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thoughts | von Glaubenssätzen und Sprichwörtern | Teil 1: der Klügere gibt nach

 

 

Um das in angesagter Meme-Sprache zu formulieren: “Wie sehr können unsere Glaubenssätze in Stein gemeißelt sein?

Die Menschheit: “JA”.

 

Wir verlassen uns auf unser Weltbild, auf unsere Moralvorstellungen, auf unsere Traditionen, auf unser Gesellschaftssystem, auf unser Wertesystem und auf unsere Sprichwörter, die wir gerne auch “Volksweisheiten” nennen. Wir halten all diese Dinge keineswegs für Konstrukte, sondern für gottgegeben und von unseren Vorfahren oder Autoritätspersonen erprobt und für gut befunden. Oft halten wir sie aber auch für unsere eigene Meinung.  Wo kommen sie aber wirklich her? Inwiefern sind sie unser ganz eigenes geistiges Eigentum und inwieweit sind sie unbewusst und deswegen vorbehaltslos von übernommen und uns an-ge-eignet (sich zueigen gemacht) worden?

 Meiner Meinung gibt es eine evolutionsbedingte, eine systemische und eine psychologisch-geistige Erklärung.

 

 

Evolutionsbedingt ist es ja so, dass der Lernprozess nur stattfinden kann, wenn wir unsere Sinneswahrnehmungen und Erfahrungen kategorisieren. “Großes Tier: gefährlich. Beeren von diesem Strauch: lecker. Ins Feuer fassen: tut weh” und so weiter. Dieses im wahrsten Sinne vorsintflutliche Schubladendenken erspart uns wertvolle Reaktionszeit und kann lebensrettend sein: wenn uns ein Wolf verfolgt und wir erst hinterfragen “Vielleicht ist ja gerade dieses Wolfsexemplar nicht gefährlich und läuft uns nur aus Spaß hinterher”, werden wir höchstwahrscheinlich gefressen. (Obwohl man ergänzend erwähnen muss, dass bei genauerem Hinsehen auch in der Natur nicht die Norm, sondern gerade die Abweichungen davon, sogenannte Mutationen, zu wertvollen Weiterentwicklungen führen).

 

Was unser System angeht, sieht es natürlich schon komplexer aus, denn das Schubladendenken hat keine direkte lebensrettende Funktion mehr, sondern für die einen eher eine psychologische, identitätsstiftende, und für die anderen eine manipulative. Und zwar diejenigen uns lenkenden Individuen mit stark ausgeprägten parasitären Neigungen, die die einfachen Evolutionsmechanismen auf alle Formen des Zusammenlebens und des Umgangs der Menschen miteinander übertragen und sie somit von der instinktiven auf eine psychologische Ebene der Wahrnehmung heben – dabei spielen ihnen die Gruppendynamiken in die Karten, sodass man bestimmte Glaubenssätze nur noch in Umlauf bringen muss – durch die frühzeitige Formung der Kinder und die spätere Prägung der Erwachsenen durch Medien übernehmen die Menschen die Schubladendenkweisen ganz automatisch.

Es geschieht folgendermaßen: schon in der Schule werden wir dazu angehalten, Informationen, die uns von Autoritätspersonen vermittelt werden, als gegeben aufzunehmen und diese beispielsweise während der Schulaufgaben wiederzugeben. Mit Glück haben wir dann im Studium kurzzeitig etwas mehr Raum für Eigeninterpretationen. Mein Professor in Pädagogik war allerdings ein Antibeispiel, denn er wollte stets ausschließlich von ihm vermittelte Inhalte und Lehrmethoden präsentiert bekommen – Alternativlösungen wurden mit schlechten Noten “belohnt”, unabhängig davon, ob sie sinnvoll waren.

Auch nach dem Studium, im Arbeitsleben, wird von uns weiterhin verlangt, uns anzupassen und zu fügen, wenn wir die Arbeitsstelle erst überhaupt bekommen, und später dann nicht verlieren wollen. Unser Weltbild beziehen wir von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, und die Informationen über unsere aktuelle Lage vor allem aus den Medien, die mit Schlagzeilen Aufmerksamkeit erregen und somit ihre Auflagen verkaufen wollen. Auch Filme prägen unser Weltbild sehr, sowie all die anderen Dinge, denen wir uns anschließen, weil wir gar nicht erst auf den Gedanken kommen, dass diese Dinge nicht anders gesehen werden können und dürfen.

Die psychologisch-geistige Komponente ist natürlich auch nicht zu unterschätzen. Es scheint so, dass der Mensch einen Glauben braucht. Nachdem wir in einer der säkularisiertesten Gesellschaften überhaupt leben und die staatlich anerkannten Kirchen ihre Glaubwürdigkeit weitgehend verloren haben, fehlen den Menschen viele Orientierungshilfen und auch ihr angeborenes Bedürfnis, an etwas zu glauben, wird nicht mehr gestillt. Deswegen greifen so viele Menschen unbewusst auf Glaubenssätze, Maximen und Dogmen zurück, die ihnen das Gefühl der Sicherheit vermitteln und ihnen eine Richtlinie und eine Identität verleihen.

