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travel: die Wüste & die Stadt Abu Dhabi

Irgendwann die Wüste zu sehen, war schon sehr lange ein Wunsch von mir,

den ich allerdings als nicht realistisch einstufte und deswegen im hintersten Teil meines Kopfes abgestellt hatte, wo es vor sich hinstaubte, bis die Franzi plötzlich fragte, ob ich mit ihr spontan nach Abu Dhabi mitkomme. Das erste, was ich dachte, war: WÜSTE!!!!!!!

Nach meinem Post über die große Moschee in Abu Dhabi möchte ich euch also die Bilder zeigen, die in der Wüste entstanden sind, aber auch ein paar allgemeine Eindrücke aus Abu Dhabi.

Wer bin ich eigentlich?

Unerwarteterweise löste diese Reise, die ich erst nur als ein kleines spontanes Abenteuer und Flucht vor der Kälte einstufte, fast eine Identitätskrise bei mir aus. Als ich da so stand, in der Großen Moschee, in eine Abaya gehüllt, ging mir plötzlich durch den Kopf: wie wäre es, wenn ich genau wissen würde, was richtig und falsch ist? Wenn ich meine Frauenrolle einfach tragen, und niemals hinterfragen würde? Wenn meine Umgebung bei mir nicht als allererstes eine kritische Reaktion auslösen würde, sondern eine einfache Kenntnisnahme und Einordnung in ein bestehendes System? Wie wäre es, wenn ich immer hierher zum Beten kommen würde, und danach nach Hause zum Ehemann und Kindern zurückkehren?

Versteht mich nicht falsch, ich meine nicht, dass eine Frau in Abu Dhabi automatisch all das tut, darum geht es auch nicht. Das Szenario, diese kleine Fantasie entstand einfach ohne mein Zutun in meinem Kopf und brachte mich gehörig durcheinander. Es hatte zur Folge, dass ich eine große Sehnsucht gespürt habe, Sehnsucht nach etwas, wo ich mich einordnen könnte, etwas, wo ich dazugehören würde.

 

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Ist Heimatlosigkeit der Preis für Gedankenfreiheit?

In meiner Familie wurde sich mit dir Politik und der Gesellschaft immer kritisch auseinandergesetzt, später ebenso in meinem Freundeskreis. Die Gedankenfreiheit hat aber einen hohen Preis – man ist manchmal desorientierter und einem fehlt oft der Halt. Noch schlimmer wird es gerade bei Leuten wie mir, die einen Migrantenhintergrund mitbringen, sie fühlen sich oft nirgendwo richtig zugehörig. Ich dachte jahrelang, das Problem existiere für mich nicht, ich wäre ein Weltenbürger und meine Heimat wäre der Planet Erde, aber jetzt stellte ich mir plötzlich die Frage: ist auf diesem Planeten vielleicht irgendwo ein Ort, an dem ich ein bisschen mehr dazugehöre, als woanders? Wo komme ich her? Und fing an, mich für das gegenseitige Beeinflussen von Christen, Muslimen und Juden zu interessieren. Und das alles nur nach vier Tagen in Abu Dhabi! Ich bin gespannt, wo mich diese Selbstentdeckungsreise noch hinführt!

FUN FACTS

1.

Schon witzig, dass ich mitten im Dezember in den Abu-Dhabi-Sommer entflohen bin, um die ganze Zeit zu… frieren!! Kein Scherz! Ich habe mich so auf hohe Temperaturen eingestellt, dass ich die ganze Zeit zu leicht angezogen war. Denn in Abu Dhabi schien zwar die Sonne, aber es war extrem windig und höchstens 26 Grad, abends locker 20, so dass ich mich in der Wüste (!) tatsächlich erkältet habe. Typisch!

2.

