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Tipps für mehr Gelassenheit

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gelassenheit  

ist  

eine  

entscheidung  

 

 

 

Ich will aufwachen und als erstes die Freude spüren. Ich liege im Bett, in meiner schönen Wohnung, ein neuer Tag beginnt! Ich brauche mehr Gelassenheit, Lebensfreude und Vertrauen ins Leben. Nein, gelassen zu sein bedeutet nicht, sich kopfüber in jede Gefahr zu stürzen und jede Vorsicht abzugeben. Gelassenheit ist keine Waghalsigkeit.

Sondern: ich habe gelernt, nicht in eine Pfütze zu springen, weil ich nasse Füsse vermeiden will. Aber es geht nicht darum, Pfützen zu hassen oder so zu tun, als gäbe es keine. Mit anderen Worten, es geht nicht darum, Probleme zu verteufeln oder aber zu verdrängen, sondern eine Einstellung zu haben, die es mir ermöglicht, an den Problemen nicht zu zerbrechen.

Zum größten Teil ist diese Haltung eine Entscheidung oder ihr geht die Entscheidung voraus: welche Dinge in meinem Leben sollen im Fokus stehen und meinen Alltag bestimmen? Sollen das Sorgen sein? Ist es berechtigt, zu glauben, dass meine Sorgen mich vor irgendwas bewahren, wovor ich Angst habe? Wie real ist in Wirklichkeit das, wovor ich Angst habe? Und selbst, wenn es real sein sollte: schützt mich meine Angst oder macht sie mir unterschwellig meine Lebensqualität so zunichte, dass ich mit der Angsthaberei genau das Gegenteil von meinem eigentlichen Ziel erreiche - nämlich, ein gutes Leben zu haben?

Angenommen, ich habe all diese Fragen beantwortet und mir ist klar, dass die Angst zwar in ihrer ursprünglichen, evolutionären Form als Schutz und Reaktionsanweiser diente, aber uns heute meist nur lähmt und nicht schützen kann: wie erreiche ich denn diese Gelassenheit, nach der ich mich sehne?

Meine persönlichen Tipps findet ihr weiter unten!

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Wenn ich den Spruch von Kurt Tucholsky "Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb" an das Thema "Gelassenheit" anpassen würde, klänge er so: "Die Basis einer gesunden Gelassenheit ist ein großer Papierkorb für überflüssige Gedanken". Dabei sollten wir natürlich die Gelassenheit nicht mit einer "Mir doch alles egal"-Haltung verwechseln! Die Gelassenheit verdrängt die Dinge nicht, sie betrachtet sie kurz und konzentriert sich dann einfach auf andere Dinge - nämlich die, mit denen es sich zu beschäftigen konstruktiv ist.

 

Hier sind die Kandidaten für den geistigen Papierkorb:

1.

Im Moment leben

wenn wir Angst oder Sorgen verspüren, dann liegt es in 95% der Fälle daran, dass wir entweder Angst vor der Zukunft haben, oder aber an schlechten Erfahrungen der Vergangenheit leiden. Wenn es um den GERADE DIESEN, jetzigen Moment geht, in dem du diese Zeile liest, dann musst du doch zugeben, dass es dir gut geht. Man sollte also öfter einfach SEIN, und zwar JETZT und sich genau darauf konzentrieren! Denn dieser Moment ist eigentlich der einzig reale. Die Zukunft ist noch nicht da, und die Vergangenheit ist schon vorbei.

2.

Sich mit anderen Vergleichen

Stop comparing! Wer sich mit anderen vergleicht, zersetzt seine eigene Zufriedenheit mit Gift und vergisst, dass andere Menschen erstens oft andere Ausgangssituationen, anderen Charakter, andere Lebensentwürfe, andere Erfahrungen haben als wir,  und somit überhaupt nicht mit uns vergleichbar sind, und zweitens: alles hat seine Vor- und Nachteile. Wenn wir die anderen um etwas beneiden, nehmen wir die Nachteile meist gar nicht wahr. Ein ganz weit verbreitetes, plattes Beispiel: meine Freundin baut in meinem Alter schon ein Haus und hat ein Kind und einen Ehemann.  Ich könnte mich unzulänglich und unzufrieden fühlen, wenn ich meinen momentanen Standpunkt mit ihrem vergleiche. Dabei betrachte ich nur Vorteile von dem Lebensentwurf "Haus, Kind, Ehemann". Die Nachteile gibt es aber im gleichen Päckchen gratis dazu. Will ich die auch haben? Weniger Freiräume, Kredit abbezahlen, nächtelang super wenig schlafen etc?

Ich denke, es ist klar, was ich meine. Und noch etwas: höchstwahrscheinlich wird diese Freundin ebenfalls unzufrieden, wenn sie ihr Leben mit meinem vergleicht! Sie sieht nämlich auch nur meine Vorteile: Freiheit privater und finanzieller Art, feiern gehen, ausschlafen etc.

Deswegen: vergleichen ist nur mit sich selbst erlaubt. Und sogar da kann man sich zuviel Druck aufbauen à la "Vor einem Jahr war ich viel fleißiger / habe mehr Geld verdient / mehr soziale Kontakte gehabt als jetzt" oder was auch immer. Falls einen solche Gedanken anspornen, sein Leben umzukrempeln und in Schwung zu kommen - dann go for it! Falls es einen nur unter Druck setzt, so dass man am liebsten frustriert aufgeben und sich selber bemitleiden möchte - dann ab damit in den geistigen Papierkorb! Damit Platz frei wird für andere Gedanken, die uns gut tun und uns hoffnungs- und vertrauensvoll stimmen.