 

 

 

 

Dabei wissen wir doch eigentlich aus dem Lauf der Geschichte,

dass viele Glaubenssätze, die teilweise jahrhundertelang als unumstößlich galten, irgendwann durch neue Erkenntnisse abgelöst wurden, die am Anfang dieses Ablösens auch noch bekämpft und deren Verfasser angefeindet und umgebracht wurden (Jesus und auch Galileo sind nur zwei der vielen Beispiele). Der Mensch tut sich unfassbar schwer, für ihn selbstverständliche Denkmuster zu verlassen, denn dieser Vorgang löst in ihm oft Unsicherheit und Angst, statt Neugier und das durchaus positive Gefühl, sich weiterzuentwickeln, aus.

Das Festhalten an Glaubenssätzen wird zum Selbstzweck. Die Menschen identifizieren sich zu 100% mit ihren Glaubenssätzen und bewerten diese auch moralisch höher, als anders beschaffende Glaubenssätze, aber das ist noch nicht alles. Durch die moralische Bewertung steigt die Legitimation, andere Meinungen zu diskreditieren und Menschen, die diese Meinungen vertreten, anzugreifen und abzuwerten, ihnen gar ihre Menschlichkeit abzusprechen. Das führt wiederum zu erhöhter Konfliktbereitschaft, was besonders dann absolut widersinnig ist, wenn es dabei z. B. um den Frieden oder das Wohlergehen der Menschheit geht. Dieser Widersinn ist dem moralisch Überlegenen aber keineswegs bewusst, denn “der gute Zweck” heiligt bei ihm nicht nur die Mittel, sondern macht diese Mittel indiskutabel.

 

 

Warum ich das alles überhaupt erwähne?

Im Laufe der letzten Zeit sind mir eben auch ein paar der allgemein anerkannten und populären Sprichwörter/Redewendungen aufgefallen, die dieses “In-Stein-Gemeißelt-Sein” sehr gut repräsentieren, mir aber durchaus des “In-Frage-Stellens-Würdig” erscheinen. Heute möchte ich über “Der Klügere gibt nach” reden.

Los gehts! Dinge in Frage zu stellen ist super wichtig!

DER  KLÜGERE  GIBT  NACH

Meine erste Assoziation mit diesem Spruch ist tatsächlich aus dem christlichen Bereich. Eigentlich soll doch dieses Sprichwort ursprünglich das Gegenteil zum alttestamentlichen Vergeltungsprinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn” darstellen, denn ohne Menschen, die deeskalierend wirken, hätte die Welt überhaupt keine Augen und keine Zähne mehr. Das sieht man auch in der heutigen Zeit wieder sehr deutlich, wieviele Menschen und Institutionen auf diesen uralten Mechanismus reinfallen und meinen, das wäre die Lösung.  Slogans wie “Diskriminierung diskriminieren” und Vorgänge wie Waffen in Kriegsgebiete liefern,  um den Frieden zu erreichen, belegen das.  Leider ist es eine Illusion, dass man Leid vermeiden kann, indem man “für den guten Zweck” die Schuldigen (oder die man für schuldig hält) leiden lässt.  Leid und Leid = doppelt so viel Leid. Krieg und noch mehr Waffen = noch mehr Krieg. Diskriminierung gegenüber den Diskriminierenden = noch mehr Diskriminierung. Diese Rechnung ist eigentlich ganz einfach: wenn ich jemandem den Zahn ausschlage, wächst meiner leider nicht wieder nach, sondern die Anzahl der Zähne verringert sich weiter… Die vermeintliche Befriedigung ist nur eine Illusion, denn sie muss bei neuem Leid immer weiter durch neue Rache gefüttert werden, sodass auf diese Weise das Leid vermehrt statt dezimiert wird.

Im neuen Testament sagt Paulus

“(…) 17 Vergeltet niemals Unrecht mit neuem Unrecht. Seid darauf bedacht, allen Menschen Gutes zu tun. 18 Soweit es irgend möglich ist und von euch abhängt, lebt mit allen Menschen in Frieden. 19 Liebe Freunde, denkt daran, dass es nicht eure Sache ist, euch selbst Recht zu verschaffen. Überlasst dieses Urteil vielmehr Gott 4, denn er hat gesagt: «Es ist allein meine Sache, Rache zu nehmen. Ich werde alles vergelten.» 5 20 Handelt so (…): «Wenn dein Feind hungrig ist, dann gib ihm zu essen; ist er durstig, gib ihm zu trinken. So wirst du ‘feurige Kohlen auf seinem Haupt sammeln’, du wirst ihn überwinden.»6 21 Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute. (…)”

Diese Lösung finde ich genial, denn so muss der Mensch nicht auf sein Gerechtigkeitsgefühl verzichten und gute Miene zum bösen Spiel machen, und dennoch muss er aber er wird dazu angehalten, es nicht selbst auszuüben, sondern die ganze Sache weiterzuleiten und abzugeben.

