Browsing Tag

inspo

Allgemein Einrichtung Leben Lifestyle thoughts

von Bedürfnissen, Erinnerungen und Veränderungen

Anzeige*


 

Nach mehreren sehr warmen Tagen regnete es, das Licht war trüb und der Wind beugte die Bäume hin und her. Der Regen klopfte in die Fenster und ich saß da und überlegte: seit wann ist es eigentlich schwer geworden, rauszufinden, was ich wirklich will? War es nicht noch vor einigen Jahren eher ein Problem - vor allem für meine Umgebung -,  dass man mir irgendwelche Dinge, die ich mir unbedingt eingebildet hatte, nicht mehr aus dem Kopf schlagen konnte?

Habe ich mich verloren? Ich spüre eine Unzufriedenheit und unerfüllte Bedürfnisse, zweifle aber beides an, - denn wer weiß, vielleicht sind es ja Luxusprobleme?  Aber auch diesen Gedanken zweifle ich an... Habe ich denn überhaupt das Recht, meine Unzufriedenheit als ein Luxusproblem zu degradieren?

Wie finde ich heraus, was hinter meinen Bedürfnissen steht - und ob sie in Wirklichkeit nicht andere Bedürfnisse zu kompensieren versuchen? Erst dann kann ich entscheiden, ob es berechtigt ist, ihre Erfüllung anzustreben. Und war ich eigentlich schon immer so? Oder ist es etwa das Älterwerden, von dem alle sprechen? Hatte ich auch schon früher so viel vom Leben erwartet? Noch vor zwei Jahren glaubte ich, ich sei toleranter und geduldiger geworden, aber nun spiegelt mir meine Umgebung mich als eine fordernde, starke Persönlichkeit wider, die viel braucht, um sich lebendig zu fühlen - viel Liebe, viel Anerkennung, viel Abwechslung, viel Gefühl, viel Input, viel Teilen, viele Fragen, viel Nachdenken, viel Energie, viel Mut!

ZU viel?

Oder genau richtig?

ZU SICH SELBST STEHEN

Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die sehr prägend für mich war, ein richtiger "Aha-Moment" sozusagen.

Ich war auf dem 30gsten von einer Freundin eingeladen - wir waren essen in einem Restaurant und es war lecker und gemütlich, ich mochte die entspannte Atmosphäre und die Gespräche. Nach dem Essen wollte das Geburtstagskind unbedingt weiterziehen. Sie stand total auf lateinamerikanische Musik und hat uns alle in einen Laden mitgenommen, wo diese Musik lief. Der Laden war proppenvoll, laut, eng und heiß. Wir saßen an einem viel zu großen runden Tisch und schrieen uns an, um überhaupt noch ein Wort verstehen zu können. Die Leute tanzten gefühlt auf unseren Schultern, rieben ihre Hintern und Bäuche aneinander und schwitzten.

Ich fühlte mich merklich unwohl, aber ich traute mich nicht, zu gehen. Es war schließlich ihr 30gster Geburtstag...

Nachdem ich tonnenweise die feuchte und schwere Luft atmete und vom Schreien heiser wurde, habe ich all meinen Mut zusammengefasst, log dem Geburtstagskind vor, es wäre sehr schön gewesen (zumindest log ich, was den Aufenthalt im lateinamerikanischen Schuppen anging) und teile ihr mit, dass ich die Gesellschaft nun verlassen werde. Sie reagierte gelassener, als mein schlechtes Gewissen es mir vorher ausgemalt hatte und ich ging.

Unterwegs rief ich eine Freundin an und teilte ich all meine Schwankungen zwischen Erleichterung und Gewissensbissen mit und erklärte es geknickt mit einem lapidaren "Ich glaube, ich bin alt geworden, dass ich so eine Feier so früh verlasse", woraufhin sie erwiderte:

"Alt? Du hast auch mit 20 solche Feiern gehasst. Der einzige Unterschied zu jetzt ist, dass du damals im Gegensatz zu jetzt trotzdem mitgemacht hast".

ERINNERUNGEN UND MEIN BILD VON MIR SELBST

 

Hmm. Ich war damals genauso wie jetzt, stand aber nicht dazu, meinte sie.

Das gibt mir immer noch zu denken. Was an mir hat sich im Laufe der Jahre verändert?

Ich bin mir nicht mehr sicher. Ich habe ein Bild von mir, wie ich damals wohl gewesen bin und ein Bild von mir, wie ich jetzt bin. Aber entsprechen diese Bilder der Wahrheit oder schreibe ich mir selber bloß gewisse Eigenschaften zu, die mir meine Umgebung spiegelt? Oder aus Gewohnheit und auch, weil man sich nunmal irgendwie definieren muss in unserer Gesellschaft? "Finde dich selbst", fordert die Gesellschaft von uns, und wir fangen an, uns ein Image (wörtlich "Bild") zu basteln, eine Art Wiedererkennungsmerkmale, über die wir uns definieren. Aber diese konstruierte Hülle - sind das wirklich wir?

Habe ich auch schon früher so viel über mich selbst nachgedacht und es ist mir bloß nicht aufgefallen, weil alle in meiner Umgebung sehr viel über sich selbst nachdachten? Oder zerbreche ich mir mittlerweile über Dinge den Kopf, die ich damals einfach hinnahm oder ignorieren konnte?

Wer von euch weiß noch genau, wie er/sie vor 10 Jahren gewesen ist? Was hat euch am meisten beschäftigt? Was genervt? Was waren die Ideale, woran glaubte man? Worüber konnte man sich freuen, womit war man unzufrieden? Wie tickte man, wie ging man mit Niederlagen um - was waren denn überhaupt die Niederlagen, wie hat man sie definiert?

Und wie stand es mit der Selbstliebe? Hat man sich annehmen können oder hat man vieles an sich nicht gemocht oder gar gehasst? Was hat einen ausgemacht und wie ist man rübergekommen? Was hat man ausgestrahlt und wie wirkte man auf seine Mitmenschen?

 


BIN ICH SO, WIE ICH MICH SELBST SEHE ODER EHER SO, WIE DIE ANDEREN MICH SEHEN?