Unser Hotel (A-Loft) war total riesig und ließ keine Wünsche offen! Ein Pool, ein Fitness-Bereich (den wir natürlich kein einziges Mal genutzt haben, ähem), Geldautomaten, kleine Shops, ein Kosmetikstudio und sogar Billiardtische standen uns zur Verfügung. Aber wir waren eh nur am Essen und Shooten :D

Leider war die Luft im Hotel etwas muffig, aber außer Klimaanlage gab es keinerlei Möglichkeit, zu lüften. Als der freundliche Typ an der Rezeption am Ende unseres Aufenthaltes fragte, ob alles zu unserer Zufriedenheit war, meinte die Franzi: „Yes, but the air was a little bit … bähhh“ und ich musste sooo lachen :D

3.

Wir haben im Hotel eine Wüsten-Safari gebucht – für ca 70 Euro pro Person beinhaltete sie den Transfer dorthin und zurück, Dünenreiten mit so Jeep-ähnlichen Autos, Kamelreiten mit Fotogelegenheit, einen Auftritt von einer Bauchtänzerin und einem Derwish-Tänzer, ein Buffet, Sternegucken, und Shisha Rauchen (das habe ich ausgelassen, mag das nicht so). Übrigens, als ich auf dem Kamel saß, gab es hinter mir plötzlich Schreie und eine Rieseinaufregung! Ich ließ mich nicht davon hinreißen und habe mich nur noch stärker festgehalten – als ich dann abstieg, hat sich rausgestellt, dass das Kamel hinter mir richtig gebockt hat, wie ein Pferd! Es ist rumgesprungen und hat fast die Touristin abgeworfen, die auf ihm saß. Ehrlich gesagt, verstehe ich seinen Unmut auch – ich fand das Ganze eh eine Tierquälerei :(

Das Dünenreiten hat mich nervlich gesehen mindestens 3 Jahre meines Lebens gekostet, ich bin kein Action-Typ und fand die extrem waghalsigen Manöver an den riesigen Sand-Dünen, wo die Autos oft fast am Kippen waren, nur mäßig unterhaltsam. Franzi und ich waren danach echt schweißgebadet, hatten einen Krampf in den Händen vom Festhalten und kotzübel war uns auch noch ^^

Stattdessen hätte ich viel lieber einen Fuß-Spaziergang durch die Wüste gehabt und einen richtigen, längeren Ausflug auf dem Kamel – jeder durfte wirklich höchstens 4 Minuten darauf eine Runde machen – hat gerade so für Fotos gereicht, aber als Erlebnis war es viel zu kurz und künstlich und wie gesagt, Tierquälerei noch oben drauf… Nächstes Mal besser :)

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4.

Apropos Bauchtanz: wir haben von einer Touristin erfahren, dass er aus Ägypten kommt. Mit der Kultur in den Emiraten hat er also rein gar nichts zu tun und wird nur den Touris geboten ;) Auch die Derwishe existieren meines Erachtens vor allem in der Türkei und gehören zu Sofismus, einem mystischen Zweig des Islam – dieser Zweig zeichnet sich durch besondere Bescheidenheit und Armut aus.

5.

Zu der Moschee kam HIER schon ein ausführlicher Post, aber der Vollständigkeit halber nochmal eine Kurzfassung meines Eindrucks: ohne (uns) Touris wäre es eine mega Atmosphäre gewesen. Der Gesang, das ganze Weiss – Symbol für Reinheit, die mit Liebe und Hingabe gestalteten Verzierungen – da dachte ich mir, die Welt könnte soooo schön und lebenswert sein. Geh hin, bete, glaube, liebe – wozu die Kriege, wozu die Macht und das Rechthaben?

6.

Am dritten Tag wachten wir auf und schauten aus dem Fenster – Abu Dhabi war verschwunden!!! Als wir dann raus gingen, sahen wir lauter Wolkenkratzer in der Luft hängen. Des Rätsels Lösung lautete – die ganze Stadt wurde von unglaublich dichtem Nebel verschluckt. Man sah echt in 2 Metern Entfernung kaum noch etwas!! Und natürlich ausgerechnet an diesem Tag wollten wir Bilder vor der Skyline machen… Das nennt man wohl Bloggerpech… Im Header-Bild dieses Posts könnt ihr sehen, wie die Skyline aussah – da habe ich den Kontrast des Bilder noch stark erhöht, sonst hätte man fast gar nichts erkennen können :) Erst am Abend beim Sonnenuntergang hat sich die gespenstische Athmosphäre etwas aufgeklärt. Ein Taxifahrer erzählte uns, dass es im Dezember in Abu Dhabi immer so extrem neblig ist! Total spannend!

