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Sonntagsforum | im moment leben & kariertes kleid

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Mode ist eine große schöne Spielwiese für mich.

Sie ist Zeitmaschine, Theaterstück, tröstende Freundin. Sie begleitet mich, macht alle meine Höhen und Tiefen mit, lebt mit mir mein Leben.

Sie ist treu. Und trotzdem ist sie unbeständig. Dass Trends kommen und gehen und Mode schnelllebig ist und im Augenblick passiert, ist ein Aspekt, den man normalerweise als negativ oder schlichweg oberflächlich betrachtet. Bloß: Mode ist nur so oberflächlich wie derjenige, der sie ausübt. Ich persönlich finde:  diese Eigenschaft, im Augenblick zu leben, können wir uns für unsere Leben nur abschauen. Das hat etwas Unbeschwertes, Zuversichtliches. Sorgenfreies.  Und das hat nichts mit Unverantwortlichkeit zu tun! Es ist die einfache Lebensfreude. So wie die Kinder an das Leben rangehen.

Ich wünsche es mir nämlich oft,

dass ich mir auch in der Zukunft nicht so viele Gedanken oder Sorgen mache, sondern im Moment lebe. Mehr Vetrauen habe. In den Erlebnissen, die das Leben uns schenkt, bade, wie in einem Sommerregen. Auch wenn ein Sommerregen nicht immer warm ist. Und nicht immer erwünscht. Er platzt über uns herein, ob wir danach gefragt haben oder nicht. Aber das Beste daraus zu machen – liegt öfter in unserer Macht, als wir glauben.

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Heute spiele ich mal eine andere Rolle. Nicht die moderne, jugendliche Esra, sondern eine aus früheren Zeiten. Nein, das soll nicht nostalgisch klingen. Ich empfinde keine Nostalgie den früheren Zeiten gegenüber, die wohl gar nicht besser waren, als heutige Zeiten – nur eben schon vergangen. Die Zeit hat ihren Lauf, und das nicht ohne Grund. Das ist so und das ist gut so.

Entstanden ist ein eigenwilliger Mix aus 60gern, 70gern und 80gern, oder seh ich da was falsch?

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dress: asos

sunnies: H&M

location: München Glockenbach

photographer: Vanja

image editing: by me

***

Denkt ihr viel an die Zukunft? Plant ihr alles? Oder lebt ihr eher im Moment?

 

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Allgemein Lifestyle thoughts

sonntagsbeitrag?.. nein. einfach meine gedanken

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Gestern sagte meine Freundin etwas zu mir, was in mir diverse Gedankenprozesse ausgelöst hat.

Sie meinte: „Du färbst dir die Haare blond, freust dich, in eine kleine Größe reinzupassen, auf deinen Blogfotos schaust du total anders aus, als sonst – versuchst du, vor dir selber wegzulaufen?“

Dazu muss man wissen – davor hatte ich ihr Fotos gezeigt (die nächste Woche veröffentlicht werden), auf denen ich eine verspiegelte Sonnenbrille und roten Lippenstift trage. Und einen Hut.

Bin ich auf diesen Bilder nicht ich? Bin ich etwa nur dann echt, wenn ich abgeschminkt und in Leggings und Sweatshirt zuhause rumlümmele und mit Dir Carcassonne spiele, liebe Freundin?

Dann wurden mir zwei Sachen klar.

Erstens:

klar sehe ich mit Hut, roten Lippen und verspiegelter Sonnenbrille anders aus! Aber glaubst du denn, liebe Freundin, dass die Leute, die in der Front Row einer Modenschau sitzen, so aufgewacht sind? ;) Klar haben auch sie sich herausgeputzt! Das nennt sich doch „der ganz normale Modewahnsinn“. Manche Modeleute sehen sich als Kunstobjekte. Und Kunst drückt die Realität nur aus, muss sie aber nicht eins zu eins nachbilden! Nehmen wir als Beispiel eine Opernarie, wo eine Diva 10 Minuten lang stirbt und dabei noch singt. Ist das realistisch? Nein. Aber wunderschön? Ja!

Zweitens:

natürlich stimmt es zum Teil, dass ich mich in den letzten Jahren optisch sehr verändert habe. Aber eben auch innerlich. Klar geht das einher, und das gefällt mir. Aber ich veränderte mich nicht weg von mir, sondern zu mir hin. Weil ich mich, jetzt mit 32 Jahren, im Vergleich zu früher bis jetzt am wohlsten fühle. Am meisten im Reinen mit mir selbst. Auch wenn ich immer noch mit manchen Sachen hadere. Mit meiner „weiblichen“ Figur. Mit meiner Haut. Meinen Charakter und meine inneren Werte kann ich seltsamerweise viel mehr akzeptieren, als mein Äußeres. Also kann es sein, dass ich mich (zum Beispiel durch mein Haarefärben) selber therapiere. Ich wähle ein Äußeres, dass, meiner Meinung nach, meinem Inneren am wenigsten widerspricht.

Fazit:

Mir wird jeden Tag aufs Neue klar, dass man sich lieben sollte. Dass es ein Geschenk ist, dass wir am Leben sind und gesund sind. Und dass man jeden Tag aufs Neue die Chance dazu hat, den Spagat zwischen sich Weiterentwickeln und sich Akzeptieren zu schaffen.

In diesem Sinne – einen schönen Sonntag! :)

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Noch eines: HIER könnt ihr für die zauberhafte Joana voten! kliiiiiick :D

 

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