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Vom Sommer, Selbstbestimmung und der Pille Danach

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Es ist dunkel geworden.

Wir liegen auf dem Steg, vor uns – der See, über uns – Sterne ohne Ende (ich kenne nur den großen Wagen!), unter uns – die Holzbretter, die jedesmal erzittern, wenn jemand vorbeigeht. Vom Ufer hört man die Meute zu mächtigen Bässen feiern, aber hier ist es ruhig und gemütlich. Die kühle Brise bewegt leicht unsere Haare und löscht langsam die Erinnerungen daran, wie fast schon unerträglich heiss es tagsüber gewesen ist. Wir halten jeweils ein Glas eiskaltes Cuba Libre in der Hand, wir haben es nicht eilig und wir haben nichts weiter vor, als gerade das zu tun, wonach uns ist.

 

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Drei Stunden später

ist die Stimmung etwas anders. Wir waren schon unterwegs, das Festivalgelände unter die Lupe genommen, Dinge entdeckt, hier getanzt, dort getanzt, und jetzt stehen wir an der Hauptstrasse und ich schlafe fast im Stehen ein.  S. ist der Meinung, dass unsere Wege sich nicht trennen sollten, wenn ich jetzt zu meinem Zelt aufbreche. Das ist der Moment, an dem ich mich, wie so viele Frauen, schwer tue, jemanden abzuweisen, weil ich nicht unnett sein möchte. Allerdings bin ich trotzdem fest davon überzeugt, dass ich heute alleine schlafen werde und sage: „Du, ich gehe jetzt, bin müde – gute Nacht dir!“. S. wiederholt, wie ein kleines Kind: „Nur ein bisschen kuscheln!“ – ich sage „Nein, ich möchte alleine schlafen, gute Nacht!“ und gehe.

Am nächsten Morgen sehen Vickie und ich S. zufällig bei den Essenständen und kichern uns einen ab, wie zwei Teenager.

Manchmal läuft es aber auch anders

Ich war ganz gut vorbereitet – ich hatte ein Regenponcho dabei, genug Wasser, Pflaster, und auch Kondome. Aber selbst, wenn man an vieles gedacht hat – man kann im Leben nicht alles voraussehen. Schön, wenn du dich traust, dem nachzugehen, was du wirklich willst! Sei es, jemandem näherzukommen, oder eben nicht – Hauptsache, du machst nicht aus Nettigkeit etwas, was dir widerstrebt!

Aber selbst wenn du ganz freiwillig mit jemandem schläfst – kann es immer noch vorkommen, dass eine Verhütungspanne passiert. Für diesen Fall ist es gut zu wissen, dass es die „Pille danach“ gibt. Dazu weiter unten mehr!

Ich habe mal etwas gelesen, was mir für immer in Erinnerung geblieben ist:

Der Mensch ist am meisten motiviert, wenn er selbstbestimmt handeln kann – oder wenigstens die Illusion hat, selbstbestimmt handeln zu können. Stellt euch vor, ihr habt genug Geld, und auch einen guten Freundeskreis, aber ihr geht jeden Tag in die Arbeit, wo jeder Fünkchen freien Willens niedergeprügelt wird, mit Kritik, Regeln, Druck und noch mehr Kritik. Trotz dem, dass eure Grundbedürfnisse wie Finanzen und soziale Kontakte befriedigt sind, wärt ihr auf Dauer nicht glücklich.

Selbstbestimmung

ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen.

Jeder Mensch möchte sich verwirklichen, sich frei entfalten,

selbst entscheiden können, ein mündiger Mensch sein

und als solcher handeln und wahrgenommen werden können.

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Es ist nichts Neues, dass gerade Frauen im Punkt Selbstbestimmung im Laufe der Jahrhunderte total auf der Strecke geblieben sind.

Noch heute müssen wir uns Dinge erkämpfen, die für Männer schon immer selbstverständlich sind (zumindest im europäischen Raum) – zum Beispiel das Recht, selbst über seinen eigenen Körper zu bestimmen. Dazu kommt noch, dass Männer nicht schwanger werden können (klar, manche Männer empfinden es auch als Nachteil, aber ob sie im Ernstfall die Strapazen einer Schwangerschaft, Geburt, Verantwortung und der damit verbundenen gesellschaftlichen Vorurteile und Urteile auf sich nehmen würden? Wohl nur die wenigsten…). Jahrhundertelang konnten Männer Geschlechtsverkehr haben, soviel sie wollten – denn die von der Gesellschaft geächteten waren danach nicht sie, sondern die geschwängerten Frauen und deren unehelichen Kinder. Das kann man zu Genüge unter anderem in der klassischen Literatur der 19. Jahrhunderts nachlesen!

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Deswegen war es am Anfang ein Befreiungsschlag, als die Pille erfunden wurde.