“Wie du mir, so ich dir” führt also keineswegs zum Weltfrieden, den wir angeblich alle so sehr wollen.

Dennoch habe ich etwas gegen das Sprichwort “Der Klügere gibt nach”, denn nachgeben ist für mich bei Weitem nicht immer die klügere Wahl. Durch das Nachgeben und Mitmachen finden immer wieder die größten Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen statt. Ja, wer klug ist, der lässt sich nicht provozieren, aber eine gewaltfreie Konfliktbereitschaft ist durchaus sehr wichtig.

“Der Klügere gibt nach” wird meines Erachtens von den Mächtigen dieser Welt geschickt instrumentalisiert, denn wer mit diesem Spruch aufwächst und ihn nie hinterfragt, macht nicht nur freiwillig, sondern auch noch mit einem Gefühl moralischer Überlegenheit den Weg für alle möglichen Missstände frei.

Wenn die Klugen immer nachgeben, können die Dummen – oder die Skrupellosen – ungestört regieren.

Manchmal allerdings muss man auch nachgeben – zum Beispiel, wenn der Frühling kommt und man  gerne eine neue Jacke hätte :D Ich bin bei steigenden Temperaturen auch jedes Jahr aufs Neue modisch motiviert! Hier* fand ich ein paar hübsche Jackenexemplare <3

Und ich wünsche uns allen, dass im Frühling nicht nur unsere Liebe zur Mode wiedererwacht, sondern auch unsere Liebesgefühle zu unseren Mitmenschen, sodass wir uns gegenseitig trotz all der Unterschiede nicht mehr verurteilen, sondern das Menschliche hochhalten.

 

______

*Werbelink

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mein bester Freund – die Waage

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DIE WAAGE UND ICH - WIR SIND BESTE FREUNDE.

Das war nicht immer so. Monatelang verstaubte sie unter dem Schrank, phasenweise wurde sie dann rausgeholt, nur um einen frustrierten Gesichtsausdruck zu kassieren. Das Leben einer Waage ist kein Zuckerschlecken! Sie braucht starke Nerven, denn sie muss so Einiges erdulden! Wer hört schon gerne misstrauische Ausrufe wie "Neeeeeein, das kann nicht sein, die Batterie ist bestimmt leer"?  Bestimmt dachte sie dabei "Schon klar, ICH soll wieder schuld sein!".

Sie wurde im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten und mit negativen Vibes konfrontiert - dafür, dass sie die Wahrheit gesagt hat. Wie unfair!

Ich weiß, ich weiß, man soll sich nicht jeden Tag wiegen, Körpergefühl und Gesundheit sind wichtiger, als die Ziffern auf der elektronischen Anzeige, aber seien wir doch mal ehrlich - wer kein gewisses Gefühl der Genugtuung beim Anblick der heißersehnten  {hier bitte die gewünschte Zahl einfügen}  verspürt, und wem beispielsweise bei einer "58" statt "60" keine Flügel wachsen, der hat ein viel zu gesundes Selbstbewusstsein!

SHAKESPEARE IST NICHTS GEGEN DIESES DRAMA

Ach, das Leben wäre doch einfach viel zu langweilig, wenn man jeden Morgen nicht dieser fast schon Shakespeare´schen Gefühlsspaltung ausgesetzt wäre - "Ist die Waage heute gnädig zu mir?  Wird sie mich milde anlächeln und mir ein Stück Kuchen erlauben - oder mich streng und vorwurfsvoll mit ihrem Display anschauen, als würde sie mir sagen wollen - hättest du gestern bloß das Abendessen weggelassen"?

 

 

CHOCOLATE TASTES AS GOOD AS SKINNY FEELS

Ja, die Freundschaft mit der Waage ist ein anspruchsvolles und widersprüchliches Unterfangen, sie kollidiert nämlich oft mit anderen Freund- und Liebschaften, die man so pflegt - vor allem die zu cremigem Eis mit leckeren Toppings, zu fluffigen Kuchen, zu frischer Pizza mit Käse, der sich bis ins Unermessliche dehnt, ohne abzureissen, zu Rum-Rosinen-Schoki, zu knusprigen Süsskartoffelpommes, zum Spargelinseln in einem Meer von Sauce Hollandaise und ja, auch zu Sushi!

