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Bloggen als Business Teil 2: wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram?

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Wie kommt man zum Bloggen als Beruf? Und wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram? Warum sieht mein Instagram Feed trotz verschiedenster Bilder so einheitlich aus?

Das sind drei der vielen Fragen, die mich gerade in letzter Zeit vermehrt auf Instagram erreichen. Deswegen fasse ich alles einfach in zwei Posts zusammen und kann den künftigen Fragern einfach den Link dazu schicken, habe ich mir gedacht :)

Bloggen als Beruf ist noch so neu, dass man das weder studieren, noch eine Ausbildung oder Kurse dazu machen kann. Learning bei Doing ist hier das Prinzip – aber ab und zu kann man sich auch Tipps bei erfahreneren Kollegen abholen, was oft wirklich augenöffnend wirkt.

Im TEIL EINS erzählte ich, wie meine Blogger-Anfänge waren,  welche Kamera ich habe, wie lange es dauert, bis ein Blogpost fertig ist und wie ich meine Bilder bearbeite. Heute soll es um Geld, einen einheitlichen Instagram Feed und die Motivation gehen.

Die Geschichte zum Headerbild muss ich euch noch schnell erzählen: für das Shooting für diesen Blogpost nahm ich für die bessere Anschaulichkeit extra ein paar 50-Euro Scheine mit, und während wir shooteten, hielt ich sie in der Hand und grinste um mein Leben, um eine glückliche Bloggerin darzustellen ;) Da ging eine ältere Dame vorbei, blieb stehen und meinte ausdrücklich: „Na, wenn ich auch so viel Geld in der Hand haben würde, würde ich auch so lachen“. Während wir sie verblüfft anstarrten, ist sie einen Schritt gegangen, blieb nochmal stehen und wiederholte den gleichen Satz nochmal. Als sie schon fast vorbeigegangen war, drehte sie sich nochmal um und meinte: „Ja, dann würde ich auch so grinsen“. Neid? Mitteilungsbedürfnis? Was auch immer das war – herzliche Grüße an dieser Stelle :D

So, aber jetzt zum Topic!

1.

Wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram?

Meist wird man von den Firmen oder PR-Agenturen angeschrieben und wollen, dass man Ihr Produkt bewirbt – das nennt man eine „Kooperationsanfrage“ (meine peinlichsten Kooperationsanfragen habe ich in 2 Posts verarbeitet: Teil 1 / Teil 2)

Natürlich kann man auch selbst Firmen anschreiben, dabei sollte man sich kurz und knackig vorstellen und vielleicht auch schon andeuten, wie man das Produkt in Szene setzen würde und warum es zu einem passt. Allerdings braucht man meiner Erfahrung nach eine sehr hohe Frustrationstoleranz, wenn man selber Akquise macht, denn man kann von einem ziemlichen Glück reden, wenn auf 10 Anfragen 3 Antworten kommen, von denen dann eine positiv ist.

Natürlich kann man auch auf Events und Pressdays und Fashion Weeks gehen, um Kontakte zu knüpfen. Allerdings verhält es sich damit ähnlich, wie bei der eigenen Akquise – es sei denn, du hast 200k auf Instagram und mehr. Dann interessieren sich die Firmen viel eher für dich.

Das meiste Einkommen habe ich also über Anfragen, die mich erreichen. Dabei ist es wichtig, seinen Wert zu kennen und sich auch nur in absoluten Ausnahmefällen unter Wert zu verkaufen – wenn es einem z. B. außerordentlich wichtig ist, ein bestimmtes Produkt zu bekommen, eine bestimmte Erfahrung zu machen oder einen Kontakt aufzubauen. Ansonsten darf gehandelt werden, fast wie auf einem Bazar in Abu Dhabi :D

Ganz wichtig: immer schön professionell bleiben! Danke für die Tipps, Franzi :) Egal, wie unverschämt oder ungeschickt sich manche Kooperationspartner verhalten – der Ton macht die Musik. Ich muss mir noch lange nicht alles gefallen lassen – aber ich sollte mich stets höflich und zuvorkommend artikulieren.

2.

Wie viel Geld kann ich verlangen?

Bis vor ein paar Jahren war es unter Bloggern leider total out, über Geld zu sprechen. So hat jeder für sich, im stillen Kämmerlein, irgendwas verlangt, und keiner wusste, was für Summen die anderen so veranschlagen. Mittlerweile hat sich das Thema Geld glücklicherweise etwas enttabuisiert, was dem Markt nur hilft, denn wenn alle aufhören würden, sich unter Wert zu verkaufen, würde die Bezahlung sich für alle auf einem guten Niveau bewegen.

