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WG Leben ist eine Hölle? Von wegen!

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In WGs streitet man sich ständig, wer mit dem Müll Runtertragen dran ist?

Nachts kann man kein Auge zumachen, weil der WG-Nachbar nur vom Berghain selbst übertroffen wird, was das Feiern angeht?  Im Bad-Spiegel sieht man nicht mal seine eigenen Umrisse vor lauter Zahnpasta-Spritzern? Und das Essen, das du für dich selbst gekauft hast, verschwindet wie von Geisterhand aus dem Kühlschrank?

Von wegen! Bei uns ist das ganz anders!

Schon vor meinem eigentlichen Einzug in unsere Berliner Wohnung haben Ramona und ich uns oft geschrieben, als überraschende Probleme auftraten - und das war oft! Dadurch kann man aber sagen, dass uns das zusammengeschweißt hat, und ich wusste schon vor unserem WG Leben, dass ich mich auf Ramona verlassen kann <3

Hier kommen meine ultimativen 5 Gründe für ein eindeutiges "Ja" zum WG-Leben!

1.

Unser Postbote klingelt am liebsten dann, wenn ich entweder gar nicht zuhause bin, oder aber gerade, von Kopf bis Fuß eingeseift, unter der Dusche stehe... Aber das ist kein Problem! Ich habe ja eine Mitbewohnerin, die aufmachen kann!

2.

Abends ist immer jemand da, mit dem man die Geschehnisse des Tages bequatschen kann! In meinem Fall gibt es für mich sogar immer mal wieder richtige Weisheiten, die den Chaos in meinem Kopf manchmal tatsächlich etwas aufklären ^^ Aber auch ich höre mir gerne an, was Ramona gerade beschäftigt und ärgere oder freue mich mit ihr.

 

3.

Nach der Party wird sofort aufgeräumt - und zwar zusammen! So kann man gleich nicht nur die Party bequastchen und Eindrücke austauschen, sondern wird am nächsten Morgen nicht total verkatert auch noch mit dem Anblick einer Messie-Wohnung voller Essensreste und leerer Flaschen geschockt .

4.

Wenn einer von uns etwas zu schwer ist - hilft die andere schleppen! Ramona half mir schon beim Einzug - und manchmal gehen wir zusammen zur Post, um besonders sperrige Gegenstände gemeinsam in die Wohnung zu tragen, wie Ameisen :)

 

5.

Was hab ich ein Glück, dass ich mit einer Foodbloggerin zusammen wohne :D Immer wieder bekomme ich von ihren gekochten, gebackenen oder überbackenen, veganen und zuckerfreien und allesamt LECKEREN Kreationen was ab! Auch bin ich stolz, verkünden zu dürfen, dass es ein paarmal sogar andersrum war und ich mich mit meinen bescheidenen Kochkünsten bei ihr revanchieren konnte.

Liebe Ramona, ich hoffe, wir leben noch gaaaaaaaaaaaanz lange so harmonisch zusammen, freuen uns weiterhin nicht nur, wenn wir sturmfrei haben, sondern auch, wenn der andere wieder zurückkommt, sitzen abends in der Küche und ratschen, veranstalten ganz viele Home Parties und shooten Bilder für meinen und die leckeren Gerichte für deinen Blog! <3

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Vom Sommer, Selbstbestimmung und der Pille Danach

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Es ist dunkel geworden.

Wir liegen auf dem Steg, vor uns – der See, über uns – Sterne ohne Ende (ich kenne nur den großen Wagen!), unter uns – die Holzbretter, die jedesmal erzittern, wenn jemand vorbeigeht. Vom Ufer hört man die Meute zu mächtigen Bässen feiern, aber hier ist es ruhig und gemütlich. Die kühle Brise bewegt leicht unsere Haare und löscht langsam die Erinnerungen daran, wie fast schon unerträglich heiss es tagsüber gewesen ist. Wir halten jeweils ein Glas eiskaltes Cuba Libre in der Hand, wir haben es nicht eilig und wir haben nichts weiter vor, als gerade das zu tun, wonach uns ist.

 

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Drei Stunden später

ist die Stimmung etwas anders. Wir waren schon unterwegs, das Festivalgelände unter die Lupe genommen, Dinge entdeckt, hier getanzt, dort getanzt, und jetzt stehen wir an der Hauptstrasse und ich schlafe fast im Stehen ein.  S. ist der Meinung, dass unsere Wege sich nicht trennen sollten, wenn ich jetzt zu meinem Zelt aufbreche. Das ist der Moment, an dem ich mich, wie so viele Frauen, schwer tue, jemanden abzuweisen, weil ich nicht unnett sein möchte. Allerdings bin ich trotzdem fest davon überzeugt, dass ich heute alleine schlafen werde und sage: “Du, ich gehe jetzt, bin müde – gute Nacht dir!”. S. wiederholt, wie ein kleines Kind: “Nur ein bisschen kuscheln!” – ich sage “Nein, ich möchte alleine schlafen, gute Nacht!” und gehe.

Am nächsten Morgen sehen Vickie und ich S. zufällig bei den Essenständen und kichern uns einen ab, wie zwei Teenager.

Manchmal läuft es aber auch anders

Ich war ganz gut vorbereitet – ich hatte ein Regenponcho dabei, genug Wasser, Pflaster, und auch Kondome. Aber selbst, wenn man an vieles gedacht hat – man kann im Leben nicht alles voraussehen. Schön, wenn du dich traust, dem nachzugehen, was du wirklich willst! Sei es, jemandem näherzukommen, oder eben nicht – Hauptsache, du machst nicht aus Nettigkeit etwas, was dir widerstrebt!

Aber selbst wenn du ganz freiwillig mit jemandem schläfst – kann es immer noch vorkommen, dass eine Verhütungspanne passiert. Für diesen Fall ist es gut zu wissen, dass es die “Pille danach” gibt. Dazu weiter unten mehr!

Ich habe mal etwas gelesen, was mir für immer in Erinnerung geblieben ist:

Der Mensch ist am meisten motiviert, wenn er selbstbestimmt handeln kann – oder wenigstens die Illusion hat, selbstbestimmt handeln zu können. Stellt euch vor, ihr habt genug Geld, und auch einen guten Freundeskreis, aber ihr geht jeden Tag in die Arbeit, wo jeder Fünkchen freien Willens niedergeprügelt wird, mit Kritik, Regeln, Druck und noch mehr Kritik. Trotz dem, dass eure Grundbedürfnisse wie Finanzen und soziale Kontakte befriedigt sind, wärt ihr auf Dauer nicht glücklich.

Selbstbestimmung

ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen.

Jeder Mensch möchte sich verwirklichen, sich frei entfalten,

selbst entscheiden können, ein mündiger Mensch sein

und als solcher handeln und wahrgenommen werden können.

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Es ist nichts Neues, dass gerade Frauen im Punkt Selbstbestimmung im Laufe der Jahrhunderte total auf der Strecke geblieben sind.

Noch heute müssen wir uns Dinge erkämpfen, die für Männer schon immer selbstverständlich sind (zumindest im europäischen Raum) – zum Beispiel das Recht, selbst über seinen eigenen Körper zu bestimmen. Dazu kommt noch, dass Männer nicht schwanger werden können (klar, manche Männer empfinden es auch als Nachteil, aber ob sie im Ernstfall die Strapazen einer Schwangerschaft, Geburt, Verantwortung und der damit verbundenen gesellschaftlichen Vorurteile und Urteile auf sich nehmen würden? Wohl nur die wenigsten…). Jahrhundertelang konnten Männer Geschlechtsverkehr haben, soviel sie wollten – denn die von der Gesellschaft geächteten waren danach nicht sie, sondern die geschwängerten Frauen und deren unehelichen Kinder. Das kann man zu Genüge unter anderem in der klassischen Literatur der 19. Jahrhunderts nachlesen!

