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thoughts: gibt es eine (blogger-)freundschaft ohne konkurrenz?

Esra-und-Diana-3

Die Antwort lautet:

wohl kaum. Vor allem unter Frauen nicht. Aber das ist nicht das ausschlaggebende.

Viel wichtiger ist, wie eine Freundschaft damit umgeht, was sie alles aushalten kann und mehr noch: was sie an menschlichen Unfertigkeiten und Unperfektheiten vielleicht sogar braucht, um daran zu wachsen. Sie darf nicht immer nur aus rosa-roten idealistischen Trostpflaster-Zuständen bestehen, denn auch das Leben ist bekanntlich auch kein Ponyhof! Eine echte Freundschaft wächst gerade an Widrigkeiten, die der Alltag so mit sich bringt. Jemand, der in einer Beziehung (und Freundschaft ist auch eine Beziehung!) stets d´accord mit dem Anderen auf Wolke 7 schwebt, mag in einem beneidenswerten Zustand verweilen, aber dieser wird wohl nicht von Dauer sein.

Denn bei Unstimmigkeiten, Lebenskathastrophen und unangenehmen Notfällen stellt sich leider erst heraus, ob eine Freundschaft ein Luftschloß oder eine Festung ist.

 

 

 

 

Seien wir mal ehrlich:

 

Gerade bei Bloggern ist Konkurrenz ja (leider!) ein ausgeprägtes Thema, bei Frauen untereinander sowieso, und leider muss man auch sagen, das gerade in Deutschland keiner gelernt hat, dem anderen etwas von Herzen zu gönnen. In Amerika herrscht das andere Extrem, da wird man für jeden Pups in den Himmel gelobt, was allerdings trotzdem sehr motivierend sein kann. Als ich vor Kurzem mit einer amerikanischen Firma wegen einer Kooperation telefoniert hatte, habe ich mir immer wieder anhören dürfen, wie toll sie meinen Blog finden und wie glücklich sie sind, mit mir arbeiten zu dürfen. Ich wusste, dass das übertrieben ausgedrückt und auch eine Masche war, aber trotzdem war das eine sehr schöne und beglückende Erfahrung, nach dem ganzen frustrierten und verängstigten Gemotze, was so einige Firmen in Deutschland von sich geben. Soviel dazu.

Aber nicht nur von Firmen kommen oft negative Vibes: auch die meisten Blogger lästern für ihr Leben gern und finden besonderen Gefallen daran, kein gutes Haar an anderen zu lassen. Wie war das nochmal mit respektvollem miteinander? Am anderen seine Stärken schätzen? Sich mit ihm mitfreuen? Gerade die Vielfalt als Bereicherung sehen und nicht als einen Angriff auf sein Status Quo?

Jeder gegen jeden

Gerade in unserer Gesellschaft, wo jeder gegen jeden ist, ist es schön, sich in einer Freundschaft aufgehoben zu wissen. Ich kann behaupten, dass Diana und ich uns in Situationen, wo es darauf ankommt, nicht hängen lassen würden. Das ist keine Theorie - denn ich durfte das auch schon erleben - und bin dankbar dafür. Für mich zeigt sich der Charakter eines Menschen auch besonders in seiner Art zu streiten. Das Coole an Diana ist (wir sind uns in dieser Hinsicht wohl ziemlich ähnlich) - sie kann, genauso wie ich, ehrlich zu sich selber sein - und das ist in einem Streit die beste Voraussetzung, um ihn zu klären. Sich nicht gleich angegriffen zu fühlen, sondern versuchen, nachzuvollziehen, wie der Andere sich fühlt und was ihn stört, ohne das sofort als Unsinn abzutun, nur weil das mit seiner eigenen Meinung nicht übereinstimmt.

Konkurrenz? Ja!! Aber eine, der man den Erfolg gönnt

Es gibt zig Blogposts über Bloggerfreunschaft, und jetzt alle im Chor: "Ist Freunschaft unter Bloggern möglich? YEAH logo, easy!" - klar, eine ehrliche Einschätzung würde ja auch ach den so locker flockig wirkenden Lifestyle der Blogger zu sehr in die Realität ziehen. Und die Realität sieht so aus: Blogger-Freundinnen sind immer noch Konkurrentinnen, denn sie haben gleiche (oder zumindest ähnliche) Ambitionen auf Erfolg und werden ständig verglichen - von anderen Bloggern, von PR-Agenturen und so fort. Aber diese Konkurrentinnen haben die große Chance, immer wieder zu lernen, zueinander zu stehen. Sie haben die Chance, einander zu unterstützen, zu ergänzen und gegenseitig zu inspirieren. Sie haben die Chance, zu erleben, dass Freundschaft (und somit "real life") letztendlich wichtiger ist, als eine Karriere, die zudem auf unberechenbaren und sich stetig verändernden Social Media basiert.


photos: Kaj

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random

blatt

Ach was bin ich für ein herrlich oberflächliches Modeblogger-Wesen!! Locker-luftig-leicht lebt es sich in meiner rosa Bloggerwelt! In meinem Leben geht es um Essen, Mode und, naja, das Wetter!

Buch? Hab ich noch nie in den Händen gehalten. Was ist das? Ist das vielleicht eine Art Macbook, nur aus Papier?

