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thoughts: Herz aus Stein

Als ich klein war, war ich schon ein kleiner Nerd, glaube ich. Denn eines meiner Hobbies war es, Protest-Anzeigen zu schreiben und im Hausgang auszuhängen. Dazu muss man sagen, dass ich meine Kindheit in Moskau verbracht habe und in einem Hochhaus wohnte, also bekamen die Anzeige eine Menge Menschen zu Gesicht.

Meine "revolutionäre" Gesinnung kam daher, dass meine Familie seit jeher sehr kritisch zu politischen Verhältnissen in Russland stand, und auch während der Sowjetunion unangepasst lebte und sich nicht gehirnwaschen ließ, auch wenn es zum Teil lebensgefährlich war. Diesen Spirit habe ich als Kind noch mitbekommen, trotz der Tatsache, dass die Sowjetunion aufgelöst wurde, als ich 9 Jahre alt war.

Außerdem ist meine Familie jüdischer Abstammung, und ich kann mich leider viel zu gut an rassistische Anfeindungen erinnern. Wir mussten uns oft Sprüche wie "Raus aus Russland, geht zurück nach Israel" anhören (was heißt hier "zurück"??! Ich war noch nie in Israel - leider...) oder sogar Verweigerungen der Dienstleistungen erdulden. Als ich noch ganz klein war und mir meine Mutter an einem heißen Sommertag Eis kaufen wollte, meinte der Eisverkäufer "DIR verkaufe ich rein gar nichts! Geh zurück nach Israel". Auch in der Schule meinte mal eine zu mir "Mit dir kann man nicht mit Worten reden, dich muss man mit dem Stock prügeln" :(

Leider sind Menschenrechtsverletzungen auch heutzutage noch ein sehr aktuelles Thema. Es gibt viel zu viele Missstände in der Welt, die im 21. Jahrhundert längst Geschichte sein sollten, es aber leider nicht sind und tagtäglich auf uns einprassen. Wir haben ja noch den "Luxus", dass wir zusehen müssen, wie wir psychisch mit dieser Menge an negativen Informationen fertig werden, aber die Menschen, die direkte Opfer der Missstände sind - unvorstellbar, was sie erleiden müssen.

Was sind das für Menschen, die die Menschenrechte tagtäglich mit Füßen treten??

Um wievieles härter, als Stein, müssen ihre Herzen sein! 

Um wievieles lebloser, als all die Friedhöfe dieser Welt, muss ihr Gewissen sein!

Um wievieles größer, als der größte Ozean, müssen ihre eigenen Probleme mit sich selbst sein, dass sie ihre Macht missbrauchen, um diese Probleme an den Schwächeren auszulassen!

Um wievieles leerer, als der luftleere Weltraum, muss ihr Verstand sein, den sie mit Parolen, Leitsätzen und Rechtfertigungen zu füllen versuchen!

Was können wir dagegen tun?

- im Kleinen anfangen. Zivilcourage zeigen. Auch mal seine eigene Bequemlichkeit riskieren. Alles erst hinterfragen. Wählen gehen und den Rechten keine Chance geben!

 

Dieses Zeichen - zwei Finger - symbolisiert den Zusammenhalt und die Loyalität. Dass ein Mensch für den anderen eintreten kann und soll, statt dass jeder für sich alleine kämpft.

Dass Menschenrechte mit meinem und deinem Leben ganz unmittelbar zu tun haben, wird klar, wenn man sich an Erfahrungen erinnert, die wohl jeder von uns in irgend einer Weise sammeln musste: in der Schule, im Job, sogar in der Beziehung. Wenn man in der Schule gemobbt wurde. Oder wenn man im Job vom Chef unfair behandelt wurde. Oder in einer Beziehung respektlos. Das alles sind Menschenrechtsverletzungen "im Kleinen", die im Großen dann auch mal ganzen Völkern oder Minderheiten das Leben vergiften oder schlimmstenfalls sogar nehmen.