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Deswegen war es am Anfang ein Befreiungsschlag, als die Pille erfunden wurde.

Endlich musste die Frau nicht mehr alleine die Folgen des Geschlechtsverkehrs tragen, sondern konnte selbst darüber bestimmen, ob sie schwanger werden will oder nicht. Jahre später fing der kritische Umgang mit der Pille an. Über die Nebenwirkungen hatte bis dato keiner nachgedacht, auch nicht darüber, warum es eigentlich für Männer keine Pille gibt

Ich hatte nie die “normale” Pille genommen und bin ein totaler Gegner davon, denn sie verändert nachhaltig den Hormonhaushalt und somit oft sogar die Persönlichkeit! Allerdings musste ich eines Tages auf die “Pille danach” zurückgreifen und bin froh, dass ich es getan hatte… Auch die “Pille danach” ist kein Smartie, allerdings ist die Wirkung überhaupt nicht mit normaler Pille vergleichbar – und ich persönlich hatte überhaupt keine Nebenwirkungen, obwohl sie theoretisch möglich sind.

Es ist erstaunlich,

wie viele Frauen selbstverständlich

mit der Pille verhüten,

beim Thema „Pille danach“ jedoch

Berührungsängste haben. 

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Pille danach – 6 Fakten

1.  Kondome sind in jedem Fall ein Muss!! Nur, wenn sie reißen, sollte man zur Pille danach greifen, auf keinen Fall auf Kondome verzichten, nur weil man die Pille Danach nehmen könnte.

2.  die Wirkungsweise der Pille Danach besteht darin, dass sie den Eisprung um bis zu 5 Tagen verschieben kann. Diese Zeitspanne können Spermien nämlich im weiblichen Genitaltrakt überleben. Somit bewirkt die Pille Danach, dass das Zusammentreffen von Spermien und einer befruchtungsfähigen Eizelle gar nicht erst stattfindet. Und somit ist die Pille Danach auch keine Abtreibungspille, denn die Schwangerschaft hat ja noch gar nicht stattgefunden.

3. Wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat, kann die Pille Danach jedoch nicht mehr wirken. Auf eine eventuell bereits bestehende Schwangerschaft hat die Pille Danach keinen Einfluss. Wenn du so einen Fall vermutest, lass dich auf jeden Fall von deinem Frauenarzt beraten. 

4.  Mögliche Nebenwirkungen: da die Pille Danach ins Hormonsystem und andere Körpervorgänge eingreift, muss man wissen: es können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Unterleibsschmerzen oder allgemeines Unwohlsein auftreten. Aufgrund des verzögerten Eisprungs kann sich die Periode um einige Tage nach vorne oder hinten verschieben. Im Gegensatz zur Antibabypille gibt es eine Pille Danach ohne erhöhtes Thromboserisiko.

5.   Bevor man ungewollt schwanger wird, sollte man auf jeden Fall zur Pille Danach greifen, denn die ungewollte Schwangerschaft hätte viel weitreichendere Konsequenzen, als die Auswirkungen der Pille es je haben können. In diesem Sinne trägt die Pille Danach zur Selbstbestimmung der Frau bei – du bestimmt frei über deinen Körper und dein Leben und ob du schwanger werden möchtest oder nicht. Ein weiteres Plus: sie ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. 

6. Wenn möglich, sollte man in so einem Fall trotzdem anschließend zum Arzt gehen, denn nach ungeschütztem Sex, zum Beispiel mit einem neuen Partner, kann nach Anzeichen für Infektionen gesucht werden.

WIE GENAU DIE “PILLE DANACH” EINGENOMMEN WERDEN SOLL

UND ALLE WEITEREN INFOS FINDET IHR HIER!


*Dieser Beitrag wird im Rahmen einer Aufklärungskampagne für die Pille Danach unterstützt – www.pille-danach.de

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Berlin Diaries vol. 1

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“Berlin lässt einen so, wie man ist”.

„… hier sind die Leute einfach ganz schlecht gelaunt…“.

„… ich lebe total kiezig, ich erledige alles in meinem Kiez und komme nicht mehr raus hier”.

“Ey, dieses Partyleben ist schon ganz schön hardcore”.

“… das ist echt krass, wie unterschiedlich die Berliner Bezirke sind, das Publikum ist jeweils auch komplett anders”.

„… der Abverkauf von Latte Macchiato in Weißensee ist in den letzten Jahren gestiegen – Weißensee wird der neue Prenzlauer Berg”.

 

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Das sind einige der Aussagen, die ich in den letzten Wochen aufgeschnappt hatte –

von Sitznachbarn im Café, auf der Straße, und sogar von den Leuten, die unten die Straße entlang gingen, während ich in meinem Zimmer im Bett lag. Er ist auffallend, wie viel und gern über Berlin geredet und diskutiert wird – die Stadt ist nicht nur bei Touristen ein beliebtes Thema, sondern eben auch bei Einheimischen. Und so unterschiedlich die Aussagen auch sind, in einem sind sich wohl alle einig: Berlin ist ein sehr vielfältiger Ort.

Als ich zum ersten Mal hier war, war ich gerade mal 10 Jahre alt und lebte in Moskau.

Meine Mutter und ich waren 30 Tage lang in Deutschland zu Besuch – zwei Wochen in Berlin und zwei Wochen in München. Damals gab es in Russland kaum Lebensmittel, außer Brot, Nudeln, Kartoffeln… Man konnte keinen Käse und auch kein Obst kaufen. Das Wort “Banane” war der Inbegriff des westlichen Wohlstands – das ist kein Scherz und keine Übertreibung! Dementsprechend waren wir richtig schockiert von dem hiesigen Überfluss, aber sonst habe ich von Berlin keinen expliziten Eindruck, denn der Kulturschock hat wohl alle anderen Einzelheiten ausgeblendet. Mit 16 war ich nochmal hier, als wir schon nach Deutschland (München) ausgewandert waren. Damals hatte mir Berlin nicht gefallen, ich fand es zu groß, zu unpraktisch, zu unpersönlich.

Meine Liebe zur Hauptstadt erwachte zum ersten Mal 2014,

als ich hier zur Fashion Week war. Ich fühlte mich plötzlich so angenommen, frei und lebendig, wie ich es noch nicht kannte. Mit weiteren Besuchen vertiefte sich dieses Gefühl, außerdem hatte ich das große Glück, meine Vickie und Vera zu haben, die Berlinerinnen sind und durch deren Augen ich die Stadt gleich ganz anders kennenlernen konnte, als es Touristen und Besucher normalerweise imstande sind, zu tun. Ich liebe es immer noch, ihnen zuzuhören, wenn sie über ihre Stadt erzählen <3

Es dauerte nicht lange, und mein Traum, hier zu leben, war geboren.

Dieser Traum ist im Laufe der Jahre zu einer riesigen Sehnsucht gewachsen, die schlussendlich dazu führte, dass ich mein altes Münchner Leben aufgab und hierher zog, worüber ich bis jetzt jeden einzelnen Tag froh bin! Der einzige Wermutstropfen, der dafür richtig groß ist – P. blieb in München und ich vermisse ihn… Daraus entsteht der nächste Traum, der da heißt: “P. zieht zu mir nach Berlin” <3

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Und jetzt gebe ich meinen Senf dazu – hier meine persönliche Meinung zu den Aussagen, die ich oben angeführt habe:

“Berlin lässt einen so, wie man ist”.

