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Lifestyle Unterwegs

mbfwb #1 : runway shows

Die #Fashionweek ist gerade mal vorbei, und schon präsentiere ich euch einen Bericht. Dieses Mal habe ich mich entschieden, dabei anders vorzugehen. Statt die Fashion Week in Tage aufzuteilen, schreibe ich erst über die Mode, die ich gesehen habe, dann im Teil 2 über die Events und im Teil 3 werde ich mir alles vom Herzen reden, was mich als Bloggerin und auch persönlich während der Fashion Week besonders aufgeregt, fasziniert oder überhaupt beschäftigt hat. Im Teil 4 seht ihr dann meine Looks, die ich getragen habe. Omg, es war einfach sooo krass kalt!!! Aber egal – los gehts!

 

1. Sportalm Kitzbühel

Sportalm ist ein Unternehmen, das hauptsächlich Trachten und Skimode produziert, und zwar in der Nähe von Kitzbühel und in Bulgarien, was zwar teurer ist, als in China zu produzieren, aber zur Philosophie des Unternehmens gehört. Sogar das Sportalmmagazin wird klimaneutral hergestellt, d. h. pro Magazin werden 24 Bäume gepflanzt.

Allerdings hat die Kollektion eben eher nach einem Unternehmen, als nach Fashion ausgesehen. Trotz schöner Stoffe und guter Verarbeitung hat Innovation im Design, sowie Internationalität und Trends gänzlich gefehlt, die Stylings der Outfits waren nicht stimmig (vor allem die Schuhwahl), die Choreographie und Posen der Models waren anscheinend nicht genau abgesprochen. Echtpelz und das kleine leidende Baby auf dem Arm eines Models fand ich überflüssig, und auch die Organisation funktionierte leider nur mangelhaft: lange Schlangen am Einlass selbst bei vorhandenen Eintrittskarten, Ausfälle bei der Musik und Licht… Da konnte es auch der musikalische Live Act nicht wirklich retten. Schade!

sportalm-mbfwb

Fazit:

ich fände es konsequenter und stimmiger für das Label, sich auf sportliche Linie zu konzentrieren. Die Kollektion ist für den Laufsteg meiner Meinung eher weniger geeignet…

 

2. Rebekka Ruetz

 

Rebekka Ruetz (die Aussprache „Rütz“ ist übrigens falsch, habe ich gelernt) stammt aus Tirol.

Genau dieses war auch das Thema ihrer neuen Kollektion, die mit einem rührenden Kurzfilm voller Heimatliebe begann.

Was ich gesehen habe, hat meinen Geschmack auch eindeutig mehr getroffen, als die Sommerkollektion. Die Farben waren ruhiger, schwarz, grau und gemustert wie Gebirgsgestein, hellblau wie der Tiroler Himmel. Die sehr femininen Schnitte und die breiten Taillengürtel blieben.

Ich mochte die Jacken mit Schößchen am liebsten, und war wirklich hingerissen von den wunderschönen romantischen Flechtfrisuren. Die Models mit ihren Hüten sahen aus, wie einem Roman des 18. Jahrhunderts entsprungen, romantisch traditionell, um das mal so zu benennen. Hach!




3. Lavera fashion show

Die Naturkosmetik-Marke Lavera kennen wohl alle – schön, dass sie auch bei der Mode mitmischt – nämlich als Veranstalter des Lavera Showfloors, einer Art Messe, Pop-up-Stores und Modeschauen.

Ein echt cooles Event mit spannender Mode, und das alles mit einer vernünftigen und zukunftsorientierten Philosophie! Endlich steht nicht nur das Design im Fokus, sondern auch die Nachhaltigkeit. Die Menscheit sollte die Tatsache, dass sie mit ihrem unverantwortlichen Handeln am eigenen Ast sägt, langsam ernster nehmen!

Immer schneller, immer neuer, immer etwas, was man noch nicht gesehen hat  – Seenbefore, die erste deutsche Online Boutique für 2nd Hand Designer Mode, hält dagegen. Auch das, was schon gesehen wurde, ist schön – weil jedes Kleidungsstück eine Geschichte erzählt und den bewussten Umgang mit Konsum fördert.

Die Runway-Looks wurden von der Stylistin Julia Weller dementsprechend aus einzelnen Vintagestücken verschiedener Designer zusammengestellt, ein einzigartges Konzept, finde ich.