Grob kann man sagen, dass man pro 10 Tausend Followern auf Instagram ca 100 Euro für ein Bild verlangen kann. In der Realität verhält es sich etwas anders, und normalerweise kommt man fast nie auf den Preis. Die Plattform Influencer DB zeigt an, wieviel euer Bild auf Insta wert ist – aber der Plattform vertraue ich nicht, denn sie ist oft total fehlerhaft, was man z. B. oft an meiner wöchentlichen Statistik von Influencer DB erkennen kann, die immer wieder besagt, dass ich o neue Follower, o Kommentare und 0 Likes hatte, was natürlich NULL stimmt… 

Für einen Blogpost verlange ich natürlich das Doppelte, wie für Instagram, denn er kostet viel mehr Arbeit (siehe Punkt 4).

Ich habe auch schon erlebt, dass Kollegen für die gleiche Kooperation sowohl viel weniger, als auch viel mehr bekommen haben – oft habe ich das Gefühl, dass es nicht nur wegen dem Verhandlungs-Geschick so unterschiedlich ist, sondern auch wegen persönlicher Präferenzen der Kooperationspartner… 

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3.

Wie authentisch darf man bleiben, wenn man Werbung macht?

Im Idealfall bin ich als Bloggerin natürlich ganz frei in der Bildgestaltung und in meiner Meinungsäußerung – allerdings haben ganz viele Firmen mittlerweile richtige „Briefings“, die teilweise aus vielen Anforderungen und Richtlinien bestehen. Man bekommt z. B. gesagt, dass die zu bewerbenden Produkte im Mittelpunkt des Bildes stehen sollen, welche Hashtags man verwenden soll und welche Informationen über das Produkt man einbauen soll. 

Mit meinen Bildern sind alle Kunden immer sehr zufrieden, aber ab und zu kommt es vor, dass ein Kunde nicht nur himmelhochjauchzende Worte in meinen Posts vorfindet – und dann ist es Verhandlungssache, einen Weg zu finden, mit dem alle Beteiligten zufrieden sind. Was manchmal wirklich schwierig ist. Ich versuche dem Kunden immer klar zu machen, dass meine Authentizität mein Kapital ist und gleichzeitig das, was einen Blogger von der klassischen Werbung unterscheidet oder unterscheiden sollte. Verliere ich als Bloggerin meine Glaubwürdigkeit, verliere ich euch als Leser – und das ist weder in meinem Sinne, noch im Sinne meiner Kooperationspartner. Deswegen muss ich immer meine ehrliche Meinung sagen dürfen. Allerdings ist es nicht allen Firmen immer so bewusst, denn viele denken nicht langfristig, sondern „Abverkauf über alles und nach mir die Sintflut“ bzw. „Hauptsache, das Produkt wird in höchsten Tönen gelobt – authentisch oder nicht, ist doch egal“…

Deswegen freue ich mich immer richtig, wenn eine Firma extra betont, dass der Blogger die Kooperation so umsetzen soll, wie es zu seinem sonstigen Stil, Bildsprache und Leserschaft passt. So soll es sein!

4.

Wie oft sollte man posten und wie lange brauche ich für einen Blogpost?

Was Instagram angeht – ich denke, einmal am Tag ist optimal. Beim Blog teilen sich die Meinungen – die einen sagen, so oft es geht, die anderen – lieber nicht zu oft, sonst rutschen die neuen Posts zu schnell runter. Ich persönlich habe ganz früher jeden Tag gepostet, allerdings habe ich auch einfach IRGENDWAS hochgeladen, ohne zu Taggen und ohne SEO und, vor allem, die Bilder gar nicht bearbeitet – das spart enorm viel Zeit. Bis vor einem Jahr habe ich dann 3 und manchmal sogar 4mal die Woche gepostet, was eine ganz schöne Hetzerei war – kaum war was online, schon habe ich mich an das nächste setzen müssen.

Mittlerweile poste ich immer Sonntags und Mittwochs und kann diesen Rhythmus ganz gut durchhalten. 