 

 Auch mein Selbstbild ist ein Ausdruck meiner jeweiligen Lebensphase und ist somit nicht unbedingt objektiv. (Wie heisst es so schön? Man kann ein Haus nicht von außen sehen, in dem man gerade drin ist - selbst wenn man aus dem Fenster schaut). Andererseits: wie wichtig ist Objektivität, wenn es um ein Subjekt (mich!) geht? Ein gewisses Maß an Objektivität kann ausgleichend natürlich wirken und das Subjekt davor bewahren, sich völlig in seinen individuellen Ansichten und Problemen zu verlieren. Aber auch zu viel Objektivität kann schaden, weil es das Subjekt zu weit von sich selbst wegführt, indem es ihm Normen aufzwingt, die zu ihm nicht unbedingt passen.

Da gilt es wohl,  das Objektive und das Subjektive aufzuwiegen und ins Gleichgewicht zu bringen... Und das ist ein Prozess, der wahrscheinlich nie beendet sein wird, solange man lebt.

Vielleicht bin ich aber sogar noch mehr, als das, was ich selbst oder die anderen in mir sehen. Aber das ist ein anderes Thema.

DIE THEORIE VOM ENERGIE-LECK

Wenn ich schon nicht ganz sicher sein kann, wer ich bin, wie finde ich denn heraus, was ich WIRKLICH brauche?

Man kann entweder mit Verstand oder mit Gefühl an die Sache rangehen.

Aber was ist, wenn beide so stark sind, dass sie nur miteinander kämpfen, ohne dass einer gewinnt?

Da hilft wohl nur Energie. Wer genug Energie hat, nährt automatisch die für ihn richtigen Gefühle oder Gedanken. Wer keine Energie hat, hängt oft fest und findet nicht aus belastenden Situationen heraus.

 

Es gibt eine Theorie, die mir schon seit Jahren sehr plausibel erscheint:

der Mensch hat immer die gleiche Menge Energie, nicht etwa mal mehr, mal weniger. Wenn wir uns also erschöpft oder antriebslos fühlen, dann liegt das nicht daran, dass wir zu wenig Energie haben, sondern dass irgendwo ein Energie-Leck ist, weil unsere Energie unbewusst für irgendetwas anderes verwendet wird. Wie bei einem Computer, der keine Kapazitäten für einen Vorgang hat, weil im Hintergrund gerade etwas anderes ausgeführt wird und den Arbeitsspeicher beansprucht. So bleibt für Dinge, die wir gerne tun würden, weniger Energie übrig.

ENERGIE UMLENKEN 

 

Wie stopfe ich denn das Energie-Leck?

Ich glaube, das geht am besten, wenn man bewusst Dinge erlebt und herbeiruft, die einem Spaß machen oder sogar richtig glücklich machen. Für mich persönlich kann das ein Ausflug in die Natur sein, Treffen mit Menschen, die auf meiner Seite sind, mich verstehen und es gut mit mir meinen, lecker essen gehen oder selbst kochen. Auch zuhause ausmisten kann befreiend wirken und die fehlende Energie freimachen.

Damit meine ich auf keinen Fall, dass man vor Problemen weglaufen und sie verdrängen sollte, oder sich ausschließlich mit Menschen umgeben sollte, die "erfolgreich" sind oder einem nach dem Mund reden, denn genau diese Verdrängungen sind oft der besagte Arbeitsspeicher, der unnötig Energie kostet. Aber wenn man vor Problemen nicht wegsieht und sich gleichzeitig bewusst schöne Dinge erlaubt und gönnt, tankt man Energie, die einem dann bei wichtigen Entscheidungen oder schweren Fragen helfen wird.

Diesen Sommer möchte ich genug Energie darauf lenken, besser rausfinden zu können, was genau meine Bedürfnisse sind und ob sie berechtigt oder übertrieben sind.

SICH GUTES TUN...

... ist in den heutigen Zeiten wichtiger denn je. In (äußerlich wie innerlich) finsteren Monaten habe ich meine Seele oft mit Blumen aufhellen können. Und auch jetzt, wenn draußen alles blüht und grünt, die Sonne die Stadt flutet und die Luft wohlig-warm ist, liebe ich es, den Sommer in Blumenform zuhause zu haben.

Was mir bei meinen Blumen am allerwichtigsten ist: sie sollen aussehen, als hätte man sie gerade frisch von einer Blumenwiese gepflückt. Bloß nicht zu gezüchtet und alle auf eine Länge geschnitten und stramm festgebunden!! Unsere Gesellschaft maßregelt sowieso zu Vieles, was von der "Norm" abweicht. In der Natur gibt es keine Norm, zumindest nicht im moralischen Sinne. Blumen müssen fallen können, wie ein guter Haarschnitt und frei sein, sich im wahrsten Sinne ent-falten können.

Genau für diese Ästhetitk liebe ich Bloomon. Dort lässt man den Blumen den Freiraum, den sie brauchen. Und wenn man Lust hat, gibt es dort auch zu jedem Stauß genau passende Vasen!

Hier könnt ihr die wundervollen Blumen bestellen *.  Große Empfehlung von mir!


*in freundlicher Kooperation mit Bloomon

You Might Also Like

Rezepte - Lecker!!

Rezept: herbstliches Pilz-Ragout mit Kürbis-Kartoffel-Püree

pilz, ragout, kürbis, kochen, herbstlich, vegetarisch, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, kartoffelstampf
 

Bekanntlich ist Essen mehr, als „nur“ am-Leben-Erhalten des Organismus.

 

Essen ist mit Emotionen verbunden, positiven, wie negativen. Ein Beispiel, das wohl jeder von uns kennt, ist das Essen aus seiner Kindheit. Es kann fest mit einem Gefühl der Geborgenheit verknüpft sein oder zumindest einen gewissen Zauber haben. Es kann aber genauso starke Abneigungen hervorrufen, wie beispielsweise Essen, wozu man als Kind gezwungen worden ist (bei mir ist es Haferschleim, ich werde das Zeug niemals, niemals wieder anrühren!).

Auch die Jahreszeiten rufen in uns verschiedene Verlangen hervor. Im Sommer liebe ich Wassermelone und Tomatensalat über alles und kann mich davon gefühlt monatelang ernähren (vorausgesetzt, es ist hell und warm!). In der kalten und dunklen Jahreszeit wird das Essen deftiger – und vor allem, wärmer! Suppen haben Hochkonjunktur!