Das kann ich bis jetzt nur bestätigen! Mir begegnet die berüchtigte Anonymität der Grossstadt auf einer Seite – und auf der anderen Seite viele freundliche und offene Menschen!

„… hier sind die Leute einfach ganz schlecht gelaunt…“.

Nein. Zumindest nicht schlechter, als in München. Vielleicht hatte ich Glück, vielleicht hilft mir meine Einstellung – aber die meisten Menschen, die ich sehe oder treffe, sind ganz gut drauf und auch hilfsbereit! Die anderen wenigen sind tatsächlich schlecht drauf – aber wer ist es nicht ab und an? Ich nehme es nicht persönlich, denn jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen, und das ist in den meisten Fällen nicht meine Schuld.

„… ich lebe total kiezig, ich erledige alles in meinem Kiez und komme nicht mehr raus hier”.

Das ist doch verständlich? Berlin ist so groß, da ist es doch klar, dass man in seinem Alltagstrott bequem wird und die meiste Zeit die Angebote nutzt, die es in seinem eigenen Kiez gibt. Wenn man dann ab und zu einen Ausflug in einen anderen Stadtteil macht, wird es dafür zu einem richtigen Erlebnis :D

“Ey, dieses Partyleben ist schon ganz schön hardcore”.

Haha, von dem Partyleben bekomme ich nicht ganz so viel mit, denn ich bin einfach keine so krasse Partymaus. Aber ich glaube auch, dass es in Berlin ganz schön abgeht!

“… das ist echt krass, wie unterschiedlich die Berliner Bezirke sind, das Publikum ist jeweils auch komplett anders”.

Stimmt absolut! Sogar jeder Bezirk in sich ist schon total vielfältig. Das ist ja auch das Tolle an dieser Stadt! Hier ist für jeden was dabei. Leben und leben lassen kann man hier sehr gut üben!

„… der Abverkauf von Latte Macchiato in Weißensee ist in den letzten Jahren gestiegen – Weißensee wird der neue Prenzlauer Berg”.

Dazu muss man wissen – man munkelt über Prenzlauer Berg, dass hier besonders viel Latte Macchiato getrunken wird, und zwar von den ganzen Müttern, denn dieser Bezirk ist eine besonders familienreiche Gegend. Ob der Weißensee so sehr im Kommen ist, kann ich nicht direkt beurteilen, obwohl ich schon ein paar Leute kennengelernt habe, die nach Weißensee gezogen sind – aber Latte Macchiato ist zufälligerweise auch meine liebste Kaffee-Zubereitungsart. Auch wenn ich keine Mutter bin ;)

 

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Bilder: P. <3


In “Berlin Diaries” VOL. 2: beste Food Tipps Berlins für Fleischesser, Veggies und Veganer! Stay tuned!

 

 

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Humor Lifestyle thoughts

mein bester Freund – die Waage

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DIE WAAGE UND ICH - WIR SIND BESTE FREUNDE.

Das war nicht immer so. Monatelang verstaubte sie unter dem Schrank, phasenweise wurde sie dann rausgeholt, nur um einen frustrierten Gesichtsausdruck zu kassieren. Das Leben einer Waage ist kein Zuckerschlecken! Sie braucht starke Nerven, denn sie muss so Einiges erdulden! Wer hört schon gerne misstrauische Ausrufe wie "Neeeeeein, das kann nicht sein, die Batterie ist bestimmt leer"?  Bestimmt dachte sie dabei "Schon klar, ICH soll wieder schuld sein!".

Sie wurde im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten und mit negativen Vibes konfrontiert - dafür, dass sie die Wahrheit gesagt hat. Wie unfair!

Ich weiß, ich weiß, man soll sich nicht jeden Tag wiegen, Körpergefühl und Gesundheit sind wichtiger, als die Ziffern auf der elektronischen Anzeige, aber seien wir doch mal ehrlich - wer kein gewisses Gefühl der Genugtuung beim Anblick der heißersehnten  {hier bitte die gewünschte Zahl einfügen}  verspürt, und wem beispielsweise bei einer "58" statt "60" keine Flügel wachsen, der hat ein viel zu gesundes Selbstbewusstsein!

SHAKESPEARE IST NICHTS GEGEN DIESES DRAMA

Ach, das Leben wäre doch einfach viel zu langweilig, wenn man jeden Morgen nicht dieser fast schon Shakespeare´schen Gefühlsspaltung ausgesetzt wäre - "Ist die Waage heute gnädig zu mir?  Wird sie mich milde anlächeln und mir ein Stück Kuchen erlauben - oder mich streng und vorwurfsvoll mit ihrem Display anschauen, als würde sie mir sagen wollen - hättest du gestern bloß das Abendessen weggelassen"?

 

 

CHOCOLATE TASTES AS GOOD AS SKINNY FEELS

Ja, die Freundschaft mit der Waage ist ein anspruchsvolles und widersprüchliches Unterfangen, sie kollidiert nämlich oft mit anderen Freund- und Liebschaften, die man so pflegt - vor allem die zu cremigem Eis mit leckeren Toppings, zu fluffigen Kuchen, zu frischer Pizza mit Käse, der sich bis ins Unermessliche dehnt, ohne abzureissen, zu Rum-Rosinen-Schoki, zu knusprigen Süsskartoffelpommes, zum Spargelinseln in einem Meer von Sauce Hollandaise und ja, auch zu Sushi!

Schade dass man Sushi nicht umarmen kann, aber ich bekunde meine Liebe dann eben anders - indem ich sie verschlinge. Das versteht die Waage nicht. Sie ist ein Paradebeispiel des kühlen Intellekts, der für sowas Profanes wie ein grummelnder Magen nicht empfänglich ist. Und ja, manchmal braucht man solche Freunde, die einen auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Die berüchtigte Zahl auf der Waage ist nämlich nicht nur eine Zahl - zumindest für mich. Diese Zahl ist ein Erfahrungswert, der besagt, ob ich mich in einem Rahmen bewege, der sich für mich als ein guter rausgestellt hat.

Klar merke ich auch ohne Waage, ob eine Jeans kneift, aber Hand aufs Herz - was ist unangenehmer, eine Zahl zu sehen, die vielleicht nicht ganz optimal ist, oder eine steife grausame Jeans einfach um keinen Preis zuzubekommen?? Na also.


Achtung Achtung, dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit... IRONIE entstanden!

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Bilder und Kuchen: Ramona <3

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eingesperrte Kreativität, Berlin und Gegensätze

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Ich saß über den Wolken und überlegte.  

Nein, ich war nicht tot (noch nicht), sondern im Flugzeug auf dem Weg nach Maastricht. Nachdem ich erst ein paar Stunden zuvor im Traum versuchte, Kokos-Duftnoten einzufrieren, um sie dann beim Auftauen in Töne zu verwandeln (wie kommt man bitte auf solche Ideen??), stand ich unter der Dusche und hätte mir nichts sehnlicher, als ein wasserfestes Aufnahmegerät im Bad gewünscht – und noch ein anderes Aufnahmegerät neben dem Bett, das im Dunkeln von alleine anspringt, für den Fall, dass mir beim Einschlafen was einfällt.