Wie lange es dauert, bis ein kompletter Blogpost online geht, kommt ganz auf den Aufwand an. Unter 3 Stunden reine Arbeit am PC geht aber nie was – so ein Blogpost wie der hier hat genau 6 Stunden in Anspruch genommen. Das weiß ich deswegen so präzise, weil ich eine Abgaben-Deadline hatte und erst um 23 Uhr anfangen konnte – um 5 Uhr Nachts war ich dann fertig (fix und fertig), aber der Post ist auch besonders aufwendig gewesen, wie der hier  oder der hier z. B. auch. Recherchieren, Bilder bearbeiten, Layout festlegen, Texte schreiben, Taggen, SEO… 

Um ein Instagram Bild zu posten, dauert es auf jeden Fall auch eine Stunde, denn ich bearbeite alle Bilder erst auf dem Computer und dann nochmal auf dem Handy – aber dazu siehe den nächsten Punkt.

5.

Wie bearbeite ich Bilder für einen einheitlichen Look?

Immer erst am Computer, auch für Instagram. Für alle Bilder verwende ich mittlerweile meinen eigens erstellten Filter bei Photoshop (eine sogenannte „Action“), für Instagram lade ich die Bilder danach unkomprimiert in die ICloud, öffne sie mit VSCO und lege dort zusätzlich noch den abgeschwächten A4 Filter drüber. Manchmal passe ich die Bilder dann noch in Instagram selber leicht an, wenn ich sehe, dass sie sich farblich zu sehr von den anderen Bildern im Feed unterscheiden. Extra dafür habe ich mir einen auf privat gestellten Account eingerichtet, wo ich es in Ruhe ausprobieren kann und denn Feed auch vorplanen kann.

Letztes Jahr habe ich meine Farbwelt verändert – früher stand ich auf cleane, kühle Bilder – dann habe ich mich daran sattgesehen, und im Moment identifiziere ich mich mit warmen, dunklen Tönen.

Bis ich das alles rausgefunden habe, hat es allerdings Jahre gedauert :D

Es gibt noch eine andere Möglichkeit, die, wie alle meinen, viel einfacher ist, nämlich, die Bilder mit Lightroom zu bearbeiten. Für Lightroom kann man sich kostenlose Presets runterladen, die man dann angeblich super einfach über die eigenen Bilder legen kann  – danach bekommen sie auch eine einheitliche Farbe. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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6.

Wie motiviere ich mich auf lange Sicht?

Natürlich kann man auch wieder aufhören, wenn man nicht mehr bloggen mag. Das ist nämlich nicht jedermanns Sache, auch wenn es auf Instagram&Co oft nach Glanz und Glamour aussieht. Bloggen ist einerseits eine tolle und sehr dankbare Angelegenheit – wenn man bedenkt, dass die Gagen sogar bei sogenannten „Micro-Influencern“ (wie ich das Wort hasse!!) für ein Bild schon ein Monatsgehalt eines Minijobbers betragen können. Ich weiß das zu schätzen, denn ich habe Jahrelang im Einzelhandel für 6,50 Euro/Stunde gejobbt. Allerdings ist Bloggen hinter den Kulissen oft ein knochenharter Job, denn die ganzen Stunden, Tage, Monate und Jahre, die man in die Erstellung und Aufbereitung eigener Inhalte und den Aufbau der Reichweite steckt – richtig, bezahlt einem eben keiner. Im Klartext: bis ich meine erste bezahlte Kooperation hatte, habe ich schon lange und regelmäßig zig eigene, ganz ungesponsorte Inhalte online gestellt und eine gewisse Reichweite aufgebaut, was gar nicht einfach ist – hier ist übrigens ein erst eine Woche alter Podcast mit einem Interview mit mir: „Influencer in 30 Tagen? Ein Selbstversuch“.

Man braucht als Blogger also einen eisernen Willen, viel Leidenschaft für die Sache, hohe Lernbereitschaft, oft dicke Haut und sehr hohe Frustrationstoleranz und Disziplin. Das Wichtigste ist: Aufgeben ist nicht. Immer weitermachen, egal was passiert. Menschen, die noch nie als Blogger tätig waren, können das nicht nachvollziehen, warum es einem so nahe geht, wenn sich Follower abmelden,  keine Kooperationsanfragen kommen oder nur ganz fürchterliche, und wenn es Hater regnet. Hier die Erklärung: es gibt Phasen, in denen man auch als Blogger das Gefühl hat, dass man sich abstrampelt – und genau in solchen Momenten fühlen sich die erwähnten Geschehnisse als herbe Rückschläge an. Trotzem – es wird weitergemacht, man darf sich auf Dauer nicht runterziehen lassen – weil es sich in jeder Hinsicht lohnt, dabeizubleiben <3

