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doppelshooting: herbst jacken

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Auch nach 6 Jahren Bloggens gibt es immer wieder eine Premiere hier auf dem Blog – und genau das liebe ich so am Bloggen: dass es einen immer wieder vor neue Herausforderungen und Aufgaben stellt. Die heutige Aufgabe war keine leichte –  stellt euch vor, ihr wollt euren besten Freund, dem ihr zwar wichtig seid, der Modezirkus aber eher nicht so, vor die Kamera zerren, damit er mit euch zusammen ein Doppelshooting absolviert. 

Ich freue mich immer total, wenn P. nicht nur hinter den Kulissen dieses Blogs an der Technik und dem Design zaubert, sondern sich auch mal zeigt. Bilder aber, wo wir beide zu sehen wären – hatte ich noch nie hier posten dürfen.

Vielen Dank fürs Mitmachen und für deine Geduld, lieber P.! <3

Der Anlass unseres Doppelshootings waren unsere neuen Herbst Jacken – ich persönlich bin absolut verliebt in meine, denn sie ist innen flauschig, außen angenehm glatt und fühlt sich einfach nur wie eine Wolke an, und das ganz ohne Echtpelz!! Aber auch der perfektionistisch veranlagte P. musste zugeben, dass sein Parka richtig gut verarbeitet ist, haha.

Ich habe mir für dieses Shooting leuchtendes Herbstlaub in den Kopf gesetzt – und dann sogar trotz manch einer Widrigkeit (z. B. in Form von immer früher schwindender Sonne) tatsächlich noch bekommen! :)

Wie findet ihr die Bilder??

 

Recently:

o ja:

ich schlendere viel zu selten auf dem Viktualienmarkt. Dabei sind die Atmosphäre und die Auswahl so gut! Ja, die Preise sind nicht günstig, aber bevor man sich das zehntausendste Kleidungsstück kauft, kann man das Geld auch in hochwertigeres regionales Essen investieren.

oje:

wann lerne ich endlich nicht einzuatmen, währen ich etwas mit Zuckerpuder esse?? ^^

ins Klo gegriffen:

und zwar im allerwahrsten Sinne des Wortes habe ich, als mein Iphone genau da reingefallen war. Die ersten Stunden war die Anzeige auf dem Display total gestört, dann trocknete das Ganze auf der Heizung und war am nächsten Tag wie neu. WOW! Da hab ich so ein Glück gehabt!!

gefreut:

als ich beim H&M von einer lieben Verkäuferin auf meinen Blog ansgesprochen wurde. Immer wieder wunderschön und motivierend <3

gefreut:

Am Samstag gehts nach Maastricht zu meiner lieben Sophie!! Can´t wait <3









Get the look

my jacket: Bomboogie* (similar here) |  P.´s jacket: Bomboogie*

knit:  Bershka (old, but similar here)  |  sneakers: Philippe Model*  |  pants: H&M (very old, but similar here)

*gifts or samples

photos: Irina


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studio shooting: modernes Aschenputtel

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Es war einmal eine junge Frau,

die an diesem einen Tag besonders frustriert war. Mal wieder wegen den Männern… Der eine kam nicht so wirklich in die Gänge und verhielt sich widersprüchlich: flirtete mit ihr, wie von allen Geistern verlassen, wenn sie sich mal zufällig trafen, meldete sich aber nie. Mit dem anderen lief zwar irgendwas, aber in diesem Fall war sie selbst diejenige, die sich langsam distanzierte und eigentlich nicht mehr wollte.

