Browsing Tag

runway

Outfit

outfit: Punkte am Obststand

punkte, dots, gepunktet, dior, jadior, kleid, midi, dress, fashionblogger, berlin, modeblog, muenchen, trend, fruehjahr, spring, streetstyle, obststand, fruits, cute, vintage, ootd, outfit

Ich habe mich immer gefragt:

warum bekommen Leute so eine Panik kurz vor der Hochzeit, dass manche sogar die Flucht ergreifen?? Die lieben sich doch und sind sich sicher, dass sie einander wollen, woher kommt dann der ganze Bammel?

Ich glaube, jetzt weiß ich es, denn mir geht gerade es genauso mit Berlin. Ich liebe Berlin – aber jetzt, wo es richtig ernst und real wird und ich auf dem Weg in die Hauptstadt bin, für 4 Tage samt einigen Wohnungsbesichtigungen,  habe ich es richtig mit der Angst zu tun bekommen. Allerdings darf ich mich auf die Gefühle, die ich gerade empfinde, nicht allzu sehr verlassen,  denn ich bin gerade eh nur ein kleines Boot in den Strömungen meiner Stimmungsschwankungen, die manchmal innerhalb kürzester Zeit in gegensätzliche Richtungen ausschlagen.

Ich glaube, ich warte erstmal ab, was ich fühle, wenn ich in bei einer Besichtigung in einer Wohnung in Berlin stehe und mir vorstelle, dass es meine ist…


Jetzt noch kurz was zum Look:

ich habe zwei perfekte Dinge gefunden – zum einen das Punkte Kleid (ich hatte zwar schon mal eins, aber das habe ich jetzt aussortiert, weil es nicht ganz perfekt am Oberkörper saß und zu tiefen Ausschnitt hatte, an dem ich immer rumzuppeln musste, ich hasse das!), und zum anderen – ich träumte schon seit mindestens einem Jahr davon, an einem Obststand zu shooten! In Berlin haben wir es zwar einmal probiert, aber es war extrem windig und sehr kalt und ich habe mit einem Fotografen geshootet, den ich vorher nicht kannte, und war unzufrieden mit dem Ergebnis. Aber diesmal hat es genau nach meinen Vorstellungen funktioniert! An einem der vermutlich schönsten Obststände in München am Rosenheimer Platz <3

punkte, dots, gepunktet, dior, jadior, kleid, midi, dress, fashionblogger, berlin, modeblog, muenchen, trend, fruehjahr, spring, streetstyle, obststand, fruits, cute, vintage, ootd, outfit
punkte, dots, gepunktet, dior, jadior, kleid, midi, dress, fashionblogger, berlin, modeblog, muenchen, trend, fruehjahr, spring, streetstyle, obststand, fruits, cute, vintage, ootd, outfit
o ja:

Musik ist das Schönste auf der Welt!!! Immer wieder erinnere ich mich daran – ob ich selbst spiele oder anderen zuhöre! Sie transportiert auf wundersame Weise Gedanken, Gefühle und Zustände ganz ohne Worte <3

oje:

für spät einschlafen und früh aufwachen. Hab ich denn schlafen verlernt oder wie??

wiederholt:

„I am not scared, I am not scared, I am not scared“!! Vielleicht hilft´s ja was…

erinnert:

dass ich Kürbiskernöl liebe. Omg wie konnte ich nur so lange ohne überleben??

gedacht:

ach, noch einmal wasche ich die Socken, es sind noch keine richtigen Löcher drin. Ich schmeiße sie nächstes Mal weg.

punkte, dots, gepunktet, dior, jadior, kleid, midi, dress, fashionblogger, berlin, modeblog, muenchen, trend, fruehjahr, spring, streetstyle, obststand, fruits, cute, vintage, ootd, outfit
punkte, dots, gepunktet, dior, jadior, kleid, midi, dress, fashionblogger, berlin, modeblog, muenchen, trend, fruehjahr, spring, streetstyle, obststand, fruits, cute, vintage, ootd, outfit