Photos by Aslihan

Editing by me

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Lifestyle

Bloggen als Business #1 – Software, Namensfindung & Ausrüstung

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Wie habe ich es geschafft, so professionell zu bloggen? Und warum sieht mein Instagram Feed trotz verschiedenster Bilder so einheitlich aus? Nein, ich will mich hiermit nicht etwa selber loben, sondern das sind zwei der vielen Fragen, die mich gerade in letzter Zeit vermehrt auf Instagram erreichen. Ich antworte immer jedem einzelnen von euch, aber bevor ich tausendmal dasselbe schreibe, fasse ich alles einfach in einem Post zusammen und kann den künftigen Fragern einfach den Link dazu schicken, habe ich mir gedacht :)

Bloggen als Beruf ist noch so neu, dass man das weder studieren, noch eine Ausbildung oder Kurse dazu machen kann. Learning bei Doing ist hier das Prinzip – aber ab und zu kann man sich auch Tipps bei erfahreneren Kollegen abholen, was oft wirklich augenöffnend wirkt.

Also legen wir los – ich möchte in diesem Beitrag über das Bloggen als Business erzählen – wie meine Blogger-Anfänge waren, was mir zu einem besseren Bekanntheitsgrad verholfen hat, welche Kamera ich benutze, wie ich meine Bilder bearbeite und überhaupt, wie man Blogger wird und auch bleibt :)

1.

Wie fängt man an, zu bloggen?

Als ich anfing, zu bloggen, haben die Menschen in Höhlen ums Feuer getanzt, so lange ist es her. Kleiner Scherz. Tatsächlich war das aber schon 2010! Damals war Bloggen was Peinliches und Suspektes. Wenn jemand bloggte, war es eindeutig: er versucht, sein Aufmerksamkeitsdefizit zu kompensieren. Noch ein kleiner Scherz, dennoch diesmal nur teilweise: damals war Bloggen in Deutschland noch komplett unbekannt und man hat sich wirklich ein bisschen dafür geschämt.

Mittlerweile ist es Gottseidank anders: viele der Vorreiter, die um 2010 herum angefangen haben (z. B. This is Jane Wayne und Journelles, Masha Sedgwick und ähem ich, hehehe), haben dafür gesorgt, dass es heutzutage ein mehr oder weniger anerkannter Beruf ist (auch wenn Blogger von vielen leider immer noch belächelt werden), man kann davon leben und viele junge Menschen geben „Blogger“ als künftigen Berufswunsch an.

Die Software, mit der ich die Website erstellt hatte, war WordPress – es ist kostenlos, aber man hat viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten, als z. B. bei Blogger.com. Nach ein paar Jahren habe ich mir eine eigene Domain gekauft. Fragt mich aber lieber nicht, wie man das genau macht – P. hat sich von Anfang an um technische Dinge gekümmert und mir geholfen – an dieser Stelle vielen vielen Dank dafür <3

Also, wie fängt man an? Entweder man erstellt sich eine Website, z. B. eben bei WordPress, und legt einfach los, frei nach dem learning bei doing Prinzip  – oder man macht einen Businessplan, entwirft ein Konzept, eine bestimmte Bildsprache, Kategorien, bereitet Content für einen Monat vor – und legt dann ganz professionell los. Wie man lieber nicht anfängt, es aber dennoch einige tun: man kauft sich Follower und likes und lädt schlechte und langweilige Bilder auf Instagram hoch. Zack – schon ist man Influencer ;) Fragt sich nur – wie lange!

2.

Wie nenne ich meinen Blog?

Mein eigener Blogname ist durch Zufall entstanden. Ich habe „übergestern“ und „vormorgen“ statt „übermorgen“ und „vorgestern“ gesagt (kommt ihr noch mit, haha?). Dann wurde aus dem komischen „übergestern“ ein „NACHgestern“ und schon ergab das Ganze einen Sinn, nach dem aber immer wieder ziemlich lang gesucht wird, wenn ich meinen Blognamen vorstelle. „Nach äääähhh wie war das nochmal??“ – das ist doch ganz einfach – es geht um das HEUTE!

Im Jahre 2018 würde ich es aber keinem empfehlen, bei der Wahl des Blognamens so vorzugehen :) Man sollte einen Namen wählen, der am besten international ist (folglich, wenigstens ein englisches Wort enthält) und der auch SEO-optimiert ist. SEO bedeutet Search Engine Optimization, im Volksmunde Google-Optimierung. Google ist nämlich der Gott, den alle Blogger anbeten (noch ein kleiner Scherz). Das heißt, bevor du deinen Blog benennst, überlege dir, nach welchen Key-Words Leute suchen sollten, um auf deinen Blog zu kommen, und verwende dann so ein Schlüsselwort. Bedeutet: wenn du deinen Blog über Fashion schreiben willst, dann benenne ihn am besten nicht „Maike´s Gartenblümchen“. Übrigens hat man früher auch das gemacht. Zig Mädchenblogs hießen „Rosa Zuckerwattenwolke“ und „Lila Einhornträume“ oder was weiß ich.

