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eingesperrte Kreativität, Berlin und Gegensätze

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Ich saß über den Wolken und überlegte.  

Nein, ich war nicht tot (noch nicht), sondern im Flugzeug auf dem Weg nach Maastricht. Nachdem ich erst ein paar Stunden zuvor im Traum versuchte, Kokos-Duftnoten einzufrieren, um sie dann beim Auftauen in Töne zu verwandeln (wie kommt man bitte auf solche Ideen??), stand ich unter der Dusche und hätte mir nichts sehnlicher, als ein wasserfestes Aufnahmegerät im Bad gewünscht – und noch ein anderes Aufnahmegerät neben dem Bett, das im Dunkeln von alleine anspringt, für den Fall, dass mir beim Einschlafen was einfällt.

Das würde nämlich das lästige Licht-Anmachen und erstmal Blindwerden nach der unterbrochenen Einschlafphase endlich überflüssig machen… Die besten Ideen kommen nämlich dann, wenn man sie nicht aufschreiben kann. Warum ist das so? Vermutlich weil Kreativität sich schnell eingesperrt fühlt und sich am besten entfalten kann, wenn man mit anderen Dingen beschäftigt ist und nicht unter (Zeit-)Druck steht, sich etwas einfallen lassen zu müssen – zum Beispiel, wenn man gerade duscht oder eben am Einschlafen ist.

Ja, Kreativität ist ein sehr zartes Pflänzchen,

sie kann nämlich auch dann verkümmern, wenn man ZU sehr mit Anderem beschäftigt ist. Momentan bin ich das wohl – und zwar mit dem Aufbauen von meinem neuen Berlin-Leben. Und es verschlägt mir die Sprache – sowohl im übertragenen positiven, als auch im wörtlichen Sinne. Das geht so weit, dass es mir das Schreiben schwermacht, sodass hier auf dem Blog länger, als mir lieb war, Stille herrschte… Ich war liebestrunken und abgelenkt! Jedesmal, wenn ich einen Fuß vor die Tür setzte, dachte ich – o mein Gott, ich bin in Berlin, im legendären Berlin-Sommer! Als wäre ich plötzlich in ein Geschichts-Buch reingesprungen, oder sogar andersrum, als wäre Geschichte aus einem Buch ausgebrochen und ist einfach zum realen Leben geworden, und ich bin ein lebendiger Teil davon!

Ich bin in dieser Stadt, der schon so viele Worte gewidmet wurden,

und ich dagegen fand keine passende sprachliche Form, die meinen Gefühlen und Eindrücken gerecht werden würde. Berlin ist, wie das Leben selbst – der Lebensgenuss und die Abgründe der menschlichen Existenz sind hier so nah beieinander, dass ich minütlich zwischen Dankbarkeit für mein eigenes Leben, Ignoranz, schlechtem Gewissen und wiederum Dankbarkeit und Erleichterung hin- und herschwanke. Und insgeheim habe ich das Gefühl, dass mich dieses Schwanken als eine Nicht-Berlinerin verrät, denn ist ein echter Berliner nicht abgestumpft und ignoriert die tausendundeine Verrücktheit und tausendundeine traurige Gestalt, die ihm tagtäglich begegnen, wie mir heute ein Mann begegnete, der mitten im wuseligen Trubel stumm da saß, den Kopf resigniert in die Hände vergraben? Soll man jedem Obdachlosen und „Motz“-Verkäufer was geben? Ist es denn erstrebenswert, das Leid zu ignorieren? Oder ist Ignoranz gar ein Muss für die moderne Persönlichkeit, die sonst an all den Ereignissen und Fakten zerschellen würde, die uns nicht nur in der eigenen Stadt, sondern aus den entferntesten Ecken der Welt in Form von Schlagzeilen in den Nachrichten – und mittlerweile auch in Form von Menschen auf der Flucht – erreichen?

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Einerseits… Andererseits…

Wie dem auch sei – die letzten Wochen schien meine Kreativität überfordert. Natürlich nicht nur von meinen Gefühlsschwankungen, sondern auch von der ganzen Vorgeschichte des Umzugs. Es gibt kreative Menschen, die brauchen sehr viele aufwühlende Ereignisse in ihren Leben, um schaffen zu können. Ich dagegen brauche zwar auch Inspiration, aber eine in friedlichen und harmonischen Umständen. Und zur Harmonie musste ich erst noch finden.

Manch einer mag denken – aber sie ist doch erst seit zwei Wochen wieder in Berlin und muss erstmal ankommen! Das mag stimmen – aber auch mit meinem Zeitgefühl passieren gerade komische Dinge. Einerseits kommen mir diese zwei Wochen nach meinem letzten München-Besuch eher wie zwei Monate vor – die Stadt, mein Kiez und meine Wohnung fühlen sich so vertraut an, wie man das für die wenige Zeit hier kaum für möglich gehalten hätte! Paradoxerweise verfliegen die Tage gleichzeitig so schnell! Ich habe ständig das Gefühl, dass ich gerade noch aufgewacht war und mir einen Kaffee gemacht hatte, und jetzt liege ich schon wieder im Bett und mache das Licht aus.

Denn auch ich bin ein Mensch der Gegensätze und der Extreme und kenne „Einerseits – andererseits“ nur zu gut. Vielleicht passe ich deswegen so gut nach Berlin. Ich bin gespannt, wie unsere Beziehung sich entwickelt. Was mich angeht –  aus Verliebtheit wird langsam Liebe.

Und Liebe ist immer nicht nur „wegen“, sondern auch „trotz“.

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Outfit

outfit: gesteppte Bomber-Jacke

Was macht ein Blogger, wenn mal kurz die Sonne rauskommt?

Er geht nicht etwa spazieren oder setzt sich entspannt mit Freunden in den Außenbereich eines Cafés - nein, er schreit "SONNEEEEEEE!!", packt seine Kamera und rennt raus zum Shooten. So auch am Sonntag geschehen, als das Wetter sich mal kurz mit uns erbarmt und einen fast schon sommerlichen Tag zum Besten gegeben hat.

