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thoughts: darf eine Feministin sexy sein?

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Eine Frau, die sexy Dessous unter ihrer Kleidung trägt, hat automatisch eine ganz andere Ausstrahlung.

Na, wer kennt den Spruch? Warum ist das denn so, frage ich mich, und vor allem - was hat es mit diesem Sich-Sexy-Fühlen an sich?

Aus evolutionstechnischen Gründen ist eine Frau, die am heißesten ist, auch am meisten Wert -

denn sie gewinnt das beste Männchen und kann sich leichter und optimaler fortpflanzen. So weit, so gut - und ich finde diese Mechanismen auch wichtig zu verstehen. Allerdings muss ich anmerken, dass wir Menschen zwar noch immer in einem viel größeren Maße Tiere sind, als es uns lieb wäre - dennoch besitzen wir einen Verstand und ein Bewusstsein, das uns von der Tierwelt unterscheidet - zumindest theoretisch!

Deswegen sollten auch unsere Prioritäten und Wertesysteme nicht komplett von unseren Instinkten gelenkt werden, sondern überdacht und auf das menschliche Level gehoben und erweitert werden. Um zu verstehen, warum das meist leider nicht passiert (Ausnahmen bestätigen die Regel), muss ich zuerst etwas klarstellen:

Toleranz und Freiheit führt bei unreflektierten Menschen zur Reaktanz und Regress

In unsteten Zeiten, wo eine Bombe nach der anderen platzt, wo Kriege und Diktatoren wie Pilze aus dem Boden schießen, sehnen sich die Menschen nach Sicherheit.  Aber nicht nur körperliche Sicherheit ist für den Menschen sehr wichtig, sondern auch die Sicherheit, beurteilen zu können, was richtig und was falsch sei. Früher bestimmte Werte und Traditionen das menschliche Leben ohne wenn und aber genau bestimmt. Heute, als Toleranz und Freiheit mehr im Trend liegen, als je zuvor - wissen viele Menschen plötzlich nicht mehr, wo sie sich zuordnen können. Denn Toleranz hinterfragt bestehende Werte und Traditionen, um offener für Andersdenkende und Minderheiten zu sein - das heißt, ein toleranter Mensch sieht alles nicht mehr so eindeutig, wie früher. Und Freiheit bedeutet so viele Möglichkeiten, dass man manchmal ratlos wird und nach Orientierung sucht.

Für mich ist das der Hauptgrund, warum zur Zeit plötzlich das rechte Denken geradezu gefördert wird und leider wieder Thema ist. Das rechte Denken hat schon immer zuallererst die Menschen für sich zu gewinnen gesucht, die Halt und klare Strukturen brauchen. Wer klare, starre Dogmen sein eigen nennt, weiß immer ganz sicher, was "gut" und was "schlecht" sei, ebenso wer "schuld" und wer "wertlos" sei. Dass die Ausländer schuld an schlechten Verhältnissen in Deutschland seien. Oder dass Lesben und Schwule "nicht normal" seien. Oder aber, dass eine Frau an den Herd gehöre und sexy und "weiblich" sein solle.

Sicherer Hafen des klassischen Frauseins

Somit schließt sich der Kreis und wir sind wieder beim Thema "sexy".

Social Media sind voll von Pfirsich-Hintern, vollen (nicht immer von Natur aus) Lippen und Ausschnitten bis zum Bauchnabel Schritt. Nicht falsch verstehen - ich habe null Komma nichts gegen Sexysein oder sich sexy zeigen. Aber ich sehe das Ganze differenziert - und zwar im Lichte der weiter oben beschriebenen Reaktanz. Viele Frauen halten die Spannungen, die feministische Diskussionen (in ihnen) auslösen, nicht aus und ziehen sich zurück in den sicheren Hafen des klassischen Frauseins - und dazu gehören eben die auf Instagram beliebten langen Haare und Walleröcke, Brüste und Hintern - eben Attribute des Weiblichen.

Es ist eben ein Unterschied, ob eine Feministin sich sexy zeigt (weil bewusst und selbstbestimmt) oder ob eine ziemlich vernunfts-befreite, aber dafür umso konservativere Dame auf Instagram stolz (!) verkündet, dass sie einen Post mit dem Titel verfasste "Warum ich keine Feministin sein will". Klar, Mädels, ihr könnt an eurem eigenen Ast sägen, aber wundert euch nicht, wenn ihr dann auf eurem Pfirsich-Allerwertesten landet. Die eine oder andere wird den Fall aber wohl nicht mal bemerken...

Das Motto vom Dessous-Label Iris&Lilly* ist:

Eine Frau braucht nicht zwingend Reizwäsche, um sich sexy zu fühlen. Mehr noch: eine Frau HAT sich nicht ständig sexy zu fühlen. Wir Frauen haben heutzutage weitaus vielfältigere Aufgaben, als früher - und unsere Wäsche muss mithalten können, bequem und funktional sein und das Outfit unterstützen.

Wie das Ganze praktisch umgesetzt werden kann, zeige ich euch an drei Beispielen:

 

* in freundlicher Kooperation mit Iris & Lilly

Look 1

Hier interpretiere ich den neuen Rüschen-Trend gleich doppelt: die Rüschen sind an der Hose und dem Oberteil zu finden.

Da das Shirt gestreift und nicht zu eng ist, ist die Farbe des Bras nicht so wichtig - also trage ich darunter einen wunderschönen Spitzenbra - sehr bequem!