I am wearing:

 

dress: H&M

jacket: Zara (old)

shoes: Zara (old)

bag: Dior

photos: Andi <3

editing: by me

punkte, dots, gepunktet, dior, jadior, kleid, midi, dress, fashionblogger, berlin, modeblog, muenchen, trend, fruehjahr, spring, streetstyle, obststand, fruits, cute, vintage, ootd, outfit
punkte

You Might Also Like

Outfit

outfit: adidas hoodie

adidas, hoodie, rot, vichy, karo, skirt, rock, midi, volant, fashionblogger, modeblogger, berlin, ootd, streetstyle, outfit, inspiration

Ich greife in die Schublade und ziehe einen Haufen Kleinigkeiten heraus - alte Fotos, Briefe, Ausweise, Münzen, Notizbücher...

Diese ganzen Dinge erwecken in mir ein seltsames Gefühl, das gleichzeitig fremd und vertraut ist.

Beim Ausmisten wird man mit dem Menschen konfrontiert, der man einmal gewesen ist, mit den Lebensinhalten, die damals so präsent und wichtig und essentiell für einen waren, und die nun zu bloßen Gegenständen wurden, die die Schubladen füllen. Programme von damals wichtigen Konzerten, die ich spielte und vor denen ich so aufgeregt war, alte Fotos, von denen mich ein naives Gesicht anschaut, das meinem ähnlich sieht, als wäre es meine kleine Schwester - und doch bin ich das selbst... Alte Ausweise, die vorgezeigt werden mussten, Eintrittskarten zu verschiedensten Erlebnissen und sogar faltbare Stadtpläne von Rom und Paris, die einst in der Epoche vor Google Maps tatsächlich zur Orientierung in einer fremden und in ihrer Fremdheit unübersichtlichen Stadt dienten. Alte Münzen, die nun nichts wert sind, aber die zu ihrer Zeit unzählige Male gegen Dienstleistungen, Nahrungsmittel oder Kleidung eingetauscht wurden, Geschenke von damals neuen Bekanntschaften, die nun schon lange zu einem wichtigen und unersetzbaren Teil meines Lebens geworden sind.

Dennoch muss ich diese Dinge wie alte Blätter von mir abschälen.

Ich rede mir selbst gut zu und sage - in in der Natur gibt es auch viele Beispiele dafür: denn welche Schlange hebt ihre alte Haut auf? Betrachten, durchblättern, erinnern, wundern, wehmütig werden, nochmal durchatmen, im Herzen behalten, weglegen, loslassen.

Ich habe einen alten Nachrichtenverlauf gefunden, den ich damals per Hand (!) in ein Notizblock vom Handy abgeschrieben habe. Das war im Jahre 2005!! Zu der Zeit war ich mitten im Studium und unglücklich verliebt. Ich musste etwas Banales feststellen - nämlich, dass ich mich anscheinend verändert habe. Im Laufe des Alltags vergehen Tage, Wochen, Monate und Jahre, in denen man mit täglichen Aufgaben beschäftigt ist, Dinge geschehen und verändern sich - und mit ihnen ganz langsam und unmerklich auch man selbst. Wenn man heute seinem eigenen Ich von vor 10 Jahren gegenüberstehen würde, würde man wohl erkennen, dass man tatsächlich in vielen Dingen ein anderer Mensch ist und mit manche Aussagen, die einem damals so selbstverständlich von den Lippen gingen, kann man sich kaum noch identifizieren.

 

adidas, hoodie, rot, vichy, karo, skirt, rock, midi, volant, fashionblogger, modeblogger, berlin, ootd, streetstyle, outfit, inspiration

Ist es überhaupt "gesund", Erinnerungen hervorzuholen?