4. Lavera green fashion award

 

Schon zum zweiten Mal gibt es diesen Award, mit dem Lavera junge Newcomer-Designer fördert, die sich der nachhaltigen Herstellung verpflichtet haben.

Dieses Jahr waren Paul Iby mit Johanna Winklhofer, Juliane Kaatzsch und Laura Struthoff die Finalisten. Den ersten Platz gewann Paul und Johanna, sie waren auch meine Favoriten. Experimentelle Mode mit ironischem Touch und eine sehr interessant gestaltete, überraschende und majestätisch wirkende Show – ein Model wurde zum Beispiel von zwei männlichen Models, die obenrum nur mit riesigen Halsketten bekleidet waren, auf einer Barre über den Laufsteg getragen!

Die Moderation übernahm Johanna Klum, die Preisträger wurden von der mittlerweile in die Jahre gekommenen, aber immer noch süß wirkenden Yvonne Catterfeld verkündet.





5. Maisonnoée

Maisonnoée debüttierte auf der diesjährigen Fashion Week, die Designerin Sophie Böhmert hat das Label 2013 gegründet. Die Kollektion war komplett ein- oder zweifarbig gehalten und zeigte schlichte, aber kraftvoll wirkende klare Schnitte.

Besonders auffällig fand ich die vielen Leder-Stücke, gerade das Maxi-Lederkleid war unglaublich wirkungsvoll.

Der Aufbau der Show war echt gut durchdacht, sie begann mit Gänsehaut, verursacht durch die 3 Musiker von der Palastband. Ich saß direkt vor ihnen und hätte sie also nicht nur hören, sondern auch gut beobachten können, wäre ich nicht mit dem Fotografieren beschäftigt :) Anfangs sah man Stücke in schwarz-rot, nach und nach wurden navy und dunkelgrün eingeführt, aber mehr als zwei Farben kamen in den Outfits nie vor.

Insgesamt war das eine wirklich sehr edel wirkende Kollektion mit einigen Lieblingsstücken, die ich euch hier zeige!


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Interview

interview: fashion design by Nothing

Ich sah die Charlotte – beziehungsweise erst ihre Kollektion – auf der Fashion Yard vor wenigen Wochen. Sofortige Begeisterung! Die sich nur steigerte, als ich den Namen ihres Labels erfuhr, der ähnlich mit Begriffen spielt, wie mein Blogname – nämlich „Nothing“. Die Sympathie wuchs weiter, als Charlotte mir von ihrer Ideenfindung erzählte und davon, dass sie 90% der Kollektion selber näht und dass es pro Entwurf oft nur EIN Exemplar gibt – in Zeiten der Massenproduktionen und Ausbeutungen ein wundervolles Gefühl! Für mich war es ziemlich schnell klar, dass ich Charlotte ein paar Fragen stellen und sie in ihrem Atelier besuchen möchte! Gesagt – getan!

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Liebe Charlotte, ich bin total neugierig – wie kamst du zu deinem wundervollen Labelnamen?

Oh, da fragst du was! Die Suche war krass! Ich habe 6 Monate gebraucht, bis ich den Namen hatte. Bis dahin habe ich alles Mögliche erlebt – einmal habe ich auf einer Zugfahrt einen Komponisten kennengelernt, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe, und er hat mir viele Namen von modernen Musikstücken genannt – die sind nämlich zum Teil auch total abgefahren! Vor drei Jahren habe ich mich dann festgelegt. Ich liebe ja Wortspiele, und ich mache unglaublich gern Mode, aber das Business kann sehr oberflächlich sein, und „Nothing“ bringt da das nötige Augenzwinkern rein. Zum Beispiel kann man sagen „Ich arbeite für Nothing“ – denn bis man damit Geld verdient, vergeht ja auch eine Weile! Der Emil von der Boutique „emiL“ in der Metzstraße 11, die seit kurzem auch meine Sachen verkauft, sagt auch manchmal „Ich verkauf Nothing“ :D Also da kann man viel Lustiges damit kreieren.

Seit wann gibt es dein Label?

2012 habe ich angefangen, 2013 kam dann die Homepage dazu, und seit einem Jahr gibt es auch immer mehr Vertriebskanäle. In München kann man meine Sachen im Pop Up Store in meinem Atelier, bei Emil und in einer Boutoque in der Reichenbachstraße kaufen. Außerdem verkaufe ich in Paris bei Marais und in Marseille.  Beim Fashion Yard, wo wir uns kennengelernt haben, nehme ich auch regelmäßig teil.