Der Look besteht hauptsächlich aus einer Farbe, die normalerweise nicht zu meinen Lieblingsfarben gehört, aber in diesem Fall war es die plausibelste Alternative, wenn man die Jacke eben nicht mit Schwarz kombinieren wollte. Schwarz wäre auf jeden Fall die sichere Nummer gewesen, aber ich bevorzuge der Sicherheit seit eh und je die Herausforderung, hehe...


GET MY LOOK

jacket: Vero Moda*  |  culotte:  More&More* (similar)  |  top: H&M trend (old, but similar here)  |  loafers: Tamaris*  (old, but almost the same here)  |  bag: Accessorize (another cute here)

*  gifts or samples

photos: Diana

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Recently

o ja:

Nachtlohmarkt, ich liebe dich! Echt jetzt. Es macht einfach sooo viel Spaß, wenn Leute sich über deine aussortierten Teile freuen! Ein liebes Mädel meinte, sie hätte letztens bei mir ein Kleid gekauft, das sie immer noch total liebt! Wow, das ist wunderschön zu hören!

oje:

Hermes macht mich wahnsinnig. Da warte ich seit ZWEI Wochen auf ein Päckchen, und klicke zufällig auf Tracking, und mich trifft der Schlag. Dort steht: VIERMAL Zustellversuch gescheitert. Überflüssig zu erwähnen, dass ich keine einzige Benachrichtigung bekam?

gefeatured:

mit vielen anderen tollen Blogger-Looks hier! Danke <3

endlich:

ich habe einen Schreibtiiiiiiiisch!!! Und zwar hat Peter das schwarze Eisengestell auf dem Müll gefunden (das ist nicht mal zerkratzt!) und es hat DIE perfekte Größe! Die meisten Schreibtische, ich ich online angeschaut hatte, sind alle entweder zu groß oder zu teuer gewesen. Jetzt haben wir nur noch eine Holzplatte im Baumarkt gekauft und bald habe ich also ein richtiges Home Office!!  Wird natürlich hier gezeigt, freue mich schon!

gegessen:

russische Bonbons. Die erinnern mich immer so krass an meine Kindheit!!

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Interview

interview: fashion design by Nothing

Ich sah die Charlotte – beziehungsweise erst ihre Kollektion – auf der Fashion Yard vor wenigen Wochen. Sofortige Begeisterung! Die sich nur steigerte, als ich den Namen ihres Labels erfuhr, der ähnlich mit Begriffen spielt, wie mein Blogname – nämlich „Nothing“. Die Sympathie wuchs weiter, als Charlotte mir von ihrer Ideenfindung erzählte und davon, dass sie 90% der Kollektion selber näht und dass es pro Entwurf oft nur EIN Exemplar gibt – in Zeiten der Massenproduktionen und Ausbeutungen ein wundervolles Gefühl! Für mich war es ziemlich schnell klar, dass ich Charlotte ein paar Fragen stellen und sie in ihrem Atelier besuchen möchte! Gesagt – getan!

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Liebe Charlotte, ich bin total neugierig – wie kamst du zu deinem wundervollen Labelnamen?

Oh, da fragst du was! Die Suche war krass! Ich habe 6 Monate gebraucht, bis ich den Namen hatte. Bis dahin habe ich alles Mögliche erlebt – einmal habe ich auf einer Zugfahrt einen Komponisten kennengelernt, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe, und er hat mir viele Namen von modernen Musikstücken genannt – die sind nämlich zum Teil auch total abgefahren! Vor drei Jahren habe ich mich dann festgelegt. Ich liebe ja Wortspiele, und ich mache unglaublich gern Mode, aber das Business kann sehr oberflächlich sein, und „Nothing“ bringt da das nötige Augenzwinkern rein. Zum Beispiel kann man sagen „Ich arbeite für Nothing“ – denn bis man damit Geld verdient, vergeht ja auch eine Weile! Der Emil von der Boutique „emiL“ in der Metzstraße 11, die seit kurzem auch meine Sachen verkauft, sagt auch manchmal „Ich verkauf Nothing“ :D Also da kann man viel Lustiges damit kreieren.

Seit wann gibt es dein Label?

2012 habe ich angefangen, 2013 kam dann die Homepage dazu, und seit einem Jahr gibt es auch immer mehr Vertriebskanäle. In München kann man meine Sachen im Pop Up Store in meinem Atelier, bei Emil und in einer Boutoque in der Reichenbachstraße kaufen. Außerdem verkaufe ich in Paris bei Marais und in Marseille.  Beim Fashion Yard, wo wir uns kennengelernt haben, nehme ich auch regelmäßig teil.

Erzähl mal was zu dir. Wolltest du schon immer Designerin werden oder kommst du auf Umwegen dazu?

Mein Vater ist aus Hamburg und meine Mutter ist Französin. Ich bin in München aufgewachsen und hab in Paris und Mailand studiert und ja, ich wollte schon immer Designerin sein. Ich habe mit 15-16 Jahren bereits rumgeschneidert und selber genäht und auch gestickt. Ich interessiere mich aber auch für Kunst und viele andere Sachen, studiert habe ich dann aber erst Kunstgeschichte.

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Woher kommen die Ideen, was inspiriert dich?

Eigentlich alles. Es kann im Supermarkt sein, oder auch in einer Kunstausstellung. Es können auch Wortspiele sein, Dadaismus interessiert mich auch… Manchmal sind es Farben oder Formen oder eine Begegnung. Ganz oft sind es die Stoffe, die mich inspirieren, ich verwende ja viele technische Stoffe aus der Autoindustrie zum Beispiel, ich mache viel aus Leder und expirementiere damit. Manchmal sehe ich einen Stoff und weiß dann gleich, was ich daraus machen werde. Eine Schweizer Firma macht einen technischen Stoff mit Keramikpunkten, die darauf geklebt sind, dieser Stoff ist super resistent, sieht aber auch elegant aus, weil die Keramik-Punkte das Licht reflektieren. Ich mache zum Beispiel Taschen daraus. Einmal habe ich einen Bikini aus Mundschutzen aus der Chirurgie gemacht, aber das ist dann eher Kunst als was zum Anziehen.

Kennst du Kreativitäts-Tiefs? Wie gehst du damit um?

