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thoughts: body positivity ist nicht möglich

Ist Body Positivity das Allheilmittel gegen Intoleranz,  Selbstzweifel und dem Bodyshaming? Ich glaube, nicht. Eine Anti-Haltung ist oft genauso falsch, wie die Zustände, gegen die sie sich richtet, weil sie genauso extrem ist! Aber fangen wir von vorne an.

 

 

 

 

Unsere Unsicherheit und der Wunsch,

anerkannt und akzeptiert

zu werden, werden gnadenlos

in Kaufkraft umgewandelt.

Mode und wir

Die Modeindustrie verspricht: mit diesem neuen Outfit bist du endlich genau so schön und cool, wie du schon immer sein wolltest! Mit ihrer zwanghaften Normierung der verschiedenen Menschentypen (ich sage nur - Konfektionsgrößen! Modelmaße!) erreicht sie aber eher das Gegenteil - man vergleicht sich mit anderen und fängt an, sich selbst in Frage zu stellen, wenn man von dieser Norm abweicht.

Mit dieser Verunsicherung hält uns die Modeindustrie in Schach und lässt und zwischen Shopping-Euphorie und Selbstzweifeln hin-und-herschwanken, und zwar ungefähr in dem Takt, in dem neue Kollektionen in die Läden kommen - also ziemlich oft!

Ich glaube, der Mechanismus ist mit Drogenkonsum vergleichbar. Denn kurzzeitig kann Kleidung schon den Eindruck erwecken, dass sie einem Stärke und Selbstbewusstsein schenkt - aber eben nur kurzzeitig. Schon bald hat man das Gefühl, dass man gerade mit dem neuen und noch neueren Kleidungsstück oder Outfit seinem (Schönheits-)Ideal am nächsten kommt.

Kennt ihr das nicht? Man hat das neue Kleid an und geht shoppen. Plötzlich sieht man ein anderes Kleid, probiert es an und das alte Kleid kommt einem plötzlich gar nicht mehr so cool vor...

Würde sich jeder dauerhaft total wohlfühlen, wäre ja gar keine Diskrepanz zum Ideal mehr vorhanden und man wäre für den ständigen Konsum weitaus weniger anfällig. Gemässigter Konsum widerspricht aber dem momentanen Zustand der Modeindustrie, die immer mehr Gewinn erzielen will und dabei nicht nur unser Selbstwertgefühl, sondern auch unsere Umwelt-Ressourcen verpulvert.

Unsere Unsicherheit und der Wunsch, anerkannt und akzeptiert zu werden, werden gnadenlos in Kaufkraft umgewandelt.

Ist Body Positivity etwa der Ausweg aus dieser verzwickten Situation?

Was ist das Gute an Body Positivity? Ich finde, nur die Idee. Denn Body Positivity ist als eine Gegenreaktion auf Body Shaming entstanden - und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass beide einen Menschen auf seinen Körper reduzieren. Kaum einer kommt noch mit dem Spruch daher "Die inneren Werte zählen" - sondern, "Alle Körper, ob dick, dünn, hell oder dunkel, sind schön". Was zwar schön nach einer heilen Welt klingt, aber doch eher eine zweifelhafte Aussage ist, denn Schönheit liegt immer noch im Auge des Betrachters.

Sollte es nicht eher um den Umgang miteinander und mit sich selbst gehen? Statt alle schön zu finden, ist es nicht ausreichend, allen Menschen respektvoll gegenüberzutreten und nicht zu vorschnell über sie zu urteilen? Sie nicht nur auf ihr Aussehen zu reduzieren, sondern zu hoffen, dass sie gute Mitmenschen und tolle Gesprächspartner sind? Dass man von ihnen was lernen kann oder auch ihnen helfen? Mit ihnen einfach erstmal in einen zwischenmenschlichen Kontakt zu treten, bevor dass ihr Äußeres uns davon abhält?