Erzähl mal was zu dir. Wolltest du schon immer Designerin werden oder kommst du auf Umwegen dazu?

Mein Vater ist aus Hamburg und meine Mutter ist Französin. Ich bin in München aufgewachsen und hab in Paris und Mailand studiert und ja, ich wollte schon immer Designerin sein. Ich habe mit 15-16 Jahren bereits rumgeschneidert und selber genäht und auch gestickt. Ich interessiere mich aber auch für Kunst und viele andere Sachen, studiert habe ich dann aber erst Kunstgeschichte.

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Woher kommen die Ideen, was inspiriert dich?

Eigentlich alles. Es kann im Supermarkt sein, oder auch in einer Kunstausstellung. Es können auch Wortspiele sein, Dadaismus interessiert mich auch… Manchmal sind es Farben oder Formen oder eine Begegnung. Ganz oft sind es die Stoffe, die mich inspirieren, ich verwende ja viele technische Stoffe aus der Autoindustrie zum Beispiel, ich mache viel aus Leder und expirementiere damit. Manchmal sehe ich einen Stoff und weiß dann gleich, was ich daraus machen werde. Eine Schweizer Firma macht einen technischen Stoff mit Keramikpunkten, die darauf geklebt sind, dieser Stoff ist super resistent, sieht aber auch elegant aus, weil die Keramik-Punkte das Licht reflektieren. Ich mache zum Beispiel Taschen daraus. Einmal habe ich einen Bikini aus Mundschutzen aus der Chirurgie gemacht, aber das ist dann eher Kunst als was zum Anziehen.

Kennst du Kreativitäts-Tiefs? Wie gehst du damit um?

Natürlich gibt es Phasen, wo man weniger inspiriert ist. Ich habe immer einen Block dabei, und wenn ich dann auch noch einen Stift finde, schreibe ich mir viele Ideen auf. Wenn ich dann in so einem Kreativitäts-Tief bin, krame ich sie dann raus und setze sie um. Die Idee einer Installation (des Geld-Wasserhahns) hatte ich zum Beispiel vor 6 Jahren schon und habe sie dann erst vor kurzem für eine Ausstellung realisiert.

Ist es nicht manchmal stressig, wenn Ideen auf dich einprassen? Kann man da noch abschalten?

Nein, ich empfinde keinen Stress, es sind ja keine 1000 Inspirationen auf einmal, sondern eher einzelne Geschichten, die ich toll finde. Wenn mich dann mal eine Idee stresst, setzte ich sie um. Wenn du so etwas realisiert hast, dann hast du ja deine Ruhe. Auch der Prozess ist ganz interessant, denn manchnmal kommt ja was Anderes dabei raus, als du ursprünglich als Idee im Kopf hattest. Ganz spannend!

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Wie würdest du den Stil deiner Kollektion beschreiben?

Auf jeden Fall schlicht! Die Materialien und Schnitte stehen im Vordergrund, der Rest ist eher puristisch und ab und an mit einem Augenzwinkern.

Hast du Ziele oder ist der Weg das Ziel?

Ich sehe schon eher den Weg als Ziel. Es geht langsam bergauf. Natürlich wäre es auch eine schöne Sache, wenn man davon leben könnte, ohne in Massenproduktion zu gehen.

Wie ist denn die Produktion der Sachen?

Ich mache Prototypen und schneidere entweder selber eine kleine Serie oder ein Schneider in Paris macht das. Die Keramik-Handtaschen hat zum Beispiel er genäht. Ich habe mal in Mailand für eine Design-Firma gearbeitet und habe da einen Schneider kennengelent, der für Armani Handtaschen genäht hat. Er kam aus Afganistan, wir haben uns super verstanden und der näht meistens meine Leder-Handtaschen, wenn sie in Kleinserie gehen. Manchmal nähe ich auch Sachen mit Berücksichtigung eines Sonderwunsches des Kunden gegen einen kleinen Aufpreis.

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Wie gehst du mit Druck um?

Unter Zeitdruck zu arbeiten ist manchmal schwierig, aber dann versuche ich immer, für ein Paar Stunden abzuschalten, ein Buch oder im Internet zu lesen, denn danach kommt es wieder. Und wenn wirklich alle Stricke reißen, gehe ich Joggen! Kommt allerdings ca 3 mal im Jahr vor :D Aber dafür gehe ich seit Kurzem in Yoga und erstaunlicherweise ist es genau meins!