Natürlich gibt es Phasen, wo man weniger inspiriert ist. Ich habe immer einen Block dabei, und wenn ich dann auch noch einen Stift finde, schreibe ich mir viele Ideen auf. Wenn ich dann in so einem Kreativitäts-Tief bin, krame ich sie dann raus und setze sie um. Die Idee einer Installation (des Geld-Wasserhahns) hatte ich zum Beispiel vor 6 Jahren schon und habe sie dann erst vor kurzem für eine Ausstellung realisiert.

Ist es nicht manchmal stressig, wenn Ideen auf dich einprassen? Kann man da noch abschalten?

Nein, ich empfinde keinen Stress, es sind ja keine 1000 Inspirationen auf einmal, sondern eher einzelne Geschichten, die ich toll finde. Wenn mich dann mal eine Idee stresst, setzte ich sie um. Wenn du so etwas realisiert hast, dann hast du ja deine Ruhe. Auch der Prozess ist ganz interessant, denn manchnmal kommt ja was Anderes dabei raus, als du ursprünglich als Idee im Kopf hattest. Ganz spannend!

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Wie würdest du den Stil deiner Kollektion beschreiben?

Auf jeden Fall schlicht! Die Materialien und Schnitte stehen im Vordergrund, der Rest ist eher puristisch und ab und an mit einem Augenzwinkern.

Hast du Ziele oder ist der Weg das Ziel?

Ich sehe schon eher den Weg als Ziel. Es geht langsam bergauf. Natürlich wäre es auch eine schöne Sache, wenn man davon leben könnte, ohne in Massenproduktion zu gehen.

Wie ist denn die Produktion der Sachen?

Ich mache Prototypen und schneidere entweder selber eine kleine Serie oder ein Schneider in Paris macht das. Die Keramik-Handtaschen hat zum Beispiel er genäht. Ich habe mal in Mailand für eine Design-Firma gearbeitet und habe da einen Schneider kennengelent, der für Armani Handtaschen genäht hat. Er kam aus Afganistan, wir haben uns super verstanden und der näht meistens meine Leder-Handtaschen, wenn sie in Kleinserie gehen. Manchmal nähe ich auch Sachen mit Berücksichtigung eines Sonderwunsches des Kunden gegen einen kleinen Aufpreis.

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Wie gehst du mit Druck um?

Unter Zeitdruck zu arbeiten ist manchmal schwierig, aber dann versuche ich immer, für ein Paar Stunden abzuschalten, ein Buch oder im Internet zu lesen, denn danach kommt es wieder. Und wenn wirklich alle Stricke reißen, gehe ich Joggen! Kommt allerdings ca 3 mal im Jahr vor :D Aber dafür gehe ich seit Kurzem in Yoga und erstaunlicherweise ist es genau meins!

Schaut mal auf Charlottes Homepage vorbei!

 

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Allgemein thoughts

thoughts: Authentizität? Will keiner haben!

Überall diese Heuchelei à la „Persönlichkeit ist gefragt“. „Persönlichkeit ist das Wichtigste beim Bloggen“. „Sei einfach du selbst“.

Und keiner gibt zu, dass „Persönlichkeit“ nur dann erfolgreich ist, wenn sie in irgendwelche Schubladen passt (eigentlich paradox!!). Aber eine echte, unverfälschte, persönliche Persönlichkeit, die schwer einzuordnen ist – ist erstens eben aus kommerzieller Sicht schwierig, und zweitens auch für die breite Masse eher nicht wünschenswert – denn die breite Masse sucht nach jemandem, der entweder was Unerreichbares, was zum Anschmachten repräsentiert (beispielsweise teures Designerzeug), oder aber das Gegenteil – nach jemandem, mit dem sie sich identifizieren kann (also – der ihr ähnlich ist).

Die Vickie hat den Nagel auf den Kopf getroffen: „Wir sind zu ausgefallen für den Mainstream, aber zu Mainstream für Ausgefallene“. Ich füge hinzu: zu arm für die Reichen und zu reich für die Armen. Genau diese Mitte macht es so schwer, sich in der Bloggerszene zu behaupten. Warum muss ich zu einer Gruppe gehören, um anerkannt zu werden? Warum kann ich nicht einfach ich sein und das aus all meinen Kräften ausleben? Was ist denn meine Zielgruppe eigentlich? Und seit wann mache ich mir überhaupt darüber Gedanken?

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Wenn es nach mir gehen würde –  meine „Zielgruppe“ bestünde aus denjenigen, die meine Art zu denken und meine Art mich zu kleiden mögen und sich davon inspirieren lassen. Punkt.

Aber die Firmen suchen ja nach Bloggern mit einer möglichst grooooßen Zielgruppe. Ist ja auch verstädlich, aus kommerzieller Sicht zumindest. Aber auch kommerziell zahlt sich Echtheit mehr aus, nur nicht so schnell. Dafür aber nachhaltig. Leider funktioniert unsere Gesellschaft nicht nachhaltig. Lieber große Gewinne sofort, und danach die Sintflut, als treue Anhängerschaft, die sich langsam aufbaut.

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Wie viele von potenziellen Lesern können und wollen sich mit mir identifizieren? Wohl nur wenige – die für mich aber umso wertvoller sind. Und noch eine eher rhethorische Frage:  wieviele wollen meinen Lifestyle, der nicht aus Chanel, Valentino und einem lichtdurchfluteten Loft, sondern aus Zara, H&M und einer 40qm Wohnung in einem Armenviertel besteht, auch wenn mit einer großen Prise Persönlichkeit?

Also – dann seien wir doch endlich ehrlich und geben zu, dass „Personality“ und „Individuality“ nur  Modewörter sind, Wörter, das kaschieren sollen, dass für den Erfolg andere Dinge notwendig sind, die aber nicht so cool klingen. Welche das sind – darf jeder von euch selbst überlegen.

___________________

English summary:

There is throughout this hypocrisy like „personality is in demand“. „Personality is the most important for blogging“. „Just be yourself“. And no one admits that „personality“ is only successful if it fits into any drawer (actually a paradox !!). But a real, genuine, personal personality, which is difficult to classify – is firstly just tricky from a commercial perspective, and secondly tend not desirable also for the masses – for the masses looking for someone who represent either something unattainable, something to dream of (for example, expensive designer stuff), or the opposite of this – for someone with whom they can identify themselves, someone who is similar to them.