In letzter Zeit ist es Trend, Blogs nach dem eigenen Namen zu taufen. Meiner würde demnach heutzutage wohl sowas wie „Style of Esra“ oder „Esra Eren“ heißen :D

Meinen Blog umzubenennen, ist es allerdings viel zu spät – für mich gibt es also kein Zurück mehr und ich mache als Nachgestern weiter :)

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3.

Worüber soll ich bloggen?

Natürlich darüber, was dich am meisten interessiert und begeistert – sonst hälst du niemals lange durch! Allerdings ist es so – je länger ich dabei bin, desto mehr sehe ich die Wichtigkeit einer klaren Linie. Ich kann behaupten, dass ich leider erst das letzte Jahr wirklich raugefunden habe, was meine Präsenz im Internet ausmacht und ausmachen soll. Aber auch ich bin immer noch „zu vielseitig“, ich habe keine Nische besetzen können und deswegen hält sich mein Erfolg auch relativ in Grenzen im Vergleich dazu, wie es sein könnte, wenn ich zur richtigen Zeit die richtige Nische gefunden hätte.

Das heißt nicht, dass du jeden Tag dasselbe posten sollst – aber schau dir viele viele andere Blogs und Instagram-Accounts an und versuche das, was dir gefällt, auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Magst du es lieber bunt? Mit viel Text oder eher Bildern? Lieber süß oder minimalistisch? Lieber Reisen oder Kochen? Hauptsache Cozy oder elegant in jeder Lebenslage? usw usw.

Mein Konzept ist ungefähr so: ich biete hochwertige Bilder mit eigener Farbwelt an und Texte, die zum Nachdenken anregen oder unterhalten. Mein Stil verbindet Trends mit einem Vintage Lebensgefühl und ich komme meist süß, aber auch sophisticated rüber. Nahbar werde ich durch meine Art, zu kommunizieren: ich beantworte so gut es geht jeden Kommentar auf allen Kanälen und zeige mich in Insta Stories so, wie ich bin. Gleichzeitig rede ich nie über bestimmte private Themen wie z. B. Liebesleben :P

4.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Bloggen?

Das kommt drauf an, ob du klassisch eine eigene Website möchtest oder nur Instagram, oder vielleicht Youtube?

Für einen Blog würde ich eine Spiegelreflexkamera empfehlen, für Instagram reicht vielleicht die Handy-Cam. Wobei es auch hier auf das Konzept ankommt. Es gibt erfolgreiche Instagram-Influencer, die nur Handybilder hochladen, und es gibt welche, die nur hochwertigste Kamerabilder verwenden. Hauptsache, ein roter Faden ist zu sehen und natürlich interessante oder besonders schöne Inhalte.

Ich hatte am Anfang eine Kompaktkamera – die Olympus C-5050. Dann habe ich gebraucht bei Ebay eine Nikon D80 gekauft und landete dann vor fast 3 Jahren endlich bei Vollformat – nämlich der Nikon D750 und mittlerweile zwei Objektiven (HIER habe ich ausführlich über meine Kamera berichtet).

Natürlich sind Tageslichtlampen (zwei!! Sonst gibt es Schatten) und auch Reflektoren eine tolle Sache, allerdings habe ich kein Auto und somit reicht mir das, was ich sowieso immer zu Shootings mitschleppe (Kamera samt 2 Objektiven und einen Koffer mit Wechseloutfits) mehr als vollkommen… Ein Stativ besitze ich selbstredend, eins mit Kugelkopf – kann ich nur empfehlen!

5.

Wie sollte das Layout meines Blogs sein und wo bekomme ich eins?

Auch das ist leider (oder zum Glück!) ein Thema, mit dem ich mich kaum auskenne, da ich von Anfang an Hiklfe von P. bekomme habe, was das angeht.

Ich weiß, dass man bei WordPress verschiedene „Themes“ installieren kann (Theme bedeutet soviel wie „Blogdesign“), allerdings weiß ich auch, dass nur die wenigsten (oder keine??) Themes ohne stundenlange Anpassungsarbeit so aussehen, wie in der Vorschau auf der Herstellerseite :( Allein die Darstellung des Instagram-Widgets im Footer kann einen in den Wahnsinn treiben!