Das würde nämlich das lästige Licht-Anmachen und erstmal Blindwerden nach der unterbrochenen Einschlafphase endlich überflüssig machen… Die besten Ideen kommen nämlich dann, wenn man sie nicht aufschreiben kann. Warum ist das so? Vermutlich weil Kreativität sich schnell eingesperrt fühlt und sich am besten entfalten kann, wenn man mit anderen Dingen beschäftigt ist und nicht unter (Zeit-)Druck steht, sich etwas einfallen lassen zu müssen – zum Beispiel, wenn man gerade duscht oder eben am Einschlafen ist.

Ja, Kreativität ist ein sehr zartes Pflänzchen,

sie kann nämlich auch dann verkümmern, wenn man ZU sehr mit Anderem beschäftigt ist. Momentan bin ich das wohl – und zwar mit dem Aufbauen von meinem neuen Berlin-Leben. Und es verschlägt mir die Sprache – sowohl im übertragenen positiven, als auch im wörtlichen Sinne. Das geht so weit, dass es mir das Schreiben schwermacht, sodass hier auf dem Blog länger, als mir lieb war, Stille herrschte… Ich war liebestrunken und abgelenkt! Jedesmal, wenn ich einen Fuß vor die Tür setzte, dachte ich – o mein Gott, ich bin in Berlin, im legendären Berlin-Sommer! Als wäre ich plötzlich in ein Geschichts-Buch reingesprungen, oder sogar andersrum, als wäre Geschichte aus einem Buch ausgebrochen und ist einfach zum realen Leben geworden, und ich bin ein lebendiger Teil davon!

Ich bin in dieser Stadt, der schon so viele Worte gewidmet wurden,

und ich dagegen fand keine passende sprachliche Form, die meinen Gefühlen und Eindrücken gerecht werden würde. Berlin ist, wie das Leben selbst – der Lebensgenuss und die Abgründe der menschlichen Existenz sind hier so nah beieinander, dass ich minütlich zwischen Dankbarkeit für mein eigenes Leben, Ignoranz, schlechtem Gewissen und wiederum Dankbarkeit und Erleichterung hin- und herschwanke. Und insgeheim habe ich das Gefühl, dass mich dieses Schwanken als eine Nicht-Berlinerin verrät, denn ist ein echter Berliner nicht abgestumpft und ignoriert die tausendundeine Verrücktheit und tausendundeine traurige Gestalt, die ihm tagtäglich begegnen, wie mir heute ein Mann begegnete, der mitten im wuseligen Trubel stumm da saß, den Kopf resigniert in die Hände vergraben? Soll man jedem Obdachlosen und “Motz”-Verkäufer was geben? Ist es denn erstrebenswert, das Leid zu ignorieren? Oder ist Ignoranz gar ein Muss für die moderne Persönlichkeit, die sonst an all den Ereignissen und Fakten zerschellen würde, die uns nicht nur in der eigenen Stadt, sondern aus den entferntesten Ecken der Welt in Form von Schlagzeilen in den Nachrichten – und mittlerweile auch in Form von Menschen auf der Flucht – erreichen?

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Einerseits… Andererseits…

Wie dem auch sei – die letzten Wochen schien meine Kreativität überfordert. Natürlich nicht nur von meinen Gefühlsschwankungen, sondern auch von der ganzen Vorgeschichte des Umzugs. Es gibt kreative Menschen, die brauchen sehr viele aufwühlende Ereignisse in ihren Leben, um schaffen zu können. Ich dagegen brauche zwar auch Inspiration, aber eine in friedlichen und harmonischen Umständen. Und zur Harmonie musste ich erst noch finden.

Manch einer mag denken – aber sie ist doch erst seit zwei Wochen wieder in Berlin und muss erstmal ankommen! Das mag stimmen – aber auch mit meinem Zeitgefühl passieren gerade komische Dinge. Einerseits kommen mir diese zwei Wochen nach meinem letzten München-Besuch eher wie zwei Monate vor – die Stadt, mein Kiez und meine Wohnung fühlen sich so vertraut an, wie man das für die wenige Zeit hier kaum für möglich gehalten hätte! Paradoxerweise verfliegen die Tage gleichzeitig so schnell! Ich habe ständig das Gefühl, dass ich gerade noch aufgewacht war und mir einen Kaffee gemacht hatte, und jetzt liege ich schon wieder im Bett und mache das Licht aus.

Denn auch ich bin ein Mensch der Gegensätze und der Extreme und kenne “Einerseits – andererseits” nur zu gut. Vielleicht passe ich deswegen so gut nach Berlin. Ich bin gespannt, wie unsere Beziehung sich entwickelt. Was mich angeht –  aus Verliebtheit wird langsam Liebe.

Und Liebe ist immer nicht nur “wegen”, sondern auch “trotz”.

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Warum ich meine Bildsprache auf Instagram änderte

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Instagram ist genau wie das wahre Leben.

“Waaaaaas?”,- werden die meisten gleich denken. “Ganz im Gegenteil, Instagram ist ja dafür bekannt, das Leben zu beschönigen und zu perfektionieren!”. Lasst mich erklären.

Ich glaube, folgende Situation kennt jeder von uns: man lernt jemanden kennen, jemanden, der so toll ist, dass man von ihm sofort hingerissen ist. Wie verhält man sich da meist? Geht man mit Jogginghose und T-Shirt zum Date? Nein, obwohl man nach einiger Zeit in der Partnerschaft sich genau in diesem Look vor dem Partner zeigt. Raunt man den Typen genervt an, wenn er schnarcht? Um Gottes Willen, wenn man verliebt ist, dann flötet man zuckersüß “Schatziiii, Liebster, wärst du bitte so lieb und würdest dich ein biiiiiisschen umdrehen?” und streichelt dabei noch seinen Kopf.

Kurzum: in solchen Situationen ist man nicht so, wie im Alltag, sondern man möchte sich gut darstellen, einen guten Eindruck hinterlassen, und man möchte gefallen. In seltensten Fällen gibt man sich in so einer Situation gleich so, wie man vor langjährigen Freunden oder Geschwistern ist. 

Und das ist ganz normal.

Einen guten Eindruck machen zu wollen ist menschlich – auch auf Instagram

Schlecht wird es meiner Meinung nur dann, wenn man sich komplett verleugnet. Wenn man seinen wahren Charakter überhaupt nicht mehr haben will, sondern viel lieber jemand anders sein würde. So ist es auch mit Instagram. Dass man dort einen guten Eindruck machen will, ist ganz logisch. Aber wie schafft man es, ohne sich zu verstellen?

Finde eine Eigenschaft an dir, die du magst

Lange Jahre wollte ich cool sein, aber zu meinem Leidwesen war ich immer ziemlich weit davon entfernt. In der Schule war ich eher eine Aussenseiterin, reichlich ausgestattet mit der Sehnsucht, endlich dazuzugehören. Im Laufe der Jahre bin ich bin meinem Ziel sogar etwas näher gekommen – ich bin nun wesentlich cooler, als ich mit 20 war – ABER! Cool sein entspricht mir nicht. Ich bin alles: verrückt, durchgeknallt, lustig, süß, aufbrausend, verpeilt – aber nicht cool. Es hat Jahre gedauert, bis ich das eingesehen habe, und wenn ich ganz ehrlich bin – auch jetzt noch gibt es eine leise Stimme irgendwo in meinem Hinterkopf, die flüstert – “Und ich wäre doch lieber cool”. Der Weg zur Selbstakzeptanz ist zwar lang und steinig, aber ich gehe ihn immerhin schon entlang. 