3.

Das einzige wovor man Angst haben sollte, ist die Angst

Die Angst diente ursprünglich dazu, dass man sich schützt. Ein Hase, der keine Angst vor einem Wolf hatte, wurde höchstwahrscheinlich gefressen. Heutzutage ist es nicht mehr ganz so simpel. Nicht nur die ganzen Angststörungen, sondern auch die meisten Ängste, die weit in die Zukunft oder Vergangenheit reichen, schützen uns vor keinen Gefahren, sondern im Gegenteil - machen uns oft unfähig, zu handeln und positive Möglichkeiten überhaupt erst wahrzunehmen. Angst ist ein schlechter Berater! Weg damit in den Papierkorb!

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4.

Humor ist göttlich

Es ist sehr einfach, zu lachen, wenn es lustig ist. Aber wahrer Humor ist mehr, als das. Wahrer Humor bedeutet, mit Hilfe von Lachen von Dingen Abstand zu nehmen und sich nicht unterkriegen zu lassen. Humor ist eine der  wenigen Fähigkeiten, die den Menschen vom Tier unterscheiden. Machen wir also Gebrauch davon!

5.

Was andere denken ist egal

Irgendwann habe ich verstanden: das hier ist MEIN Leben. Wenn die anderen etwas davon mitbekommen und sich darüber beispielsweise lustig machen, oder über mich lästern, oder mich für hässlich oder dumm halten - hat es keinerlei Auswirkungen auf mein Leben (außer in einem Fall von Mobbing), sondern berührt nur unangenehm mein Ego - wenn ich es mir denn wichtig genug ist, zuzulassen, dass mein Ego so eine Macht über mich hat. Die meisten Menschen, deren Meinung ich fürchte, werde ich NIE wiedersehen. Diese Menschen stecken nicht in meiner Haut, sie haben weder meine Kindheit gehabt, noch meine Gedanken durchdacht, sie hatten nicht meine Schulzeit, noch meinen Freundeskreis. Wie sollen sie jemals über mich urteilen können? Das alles ist völlig unwichtig.

6.

Erwarte nur das wichtigste

Je mehr man erwartet, desto wahrscheinlicher ist es, dass man enttäuscht wird. Wenn man aber gar nichts erwartet, wird man ausgenutzt. Ich habe für mich also beschlossen, von meinen Mitmenschen nur ausgewählte Dinge zu erwarten, die mich wirklich sehr wichtig sind. Den Rest lasse ich offen und genieße meine Gelassenheit!

7.

Mensch ärgere dich nicht

Ich versuche es immer wieder zu verstehen, warum sich so viele Menschen so leidenschaftlich gerne ärgern. Sie finden nicht nur eine perfide Befriedigung im Ärger, nein, sie suchen regelrecht nach Dingen, die diesen auslösen und nähren. Das kann eine gewissen Genugtuung bereiten, z. B. durch sozialen Abwärtsvergleich (wenn man sich über "dumme Leute" oder über die Trolle im Internet ärgert, denn man selbst würde ja niemals auf dieses Niveau absinken). Alles schön und gut - aber mit Gelassenheit hat das nichts zu tun. Wenn ich gelassen sein möchte, schiebe ich ärgerliche Dinge weg von mir und schenke ihnen keine Aufmerksamkeit. Natürlich nur, wenn ich diese Dinge nicht ändern kann. Dumme Menschen beispielsweise wird es immer geben. Aber wenn mich etwas ärgert und ich kann etwas dagegen tun - dann versuche ich es. Nur rumschimpfen ändert rein gar nichts, außer dass ich mich selbst damit schwäche.

 

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"
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
"

Reinhold Niebuhr


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Lifestyle Outfit

berlin diaries vol. 2 | Stories aus den Öffis

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In Berlin kann man was erleben, das ist bekannt.

Aber auch so eine einfache Sache, wie die Nutzung der öffentlichen Verkehrmittel (im Volksmunde Öffis genannt) kann schon sehr aufregend sein.

Damit meine ich nicht nur die Tatsache, dass man nie so genau weiss, ob die Ringbahn kommt, und auch nicht den ominösen "Schienenersatzverkehr mit Bussen", sondern die ganzen Begegnungen und Stories, die einem passieren, während man eigentlich nur von A nach B (oder auch nach C) kommen möchte. Manchmal sitzt man in der Tram, in der ein Musiker mit einer klischeehaften Lockenmähne voll an der Gitarre abgeht, links und rechts ziehen Strassen und die vielen bunten Lichter vorbei - und die Romantik der Grossstadt ist perfekt. Manchmal schaut man aber auch nur nach unten, um nicht von irgendeiner dubiosen Gestalt angesprochen zu werden. Manchmal bekommt man von wildfremden Menschen einfach so Komplimente - für den Mantel, das Kleid, die Haarspange. Und ganz oft, vor allem im Sommer, spiegelt sich die untergehende Sonne fast schon unerträglich schön in den Glasfronten und Fenstern der vorbeiziehenden Häuser oder in den Gewässern der Spree, während man in einem Bahn-Wagon die Schienen entlanggleitet.

Deswegen - hier ein paar der verrücktesten Eindrücke und Stories, direkt nach dem Erleben für euch aufgeschrieben!

 

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U-Bahn Übergang, die Wände sind weiss gefliest,

auf den Fliesen kann man in schwarzen Buchstaben lustige Aussagen von Heinrich Heine über die Franzosen lesen.

