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Ok, so ist das also schon wieder – erst wartet man suuuper lange auf den Frühling, und dann – zack zack zack – ist nicht nur der, sondern auch der Sommer schon wieder fast vorbei und man bekommt ganz große Augen, wenn man zum ersten Mal die gelben Blätter auf dem Boden sichtet. Zumindest mir geht es so!

Und es erinnert mich einfach immer wieder auch an unsere eigene Vergänglichkeit… Naja, aber was soll man denn Anderes daraus schließen, als das, dass man seine Lebenszeit als kostbar erachten sollte? Denn sie geht vorbei… Ähh, eigentlich wollte ich gar nicht so philosophisch werden, sondern nur introducen, dass mein Outfit diesmal schon etwas herbstlicher ausfällt, hehe. In den Läden hat sich die kommende Jahreszeit ja schon fast vollends entfaltet. Und ratet mal, wo hängt wieder mal meine Lieblingskollektion? ZARA natürlich ^^

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[dlitem heading=“o ja:“]Leute, wenn ihr auf der Straße irgendwelche Blogger seht, die ihr lest – sprecht sie an! Die freuen sich :D Ich bin so nett angesprochen worden, mitten auf der Straße – und habe mich total gefreut :)[/dlitem]
[dlitem heading=“heute noch ein o ja:“]ich bin unglaublich süß vorgestellt worden, hier auf Mydresscodes! Danke <3[/dlitem]
[dlitem heading=“zitiert:“]„A full-time blog is a hungry beast – but it’s also a very wonderful beast that will take you on magical adventures if you feed it well.“ Zanita [/dlitem]
[dlitem heading=“durchgeatmet:“]ich bin nicht sicher, woran das liegt, aber diesen Sommer ist es mir so schwergefallen wie noch nie, die Hitzewelle zu ertragen… Vielleicht lag es am vielen Shooten? Kann es mir nicht anders erklären…[/dlitem]
[dlitem heading=“gekauft:“]drei verschiedene Töne von Directions – mein ganz perfektes Rosa habe ich noch nicht hinbekommen – erst war es zu knallig, dann zu peachy… Aber jetzt könnte es langsam werden – hab ja immerhin schon etwas Färbe-Erfahrung sammeln können![/dlitem]

[dlitem heading=“gesehen:“]den neuen Film mit Meryl Streep – „Ricki – wie Familie so ist“, der sich unerwarteterweise als ein halbes Musical entpuppte – und wo auch die echte Tochter von Ms. Streep ihre Filmtochter spielt. Ich fand den Film ziemlich charmant und nicht schlecht gemacht, trotz ein paar Längen im letzten Drittel.[/dlitem]
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pants: Zara

blouse: Zara

shoes: Vagabond

hat: Zara

shades: Roberto Cavalli

location: Einsteinstraße

photographer: Diana

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Allgemein thoughts

thoughts: Authentizität? Will keiner haben!

Überall diese Heuchelei à la „Persönlichkeit ist gefragt“. „Persönlichkeit ist das Wichtigste beim Bloggen“. „Sei einfach du selbst“.

Und keiner gibt zu, dass „Persönlichkeit“ nur dann erfolgreich ist, wenn sie in irgendwelche Schubladen passt (eigentlich paradox!!). Aber eine echte, unverfälschte, persönliche Persönlichkeit, die schwer einzuordnen ist – ist erstens eben aus kommerzieller Sicht schwierig, und zweitens auch für die breite Masse eher nicht wünschenswert – denn die breite Masse sucht nach jemandem, der entweder was Unerreichbares, was zum Anschmachten repräsentiert (beispielsweise teures Designerzeug), oder aber das Gegenteil – nach jemandem, mit dem sie sich identifizieren kann (also – der ihr ähnlich ist).

Die Vickie hat den Nagel auf den Kopf getroffen: „Wir sind zu ausgefallen für den Mainstream, aber zu Mainstream für Ausgefallene“. Ich füge hinzu: zu arm für die Reichen und zu reich für die Armen. Genau diese Mitte macht es so schwer, sich in der Bloggerszene zu behaupten. Warum muss ich zu einer Gruppe gehören, um anerkannt zu werden? Warum kann ich nicht einfach ich sein und das aus all meinen Kräften ausleben? Was ist denn meine Zielgruppe eigentlich? Und seit wann mache ich mir überhaupt darüber Gedanken?

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Wenn es nach mir gehen würde –  meine „Zielgruppe“ bestünde aus denjenigen, die meine Art zu denken und meine Art mich zu kleiden mögen und sich davon inspirieren lassen. Punkt.

Aber die Firmen suchen ja nach Bloggern mit einer möglichst grooooßen Zielgruppe. Ist ja auch verstädlich, aus kommerzieller Sicht zumindest. Aber auch kommerziell zahlt sich Echtheit mehr aus, nur nicht so schnell. Dafür aber nachhaltig. Leider funktioniert unsere Gesellschaft nicht nachhaltig. Lieber große Gewinne sofort, und danach die Sintflut, als treue Anhängerschaft, die sich langsam aufbaut.

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Wie viele von potenziellen Lesern können und wollen sich mit mir identifizieren? Wohl nur wenige – die für mich aber umso wertvoller sind. Und noch eine eher rhethorische Frage:  wieviele wollen meinen Lifestyle, der nicht aus Chanel, Valentino und einem lichtdurchfluteten Loft, sondern aus Zara, H&M und einer 40qm Wohnung in einem Armenviertel besteht, auch wenn mit einer großen Prise Persönlichkeit?

Also – dann seien wir doch endlich ehrlich und geben zu, dass „Personality“ und „Individuality“ nur  Modewörter sind, Wörter, das kaschieren sollen, dass für den Erfolg andere Dinge notwendig sind, die aber nicht so cool klingen. Welche das sind – darf jeder von euch selbst überlegen.

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English summary:

There is throughout this hypocrisy like „personality is in demand“. „Personality is the most important for blogging“. „Just be yourself“. And no one admits that „personality“ is only successful if it fits into any drawer (actually a paradox !!). But a real, genuine, personal personality, which is difficult to classify – is firstly just tricky from a commercial perspective, and secondly tend not desirable also for the masses – for the masses looking for someone who represent either something unattainable, something to dream of (for example, expensive designer stuff), or the opposite of this – for someone with whom they can identify themselves, someone who is similar to them.

So let us at last be honest and admit that „personality“ and „individuality“ are just buzzwords, words to conceal that other things are necessary for success, but other thing, which do not sound that cool. Which they are – each of you can think about it himself.

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