Deswegen auch die Änderung in meinem Feed,  seit paar Monaten habe ich die Bildsprache auf Instagram verändert. Ich lache auf meinen Bildern. Ich schau süß oder frech. Ich habe vintage inspirierte Locations im Feed. Und warum? Weil das alles mir entspricht. Im Gegenteil zum Cool-Sein.


Und wie macht ihr das? Kennt ihr euch selbst? Welche Eigenschaften mögt ihr an euch?

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Leben Lifestyle Unterwegs

6 dinge, die du tun solltest, wenn du aus einer stadt wegziehst

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Es ist schon seltsam genug, keine Briefe mehr zu bekommen.

Seit dem 15.4., dem Tag, an dem mein Umzug eigentlich hätte stattfinden sollen, geht der Briefträger an meinem Briefkasten vorbei - dank dem vorsorglich abgeschlossenem Nachsendeantrag...

Noch befremdlicher war der Moment, wo mir bewusst wurde, dass ich viele meiner ganz alltäglicher Automatismen und Gewohnheiten, die nur in meiner Münchner Wohnung in der Form stattfinden können, nun die letzten Male ausführe - in der Früh kurz das Fenster zum Lüften ganz aufmachen,  mit halbgeschlossenen Augen den kurzen schnurstracks Weg vom Bett ins Bad. Danach zwecks Kita-Spielplatzlärm das Fenster wieder zumachen und sich mit dem unglaublich wohligen Gefühl nochmal kurz ins Bett fallen lassen. Oder beim Nach-Hause-Kommen die Schuhe abstreifen und die Tasche an die Türklinke des Ankleidezimmers zu hängen (und zu wissen, dass P. schimpfen wird, dass alle Türklinken mit Schals und Taschen vollgehangen sind). Oder abends im Bett liegend, mehrmals die seit Jahren kaum noch bewusste kurze Bewegung der Hand zur Wasserflasche, die am Fensterbrett direkt neben meinem Kopf steht. Ganz abgesehen von den vielen, unzählig vielen Abenden mit Freunden in meiner Küche, ich auf meinem ganz eigenen Platz, P. oft stehend und an der Küchenzeile lehnend, andere Freunde um den Tisch herum...

Die Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft ist so fließend, dass es gar nichts bringt, dass ich versuche, mir die ganzen letzten Male ganz besonders stark einzuprägen - sie gehen trotzdem vorbei und plötzlich wird aus der so präsenten Gegenwart - Vergangenes, und aus der fernen Zukunft - Gegenwart...  Zumindest für ein Jahr (solange meine Wohnung nun untervermietet ist)  gehören die oben aufgezählten Dinge in dieser Form nun der Vergangenheit an. Und ich bin schon die ganze Zeit hin- und hergerissen zwischen ungeduldiger Erwartung meines Umzugs nach Berlin und der Freude, hier noch verweilen zu dürfen, um das, was bald zur Vergangenheit wird, noch ein bisschen Gegenwart sein zu lassen.

Aus diesen Gedanken entstand die Idee dieses Posts. Was solltest du noch getan haben, bevor du aus einer Stadt wegziehst? Und: wer von euch ist schonmal wohin gezogen? Schreibt mir in die Kommentare <3

1.

Besuche nochmal alle Orte, die mit vielen Erinnerungen verknüpft sind

Die erste Liebe, die wilden Parties, ein besonders cooler oder besonders schlimmer Job - es gibt viele Orte in deiner Stadt, die dir viel bedeuten oder mit Erinnerungen verbunden sind. Ich fragte eine Freundin nach so einem Ort. Wir kennen uns, seit ich 13 war, sind aufs gleiche Gymnasium gegangen und haben danach auch zusammen studiert. Sie erinnerte sich, wie wir als Teenies uns immer im Westpark getroffen haben, in der Mitte, weil sie auf einer Seite wohnte, und ich auf der entgegengesetzten. Wir gingen zu den Schaukeln - im Westpark sind es große Autoreifen, die an Ketten befestigt sind. Dort verjagten wir die Kinder, schaukelten dann stundenlang, rauchten dabei sehr sehr heimlich eine Zigarette und tauschten die neuesten und relevantesten Teenieleben-Geschehnisse aus...

Lang ist es her, aber nicht im Gedächtnis verblasst, und genau deswegen gehen wir nächste Woche zusammen hin und lassen es auf uns wirken.

2.

Steige an irgendeiner Station aus und lauf, lauf, lauf!

Es ist ja bekannt, dass man in seiner eigenen Stadt immer die gleichen Routen fährt, was dazu führt, dass einige Ecken über Jahrzehnte komplett unentdeckt bleiben. Dagegen gibt es ein Mittel: die Sonne scheint? Super! Steige an irgendeiner beliebigen Station aus, wo du sonst nie aussteigst, und lauf! Ohne Ziel  - lauf einfach irgendwohin und schau dich um! So haben wir letztens beim Shooten tolle Plätze entdeckt!

3.

Mach irgendwas Klischeemäßiges, was man in deiner Stadt so macht

Ich halte nicht so viel von Werbesprüchen, aber zumindest dieser eine hat recht: "Augustiner - das beste Bier der Welt!" :D Augustiner ist für mich eine der besten Dinge an München, besonders, seit ich keinen Wein mehr trinke. Kaltes Bierchen an einem lauen Sommerabend, am Isar-Ufer, oder, noch besser, in einem Biergarten, dazu eine frische Breze - besser geht´s kaum!

4.

Besuche nochmal alle deine Lieblingscafés

Wer kennt das Phänomen? Es gibt ganz viele Orte, wo ich mal wieder gerne zum Essen hingehen würde. Aber in der selben Sekunde, in der ich nach netten Cafés in München gefragt werde oder mich verabreden will, ist mein Gedächtnis plötzlich wie ausradiert!

Da dieser Post aber nicht auf Knopfdruck entstehen musste, konnte ich einige der Orte für euch zusammentragen, wo ich oft und gerne hingegangen bin:

  • Preysinggarten. Ziemlich verpeilte Bedienungen, was aber durch besonders große Freundlichkeit wettgemacht wird - und das Essen! Ob riesiger Salat mit Ziegenkäse oder gefüllte Pfannkuchen - hier liegt man nie falsch! Im Sommer ist die gemütliche Außenterrasse geöffnet, wo wir bei langen Wartezeiten sogar mal ein Sektchen aufs Haus bekamen!
  • Hungriges Herz. Liegt am hippen Gärtnerplatz und ist selbst vielleicht einen Ticken zu hip - aber omg, diese Bowls!!
  • VON&ZU in der Luisenstrasse. Ehrlich gesagt, keine Ahnung, ob das Essen dort empfehlenswert ist - habe dort nur einen Kaffee getrunken und war total hingerissen von der einmaligen Einrichtung!!
  • meine liebste Miso-Suppe und mega leckere andere Dinge gibts im SASOU am Marienplatz.
  • Opatija im Tal - kroatisch, faire Preise trotz touristischer Lage und gute Portionen!
  • Und natürlich meine geliebte l`Osteria - vorzugsweise am Rosenheimer Platz. Tolle Terrasse und die riesigste Pizza!
  • Im Sommer liebe ich den Biergarten am Wiener Platz! Genau da geht es jetzt gleich hin :)

 

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5.