Man läuft und meditiert. Im besten Fall. Ok, meditieren stimmt nicht ganz, denn man ist in Gedanken versunken - ich muss heute noch dasdiesjenes, anrufenabschickeneinkaufen, nicht vergessen, oh, da stehen Zeugen Jehovas, wie immer, morgen ist Wochenende, ausschlafen, die den die treffen, das und das besorgen, Salat für die Party... Jemand trat mir auf den Fuss, egal, ist ja keine Absicht... Da vorne spielt jemand Gitarre, wow, sehr temperamentvoll... Ich finde, wenn man unterwegs ist, wo Strassenmusik erklingt, kommt man sich kurz wie in einer Filmszene vor, in der sein ganz normales und gleichzeitig absurdes Leben gezeigt und mit passender Musik unterlegt wird.

Oh, die Ubahn kommt. Lustig, dass nach dem Tür-Schliess-Ton immer ziemlich viel Zeit vergeht, bis die Türen tatsächlich zugehen, sodass noch ein ganzer Haufen Menschen einsteigen kann. Eben auch ich. Ich muss ein ganzes Stück fahren, also suche ich mir einen Sitzplatz (die Randplätze sind leider heiss begehrt und diesmal auch schon besetzt, deswegen muss ich in die Mitte der Sitzbank) und gebe mich dem Fahrstil der alten Ubahn hin, der mich oft an eine Kinder-Achterbahn erinnert, weil sie so schaukelt und rast.


 

Kaffeeliebe

Ich fuhr vom Tanzkurs heim und musste am Gesundbrunnen umsteigen. Während ich auf die Ubahn wartete, sah ich mich um. Neben mir stand auf dem Boden ein halbvoller Plastik-Kaffeebecher aus einem Kaffeeautomaten. Ehe ich mich versah, kam irgendein Typ, packte diesen Becher und leerte ihn mit einem Schluck... Yeah, lecker!


 

 

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Boah ey,

in der „Partytram“ M10 trifft man immer die krassesten Gestalten. Zum Beispiel Italiener, die einen nach dem nächsten Bordell fragen. Oder gestern am späteren Abend: ich fuhr aufgetackelt von einem Event heim. Eingestiegen sind drei Typen mit Kaffee-Plastikbecher in den Händen (selbstredend war kein Kaffee, sondern irgendetwas Alkoholisches drin). Einer bleib nähe der Tür stehen, die anderen beiden setzten sich mir gegenüber. Sie hatten ooooriginal Stimmen aus „Traumschiff Surprise“  -  und haben sich so lustig unterhalten, dass ich mich total zusammenreissen musste, um nicht loszulachen. Andererseits haben sie es auch genau darauf ankommen lassen, denn sie redeten sehr demonstrativ und hätten die Aufmerksamkeit der Leute sehr genossen, wenn jemand von den an alles gewohnten Berliner sie denn beachtet hätte. Irgendwann ging ich zur Tür, um auszusteigen, und derjenige, der an der Tür blieb,  musterte mich von oben bis unten und erklärte seinen Kumpels:  "Ich schau mir mal die Mode von heute an". Dann meinte er  - "Sieht gut aus", ich erwiderte amüsiert „Meinste?“, darauf er : "Das ist mein voller Ernst". So bin ich, breit grinsend, ausgestiegen und lief heim.

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Die U7 war ziemlich voll.

Eine keck aussehende Frau mit einer Kurzhaarfrisur, Glitzerrucksack, warmen Ohrschützern mit Weihnachtsmuster und Kinderblick sitzt in der Menschenmenge auf dem Boden, vor ihr eine offene Packung Party Cracker. Sie schaut zu mir hoch: „Wollen wir was zusammen singen? Traust du dich? Fang an, ich brumm mit! Aber nicht wie diese eingebildeten Chöre! Kennst du das Lied?“ Sie versucht, etwas vorzusingen. Ich lächle, aber winke ab: „Sorry, das Lied kenne ich nicht!“. Sie staunt. „Du kennst es nicht?? Es war damals ein Klassiker, zu den DDR-Zeiten!“ und erzählt was über den Verfasser des Liedes und über die Kulturrevolution. Während ich aussteige, höre ich sie zu jemand sagen: „Wollen wir was zusammen singen? Traust du dich? Fang an, ich brumm mit! Aber nicht wie diese eingebildeten Chöre!“

 


„Tolle Schuhe, ich liebe die goldenen 20ger“,

sagt er. Der Herr mit einem exquisiten Stil-Geschmack in der Ringbahn, der die Retro-Schuhe gebührend würdigte, ist ein Verkäufer von "Motz", einer Berliner Obdachlosen-Zeitung. Das Kompliment richtete sich an einen wirklich auffällig stylisch gekleideten Mann mit schwarzer Roll-Mütze und bordeauxfarbenem Samtsakko. Und anscheinend auch besonder tollen Schuhen, die ich von meinem Sitzplatz aus nicht erkennen konnte. Leider hat das Kompliment eher auf taube Ohren gestossen, der stylische Typ war sich wohl zu schade für ein "danke".


 

Es war kurz vor Weihnachten.