Schade dass man Sushi nicht umarmen kann, aber ich bekunde meine Liebe dann eben anders - indem ich sie verschlinge. Das versteht die Waage nicht. Sie ist ein Paradebeispiel des kühlen Intellekts, der für sowas Profanes wie ein grummelnder Magen nicht empfänglich ist. Und ja, manchmal braucht man solche Freunde, die einen auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Die berüchtigte Zahl auf der Waage ist nämlich nicht nur eine Zahl - zumindest für mich. Diese Zahl ist ein Erfahrungswert, der besagt, ob ich mich in einem Rahmen bewege, der sich für mich als ein guter rausgestellt hat.

Klar merke ich auch ohne Waage, ob eine Jeans kneift, aber Hand aufs Herz - was ist unangenehmer, eine Zahl zu sehen, die vielleicht nicht ganz optimal ist, oder eine steife grausame Jeans einfach um keinen Preis zuzubekommen?? Na also.


Achtung Achtung, dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit... IRONIE entstanden!

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Bilder und Kuchen: Ramona <3

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thoughts

eingesperrte Kreativität, Berlin und Gegensätze

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Ich saß über den Wolken und überlegte.  

Nein, ich war nicht tot (noch nicht), sondern im Flugzeug auf dem Weg nach Maastricht. Nachdem ich erst ein paar Stunden zuvor im Traum versuchte, Kokos-Duftnoten einzufrieren, um sie dann beim Auftauen in Töne zu verwandeln (wie kommt man bitte auf solche Ideen??), stand ich unter der Dusche und hätte mir nichts sehnlicher, als ein wasserfestes Aufnahmegerät im Bad gewünscht – und noch ein anderes Aufnahmegerät neben dem Bett, das im Dunkeln von alleine anspringt, für den Fall, dass mir beim Einschlafen was einfällt.

Das würde nämlich das lästige Licht-Anmachen und erstmal Blindwerden nach der unterbrochenen Einschlafphase endlich überflüssig machen… Die besten Ideen kommen nämlich dann, wenn man sie nicht aufschreiben kann. Warum ist das so? Vermutlich weil Kreativität sich schnell eingesperrt fühlt und sich am besten entfalten kann, wenn man mit anderen Dingen beschäftigt ist und nicht unter (Zeit-)Druck steht, sich etwas einfallen lassen zu müssen – zum Beispiel, wenn man gerade duscht oder eben am Einschlafen ist.

Ja, Kreativität ist ein sehr zartes Pflänzchen,

sie kann nämlich auch dann verkümmern, wenn man ZU sehr mit Anderem beschäftigt ist. Momentan bin ich das wohl – und zwar mit dem Aufbauen von meinem neuen Berlin-Leben. Und es verschlägt mir die Sprache – sowohl im übertragenen positiven, als auch im wörtlichen Sinne. Das geht so weit, dass es mir das Schreiben schwermacht, sodass hier auf dem Blog länger, als mir lieb war, Stille herrschte… Ich war liebestrunken und abgelenkt! Jedesmal, wenn ich einen Fuß vor die Tür setzte, dachte ich – o mein Gott, ich bin in Berlin, im legendären Berlin-Sommer! Als wäre ich plötzlich in ein Geschichts-Buch reingesprungen, oder sogar andersrum, als wäre Geschichte aus einem Buch ausgebrochen und ist einfach zum realen Leben geworden, und ich bin ein lebendiger Teil davon!

Ich bin in dieser Stadt, der schon so viele Worte gewidmet wurden,

und ich dagegen fand keine passende sprachliche Form, die meinen Gefühlen und Eindrücken gerecht werden würde. Berlin ist, wie das Leben selbst – der Lebensgenuss und die Abgründe der menschlichen Existenz sind hier so nah beieinander, dass ich minütlich zwischen Dankbarkeit für mein eigenes Leben, Ignoranz, schlechtem Gewissen und wiederum Dankbarkeit und Erleichterung hin- und herschwanke. Und insgeheim habe ich das Gefühl, dass mich dieses Schwanken als eine Nicht-Berlinerin verrät, denn ist ein echter Berliner nicht abgestumpft und ignoriert die tausendundeine Verrücktheit und tausendundeine traurige Gestalt, die ihm tagtäglich begegnen, wie mir heute ein Mann begegnete, der mitten im wuseligen Trubel stumm da saß, den Kopf resigniert in die Hände vergraben? Soll man jedem Obdachlosen und “Motz”-Verkäufer was geben? Ist es denn erstrebenswert, das Leid zu ignorieren? Oder ist Ignoranz gar ein Muss für die moderne Persönlichkeit, die sonst an all den Ereignissen und Fakten zerschellen würde, die uns nicht nur in der eigenen Stadt, sondern aus den entferntesten Ecken der Welt in Form von Schlagzeilen in den Nachrichten – und mittlerweile auch in Form von Menschen auf der Flucht – erreichen?