Endlich musste die Frau nicht mehr alleine die Folgen des Geschlechtsverkehrs tragen, sondern konnte selbst darüber bestimmen, ob sie schwanger werden will oder nicht. Jahre später fing der kritische Umgang mit der Pille an. Über die Nebenwirkungen hatte bis dato keiner nachgedacht, auch nicht darüber, warum es eigentlich für Männer keine Pille gibt

Ich hatte nie die „normale“ Pille genommen und bin ein totaler Gegner davon, denn sie verändert nachhaltig den Hormonhaushalt und somit oft sogar die Persönlichkeit! Allerdings musste ich eines Tages auf die „Pille danach“ zurückgreifen und bin froh, dass ich es getan hatte… Auch die „Pille danach“ ist kein Smartie, allerdings ist die Wirkung überhaupt nicht mit normaler Pille vergleichbar – und ich persönlich hatte überhaupt keine Nebenwirkungen, obwohl sie theoretisch möglich sind.

Es ist erstaunlich,

wie viele Frauen selbstverständlich

mit der Pille verhüten,

beim Thema „Pille danach“ jedoch

Berührungsängste haben. 

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Pille danach – 6 Fakten

1.  Kondome sind in jedem Fall ein Muss!! Nur, wenn sie reißen, sollte man zur Pille danach greifen, auf keinen Fall auf Kondome verzichten, nur weil man die Pille Danach nehmen könnte.

2.  die Wirkungsweise der Pille Danach besteht darin, dass sie den Eisprung um bis zu 5 Tagen verschieben kann. Diese Zeitspanne können Spermien nämlich im weiblichen Genitaltrakt überleben. Somit bewirkt die Pille Danach, dass das Zusammentreffen von Spermien und einer befruchtungsfähigen Eizelle gar nicht erst stattfindet. Und somit ist die Pille Danach auch keine Abtreibungspille, denn die Schwangerschaft hat ja noch gar nicht stattgefunden.

3. Wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat, kann die Pille Danach jedoch nicht mehr wirken. Auf eine eventuell bereits bestehende Schwangerschaft hat die Pille Danach keinen Einfluss. Wenn du so einen Fall vermutest, lass dich auf jeden Fall von deinem Frauenarzt beraten. 

4.  Mögliche Nebenwirkungen: da die Pille Danach ins Hormonsystem und andere Körpervorgänge eingreift, muss man wissen: es können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Unterleibsschmerzen oder allgemeines Unwohlsein auftreten. Aufgrund des verzögerten Eisprungs kann sich die Periode um einige Tage nach vorne oder hinten verschieben. Im Gegensatz zur Antibabypille gibt es eine Pille Danach ohne erhöhtes Thromboserisiko.

5.   Bevor man ungewollt schwanger wird, sollte man auf jeden Fall zur Pille Danach greifen, denn die ungewollte Schwangerschaft hätte viel weitreichendere Konsequenzen, als die Auswirkungen der Pille es je haben können. In diesem Sinne trägt die Pille Danach zur Selbstbestimmung der Frau bei – du bestimmt frei über deinen Körper und dein Leben und ob du schwanger werden möchtest oder nicht. Ein weiteres Plus: sie ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. 

6. Wenn möglich, sollte man in so einem Fall trotzdem anschließend zum Arzt gehen, denn nach ungeschütztem Sex, zum Beispiel mit einem neuen Partner, kann nach Anzeichen für Infektionen gesucht werden.

WIE GENAU DIE „PILLE DANACH“ EINGENOMMEN WERDEN SOLL

UND ALLE WEITEREN INFOS FINDET IHR HIER!


*Dieser Beitrag wird im Rahmen einer Aufklärungskampagne für die Pille Danach unterstützt – www.pille-danach.de

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Berlin Diaries vol. 1

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„Berlin lässt einen so, wie man ist“.

„… hier sind die Leute einfach ganz schlecht gelaunt…“.

„… ich lebe total kiezig, ich erledige alles in meinem Kiez und komme nicht mehr raus hier“.

„Ey, dieses Partyleben ist schon ganz schön hardcore“.

„… das ist echt krass, wie unterschiedlich die Berliner Bezirke sind, das Publikum ist jeweils auch komplett anders“.

„… der Abverkauf von Latte Macchiato in Weißensee ist in den letzten Jahren gestiegen – Weißensee wird der neue Prenzlauer Berg“.

 

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Das sind einige der Aussagen, die ich in den letzten Wochen aufgeschnappt hatte –

von Sitznachbarn im Café, auf der Straße, und sogar von den Leuten, die unten die Straße entlang gingen, während ich in meinem Zimmer im Bett lag. Er ist auffallend, wie viel und gern über Berlin geredet und diskutiert wird – die Stadt ist nicht nur bei Touristen ein beliebtes Thema, sondern eben auch bei Einheimischen. Und so unterschiedlich die Aussagen auch sind, in einem sind sich wohl alle einig: Berlin ist ein sehr vielfältiger Ort.

Als ich zum ersten Mal hier war, war ich gerade mal 10 Jahre alt und lebte in Moskau.