Einerseits hat es was Verlockendes - denn alte Notizen zu lesen ist wie eine Zeitmaschine. Plötzlich ist man in eine andere Zeit versetzt und die Realität um einen herum verschwimmt und kommt einem gar nicht mehr so real vor. Andererseits überkommt mich dann dieses äußerst unbequeme Gefühl, dass Dinge sich unaufhaltbar ändern, der Zug der Zeit rast und wir alle sitzen drin. Ich glaube, ich überlasse die Vergangenheit lieber ihr selber. Oder schwelge höchstens in Erinnerungen, die nicht ganz so lange zurückliegen...

Wie geht ihr mit alten Erinnerungen um? Schaut ihr gerne zurück oder lieber nach vorne?

adidas, hoodie, rot, vichy, karo, skirt, rock, midi, volant, fashionblogger, modeblogger, berlin, ootd, streetstyle, outfit, inspiration

 

oje:

ich kann kaum noch schlafen - so aufgeregt bin ich. Ich habe wirklich das Gefühl, zwischen zwei Welten zu hängen und spüre keinen Boden mehr unter den Füßen. Klingt übertrieben? Ist aber nur eine Tatsache!

o ja:

...wenigstens ist mir nicht langweilig...

gesucht:

na Wohnungen natürlich! Ich bin sooooo gespannt ob ich Glück habe!

gejagt:

Papiere! Ich brauche so viele Papiere, es ist unglaublich!

adidas, hoodie, rot, vichy, karo, skirt, rock, midi, volant, fashionblogger, modeblogger, berlin, ootd, streetstyle, outfit, inspiration
adidas, hoodie, rot, vichy, karo, skirt, rock, midi, volant, fashionblogger, modeblogger, berlin, ootd, streetstyle, outfit, inspiration
adidas, hoodie, rot, vichy, karo, skirt, rock, midi, volant, fashionblogger, modeblogger, berlin, ootd, streetstyle, outfit, inspiration

I am wearing:

skirt: Mango (old)

hoodie: Adidas

boots: Zara

bag: Furla

photos: Samira

editing: by me

You Might Also Like

Mode-Inspirationen Unterwegs

fashion week: wie ich unfreiwillig in der Front Row landete

holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer

Auf die Gefahr hin, arrogant rüberzukommen -

aber ich wollte tatsächlich nicht in der Front Row sitzen!

Die Sache war so: ich und zwei andere Bloggermädels hatten "Free sitting", das bedeutet, dass man sich dort hinsetzen darf, wo kurz vor dem Beginn der Show noch frei ist - falls was frei ist! Ansprüche sind in diesem Fall also nicht drin. Ich persönlich habe immer den Platz am liebsten, von dem ich die besten Bilder machen kann, und meistens ist es eben im Stehen. Also bin ich zu einer Platzanweiserin hin und habe sie gefragt, ob ich mich an einem bestimmten Platz hinstellen darf. Es wurde mir erlaubt, ich stellte mich hin, machte mein 85 mm Objektiv an die Kamera dran und wartete. Zum besseren Verständnis: mein 85er Objektiv hat eine Festbrennweite, das heißt, zoomen kann ich nicht und bin darauf angewiesen, dass der Abstand zum fotografierten Objekt von vorne herein richtig ist.

Wie so oft, hat sich der Beginn der Show verzögert, aber als es dann endlich soweit war, kam plötzlich ein Platzanweiser schnurstracks auf mich zugerannt und sagte Worte, die jedem Infuencer, der was auf sich hält, wie Musik erscheinen, nämlich:

"Setzten Sie sich da vorne in die erste Reihe!"

Ich war ziemlich perplex, nicht wegen des Fames, der mich in der Front Row schon geduldig erwartete, sondern, weil alle meine sorgfältig geplanten Abstände zu den Models futsch waren. In der ersten Reihe war ich viel zu nah am Geschehen mit meinem Objektiv und hätte höchstens Details fotografieren können, aber keine ganzen Outfits. Himmel sei Dank hatte ich aber auch mein Weitwinkel dabei! So quetschte ich mich mit meinem Nicht-Size-Zero-Hinterteil zwischen die mageren Presse- und Influencer-Hintern und habe mit zitternden Händen noch schnell das Objektiv wechseln können, bevor das erste Model den Laufsteg betrat. Was ne Aufregung!