Wie oft hatte ich die Erfahrung, dass eine Frau, die allen gängigen Schönheitsidealen entspricht, eine falsche, egoistische Schlange ist, die beim ersten Anzeichen von Eigenvorteil sofort alle Freunde verraten würde? Oder ein Typ mit hübschem Gesicht und Sixpack eine große Enttäuschung im Bett war? Was hat mir (und denen) ihr toller Körper genutzt?

Richtig - gar nichts.

 

 

Das falscheste, was du machen

kannst, wenn du deinen Körper 

lieben willst, ist, ständig

daran zu denken, wie schön

dein Körper ist.


Die einzigen Momente, wo ich echte Bodypositivity erlebt hatte, waren die Momente, in denen ich nicht mit dem AUSSEHEN, sondern mit dem SEIN beschäftigt war.

Das waren der Moment, als ich bei einem Kaffee in ein so spannendes Gespräch verwickelt war, dass der Kaffee komplett kalt wurde, weil ich vergessen hatte, zu trinken. Oder als ich jemanden wiedergesehen hatte, auf den ich mich schon lange gefreut habe. Der Moment, als ich erfuhr, dass ich einen Auftrag bekommen habe, den ich unbedingt wollte. Oder als ich mitten im Winter nach einem langen Flug aus dem Flugzeug stieg und plötzlich von lauwarmer Luft umgeben war.

Wenn man sich wohlfühlen und akzeptieren möchte, muss man aufhören, sich auf seinen Körper zu konzentrieren. In all den Momenten, die ich aufgezählt habe, vergaß ich mein Aussehen, weil ich was erlebte. Ich möchte mein Leben mit großen und kleinen Abenteuern füllen und mich mit Menschen umgeben, für die mein Verstand, meine Integrität und meine Hilfsbereitschaft an erster Stelle stehen - und nicht mein Körper.

Ja, hübsch auszusehen ist angenehm - aber echte Body Positivity erreicht man nur, wenn man sie vergisst.

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Outfit

outfit: in Berlin

Berlin…

Meine (noch) unerfüllte Liebe… Die Geburtstagsreise in die Hauptstadt war komplett verrückt, voll mit Leuten, Geschichten und gutem Essen und war so gechillt, dass vor lauter Entspannung am Sonntag zum ersten Mal seit Jahren kein Sonntagspost online ging. Es sollte ein Post über Inspiration sein, und die Vickie hatte ganz recht, als sie meinte, ich solle einfach einen Post veröffentlichen, der aus folgenden drei Zeilen bestehen würde: „Dieser Post über Inspo muss leider nur aus drei Zeilen bestehen, weil Inspo nur kommt, wenn man rausgeht und was erlebt und genau das werde ich jetzt tun  #vacationmodeon “ ???

Wir haben uns eine Wohnung bei AirBnB gegönnt und sie war traumhaft. Hohe Decken, Parkett, riesige Fenster – und dazu noch die super ruhige Lage in einem Quergebäude im Hinterhof. Es hat sich wie eine Generalprobe angefühlt, dorthin abends zurückzukehren – und ich bin gespannt, ob es je eine Premiere gibt (ich rede von meinem Wunsch, nach Berlin zu ziehen). Die Idee ist nicht neu, aber entflammt jedes Mal aufs Neue, wenn ich in der Hauptstadt bin. 

Ich liebe die Athmosphäre der Stadt,

die je nach Stadtviertel variiert, aber doch in ihrer Gesamtheit Berlin ist. Die Menschen scheinen viel gechillter zu sein, als hier in München, wo jeder schon ausflippt, wenn man ihn zufällig mit dem Rucksack streift – vielleicht, weil die Berliner auch ganz andere Dinge gewohnt sind und von daher grundsätzlich entspannter drauf sind.