Über die Jahre habe ich Kochen immer mehr für mich entdeckt und sogar Spaß dran gefunden (erzählt das mal meinem 20jährigen Ich!!), und auch mein Geschmack hat sich schon oft verändert.  Eine der letzten Hürden, die gefallen sind, nennt sich „Kürbis“. Noch letztes Jahr fand ich ihn ausschließlich auf Bildern gut. Aber genau das war auch der Wendepunkt, denn für ein Halloween Shooting musste ich vier oder fünf Kürbisse kaufen. Nachdem die Bilder im Kasten waren, war es mir selbstverständlich zu schade und zu dekadent, die orangenen Dinger zu entsorgen, also schnipselte ich eine Hälfte mal zu meinem Ofengemüse dazu. Und wow!! Es hat mir tatsächlich geschmeckt!

Seitdem stieg meine Akzeptanz für den Kürbis.

Aber ich weiß eben auch, dass es nicht jedermanns Sache ist. Sowohl Martin als auch mein bester Freund P. mögen zum Beispiel partout keinen Kürbis. Deswegen entschied ich mich heute für zwei Gerichte, bei einem von denen Kürbis zwar ein Bestandteil ist, der aber optional ist und ebensogut weggelassen werden kann!

Für mich sind beide Rezepte neu (Quelle:  Pilz Ragout habe ich von der tollen KPTN Cook App und Kürbis-Kartoffel-Stampf von Chefkoch.de) und ich freue mich, mein eigenes Koch-Horizont mal wieder ein Stückchen erweitert zu haben!

 

 

pilz, ragout, kürbis, kochen, herbstlich, vegetarisch, küche, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, kartoffelstampf
 

Ich habe noch einen kleinen Tipp für euch – wäre selbst auch niemals drauf gekommen:

Bei Aldi Süd * gibt es auch tolle Rezepte, die sogar nach Hauptzutat, Ernährungsweise, Beliebtheit, Saison und Nationalität sortiert sind!  Und es gibt sogar einen Wochenplan * für alle, die unter der Woche besonders eingespannt sind. Sehr praktisch: alle Zutaten für den Wochenplan sind bei einem einzigen Einkauf zu erledigen – und dafür gibt es alle Wochenrezepte samt Einkaufslisten zum Runterladen! Mega!

 

Und jetzt – habt ganz viel Spaß beim Nachkochen meiner beiden Rezepte und sagt unbedingt bescheid, wie es bei euch geworden ist!

 


*Anzeige

 

PILZ – RAGOUT

pilz, ragout, kürbis, kochen, herbstlich, vegetarisch, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, kartoffelstampf, zutaten

 

Für 2 Portionen des Pilz-Ragouts brauchst du:

 

400g braune Champignons

2 Karotten

4 Schalotten

2 Zehen Knoblauch

2 Zweige Rosmarin, frisch

4 Zweige Thymian, frisch

2 Lorbeerblätter

120ml Rotwein

2 EL Olivenöl

600 ml Gemüsebrühe

10g Tomatenmark

30g Butter (oder Margarine als vegane Alternative)

2 TL Weizenmehr Typ 405

Salz, Pfeffer

 

 

 

 

Zubereitung:

 

 

Schritt 1:

Schalotten schälen und in Viertel schneiden, Karotten schälen und in längliche Stücke schneiden. Öl und Butter bzw Margarine in einer Pfanne erhitzen, Schalotten und Karotten hinzufügen und 10 Min. braten.

Dann kleingehackten Knoblauch,Tomatenmark und Mehl unterrühren und 1 Min. braten, dann Wein dazugeben und gut umrühren! Weitere paar Minuten köcheln lassen.

 

 

Schritt 2:

Jetzt kommen Gemüsebrühe, Lorbeerblätter, Rosmarin und Thymian dazu – weitere 10 Minuten kochen!

 

 

Schritt 3:

Champignons putzen und in Stücke schneiden, Öl in einer Pfanne erhitzen und Champignons darin 3-5 Min. braten. Danach die Pilze in die erste Pfanne mit der Sauce geben und zusammen 5 Min. köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Thymian bestreuen und servieren!

pilz, ragout, kürbis, kochen, herbstlich, vegetarisch, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, kartoffelstampf
pilz, ragout, kürbis, kochen, herbstlich, vegetarisch, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, kartoffelstampf

 

KÜRBIS – KARTOFFEL – STAMPF

pilz, ragout, kürbis, kochen, herbstlich, vegetarisch, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, kartoffelstampf

 

Für 2 Portionen des Kürbis-Kartoffel-Pürees brauchst du:

 

einen halben Kürbis (Hokkaido)

3 mittelgroße Kartoffeln

halbe Zwiebel

eine Knoblauchzehe

etwas Butter (oder Margarine als vegane Alternative), Olivenöl, Gemüsebrühe – Menge je nach gewünschter Konsistenz

Salz, Pfeffer, Muskat

100ml Milch (oder Sojamilch als vegane Alternative)

 

pilz, ragout, kürbis, kochen, herbstlich, vegetarisch, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, kartoffelstampf

 

 

 

Zubereitung:

 

 

Schritt 1:

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Den Kürbis in Würfel schneiden, schälen ist bei Hokkaido nicht nötig. Beides in einen Topf geben und mit Wasser bedecken, salzen und die gekörnte Brühe dazu geben.

Ca 20 Minuten köcheln, bis Kartoffeln und die Kürbiswürfel weich sind. Abschütten.

 

 

Schritt 2:

Zwiebel und Knoblauch in Butter und Öl glasig dünsten, Milch dazu geben, salzen, pfeffern und Muskat dazu geben.