So let us at last be honest and admit that „personality“ and „individuality“ are just buzzwords, words to conceal that other things are necessary for success, but other thing, which do not sound that cool. Which they are – each of you can think about it himself.

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Allgemein Lifestyle living

living: monstera & mighty purse

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„Furchtbar heutzutage“, sagt eine knarzende Stimme. „Alle hängen sie an ihren Handys rum und starren nur ins Display!“ – ich schau vom Display hoch und blicke der älteren Dame ins Gesicht, die zwischen Entrüstung und Verachtung schwankt. Wir befinden uns auf einer Geburtstagsfeier, die aus meiner Sicht echt langweilig ist. Natürlich hänge ich da lieber bei Insta ab! Aber das erkläre ich ihr lieber nicht…

Als alles durchgeliked ist, lege ich das Handy weg und schau mich um. OOOHHH!!! Ist das da drüben etwa eine Monstera-Pflanze?? Eine schöööne, mit diesen typischen Löchern und Einschnitten an den Blättern. Seit ich (im Internet natürlich) davon angefixt wurde, suche ich vegeblich nach einem Monstera-Blatt!! „Du, Oli“ – sag ich zum Geburtstagskind, „Magst du mir ein Blatt abzupfen, wenn eins nachkommt??“ – „Logo, mach ich!“.

Monate vergehen. Eines Tages klingelt es an der Tür. Oli steht da, in der Hand – ein Topf mit drei riesigen Monstera-Blättern drin. Ohne jegliche Einschnitte und Löcher. Ich denke: „Mimimi! Ich wollte doch nur eins, nicht drei!! Dafür eines, was wie Monstera aussieht, nicht wie so ein stinknormales fettes langweiliges Blatt!“. Ich sage aber: „Ohhh, Oliiiii, danke schööööön“.

Nach ein paar weiteren Wochen ist mein Freund bei mir. In einem Anfall von Spieltrieb raufen wir miteinander. Als ich völlig entkräftet überlege, aufzugeben – macht es plötzlich WWUUUUUMMMM – und der Topf mit der leidigen „Monstera“-Pflanze landet auf dem Boden und zersplittert.

Soviel dazu. :/

Aber – mein Blogger-Traum von DEM perfekten Monstera musste anscheinend doch in Erfüllung gehen, denn jetzt habe ich doch noch ein wunderschönes, klassisches Blatt mit den tollen Einschnitten – dazu auch noch ewig haltbar und pflegeleicht! Nämlich – als PRINT :D Und dank wem? Tadaaaa – der Held heißt Juniqe Shop*. Der Name ist Programm! Der Shop entspricht GENAU meinem Geschmack und platzt vor toller Kunst und trendy bis niedlichen Accessoires – man verliebt sich innerhalb von Sekunden!

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Das silbergraue Ding, was ihr ebenfalls auf den Bilder seht – ist eine geniale Erfindung, die ich über Westwing* bekommen habe, und nimmt Bezug auf den Anfang dieses Posts. Nämlich auf die Internet-Sucht! Für alle, die ihre Haare raufen, weil sie nach 2 Stunden in ein leeres Iphone starren, gibt es jetzt Abhilfe!! Und die heißt Mighty Purse, hihi, die „Mächtige Tasche“. Ob sie mächtig ist – sei mal dahingestellt, aber eines kann sie – auf stylishe Art und Weise unsere Handys aufladen!! Und zwar so ziemlich alle Smartphones. Wie genial ist das denn?? Nie wieder Angst vor leerem Akku! Vor allem im Hinblick auf die Fashion Week freue ich mich, die Tasche zu Hilfe zu nehmen. Aber sie ist jetzt schon zu meinem täglichen Begleiter geworden!

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Das Einzige: das Leder riecht etwas nach Chemie und ist nicht so toll verarbeitet. Es sind Abdrücke dran und die Nähte sind leider auch nicht so gerade, wie sie es sein könnten… Trotzdem bin ich zufrieden. Hauptsache, mein Iphone stribt mir unterwegs nie mehr weg! Und die wichtigsten Dokumente, Visitenkarten, Geld, Schlüssel und Lippenstift passen auch noch rein :)

Übrigens: HIER bekommt ihr einen 10 Euro Gutschein, wenn ihr euch bei Westwing neu anmeldet! ;)

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English summary:

Yeah! Today I write a little summary for my dear english speaking followers for the first time! Sorry for the mistakes (if there are some) :)

On a boring birthday party I saw a monstera plant and asked the host, to pick me one leaf. It took months before I got it. Unfortunately, it also looked very different from how the classic monstera leaves normally look and I was really disappointed So I was truly happy when I was allowed to pick this print in collaboration with the Juniqe Shop. Now I have the most perfect Monstera and it’s also last forever and you don`t even need to water it! With the „Mighty Purse“ another long wish of mine came true. I will never again have an empty Iphone battery! In the bag is also enough space for the most important things lipstick, money, etc. That’s not a very high quality leather, but the main thing is, the bag serves its purpose!

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monstera print: Juniqe*

monstera kissen: Juniqe*

Mighty Purse: Westwing*

„As if“- Schild: Brandy Melville (Alternative hier)

Radiergummi: Depot (oder hier)

Ananas-Vase: Zara home (Alternative)

Obstkisten: DIY (mein Tutorial hier)

Stuhl: Eames Replica

Sonnen-Spiegel: H&M home (oder hier)

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Allgemein Unterwegs

talent award von HSE24 #2

jury

Ich mag eigentlich keine Wettbewerbssituationen. Nicht umsonst heißt es auch „WettKAMPF“. Für die Bewerber ist es nervenaufreibend, denn sie stehen nicht nur unter Druck, von außen verglichen und bewertet zu werden, sondern wollen auch noch ihren eigenen Ansprüchen genügen… Für die Jury ist es auch keine leichte Aufgabe. Was ist, wenn alle Arbeiten qualitativ gleichwertig sind? Dann hilft nur noch der eigene Geschmack…

Aber in diesem Fall fand ich den Wettbewerb super spannend. Denn ich darf als berichtende Bloggerin den #HSE24TalentAward begleiten – und kann mich dabei im Gegensatz zu den teilnehmenden ESMOD-Studenten entspannt zurücklehnen und das Ganze beobachten. Na gut, „zurücklehnen“ ist ein bisschen übertrieben – denn beispielsweise diesen Artikel vorzubereiten ist mehr Arbeit, als man beim schnellen Durchscrollen vermuten würde. „Innerlich zurücklehnen“ trifft es besser! ;)

food-buffet

Erinnert ihr euch an diesen Beitrag? Da habe ich euch im eigen gebastelten Interview die 6 Semi-Finalisten des Talent Awards von HSE24 vorgestellt.