Einen Tipp kann ich euch dennoch geben: vergesst nicht das Impressum (es gibt gesetzliche Vorlagen im Internet), auch was neben der vollständigen Adresse sonst noch reingehört, kann man googeln. 

Ebenso wichtig ist die About Seite, denn sie wird erfahrungsgemäß am meisten angeklickt! Jeder möchte wissen, mit wem er es hier zu tun hat :)

Ein übersichtliches Menü und schnelle Ladezeiten eurer Website sind auch unabdingbar. Die hochgeladenen Bilder dürfen nicht größer als 300KB sein (in Photoshop gibt es eine Funktion namens „für Web speichern“, mit der man Bilder fürs Web komprimieren kann).

Für mein Layout innerhalb meines Themes (z. B. mehrere Spalten – was man übrigens nur auf dem Computer sehen kann, nicht auf dem Handy!) benutze ich den Page Builder von SiteOrigin, allerdings gibt es ganz viele verschiedene!

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So, das war Teil 1!

Im Teil zwei wird es darum gehen, wie man mit dem Blog und mit Instagram eigentlich Geld verdient, was es mit den Kooperationen auf sich hat und wie man sich trotz Tiefs immer weiter motiviert!

Stay tuned <3

Photos by Benjamin Egerland

Editing by me

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blogging: peinlichste Kooperationsanfragen

Wer behauptet, Bloggerleben sei glamourös, hat nichts verstanden. Natürlich kommt es ab und an vor, dass man ein bisschen Luxus-Luft schnuppern darf. Allerdings gibt es ja auch sowas wie Alltag, und dieser fällt oft ziemlich nervtötend aus, wie in jedem anderen Beruf auch.

Ein gutes Beispiel wären da manche Kooperationsanfragen. Neben spannenden, schönen, normal oder gut bezahlten Kooperationen und respektvollen Kooperationspartnern gibt es auch Fälle, wo man beim Durchlesen der Anfrage einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und "Ist das denn wirklich euer Ernst??" rufen möchte.

Folgende Maschen werden oft von Firmen angewendet, um Blogger für Kooperationen zu schlechten Bedingungen zu "ködern":

  • angeblich bekommt der Blogger eine immense Reichweite durch die Kooperation mit Firma X.
  • und angeblich hat der Blogger keine interessanten Themen zum Bloggen und soll sich deswegen freuen, über die mega spannenden Infos der jeweiligen Firmen zu berichten.
  • wenn man zu schlechten Bedingungen zusagt, wird es eine gaaaaaanz langfristige, regelmäßige Zusammenarbeit (langfristige Zusammenarbeit hatte ich bisher komischerweise nur mit Firmen, die das nicht angekündigt haben!)

 

...und hier kommen meine 6 peinlichsten Kooperationanfragen!

Außerdem hat meine liebe Diana mitgemacht und ihren schlimmsten Kooperationsanfragen könnt ihr HIER sehen - viel Spaß :D

 

ANFRAGE:

Eine PR-Dame hat doch tatsächlich mal in unserer Mail-Korrespondenz vergessen, folgende Zeilen, die so gar nicht für mich bestimmt waren, aus ihrer Mail rauszulöschen!!  Anscheinend gab der Vorgesetzte der besagten PR-Dame  Anweisungen, wie sie mit mir verhandeln soll. Also stand am Ende ihrer Mail an mich Folgendes:

- produkte kein geld, frag sie noch mal, können wir besser verrechnen

- sie bekommt dafür einen beitrag bei uns im    magazin, wenn sie will? stellen sie vor. das ist mega reichweite

- und mach mal den deal mit ihr aus, dass wir ihre bilder auch verwenden für  fb ads und newsletter.

--> für sie super sie bekommt reichweite

ICH SAGE:

Eine lehrreiche Mail!

Ja klar, ich bin sofort dabei! Jeder weiß, dass die Blogs und Online-Magazine verschiedener Firmen der totaaaale Renner sind und den meeeeega Mehrwert und meeeega Reichweite bieten! Das sieht man immer an null Kommentaren unter den Artikeln ;)

Außerdem: wer braucht schon Geld? Blogger doch nicht! Mein Vermieter freut sich stattdessen bestimmt über ein paar rote Nagellacke oder Haarbürsten von Tangle Teezer und auch im Supermarkt kann man statt mit Geld schon immer mit Shampoos, Lippenstiften und Parfums bezahlen.