7.

Ich muss ehrlich sagen, vom Essens-Angebot im Hotel war ich so positiv beeindruckt, dass ich ihm hier einen eigenen Punkt widmen möchte. Wir hatten Halbpension, sowohl Frühstück als auch Abendessen war in Buffetform dargeboten, und WOW! Es gab kaum etwas, was es dort nicht gab! Die am besten gewürzten Süßkartoffeln und ein unvergleichlicher Fisch, von asiatisch über europäisch und arabisch – plus ein bombastisches, äußerst instagramtaugliches Dessert-Buffet. Den frischgepressten Orangensaft jeden morgen bei Aussicht auf die im Wind wehenden Palmen vermisse ich sehr :)

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REISEFAKTEN AUF EINEN BLICK

Flugzeit: reine Flugzeit ist etwas über 6 Stunden, aber mit Umsteigen in Istambul waren es bei uns fast 12 Stunden in eine Richtung!

Hotel: A Loft, 4 Sterne, 15 Autominuten zum Flughafen, super Buffet, sehr zuvorkommender Service, WLAN.

Strom: ihr braucht auf jeden Fall Adapter! Die Steckdosen sind anders, als in Deutschland.

Wüstensafari: war schon ok, aber wenn ihr die Möglichkeit habt, lieber kein Pauschalangebot buchen!

Geld: 1 Euro ist ca 4,4 VAE Dirham. Wechselt am besten nicht am Flughafen, da ist immer schlechter Kurs, sondern in den Banken oder hebt einfach von eurer Kreditkarte am Automaten ab.

 

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Unterwegs

travel: Abu Dhabi & die arabisch-islamische Kultur

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Ich schlittere in das neue Jahr vollgepackt mit Eindrücken.

Ich hätte nie gedacht, dass ich Ende Dezember nochmal verreisen würde! Aber spontane Entscheidungen sind oft die Besten – also präsentiere ich euch den ersten von zwei Posts über Abu Dhabi. Heute mit Bildern aus der wunderwunderschönen Schaich Zayed Moschee. Enjoy!

 

Auf Reisen sehe ich 80% des Landes durch den Sucher meiner Kamera – 

–  oder durch die Kamera meines Handys.

Das ist wohl das Los eines Bloggers! Allerdings muss ich sagen, dass die restlichen 20%, die ich vor Ort tatsächlich auch direkt mitbekommen habe, mich richtig geflasht haben.

Der Moment, als ich zum ersten Mal aus dem fahrenden Auto die sich nähernde Wüste sah. Der Moment, als ich vor der Schaich Zayed Moschee stand und aus dem Lautsprecher der Gesang ertönte, dessen Fetzen aus der unsichtbaren Weite der umliegenden Stadt zurückhallten. Der Moment, als ich aus dem Speisesaal des Hotels das erste Mal die Aussicht erblickte – Sonne, Palmen und Wolkenkratzer, Wolkenkratzer, Palmen und Sonne. Der Moment, als ich in der Nacht unserer Ankunft die lauwarme feuchte Luft spürte und einatmete. Genau diese Momente sind mit keiner Kamera der Welt festzuhalten. Die anderen Momente, die manchmal nah beieinander lagen – habe ich für euch fotografiert und zeige sie euch hier! Ich hoffe, die Bilder gefallen euch und geben wenigstens einen kleinen Bruchteil der Faszination wider, die mich in Abu Dhabi berührt hat.

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Diese fremde, wahnsinnig alte und reiche Kultur ist so faszinierend! Sie hat aber kaum eine Chance, sich gegen die Omnipräsenz des Terrorismus in den Medien und unseren Köpfen durchzusetzen.