Ich war in einem Gartencenter, um mir einen Christbaumständer zu kaufen. Da sass ich also mit dem Teil an der U-Bahnstation in Wedding und tippte auf meinem Handy rum. Ein 11-jähriger Junge sprach mich an: „Darf ich fragen, was Sie denn da haben?“ Ich: „Klar, einen Christbaumständer“. Er: „Sowas brauchen wir nicht, wir haben ein Hologramm als Weihnachtsbaum, weil unsere Katzen immer die Deko vom Baum abgerissen haben. Und jetzt springen sie den Holo-Baum an, aber können nichts kaputtmachen, voll witzig!“. Ich staunte: „Sieht denn der Baum so echt aus, dass die Katzen ihn anspringen??“. „Ja, das tut er!“. Kurzes Schweigen. Ich will mich gerade wieder meinem Handy widmen, als er fragt: „Raten Sie, was dieser Ring kostet. Übrigens, der Stein ist echt und es ist Weissgold! Den habe ich zu meiner Geburt bekommen“. Gedankenlos meine ich „150 Euro?“. Er tut schockiert. „ECHTER STEIN! Neeee, der hat 1300€ gekostet!“. Ich kann es mir nicht verkneifen und sage „Na dann solltest du vielleicht nicht so damit rumprahlen, sonst reissen sie dir noch den Finger ab!“. „Ach, da mach ich mir keine Sorgen, denn ich mache seit vielen Jahren Kampfsport. Die können mir nix!“.

Da ich von dem seltsamen Gerede eigentlich die Nase voll habe, will ich mich wieder meinem Handy widmen, aber diese Rechnung habe ich wohl ohne den kleinen Angeber gemacht. Unfreiwillig werde ich weiter informiert:

„Sie wollen nicht wissen, wieviel ich in meinem Portemonnaie habe, aber eins kann ich Ihnen sagen - die Summe ist dreistellig. Ich wohne auch nicht hier, sondern in einer Gegend, die, so kann man schon sagen, reich ist.“ Als ich dann doch noch fragen muss, ob er eigentlich stolz drauf wäre, obwohl er ja null komma gar nichts für sein schillerndes Reichtum getan hat, meint er: „Ja, ich bin stolz drauf! Ich verdiene auch mein eigenes Geld. Meine Eltern besitzen ein Fitnessstudio, wo man nur mit Einladung reinkommt. Ich arbeite auch manchmal da, räume Sachen um und so. Mein Stundenlohn ist 100€, meine Eltern zahlen mir das.“

Als wir dann auch noch in die gleiche Ubahn einsteigen, stelle ich mich extra weit weg, damit er mich nicht weiter zutextet. Er ruft aber „Hallo“ und zwinkert mir zu. Ich verdrehe die Augen und überlege nur, dass ich diese Geschichte auf meinem Blog erzählen muss. Als endlich meine Station kommt, steige ich erleichtert aus und höre ihn mir noch hinterherrufen: „Schönen Tag!“


 

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Outfit thoughts

Wem macht Lästern Spass?

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Über das Lästern schreiben, ohne selbst gleich zu lästern?

Fast unmöglich, aber dazu gibt es eine buddhistische Fabel:

“Meister, du musst mir helfen”, sagte der Besucher. “Ich bin mit meiner Weisheit am Ende.”

”Wie sieht dein Problem denn aus?”, fragte der Weise.

„Ich schaffe es kaum, meinen Ärger zu kontrollieren“, sagte der Gast. „Es ist einfach die Art, wie die Leute sind: Ich sehe sie andere kritisieren, während sie ihre eigenen Fehler absolut nicht bemerken. Ich möchte sie nicht kritisieren, da ich nicht wie sie sein möchte, aber sie regen mich wirklich auf.“

„Ich verstehe”, sagte der Weise. „Aber sage mir erst: Bist du nicht der Dorfbewohner, der letztes Jahr dem Tod nur knapp entkommen ist?“

„Ja“, nickte der Gast. „Es war eine schreckliche Erfahrung. Ich bin zu weit in den Wald gegangen und stieß auf ein Rudel hungriger Wölfe.“

„Und was hast du gemacht?“

„Ich bin gerade noch auf einen Baum geklettert, bevor sie mich erreichten. Die Wölfe waren riesig und ich zweifelte nicht daran, dass sie mich in Stücke hätten reißen können.“

„Du warst also gefangen?“

„Ja. Ich wusste, dass ich ohne Wasser und Nahrung nicht lange auskommen würde, und so wartete ich, bis ihre Wachsamkeit nachließ. Immer wenn ich dachte, es sei sicher genug, kletterte ich herunter, sprintete zum nächsten Baum und kletterte herauf, bevor sie mir zu nahe kamen.“

„Das hört sich nach einer echten Tortur an.“

„Ja – insgesamt dauerte es zwei Tage. Ich dachte ich würde sicher sterben. Zum Glück fand mich eine Gruppe Jäger, sobald ich nah genug am Dorf war. Die Wölfe zerstreuten sich und ich war gerettet.“

„Mich interessiert vor allem eine Sache“, sagte der Weise. „Während dieser Erfahrung, hast du dich von den Wölfen irgendwann beleidigt gefühlt?“

„Was? Beleidigt?“

„Ja. Hast du dich von den Wölfen beleidigt oder verunglimpft gefühlt?“

„Natürlich nicht, Meister. Dieser Gedanke ist mir nie gekommen.“

„Warum nicht? Sie wollten nichts anderes, als dich beißen, nicht? Sie wollten dich töten, nicht wahr?“

„Ja, aber… das ist nun einmal, was Wölfe tun! Sie waren einfach sie selbst. Es wäre absurd gewesen, mich beleidigt zu fühlen.“

„Exzellent! Behalte diesen Gedanken im Kopf, während wir uns noch mal um deine Frage kümmern. Andere zu kritisieren, während sie selbst ihre Fehler nicht bemerken ist etwas, was viele Leute tun. Du kannst sogar sagen, es sei etwas, was wir alle von Zeit zu Zeit tun. In einem gewissen Sinn leben die gefräßigen Wölfe in jedem von uns.