Meine Bilder verwenden? Nichts lieber als das! Print-Magazine sagen zu ihren Fotografen doch auch immer: "Wir zahlen Ihnen nichts für die Bilder, denn wenn wir ein Bild von Ihnen abdrucken, ist es Werbung für Sie!"

ANFRAGE:

Es ist gücklich, Ihr Youtube und Facebook zu finden. Ich meine, dass Ihr Stil sehr wunderbar ist. Da wollen wir mit Ihnen zusammenarbeiten.

ICH SAGE:

Es ist nicht ganz so "glücklich", dass ich zu dem Zeitpunkt noch gar kein Facebook und Youtube hatte. Tja. Vielelicht wäre es "glücklicher", sich die Blogger, die man anschreibt, vorher auch tatsächlich anzuschauen!

ANFRAGE:

Du darfst kostenlos über uns berichten und damit einen hochwertigen Content für deinen Blog schaffen.

ICH SAGE:

Wow, wie gnädig!

Ich weiß gar nicht, wohin mit meiner Dankbarkeit! Ich hatte schon Angst, mein Blog würde ohne euren hochwertigen Content total verkommen!

ANFRAGE:

Liebe Esra, wir haben deinen Blog im Internet gefunden und er gefällt uns sehr gut. Hast du Lust, über KFZ-Mechanik einen Blogpost zu veröffentlichen? Wir meinen, das würde thematisch super zu deinem Blog passen.

ICH SAGE:

Ach echt? Meinen Blog im Internet gefunden? Wo kann man ihn denn sonst finden?

Und nein, ich glaube nicht, dass mein Blog euch gefällt, denn ihr habt ihn gar nicht angeschaut! Hättet ihr das getan, wüsstet ihr nämlich, dass ich mit KFZ ungefähr so viel zu tun habe, wie ein McDonald´s mit gesunder Lebensweise...

ANFRAGE:

You can write anything you prefer about us, but you would need to add at least the following 6 links to the post:

- 1 link to our homepage

- 2 links to categories within our shop - you can choose the link to the categories you prefer

- 3 links to specific products: 1 product within the market - 2 products within the affiliation shop

Hopefully this is of you interest and it is the beginning of a longterm relationship J

Our budget for this first post is 20 euros

ICH SAGE:

Oh, then I would prefer to write about you in this post here because you fit the topic so well!

So eine Frechheit aber auch. Purer Link-Kauf!!

ANFRAGE:

Wir hatten gestern eine Pressemitteilung zu einem aktuellen Thema verschickt.   ...

Planst du vielleicht schon eine Veröffentlichung?

ICH SAGE:

Liebe Agenturen, Blogger arbeiten etwas anders als Print-Medien. Ich plane nicht sofort und an der Stelle eine Veröffentlichung, wenn ich Pressemitteilungen bekomme. Ganz ehrlich - wenn das wirkich so wäre, könnte ich 10 mal am Tag posten, ohne etwas dafür zu verdienen. Ich poste aber ca 3-4 Mal in der Woche und möchte - wie oben schon ausgeführt - für meine Arbeit auch etwas verdienen, denn in der Zeit, die für meinen Blog draufgeht, kann ich nicht gleichzeitig wonaders arbeiten, ergo kein Geld nach Hause bringen.

_______

Und hier noch etwas zum Thema: ein witziges, aber trauriges Blogger-Relations Bullshit Bingo von Frau Kirschvogel 

  und ein Video, das es sowas von auf den Punkt trifft!!

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Allgemein Shopping Sprüche, Zitate thoughts

sonntagsforum: blogging

collage-blogger-print-tshirt

Es ist schon viel zum Thema „Bloggen“ geschrieben worden, aber trotzdem möchte ich meinen eigenen Senf dazu geben.

Mehrwert oder Authenzität?

In letzter Zeit hatte ich vermehrt mit anderen Bloggern zu tun und habe nun etwas mehr Ahnung, was in dieser Welt abgeht. Als schwierigste Aufgabe für jeden, der das Bloggen mehr in kommerzielle Richtung oder sogar zum Hauptberuf ausbauen möchte, erweist sich wohl Folgendes:   den Spagat schaffen zwischen dem Bieten von kommerziellen Inhalten, die die Mehrheit ansprechen, und dem Sich-Selbst-Treubleiben!

Ich persönlich bin vielleicht genau die Richtige, um darüber zu urteilen, denn ich bin (leider?) zu wenig Mainstream, um in der richtig breiten Masse sehr erfolgreich zu sein. Dabei muss ich ganz ehrlich zugeben, dass ich liebend gerne für meine Blog-Leidenschaft  und -Liebe und für die viele Zeit, die ich hier reininvestiere, auch etwas mehr finanzielle Zuwendung bekommen würde.