Wer ein Kopftuch an einer Frau sieht,

sieht nur die Unterdrückung der Frau, und jedes männliche Kopftuch ruft als allererstes die Assoziation mit Terror hervor. Ich würde mich schon als Feministin bezeichnen – und trotzdem finde ich nicht, dass es eine Lösung ist und den Frauen irgendwie hilft, wenn man sie pauschal verurteilt und von oben herab betrachtet. Wir in Europa sind selbst noch gar nicht so weit in unserem Denken, wie wir gerne wären. Bei uns dürfen Frauen noch nicht mal seit 100 Jahren wählen, erst seit 1958 muss der Ehemann oder Vater nicht mehr zustimmen, wenn eine Frau einen Führerschein machen oder ein Konto eröffnen will. Erst seit 1977 kann ein Ehemann vor Gericht belangt werden, wenn er seine Frau vergewaltigt hat (Strafgesetzbuch, Paragraph 177) und ebenso seit 1977 darf eine Frau ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten. Unglaublich lange, wenn man diese Zeitspanne im Bezug auf die Menschheitsgeschichte sieht… *Ironie aus*. Wir können uns über unseren Fortschritt freuen – aber es gibt uns noch lange kein Recht, uns über die anderen zu erheben.

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Ja, die Missstände in Europa machen die Missstände in arabischen Ländern nicht besser-

aber das tut es ebenso wenig, wenn wir die gleiche Intoleranz an den Tag legen, die wir angeblich verurteilen. Geht es in Wirklichkeit nicht einfach nur darum, sich ein Gefälle zu erschaffen, durch das man in seinem Wert aufsteigt, indem man andere runterstuft? Man findet seine eigene Kultur und somit sich selber gleich noch toller, wenn man eine andere Kultur verurteilt. Diese Jagd nach Belohnung kennen der Wissenschaft zufolge auch Ratten – nur dass sie dafür keine Ideologien brauchen, sondern einfach nur einen Appetit.

Ich finde es sehr wichtig, kritisch zu sein –

aber lassen wir uns doch von unserem kritischen Denken nicht blenden. Aus der arabischen Kultur kommen unsere Zahlen (auch die Null – und somit der Computer!), aber auch unsere Astronomie, Philosophie, Dichtung, Medizin, Chemie, Musik und Architektur wurde maßgeblich von der arabischen Kultur beeinflusst. Kaffee, Seide, Baumwolle, Zuckerrohr, Orangen, Datteln und Brombeeren und sogar Papier!! wurden von den islamischen Eroberern nach Europa importiert.

Die islamische Kultur war im Mittelalter viel zivilisierter und fortschrittlicher, als die in Europa. Der Terror war im Laufe der ganzen Geschichte kein Merkmal der arabisch-islamischen Kultur, sondern ist ein Auswuchs unserer Zeit, lasst sie uns also nicht darauf runterbrechen! Das Thema ist kompliziert – aber Hass, Aggressivität und Intoleranz machen die Situation auf lange Sicht nur noch schlimmer.

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Hier hatte ich mich übrigens mit einem ähnlichen Thema befasst: „Choose Peace„.

So, das war´s noch lange nicht mit Abu Dhabi – als nächstes kommt ein nicht so deeper Post, dafür mit vielen Bildern aus der Wüste und aus Abu Dhabi selbst – und mit spannenden Fakten für eure Reise in die Emirate!

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Lifestyle Unterwegs

travel: Paris random facts

Paris – eine wirklich, wirklich, wirklich schöne Stadt.

Jemand, der ein Auge für Details und ein Herz für die Stimmung hat (für die Kultur hatten wir leider keine Zeit), wird an Paris sein Gefallen finden – und genau das habe ich versucht, in diesen Fotos festzuhalten.

Geschossen wurden sie am ersten Tag, nachdem Andy und ich mit der Fashion Show fertig waren und einfach so durch die Stadt schlenderten, zwar Richtung Hotel, aber ohne Zeitdruck. Allein die Kälte trieb uns irgendwann heim, denn angezogen waren wir – Fashionblogger-Ehrensache – natürlich viel zu leicht (den Look, den ich anhatte – einen grauen Nadelstreifen-Anzug – habe ich hier gezeigt).