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Einerseits… Andererseits…

Wie dem auch sei – die letzten Wochen schien meine Kreativität überfordert. Natürlich nicht nur von meinen Gefühlsschwankungen, sondern auch von der ganzen Vorgeschichte des Umzugs. Es gibt kreative Menschen, die brauchen sehr viele aufwühlende Ereignisse in ihren Leben, um schaffen zu können. Ich dagegen brauche zwar auch Inspiration, aber eine in friedlichen und harmonischen Umständen. Und zur Harmonie musste ich erst noch finden.

Manch einer mag denken – aber sie ist doch erst seit zwei Wochen wieder in Berlin und muss erstmal ankommen! Das mag stimmen – aber auch mit meinem Zeitgefühl passieren gerade komische Dinge. Einerseits kommen mir diese zwei Wochen nach meinem letzten München-Besuch eher wie zwei Monate vor – die Stadt, mein Kiez und meine Wohnung fühlen sich so vertraut an, wie man das für die wenige Zeit hier kaum für möglich gehalten hätte! Paradoxerweise verfliegen die Tage gleichzeitig so schnell! Ich habe ständig das Gefühl, dass ich gerade noch aufgewacht war und mir einen Kaffee gemacht hatte, und jetzt liege ich schon wieder im Bett und mache das Licht aus.

Denn auch ich bin ein Mensch der Gegensätze und der Extreme und kenne “Einerseits – andererseits” nur zu gut. Vielleicht passe ich deswegen so gut nach Berlin. Ich bin gespannt, wie unsere Beziehung sich entwickelt. Was mich angeht –  aus Verliebtheit wird langsam Liebe.

Und Liebe ist immer nicht nur “wegen”, sondern auch “trotz”.

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Outfit

outfit: punkte bluse

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Ich liebe Jeans an anderen.

Aber in dem Moment, wo ich selber eine anziehe – fühle ich mich meist unwohl. Es ist nunmal so – die Sanduhren unter uns tun sich schwer, ein wirklich passendes Exemplar aus dem lässigen Denim-Stoff zu finden. Ist man dann auch noch 1,64 klein, wird die Jeans-Suche zu einem Ding der Unmöglichkeit. Na gut, FAST. Dieses gute Stück hier ist eine Ausnahme, die die Regel bestätigt. Es ist High-Waist geschnitten und hat weite Hosenbeine – und was die Länge angeht, ist diese Jeans bestimmt als 7/8 gedacht, was dazu führt, dass sie mir endlich mal nicht zu lang ist. Allerdings ist von 7/8 natürlich auch nichts mehr zu sehen – stört mich aber herzlich wenig!

Dazu kombiniere ich typisch spätzünder-mäßig die berühmte Punkte Bluse von H&M, die sowieso günstig war, aber für die ich im Winter dank Sale nur noch schlappe 9 Euro bezahlt habe :) Das Original stammte aus der Frühjahr/Sommer Kollektion 2017 von Jaquemus und war mit einem Preis von rund 500 Euro etwas weniger erschwinglich ;)

Übrigens: meine Liebe zu schwarz-weiß gemusterten Teilen habe ich wohl unfreiwillig auf diesem Bild bewiesen – der Anteil dieser Art von Kleidung macht die Hälfte meiner Garderobe aus und trotzdem kaufe ich weitere Teile in schwarz-weiß – gestreifte, gepunktete, karierte und mit Hahnentrittmuster. Die sind einfach so ICH :D

Wie geht es euch mit der Jeanssuche? Einfach oder einfach nervig? :D

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o ja:

es regnet hier in München nicht ganz so viel, wie ich befürchtet hatte. Trotzdem freue ich mich auf meine Rückkehr nach Berlin – die Hälfte der Zeit (4 Tage) habe ich schon geschafft!

oje:

gestern abend war ich so gestresst, dass ich mir heute Nacht im Schlaf die Backe von innen aufgebissen hatte, ohne es zu merken :/

geärgert:

dieser Blogpost war eine seeeehr schwere Geburt!! Denn auf dem Weg nach München habe ich mir fest vorgenommen, im Zug zu arbeiten. Dabei wollte ich meine zwei eigens erstellten Photoshop-Filter zu einem zusammenfassen, um Arbeit zu sparen. Und was mache ich stattdessen?? Lösche zuallererst einen der beiden Filter!! Bisher habe ich zwar stundenlang rumprobiert, konnte ihn aber nicht genau so wieder rekonstruieren :( Es hat dreimal so lang wie sonst gedauert, die Bilder für diese Post zu bearbeiten – soviel zum “Arbeit sparen”…

keine Lust mehr:

habe ich auf die Arbeit beim Standesamt. Manche Ansprachen sind so unglaublich platt, dass sogar einmal hören schon zu oft ist. Geschweige denn, den ganzen Tag! Es wird Zeit für was Neues!