Damals, vor  vier Jahren, als ich mit dem Bloggen anfing,

hatte ich ehrlich – null Ahnung. Null Ahnung, von Fotografie, von Marketing, von Social Media – und zugegebenermaßen auch eher nicht ganz soviel Ahnung davon, was meinen eigenen Stil ausmacht. In der Zeit, wo ich durch das Bloggen das alles nach und nach lernen durfte (und man lernt nie aus!), hat die „Konkurrenz“ so stark zugenommen, dass es sich nun, wo ich schon eher weiß, wo der Hase läuft, sehr schwierig gestaltet, den Blog bekannter zu machen.

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Warum würde ich mit dem Blog gerne mehr verdienen?

Ich will nicht jammern, oder Moment – doch, ich will jammern :D Ich liebe es einfach zu sehr, mich mit euch auszutauschen und freue mich so sehr über jeden Kommentar, dass ich mir natürlich gerne noch mehr Kommunikation und ja, noch mehr Leser wünschen würde. Und ja, ich bin einfach nur ehrlich – auch mehr Verdienst.

Denn ich lebe freiberuflich mit meinem erlernten Beruf, der ebenfalls (wie das Bloggen) künstlerisch und kreativ ist, aber – nicht immer zuverlässig ertragreich, so wie es mit den Freiberuflern eben so ist. So wäre mir mein Blogger-Dasein als ein zusätzliches kleines Standbeinchen sehr recht :D Natürlich ist mir klar, dass ich ein Luxusleben führe, in dem Sinne, dass ich eine Arbeit habe, die mir immens Spaß macht.

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Zu dem Spruch auf meinem Tshirt von Spreadshirt (herzlichen Dank an dieser Stelle!!) – ja, mittlerweile darf es sich auch in Deutschland rumgesprochen haben, dass Bloggen Arbeit ist und Arbeit bedeutet.

Deswegen fasse ich nur kurz zusammen, was ein Blogger so alles macht!

Posten:
  • Locations suchen, Outfitbilder schießen, aussortieren, bearbeiten, hochladen
  • Texte schreiben, korrigieren, Links setzen
  • den Post taggen
  • Kooperationen bearbeiten – die meisten innerhalb einer bestimmten, eher kurzen Frist
  • deswegen – Beiträge wollen geplant werden! Ich habe einige Entwürfe, die ich nach und nach bearbeite, sodass ich meist mindestens 2 fast fertige Posts parat habe
die Arbeit drumherum:
  • sich mit HTML, Servern etc herumschlagen
  • versuchen, seinen Blog für die Suchmaschinen zu optimieren – eine Wissenschaft an sich!!
  • Mails beantworten
  • Events besuchen (ja, es macht total Spaß!! Aber kostet halt vor allem auch seine Zeit und auch Kraft) und eventuell darüber berichten
  • Reisen
  • Social Media Kanäle pflegen – sehr zeitaufwendig! Btw, Instagram ist meine absolute Lieblingsapp!! Macht einfach zuviel Spaß :D

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Zu Spreadshirt:

hier ist das Paradies für alle, die gerne ein Statement setzen. Die Auswahl ist extrem. Einfach extrem! Es gibt zu jedem Thema Tshirts. Tassen. Taschen. Jacken. Pullis. Regenschirme. Tolle Sport Pullover. Einfach alles Mögliche! Für jedes Shirt kann man zwischen allen erdenklichen Farben, Formen, Auschnitten, Ärmellängen etc wählen. Wahnsinn!!  Aber zugegeben: ich HASSE 100prozentige Baumwolle, die ist mir immer zu steif. Mein Tshirt ist aber aus einem sehr angenehmen Stoff, dünn und dadurch weicher, aber trotzdem stabil. Der Service ist auch ausgezeichnet. Umtausch von Größe S auf M ging super schnell und reibungslos. Normal trage ich S, aber die Shirts fallen eher enger aus, wer es luftig mag, soll eine Größe größer bestellen.

blogging-blogger-outfit-print-statemen-tshirt-knit-winter-pink-3

sunnies: Sunglassesshop*

shirt: Spreadshirt*

jeans: H&M

boots: Blackfive

lipstick: Misslyn

 

Wie handhabt ihr das? Ist euch die finanzielle Seite des Bloggens wichtig? Habe ich etwas Wichtiges vergessen?

 

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