Ihr reichte das ganze Theater! Sie beschloß felsenfest, niemandem mehr nachzulaufen, der im Grunde kein Interesse zeigte. Als dann am Nachmittag ein guter Bekannter anrief und sie zu einer Party einlud, war es ihr nur recht. Etwas Ablenkung konnte nicht schaden! Draußen herrschte kalter und ekliger Dezember, aber das hielt sie nicht vom Ausgehen ab. Sie rief eine Freundin, die pflichtbewusst Rum und Cola anschleppte, und während sie „vorglühten“, brezelte sie sich auf. Damals hatte sie noch ganz dunkle lange Haare, die sie zu einem Dutt band, damit sie beim Tanzen nicht stören. In ihrem engen Leokleid mit schwarzen hohen Wildleder-Wedges dazu fühlte sie sich verwandelt, stark und erlöst von ihrer Unsicherheit. Die Freundinnen füllten den Rest Rum-Cola in die Cola Flasche, nahmen sie mit und amüsierten sich später in der Ubahn darüber, dass es so aussah, als würden sie Cola trinken.

Als sie bei der Party ankamen, war sie schon so blau, dass sie die ganze Nacht nichts mehr getrunken hat, außer einem Glas Sekt, um auf ein zufällig anwesendes Geburtstagskind anzustoßen. Einen Typen, der eine Blondine den halben Abend lang anstarrte, aber es nicht schaffte, sie anzusprechen, hat sie so dermaßen erfolgreich ermutigt und sogar in Richtung Blondine geschubst („Komm schon, sprich sie an!!“), dass er kurze Zeit später zusammen mit seiner Auserwählten nach Hause verschwand. Na sowas!

Sie stürmte ziemlich wild die Tanzfläche. Die Zeit verging sehr schnell, alles drehte sich, die Lichter tanzten mit, und plötzlich war es 3 Uhr. Die Party war vorbei. Die Musik ging aus, und das grelle Licht blendete die Feiernden. Und da sah sie ihn. Erst da. Er stand mit einem Freund da, an die Wand gelehnt, und schaute sie an. Genau in dem Moment meinte man, die Luft knistern zu hören, so eindeutig war es, dass sie sich mochten. Sowas kannte sie nur aus dubiosen Erzählungen von der Liebe auf den ersten Blick – geglaubt hat sie es nie.

Ab diesem Moment wurde alles anders.

 

… Wie komme ich zu dieser Erzählung?

 

Ganz einfach – im Sommer nahm ich an einem Blogger-Shooting für das „Klartext“, das Magazin der Deutschen Journalistenschule teil.

(Zum Magazin selbst muss ich leider etwas loswerden. Erst nach der Erscheinung fand ich darin einen ziemlich rechten Artikel, in dem beschrieben wird, wie die „armen“ Deutschen sich vor „gefährlichen“ Flüchtlingen so bedroht und „überfremdet“ fühlen, dass sie nach Ungarn fliehen, wo Flüchtlinge per Gesetz verboten sind, weil die Deutschen nur noch dort ihre Ruhe haben. Ich könnte dazu so Einiges von mir geben, aber dieser Post soll sich ja eigentlich um das Aschenputtel handeln…)

Das Thema des Shootings war „Märchengestalt, modern interpretiert“. Ich wusste sofort, dass ich das Aschenputtel darstellen möchte. Das Märchen vom Aschenputtel ist natürlich mehr, als nur eine Liebes- oder Kennenlerngeschichte. Da geht es vor allem um Gerechtigkeit, darum, dass Unterdrückte irgendwann belohnt werden und die Unterdrücker bestraft. Außerdem geht es um die Macht der Kleider, die solch eine Verwandlung zustande bringen können, dass ein schmutziges, armes, kleines Aschenputtel in einem reichen Kleid und funkelnden Schuhen wie eine Prinzessin aussehen kann.

Deswegen erzählte ich euch meine eigene Geschichte vom Prinzen, die  – wie beim Aschenputtel auch – im Grunde eine Kennenlerngeschichte beim Feiern ist. Sie basiert auf einer wahren Begebenheit, allerdings kann ich mit einem Happy End nur bedingt dienen. Diese Liebesgeschichte fing tatsächlich mit der Liebe auf den ersten Blick an und führte über Umwege und Missverständnisse zu einer Beziehung, die von extremen Hochs und Tiefs geprägt war. Genauso dramatisch war auch ihr Ende. Aber der Zauber des Kennenlernmoments und die Entscheidung, niemandem mehr nachzulaufen, blieben. 


photo credit: Erol Gurian