Diesmal lebten wir in Neukölln (die Lage haben wir ausgesucht, weil unsere Freunde in der Nähe wohnen), und es war schon ein kleiner Kulturschock für mich – aber eher ein spannender, als ein negativer. In Berlin muss man besser auf sich aufpassen und sollte abends bestimmte Orte auslassen – aber dafür ist auf den Straßen immer was los und es gibt immer was zum Schauen, auch wenn es nur zwei Typen sind, die seelenruhig ein Brett von der Baustelle wegtragen ;)

 

Selbst jetzt im Winter – wenn man nachts, bei Kälte und Regen die Straßen langläuft und die Augen schließt, fühlt sich die Geräuschkulisse in den Straßen genauso an, wie an einem lauen Sommerabend, wo alle draußen sind und entspannt spazieren gehen, mit einem Eis in der Hand. Die Spätis sind überall verteilt und man kann dort nicht nur alles Mögliche bekommen, was man um die späte Uhrzeit noch so braucht, sondern dort kann man auch die verrücktesten Bekanntschaften schließen und wildeste Lebensgeschichten vorgetragen bekommen.

Summa summarum  – ich hatte selten einen besseren Geburtstag, als diesmal in Berlin, und bin zwar zwei Tage später immer noch ziemlich gerädert vom Dauer-Feiern, aber auch sehr inspiriert und guter Dinge. Es mutet manchmal schon fast wie eine Völkerwanderung zu – so viele Menschen gehen nach Berlin. Wer weiß – vielleicht gehöre ich eines Tages dazu <3





jacket:   Zara (old, similar here)  |  top: H&M (old, but similar)  |   boots: Zara (sold out, similar here)  |  skirt: Zara (or here)  |  bag: Kenzo

photos: Erik


thoughts Unterwegs

von Träumen, Sehnsucht und Berlin

Die Sehnsucht des Menschen nach einem Ort,

der auf der Erde gar nicht existiert, könnte der Beweis dafür sein, dass die Menschheit in Wirklichkeit von Außerirdischen abstammt...  An diesem imaginären Ort wird man angenommen, wertgeschätzt und geliebt, so wie man ist. Dort muss sich keiner positionieren, niemand muss jemandem etwas beweisen oder vormachen. Dort muss man seinen Standpunkt nicht verteidigen, seine Werte nicht rechtfertigen. Man muss nicht irgendeiner, von wem auch immer festgelegten Norm entsprechen - weder optisch, noch innerlich. Man kann dort einfach SEIN.

Je älter ich wurde,

desto krasser mutierte ich von dem naivsten Wesen weit und breit zu einer abgeklärten Sarkastikerin. Mein Blick auf das Leben und die Menschen wurde immer kritischer. Erst hat mir meine eigene Abgeklärtheit unheimlich imponiert. "Ach, was bin ich für ein Realist, ich gehe durchs Leben und weiß, was mich erwartet, ach wie weit bin ich doch den ganzen gutgläubigen Blauäugigen unter uns voraus!", dachte ich. Jedoch merke ich langsam, dass mir diese Abgeklärtheit zwar für Vieles die Augen öffnete und ich dadurch sehr viel lernen konnte, aber zufriedener geworden bin ich nicht. Ja, vielleicht habe ich ein paar grobe Pech-Fälle vermeiden können oder ein paar Euro mehr verdienen können. Aber gehe ich vertrauensvoll und zuversichtlich durch das Leben? Bin ich entspannt oder gar glücklich? 

Es wird wieder Zeit für etwas Unvernunft.

Die Erfahrung und das Wissen sollen dem Herzen wieder mehr Platz machen. Ich habe wieder Lust, etwas zu verklären, auch wenn ich weiß, dass es auf dieser Erde keinen perfekten Ort oder Menschen gibt. Der Realist in mir muss sich auch mal Auszeiten gönnen, er muss sich ab und an fallen lassen und sich einem Traum hingeben können, sonst wird er müde. Lebens-müde!

Die Sehnsucht und das Träumen sind wichtige Nahrungsmittel für unsere Seelen. Aber sie sollen nicht zu einer Flucht von der Wirklichkeit führen, ganz im Gegenteil. Sie sollen uns für die Wirklichkeit stärken.

