Wenn die Tage ineinander übergehen und von der katholischen „Strenge“

Als ich heute am Arbeitsplatz saß (ich muss zur Zeit auch am Wochenende arbeiten…), hatte ich das Gefühl, dass der Tag von gestern einfach weitergeht.

Die Nacht unterbricht die Tage dieser Woche nicht wirklich… Die Nächte fühlen sich an, als würde ich kurz zur Seite schauen, um mich dann wieder auf die Arbeit zu konzentrieren …

Kennt jemand dieses Gefühl?

. via

Ich war heute auch kurz auf einer Hochzeit von einer Kollegin von mir.  Sie ist schon älter, und hat jetzt ihren Mann geheiratet, der krebskrank ist und vor Kurzem die Chemotherapie abgebrochen hat. Das heißt, noch ein dreiviertel Jahr bis zum Rollstuhl, und dann gehts ganz schnell…

Das war auf jeden Fall sehr bewegend, anders bewegend als die Hochzeiten, wo ein junges Paar noch alles vor sich hat…

Außerdem war die Braut geschieden, und durfte an der Kommunion nicht mehr teilnehmen (katholisch)! Ich wusste nicht, dass die katholischen Regeln SO „streng“ sind… Für mich ist es eigentlich nicht „streng„, sondern unmenschlich und gar nicht im Sinne von Jesus! Der Arme, wenn er das mitbekommen würde (und vieles Andere natürlich auch)!

Obwohl die Kommunion für die Gläubigen so wichtig ist, bestraft die Kirche sie für eine kaputtgegangene Ehe mit Ausschluss von der Kommunion :-O

Somit konnte die Braut nicht mit der Liebe ihres Leben gemeinsam zur Kommunion gehen :-O

Erst nach monatelangem Kampf, wo Briefe geschrieben und Anträge gestellt wurden, ist die alte Ehe von ihr annuliert worden… (für mich ist es reine Bürokratie, sonst nichts)

Jetzt darf sie wieder kommunizieren…

… „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden“… Würde mich nur interessieren, woher sie in der Kirche das so genau wissen, dass Gott die Leute ausgerechnet zusammenfügt, und nicht trennt… Vielleicht verlieben sich die Menschen selber, und zwar manchmal falsch (siehe rosarote Brille), und wenn die Verliebtheit nachlässt und die Vernunft wieder an der Reihe ist, trennt Gott diese Menschen?? Wie wärs mal damit?…

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5 Comments

  • Reply
    Lotte
    29. Mai 2010 at 22:49

    Wie hart…:(
    Von den „Traditionen“ der Kirche halte ich sowieso nicht sooooo viel, wobei ich auch getauft und konfirmiert bin. Aber es gibt eben „Regeln“ der Kirche, mit denen ich nichts anfangen kann…siehe Dein Beispiel!
    Andere Frage, weswegen wurde er denn kommuniert? Ich dachte das passiert eigentlich so mit 10 Jahren oder so? Bei den Katholiken kenne ich mich nicht so aus ;-)

    Ganz liebe Grüße!

    • Reply
      Esra
      29. Mai 2010 at 23:06

      @ Lotte: wer „er“? Also Kommunion ist, wenn Brot und Wein ausgeteilt werden, und „kommunizieren“ heißt, Kommunion empfangen, soweit ich weiß. Hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunion
      Was du meinst, ist wohl Erstkommunion, das ist, wenn Kinder zum ersten Mal „Mitmachen“ dürfen und werden darauf vorbereitet durch Kommunionsunterricht.
      Ich selber bin aber evangelisch, aslo weiß ich das alles durch Hörensagen :-)

      LG

  • Reply
    Chrissi
    30. Mai 2010 at 08:58

    Das nenne ich wahre Liebe. Schön sowas, auch wenns natürlich gleichzeitig furchtbar traurig ist.

    Und das mit der Kirche: Ich geb dir vollkommen Recht. Was die heutzutage alles machen oder eher nicht machen, schon schlimm.. Das hat nicht mehr viel mit Glauben im eigentlichen Sinn zu tun.

    Ich hab deine Kommentare erst jetzt gelesen. Ich finds cool, dass du auch so oft „Auf jeden Fall“ sagst (;
    Und was den Typen anbelangt.. ich hab zwar seine Handynummer jetzt, aber er nicht meine & ich will mich nicht melden. Also herrscht Funkstille.

  • Reply
    Anne
    30. Mai 2010 at 19:06

    ja das tu ich des öfteren. aber meistens pendelt das nur zwischen dresden berlin hamburg.

  • Reply
    Lotte
    30. Mai 2010 at 21:25

    Ahhh, das mit der Kommunion wusste ich nicht. Hab gedacht das sei so wie die Konfirmation, also einmalig ;-)

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