Schaut mal auf Charlottes Homepage vorbei!

 

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Allgemein Unterwegs

talent award von HSE24 #2

jury

Ich mag eigentlich keine Wettbewerbssituationen. Nicht umsonst heißt es auch „WettKAMPF“. Für die Bewerber ist es nervenaufreibend, denn sie stehen nicht nur unter Druck, von außen verglichen und bewertet zu werden, sondern wollen auch noch ihren eigenen Ansprüchen genügen… Für die Jury ist es auch keine leichte Aufgabe. Was ist, wenn alle Arbeiten qualitativ gleichwertig sind? Dann hilft nur noch der eigene Geschmack…

Aber in diesem Fall fand ich den Wettbewerb super spannend. Denn ich darf als berichtende Bloggerin den #HSE24TalentAward begleiten – und kann mich dabei im Gegensatz zu den teilnehmenden ESMOD-Studenten entspannt zurücklehnen und das Ganze beobachten. Na gut, „zurücklehnen“ ist ein bisschen übertrieben – denn beispielsweise diesen Artikel vorzubereiten ist mehr Arbeit, als man beim schnellen Durchscrollen vermuten würde. „Innerlich zurücklehnen“ trifft es besser! ;)

food-buffet

Erinnert ihr euch an diesen Beitrag? Da habe ich euch im eigen gebastelten Interview die 6 Semi-Finalisten des Talent Awards von HSE24 vorgestellt.

Im Mai dann durfte ich einer Jury-Sitzung beiwohnen, bei der die drei Finalisten ausgewählt wurden, die auf jeden Fall ins Finale am 7.7. einziehen werden.

Aber von vorne.
Die sechs Semi-Finalisten mussten jeweils ein „It-Peace“ in drei Varianten designen – casual, business und trendy. Jedes designte Stück wurde in von den Studenten selbst gestylten Komplettlooks an Models präsentiert.
Hier ist meine Übersicht! Und hier könnt ihr euch die Präsentationen sogar als Video ansehen!

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 ***

collage-Lars-Kopie

***

collage-Elena-b

 ***

collage-Stephanie-b

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Und die beiden Arbeiten, die mir nicht so gut gefallen haben, habe ich in einer Collage zusammengefasst.

 collage-Daniela-Lena-b
Soooo, und wer ist nun im Finale??

Die Jury hat sich für die Design-Klassiker von Elena, Lars und Stephanie entschieden! Diese drei gehen automatisch ins Rennen um den HSE24 Talent Award und nehmen an der Jubiläumsgala „20 Jahre HSE24“ am 07.07.2015 teil.
Aber auch Daniela, Marie-Theres oder Lena haben jetzt noch die Chance sich durchs Publikums-Voting noch 
einen den vierten Platz im Finale zu sichern.

Deswegen ist es jetzt an euch!!

Wählt im Online-Voting (ab heute bis zum 20. Juni) euren Liebling aus den 6 Kandidaten! KLICK! Er bekommt dann einen Sonderpreis und darf auch ins Finale – nur mit eurer Hilfe!!

Und das Wichtigste: auch ihr könnt was gewinnen, wenn ihr votet! Nämlich:

–  3x HSE24 VIP-Package im Wert von je 199,94 EUR


-  5x 50 EUR Einkaufsgutschein HSE24

trenchcoat

Und weiter?

Der letzte, dritte Teil der Post-Reihe über den TalentAward von HSE24 wird sich ums Finale und den Gewinner drehen!

Denn derjenige, der dann am 7. Juli das Ganze gewinnt, hat das Glück, dass sein Design in Produktion geht und ist ab Februar 2016 exklusiv bei HSE24 erhältlich ist! Er bekommt aber auch 1.000 € Preisgeld :)

semifinalisten

Alle Bilder via Nachgesternistvormorgen.de

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Interview

interview: talent award von hse24

Student sein… Warum halten das alle immer für die beste Zeit im Leben? Na weil man da einerseits nicht mehr so bevormundet wird, wie in der Schule, aber andererseits noch nicht so auf sich allein gestellt, wie später im Berufsleben. Weil man noch jung genug ist zum Feiern und trotzdem Prüfungen schaffen. Und weil man das Gefühl hat, dass alles noch vor einem liegt.