Hier folgen die 10 Random Facts, die euch hoffentlich einen ungefähren Eindruck unserer spontanen und etwas chaotischen Reise vermitteln können – viel Spaß!

10 Random Facts

 

Fact 1

Dieser Post mag den Eindruck vermitteln, dass ich ständig nur am Kaffeetrinken war, und ja, es stimmt! :D

Auch wenn es nicht immer so leicht war, einen Kaffee unter 7 (!) Euro zu finden – nur die Brasserien hatten im Gegensatz zu Restaurants halbwegs normale Preise.

Fact 2

Ich war ja mit Andy unterwegs, aber, da wir uns noch gar nicht so lange kannten, wusste ich nicht, dass er so auf Starbucks steht und musste mich ein paar Mal wehren: „Nein, Andy, wir gehen jetzt nicht zum Starbucks, wir sind in Paris!“ XD

Fact 3

unser Hotel war so klein, dass wir uns zu zweit mit unseren zwei mini Handgepäckskoffern kaum in den Aufzug quetschen konnten! Das Zimmer bestand nur aus zwei Betten und einem Stuhl, mehr hätte eh nicht reingepasst – und geputzt wurde wohl auch nur in der Mitte des Raumes, in die Ecken hat man lieber nicht reingeschaut. Aber die Lage hat alles wettgemacht: 10 Minuten zu Fuß und du stehst direkt vorm Eiffelturm <3

Fact 4

Zum Essen kamen wir erst abends – und da waren wir schon so exhausted,  dass wir nicht mehr nach günstigen Preisen suchen konnten. Also gabs für mich Salatblätter mit Mayonnaise-Fertig-Dressing für schlappe 14 Euro!

 

 

Fact 5

Der Hinflug war unkompliziert, aber dass wir uns für die Rückreise für eine Zugfahrt entschieden haben, ist uns zum Verhängnis geworden. Es war die Hölle. Eigentlich sollten wir um 17 Uhr von Paris losfahren, einmal in Stuttgart umsteigen und dann wären wir um 23.30 auch schon in München. Allerdings haben wir an einer Haltestelle in Strasbourg plötzlich festgestellt, dass alle aus unserem Abteil ausgestiegen sind, haben Panik bekommen und nachgefragt – und der Schaffner meinte, der Zug endet hier und nach Stuttgart müssen wir umsteigen! Wir hatten nicht mal mehr Zeit, unser Zeug zu packen, haben unsere Laptops unter den Arm geklemmt, unsere Koffer genommen und sind aus dem Zug gestürzt. Wo der andere Zug nach Stuttgart fuhr, wussten wir nicht und rannten in die falsche Richtung. Als wir auf die Idee kamen, dass wir vielleicht einfach in der vorderen Zugteil umsteigen müssten, haben wir genau diesen langsam abfahren sehen.

Und ja, an der Info in Strasbourg wurde uns erklärt, dass der Zug in Strasbourg immer geteilt wird. Auf Deutsch angesagt wurde das während der Fahrt nicht. Einen Direktzug von Strasbourg nach Stuttgart gäbe es um die Uhrzeit nicht mehr (es war vor 22 Uhr!!) und unseren Anschlusszug in Stuttgart würden wir auch nicht mehr erreichen, erklärte uns der Herr an der Info, also müssten wir in Stuttgart bis um 5 Uhr in der Früh warten. Weitere Pannen folgten – ein Regionalzug, mit dem wir weiterfahren mussten, ist an der Haltestelle, an der wir nochmal umsteigen sollten, einfach vorbeigefahren. 

Wir entschieden uns nach langem Überlegen, nach Karlsruhe zu fahren, da wir dort „nur“ bis um 2 statt bis um 5 in der Früh warten müssten, und haben dort nach einer Empfehlung ein Restaurant in der Nähe des Bahnhofs gefunden, wo wir warten konnten. Dort haben wir dann was gegessen und persönliche Gespräche geführt – bis der Laden um Mitternacht dichtmachte. Bei Sturm und Regen fanden wir Gottseidank in der Nähe des Bahnhofs ein Hotel, wo wir eine weitere Stunde im Foyer warten durften. 