Im Mai dann durfte ich einer Jury-Sitzung beiwohnen, bei der die drei Finalisten ausgewählt wurden, die auf jeden Fall ins Finale am 7.7. einziehen werden.

Aber von vorne.
Die sechs Semi-Finalisten mussten jeweils ein „It-Peace“ in drei Varianten designen – casual, business und trendy. Jedes designte Stück wurde in von den Studenten selbst gestylten Komplettlooks an Models präsentiert.
Hier ist meine Übersicht! Und hier könnt ihr euch die Präsentationen sogar als Video ansehen!

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Und die beiden Arbeiten, die mir nicht so gut gefallen haben, habe ich in einer Collage zusammengefasst.

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Soooo, und wer ist nun im Finale??

Die Jury hat sich für die Design-Klassiker von Elena, Lars und Stephanie entschieden! Diese drei gehen automatisch ins Rennen um den HSE24 Talent Award und nehmen an der Jubiläumsgala „20 Jahre HSE24“ am 07.07.2015 teil.
Aber auch Daniela, Marie-Theres oder Lena haben jetzt noch die Chance sich durchs Publikums-Voting noch 
einen den vierten Platz im Finale zu sichern.

Deswegen ist es jetzt an euch!!

Wählt im Online-Voting (ab heute bis zum 20. Juni) euren Liebling aus den 6 Kandidaten! KLICK! Er bekommt dann einen Sonderpreis und darf auch ins Finale – nur mit eurer Hilfe!!

Und das Wichtigste: auch ihr könnt was gewinnen, wenn ihr votet! Nämlich:

–  3x HSE24 VIP-Package im Wert von je 199,94 EUR


-  5x 50 EUR Einkaufsgutschein HSE24

trenchcoat

Und weiter?

Der letzte, dritte Teil der Post-Reihe über den TalentAward von HSE24 wird sich ums Finale und den Gewinner drehen!

Denn derjenige, der dann am 7. Juli das Ganze gewinnt, hat das Glück, dass sein Design in Produktion geht und ist ab Februar 2016 exklusiv bei HSE24 erhältlich ist! Er bekommt aber auch 1.000 € Preisgeld :)

semifinalisten

Alle Bilder via Nachgesternistvormorgen.de

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Allgemein Einrichtung Shopping

interior: steelwood munich

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Ich bin süchtig nach Abwechslung. Das heißt nicht, dass ich untreu oder sprunghaft bin, sondern einfach nur, dass ich immer offen für Neues und bereit zum Lernen bin. Dass ich das auch brauche, sonst vermoose ich, wie ein Teich, in den kein frisches Wasser mehr kommt :D

Deswegen habe ich mich total gefreut, als die liebe Betti von SteelWoodMunich mich angeschrieben hat. SteelWoodMunich ist ein kleiner  regionaler Hersteller, der in reiner Handarbeit Möbel aus Stahl und Holz fertigt. Die Leute haben hier die Möglichkeit ihre Stücke selbst zu designen oder aus bestehenden Designs (Holzsorte/Form/pulvern/ lackieren/ Rostoptik/ Edelstahl, etc.) zu wählen.

Schnell hatten wir die Idee, dass ich für die SteelWood Munich Homepage Fotos schießen soll.

Obwohl ich immer wieder zuhause für Interior-Posts dekoriere und fotografiere, stand ich da natürlich vor einer neuen, etwas anderen Herausforderung. Sooo spannend! Ich habe alles selbst dekoriert (zum Teil mit Sachen, die auch mir gehören und die ich extra in einem großen Koffer mit angeschleppt habe, und zum anderen Teil mit Sachen, die Betty und Kevin gehören), drapiert, gedreht, rumgeschoben und fotografiert.

Die Ergebnisse seht ihr in diesem Post und natürlich auf  SteelWoodMunich!

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Interview

Stellt euch bitte kurz vor! Wie würdet ihr euch beschreiben? Und was macht ihr beruflich?
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Betty  |  28 Jahre  |    Job: Aftersales/ IT

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Kevin   |   27 Jahre   |   Job: Marketing

 

– Wie kommt ihr auf die Idee, Möbel zu verkaufen? Gibt es nicht schon genug Möbel-Hersteller?

Beginnen wir direkt mit der zweiten Frage: Ja, ABER genug ist scheinbar nicht genug.

Wir persönlich haben festgestellt, dass es immer wieder schwierig ist, die passenden Möbel für unsere Wohnung zu finden. Dabei fehlte es uns oft an Individualität bzw. die Stücke passten einfach nicht an ihren vorgesehenen Platz.

Deshalb haben wir unsere Möbelstücke von Bettys Vater anfertigen lassen. Er ist gelernter Musikinstrumentenbauer, arbeitet als Schlosser und hat uns schon öfter mit seinem Handwerk beeindruckt. Durch sein Geschick und Verständnis für viele Werkstoffe ging die Anfertigung unserer Stücke sehr einfach und schnell. So haben wir binnen kurzer Zeit ein wunderschönes, stillvolles und individuelles Möbelstück von Ihm erhalten.

Auf diese Wege entstanden nun immer mehr Möbelstücke und so dachten wir uns, diese finden sicher auch Anklang in der Allgemeinheit. Aus der Idee entstand nun unser kleines StartUp „SteelWood Munich“ – für alle unter euch mit Interesse an stilvollen Möbeln und Individualität zum fairen Preis.