Deswegen war ich so begeistert, als ich gefragt wurde, ob ich den Talent Award (heute das Semi-Finale) von HSE24* mit einer Artikelreihe begleiten will. Ich möchte einen Blick darauf werfen, wie es im Modestudium (in diesem Fall an der ESMOD München) so aussehen kann, auschecken, wie Studenten sich fühlen, wie ihre Arbeitsprozesse aussehen und was sie vom ihrem Studium erwarten.

nessel-esmod-hse24-preisausschreibung

 

 Was ist HSE24?

– HSE24 steht für Home Shopping Europe

– erster deutscher TV-Shopping-Sender, 1995 gegründet

– auch in Österreich und der Schweiz vertreten

– den Onlineshop gibt es seit 1998, und seit 2010 eine App!

Zum 2o. Jubiläum kooperiert der Sender mit der Modeschule ESMOD in München, indem es ein Talent Award ausschreibt. Das Sieger-Bekleidungsstück wird produziert und ab Februar 2016 erhältlich sein!

 

Was ist die ESMOD?

Private internationale Modeschule, 1841 in Paris gegründet, 121 Schulen weltweit.

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Interview (mein erstes!!)

Was lernt man im Studium?  Habt ihr manchmal das Gefühl, dass ihr in eurer Kreativität durch Regeln beschränkt werdet?




 
Lars:

zum Teil müssen wir strikte Vorgaben einhalten – aber uns werden auch Aufgaben gestellt, wo wir die Möglichkeit haben, recht frei zu arbeiten. Dabei schauen die Lehrer trotzdem darauf, dass das Ganze  auch realisierbar bleibt – denn einer Idee muss eine Umsetzung folgen und uns ist fehlt da manchmal noch die Erfahrung.  


Lena:

es sind ja immer nur Hinweise, die uns davor bewahren sollen, etwas komplett Verrücktes zu designen, was später unmöglich zu nähen oder zu fertigen wäre. Tragbar soll es manchmal auch sein, je nach Zielgruppe.  


Marie:

manchmal wird man vielleicht ein bisschen getrimmt…    


Daniela
:

es wird mit der Zeit immer freier. Letztes Jahr war es noch viel mehr eingeschränkt – die Schnitte z. B. waren vorgegeben, weil wir ja das selber noch gar nicht konnten – und so wird einem Schritt für Schritt immer mehr Freiheit gelassen.  

Hat sich jemand von euch spontan für dieses Studium entschieden oder war das für euch schon immer klar, dass ihr Modedesign studieren wollt?






 

Lena:

ich war schon immer an Mode interessiert. Dass es dann gerade Design wird, wurde mir erst vor zwei Jahren klar.    

 

Daniela:

bei mir war das genau andersrum – ich wusste schon immer, dass ich was mit Design machen will (erst überlegte ich etwas mit Architektur), aber es hat sich dann erst später zur Mode hin entwickelt.  


Elena:

ich bin ja eher Späteinsteiger, wusste aber auch schon immer, dass ich das machen will.  

 
Lars:

ich wollte zwar immer was Künstlerisches machen, habe aber Mode erst nicht als eine berufliche Option gesehen. Architektur hat mir gar nicht getaugt, als ich da mal angefangen habe, also habe ich ein Jahr der Selbstfindung eingelegt, nach dem ich jetzt zielstrebig hier an der ESMOD unterwegs bin.  

 

Marie:

ich habe eine berufsbildende Schule für Mode besucht, 5 Jahre lang, und es lag an der Hand, weiterzumachen, weil es genau meins war!

 

Stefanie: ich wollte es auch schon immer machen, ich habe aber Kinder und musste erstmal warten, bis sie groß sind, denn es war klar – beides gleichzeitig funktioniert nicht, das Studium ist eben ziemlich zeitfüllend. Und jetzt bin ich sehr froh, dass ich das machen kann!

Mir persönlich in meinem Studium hat ja der Aspekt des Kontakte-Knüpfens etwas gefehlt. Bei euch spielen Kontakte auch eine große Rolle, denn später als Designer müsst ihr ja eure Sachen verkaufen. Wie sieht es mit dem kommerziellen Aspekt aus, werdet ihr darauf hingewiesen?


Lena:

im ersten Jahr hat man keinen Kontakt zur Industrie, da macht man nur verschiedene Mappen, um verschiedene Richtungen zu üben, z. B. Kinder-, Herrenmode, Blusen, Röcke etc. Ab dem zweiten Jahr haben wir dann ziemlich viele Workshops und Kooperationen, wie jetzt zum Beispiel mit HSE24, also wird es uns in der Hinsicht schon geholfen.  