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Eins meiner Traum-Gegenstände ist zum Beispiel Berlin, ein Ort, auf den ich meine Sehnsucht nach Akzeptanz und nach Neuanfang projiziere.

Was bedeutet Berlin für mich?

Berlin bedeutet Vickie. Berlin bedeutet Freunde. Berlin bedeutet Fashion Week. Berlin bedeutet Anonymität. Berlin bedeutet: unproblematisch als Vegetarier leckerstes Essen finden oder Flohmärkte, wie es sie in München nicht mehr gibt.

Ob Berlin hip, hop oder hup ist - ist mir schnuppe. Ich finde es sogar nervig, dass mir jeder, dem ich erzähle, ich würde gerne nach Berlin gehen, erwidert "Oh, ALLE wollen nach Berlin gehen". Ich bin aber nicht alle. Ich bin ich und ich habe viele schöne Erfahrungen in Berlin machen dürfen. So schön München auch ist, hier färbt die Enge der Stadt wohl auf einige menschliche Horizonte ab. 

Wie dem auch sei -

ich gehe erstmal wieder Träumen lernen. Vielleicht zieht die Realität dann nach.

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Outfit

outfit: hallhuber kleid

 

 

Midi-Kleid aus Spitze kombiniert mit hohen Schuhen und elegantem Jäckchen?

Nicht mit mir!

Die Eleganz des wunderschönen Hallhuber-Kleides wollte ich unbedingt runterbrechen und habe meinen halben Schuhschrank dazu anprobiert, bis es mir aufging – CHUCKS!! Ich könnte mir auch Plateau-Schuhe im Stella-Mc-Cartney-Stil dazu vorstellen, aber leider besitze ich keine. 

Fehlte nur noch eine Jacke – und vor meinem inneren Auge hat sich sehr schnell ein Parka herauskristallisiert. Da ich momentan erstaunlicherweise keinen einzigen Parka besitze (alles aussortiert und verkauft!), ging ich direkt vor dem Shooting noch in einer Wahnsinnsaktion zu Zara und kaufte mir die Jacke, die ihr auf Fotos seht ^^ Das war das schnellste und spontanste Shopping meines Lebens – aber ich liebe die Jacke und habe sie seitdem schon oft getragen!

 


 

GET MY LOOK

dress*: Hallhuber  |  jacket: Zara (another cool one)  |  sunnies: Zara (similar)  |  shoes: Converse

photos: Irina

*gifts or samples



Recently

o ja:

für gleichgeschlechtliche Hochzeiten mit grooooßen Hochzeitsgesellschaften und vielen Kindern. Ich habe das beobachtet – für die Kinder ist die Situation absolut natürlich – das heißt, sie werden zu wirklich toleranten Menschen heranwachsen, denn sie kennen es nicht anders! So schön…

oje:

wer mir bei Snapchat (@nachgestern) folgt, hat es schon mitbekommen – ich plage mich gerade mit Zahnärzten rum. Es hat sich (mal wieder) rausgestellt, dass mein Zahnarzt seit Jahren rumgepfuscht hat – und wer muss es jetzt ausbaden? Richtig – ich! Außer meinen Nerven (denn wer geht schon gern zum Zahnarzt!!) wird auch mein Geldbeutel massiv leiden… Ich hätte das Geld viel lieber in eine Designertasche investiert ?

geklickt:

Willst du heute Abend wirklich ausgehen oder mal alleine die Gedanken ordnen? Willst du wirklich die perfekte Figur oder macht dir die Pizza mit dem Freund abends so viel Spaß, dass der Verzicht gar nicht so viel Sinn macht? Brauche ich immer so viele Menschen um mich oder schaue ich lieber mal nach innen und denke nach, bevor ich das 10. Champagnergläschen kippe und Smalltalk halte?“ fragte Kerstin Görling und drehte dieses süße Video !

gedacht:

„was soll ich bloß zur Fashion Week anziehen?“  – vor allem, falls es wirklich sehr heiß werden sollte (schließlich haben wir – theoretisch – Sommer), habe ich ein Problem – richtig leichte Sachen besitze ich kaum. Hmm. Sale, ich komme! ^^