– Wer baut die und wer ist für die Entwürfe zuständig?

Bettys Vater – als gelernter Musikinstrumentenbauer und Schlosser besitzt er ein beeindruckendes handwerkliches Verständnis, welches uns erlaubt solch schöne Stücke zu verkaufen. Durch sein Verständnis für die verschiedensten Werkstoffe und sein Geschick damit umzugehen entstehen immer wieder neue Individualisten. Neben eigenen Ideen von ihm kommen die Entwürfe oft aus der Feder von Betty und ihrer Mutter. Beide interessieren sich sehr für das Thema Interieur Design und leben dies mit Leidenschaft aus. Natürlich sind wir dabei offen für Designwünsche unserer Kunden. Das heißt, nicht nur wir machen das Design, sondern bei uns kann jeder selbst zum Designer seines eigenen Möbelstückes werden.

– Was sind eure Ziele? Habt ihr überhaupt klar definierte Ziele oder steht der Spaß im Vordergrund?
SteelWood Munich soll allen Spaß und Freude bereiten, unseren Kunden wie auch uns selbst.

Ziel ist es, unsere Individualisten in einem regionalem Umfeld bekannt zu machen und an Liebhaber zu geben. Eine „Massenproduktion“ streben wir nicht an, unsere Stücke sollen etwas Individuelles und Besonderes bleiben. Ansonsten würden wir mit dem Begriff „Individualisten“ für unsere Möbel falsch liegen. Jedes Stück ist einzigartig. Natürlich können sich Designs unserer Stücke ähneln, aber jeder Individualist ist für sich einzigartig, da durch die verschiedenen Hölzer, Stähle und deren Behandlungsmöglichkeiten immer wieder neue Farben und Effekte erzielt werden. (Pulvern, lackieren, brennen, …)

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– Wie stellt ihr euch eure Zielgruppe vor?

Gute Frage – das finden wir gerade heraus.
– Inwiefern sind Blogs heutzutage wichtig, was meint ihr?

Wir lesen selbst viele Blogs und lassen uns dadurch inspirieren. Für uns sind Blogs die individuellen News, neben den sonstigen Nachrichten, die uns jeden Tag überfluten. Durch Blogs können wir uns gezielt informieren, über die Dinge die uns im Leben wirklich interessieren, und vor allem auch über die schönen Dinge des Lebens. So sind wir auch auf Deinem Blog gelandet – mit viel Liebe und Individualität pflegst du deinen Blog und berichtest über die schönen Dinge des Lebens. Schon beim ersten Stöbern haben wir erkannt, dass dein Blog bestens zu uns passt. Für uns bzw. für SteelWood Munich ist die Kommunikation über Blogs eine der wichtigsten Kanäle – für den Start durch „nachgestern ist vormorgen“ möchten wir uns dafür herzlich Bedanken!

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kontakt

Die gezeigten „Individualisten“ und noch viel mehr könnt ihr auf SteelWood* online erwerben!

 

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Interview

interview: talent award von hse24

Student sein… Warum halten das alle immer für die beste Zeit im Leben? Na weil man da einerseits nicht mehr so bevormundet wird, wie in der Schule, aber andererseits noch nicht so auf sich allein gestellt, wie später im Berufsleben. Weil man noch jung genug ist zum Feiern und trotzdem Prüfungen schaffen. Und weil man das Gefühl hat, dass alles noch vor einem liegt.

Deswegen war ich so begeistert, als ich gefragt wurde, ob ich den Talent Award (heute das Semi-Finale) von HSE24* mit einer Artikelreihe begleiten will. Ich möchte einen Blick darauf werfen, wie es im Modestudium (in diesem Fall an der ESMOD München) so aussehen kann, auschecken, wie Studenten sich fühlen, wie ihre Arbeitsprozesse aussehen und was sie vom ihrem Studium erwarten.

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 Was ist HSE24?

– HSE24 steht für Home Shopping Europe

– erster deutscher TV-Shopping-Sender, 1995 gegründet

– auch in Österreich und der Schweiz vertreten

– den Onlineshop gibt es seit 1998, und seit 2010 eine App!

Zum 2o. Jubiläum kooperiert der Sender mit der Modeschule ESMOD in München, indem es ein Talent Award ausschreibt. Das Sieger-Bekleidungsstück wird produziert und ab Februar 2016 erhältlich sein!

 

Was ist die ESMOD?

Private internationale Modeschule, 1841 in Paris gegründet, 121 Schulen weltweit.

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Interview (mein erstes!!)

Was lernt man im Studium?  Habt ihr manchmal das Gefühl, dass ihr in eurer Kreativität durch Regeln beschränkt werdet?




 
Lars:

zum Teil müssen wir strikte Vorgaben einhalten – aber uns werden auch Aufgaben gestellt, wo wir die Möglichkeit haben, recht frei zu arbeiten. Dabei schauen die Lehrer trotzdem darauf, dass das Ganze  auch realisierbar bleibt – denn einer Idee muss eine Umsetzung folgen und uns ist fehlt da manchmal noch die Erfahrung.  


Lena:

es sind ja immer nur Hinweise, die uns davor bewahren sollen, etwas komplett Verrücktes zu designen, was später unmöglich zu nähen oder zu fertigen wäre. Tragbar soll es manchmal auch sein, je nach Zielgruppe.  


Marie:

manchmal wird man vielleicht ein bisschen getrimmt…    


Daniela
:

es wird mit der Zeit immer freier. Letztes Jahr war es noch viel mehr eingeschränkt – die Schnitte z. B. waren vorgegeben, weil wir ja das selber noch gar nicht konnten – und so wird einem Schritt für Schritt immer mehr Freiheit gelassen.  

Hat sich jemand von euch spontan für dieses Studium entschieden oder war das für euch schon immer klar, dass ihr Modedesign studieren wollt?






 

Lena:

ich war schon immer an Mode interessiert. Dass es dann gerade Design wird, wurde mir erst vor zwei Jahren klar.    