Wenn die Wölfe ihre Krallen zeigen und auf dich zukommen, solltest du nicht einfach stehenbleiben. Du solltest dich sicherlich schützen, indem du irgendwie von ihnen fort kommst, wenn es irgend möglich ist. Genauso solltest du nicht passiv akzeptieren, wenn Leute mit giftiger Kritik auf dich losgehen. Sicherlich solltest du dich schützen, indem du eine gewisse Distanz zwischen dich und sie bringst, wenn es irgendwie möglich ist.

Der wichtigste Punkt dabei ist, dass du das tun kannst, ohne dich angegriffen oder beleidigt zu fühlen, da diese Leute einfach nur sie selbst sind. Es liegt in ihrer Natur zu kritisieren und zu richten, es wäre also absurd daran Anstoß zu nehmen. Es macht keinen Sinn, wütend zu werden.

Das nächste Mal, wenn die hungrigen Wölfe in Menschenhaut sich nähern, denke daran: Das ist einfach die Art, wie die Leute sind – genau wie du gesagt hast, als du reingekommen bist.“

Von "5 Gründe, warum du nie lästern solltest" bis "Warum Lästern für uns lebensnotwendig ist" -

so gegensätzlich sind die Meinungen und Artikel zum Thema "Lästern". Ich persönlich ziehe mich mittlerweile einfach aus dem Gespräch raus, wenn ich merke, dass über eine nicht anwesende Person hergezogen wird. Nicht, weil ich so toll bin - sondern, weil mir Lästern irgendwie keine Genugtuung bereitet. Ich identifiziere mich im Moment des Lästerns wohl nicht mit den Lästernden, sondern eher mit der Person, über die gemotzt wird und denke - aha, also wenn ich mich jetzt mal kurz umdrehe, dann bin ich das nächste Läster-Opfer?

Aber was ist Lästern überhaupt? Wo ist die Grenze zwischen seine Erfahrungen mit einem bestimmten Menschen zu schildern und zu lästern?

Du lästerst gerade, wenn:

... du das, was du mir gerade erzählt hast, diesem Menschen nicht ins Gesicht gesagt hast, und zwar, genauso, wie mir.

... wenn du gerade etwas be- und verurteilst, was totale Geschmackssache (Kleidungsstil) ist, etwas, was der Betroffene nicht ändern kann (Aussehen, Körper allgemein) oder etwas, was gesellschaftlich nicht akzeptiert oder abgewertet wird (tiefer Ausschnitt oder kurzer Rock).

... du eine Genugtuung daraus ziehst, dass du gerade jemanden schlechtmachst. Wenn du dich als ein besserer Mensch fühlst, als jemand, der im Recht ist, als jemand, der im Gegensatz zum Objekt des Lästerns vor den gesellschaftlichen Richtlinien bestehen würde.

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I AM WEARING:

pullover: Zara sale

jacket: Zara sale

pants: Zara sale

shoes: Zara (old)

bag: Kenzo (old)


photos: Lena <3

editing: by me

Wenn man im Mittelpunkt einer Party stehen will, darf man nicht hingehen.

Audrey Hepburn

Quelle

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Lifestyle

Lippen Bekenntnisse

Ich bringe es nicht über die Lippen.

Dabei hängst du an meinen Lippen und wartest, was ich sage! Normalerweise trage ich mein Herz auf den Lippen, aber ich will echt keine dicke Lippe riskieren und außerdem geht mir diesmal das, was ich eigentlich sagen will, einfach nicht so leicht über die Lippen. Meine Lippen sind wie versiegelt! In letzter Zeit fehlt mir was in unserer Beziehung, denn ich kann wahrlich nicht behaupten, dass du mir jeden Wunsch von den Lippen abliest, eher ganz im Gegenteil.

Schließlich sage ich - "Du, ich glaube, das wird nichts mit uns beiden, von dir hört man nur Lippenbekenntnisse!" und beiße ich mir sofort auf die Lippen.

Du klemmst dir eine Zigarette zwischen die Lippen und sagst gereizt: "Ja, du leckst dir förmlich die Lippen nach Aufmerksamkeit!!"


Ok, zugegebenermaßen ist das ein erfundenes Szenario, aber kein unwahrscheinliches in zwischenmenschlichen Beziehungen.  Erwartungen und Vorwürfe sind ein Thema, was mich zur Zeit erneut sehr beschäftigt.

Vielleicht ist euch beim Lesen aber auch noch was anderes aufgefallen? Nämlich, dass in ganz vielen Redenwendungen, die wir beiläufig benutzen, die Lippen eine wichtige Rolle spielen. Natürlich nicht nur sie, sondern auch andere Körperteile ("auf die Nase fliegen", "sich die Hände reiben", "etwas liegt mir auf der Zunge", etc), aber heute soll es um die Lippen gehen. 