Die Show ging los mit einem Film, in dem die beiden holyGhost Designerinnen Jelena und Sedina den Namenswechsel des Labels zu Mykke Hofmann erklärten, dabei wurde zu melancholischer Musik darauf hingewiesen, dass der Weg nicht immer so leicht war, sodass eine der Designerinnen sogar einmal richtig heftig weinen musste. Nun ja, es sei dahingestellt, ob einmal richtig heftig weinen viel oder wenig ist, die Mode der beiden stimmte einen jedenfalls recht fröhlich. Es war nämlich eine ausgewogene Mischung aus clean und verspielt, meine geliebten Streifen trafen auf fließende Stoffe, unbemühte Eleganz und klare Formen.

Mit der Kollektion konnte ich mich sehr gut identifizieren - weite Schnitte und meist längere Kleider, Overalls, Hosen und Trenchcoats wirken anmutig und gleichzeitig lässig und bequem, was durch dazu gestyltes flaches Schuhwerk noch unterstrichen wurde.

Ich bin nunmal kein Typ, der sich übermäßig gerne in enge Bleistiftröcke quetscht - damit wären wir schon bei der nächsten Show, nämlich der von Maisonnoée.  Die fand ich leider schwach - aber Geschmäcke sind eben nicht gleich. Für gestandene, erwachsene Geschäftsfrauen stellt die Kollektion von Maisonnoée bestimmt eine solide Auswahl an Businesskleidung dar, und ja, es gab eben ziemlich viele Bleistiftröcke aus Leder, einem für dieses Label seit eh und je wichtigen Material.

Das war es auch schon - wie versprochen, kurz und bündig. Ich hätte mir selbstredend noch weitere Shows angesehen, aber durch den Diebstahl meines Handy sind all meine Pläne durcheinandergeraten und Donnerstag früh musste ich auch schon wieder abreisen.

Aber Achtung! Die nächste Fashion Week kommt bestimmt, und die wird bei weitem nicht so chaotisch - daran glaube ich ganz ganz fest :)

holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer
holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer
holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer
holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer
holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer
holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer
holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer
holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer
holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer
holyghost, mykke, hofmann, mbfwb, fashionweek, fwb, berlin, runway, front row, laufsteg, model, modedesign, designer

You Might Also Like

Mode-Inspirationen

#pfw: die romantischste Kollektion von Nobi Talai

nobi talai, paris, fashionshow, modenschau, laufsteg, runway, kollektion, modedesign, fashion, designer
nobi talai, paris, fashionshow, modenschau, laufsteg, runway, kollektion, modedesign, fashion, designer

 

Für mich als Bloggerin ist nicht nur die Frage interessant, 

was Nobieh Talaei zu ihrer Kollektion inspiriert hat, sondern ebenso die Frage, wie ihre Kollektion mich inspirieren kann. Und ja, schon das Ambiente - die große und wunderschöne Cathédrale Américaine - kann man symbolisch als einen Überschneidungspunkt der Kulturen deuten, denn die Berlinerin Nobieh Talaei (ihr Label heißt Nobi Talai und ist die vereinfachte Form ihres Namens) kommt ursprünglich aus dem Iran. Erst im Januar 2016 zeigte sie ihre erste Kollektion auf der Berliner Fashion Week, und letztes Jahr schon in Paris.

 

Eine Kollektion wie ein herbstlicher Spaziergang im Laub

Mein Herz schlug für die Kombination fließender Stoffe mit Leder, für die monochromen Looks und natürlich insbesondere für die romantischen Details wie  Schleifen und Knoten an den Ärmeln <3

Viele Teile sind variabel in der Weite oder wendbar, und gerade der locker geschnittene Teil die Kollektion traf bei mir als Oversize-Liebhaberin ins Schwarze. Apropos Schwarz - die Looks leuchteten wie ein herbstlicher Spaziergang im Laub - weinrot, senfgelb (komischerweise beziehen sich die Farbnamen eher aufs Kulinarische, als auf die Natur), aber auch dunkles Blau, Schwarz und Creme waren vertreten.