 

Daniela:

bei mir war das genau andersrum – ich wusste schon immer, dass ich was mit Design machen will (erst überlegte ich etwas mit Architektur), aber es hat sich dann erst später zur Mode hin entwickelt.  


Elena:

ich bin ja eher Späteinsteiger, wusste aber auch schon immer, dass ich das machen will.  

 
Lars:

ich wollte zwar immer was Künstlerisches machen, habe aber Mode erst nicht als eine berufliche Option gesehen. Architektur hat mir gar nicht getaugt, als ich da mal angefangen habe, also habe ich ein Jahr der Selbstfindung eingelegt, nach dem ich jetzt zielstrebig hier an der ESMOD unterwegs bin.  

 

Marie:

ich habe eine berufsbildende Schule für Mode besucht, 5 Jahre lang, und es lag an der Hand, weiterzumachen, weil es genau meins war!

 

Stefanie: ich wollte es auch schon immer machen, ich habe aber Kinder und musste erstmal warten, bis sie groß sind, denn es war klar – beides gleichzeitig funktioniert nicht, das Studium ist eben ziemlich zeitfüllend. Und jetzt bin ich sehr froh, dass ich das machen kann!

Mir persönlich in meinem Studium hat ja der Aspekt des Kontakte-Knüpfens etwas gefehlt. Bei euch spielen Kontakte auch eine große Rolle, denn später als Designer müsst ihr ja eure Sachen verkaufen. Wie sieht es mit dem kommerziellen Aspekt aus, werdet ihr darauf hingewiesen?


Lena:

im ersten Jahr hat man keinen Kontakt zur Industrie, da macht man nur verschiedene Mappen, um verschiedene Richtungen zu üben, z. B. Kinder-, Herrenmode, Blusen, Röcke etc. Ab dem zweiten Jahr haben wir dann ziemlich viele Workshops und Kooperationen, wie jetzt zum Beispiel mit HSE24, also wird es uns in der Hinsicht schon geholfen.  

Daniela:

ich habe zum Beispiel durch mein Praktikum einen ziemlich guten Kontakt bekommen, ich arbeite dort immer noch zweimal im Monat und kann mir auch vorstellen, dort nach dem Studium einzusteigen, denn es ich passe einfach zum dem Label! 

Was erwartet ihr euch eigentlich von diesem Wettbewerb mit HSE24?

Lars:

vor allem Erfahrung! Das mit HSE24 findet ja auch im Fernsehen statt, man lernt einige Hintergrundgeschichten – wie die Produktion abläuft, wie man vor der Kamera spricht, und Kontakte kann man dort eben auch knüpfen. Auch für den Lebenslauf ist es durchaus vorteilhaft, wenn man bei so einem Talent Award dabei war.

Manche Künstler sind ja eher zurückhaltend, was die Eigenvermarktung betrifft. Wie ist es bei euch? Liegt euch das oder ist es euch persönlich eher unangenehm, euch selbst darzustellen und nach vorne zu bringen?



Lena:

durch den HSE24 Workshop werden wir mit diesem Thema zum ersten Mal konfrontiert. Ich muss schon sagen, dass ich mich in gewissen Momenten dazu durchringen muss, weil das für mich neu ist – mich selbst zu präsentieren. Aber das ist in unserem Beruf auch sehr wichtig, sich zu zeigen, denn es gibt ja so viele Design-Studenten!   

Daniela:

ich finde die Sache mit dem Fernsehen sehr aufregend, aber es ist schon eine Dimension, die einen erstmal auch erschreckt. Vor 2 Tagen haben wir zum Beispiel gesehen, dass ein Video von uns 55.000 Klicks hat, das ist für mich der Wahnsinn!! Daran muss man sich erstmal gewöhnen!  

Lars:

ich habe mit so einem Boom ehrlich gesagt auch nicht gerechnet! Das ist schon eine große Nummer! Das ist auch für mich zwar eine positive Erfahrung, an die ich mich aber erstmal gewöhnen muss. Ich finde das auch interessant, wenn ich jetzt nach Hause komme, weiß jeder, wer ich bin.       …   alle lachen.  

Später, wenn ihr (hoffentlich) erfolgreich seid – gibt es etwas in der Modewelt, was ihr gerne verändern oder beeinflussen würdet?

 Lars:

eindeutig Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Produktions-bedingungen! Auch der Überkonsum geht auf lange Sicht nicht gut… Ich finde auch, dass der Hype um die Mode insgesamt etwas reguliert werden müsste. Es sollte in der Gesellschaft nicht so einen hohen Stellenwert haben, wenn jemand das Beste und das Teuerste besitzt!  

Aber kollidieren sich diese Ideale nicht mit deiner Tätigkeit als Designer? Wenn du fair produzierst, steigen ja auch die Kosten?

Lars:

naja, es kommt halt darauf an, ob du ein paar Tausend Prozent Profit machen willst, oder ob du sagst, mir reichen auch 100%! Es ist die Ansichtssache einer Firma. Mir ist mein Gewissen im Endeffekt wichtiger…  

die anderen:

das Thema ist noch schwierig für uns, wir sind noch hauptsächlich auf den engen Prozess des Designens und Fertigens fokussiert, und dieses „Aussenrum“ ist noch etwas, womit wir uns noch nicht wirklich auseinandergesetzt haben. Aber es wäre toll, wenn dieses Thema später noch wichtig wird für uns.  

Als wie wichtig schätzt ihr Modeblogger ein?



Lars:

Modeblogger sind sehr wichtig! Das sieht man schon allein an meiner Freundin, wie vielen Bloggern sie auf Instagram folgt. Wenn man als Modedesign-Student gewisse Ambitionen hat, was die Zukunft betrifft, wird man am Thema „Blogger“ nicht vorbeikommen!  

 

Daniela:

Blogger haben großen Einfluss! Auch als kleines Label kann man auch mal schnell zu einem Geheimtipp werden, wenn man bei einer Bloggerin einen Stein im Brett hat, sag ich mal.    

Lena:

wir als Studenten sehen Blogger sowieso als eine große Chance für uns! Es hilft uns, weitergetragen zu werden!    

 

Ein sehr schönes Schlusswort! Vielen Dank für eure Zeit!

 interview-2

 

Überblick: wer sind die Semi-Finalisten und was haben sie designt?