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Die Lippen sorgen für eine der ersten Sinneswahrnehmungen im menschlichen Leben

(und auch bei anderen Säugetieren) - nämlich, mit ihrer Hilfe trinken wir die Muttermilch. Auch später sind Lippen wichtig  - natürlich beim Küssen, aber auch beim Essen und beim Reden! Ob die Lippen lächeln oder gespitzt sind, ist ein wichtiger Teil unserer Gesichtsmimik, die wiederum viel über uns und unsere Befindlichkeit aussagt. Im Laufe der Jahrhunderte sind auch insbesondere Lippen von Frauen zu einem Symbol für Sinnlichkeit geworden - deswegen werden die Lippen geschminkt und gepflegt, was das Zeug hält! Aber nicht nur das - auch bei Schönheits-Op´s sind Lippen ein beliebtes Korrekturziel...

Was Lippen-Pflege angeht - sie ist deswegen so wichtig, weil die Haut an unseren Lippen vom ganzen Körper die dünnste ist. Der neue eos Lip Balm gibt an, keinerlei Mineralöle und Parabene zu enthalten, das ist schon mal super, und der Duft des neuen Wildberry Balm ist auch total lecker. eos steht für Evolution Of Smooth und enthält natürliche Inhaltsstoffe, was total wichtig ist, denn eine Frau verspeist in ihrem Leben durchschnittlich ca 3,5 Kilo Lippenstift (OMG, wie creepy)!!

Ich persönlich trage meinen eos Balm einmal am Tag auf, bevor ich in die Kälte gehe, damit die Lippen geschützt sind. Das reicht mir, denn ich finde, der Körper soll auch von sich aus noch was tun, auch wenn man mit natürlichen Pflegestoffen die Lippen nicht "überpflegen" kann.

eos Organic Wildberry Lippenbalsam facts

  • Zertifizierte Naturkosmetik
  • 100% natürliche Inhaltsstoffe
  • Ausgezeichnet mit dem COSMOS Organic Siegel zertifiziert von Ecocert sowie dem USDA Seal
  • Bio-Sheabutter, Bio-Jojobaöl

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Outfit thoughts

Esra´s Ratgeber Vol. 1: busy sein für Anfänger

Dieser unglaublich seriöse Ratgeber hier ist die Antwort auf und das Gegenpol von dem ebenfalls äußerst ernstgemeinten Ratgeber namens „Arbeitslos sein für Anfänger“, den die Vickie letztens gepostet hat – danke sehr für die Inspiration, meine Liebe! :*

 


 

Zum ersten Mal in meinem schon wahnsinnig langen Leben ist mein Konto seit ganzen sechs Monaten am Stück im Plus. Wow! So ein Erfolg! Dieser liegt wiederum hauptsächlich darin, dass ich nun mal ein geborener Gewinner bin. Da ich aber außerdem auch noch ein sehr gutmütiger Mensch bin, verrate ich in diesem Post mein Geheimnis, wie ich zu meinem überwältigenden Erfolg kam.

 

Nie wieder Liebeskummer

Auch dieses Problem löst sich von alleine, wenn man super busy ist! Wie praktisch! Ich verbringe meine ganze Zeit mit wichtiger, unverzichbarer Arbeit. Ich habe keine freie Sekunde mehr für einen Partner an meiner Seite – und das ist sehr gut so! Ein Partner lenkt einen extrem ab – gerade wenn man eine wichtige Deadline hat, streitet oder trennt man sich, ist dann zu nichts zu gebrauchen und es dauert ewig, bis man wieder arbeitsfähig ist.  Oder man muss zu unpassendsten Zeiten sich der Probleme des Partners annehmen… Sinnlos! Es ist viel wichtiger für mein Weiterkommen, dass ich mich auf meinen Job konzentrieren kann!

Arbeit und Spaß

Arbeit soll Spaß machen?? Wer behauptet denn SO NEN Quatsch?? Ganz im Gegenteil! Alles, was Spaß macht, KANN gar nicht Arbeit sein! Sonst würde „Arbeit“ nicht „Arbeit“, sondern eben „Spaß“ heißen, ist doch ganz klar. Also beispielsweise Klavier Spielen, Ballett oder Hiphop Tanzen, Bücher schreiben und auch Bloggen – das ist alles keine Arbeit! Arbeit ist – wenn jemand ordentlich jeden Tag ins Büro geht oder Arzt ist! Oder Anwalt. Oder an einer Baustelle schuftet. Das wird dem Wort „Arbeit“ erst gerecht! Alles andere sind Taugenichtse, die ihre Hobbies ausüben und dafür auch noch Geld verlangen! Eigentlich eine bodenlose Frechheit!

Probleme? Was ist das?

Kenn ich nicht! Wer super busy ist, hat keine Zeit, sich mit Problemen auseinanderzusetzen. Eigene psychische, aber auch körperliche Wehwehchen werden einfach ignoriert, verdrängt und überspielt. Burn Out? Psychosomatik? Glaube ich erst, wenn ich tot umfalle! Alles Erfindungen fauler Leute. Aber nicht nur eigene Probleme lassen sich auf diese Art mit Leichtigkeit in Luft auflösen. Auch Probleme anderer Menschen interessieren mich herzlich wenig. Ich habe keine Zeit dafür! Ich muss schließlich arbeiten!

Ich brauche keine Meditation.

Warum hart verdientes Geld und die wertvolle Zeit in sowas Sinnloses wie Meditation investieren? Ist eh nur ein anderes Wort für „Nichtstun“.  Und von nichts kommt nun mal nichts. Nüscht. Niente. Nada! Und wer will schon „nichts“? Richtig – niemand!