 

 

Schritt 3:

Die Zwiebelmischung zu den Kartoffeln/Kürbis geben und stampfen. Fertig!
pilz, ragout, kürbis, kochen, herbstlich, küche, kitchen vegetarisch, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, kartoffelstampf
pilz, ragout, kürbis, kochen, herbstlich, vegetarisch, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, kartoffelstampf
pilz, ragout, herbstlich, vegetarisch, rezept, recipe, vegan, veggie, gesund, lecker, essen, foodblogger, foodblog, berlin, holzboden

You Might Also Like

Leben thoughts

Life Update: von Hochsensibilität und der Reise ins Ich-Land

hochsensibel, hochsensibilität, reise, ich, land, künstler, kunst, berlin, herbst, fotografie, gedanken, psychologie, leben, art, life, blog, modeblogger, modeblog, pinterest

Ich sitze, wie gefühlt die ganze Zeit, seit der Winter vorbei war, auf dem Balkon

und kann von außen mein gemütliches Zimmer durch das Bokeh der schmutzigen Fensterscheiben sehen. Durch die veränderte Perspektive sieht es irgendwie geheimnisvoll aus, ungefähr so, wie wenn man in der Dämmerung nach Hause eilt und im Vorbeigehen zufällig in ein beleuchtetes Fenster im Parterre blickt: für einen Moment eröffnet sich der Zauber eines fremden Lebens vor einem, für einen Augenblick sieht man ungewohnte Farben in einer andersartigen Beleuchtung, unbekannte Bücherstapel und seltsame Möbel, Schatten huschen die Wände und Decken entlang, man meint schon fast, die fremden Gerüche riechen und gedämpfte Stimmen hören zu können.

 

So schau ich in mein eigenes Zimmer kurz mit den Augen eines Passanten rein,

als würde ich in ein fremdes Leben spähen, dabei ist es ja mein eigenes! So fügt sich alles wieder und ich fange an, die Details zu betrachten. Das alte schwarze Wählscheiben-Telefon schaut aus der nussbaumhölzernen Kommode hervor, die Grünpflanzen thronen in ihren Ton- oder Rattanübertöpfen – die riesenhafte majestätische Strelizia, die Glücksfeder mit ihren saftigen und poliert glänzenden Blättern, die chaotisch wuchernde Monstera in der hintersten Ecke auf der Kommode und die lebensfrohe Glückskastanie (ist es ein Zufall, dass ist zwei Pflanzen mit „Glück“ in ihren Namen besitze?).

 

Ja, das Glück!

Eine Welle des Glücks und der Dankbarkeit für mein Leben steigt auf und reißt mich mit – und mit ihr kommt auch ihr Schatten: das Gefühl, dass etwas fehlt. Weiß ich im tiefsten Inneren, was es ist? Ist es denn überhaupt real? Weist die wage, versteckte Ahnung tatsächlich auf eine Leere hin oder ist sie nur eine Einbildung, eine Projektion? Und wenn sie real ist: würde diese vermeintliche Leere gefüllt werden, würde sich nicht woanders eine neue auftun? Man sagt, dass man das Glück oder die Zufriedenheit nur in sich selbst finden kann. Dann muss es ja eine Illusion sein, dass etwas von Außen eine Leere füllen oder eine Sehnsucht stillen kann. Andererseits gibt es Bedürfnisse, die für die menschliche Seele genauso überlebensnotwendig sind, wie Nahrung für den Körper. Und Nahrung kommt nunmal von außen!

„Wärst du lieber ein Stein, der nichts empfindet?“  – 

„Warum nicht? Wenn ich nichts empfinden würde, wäre mir ja auch egal, dass ich nichts empfinde“…

Ach was, ich habe doch alles, was ich brauche!

Mir selbst geht es wunderbar und meine Liebsten sind wohlauf und jederzeit erreichbar, das ist doch das Allerwichtigste und ich weiß es wirklich, wirklich zutiefst zu schätzen! Mir ist es selbst total unverständlich, wie es sein kann, dass das nicht ein für allemal ausreicht, um glücklich zu sein und zu bleiben. Ich habe nur eine Erklärung, und ich weiß nicht, ob sie nicht dürftig ist: vielleicht bin ich ja doch mehr Künstlerin, als es mir lieb wäre – denn obwohl ich selbst in einer Künstler-Familie aufwuchs, mochte ich dieses Wort noch nie sonderlich, für mich klang da oft was überheblich-Elitäres mit. Seit meinem zwanzigsten Lebensjahr versuchte ich verzweifelt,  mich in der sogenannten „Normalität“ zu verstecken und endlich mal dazuzugehören, ohne aufzufallen. Dabei war ich aus heutiger Sicht dieser vermeintlichen „Normalität“ damals gar nicht so sehr ausgesetzt, wie mir das bisweilen vorkam, sondern bewegte mich überwiegend in meiner Blase aus Ähnlich-Gearteten. Anscheinend waren aber selbst diese wenigen Kontakte so aufrüttelnd anders für mich, dass ich mich selbst plötzlich mit anderen Augen sah, meine eigene Andersartigkeit als störend empfand und mir nichts sehnlicher gewünscht habe, als mich anpassen zu können.

hochsensibel, hochsensibilität, reise, ich, land, künstler, kunst, berlin, herbst, fotografie, gedanken, psychologie, leben, art, life, blog, modeblogger, modeblog, pinterest, werte

Das Außerordentliche, was solche Menschen leisten, setzt eine sehr zarte Organisation voraus, damit sie seltener Empfindungen fähig sein und die Stimme der Himmlischen vernehmen mögen. Nun ist eine solche Organisation im Konflikt mit der Welt und den Elementen leicht gestört und verletzt, und wer nicht, wie Voltaire, mit großer Sensibilität eine außerordentliche Zäheit verbindet, ist leicht einer fortgesetzten Kränklichkeit unterworfen.

Goethe

hochsensibel, hochsensibilität, reise, ich, land, künstler, kunst, berlin, herbst, fotografie, gedanken, psychologie, leben, art, life, blog, modeblogger, modeblog, pinterest, apfel, apfelernte

Was hat es denn bloß mit diesen Künstlern auf sich?

Natürlich brauchen sie besonders feine Fühler, um Nahrung und Inhalt für ihre Kunst zu finden, die dann wiederum ihre relativ blanken Nerven legitimieren soll, aber was ist mit  einsamen Künstlern, oder denen, deren Kunst keiner sieht? Oder denen, die das Leben selbst als Kunst verstehen, und dafür weniger nach aussen hin „schaffen“? Wozu dann noch die besondere Feinfühligkeit, wenn sie ihren „künstlerischen Zweck“ nicht mehr erfüllt, was hat man dann noch davon, außer einer ständigen Fülle an Eindrücken, Bildern und damit verbundenen tiefen Gefühlen? Wohin kanalisiert man das alles?