Daniela:

ich habe zum Beispiel durch mein Praktikum einen ziemlich guten Kontakt bekommen, ich arbeite dort immer noch zweimal im Monat und kann mir auch vorstellen, dort nach dem Studium einzusteigen, denn es ich passe einfach zum dem Label! 

Was erwartet ihr euch eigentlich von diesem Wettbewerb mit HSE24?

Lars:

vor allem Erfahrung! Das mit HSE24 findet ja auch im Fernsehen statt, man lernt einige Hintergrundgeschichten – wie die Produktion abläuft, wie man vor der Kamera spricht, und Kontakte kann man dort eben auch knüpfen. Auch für den Lebenslauf ist es durchaus vorteilhaft, wenn man bei so einem Talent Award dabei war.

Manche Künstler sind ja eher zurückhaltend, was die Eigenvermarktung betrifft. Wie ist es bei euch? Liegt euch das oder ist es euch persönlich eher unangenehm, euch selbst darzustellen und nach vorne zu bringen?



Lena:

durch den HSE24 Workshop werden wir mit diesem Thema zum ersten Mal konfrontiert. Ich muss schon sagen, dass ich mich in gewissen Momenten dazu durchringen muss, weil das für mich neu ist – mich selbst zu präsentieren. Aber das ist in unserem Beruf auch sehr wichtig, sich zu zeigen, denn es gibt ja so viele Design-Studenten!   

Daniela:

ich finde die Sache mit dem Fernsehen sehr aufregend, aber es ist schon eine Dimension, die einen erstmal auch erschreckt. Vor 2 Tagen haben wir zum Beispiel gesehen, dass ein Video von uns 55.000 Klicks hat, das ist für mich der Wahnsinn!! Daran muss man sich erstmal gewöhnen!  

Lars:

ich habe mit so einem Boom ehrlich gesagt auch nicht gerechnet! Das ist schon eine große Nummer! Das ist auch für mich zwar eine positive Erfahrung, an die ich mich aber erstmal gewöhnen muss. Ich finde das auch interessant, wenn ich jetzt nach Hause komme, weiß jeder, wer ich bin.       …   alle lachen.  

Später, wenn ihr (hoffentlich) erfolgreich seid – gibt es etwas in der Modewelt, was ihr gerne verändern oder beeinflussen würdet?

 Lars:

eindeutig Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Produktions-bedingungen! Auch der Überkonsum geht auf lange Sicht nicht gut… Ich finde auch, dass der Hype um die Mode insgesamt etwas reguliert werden müsste. Es sollte in der Gesellschaft nicht so einen hohen Stellenwert haben, wenn jemand das Beste und das Teuerste besitzt!  

Aber kollidieren sich diese Ideale nicht mit deiner Tätigkeit als Designer? Wenn du fair produzierst, steigen ja auch die Kosten?

Lars:

naja, es kommt halt darauf an, ob du ein paar Tausend Prozent Profit machen willst, oder ob du sagst, mir reichen auch 100%! Es ist die Ansichtssache einer Firma. Mir ist mein Gewissen im Endeffekt wichtiger…  

die anderen:

das Thema ist noch schwierig für uns, wir sind noch hauptsächlich auf den engen Prozess des Designens und Fertigens fokussiert, und dieses „Aussenrum“ ist noch etwas, womit wir uns noch nicht wirklich auseinandergesetzt haben. Aber es wäre toll, wenn dieses Thema später noch wichtig wird für uns.  

Als wie wichtig schätzt ihr Modeblogger ein?



Lars:

Modeblogger sind sehr wichtig! Das sieht man schon allein an meiner Freundin, wie vielen Bloggern sie auf Instagram folgt. Wenn man als Modedesign-Student gewisse Ambitionen hat, was die Zukunft betrifft, wird man am Thema „Blogger“ nicht vorbeikommen!  

 

Daniela:

Blogger haben großen Einfluss! Auch als kleines Label kann man auch mal schnell zu einem Geheimtipp werden, wenn man bei einer Bloggerin einen Stein im Brett hat, sag ich mal.    

Lena:

wir als Studenten sehen Blogger sowieso als eine große Chance für uns! Es hilft uns, weitergetragen zu werden!    