Nie wieder verkatert

Kein Wunder, dass ich keine Lust mehr aufs Feiern habe, wenn ich soviel arbeite. Ich komme nach Hause von einem vollen Arbeitstag, arbeite zuhause bis tief in die Nacht weiter und falle dann total erschöpft, aber zufrieden ins Bett. Partys sind was für Leute, die sonst nix zu tun haben! Menschen, die richtig ranklotzen, habe für solch sinnlose Beschäftigungen gar keine Energie mehr!

Fehlerquote wird minimiert

Die meisten Fehler macht jemand, der ständig was Neues ausprobiert. Ich finde das absolut ineffizient! Wieso ständig was Neues probieren, wenn man eine Methode hat, die wie geschmiert läuft? Mit Routine kann man viel mehr erreichen, weil man die Energie, die man zum Lernen braucht, nun in die Arbeit selber investieren kann. Todsichere Sache! Apropos Tod – an den denke ich auch nie! Wer weiß – vielleicht lebe ich ja ewig!

Also ich geh dann mal arbeiten. Was? Heute ist Sonntag? Mir doch egal! Faule Ausrede!

 

jacket: 5 Preview*  

*gifts or samples

photos: Andy

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Outfit

outfit: leather culotte

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Regen und die neue Attitüde

 

Ich unterbreche meine Thailand-Reihe für einen (leider!) besser passenden Outfit-Post, den wir vorgestern im kalten Regen, den uns der Wind großzügig in die Gesichter schmetterte, geshootet haben.

Da ein Blog immer noch eine Art Tagebuch ist, dachte ich, passen trübe Regenbilder gerade eben besser, als sonnenüberflutete sommerliche Thailand-Bilder. Die kommen aber demnächst!! Hoffentlich ist bis dahin auch das Wetter hier in Deutschland wieder halbwegs annehmbar... :/

Eigentlich wollte ich schon immer mal im Regen shooten - allerdings nicht im Wind. Denn der machte alle Versuche, die Haare auch nur halbwegs frisiert aussehen zu lassen, komplett zunichte...

Was solls! Überraschenderweise mag ich das Resultat - vor allem wegen der Stimmung! Auf diesen Bildern wirkt München plötzlich nicht mehr so "Dorf"-mäßig, sondern fast schon wie eine Großstadt - ich glaube, das ist der Einfluß von meinem Thailand-Aufenthalt. Dort hätte (und hat!) man sich nämlich an jeder Ecke schnall für ein Shooting hinstellen können - und es sah einfach bombastisch, nach "big city", nach "modern" und nach "viel los" aus.

München dagegen sieht als Foto-Location meist langweiig, hübsch, aber belanglos, stets frisch renoviert und glattgebügelt aus... Deswegen musste dringend was Neues ausprobiert werden!

 

Wie findet ihr die neuen Fotos?

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o ja:

ich habe frühes Aufstehen und frühes zu Bett gehen für mich entdeckt - seit Thailand! tut gut :)

oje:

für Missverständnisse, Überforderungen und unerträglich kaltes Wetter

gefunden:

endlich eine gut sitzende Mom-Jeans! Die Männerwelt wird sie hassen - und ich liebe sie! :D

gegessen:

Spargel - weißen und grünen!

gefragt:

wann lasse ich die Sachen zu nah an mich ran und wann verdränge ich sie? Und werde ich jemals lernen, den goldenen Mittelweg zwischen diesen beiden Verhaltensweisen zu gehen? Und gibt es ihn überhaupt??

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parka:   Zara (old, but similar)   |  culottes: Asos (gerade im Sale für nur 12 Euro!!) |  boots: Mango (similar)  |  bag: COS (similar)

photos: Franzi

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Outfit

outfit: there are no rules

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There are no rules – die provokative Message hat mich natürlich sofort angesprochen.

Wie sieht es nun aus? Haben wir in unserer Welt zu viele Regeln oder zu wenige?

Regeln an sich haben ihre Daseinsberechtigung, das ist klar. Es gab einen Grund, warum die Menschheit Regeln erfand, denn ohne Regeln wäre das Überleben dieser stark instikt-gesteuerter Spezies schnell gefährdet – die Menschen sind eben dafür bekannt, sich nur allzu gerne die Köpfe einzuschlagen, mit Grund und ohne, oder auch sehr gerne mit Alibi-Gründen.

In dem Moment aber, wo die Regeln anfangen, nicht nur das Zusammenleben der Menschen zu steuern, sondern den Menschen selbst zu diskriminieren und einzuschränken – sollte man sie überdenken. Keine Sache an sich ist schlecht oder gut – auch die Regeln nicht, sondern nur ihre Anwendung.

Da, wo Regeln benutzt werden, um das eigene Weiterkommen auf Kosten anderer zu rechtfertigen, mag ich sie nicht mehr. Deswegen ist es wichtig, zu bedenken: Regeln (welcher Art auch immer) wurden von MENSCHEN erfunden. Ich bin mir sicher, dass auch solche „Regeln“, wie die 10 Gebote, von Menschen kommen, denn in dem Moment, wo ich behaupte, etwas komme von Gott – mache ich leider den Weg frei für Radikalismus, Menschenverachtung und ganz viel Manipulation. Ich will keinen Gläubigen von euch angreifen – aber gerade heutzutage, wo die ganze Welt immer radikaler zu werden scheint, ist es am wichtigsten, kühlen Kopf zu bewahren, sich nicht provozieren zu lassen und selbstständig denken zu können…

Und übrigens: das Outfit an sich ist schon anarchistisch – die Schriftzüge auf dem Kleid gehören eigentlich auf den Rücken! Aber um die Message zu verdeutlichen, trug ich das Kleid einfach andersherum ;)