Eine weise Frau und gute Freundin meinte einmal zu mir „Wärst du lieber ein Stein, der nichts empfindet?“ – und war etwas verblüfft, als ich lapidar meinte „Ja, warum nicht? Wenn ich nichts empfinden würde, wäre mir ja auch egal, dass ich nichts empfinde. Es ist nur deswegen eine sonderbare Vorstellung, weil ich ja jetzt aus der menschlichen Sicht darüber nachdenke und so gesehen was zu verlieren hätte“. Daraufhin verblüffte sie wiederum mich – sie mit ihren siebzig Jahren, auch eine Künstlerin, aber zusätzlich von Depressionen und anderen Krankheiten gebeutelt, einsam und mittellos: „Also ich wäre auf keinen Fall gerne ein Stein. Das Leben ist was Wundervolles!“

Also muss ich lernen (erneut lernen!), mich mit meinen Irrungen und Wirrungen anzunehmen,

mit meiner Fähigkeit, große Begeisterung, Dankbarkeit und intensives Glück, aber auch eine eventuell unstillbare Sehnsucht, Mit-Leid und einen Haufen anderer Emotionen zu empfinden und dabei nicht wirklich freiwillig einer stetigen (Selbst-)Reflexion ausgesetzt zu sein. Ich lernte ja schon längst, dass nicht ich im Übermaß empfinde und nachdenke, sondern viele andere Menschen zu wenig – weil sie sich viel besser abschirmen und ablenken können, und manchmal auch Meister im Verdrängen sind. Aber zu dieser meiner Fähigkeit zu stehen, besonders auch im Angesichts des Vorwurfs, man würde „zu viel“ denken und fühlen, ist ein Lernprozess, der eine Herausforderung bleibt.

Hochsensibilität ist ein umgangssprachlicher Begriff, mit dem das Temperamentsmerkmal höherer sensorischer Verarbeitungssensitivität bezeichnet wird.

Wikipedia

hochsensibel, hochsensibilität, reise, ich, land, künstler, kunst, berlin, herbst, fotografie, gedanken, psychologie, leben, art, life, blog, modeblogger, modeblog, pinterest, apfel, apfelernte

O ja:

nach einem halben Jahr Unterbrechung war P. endlich wieder bei mir in Berlin zu Besuch! Besser gesagt, bei uns – denn das letzte Mal, als er hier war (nämlich im Februar), hat Martin hier noch gar nicht gewohnt! Ich liebe dieses Gefühl, wenn ich aufwache und weiß: mein bester Freund ist nicht 300 km entfernt, sondern direkt im Zimmer nebenan. Und ich liebe die gemütlichen Abende zusammen – wir alle saßen auf dem Balkon, kochten lecker, spielten Karten oder redeten uns so so viele Dinge vom Herzen…

Oje:

schade, dass die Gesellschaft sich rasend schnell spaltet und nicht merkt, wie gefährlich das ist. Es findet kaum noch ein Dialog statt, sondern ein Abstempeln/In-Schubladen-Stecken statt Argumentation, und Etikettierung statt Eingehen auf die vermeintlich falschen Aussagen („Er/sie ist bescheuert/dumm/Verschwörungstheoretiker“ statt „Er/sie sagt das und das und ich finde es aus dem und dem Grund nicht richtig). Wenn eine Gesellschaft keine kritischen Meinungen mehr zulässt, hört sie auf zu wachsen und wird leichter zum Spielball der Politik und der Interessensgruppen – das hat die Geschichte schon oft gezeigt…

Gedacht:

Was ist Stärke und was ist eigentlich Schwäche? Ist es stark, Missstände zu ignorieren? (Es gibt ja diesen Spruch: „es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu leben“). Ist es schwach, zu seinen negativen Gefühlen zu stehen?

new in:

ich habe lange nicht mehr geshoppt, aber mit dem Jahreswechsel kam auch wieder die Lust bzw der Bedarf an ein paar neuen Teilen. Zum Beispiel, wegen meinen chronischen Nackenschmerzen gönnte ich mir endlich einen Kamera-Rucksack! Auf jeden Fall ist mein Rücken jetzt schon eher entlastet – und ich kann sogar mein Stativ dran festmachen. Ansonsten sind drei Pullis und ein paar Hosen bei mir eingezogen, alles schön herbstlich, weich, kuschelig und trotzdem bequem ohne Ende! Apropos bequem: auch neue Sneaker brauche ich wieder – vor allem fehlen mir welche in schwarz.  Es fiel mir schwer, welche zu finden, denn ich wollte unbedingt so ein hippes Modell mit dicker Profilsohle, aber hier * gibt es eine echt große Auswahl und ich bin auch schon endlich fündig geworden!!

süchtig gewesen nach:

tatsächlich Kürbis – hätte ich nie gedacht! Habe früher weder den Geschmack noch die Konsistenz gemocht, aber nun esse ich ihn besonders oft in Kombination mit Kartoffeln etc als Ofengemüse und ich muss sagen – richtig gewürzt und lang genug gebacken gibt es kaum was besseres für den Kreislauf und auch für die Seele! Kann in der kalten Jahreszeit, die leider rasend schnell auf uns zukommt, nur noch von Ramen Suppen getoppt werden :)

 

 

____________________

*Anzeige

 

hochsensibel, hochsensibilität, reise, ich, land, künstler, kunst, berlin, herbst, fotografie, gedanken, psychologie, leben, art, life, blog, modeblogger, modeblog, pinterest, fall, autumn

You Might Also Like

Lifestyle thoughts

vom Türen Aufhalten, Feminismus und Shapewear

feminismus, shapewear, formende, unterwäsche, shapeme, online, berlin, blogger, lifestyle, gesellschaft, emanzipation, body,

*Anzeige

... ich war kurz alleine, denn mein Freund holte mir einen Drink. Unwillkürlich lauschte ich dem Gespräch nebenan, oder eher, einem wütenden Monolog einer jungen Frau: „Dann bezeichnen sie sich als emanzipiert, wollen aber doch noch, dass Männer ihnen die Türen aufhalten und ihre schweren Taschen schleppen! Da müssen sie sich entscheiden, diese ganzen Feministinnen, was sie wollen! Man kann nicht alles haben!“.