Blogwatching thoughts

lästerrunde: eine lv bag macht noch keine mode

Dünn, hübsch, hohl und Mainstream -

so lautet die Erfolgsformel eines durchschnittlichen deutschen Modebloggers. Ausnahmen bestätigen dabei nur die Regel. Willst du was gelten - verlier am besten nicht allzuviele Worte über die Gesellschaft, das Leben und die Welt an sich  - auch nicht im Zusammenhang mit Mode. Fotografiere dein Essen nur für Instagram und schmeiße es danach weg. Und experimentiere bloß nicht zuviel mit deinem Style! Falls du das tust - dann solltest du dabei ganz teuer aussehen,  denn sonst sprichst du keine klar definierte Zielgruppe an. Breite Masse sehnt sich bekanntlich nach jemand von "nebenan", mit dem man sich gut identifizieren kann, oder aber nach dem anderen Extrem - nämlich nach dem Unerreichbaren.

Juhu und herzlich willkommen zur ersten Lästerrunde auf Nachgestern ist vormorgen. Guter Ton war gestern, heute wird gelästert! Keine Lust mehr, immer höflich und diplomatisch zu sein - denn das bringt auch keinen weiter. 

 

Heute geht es um die deutsche Modeblogger-Szene - oder mit anderen Worten: um den deutschen Konformisten-Brei. Konservativ und teuer versus sexy oder Hipster - alles Andere wird als "nicht kommerziell" bezeichnet. Gehen wir es der Reihe nach durch. Für mich gehören zu einem Modeblogger folgende Attribute:

  • Mode Know-how

Mode Know-how? Fehlanzeige! Jeder, der seinen Midi-Rock mit einer LV Speedy (oder Chanel auf dem nächsten Level) kombiniert, denkt, er wäre ein Modeblogger. Spitzenkleidchen und Pumps? Eine nette Geschichte, kein Zweifel - vorausgesetzt, du bist 12 Jahre alt.

Wer ist der neue Chefdesigner von Saint Laurent? Bei welchem Designer kann man die Kollektionen neuerdings direkt nach der Runwayshow kaufen? Keine Ahnung? Glückwunsch!

  • Individueller Stil oder Streben danach

Zugegebenermaßen ist es heutzutage nicht leicht, einen wirklich individuellen Stil zu kreieren, denn irgendwie scheint es alles schon einmal gegeben zu haben. Trotzdem - ist der eigene Horizont breiter, als 3 Centimeter, kann man seinem Look durchaus einen eigenen Touch verleihen. Leider fallen einige Horizonte eben nicht durch überdimensionale Breiten auf, und das spiegelt sich dann in viel zu vielen Jeans-Bluse-Pulli-Looks, die das Land nun wirklich nicht mehr braucht.

  • Mut zum Ausprobieren

Deutschland glänzt bis auf einige wenige Blogger nicht wirklich durch modischen Freigeist. Hier kommt man sich schon mutig vor, wenn man eine Culotte trägt. Aber nicht nur das - auch individueller Stil anderer wird zu selten wertgeschätzt. "Du hast aber einen sehr interessanten Stil" klingt meist negativ und ist genau so auch gemeint. Leute, wacht auf! FASHION lebt von Vielfalt, Mut und Kreativität. FASHION bedeutet nicht, sich Textilien überzuziehen. FASHION ist eine Spielwiese, die Vieles verzeiht - außer LANGEWEILE.

___________

Wo bleibt die Anarchie, die Ironie, der Spass? Hier kommt Abhilfe ;)

Hier ein toller, schlauer Artikel zum Thema Mode - modische Grundkenntnisse kann man sich hier, hier oder hier holen - und diese australische Bloggerin ist mein Vorbild (falls ich überhaupt Vorbilder habe). Vor Mut, Witz und Ironie strotzt dieser Blog.