 

Ein sehr schönes Schlusswort! Vielen Dank für eure Zeit!

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Überblick: wer sind die Semi-Finalisten und was haben sie designt?

 

Marie-Theres Baier: Blazer in trendigem Oversize-Look mit integriertem Tucheinsatz

Lena Schleicher: Klassischer Blazer mit großem Schalkragen und einem von der Natur inspirierten Innenfutter

Lars Harre: Klassischer Trenchcoat mit austauschbaren Ärmeln und farblich abgesetztem Gürtel

Daniela Schönbauer: Sommerliches Wendekleid aus feinem Jersey mit außergewöhnlichen Raffungen

Elena Trukhina: Lässiger Blazer mit abnehmbaren Ärmeln und zweiteiligem Kragen mit Schaleinsatz

Stephanie Winterhalter: Trenchcoat im Layering-Look mit extravagantem Cape-Aufsatz

Bilder: nachgesternistvormorgen / HSE24

 

Allgemein thoughts

Sonntagsforum | texte schreiben ohne emojis?? Geht das überhaupt?

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Dass ich bekennende Emojis-Liebhaberin-und-über-alles-Schätzerin bin,

wisst ihr spätestens seit diesem Post.

Vor Kurzem musste ich aber für einen meiner zahlreichen Jobs (jaja, ich bin furchtbar wichtig) einen kleinen Artikel schreiben. Für eine Print-Ausgabe (sowas gibt es noch, tatsächlich!), die von überwiegend älteren Menschen gelesen wird. Alles kein Problem, ich hock mich ins Bett mit meinem Laptop (wie immer), und fange munter an, einen süffisanten Artikel zu schreiben. Bis meine Finger automatisch zu den Tasten greifen wollen, die diverse Doppelpunkte, Klammern und weiteres Zeug beinhalten, aus dem man normalerweise Smileys bastelt. In dem Moment ploppt in meinem Kopf die folgende Frage auf:

wann habe ich zum letzten Mal etwas geschrieben, wo kein einziger Smiley vorgekommen ist??

Die Antwort ist ernüchternd. SMS waren es schonmal nicht. Die kann ich mir nämlich ohne Smileys GAR nicht mehr vorstellen. Meine Blogeinträge werden genauso von den runden gelben Gesichern dominiert. Hm! Und was anderes habe ich eh schon seit Ewigkeiten nicht mehr geschrieben… Tja.

Ich verrate euch nur so viel: ich habe meinen benötigten Artikel geschafft. Er ist auch ganz gut und sogar witzig geworden. Witzig ohne Smileys!! Ich musste durch andere Mittel dem Leser klarmachen, dass es sich um Ironie handelt… Total ungewohnt!

Aber es lohnt sich. Versucht es mal! Zum Beispiel könnt darüber schreiben, wie ihr gestern mitten auf der Straße in eine Laterne gelaufen seid und wie peinlich das war. Oder wie ihr in einem Cafe mit der Hand eine groooße Geste gemacht habt, gerade als der Kellner mit einem Tablett voller Getränke an euch vorbeigegangen ist. Und alles mit einem ohrenbetäubenden Geräusch fallen lassen hat. (Beides ist mir übrigens tatsächlich mal passiert)

Versucht es mal! Ohne Smileys und Emojis! (Ich dachte nie, dass ich mal SOWAS sagen würde!!) Apropos: auch ohne WTF, OMG und LOL :D (ja, spätestens jetzt muss ein Smiley her!!!)

VIEL ERFOLG UND EINEN SCHÖNEN SONNTAG!!!

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Fotofilm-Grafik via

blogger-blog-internet-schreiben-journalismus-emoji-smiley-feuiletton-columne-muenchen-6

p.s.:

wie ihr vielleicht gemerkt habt, habe ich beschlossen, eine neue Rubrik einzuführen.  Da ich den Titel „Sonntagsbeitrag“ gerne vermeiden würde (gibt es eh schon überall!), habe ich mir überlegt, dass „Sonntagsforum“ ganz gut klingt und passt.  Ab jetzt jeden Sonntag – meine Gedanken zu einem für mich brisanten Thema!

Gerne mit einer anschließenden Diskussion mit euch! <3

Letzter „Sonntagsforum“-Beitrag ist hier!

Und: wie findet ihr den Rubriknamen „Sonntagsforum“? Blöd? Nett? Originell? Dämlich? :D

 

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