weil ich aus Unwissenheit meinen München-Besuch genau auf die Zeit legte. Dieses Jahr war ich dabei. Ein ganzer Stadtteil voller Menschen in Feierlaune, erster Drink bei helllichtem Tage, bunte Umzüge, laue Sommerluft und gemütliches Beisammensein auf der Wiese, wenn es langsam dunkel wird - gibt es was Besseres?

Aber auch außerhalb von Berlin lernte ich richtig schöne Plätze kennen - bei einer unvergesslichen Bootsfahrt in Potsdam (unter anderem, weil meine Kamera unvorhergesehenerweise kurz unter Wasser tauchte) - in einem Mohnfeld irgendwo in Brandenburg und auf einem Heuballen, auf dem zu sitzen sich so angenehm angefühlt hat, dass ich gar nicht mehr runter wollte.

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