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Lifestyle Unterwegs

travel: Berlin aus Esra-Sicht

burrito-mexican-food-healthy-lifestyle-blogger-berlin

Jetzt fliehe ich vorm Oktoberfest nach Berlin, und was finde ich vor? Weißwürste, Burschen in Lederhosn, Wiesn-Hits auf dem Kleipen-Klo und… Weißwürste. Wohin das Auge reicht.  Sagt mal, liebe Berliner, wollt ihr mich fertigmachen?

Nun gut, dass die ganze Welt verrückt geworden ist, ist ja keine Neuigkeit! Gott sei Dank hat Berlin aber doch noch mehr zu bieten, als den anscheinend so heiß begehrten „bayerischen“ Lifestyle! „Bayerisch“ in Anführungsstrichen, weil, nun ja, Berliner bekanntlich ja meist keine Bayern sind ;)

O-Ton Vickie: „Die Macher dieser Events meinen, sie würden gerne das tolle Gefühl des Oktoberfestes auch an andere Städte vermitteln. Meine Theorie dagegen ist: es geht (mal wieder!) ums GELD“ :D

Aber lassen wir das. Berlin hat mich super herzlich aufgenommen, die liebe Foxy und die liebe Vickie haben sich unglaublich geduldig um mich gekümmert und mit mir bummeln, essen, flohmarkten und spazieren gegangen! DANKE meine Schätze! Hier ist Foxy, stilvoll beim Biertrinken, hihi:

foxy-blond-berlin-blogger-mauerpark-flohmarkt

Einen roten Faden hatte der Aufenthalt auch, der da wäre – ESSEN.

Ich habe fast das Gefühl, dass mein Schicksal mich essenstechnisch alles aufholen lassen will, was ich in meinen letzten Berlin-Aufenthalten nicht gegessen habe, und das wäre eine ganze Menge, denn während der Fashion Week ernähre ich mich ausschließlich von Kaffee und Eindrücken.

Zum ersten Mal durfte ich durch Friedrichshain laufen und bin aus den Latschen gekippt – alles ist voller Kneipen, Cafes und Restaurants. Vegan, vegetarisch, selbstgemacht, gesund, ausgefallen, normal, europäisch, exotisch, in allen Regenbogenfarben und aufs Köstlichste duftend! Auch die Inneneinrichtungen der Läden waren unglaublich charismatisch gestaltet, bis hin zu sehr liebevoll designten Menü-Karten. Rundum ein Fest also – für den Magen sowie für das Auge!

food-healthy-veggie-vegetarisch-cleaneating-gesund

kaffee-cafe-espresso

waffeln-mauerpark-berlin-reise-blogger

Hier mein Berlin-Aufenthalt (der noch nicht vorbei ist, denn erst Mittwoch Nacht fliege ich zurück) in Stichworten!

  • ich bin meines pinken Feuerzeugs beraubt worden. Ein hackedichter Typ wollte eine Zigarette schnorren – bittschön. Feuer – bittschön. War nur leider sehr windig, so dass ich meinte, er soll die Zigarette selber anmachen und drückte ihm mein Feuerzeug in die Hand. Was macht der Typ? Nimmt das Feuerzeug und rennt weg, als hätte er gerade eine Bank ausgeraubt!

schaukeln-berlin-mauerpark

sneaker-schuhe-graffity-berlin

  • auf dem Mauerpark-Flohmarkt wollte ich handeln und bin damit auf Granit gestoßen. Ich: „Sonnenbrille kostet 7 – für 5 nehm ich sie!“ Verkäufer: „Auf GAR keinen Fall!“ Ich: „…..“
  • Ansonsten kommen alle Interior-Fans dort auf jeden Fall voll auf ihre Kosten! In diesen Sessel habe ich mich verliebt…

sessel-60ies-trend-interior-chair-living-lifestyle-blogger-mauerpark

… und in diese Tasche auch! Aber ich war vernünftig und habe beides da gelassen!