I am wearing:

blouse: H&M (old)

jeans: Zara (old)

mules: Zara (old)

cap: Zara


photos: Miguel

editing: by me

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Outfit thoughts

Esra´s Ratgeber Vol. 1: busy sein für Anfänger

Dieser unglaublich seriöse Ratgeber hier ist die Antwort auf und das Gegenpol von dem ebenfalls äußerst ernstgemeinten Ratgeber namens “Arbeitslos sein für Anfänger”, den die Vickie letztens gepostet hat – danke sehr für die Inspiration, meine Liebe! :*

 


 

Zum ersten Mal in meinem schon wahnsinnig langen Leben ist mein Konto seit ganzen sechs Monaten am Stück im Plus. Wow! So ein Erfolg! Dieser liegt wiederum hauptsächlich darin, dass ich nun mal ein geborener Gewinner bin. Da ich aber außerdem auch noch ein sehr gutmütiger Mensch bin, verrate ich in diesem Post mein Geheimnis, wie ich zu meinem überwältigenden Erfolg kam.

 

Nie wieder Liebeskummer

Auch dieses Problem löst sich von alleine, wenn man super busy ist! Wie praktisch! Ich verbringe meine ganze Zeit mit wichtiger, unverzichbarer Arbeit. Ich habe keine freie Sekunde mehr für einen Partner an meiner Seite – und das ist sehr gut so! Ein Partner lenkt einen extrem ab – gerade wenn man eine wichtige Deadline hat, streitet oder trennt man sich, ist dann zu nichts zu gebrauchen und es dauert ewig, bis man wieder arbeitsfähig ist.  Oder man muss zu unpassendsten Zeiten sich der Probleme des Partners annehmen… Sinnlos! Es ist viel wichtiger für mein Weiterkommen, dass ich mich auf meinen Job konzentrieren kann!

Arbeit und Spaß

Arbeit soll Spaß machen?? Wer behauptet denn SO NEN Quatsch?? Ganz im Gegenteil! Alles, was Spaß macht, KANN gar nicht Arbeit sein! Sonst würde “Arbeit” nicht “Arbeit”, sondern eben “Spaß” heißen, ist doch ganz klar. Also beispielsweise Klavier Spielen, Ballett oder Hiphop Tanzen, Bücher schreiben und auch Bloggen – das ist alles keine Arbeit! Arbeit ist – wenn jemand ordentlich jeden Tag ins Büro geht oder Arzt ist! Oder Anwalt. Oder an einer Baustelle schuftet. Das wird dem Wort “Arbeit” erst gerecht! Alles andere sind Taugenichtse, die ihre Hobbies ausüben und dafür auch noch Geld verlangen! Eigentlich eine bodenlose Frechheit!

Probleme? Was ist das?

Kenn ich nicht! Wer super busy ist, hat keine Zeit, sich mit Problemen auseinanderzusetzen. Eigene psychische, aber auch körperliche Wehwehchen werden einfach ignoriert, verdrängt und überspielt. Burn Out? Psychosomatik? Glaube ich erst, wenn ich tot umfalle! Alles Erfindungen fauler Leute. Aber nicht nur eigene Probleme lassen sich auf diese Art mit Leichtigkeit in Luft auflösen. Auch Probleme anderer Menschen interessieren mich herzlich wenig. Ich habe keine Zeit dafür! Ich muss schließlich arbeiten!

Ich brauche keine Meditation.

Warum hart verdientes Geld und die wertvolle Zeit in sowas Sinnloses wie Meditation investieren? Ist eh nur ein anderes Wort für “Nichtstun”.  Und von nichts kommt nun mal nichts. Nüscht. Niente. Nada! Und wer will schon “nichts”? Richtig – niemand!

Nie wieder verkatert

Kein Wunder, dass ich keine Lust mehr aufs Feiern habe, wenn ich soviel arbeite. Ich komme nach Hause von einem vollen Arbeitstag, arbeite zuhause bis tief in die Nacht weiter und falle dann total erschöpft, aber zufrieden ins Bett. Partys sind was für Leute, die sonst nix zu tun haben! Menschen, die richtig ranklotzen, habe für solch sinnlose Beschäftigungen gar keine Energie mehr!

Fehlerquote wird minimiert

Die meisten Fehler macht jemand, der ständig was Neues ausprobiert. Ich finde das absolut ineffizient! Wieso ständig was Neues probieren, wenn man eine Methode hat, die wie geschmiert läuft? Mit Routine kann man viel mehr erreichen, weil man die Energie, die man zum Lernen braucht, nun in die Arbeit selber investieren kann. Todsichere Sache! Apropos Tod – an den denke ich auch nie! Wer weiß – vielleicht lebe ich ja ewig!

Also ich geh dann mal arbeiten. Was? Heute ist Sonntag? Mir doch egal! Faule Ausrede!