Gerade die hellen einfarbigen Looks würde ich vom Fleck weg tragen wollen! Auch die großen Ohrringe aus Horn fand ich beeindruckend, allein die Haarstyles verstand ich nicht ganz. Warum auf einer Seite offen ("Side Swept")? Warum so zottelig undone? Als Kontrast zur Geradlinigkeit der Looks? Das hätte ich gern die Designerin gefragt - nächstes Mal tu ich das :)

Zu unserem abenteuerlichen Aufenthalt in Paris und meinen Looks folgt bald mehr!

 

nobi talai, paris, fashionshow, modenschau, laufsteg, runway, kollektion, modedesign, fashion, designer, weinrot
nobi talai, paris, fashionshow, modenschau, laufsteg, runway, kollektion, modedesign, fashion, designer
nobi talai, paris, fashionshow, modenschau, laufsteg, runway, kollektion, modedesign, fashion, designer
nobi talai, paris, fashionshow, modenschau, laufsteg, runway, kollektion, modedesign, fashion, designer
nobi talai, paris, fashionshow, allwhite, modenschau, laufsteg, runway, kollektion, modedesign, fashion, designer
nobi talai, paris, fashionshow, modenschau, laufsteg, runway, kollektion, modedesign, fashion, designer, leather, cape, leder
nobi talai, paris, fashionshow, modenschau, laufsteg, runway, kollektion, modedesign, fashion, designer
Mode-Inspirationen Unterwegs

#mbfwb favorits 1: Tomcsanyi <3

Große Liebe

In diesem Beitrag hier seht ihr eins meiner persönlichen Highlights der diesmaligen Fashion Week - das erstmals in Kooperation mit der ungarischen Botschaft präsentierte Label Dori Tomcsanyi aus Budapest, zu der ich Gott sei Dank eine Akkreditierung bekommen hatte.

So eine enorme Dichte an tragbaren Teilen, die trotzdem frish, jung und trendorientiert sind, habe ich bei keiner Show, die ich sehen durfte, festgestellt. Ein Lieblingsoutfit jagte das nächste - allesamt clean und modern, aber gleichzeitig retro inspiriert und mit süßen und liebevollen Details angereichert - kleine Stickereien, abgesetzte Nähte und vor allem die gestylten Kombinationen sorgten permanent für Herzchenaugen meinerseits. Große, große Liebe! Auf so ein Outfit würde ich sogar sparen - und jeder, der mich kennt, weiß, dass Sparen absolut nicht zu meinen Stärken gehört ;) Allerdings sind die Sachen sogar relativ erschwinglich - die Preise bewegen sich zwischen 80 und 350 Euro. 

Soll man als Blogger objektiv sein?

Ich finde es nicht so einfach, bei den vielen dicht aufeinanderfolgenden Shows objektiv zu bleiben - oder ist es gar nicht nötig? 

Denn direkt vor Tomscanyi sah ich die Show von Eva Lutz an - und fand sie für den Laufsteg nicht angemessen. Keinerlei Innovation oder Ideenreichtum, fast nur tausend-Mal-gesehen-Teile, die zwar bestimmt sehr gut für den Abverkauf sind, aber die für einen Showroom geeigneter wären, als für den Laufsteg.

Man könnte (zurecht?) sagen, dass die Kollektion von Tomscanyi ja gar nicht mit Eva Lutz vergleichbar ist, aber ich sah die beiden nun mal direkt nacheinander und hatte bildlich gesprochen das Gefühl, als wäre ich aus einem stickigen Raum an die frische Luft gelangt. "Frisch" ist auch das erste Wort, was mir von allein in den Sinn kam, als ich im überhitzten Me Collectors Room mit wachsender Begeisterung die Kollektion sah.

Ebenso verliebt war ich in das Styling der Models - die stark toupierten und gewellten Haare und die süßen Glitzer-Sterne-Sticker im Gesicht - wie toll ist das bitte?

