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outfit: Dezzal coat

Kommunikation ist alles!

Es geht nicht darum, dass keine Probleme oder Missverständnisse entstehen, es geht nur darum, Lösungen zu finden, und zwar – gemeinsam. Und das trifft nicht nur auf Beziehungen oder das tägliche Leben, sondern auch auf Onlineshopping zu.

Was nützen die schönsten Klamotten, wenn man bei eventuellen Fragen oder Problemen keinen Ansprechpartner findet!

Mit Dezzal habe ich diesbezüglich eine sehr gute Erfahrung gemacht. Es gab unerwartet komplizierte Zoll-Angelegenheiten, die ich noch nie hatte, obwohl ich hin und wieder aus China bestelle. Die Crew von Dezzal* griff mir unter die Arme und half bei der Lösung – unbeachtet dessen, dass es sich in meinem Fall ja um eine Kooperation handelte, wirft das ein sehr gutes Licht auf den Onlineshop, finde ich, besonders, wenn man die Entfernung bedenkt.


Zum Outfit:

Auch wenn ich zu meinen (fernen) Schulzeiten in Mathe echt nicht die beste war – in das Muster von der Jacke verliebte ich mich vom ersten Augenblick an. Ich schau die Aufgaben gerne an, Hauptsache, ich muss sie nicht lösen, haha :D

Was für mich allerdings überraschend kam, war, dass es sich hierbei um eine Art Regenjacke handelt, was auf dem Bild im Onlineshop nicht so rüberkam. Den Onlineshop kannte ich vorher nicht, aber die Sachen sind echt originell, habe ich in der Form noch wirklich nirgendwo gesehen. Unter 59 Dollar Einkaufswert kostet der weltweite Versand 4,99 Dollar, über 59,- ist er kostenlos. Leider ist der Rückversand vom Käufer zu tragen, wenn ich das richtig verstanden habe. Deswegen bestellt dort lieber keine Sachen, wo ihr nicht sicher seid, dass sie passen (bei mir ist das bei Hosen der Fall).

Recently

o ja:

für Menschen, die dankbar dafür sind, wenn man ihnen etwas gibt – und damit meine ich nichts Materielles.

oje:

Pechsträhnen sind so dermaßen unromantisch… Hatte ich schon fast vergessen!

schockiert:

davon, dass einen Menschen anscheinend hassen können, obwohl man wirklich nichts gemacht hat, außer eine andere Meinung zu haben…

Vorfreude:

ich habe einen Flug nach Holland gebucht und besuche dort meine liebe Sophie!! <3

gekauft:

Pullis. Pullis. Pullis. Und trotzdem gefroren.

gegessen:

russisches Essen bei meiner Mutter. Immer wieder lustig, wie sie immer noch meint, dass sie mir immer Fisch kochen muss,  da ich ja kein Fleisch esse, weil, nun ja, Gemüse ja nur Beilage ist haha ?



Get the coat HERE

photos: Alicia & Diana

*  in freundlicher Kooperation mit Dezzal

Outfit

studio shooting: modernes Aschenputtel

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Es war einmal eine junge Frau,

die an diesem einen Tag besonders frustriert war. Mal wieder wegen den Männern… Der eine kam nicht so wirklich in die Gänge und verhielt sich widersprüchlich: flirtete mit ihr, wie von allen Geistern verlassen, wenn sie sich mal zufällig trafen, meldete sich aber nie. Mit dem anderen lief zwar irgendwas, aber in diesem Fall war sie selbst diejenige, die sich langsam distanzierte und eigentlich nicht mehr wollte.