Uff. Meine Augenbrauen rutschten zunehmend nach oben. Obwohl dieser Satz einerseits auf irgendeine Art und Weise logisch klang, spürte ich ganz genau, dass da was nicht stimmte. Der Satz klang nicht wie eine konstruktive Kritik, sondern hatte einen spöttischen und feindlichen Unterton und war eher in der Sparte „Feministinnen-Bashing“ anzusiedeln. Das stimmte mich traurig. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass viele Männer beim Wort „Feminismus“ gerne sofort an „diese hysterischen Zicken, die wegen Allem einen Aufstand machen“ denken, stimmen einige Frauen auch noch in diesen Chor ein, obwohl sie Feministinnen so unendlich viel verdanken!

Wie wäre es, wenn wir nicht irgendwelche Meinungen übernehmen und irgendwelche Dinge nachsprechen, ohne uns selbst mit der Sache beschäftigt zu haben? Wäre die Welt dann nicht ein viel angenehmeres Plätzchen für alle?

Um sich eigenständig eine Meinung machen zu können, ist es notwendig, Fragen zu stellen und sich mit Fakten zu beschäftigen.

Was ist „emanzipiert“ und was ist dieser „Feminismus“? Woher kommt es, dass die Männer Frauen Türen aufhalten und ihnen schwere Taschen abnehmen? Und: kann ich den sogenannten „Bonus“ des Frau-Seins nutzen und gleichzeitig Feministin sein? 

 

 

„Dann bezeichnen sie sich als emanzipiert, wollen aber doch noch, dass Männer ihnen die Türen aufhalten und ihre schweren Taschen schleppen! Da müssen sie sich entscheiden, diese ganzen Feministinnen, was sie wollen! Man kann nicht alles haben!“.


Fe|mi|nis|mus, der: 

Oberbegriff für gesellschaftliche, politische und akademische Strömungen und soziale Bewegungen, die, basierend auf kritischen Analysen von Geschlechterordnungen, für Gleichberechtigung, Menschenwürde und Selbstbestimmung aller Menschen jeglichen Geschlechts sowie gegen Sexismus eintreten und diese Ziele durch entsprechende Maßnahmen umzusetzen versuchen.


Um zu verstehen, warum Feminismus kein sinnentleerter Trend, sondern nach wie vor wirklich wichtig ist, müssen wir die rosa-rote Brille kurz abnehmen und den Tatsachen ins Auge schauen. Seit Anbeginn der Welt gibt es unglaublich viele krasse Missstände bei der Umgehensweise mit Frauen. In den meisten Ländern dieser Welt ist die Frau selbst schuld, wenn sie vergewaltigt wird und darf selbst dann nicht abtreiben. Innerhalb der Ehe gibt es auch heutzutage in vielen Ländern laut Gesetz sowieso keine Vergewaltigung. In einigen Ländern darf eine Frau ohne die Erlaubnis des Mannes weder arbeiten, noch Auto fahren. Täglich sterben unglaublich viele Frauen an der häuslichen Gewalt, weltweit, einsam und von niemandem als Opfer ernstgenommen. In einigen Ländern sind allein männliche Nachkommen was wert, weibliche Föten werden abgetrieben (da ist Abtreibung dann plötzlich wieder ok…). Man könnte das noch ewig weiterführen, aber ich denke, es müsste jetzt klarer sein, was ich meine.

Wenn man sich mit diesen wenigen Fakten auseinandersetzt, bekommt der Begriff „Feminismus“ wieder die Bedeutung abseits vom Trend, zu dem er geworden ist. Natürlich hat es auch Vorteile, dass Feminismus im Trend ist. Dadurch wird er nämlich salonfähig und dringt nach und nach ins Bewusstsein der Gesellschaft. Andererseits verweichlicht der Trend den Kern des Feminismus und führt somit oft nicht zur nötigen Auswirkung desjenigen, nämlich, nicht nur auf Missstände hinzuweisen, sondern sie auch zu bekämpfen, für eine Veränderung einzustehen. Mit anderen Worten, es ist zwar schön, wenn jemand sagt „Ich bin Feminist/in“, aber das reicht nicht.

Was können wir tun? Da viele von uns politisch leider nicht engagiert sind, bleiben aufklärende Gespräche mit unseren Mitmenschen und Zivilcourage. Soviel zum Feminismus. Jetzt schauen wir uns an, was es damit auf sich hat, dass Männer Frauen Türen aufhalten und ihnen Taschen abnehmen, und ob sich diese Dinge widersprechen.

feminismus, shapewear, formende, unterwäsche, shapeme, online, berlin, blogger, lifestyle, gesellschaft, emanzipation, body, nudeln, küche, kochen, inspiration

 

 

Warum hält man der Frau die Tür auf? Weil es „sich so gehört“?

Der Frau die Tür aufzuhalten, gehört wohl noch zu den alteingesessenen gesellschaftlichen Respekt- und Höflichkeits-Konventionen. Ursprünglich ist es wohl so entstanden, dass die Frauen bei Hof (daher übrigens das Wort „Höflichkeit“ – eine Gepflogenheit bei Hof!) so umfangreiche und steife Röcke trugen, dass sie selbst gar nicht mehr die Türklinke greifen konnten. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass sich dieses Problem in unserer Zeit wohl erübrigt haben sollte. Was sich dagegen kaum geändert hat, ist die Tatsache, dass Frauen, die nicht explizit viel Sport treiben, physisch gesehen schwächer sind als Männer, und bei besonders schweren Türen dankbar sind, wenn ihnen jemand hilft.

Allerdings betrifft das heute nicht mehr nur Frauen. Die allgemeine Höflichkeitsregel sollte eher sein, dass der/die Stärkere/Jüngere/Fittere dem/der schwächeren/Älteren/Kranken hilft. Und zwar  nicht nur mit Türen aufmachen, sondern auch bei schwerem Tragen und dergleichen.

Und jetzt zur ursprünglichen Aussage zurück: Warum sollte ich als Frau, wenn ich es in Anspruch nehme, dass mir jemand hilft, als Konsequenz meine Rechte abgeben oder mich als dem männlichen Geschlecht untergeordnet verstehen? Oder mal umgedreht und überspitzt dargestellt: wenn ich einem alten Mann meinen Platz anbiete, darf ich dann ihm und seinen ganzen Geschlechtsgenossen beispielsweise sein Wahlrecht absprechen? Was hat denn das eine bitte mit dem anderen zu tun?