 

jacket: 5 Preview*  

*gifts or samples

photos: Andy

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Outfit

outfit: mickey mouse

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Spaß an der Mode?

Schwieriges Thema, wenn man all die Missstände betrachtet, die durch die Modeindustrie entstehen. Da Mode für mich aber trotzdem eine Hass-Liebe bleibt, soll heute der Aspekt des Hasses in den Hintergrund treten und dem Spaß den Vortritt lassen.  Gerade bei den Modemenschen geht es ja bekanntlich um ganz viele Oberflächlichkeiten, und deswegen ist es umso wichtiger, sich innerlich zu entspannen und sich daran zu erinnern, dass Mode eigentlich Freude vermitteln sollte.

Meine spielerische Seite betone ich heute, indem ich meine Mickey Mouse Jeans aus dem Zara Sale ausführe. Lustigerweise werde ich auch öfters auf sie angesprochen, und sie zaubert einigen Leuten im Vorbeigehen ein Lächeln ins Gesicht.

Und:

wundert euch nicht über meine Haare, dass sie (wieder) lang und grau sind – diese Bilder sind nämlich ein paar Monate alt und ich bin bisher nicht dazu gekommen, sie zu veröffentlichen!

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o ja:

fürs Aufräumen, aussortieren, wegschmeißen, Platz schaffen! So ein tolles Gefühl :)

oje:

ich glaube, ich habe eines verstanden – Stress multipliziert sich. Wer schon gestresst ist, lässt sich leichter noch weiter stressen und stresst auch andere… Trofft leider voll auf meinen gestrigen Tag zu!

gegessen:

Avocado und Spargel – so weit, so gesund. Aber leider auch viel zu viel Brot und auch die eine oder andere Schoki…

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jeans:   Zara (sold out, very similar)

blouse: H&M (similar)

pumps: Zara   

 blazer: Saint Tropez

bag: Furla

photos: Andy

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Outfit

outfit: streifen kleid & denim

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YAYYY hier sind die ersten Bilder mit meiner neuen Haarfarbe!

Eine liebe Followerin auf Instagram kommentierte die ersten Bilder meiner neuen Haarfarbe mit #nomoregranny und #blondgirl007 , haha :D 

Ihr kennt mich ja, ich brauche nun mal ab und zu eine Veränderung, und da es bald 10 Monate sind, dass ich graue Haare hatte, war mir wieder nach Blond zumute! Was sagt ihr??

Zum Look:

normalerweise bin ich nicht unbedingt für klassische Kombinationen bekannt :) Was ich aber heute demonstrieren möchte, ist erstens, dass meine geliebten Streifen einfach immer gut funktionieren, und zweitens, dass auch so eine klassische Kombination wie Streifen und Denim frisch wirken kann – es kommt auf die Accessoires und die Attitude an.

Zu einem engen Kleid wie diesem von Betty Barclay* würde ich beispielsweise niemals Stiefeletten tragen – denn dann würde das Ganze schnell madamig wirken. Erwachsen werden kann man später immer noch! ;) Dagegen machen coole Doc Martens, Chucks oder auch – wie in meinem Fall – Sneakers den Look lässig. Auch die Jeansjacke wurde von mir mit Pins aufgepimpt! Was sagt ihr zum Look?


*In freundlicher Kooperation mit Betty Barclay

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o ja:

für mein Weitwinkel-Objektiv, mit dem diese Bilder geschossen werden. Wie gut, dass ich es wieder rausgekramt habe!! <3

oje:

die diesjährige Berliner Fashion Week geht vom 4.-7. Juli, und am 7. Juli habe ich ein Orgelkonzert – was für ein sauschlechtes Timing!! ? Jetzt kann ich nur die ersten 2 Tage der Fashion Week dabei sein – denn direkt vor dem Konzert muss ich unbedingt heim und üben. Mein Herz bricht…

stolz:

darauf, dass ich ENDLICH geschafft habe, aufzuräumen!! Meine Wohnung war so krass im Chaos versunken, wie es selten der Fall ist – jetzt habe ich endlich wieder Luft zum Atmen!

gewünscht:

diese Jacke von Schott, die ich auf Pressdays gesehen hatte… Sie ist einfach PERFEKT! Ich brauche siiiiiiie <3

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location, kultfabrik, muenchen

dress & jacket:   Betty Barclay*   |   sneakers: Zara  (similar here) |  bag: Mango (sold out, similar here)

* gifts or samples

photos: Andy

Outfit

outfit: birthday girl

Falls ihr diesen Post am Vormittag lest,

bin ich schon in Berlin - wahrscheinlich fix und fertig, denn der Flug geht um 6.50, und ich bin wahrlich alles, bloß kein Frühaufsteher! Allerdings ist es mir heute egal, dass ich müde bin - denn ich habe Geburtstag, Yippieeeh! und muss nichts zustandebringen, außer mich mit meinen Lieben treffen, die in Berlin leben, und mit ihnen essen, shoppen und entspannen!