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o ja:

traurig, aber wahr: heute muss das „o ja“ ausfallen und wird doch tatsächlich durch zwei „oje“ ersetzt, mimimi:

oje Nummer 1:

warum werden so viele Sachen, die schön anfangen, oft so unschön? Kann man das nicht einfach irgendwie vermeiden? ?

oje Nummer 2:

ich wurde vorgestern für Thailand geimpft, gegen Tetanus, Kinderlähmung und Diphtherie (normalerweise hat das jeder, aber meine letzte Impfung hatte ich als Baby, ich hatte nicht mal einen Impfpass). Die Ärztin meinte, der Arm könnte ein paar Tage etwas wehtun. Abr er tut so richtig weh, vor allem in der Nacht, sodass ich nicht mal auf der linken Seite schlafen kann :/ Nervig!

gesehen:

einen französischen Film namens „Das brandneue Testament“ – eine neue, typisch französisch absurd-tiefsinnige Version der Welterschaffung. Empfehlenswert!

gedacht:

ich will keinen Hass. Hassen macht einen unfrei…

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dress/parka:   Zara (similar for only 20,-)  |  boots: Mango  (aktuell!) |  bag: Furla (similar here)

photos: Andy

 


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Allgemein thoughts

thoughts: scheitern leicht gemacht

powerr

 

Dream. Believe. Achieve.

 

… dieser Spruch und seine Allgegenwart auf übertrieben optimistischen möchtegern-lebensweisen Lifestyle-Blogs löst bei mir eine allergische Reaktion aus. Warum?

Erkläre ich gleich. Erst möchte ich zwei Sachen vorwegnehmen:

Erstens. Ich habe es durchaus nicht nötig, Leistugen anderer durch den Kakao zu ziehen, um selber besser dazustehen, darum soll es hier nicht gehen. Zweitens. Ich möchte hiermit nicht die Träumer angreifen.

Das, was meine Allergie hervorruft – ist die Heuchlerei. Jemand, der glaubt, er könne (und solle) alles erreichen, wenn er es nur will, kann leichter instrumentalisiert werden für Ziele großer Unternehmen, die ihn glauben machen, dass es sich dabei um seine eigenen Ziele geht – und somit kann dieser „Jemand“ leider gefährlich werden. Gefährlich für die Gesellschaft in dem Sinne, dass er ein Einzelgänger wird, ein Ego-gesteuertes Über-Individuum auf dem steilen Weg zum Ziel.

Wir haben vergessen, was „sozial“ eigentlich bedeutet. Das Zusammenarbeiten (nicht Gegeneinanderarbeiten!) ist für die Gesellschaft von essenzieller Bedeutung. Der größte Teil des Team-Gelabers ist wiederum nur eine Art der Manipulation, um Leute – äh besser gesagt, „Arbeitskräfte“, auszuquetschen und ihre irgendwo noch vorhandene Sehnsucht nach „gemeinsam“ auszunutzen. Wenn es darauf ankommt, kann sich nämlich ganz schnell rausstellen – ja, wir sind ein Team – aber du passt leider nicht mehr dazu. Und Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Wieviele Leute haben schon Jobs verloren, wo sie sich absolut zugehörig gefühlt haben und ihr ganzes Leben dafür aufopferten?

power

Im Studium hatte man in mein Hirn eingepflanzt – um weiterzukommen, musst du gut sein. Punkt. Nach dem Studium musste ich feststellen – Oops. Wenn das bloß so einfach wäre. Gut sein ja – aber es ist nur die Voraussetzung. Dazu solltest du am richtigen Ort zur richtigen Zeit sein und was noch viel wichtiger ist – die nötigen Charaktereigenschaften mitbringen, die da wären –

  • Selbstanpreisungsfähigkeit (in Firmensprache „Selbstbewusstsein“)
  • gut trainierte Ellenbogen
  • und nicht zuletzt die Fähigkeit,  andere Fische aus dem Teich hinauszuschmeißen, wenn es mal für die eigenen ehrenwerten Ziele eng werden sollte.

Wie viele erfolgreiche Blogger zum Beispiel antworten auf die Frage „Wie hast du das alles erreicht“  mit  „Durch harte Arbeit“? Wie unreflektiert und verlogen ist das bitte? Harte Arbeit ist höchstens die Voraussetzung, aber doch nicht alles, was zum Erfolg führt! Wie wäre es mit „Durch Connections, Glück, Fleiß, Motivation und eventuell noch gutes Aussehen?“

hochnaesig

Während meines Bewerbungsgesprächs bei Abercrombie ist in die Runde gefragt worden (es war ein Massen-Vorstellungsgespräch, wenn man das so bezeichnen darf) – „was waren deine größten Erfolge?“ . Der Surferboy mit Muckis sagte „Als ich beim Sport meine Ziele erreicht habe“, der blonde Engel mit Brille sagte „Als ich mein Abi geschafft habe“, und ich musste ich zwangsläufig sagen – „Das kommt darauf an, was man unter Erfolg versteht. Für mich bedeutet jedes Scheitern Erfolg, solange man daraus lernen kann“, und kassierte einen schockiert-verständnislosen Blick der ganzen Runde. Den Job hab ich natürlich nicht bekommen ;)

In diesem Sinne – frohes Scheitern! Lehnt euch zurück und chillt ein bisschen! Und scheißt mal öfter auf Erfolg, Ziele und sonstigen Krampf – kann für euch und auch für eure Mitmenschen ziemlich entspannend werden :D

chillen

 

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