tasche-bag-vintage-mauerpark-flohmarkt-berlin

  • ich weiß, es ist wohl nichts Neues, aber mir ist aufgefallen, dass Berliner Style sich wohl durch viele körperferne Silhouetten auszeichnet. Ich finde das super, weil das einen hohen Lässigkeits-Grad ausstrahlt :)
  • morgen gehe ich zur Leica-Ausstellung, bin schon sooo gespannt!
  • und natürlich wird geshootet! Ich könnte hier ja völlig ausrasten, eine Location jagt hier die andere!
  • geshoppt habe ich auch, und zwar disziplinierterweise NUR in Läden, die wir in München leiderlicherweise nicht haben: Monki und Bershka! Natürlich Berlin-getreu oversized und edgy <3 Seid gespannt auf baldige Outfit-Posts!!

buegel-cute-suess-vintage

metro-ubahn-berlin-bahnhof

berlin-streetart-spruch-zitat

  • zur Abwechslung zwischen Essen und Essen dachte ich mir, ich besuche mal einen Street-Food-Markt, äh. Ein totaler Wahnsinn, was es da alles gab. Dies hier ist eine in der Waffelform zubereitete Mischung aus Kürbis und Gemüse:

food-lecker-vegetarisch-veggie-essen

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Leben Tolle Bilder Unterwegs

travelling: Oberpfalz 2

flori

Zu meinem Kurztrip in die Oberpfalz fehlen ja noch die versprochenen Katzenbilder! Im Haus wohnen ca 5, und draußen noch 6 Wildkatzen, die aber immer wieder kommen, weil sie – tadaaa! – gefüttert werden. Und das nicht zu knapp!

Aber, wie schon HIER erwähnt, wird ALLES, was meinen lieben Gastgebern in die Hände kommt, nicht einfach nur gefüttert, sondern regelrecht gemästet. Was ich durchaus liebenswert finde :D

Et voila! Ganz oben seht ihr den Flori. Und das ist die Xeni,  „Papas Katze“. Wenn sie ihn sieht, läuft sie sofort hin und will auf den Arm :)

katzi

Und das ist eine wilde Katze, die draußen lebt. SIeht man sofort an der mißtrauischen Haltung, oder?

wildkatze

landschaft

Und das sind die sogenannten „Klebe-Katzen“ – die verbringen die Zeit immer zusammen! Rührend, oder??

klebekatzen

Nochmal die Xeni. Gar nicht so leicht, so ein Portrait zu machen. Die Katzen dachten allesamt, dass die Kamera eine Art Waffe ist und sind immer, kaum habe ich die Kamera rausgeholt, panisch weggerannt …

xeni.b

sonnenblume

Übrigens habe ich irgendwie an  Kurzreisen Gefallen gefunden.

Es ist toll, sich einfach mal immer wieder wenigstens 2-3 Tage freizunehmen und abzuhauen. Im November planen eine Kollegin von mir und ich einen Kurztrip nach Amsterdam.

Es gibt da 3 Möglichkeiten: entweder man fährt mit dem Zug (teuer UND lange), oder man fliegt (vergleichsweise bezahlbar und kurz) oder man nutzt die Dienste einer Mitfahrzentrale. Eine solche findet ihr hier. Was ich aber besonders witzig und praktisch an der finde, ist:

Jedes Mitglied hat auf BlaBlaCar ein Profil, um mit anderen Mitgliedern Infos über Interessen, Job, Sprachkenntnisse, Musikgeschmack usw. zu teilen. Die wichtigste Information ist jedoch die Gesprächsfreudigkeit, die sich in einem bis drei „Bla“ messen lässt: BlaBlaBla wenn Sie gerne über Gott und die Welt quatschen, oder einfach nur Bla wenn Sie lieber in Gedanken versunken die Landschaft bewundern. Dank dieser Informationen können Sie Ihre Mitfahrer/innen viel gezielter auswählen, damit die Fahrt nicht nur günstig, sondern auch angenehm und interessant werden kann.

Ist doch ne tolle Idee! :)

TRENNER

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