 

Marie-Theres Baier: Blazer in trendigem Oversize-Look mit integriertem Tucheinsatz

Lena Schleicher: Klassischer Blazer mit großem Schalkragen und einem von der Natur inspirierten Innenfutter

Lars Harre: Klassischer Trenchcoat mit austauschbaren Ärmeln und farblich abgesetztem Gürtel

Daniela Schönbauer: Sommerliches Wendekleid aus feinem Jersey mit außergewöhnlichen Raffungen

Elena Trukhina: Lässiger Blazer mit abnehmbaren Ärmeln und zweiteiligem Kragen mit Schaleinsatz

Stephanie Winterhalter: Trenchcoat im Layering-Look mit extravagantem Cape-Aufsatz

Bilder: nachgesternistvormorgen / HSE24

 

Allgemein Kreatives Tolle Bilder

blogging: photoshop tricks

Hier habe ich euch von meiner Blog-Routine erzählt, und dann wünschten sich ein paar von euch einen Post zur Bildbearbeitung. Aber gerne doch!

Erstmal: mit diesem Post erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer Photoshop nutzt, weiß, dass das Programm schier uferlose Möglichkeiten und auch immer tausend verschiedene Wege, um zum gleichen Ziel zu kommen, bietet. Hier zeige ich euch nicht mehr und nicht weniger, als meine eigene persönliche Bildbearbeitungs-Routine. Es gibt noch seeeehr viel zu lernen!

Die Bildbearbeitung möchte ich nach verschiedenen Aspekten durchgehen: Helligkeit/Kontrast, Retusche,  Bildstimmung/Farbgebung, Schärfe.

vorher-nachher

Hier ist der Post mit diesem Outfit

Helligkeit/Kontrast

Es gibt viele Arten, die Helligkeit eines Bildes zu verändern. Vollständigkeitshalber zähle ich hier die populärsten auf – und zeige danach ausführlicher die, die ich selber hernehme.

  • Helligkeit/Kontrast
  • Gradationskurven (Kurve nach oben ziehen)
  • Belichtung
  • manuell: Werkzeug „Abwedeln“ (damit könnt ihr Stellen heller machen, ohne das ganze Bild zu ändern)
  • neue Ebene erstellen und dann mit der Hintergrundebene „negativ multiplizieren“ – durch eine geringere Deckkraft könnt ihr den Effekt auch wieder abschwächen. Wenn ihr gewisse Bereiche des Bilder doch lieber original hättet, könnt ihr in der neuen Ebene einfach Stellen wegradieren. Passt dabei auf, dass die richtige Ebene aktiviert ist! Nicht, dass ihr das originale Bild wegradiert :D

Und jetzt zu meiner am meisten benutzten Methode: rechts von dem Bild, da, wo die Ebenen sind, gibt es viele kleine Symbole. Wenn ihr auf die klickt, geht ein neues Fensterchen auf, in dem ihr rumspielen könnt und gleichzeitig wird dafür eine neue Ebene erstellt.

Das ist praktisch, weil ihr die Ebene ausblenden könnt und somit vergeichen, was sich an dem Bild eigentlich verändert. Außerdem könnt ihr die Deckkraft der Ebene verändern (und somit die Wirkung abschwächen) oder auch die Art, wie die Ebenen ineinander verblendet werden (normal/multiplizieren etc).

helligkeit

Retusche

An dieser Stelle meinen einige von euch bestimmt, dass ich es übertreibe. Das kann sein. Allerdings vertrete ich die Meinung, dass Bilder immer einen Ticken perfekter sein sollten, als die Realität – aus dem einfachen Grund, dass, wenn man Menschen „in echt“ trifft, noch solche Komponenten dazukommen, wie Stimme, Art, Bewegung und Ausstrahlung, sodass man auf Kleinigkeiten wie unperfekte Haut viel weniger achtet, als wenn man ein unbewegtes Bild ohne die anderen Komponenten anschaut. Daher retuschiere ich Hautunreinheiten weg und stehe dazu. So.

Dazu nehme ich den Kopierstempel – und KEIN Weichzeichnungs-Werkzeug! Denn das sieht sehr schnell sehr künstlich aus! Die Poren sollen bitte bleiben!

kopierstempel

Hier gehts zu dem Post mit diesen Bildern

Bildstimmung/Farbgebung

Jetzt kommt, meines Erachtens, das Wichtigste. Und das, was am meisten Geschmackssache ist.

Die meisten Bilder bearbeite ich so:

Unbenannt-1

Statt „Färben“ könnt ihr die zweite Ebene auch einfach schwarz-weiß machen und die dann mit der Hintergrundebene mischen – gibt einen anderen Effekt! Ausserdem könnt ihr natürlich wie immer die Deckkraft der Ebene verändern.

Interessant ist auch die Option „Verlauf“. Ihr könnt verschiedene Verläufe aussuchen, sie zum Beispiel „radial“ verlaufen lassen und dann auch unterschiedlich mit der Hauptebene mischen.

verlauf

Ein paar Beispiele:

„ineinanderkopieren“ (Deckkraft 60%)

verlauf-1

 

„weiches Licht“ (Deckkraft 90%)

verlauf-2

Hier gehts zu diesem Outfit

Schärfe

Bei manchen Bildern kann es passend sein, die Schärfe leicht zu erhöhen. Meistens aber leider bei Bildern, die eh schon scharf sind – bei unscharfen wird es nur komischer, aber nicht unbedingt besser…

Dafür geht in der obersten Leiste auf „Filter“- „Scharfzeichnungsfilter“ – „Selektiver Scharfzeichner“ – und dann spielt etwas mit den Reglern. Oder man dupliziert die Hintergrundebene –  geht auf „Filter“ – „sonstige Filter“ – „Hochpass“, stellt den Radius auf 1 und verschiebt den Regler nach rechts. Wenn man dann die Ebene auf „Weiches Licht“ stellt, wird das Bild schärfer. Aber übertreibt es nicht! :P

Ich hoffe, es waren ein paar nützliche Infos dabei?
Wenn nicht – stellt Fragen! :)

 

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