Diesen Look habe ich natürlich vorher fotografiert, und selbstredend auch nicht für den Flug in aller Herrgottsfrühe getragen - aber ich werde ihn zu meiner Nachfeier nächste Woche anziehen ;)

Jedes neue Lebensjahr ist ein Grund zum Feiern.

Dass man älter wird, hat zwar gravierende Nachteile (natürlich auch Vorteile, aber die stehen meist nicht im Fokus an einem Geburtstag, es sei denn, man ist volljährig geworden), aber das Wichtigste ist doch - man ist am Leben. Ich werde nicht müde, zu wiederholen, wie seltsam ich das Leben finde, mit jedem Lebensjahr eigentlich immer seltsamer. 

Die Unerklärlichkeit dieser Welt macht mir bisweilen wirklich zu schaffen. Allerdings vergisst man bei all dem (oft auch bitter nötigen!) Kopfzerbrechen oft eines - nämlich, zu leben.

Sich lebendig zu fühlen, zu existieren, die Lungen mit Luft zu füllen, den Magen mit Nahrung, das Herz mit Liebe - auch zu sich selbst, ist der einzige Sinn des Lebens, der sich den Menschen eindeutig erschließt. 

jacket:   H&M (or here a longer one)  |  top: Only  |   boots: Zara (sold out, similar here)  |  pants: Mint&Berry*  |  bag: Mint&Berry*

*gifts or samples

photos: Andy

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Outfit

outfit: rote Lackleder Stiefeletten

Ja, mit Valentinstag hat dieser Look höchstens zu tun, 

dass die Schuhe rot sind, hehe. Ich gehöre eigentlich nicht zu den Fans, aber auch nicht zu den Gegnern vom Tag der Liebenden, eher ist es so, dass dieser Feiertag irgendwie an mir vorbeischlittert. Auch diesmal habe ich keinen extra Valentinstags-Content vorbereitet, ich wollte euch irgendwie auch keine Geschenk-Ideen andrehen und so fort :D

Wir machen es einfach so, dass die Fans vom Valentinstag unter euch sich auf die Schuhe konzentrieren, ist das ein Kompromiss? :DDD

Ich glaube außerdem,

dass mittlerweile ungelogen 2/3 meines Schuhschrankes aus Zara-Schuhen bestehen! Einzig und allein Heels (die ich ja aus gesundheitlichen Gründen eh nicht tragen kann) finde ich dort extrem hart und denkbar unbequem. Dafür lösen die anderen Exemplare immer wieder Ach´s und Och´s aus, und manchmal wandern die dann teilweise Monate später zum reduzierten Preis zur Mami ;)

So auch mit diesen roten Boots passiert – für die ausgefallene Farbe waren mir 60 Euro zu unvernünftig, für 40 wurde ich natürlich schwach. Wenn ich diese Schuhe mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich einfach nur

BÄÄÄÄHM

sagen :D

Auch die Jacke stammt vom Spanier, allerdings hat sie letztes Jahr schon den Weg zu mir gefunden (oder ich zu ihr). Die Hose ist meine erste Jeans-Vetements-Nachmache. Ich bin nunmal irgendwie ein Trendopfer und liebe es, die neuen Hirngespinste der Modeindustrie aus- und anzuprobieren.

Ich weiß, das ist eine zu unkritische Haltung, ich hoffe, sie ändert sich eines Tages…

Wie findet ihr den Look?



o ja:

ich bin so stolz auf mich, dass ich (zusammen mit Diana) schon wieder einen Flohmarkt durchgezogen habe! Ich hatte drei Kisten, eine Ikea-Tüte, zwei Kleiderständer und einen Hocker. Und jetzt habe ich Muskelkater vom Schleppen, und das nicht zu knapp! ??

oje:

für unzuverlässigen Wetterbericht. Ich ging davon aus, dass es am Sonntag, als wir dieser Outfit geshootet haben, plus 7 Grad und sonnig sein soll. Es war plus 2 und ultra düster. Wie wäre es mit einer extra genauen Blogger-Wetterapp? ;)

geklickt:

anscheinend zuviel! Ich glaube, ich habe eine leichte Sehnenscheidenentzündung im rechten Arm! Nun ja, manche haben einen Tennisarm, und ich hab einen “Surf-Arm” ?

gegessen:

eine perfekte Avocado. O Gott, wie ich dieses Zeug liebe!! <3






jacket:   Zara (old, almost the same)  |  sweater: Pimkie (old, similar)   boots: Zara (sold out, similar here)  |  jeans: Zara (sold out, very similar here)  |  bag: Furla

photos: Franzi