Look 2

Der Look ist mega bequem, einfach nur zum Wohlfühlen!! Der Fashion-Faktor kommt durch die roten Lackleder-Boots und den weißen Blazer.

Oft ärgert man sich mit BHs rum, die sich unter Tshirts abzeichnen oder aber sichtbar sind. Irgendwann mal las ich den Tipp: unter weißen Shirts KEINEN weißen BH tragen, sondern einen hautfarbenen - dann ist er komplett unsichtbar!! Meiner ist auch noch seamless - deswegen zeichnen sich seine Rändern nicht unter dem dünnen Tshirt-Stoff ab!

Look 3

Die Mickey-Mouse-Jeans war ein Sale-Glücksgriff von mir, und auf sie werde ich ständig auf der Straße angesprochen! Das Verspielte an der Jeans unterstreiche ich noch durch die Rüschen an dem Pullover, den ich mir gerade aus Berlin mitgebracht habe.

Unter einem weiten, schwarzen Pullover ist es eigentlich egal, welchen BH man trägt - ich entschied mich für die schöne, aber auch super bequeme Variante aus blauer Spitze mit Bügeln. 

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Eulen-Dasein & Gewinnspiel mit Bedding House

Fünf Stunden Schlaf reichen aus? Das sagen Leute, die vor lauter Schlafmangel nicht klar denken können ;) 

Diesen Spruch hatte ich mal irgendwo gelesen und musste herzhaft lachen. Ja, wenn ich fünf Stunden am Tag schlafen würde, würde ich ziemlich schnell eingehen, wie eine Pflanze ohne Wasser. Ich würde austrocknen, verwelken und einfach nur noch schlecht drauf sein. Nein. Das ist definitiv nicht meins.

Am meisten mag ich ja Leute, die versuchen, mich zu überzeugen, dass wenig Schlaf für mich perfekt ist. Und dass ja zuviel Schlaf genauso schädlich sein kann, wie zuwenig.  Der Punkt ist: jeder von uns hat von Haus aus ein gutes Körpergefühl und weiß intuitiv, was für ihn das Beste ist (übrigens auch, was Ernährung anbelangt!) - das Problem ist nur, dass viele es verlernen, diese innere Stimme wahrzunehmen oder aber sie einfach missachten. 

Wer kennt das nicht: "Ich surfe/lese/schau fern nur noch 15 Minuten, dann schlafe ich" - und bleibt dann noch eine Stunde wach? Obwohl man genau spürt, dass man jetzt lieber schlafen sollte? Oder aber zu lange schläft, obwohl man spürt, dass es einen nur noch müder machen wird?

Ich für meinen Teil habe schon immer gewusst, dass ich eine Eule bin - spät ins Bett, aber dafür lange schlafen ist mein Ding. Als ich anfing, zu studieren, habe ich meine Kurse so ausgesucht, dass sie nicht vor 10 angefangen haben. Ich hatte nur eine einzige Vorlesung, die Dienstags um 8 war (ich weiß es noch so genau, weil das ein höchst traumatisches Erlebnis war ;)) - und die besuchte ich genau ZWEI Mal. In allen anderen Vorlesungen habe ich kaum gefehlt.

Auch bei meinen Aushilfsjobs während meiner Studienzeit bevorzugte ich die Spätschichten - ein einziges Mal musste ich um 6 Uhr anfangen - und zwar in der Bäckerei, in der ich damals als Verkäuferin arbeitete - und das auch noch an einem Faschingsdienstag, in ein Faschingskostüm verkleidet. Es war die Hölle!!

Allerdings hat es längere Zeit gebraucht, bis ich es gelernt habe, zu meinem Eulen-Dasein zu stehen. 

Am meisten hasste ich es, wenn ich beispielsweise um 11 Uhr einen Anruf bekam und dadurch geweckt wurde - vor dem Rangehen räusperte ich mich schnell, um meine Stimme nicht verschlafen wirken zu lassen und als mich der Anrufer (trotzdem) entschuldigend fragte: "Habe ich Sie geweckt?" - ich meinte "Nein nein, ähm, nein".

Da fühlte ich mich wie ein Versager, wie jemand, der faul vor sich hin schnarcht, während andere Leute schon lange putzmunter durch die Gegend rollen und wichtige Sachen erledigen. Dass ich bis um 3 Uhr noch gearbeitet habe - erschien mir in solchen Momenten zweitrangig. Aber ich sage euch eins: selbst wenn ich nicht so spät gearbeitet, sondern gefeiert hätte (was ich auch oft genug tat!) - geht es keinen was an, wie lange ich schlafe und wann ich ins Bett gehe und aus welchem Grund.

Solange ich mein Leben meistere und meine Mitmenschen gut behandle - kann ich schlafen, so lange ich will und werde mich nie mehr dafür rechtfertigen oder entschuldigen!

Und das beste:

Die schöne hochwertige Bettwäsche von Bedding House (Farbe: leichtes rose-nude, Maße: 135x200, Baumwolle) darf ich heute dreimal an euch verlosen!

Folgt mir auf Bloglovin und hinterlasst einen Kommentar hier unter diesem Post bis zum nächsten Sonntag (7. Mai) - viel Glück!

 

 Nude Bettwäsche: Bedding House*

Silberschmuck: Grethe Winter*

Body: Marie Jo*

Kimono: PrimaDonna*

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*gifts or samples

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