Eben – gar nichts! Aber warum hat die junge Dame dann überhaupt diese zwei verschiedene Aspekte unseres Zusammenlebens in einem Atemzug nennen können?

Ganz einfach. Antiquierte Vorstellungen von Höflichkeit (ein Mann hat der Frau die Tür aufzuhalten, umgekehrt darf er das von ihr nicht erwarten!) passen natürlich zu antiquierten Geschlechterrollen und schließen Feminismus damit aus. Löse dein starres Bild von Höflichkeit auf, und schon gibt es gar keinen Widerspruch mehr zwischen sich als Frau die Tür aufhalten lassen und dennoch gleichberechtigt zu leben. Höflichkeit darf nicht sexistisch (=aufgrund von Geschlecht) stattfinden, selbst wenn sie „gut gemeint ist“, denn Sexismus ist die Bedingung der potenziellen Unterdrückung. Beispiel: „Ich muss ihr die Tür aufhalten, weil sie eine Frau ist“ ist nur die andere Seite der Medaille und unterliegt der gleichen Logik, wie „Sie muss lange Haare haben und Kinder bekommen, weil sie eine Frau ist“ oder „Sie kann nicht als führende Persönlichkeit ernstgenommen werden, weil sie eine Frau ist“.

feminismus, shapewear, formende, unterwäsche, shapeme, online, berlin, blogger, lifestyle, gesellschaft, emanzipation, body,, itemm6
feminismus, shapewear, formende, unterwäsche, shapeme, online, berlin, blogger, lifestyle, gesellschaft, emanzipation, body,

Damals

Apropos umfangreiche Röcke und Kleider. Sowohl Frauen als auch Männer hatten früher modisch gesehen so einiges zu er-tragen. Das Schlimmste, was die Frauen von früher am Leib hatten, sind meines Erachtens Korsette/Mieder. Dabei meine ich nicht mal die modernen, die immer noch ziemlich beengend sind, sondern die ganz alten aus dem 17. Jh.

Der Vorläufer des Korsetts war übrigens geschlechterübergreifend, denn im 15. Jh., als es damit losging, haben sich auch die Männer die Taille geschnürt. Nach einer „Pause“ haben Männer im 18. Jh. auch wieder Korsetts getragen, allerdings wurden den Frauen auch die Brust und die Rippen abgeschnürt, nicht nur die Taille.

Erst Anfang der 20. Jh. kamen die Dinger aus der Mode, nicht nur wegen der aufkeimenden Frauenbewegung, sondern auch wegen stark wachsender Berufstätigkeit von Frauen, als die Männer im 1. Weltkrieg an die Front mussten.

Und heute?

Obwohl man erschreckenderweise ab und an wieder Korsetts sieht und die Frauen auch darüber berichten, dass sie in den Dingern halb ohnmächtig wurden, weil sie keine Luft mehr bekamen, wollen sich die meisten heutzutage frei fühlen. Kleidung allgemein wird immer bequemer, auch die Turnschuhe haben (gottseidank!) Einzug in die Modewelt gehalten. Wenn wir unseren Körper leicht stützen und formen wollen, greifen wir heutzutage zu Shaping Unterwäsche (formende Unterwäsche). Sie ist elastisch und dennoch stützend, soll uns aber in keiner Weise einschränken und fördert sogar die Durchblutung (den Effekt kennt man von Stützstrümpfen).

 

feminismus, shapewear, formende, unterwäsche, shapeme, online, berlin, blogger, lifestyle, gesellschaft, emanzipation, body, itemm6
feminismus, shapewear, formende, unterwäsche, shapeme, online, berlin, blogger, lifestyle, gesellschaft, emanzipation, body, küche, kochen, inspiration

Ein Onlineshop namens shape me ist ein kleines Start Up aus München, meiner „alten Heimat“. Die Gründerin gewann mit ihrer Idee eine Start-Up Sendung, denn bis dahin gab es in Deutschland keinen Onlineshop, der sich so allumfassend auf das Thema „Shapewear“ spezialisiert hätte.

Shape me bietet eine tolle Auswahl an formender Unterwäsche: unter anderem sind dort Marken wie ITEM m6, SPANX und Wonderbra zu finden. Dort gibt es Produkte für alle Körperbereiche und Lebenssituationen! Zum Beispiel: T-Shirts für geraden Rücken! Armshaper (wow, was es nicht alles gibt!)! Formende Kleider und Röcke und natürlich alle Arten von klassischen Stützstrumpfhosen, rückenfreien BHs und vieles mehr.

Besonderer Service: man kann bei shape me anrufen und sich persönlich am Telefon beraten lassen!

Und was ich wirklich feministisch im Sinne der Gleichberechtigung finde: Bei shape me gibt es auch Shapewear für Männer <3

_________

Hinter der Marke ITEM m6 steht medi. Das familiengeführte Unternehmen aus Bayreuth wurde 1951 gegründet, und fing als ein Teil der Gesundheitsbranche mit Kompressionsware an. Im Laufe der Zeit kam Shapewear dazu, wurde immer weiterentwickelt und hat somit an Bequemlichkeit gewonnen, ohne an der stützenden Funktion einzubüßen.

Fun fact:  die dünnste Kompressionsstrumpfhose der Welt stammt aus dem Haus ITEM m6!  Die Marke sagt: „Die eingestrickte Kompression in Shape- und Legwear regt die Blutzirkulation an und versorgt den Körper besser mit wichtigen Nährstoffen. So fühlen sich beispielsweise die Beine auch nach langem Sitzen viel fitter und leichter an“.

Mein Fazit

 

Ich habe ein paar Produkte testen dürfen, und meine beiden Favoriten, die öfter zum Einsatz kommen werden, sind der ITEM m6 Shape Mesh Body (den ihr auf den Bildern sehen könnt) und der Wonderbra Ultimate Backless BH. Der Body passt perfekt unter enganliegende Kleider, so dass man sorgenfrei bei geliebten Spaghetti reinhauen kann und danach trotzdem nicht den Bauch einziehen muss (nein, ich finde nicht, dass man das muss – aber ich persönlich fühle mich komfortabler, wenn ich etwas gestützt werde :)) und der BH wird vor allem im Sommer zum Einsatz kommen, denn auch hier: ich finde es toll, wenn Frauen keinen BH tragen, fühle mich selber aber wohler mit.