Höre bewusst die Geräusche der Stadt

Die Ansagen in den öffentlichen Verkehrsmitteln, der Sound der abfahrenden Ubahn, die Stimmen, die mit ihrem bayerischen Dialekt zum Summen der Stadt verschwimmen - das alles gilt es mit Aufmerksamkeit aufzusaugen, denn in der neuen Stadt fällt es einem ohne sein Zutun auf - weil es eben neu ist. Dagegen achtet man in der eigenen Stadt, die wie ein abgetragenes Paar Socken ist, auf Dinge höchstens, um sich darüber aufzuregen. Das ist schade!

Auch die Geräusche der Wohnung, in der ich seit fast 14 Jahren hauste, sind bemerkens- und merkenswert, auch wenn nicht immer positiv. Aufwachen tut man nämlich fast immer von hysterischen Schreien der Kinder vom Kita-Spielplatz direkt vor meinem Fenster. Erst vor Kurzem hörte ich plötzlich, WAS die Kinder denn eigentlich schreien, und es war meistens ein verzweifeltes "Mamaaaaaa!". In meinem Unmut über die Störenfriede dachte ich nie darüber nach, dass einige dieser kleinen Menschen anscheinend leiden und ihre Mama vermissen. Na super, ab da mischte sich zum Ärger auch noch Mitgefühl dazu!

Für meine Nachbarin unter mir habe ich allerdings kein Mitgefühl, denn sie hat zwei Lieblingsbeschäftigungen, die beide gleich schlimm sind. Wackeln plötzlich die Wände von einem kräftigem "JAAA!!" mit einer verrauchten Bass-Stimme, weiß ich, dass Fussball läuft und jemand ein Tor schoß. Oder die Dame ist in Partystimmung und dreht bis zum Anschlag Musik auf - wobei stopp, ich bin nicht sicher, ob man diese Art von Geräuschen als Musik bezeichnen darf - meist sind es nämlich Schlager...

In solchen Fällen drehte ich selber Musik laut, um sie zu übertönen - gottseidank war diese Folter meistens nach maximal einer Stunde vorbei.

Das Knarzen der Holztreppe, wenn man hochgeht, die Stille, wenn wir nach dem Kochen die Dunstabzugshaube ausmachten - man könnte die Liste ewig weiterführen. Wer Ohren hat, der höre!

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6.

Schau der leeren Stadt beim Aufwachen zu - am besten an einem Ort, der sonst immer von Touristen überlaufen ist.

Wenn man in einer Stadt lebt, geht man zur Arbeit und genießt seine Freundschaften, hat Freizeit und nutzt auch das kulturelle Angebot, ob Kino, Konzert oder Ausstellung. Aber es kommt nur sehr selten vor - wenn überhaupt - dass man seiner Stadt beim Aufwachen zusieht.

Als ich vor vielen Jahren auf der Straße in einer Band Klavier gespielt habe, musste ich ein paar Mal die Genehmigung für Straßenmusiker holen. Das Rathaus machte zwar erst um halb 9 auf, aber die Musiker haben sich schon mitten in der Nacht angestellt, denn die Anzahl der Genehmigungen war begrenzt. Da saß ich also mitten am Marienplatz und es wurde langsam hell, die verschlafene Stadt gähnte und machte langsam die Augen auf. Es waren kaum Menschen da, nur viele Lastwagen, die die Fußgängerzone vor Ladeneröffnung belieferten. Eine einzigartige Stimmung, besonders an einem Ort, den man als Einheimischer eher meidet und sich nur zum Shoppen hinwagt, weil die Gefahr einfach so hoch ist, mit einem touristischen Selfie-Stick ein Auge ausgestochen zu bekommen ;)

Und wenn ihr Glück habt - werdet ihr auch noch mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt!

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Leben Unterwegs

life: Berlin und Sehnsucht

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Es ist Nacht.

Ich liege im Bett. Links, rechts, unter und über mir sind andere Wohnungen, wo andere Menschen in ihren Betten liegen, schlafend oder schlaflos, in einem Haus, der in einer langen Häuserreihe steht, die Häuserreihe befindet sich in einer Strasse am Fluss, daneben andere Strassen, Plätze, Wege, ein Kiez, andere Stadtteile, Strassen und Wohnungen, alles voller Herzen, die unterschiedlich und doch gleich schlagen, und dieser Puls verschwimmt zum Herzschlag der Stadt und ist genauso wie an jedem anderen Ort, aber doch so anders.

Ich bin in Berlin.

Wie wenn ich den Namen eines Geliebten hören würde, durchströmt mich ein warmes Gefühl, wenn ich Berlins Strassennamen höre. Ich liebe sogar die Ansagen in der öffentlichen Verkehrsmitteln! Das “uiiiiiiiii” der abfahrenden S-Bahn beinhaltet die Bahnhofsstimmung einer Grossstadt, beständig in ihrer Rastlosigkeit, es ist ein majestätischer Klang voller Sehnsucht nach Bewegung, nach Neuem, nach Veränderung. Diesmal ist es anders, hier zu sein – die Zeit dehnt sich, drei Tage sind wie zwei Wochen – unlogische Gleichung des Verliebtseins.

Selbst in chronischem Über-Rot-Gehen äussert sich, dass die Stadt keine Dogmen zu mögen scheint. Kinder? Vorbild? Wenn die Strasse leer ist, kann man einfach rübergehen… Die Menschen hier sind lockerer, entspannter und somit freundlicher, als ich es kenne. Und wenn mir mal die berüchtigte Grossschnauzigkeit begegnet – kommt sie vielmehr ehrlich rüber, während man in einer Stadt nahe der Alpen das Gesicht zu einer Lächelgrimasse verzieht, indes sich unter der Schädeldecke doppelt fiese Gedanken formen.

 

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Kann man eine Stadt anprobieren, wie ein Paar Schuhe?

Ich weiß es nicht, aber das ist wohl das, was ich gerade hier mache. Eigentlich ist es eine unglaubliche (weil nur selten mögliche) Erfahrung, ohne die typische Ablenkung, die man im Urlaub hat, dennoch die Routine hinter sich zu lassen. Mein Alltag geht hier weiter, aber auf eine andere Art und Weise. Es ist, als würde ich mich zum ersten Mal seit Jahren vom eigenen Leben entfernt haben und fange langsam an, es aus der Distanz zu betrachten, was einerseits befreiend, aber andererseits auch befremdlich sein kann…

Ankommen, loslassen, einleben, eine neue Routine entwickeln, Wege erforschen, mit sich selbst auskommen, Gedanken kreisen lassen.  Ja, mein Alltag würde nochmal etwas anders aussehen, wenn ich tatsächlich hier wohnen würde – und trotzdem fühlt es sich diesmal mehr wie “wohnen” an, als die Besuche bisher.