Lange Rede, kurzer Sinn – die Rückfahrt hat statt 5 einhalb über ZWÖLF Stunden gedauert ?

 




 

 Fact 6

In der Nähe gab es mehrere Supermärkte, die sehr lange offen hatten – einer davon bis 23.45 ! Das ist in München wirklich traurig – ab 20 Uhr ist Sense, man bekommt nur an den Tankstellen und Bahnhöfen etwas…

Fact 7

Natürlich haben wir auch fleißig die Streetstyles beobachtet – Gott sei dank waren die bei Weitem nicht alle perfekt, was uns (besonders mich in meinem günstigen H&M-lastigen Outfit) etwas getröstet hat ;)

Fact 8

Stellt euch Folgendes vor: zwei Blogger, zwei Iphones, zwei Laptops und nur EINE Steckdose im Hotelzimmer!!! Andy meinte, das grenzt an Menschenrechtsverletzung :D

Fact 9

Während der Fashion Show sass ich auf dem Mantel meiner Nachbarin, sie zuckte immer wieder, aber zog den Mantel nicht endgültig unter meinem Allerwertesten heraus. Da ich aber auch versucht habe, sie zu befreien, saß ich die ganze Zeit nur auf einer Po-Backe. Dafür in der Front Row – das ist fame life à la Esra ?

 Fact 10

Ein beflügeltes Wort ist entstanden – Andy hat statt „Da scheiden sich die Geister“ „Da scheiden sich die Kommentare“ gesagt – so verbloggert sind wir schon in unseren Köpfen, haha!

Paris, wir kommen wieder – aber diesmal lieber nicht mehr mit dem Zug XD





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Allgemein Mode-Inspirationen Unterwegs

blogging business: press days munich

kupfer-buegel

Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal freuen würde, mich abgeschminkt, bebrillt und im übergroßen Sweatshirt ins Bett zu gammeln und von niemandem besucht oder angerufen zu werden :D Aber Tatsache, genau darauf freute ich mich nach den Pressetagen, die an diesem Abend (bis zum nächsten Anlauf in einem halben Jahr) ihr Ende nahmen.

Früher dachte ich – Pressetage – das soll anstrengend sein?? Das ist doch Spaß pur! Man läuft in verschiedene Agenturen, die in ihren Showrooms kommende Kollektionen zeigen, macht Fotos, tauscht Visitenkarten und schlemmt leckere Häppchen.

Trifft alles absolut zu!

Aber: Überraschung! Man wird auch davon müde! Vor allem von dem vielen Rumgelaufe und den vielen Eindrücken. Aber ich sag immer dazu – das ist positiver Stress :)

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Wie läuft sowas ab?

Man bekommt einen Überblick über Agenturen, die in ganz München verstreut sind – und nimmt sich vor, dort hinzugehen, wo die vorgestellten Marken einen am meisten ansprechen. ALLE abzuklappern ist, glaub ich, nicht realistisch, gerade, wenn man noch anderweitig berufstätig ist…

Dann geht man dort rein, wird am Eingang begrüßt, gibt seine Visitenkarte ab (wenn man zum ersten Mal da ist), dann bekommt man was zu trinken angeboten und schon gehts los. Man wird rumgeführt und bekommt interessante Hintergrundinformationen zu der Herstellung, Design etc von den Kollektionen. Im Frühjahr (also jetzt) werden kommende Herbst-Winter-Kollektionen vorgestellt, und andersrum – im Winter dann die Frühling-Sommer-Kollektionen… Das heißt, ich weiß jetzt schon, was im Herbst in die Läden kommt :D

Einen Imbiss gibt es auch überall – denn wenn man den ganzen Tag in Agenturen unterwegs ist, würde man sonst GAR nicht zum Essen kommen!

