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outfit: 70ies trend | lochspitze

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Was Trends angeht, komme ich mir langsam vor, wie ein manipuliertes willenloses Wesen, das beim Vorsetzen eines neuen (alten) Trends aus aller Kraft mit Fäustchen um sich schlägt und quiekt „Nein! Nein! Diesen Trend mag ich nicht und NEIN ich werde meine Meinung diesmal nicht in zwei Monaten ändern! Neeeeeeiiiin!“, aber während dessen eigentlich schon weiß – sich zu wehren, ist verlorene Liebesmüh. Man wird in zwei Monaten brav anfangen, den Trend zu mögen. Aber nein, selbstredend nicht alles, und um Gottes Willen, nur ganz ganz vereinzelte Teile und Looks. Aber trotzdem. Hätte man nur das Herumfuchteln gelassen!

So geht es mir auch gerade ein bisschen. Ich sagte im Winter: „O Gott, ne. Die 70ger sind nun wirklich nix für mich“ und jetzt stehe ich da vor euch in meiner neuen Lochspitzen-Culotte. In dunkelgrün. Na Glückwunsch :D

Na ja gut, sooo schlimm ist es gar nicht. In den Culotte-Trend habe ich mich ja sofort verliebt, da ist der Schritt zur Lochspitzen-Variante nicht mehr sooo groß :)

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[dlitem heading=“o ja:“]Juhuu, ein Outfit von mir ist mal wieder gefeatured worden, es ging um den Trend „Jogging-Hosen“ :D Und zwar HIER[/dlitem]
[dlitem heading=“oje:“]es ist wirklich abartig, wie schnell bei uns immer Kaffee-Sahne ausgeht!! Wir kommen gar nicht nach mit Nachkaufen! Ich glaub, ich muss mal 200 Stück kaufen, dann ist ne Zeit lang gefälligst RUHE im Karton!![/dlitem]
[dlitem heading=“geklickt:“]keine Ahnung, ob es eher erfreulich oder eher erschreckend ist, aber mittlerweile muss auch meine Einrichtung durchgestylt sein. Nicht so kalt und „perfekt“ durchgestylt, aber dennoch. Für Inspirationen surfe ich am liebsten auf Pinterest (schaut mal bei mir vorbei!) und in meinen Lieblings-Onlineshops. Einer davon ist definitiv Westwing*. Der Shop ist momentan voller Sommer-Inspo! Esra-Meinung: der Shop ist sehr liebevoll gestaltet und viele „Aaaahh“´s und „Oooohh“`s auslösend :)[/dlitem]
[dlitem heading=“geplant:“]meine Outfits für die Fashion Week Berlin stehen schon! Schön ausgefallen natürlich :)[/dlitem]
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portrait

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detail

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top: Brandy Melwille (similar)

culotte: H&M Trend

sandals: H&M (old, similar here / or also beautiful here / or here)

hat: I am

sunnies: Irina (similar)

location: Münchner Staatsoper

photographer: Kaj

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Allgemein thoughts

thoughts: scheitern leicht gemacht

powerr

 

Dream. Believe. Achieve.

 

… dieser Spruch und seine Allgegenwart auf übertrieben optimistischen möchtegern-lebensweisen Lifestyle-Blogs löst bei mir eine allergische Reaktion aus. Warum?

Erkläre ich gleich. Erst möchte ich zwei Sachen vorwegnehmen:

Erstens. Ich habe es durchaus nicht nötig, Leistugen anderer durch den Kakao zu ziehen, um selber besser dazustehen, darum soll es hier nicht gehen. Zweitens. Ich möchte hiermit nicht die Träumer angreifen.

Das, was meine Allergie hervorruft – ist die Heuchlerei. Jemand, der glaubt, er könne (und solle) alles erreichen, wenn er es nur will, kann leichter instrumentalisiert werden für Ziele großer Unternehmen, die ihn glauben machen, dass es sich dabei um seine eigenen Ziele geht – und somit kann dieser „Jemand“ leider gefährlich werden. Gefährlich für die Gesellschaft in dem Sinne, dass er ein Einzelgänger wird, ein Ego-gesteuertes Über-Individuum auf dem steilen Weg zum Ziel.

Wir haben vergessen, was „sozial“ eigentlich bedeutet. Das Zusammenarbeiten (nicht Gegeneinanderarbeiten!) ist für die Gesellschaft von essenzieller Bedeutung. Der größte Teil des Team-Gelabers ist wiederum nur eine Art der Manipulation, um Leute – äh besser gesagt, „Arbeitskräfte“, auszuquetschen und ihre irgendwo noch vorhandene Sehnsucht nach „gemeinsam“ auszunutzen. Wenn es darauf ankommt, kann sich nämlich ganz schnell rausstellen – ja, wir sind ein Team – aber du passt leider nicht mehr dazu. Und Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Wieviele Leute haben schon Jobs verloren, wo sie sich absolut zugehörig gefühlt haben und ihr ganzes Leben dafür aufopferten?

power

Im Studium hatte man in mein Hirn eingepflanzt – um weiterzukommen, musst du gut sein. Punkt. Nach dem Studium musste ich feststellen – Oops. Wenn das bloß so einfach wäre. Gut sein ja – aber es ist nur die Voraussetzung. Dazu solltest du am richtigen Ort zur richtigen Zeit sein und was noch viel wichtiger ist – die nötigen Charaktereigenschaften mitbringen, die da wären –

  • Selbstanpreisungsfähigkeit (in Firmensprache „Selbstbewusstsein“)
  • gut trainierte Ellenbogen
  • und nicht zuletzt die Fähigkeit,  andere Fische aus dem Teich hinauszuschmeißen, wenn es mal für die eigenen ehrenwerten Ziele eng werden sollte.

Wie viele erfolgreiche Blogger zum Beispiel antworten auf die Frage „Wie hast du das alles erreicht“  mit  „Durch harte Arbeit“? Wie unreflektiert und verlogen ist das bitte? Harte Arbeit ist höchstens die Voraussetzung, aber doch nicht alles, was zum Erfolg führt! Wie wäre es mit „Durch Connections, Glück, Fleiß, Motivation und eventuell noch gutes Aussehen?“

hochnaesig

Während meines Bewerbungsgesprächs bei Abercrombie ist in die Runde gefragt worden (es war ein Massen-Vorstellungsgespräch, wenn man das so bezeichnen darf) – „was waren deine größten Erfolge?“ . Der Surferboy mit Muckis sagte „Als ich beim Sport meine Ziele erreicht habe“, der blonde Engel mit Brille sagte „Als ich mein Abi geschafft habe“, und ich musste ich zwangsläufig sagen – „Das kommt darauf an, was man unter Erfolg versteht. Für mich bedeutet jedes Scheitern Erfolg, solange man daraus lernen kann“, und kassierte einen schockiert-verständnislosen Blick der ganzen Runde. Den Job hab ich natürlich nicht bekommen ;)

In diesem Sinne – frohes Scheitern! Lehnt euch zurück und chillt ein bisschen! Und scheißt mal öfter auf Erfolg, Ziele und sonstigen Krampf – kann für euch und auch für eure Mitmenschen ziemlich entspannend werden :D

chillen

 

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