Mal abwarten – wird meine rosarote Brille sich entfärben oder gar zu einer Lupe werden, mit der ich diese Stadt kritisch betrachten kann? Wird meine Liebe diesmal schwächer, wenn ich mich daran gewöhne, hier zu sein? Ist es wirklich die Sehnsucht nach dieser Stadt, die mich antreibt – oder in Wirklichkeit einfach nach einem anderen Leben? Vielleicht werde ich das alles nach diesen 28 Tagen in Berlin wissen, ein Prüfstein namens Geburtstag ist auch inklusive… 

Du passt so gut nach Berlin

Diesen Satz höre ich ständig, wenn ich mich mit Leuten über Berlin unterhalte, und jedesmal hört sich das wie ein Kompliment an. Aber was heißt es denn eigentlich, irgendwo “hinzupassen”? Gerade für so einen Menschen wie ich, der keine “richtige” nationale Identität hat? Das Einzige, was ich weiß, ist: mich zieht es hierher… Damit habe ich euch schon zu genüge genervt und es ist “kein Ende in Sicht” …

Ich kenne Berlin

Berlin kennen? Schwieriges Unterfangen! Wenn jemand von den “Neu-Berlinern” mal wieder behauptet, Berlin zu kennen, wie seine Westentasche, rollen die “richtigen” Berliner die Augen. Denn sogar sie selber überschauen meistens nicht die ganze riesige Stadt, sondern bestimmte Bezirke, in denen sie sich alltagsbedingt bewegen. Ich kenne Berlin nicht. Ich atme Berliner Luft, die manchmal alles andere als romantisch duftet, aber es fühlt sich so an, als wäre hier einfach mehr davon. Mehr Luft, mehr Freiheit, mehr Raum und mehr Kreativität. Langsam kristallisiert sich für mich heraus, dass ich per Zufall? Schicksal? wohl von Anfang an in ein Stadtviertel kam, was auch am besten zu mir passt – Friedrichshain erweckt einen liberalen und alternativen Eindruck und ist voller Leben.

 

Berlin, du geschichtsträchtige, lebendige, farbenfrohe Stadt mit so vielen Gesichtern, so vielen Geschichten und so vielen Hoffnungen, du verbindest die Hässlichkeit und die Schönheit auf eine einzigartige Art und Weise miteinander. Oh, Berlin, you have my heart!

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Lifestyle thoughts

Bloggen als Business Teil 2: wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram?

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Wie kommt man zum Bloggen als Beruf? Und wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram? Warum sieht mein Instagram Feed trotz verschiedenster Bilder so einheitlich aus?

Das sind drei der vielen Fragen, die mich gerade in letzter Zeit vermehrt auf Instagram erreichen. Deswegen fasse ich alles einfach in zwei Posts zusammen und kann den künftigen Fragern einfach den Link dazu schicken, habe ich mir gedacht :)

Bloggen als Beruf ist noch so neu, dass man das weder studieren, noch eine Ausbildung oder Kurse dazu machen kann. Learning bei Doing ist hier das Prinzip – aber ab und zu kann man sich auch Tipps bei erfahreneren Kollegen abholen, was oft wirklich augenöffnend wirkt.

Im TEIL EINS erzählte ich, wie meine Blogger-Anfänge waren,  welche Kamera ich habe, wie lange es dauert, bis ein Blogpost fertig ist und wie ich meine Bilder bearbeite. Heute soll es um Geld, einen einheitlichen Instagram Feed und die Motivation gehen.

Die Geschichte zum Headerbild muss ich euch noch schnell erzählen: für das Shooting für diesen Blogpost nahm ich für die bessere Anschaulichkeit extra ein paar 50-Euro Scheine mit, und während wir shooteten, hielt ich sie in der Hand und grinste um mein Leben, um eine glückliche Bloggerin darzustellen ;) Da ging eine ältere Dame vorbei, blieb stehen und meinte ausdrücklich: “Na, wenn ich auch so viel Geld in der Hand haben würde, würde ich auch so lachen”. Während wir sie verblüfft anstarrten, ist sie einen Schritt gegangen, blieb nochmal stehen und wiederholte den gleichen Satz nochmal. Als sie schon fast vorbeigegangen war, drehte sie sich nochmal um und meinte: “Ja, dann würde ich auch so grinsen”. Neid? Mitteilungsbedürfnis? Was auch immer das war – herzliche Grüße an dieser Stelle :D

So, aber jetzt zum Topic!

1.

Wie verdiene ich Geld mit Blog & Instagram?

Meist wird man von den Firmen oder PR-Agenturen angeschrieben und wollen, dass man Ihr Produkt bewirbt – das nennt man eine “Kooperationsanfrage” (meine peinlichsten Kooperationsanfragen habe ich in 2 Posts verarbeitet: Teil 1 / Teil 2)

Natürlich kann man auch selbst Firmen anschreiben, dabei sollte man sich kurz und knackig vorstellen und vielleicht auch schon andeuten, wie man das Produkt in Szene setzen würde und warum es zu einem passt. Allerdings braucht man meiner Erfahrung nach eine sehr hohe Frustrationstoleranz, wenn man selber Akquise macht, denn man kann von einem ziemlichen Glück reden, wenn auf 10 Anfragen 3 Antworten kommen, von denen dann eine positiv ist.

Natürlich kann man auch auf Events und Pressdays und Fashion Weeks gehen, um Kontakte zu knüpfen. Allerdings verhält es sich damit ähnlich, wie bei der eigenen Akquise – es sei denn, du hast 200k auf Instagram und mehr. Dann interessieren sich die Firmen viel eher für dich.

Das meiste Einkommen habe ich also über Anfragen, die mich erreichen. Dabei ist es wichtig, seinen Wert zu kennen und sich auch nur in absoluten Ausnahmefällen unter Wert zu verkaufen – wenn es einem z. B. außerordentlich wichtig ist, ein bestimmtes Produkt zu bekommen, eine bestimmte Erfahrung zu machen oder einen Kontakt aufzubauen. Ansonsten darf gehandelt werden, fast wie auf einem Bazar in Abu Dhabi :D

Ganz wichtig: immer schön professionell bleiben! Danke für die Tipps, Franzi :) Egal, wie unverschämt oder ungeschickt sich manche Kooperationspartner verhalten – der Ton macht die Musik. Ich muss mir noch lange nicht alles gefallen lassen – aber ich sollte mich stets höflich und zuvorkommend artikulieren.

2.

Wie viel Geld kann ich verlangen?

Bis vor ein paar Jahren war es unter Bloggern leider total out, über Geld zu sprechen. So hat jeder für sich, im stillen Kämmerlein, irgendwas verlangt, und keiner wusste, was für Summen die anderen so veranschlagen. Mittlerweile hat sich das Thema Geld glücklicherweise etwas enttabuisiert, was dem Markt nur hilft, denn wenn alle aufhören würden, sich unter Wert zu verkaufen, würde die Bezahlung sich für alle auf einem guten Niveau bewegen.

Grob kann man sagen, dass man pro 10 Tausend Followern auf Instagram ca 100 Euro für ein Bild verlangen kann. In der Realität verhält es sich etwas anders, und normalerweise kommt man fast nie auf den Preis. Die Plattform Influencer DB zeigt an, wieviel euer Bild auf Insta wert ist – aber der Plattform vertraue ich nicht, denn sie ist oft total fehlerhaft, was man z. B. oft an meiner wöchentlichen Statistik von Influencer DB erkennen kann, die immer wieder besagt, dass ich o neue Follower, o Kommentare und 0 Likes hatte, was natürlich NULL stimmt… 

Für einen Blogpost verlange ich natürlich das Doppelte, wie für Instagram, denn er kostet viel mehr Arbeit (siehe Punkt 4).

Ich habe auch schon erlebt, dass Kollegen für die gleiche Kooperation sowohl viel weniger, als auch viel mehr bekommen haben – oft habe ich das Gefühl, dass es nicht nur wegen dem Verhandlungs-Geschick so unterschiedlich ist, sondern auch wegen persönlicher Präferenzen der Kooperationspartner… 

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3.

Wie authentisch darf man bleiben, wenn man Werbung macht?