Hier eine kleine (richtig gehört, KLEIN!) Auswahl meiner Favoriten!!

 

Diese genialen Schuhe von Ted and Muffy sah ich bei Sweet Communications:

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Ebenfalls bei Sweet Communications hat mich – wie immer – Lin Art Project total aus den Socken gehauen. GENAU MEINS!!! Nur nicht meine Preisklasse :/

 lin

Powerkeks hat immer total coole Aktionen während der Pressetage! Diesmal war Benefit mit der Eyebrow-Bar dabei! Zum ersten Mal im Leben habe ich mir richtig gescheit die Augenbrauen pimpen lassen :) Seht ihr einen Unterschied??

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Außerdem konnte man sich Feder-Extensions von Grizzly Extensions ins Haar machen lassen! Coole Sache – die sind jetzt immer noch drin, weil man sie mitwaschen und mitstylen kann – wie ganz normale Haare! Top.

feder-extensions

Eins meiner absoluten Lieblings-Labels aus Berlin bei Powerkeks: Blacky Dress <3 So modern, edgy und besonders!

sequins-blacky-dress

Das coole Patchwork-Sweatshirt ist von Jean Paul:

jean-paul-sweatshirt

Im Boque auf Croque war neben dem Showroom von Hallhuber genialerweise eine riesige offene Küche und auch noch eine Sonnenterrasse  – wow!! Das Team von Boque auf Croque kocht für Veranstaltungen und Events und gibt auch Kochkurse. Tolle Geschenkidee für alle Münchner! (Nächstes Projekt im Moment ist ein Yoga-Kurs, kombiniert mit einem veganen Kochkurs. Total super!) Wir haben ein paar Sachen probiert. Genau das Richtige für mich!! Lecker und fettarm (ich hasse Fett – außer in Schoki :D)

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Hallhuber brauche ich nicht vorzustellen, oder? ;) Hier probiere ich eine ultra-weiche Fake-Fur-Jacke an!

hallhuber-winter

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Innenraum-Ausstatter bei Pragaller (POM Amsterdam – Tücher) war Fraai Berlin. Extrem kreativ und deswegen bewundernswert!

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Bei Le Bureau hat mich sehr Vieles angesprochen. Eine besondere Schwäche habe ich für Sonnenbrillen, wie man weiß… Akuter Anprobier-Zwang herrschte bei Valley Eyewear (LOVE!!!)

sonnenbrille-valley-eyewear

Bleiben wir also noch etwas bei Le bureau ! Wunderschöne Kollektion hat Anine Bing kreiert – hier „ein Esra-Schuh“ (Zitat Jani :D)

schuhe-anine-bing

Überhaupt habe ich anscheinend einen leicht vorhersehbaren Geschmack – ich liebte den geometrischen Schmuck von Chain Gang

schmuck-geometrical-jewellry-trend

und die suuuper aufwendigen Feder-Ketten von Clemmie Watson,

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Bei Detailed Communication fand ich meinen geliebten Snake-Print auf einer Tasche und einen Haufen cooler Schuhe – alles von Tamaris!

tamaris

 Bei dem Pre-Opening von dem neuen Snipes Store in der Münchner Innenstadt hat mich die Stick-Maschine sehr begeistert – mit der konnte man eine Cap nach seinen Wünschen besticken lassen!!

snipes

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Uuund als wäre das alles noch nicht genug – war ich auf einem Event von Bauknecht, Thema: #FashionMeetsFood ! Hashtag ist Programm. Die gezeigte Mode von der Designerin Sonja Kiefer war ehrlich gesagt nicht meins. Das Essen von Caterer KP Kofler war sehr lecker, aber mir leider zu fettig  – die vorgestellten Haushalts-Geräte von Bauknecht bedürfen aber keiner Beurteilung von meiner Seite. Die sind nämlich unbestritten top! Auch die Location (Eastside Up) im 10. Stock war Hammer! Ich habe sogar meine Siedlung von oben sehen können :D

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Und? Sind solche Posts spannend oder langweilig für euch??

 

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