Ehrlich gesagt,

 

hat mich die Berliner Fashion Week diesmal nicht vom Hocker gerissen - was nicht an der Modewoche selber lag, die ja mittlerweile einige tolle Designer zeigt (vor allem im Berliner Modesalon), sondern daran, dass ich zu genau diesen Designern, die mich sehr interessiert hätten, keine Akkreditierung bekam.

 

Nach welchen Kriterien werden Blogger zu den Shows zugelassen?

 

Ich habe mittlerweile das starke Gefühl, dass wir "Micro"-Blogger und auch die Blogger auf dem mittleren Segment nicht nach bestimmten Kriterien wie beispielsweise Qualität der Beiträge, Interesse am jeweiligen Designer oder auch nicht nach Reichweite zu den Shows zugelassen werden, sondern dass ein Praktikant der Agentur einfach die Augen schließt und mit dem Finger die Liste der Interessierten Blogger entlangfährt, und der andere Praktikant sagt "Stopp!". Dann macht der erste Praktikant die Augen auf und verschickt eine Zusage an den Blogger, an den der Finger zeigte.

Klingt etwas übertrieben, aber so ist nunmal meine Erfahrung und mein Gefühl.

Ich bin natürlich dankbar, dass ich überhaupt dabei sein durfte und habe auch schöne und spannende Mode gesehen - aber ich gebe zu, dass mich die komplett unverständliche Vorgehensweise der Agenturen schon ärgert, zumal ich echtes Interesse an echter Mode habe.

You Might Also Like

Mode-Inspirationen Unterwegs

#mbfwb: Rebekka Ruétz Backstage & Show

Fast magisch anmutender Steamer-Dampf,

die mysteriös funkelnden Lippen eines einsam im Trubel sitzenden Models,  

die monströse Hektik im Make-Up-Bereich und noch ruhende und dunkle Laufsteg  –

–   ich liebe es, Backstage zu sein.

Ich liebe die Athmosphäre und ich liebe es, Stylisten zu beobachten, die oft selbst total interessant aussehen und einen ausgefallenen Style haben.

Meine Aufregung war kaum in Worte zu fassen, als ich erfuhr, dass ich mir bei Rebekka Ruetz Backstage einen Eindruck über die Vorbereitungen kurz vor Beginn der Show machen konnte. 

Es war eine kleine Weltreise, um das Zelt herum, an einigen Security-Menschen vorbei. Ich ließ den Trubel vor dem Zelt hinter mir, um mich in einen ganz anderen Trubel zu begeben – den Trubel, der den Abschluss einer langen Vorarbeit bildete. In nicht mal mehr einer Stunde würde diese Vorarbeit in ihren Höhepunkt münden – nämlich in die Runway Show. 

Hinter den Kulissen herrschte Spannung und gleichzeitig eine konzentrierte Gelassenheit – viele Menschen an einem verhältnismäßig engem Raum, grelle Lichter nur an den Schminktischen und im restlichen Raum – Dunkelheit. 







Die Show




… Als ich dann  zur Show ging, trug ich ein kleines Geheimnis mit mir – ich wusste schon, wie das Makeup aussehen wird und hatte die Kleider schon angefasst – tolltolltoll! :)

Die Show fing (wie im Winter auch schon) mit einem kleinen Film an, in dem Rebekka erzählte, was sie diesmal inspiriert hat. 

Die Kollektion SS17 heißt „Funkart“ und interpretiert barocke Gemälde aus dem Schloß Ambras in Innsbruck in einem wilden Mix mit modernen Elementen wie z. B. Lederbustiers und einer gehörigen Portion Ironie. Der offizielle Pressetext nannte es „reflektierte Respektlosigkeit“. 

Die Looks bestanden zur Hälfte aus natürlich fließenden Stoffen, und zur anderen Hälfte aus festen Röcken, die natürlich an die steifen Reifröcke der Barockzeit erinnern.



You Might Also Like