Im Idealfall bin ich als Bloggerin natürlich ganz frei in der Bildgestaltung und in meiner Meinungsäußerung – allerdings haben ganz viele Firmen mittlerweile richtige “Briefings”, die teilweise aus vielen Anforderungen und Richtlinien bestehen. Man bekommt z. B. gesagt, dass die zu bewerbenden Produkte im Mittelpunkt des Bildes stehen sollen, welche Hashtags man verwenden soll und welche Informationen über das Produkt man einbauen soll. 

Mit meinen Bildern sind alle Kunden immer sehr zufrieden, aber ab und zu kommt es vor, dass ein Kunde nicht nur himmelhochjauchzende Worte in meinen Posts vorfindet – und dann ist es Verhandlungssache, einen Weg zu finden, mit dem alle Beteiligten zufrieden sind. Was manchmal wirklich schwierig ist. Ich versuche dem Kunden immer klar zu machen, dass meine Authentizität mein Kapital ist und gleichzeitig das, was einen Blogger von der klassischen Werbung unterscheidet oder unterscheiden sollte. Verliere ich als Bloggerin meine Glaubwürdigkeit, verliere ich euch als Leser – und das ist weder in meinem Sinne, noch im Sinne meiner Kooperationspartner. Deswegen muss ich immer meine ehrliche Meinung sagen dürfen. Allerdings ist es nicht allen Firmen immer so bewusst, denn viele denken nicht langfristig, sondern “Abverkauf über alles und nach mir die Sintflut” bzw. “Hauptsache, das Produkt wird in höchsten Tönen gelobt – authentisch oder nicht, ist doch egal”…

Deswegen freue ich mich immer richtig, wenn eine Firma extra betont, dass der Blogger die Kooperation so umsetzen soll, wie es zu seinem sonstigen Stil, Bildsprache und Leserschaft passt. So soll es sein!

4.

Wie oft sollte man posten und wie lange brauche ich für einen Blogpost?

Was Instagram angeht – ich denke, einmal am Tag ist optimal. Beim Blog teilen sich die Meinungen – die einen sagen, so oft es geht, die anderen – lieber nicht zu oft, sonst rutschen die neuen Posts zu schnell runter. Ich persönlich habe ganz früher jeden Tag gepostet, allerdings habe ich auch einfach IRGENDWAS hochgeladen, ohne zu Taggen und ohne SEO und, vor allem, die Bilder gar nicht bearbeitet – das spart enorm viel Zeit. Bis vor einem Jahr habe ich dann 3 und manchmal sogar 4mal die Woche gepostet, was eine ganz schöne Hetzerei war – kaum war was online, schon habe ich mich an das nächste setzen müssen.

Mittlerweile poste ich immer Sonntags und Mittwochs und kann diesen Rhythmus ganz gut durchhalten. 

Wie lange es dauert, bis ein kompletter Blogpost online geht, kommt ganz auf den Aufwand an. Unter 3 Stunden reine Arbeit am PC geht aber nie was – so ein Blogpost wie der hier hat genau 6 Stunden in Anspruch genommen. Das weiß ich deswegen so präzise, weil ich eine Abgaben-Deadline hatte und erst um 23 Uhr anfangen konnte – um 5 Uhr Nachts war ich dann fertig (fix und fertig), aber der Post ist auch besonders aufwendig gewesen, wie der hier  oder der hier z. B. auch. Recherchieren, Bilder bearbeiten, Layout festlegen, Texte schreiben, Taggen, SEO… 

Um ein Instagram Bild zu posten, dauert es auf jeden Fall auch eine Stunde, denn ich bearbeite alle Bilder erst auf dem Computer und dann nochmal auf dem Handy – aber dazu siehe den nächsten Punkt.

5.

Wie bearbeite ich Bilder für einen einheitlichen Look?

Immer erst am Computer, auch für Instagram. Für alle Bilder verwende ich mittlerweile meinen eigens erstellten Filter bei Photoshop (eine sogenannte “Action”), für Instagram lade ich die Bilder danach unkomprimiert in die ICloud, öffne sie mit VSCO und lege dort zusätzlich noch den abgeschwächten A4 Filter drüber. Manchmal passe ich die Bilder dann noch in Instagram selber leicht an, wenn ich sehe, dass sie sich farblich zu sehr von den anderen Bildern im Feed unterscheiden. Extra dafür habe ich mir einen auf privat gestellten Account eingerichtet, wo ich es in Ruhe ausprobieren kann und denn Feed auch vorplanen kann.

Letztes Jahr habe ich meine Farbwelt verändert – früher stand ich auf cleane, kühle Bilder – dann habe ich mich daran sattgesehen, und im Moment identifiziere ich mich mit warmen, dunklen Tönen.

Bis ich das alles rausgefunden habe, hat es allerdings Jahre gedauert :D

Es gibt noch eine andere Möglichkeit, die, wie alle meinen, viel einfacher ist, nämlich, die Bilder mit Lightroom zu bearbeiten. Für Lightroom kann man sich kostenlose Presets runterladen, die man dann angeblich super einfach über die eigenen Bilder legen kann  – danach bekommen sie auch eine einheitliche Farbe. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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6.

Wie motiviere ich mich auf lange Sicht?

Natürlich kann man auch wieder aufhören, wenn man nicht mehr bloggen mag. Das ist nämlich nicht jedermanns Sache, auch wenn es auf Instagram&Co oft nach Glanz und Glamour aussieht. Bloggen ist einerseits eine tolle und sehr dankbare Angelegenheit – wenn man bedenkt, dass die Gagen sogar bei sogenannten “Micro-Influencern” (wie ich das Wort hasse!!) für ein Bild schon ein Monatsgehalt eines Minijobbers betragen können. Ich weiß das zu schätzen, denn ich habe Jahrelang im Einzelhandel für 6,50 Euro/Stunde gejobbt. Allerdings ist Bloggen hinter den Kulissen oft ein knochenharter Job, denn die ganzen Stunden, Tage, Monate und Jahre, die man in die Erstellung und Aufbereitung eigener Inhalte und den Aufbau der Reichweite steckt – richtig, bezahlt einem eben keiner. Im Klartext: bis ich meine erste bezahlte Kooperation hatte, habe ich schon lange und regelmäßig zig eigene, ganz ungesponsorte Inhalte online gestellt und eine gewisse Reichweite aufgebaut, was gar nicht einfach ist – hier ist übrigens ein erst eine Woche alter Podcast mit einem Interview mit mir: “Influencer in 30 Tagen? Ein Selbstversuch”.

Man braucht als Blogger also einen eisernen Willen, viel Leidenschaft für die Sache, hohe Lernbereitschaft, oft dicke Haut und sehr hohe Frustrationstoleranz und Disziplin. Das Wichtigste ist: Aufgeben ist nicht. Immer weitermachen, egal was passiert. Menschen, die noch nie als Blogger tätig waren, können das nicht nachvollziehen, warum es einem so nahe geht, wenn sich Follower abmelden,  keine Kooperationsanfragen kommen oder nur ganz fürchterliche, und wenn es Hater regnet. Hier die Erklärung: es gibt Phasen, in denen man auch als Blogger das Gefühl hat, dass man sich abstrampelt – und genau in solchen Momenten fühlen sich die erwähnten Geschehnisse als herbe Rückschläge an. Trotzem – es wird weitergemacht, man darf sich auf Dauer nicht runterziehen lassen – weil es sich in jeder Hinsicht lohnt, dabeizubleiben <3

Photos by Aslihan

Editing by me

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