Gilardy* hat eine Schmuck-Linie "Human Rights" kreiert, die einen Satz aus der Menschenrechts-Charta zitiert:

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Dieser Auszug ist auf englisch auf den Ringen und Anhängern eingraviert und erinnert uns daran, sich jeden Tag um Toleranz und Respekt zu bemühen. GILARDY Schmuck wird ausschließlich per Handarbeit in Deutschland (München/Idar-Oberstein) und Europa gefertigt. Von jedem verkauften Ring oder Anhänger der Human Rights Collection gehen automatisch 5,- Euro als Spende an HUMAN RIGHTS WATCH: eine führende international tätige, nichtstaatliche Organisation, die durch unabhängige Untersuchungen und Öffentlichkeitsarbeit weltweit für die Wahrung der Menschenrechte eintritt.

*in freundlicher Kooperation mit Gilardy

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blogging: 5 Tipps, wie man besser mit Druck umgeht

Wenn ich daran denke, wie ich zu Bloggen anfing –

– weiß ich manchmal nicht, ob ich die Entwicklung gut oder nicht gut finden soll. Das Gute an der Sache ist – ich habe unglaublich viel gelernt. Über Fotografie, über SEO, über Kontakte aufbauen, über Ästhetik, über Trends, über Konsumverhalten und überhaupt über die menschliche Psyche. Was ich aber manchmal mit Erstaunen feststelle und was mich zuweilen ziemlich stresst (und da bin ich nicht alleine!), sind die Ansprüche an sich selbst und der Druck, der mit dem Bloggen verbunden ist.

Wenn ihr bloß wüsstet, wieviele Shootings „umsonst“ waren, weil ich die Bilder nicht gut genug fand und sie deswegen nie veröffentlichte! Wie oft ich mein Instagram-Konzept geändert habe (oder wie ich erst überhaupt dazu kam, dass ich ein Konzept brauche)! Gerade auch während der Fashion Week in Berlin fange ich immer wieder verstärkt an, mich mit anderen zu vergleichen.

Lustigerweise stelle ich gleichzeitig immer wieder fest, dass die Eigenwahrnehmung mit der Außenwahrnehmung nur selten was gemein hat. Ich kann es kaum fassen, wenn sogar die Blogger, die ich für ihre Arbeit bewundere, ähnliche Selbstzweifel haben und manchmal meine Arbeit besser finden, als die eigene.

WHAAAAAT?? ^^

Diese ganzen Erwartungen an sich selbst, nicht enden wollende To-Do-Listen sowie das ständige Sich-mit-anderen-Messen kann gefährlich werden und schlimmstenfalls zum Burn-out führen. Damit das nicht passiert, habe ich für euch 5 Tipps zusammengestellt, wie man besser mit Druck umgehen kann.

Viel Erfolg!

1. KRAFTVERTEILUNG

man muss sich fragen: bin ich bereit, meine Kraft und Zeit in etwas zu investieren, was ich gerne hätte? Wieviel ist es mir wert? Denn die meisten Blogger, die z. B. Unmengen von Zeug gesponsort bekommen (was jetzt nicht unbedingt mein persönliches Ziel ist), tun auch eine Unmenge dafür. Würde ich systematisch Agenturen anschreiben, wäre auch bei mir die Resonanz größer. Seit mir das klar ist, seh ich das Ganze lockerer!

2. NICHT VERGLEICHEN

was bekannt ist, aber trotzdem nicht zu oft gesagt werden kann – sich mit anderen vergleichen kann fördernd wirken, ist aber in den meisten Fällen Gift für das eigene Selbstwertgefühl und somit für die Motivation. Viel besser ist es, sich zu fragen – tu ich schon das Beste, was in MEINEM eigenen Rahmen möglich ist?

3. HIER UND JETZT

langfristige Ziele haben – schön und gut, aber was oft auf der Strecke bleibt, ist das Hier und Jetzt.

Jemand, der auch mal auf sich stolz ist und die Zufriedenheit mit dem schon Geschaffenen zulässt, kann die zerstörerische Kraft von Druck auch eher in positive Motivation umwandeln.

4. NEIN SAGEN

ist auch wichtig (einen ganzen Artikel zu dem Thema habe ich schon hier geschrieben). Wenn ich Sachen absage, die mir nicht 100prozentig entsprechen, bleibt mehr Kapazität und Energie für wirklich Wichtiges.

 

5. PAUSE MACHEN

das ist wohl der schwerste Part, wenn man etwas professioneller bloggt. Man muss sich richtig ZWINGEN, auszusetzen. Danach läuft es aber besser, versprochen!!

Wie findet ihr die Tipps? Wie gelingt es euch, mit Druck umzugehen?