Politik und Kunst interessieren mich sowieso nicht die Bohne, und überhaupt – das alles geht mich nichts an! Total egal, dass ich auch in dieser Gesellschaft lebe! Was für mich zählt, sind WIRKLICH wichtige Sachen – Mode. Essen. Und, naja, das Wetter!

blatt

Ich – verzerrt in einem Autofenster. Hach. Ich kann auch kreativ

spiegelung

Spricht für sich…

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Etwas, wovor ich öfters Angst habe, es zu vergessen. Schlüssel. Was ein Satz!

schluessel

Ist sie das?? Meine perfekte (Fake-)Lederjacke?? Ja oder nein? JA ODER NEIN?????

jacke

Fiiiiisch

fisch

Tschüüüüß, ich bin dann mal weg!

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Rückblick:

Zitiert: Shopping Queen, Guido: „Männer mögen in den Krieg ziehen, aber Mut ist, uns die Tür aufzumachen“. Hahahaaaa!

Entscheidung der Woche:  nachdem ich gehört habe, wie schlimm es den Tieren geht und wie sie behandelt werden, bevor man ihnen lebendig die Haut abzieht, möchte ich kein Echtleder mehr tragen. Ich werde versuchen, das durchzuziehen. Das kann doch nicht wahr sein! Sind wir hier im Folterkeller, und das auch noch massenweise an lebendigen Wesen, die auch Angst und Schmerz empfinden??? Finsteres Mittelalter im ach so fortschrittlichen 21. Jahrhundert :(

Gegessen: eine der besten Kugeln Eis seit langem. Nutella Cookie oder so hieß die Sorte. Nur eins dazu: O!M!G!!!

Vorgenommen: sich nicht zu ärgern. Über ärgerliche Sachen. Bringt auch keinen weiter!

Dankbar gewesen: für den momentanen Zustand, der da ist – ziemlich ausgeglichen!

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Leserwunsch: how to wear

schrift1

Eine liebe Mail mit einer Bitte um Kombinations-Tipps hat mich erreicht. Unterteile müssen kombiniert werden.

Genau Beschreibung und sogar Bilder habe ich auch bekommen, los gehts!

Bevor es losgeht, möchte ich raten: wer sich mit Kombinieren schwer tut, sollte es unbedingt mit Kleidern versuchen! Da passt das Untere auf jeden Fall schon mal zum Oberen!

Als erstes will ein schwarzer Basic-Rock kombiniert werden. Hm. Nichts leichter, als das! Dazu passt nämlich ALLES, sonst würde es nicht „basic“ heißen…

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  • elegante Blusen aus fließenden Stoffen oder Baumwolle oder Jeanshemden
  • Print-Shirts in allen Varianten und Farben
  • Sweatshirts
  • Strickpullis
  • Alle Jacken: Leder, Parka, Jeans- Daunenjacken
  • Für Anfänger: wenn EIN gemustertes Teil dabei ist, bitte nur noch uni-Teile kombinieren!

 

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Alle Klamotten/Bilder sind von H&M

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  • weiße Blusen/Shirts aus feineren Stoffen – ergibt einen insgesamt festlichen Eindruck
  • schwarze Shirts oder auch Strickpullis als Stilbruch find ich cool dazu
  • Stichwort Stilbruch: nichtbunte Printshirts mit Lederjacke oder Jeansjacke/Weste, gerne destroyed
  • insgesamt würde ich immer gedeckte Farben dazu wählen, sonst wirkt es schnell billig/verkleidet

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  • klassisch und elegant: weiße Bluse aus Chiffon oder Seide oder sowas.
  • wiederum mein geliebter Stilbruch: Printshirt dazu und ne dunkle Jacke.
  • Wie man die doch sehr auffälligen Pailletten „downdressen“ kann? Mit Hilfe von Strick und blickdichten Strumpfhosen!

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  • Basic Shirts/Pullis/Sweatshirts/Blusen in weiß, grau, schwarz
  • wiederum Print-Shirts in gedeckten Farben
  • wunderschön, wie ich finde, auf dem letzten Bild – mit einem benieteten Top!

 

Last but not least: ein paar super coole Shops!!

Eher günstig:

  • chicwish.com
  • chicnova.com
  • choies.com
  • sugarlips.com
  • inlovewithfashion.com
  • clothingloves.net
  • sheinside.com
  • romwe.com

Eher teuer, aber super schöne Sachen:

  • shopmarkethq.com
  • boohoo.com
  • motelrocks.com
  • storets.com

Viel Spaß beim Shoppen und Nachstylen! ;)

 

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Erster fotographierter Streetstyle!

gut3

Nachdem ich ja unterwegs immer ein begeisterter Beobachter der verschieden gekleideten Menschen bin, habe ich schon immer davon geträumt, Menschen, die mir durch Ihren Stil und Ausstrahlung aufgefallen sind, anzusprechen und zu fotographieren. Leider habe ich mich bis jetzt nicht getraut.

Heute ist ein besonderer Tag, da ich endlich eine Frau ansprach und auch fotographieren durfte! Sie ist mir schon in der Ubahn aufgefallen, und ich entschied – wenn sie in der gleichen Station aussteigt, wie ich, spreche ich sie an.

Unter Herzklopfen tat ich es – und siehe da! Es hat funktioniert.

Mein Vorbild in dieser Sache ist unter Anderem die Smilla von anders-anziehen :-)

So wie Smilla (aber viel weniger, da ich mich noch nicht richtig traue), stellte ich der Dame ein paar Fragen. Sie ist Münchnerin und jetzt in Rente; früher war sie in einem Forschungsinstitut tätig.

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Ich finde die Blautöne ihrer Kleidung toll, und ihre Sonnenbrille und Hut sind ein schöner und extravaganter Rahmen für ihr Gesicht :-)

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