Ihr reichte das ganze Theater! Sie beschloß felsenfest, niemandem mehr nachzulaufen, der im Grunde kein Interesse zeigte. Als dann am Nachmittag ein guter Bekannter anrief und sie zu einer Party einlud, war es ihr nur recht. Etwas Ablenkung konnte nicht schaden! Draußen herrschte kalter und ekliger Dezember, aber das hielt sie nicht vom Ausgehen ab. Sie rief eine Freundin, die pflichtbewusst Rum und Cola anschleppte, und während sie „vorglühten“, brezelte sie sich auf. Damals hatte sie noch ganz dunkle lange Haare, die sie zu einem Dutt band, damit sie beim Tanzen nicht stören. In ihrem engen Leokleid mit schwarzen hohen Wildleder-Wedges dazu fühlte sie sich verwandelt, stark und erlöst von ihrer Unsicherheit. Die Freundinnen füllten den Rest Rum-Cola in die Cola Flasche, nahmen sie mit und amüsierten sich später in der Ubahn darüber, dass es so aussah, als würden sie Cola trinken.

Als sie bei der Party ankamen, war sie schon so blau, dass sie die ganze Nacht nichts mehr getrunken hat, außer einem Glas Sekt, um auf ein zufällig anwesendes Geburtstagskind anzustoßen. Einen Typen, der eine Blondine den halben Abend lang anstarrte, aber es nicht schaffte, sie anzusprechen, hat sie so dermaßen erfolgreich ermutigt und sogar in Richtung Blondine geschubst („Komm schon, sprich sie an!!“), dass er kurze Zeit später zusammen mit seiner Auserwählten nach Hause verschwand. Na sowas!

Sie stürmte ziemlich wild die Tanzfläche. Die Zeit verging sehr schnell, alles drehte sich, die Lichter tanzten mit, und plötzlich war es 3 Uhr. Die Party war vorbei. Die Musik ging aus, und das grelle Licht blendete die Feiernden. Und da sah sie ihn. Erst da. Er stand mit einem Freund da, an die Wand gelehnt, und schaute sie an. Genau in dem Moment meinte man, die Luft knistern zu hören, so eindeutig war es, dass sie sich mochten. Sowas kannte sie nur aus dubiosen Erzählungen von der Liebe auf den ersten Blick – geglaubt hat sie es nie.

Ab diesem Moment wurde alles anders.

 

… Wie komme ich zu dieser Erzählung?

 

Ganz einfach – im Sommer nahm ich an einem Blogger-Shooting für das „Klartext“, das Magazin der Deutschen Journalistenschule teil.

(Zum Magazin selbst muss ich leider etwas loswerden. Erst nach der Erscheinung fand ich darin einen ziemlich rechten Artikel, in dem beschrieben wird, wie die „armen“ Deutschen sich vor „gefährlichen“ Flüchtlingen so bedroht und „überfremdet“ fühlen, dass sie nach Ungarn fliehen, wo Flüchtlinge per Gesetz verboten sind, weil die Deutschen nur noch dort ihre Ruhe haben. Ich könnte dazu so Einiges von mir geben, aber dieser Post soll sich ja eigentlich um das Aschenputtel handeln…)

Das Thema des Shootings war „Märchengestalt, modern interpretiert“. Ich wusste sofort, dass ich das Aschenputtel darstellen möchte. Das Märchen vom Aschenputtel ist natürlich mehr, als nur eine Liebes- oder Kennenlerngeschichte. Da geht es vor allem um Gerechtigkeit, darum, dass Unterdrückte irgendwann belohnt werden und die Unterdrücker bestraft. Außerdem geht es um die Macht der Kleider, die solch eine Verwandlung zustande bringen können, dass ein schmutziges, armes, kleines Aschenputtel in einem reichen Kleid und funkelnden Schuhen wie eine Prinzessin aussehen kann.

Deswegen erzählte ich euch meine eigene Geschichte vom Prinzen, die  – wie beim Aschenputtel auch – im Grunde eine Kennenlerngeschichte beim Feiern ist. Sie basiert auf einer wahren Begebenheit, allerdings kann ich mit einem Happy End nur bedingt dienen. Diese Liebesgeschichte fing tatsächlich mit der Liebe auf den ersten Blick an und führte über Umwege und Missverständnisse zu einer Beziehung, die von extremen Hochs und Tiefs geprägt war. Genauso dramatisch war auch ihr Ende. Aber der Zauber des Kennenlernmoments und die Entscheidung, niemandem mehr nachzulaufen, blieben. 


photo credit: Erol Gurian