Meine Mutter und ich waren 30 Tage lang in Deutschland zu Besuch – zwei Wochen in Berlin und zwei Wochen in München. Damals gab es in Russland kaum Lebensmittel, außer Brot, Nudeln, Kartoffeln… Man konnte keinen Käse und auch kein Obst kaufen. Das Wort „Banane“ war der Inbegriff des westlichen Wohlstands – das ist kein Scherz und keine Übertreibung! Dementsprechend waren wir richtig schockiert von dem hiesigen Überfluss, aber sonst habe ich von Berlin keinen expliziten Eindruck, denn der Kulturschock hat wohl alle anderen Einzelheiten ausgeblendet. Mit 16 war ich nochmal hier, als wir schon nach Deutschland (München) ausgewandert waren. Damals hatte mir Berlin nicht gefallen, ich fand es zu groß, zu unpraktisch, zu unpersönlich.

Meine Liebe zur Hauptstadt erwachte zum ersten Mal 2014,

als ich hier zur Fashion Week war. Ich fühlte mich plötzlich so angenommen, frei und lebendig, wie ich es noch nicht kannte. Mit weiteren Besuchen vertiefte sich dieses Gefühl, außerdem hatte ich das große Glück, meine Vickie und Vera zu haben, die Berlinerinnen sind und durch deren Augen ich die Stadt gleich ganz anders kennenlernen konnte, als es Touristen und Besucher normalerweise imstande sind, zu tun. Ich liebe es immer noch, ihnen zuzuhören, wenn sie über ihre Stadt erzählen <3

Es dauerte nicht lange, und mein Traum, hier zu leben, war geboren.

Dieser Traum ist im Laufe der Jahre zu einer riesigen Sehnsucht gewachsen, die schlussendlich dazu führte, dass ich mein altes Münchner Leben aufgab und hierher zog, worüber ich bis jetzt jeden einzelnen Tag froh bin! Der einzige Wermutstropfen, der dafür richtig groß ist – P. blieb in München und ich vermisse ihn… Daraus entsteht der nächste Traum, der da heißt: „P. zieht zu mir nach Berlin“ <3

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Und jetzt gebe ich meinen Senf dazu – hier meine persönliche Meinung zu den Aussagen, die ich oben angeführt habe:

„Berlin lässt einen so, wie man ist“.

Das kann ich bis jetzt nur bestätigen! Mir begegnet die berüchtigte Anonymität der Grossstadt auf einer Seite – und auf der anderen Seite viele freundliche und offene Menschen!

„… hier sind die Leute einfach ganz schlecht gelaunt…“.

Nein. Zumindest nicht schlechter, als in München. Vielleicht hatte ich Glück, vielleicht hilft mir meine Einstellung – aber die meisten Menschen, die ich sehe oder treffe, sind ganz gut drauf und auch hilfsbereit! Die anderen wenigen sind tatsächlich schlecht drauf – aber wer ist es nicht ab und an? Ich nehme es nicht persönlich, denn jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen, und das ist in den meisten Fällen nicht meine Schuld.

„… ich lebe total kiezig, ich erledige alles in meinem Kiez und komme nicht mehr raus hier“.

Das ist doch verständlich? Berlin ist so groß, da ist es doch klar, dass man in seinem Alltagstrott bequem wird und die meiste Zeit die Angebote nutzt, die es in seinem eigenen Kiez gibt. Wenn man dann ab und zu einen Ausflug in einen anderen Stadtteil macht, wird es dafür zu einem richtigen Erlebnis :D

„Ey, dieses Partyleben ist schon ganz schön hardcore“.

Haha, von dem Partyleben bekomme ich nicht ganz so viel mit, denn ich bin einfach keine so krasse Partymaus. Aber ich glaube auch, dass es in Berlin ganz schön abgeht!

„… das ist echt krass, wie unterschiedlich die Berliner Bezirke sind, das Publikum ist jeweils auch komplett anders“.

Stimmt absolut! Sogar jeder Bezirk in sich ist schon total vielfältig. Das ist ja auch das Tolle an dieser Stadt! Hier ist für jeden was dabei. Leben und leben lassen kann man hier sehr gut üben!

„… der Abverkauf von Latte Macchiato in Weißensee ist in den letzten Jahren gestiegen – Weißensee wird der neue Prenzlauer Berg“.

Dazu muss man wissen – man munkelt über Prenzlauer Berg, dass hier besonders viel Latte Macchiato getrunken wird, und zwar von den ganzen Müttern, denn dieser Bezirk ist eine besonders familienreiche Gegend. Ob der Weißensee so sehr im Kommen ist, kann ich nicht direkt beurteilen, obwohl ich schon ein paar Leute kennengelernt habe, die nach Weißensee gezogen sind – aber Latte Macchiato ist zufälligerweise auch meine liebste Kaffee-Zubereitungsart. Auch wenn ich keine Mutter bin ;)

 

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Bilder: P. <3


In „Berlin Diaries“ VOL. 2: beste Food Tipps Berlins für Fleischesser, Veggies und Veganer! Stay tuned!