In diesem Sinne: macht, was euch gut tut, und verurteilt niemanden, der es genauso handhabt!

feminismus, shapewear, formende, unterwäsche, shapeme, online, berlin, blogger, lifestyle, gesellschaft, emanzipation, body, nudeln, kochen, inspiration, küche
feminismus, shapewear, formende, unterwäsche, shapeme, online, berlin, blogger, lifestyle, gesellschaft, emanzipation, body, party, kleid, pailletten, zara, dress
feminismus, shapewear, formende, unterwäsche, shapeme, online, berlin, blogger, lifestyle, gesellschaft, emanzipation, body

 


*in freundlicher Kooperation mit Shape me 

You Might Also Like

Lifestyle thoughts Zuhause

Über Komfortzonen und deren Enden

komfortzone, comfortzone, sicherheit, leben, lifehack, alltag, berlin, blog, blogger, psychologie, tipps, tips, outfit

 

„Für manche endet die Komfortzone schon, wenn sie ein buntes Kleidungsstück anziehen – weil sie sonst immer nur schwarz tragen“, sagte sie.

„Für andere, wenn sie zum ersten Mal alleine verreisen. Wiederum andere verlassen ihre Komfortzone erst,  wenn sie ihr Leben komplett auf den Kopf stellen und alles neu starten. Sowas ist sehr individuell“.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Leben dir keine längere Ruhepause gönnt und deine vermeintliche Sicherheit schon wieder beginnt, dir um die Ohren zu fliegen, dann kann es sein, dass du deine Komfortzone verlassen musst, weil dein Leben meint, sie ist zu gemütlich geworden. Dann denkt man erst „OH NEEE!“, dann „Warum schon wieder ich?“, dann „Ich will doch einfach nur, dass alles bleibt wie es ist“, dicht gefolgt von „Lasst mich einfach alle in Ruhe!“ und heult eine Runde (oder auch zwei). Wenn man Glück und Unterstützung von Freunden hat und auch noch den nötigen Charakter mitbringt, kann daraufhin aber auch ein „Ok, das wird schon. Dann muss sich jetzt eben alles ändern, obwohl das so nicht vorgesehen war. Vielleicht will mein Leben, dass ich (mal wieder) loslassen lerne. Und wer weiß, vielleicht wird es danach sogar noch besser, als jetzt…“.

Es fühlt sich an, wie ein Gang zum Zahnarzt, zumindest wenn man keine akuten Beschwerden hat. Es ist einfach nur unangenehm, man will es verschieben oder am liebsten ganz ausfallen lassen, und dennoch  fühlt man sich danach gut, denn – man hat es geschafft.

Mein größter Umbruch der letzten Jahre – mein Umzug nach Berlin –  liegt erst eineinhalb Jahre zurück, und nun befinde mich schon wieder in so einer Umbruchsphase und muss meine sehr lieb gewonnene neue Komfortzone verlassen. Das ist umso schwieriger, weil diese erst eineinhalb Jahre junge Komfortzone noch nicht mal die dünnste Staubschicht ansetzen,  geschweige denn mich so anzuöden oder anzustrengen konnte, dass ich sie freiwillig und gerne aufgeben würde. Meine letzten Jahre in München waren zwar auch eine Komfortzone, aber eine, die sich eher wie eine enge und verstaubte Gefängniszelle anfühlte. Und selbst so eine Zelle aufzubrechen war schwierig für mich, weil ein lieber Mensch noch nicht so weit war,  mit mir mitzugehen, und abgesehen davon hatte ich auch einfach Angst vor der großen Veränderung. Wenn es selbst dann so schwer ist, eine wirklich einengende Komfortzone zu verlassen, was soll man dann erst sagen, wenn man seine Komfortzone vom Herzen liebt?

Lange Rede, kurzer Sinn – ich muss bis spätestens 1.1.2020 eine neue Wohnung gefunden haben. Ich, die gesagt hat „Hier bleibe ich sicher für die nächsten 10 Jahre – zumindest, wenn es nach mir geht“. Ich liebe die hohen Decken, mein riesiges saal-artiges Zimmer, den Dielenboden, die Lage, aus der in 5 bis 10 Gehminuten einfach ALLES erreichbar ist, ich liebe das Gefühl der Freiheit, was mich jedesmal überkommt, wenn ich die Eingangstür aufschliesse, weil diese Wohnung mehr ist, als einfach nur eine schöne Altbauwohnung (obwohl es auch schon schön genug wäre!) – sie ist das Symbol des Neuanfangs, sie ist ein Beweis dafür, dass Wunder tatsächlich noch möglich sind, sie ist die Erinnerung daran, wie hart es war, den Umzug auf die Beine zu stellen und alle Probleme, die mit unglaublicher Sturheit aus dem Boden sprossen, zu überwinden, und sie ist Zeugin davon, wie ich vor Freude schrie und sprang, als ich mit all meinem Hab und Gut und mit Peter, der das alles im Sprinter nach Berlin fuhr, zum ersten Mal in sie eintrat und mein Zimmer sah, das groß, lichtüberflutet, luftig und komplett leer darauf wartete, dass ich es mit meinem langersehnten neuen Leben fülle.

 

 


Die Komfortzone zu verlassen fühlt sich an, wie ein Gang zum Zahnarzt – unangenehm und überflüssig. Aber danach denkt man – „Ich habe es geschafft!“


 

komfortzone, comfortzone, sicherheit, leben, lifehack, alltag, berlin, blog, blogger, psychologie, tipps, tips, outfit

 

 

Ist es immer eine gute Idee, seine Komfortzone zu verlassen?

Beginnt das Leben wirklich erst am Ende der Komfortzone?

 


 

Niemand muss seine Komfortzone verlassen, nur weil die Gesellschaft es einem suggeriert! Komfortzonen sind nämlich sehr wichtig für unsere psychische Stabilität. Wenn du mit allem zufrieden bist, dann lass es so! Aber sei ehrlich zu dir selbst und unterscheide zwischen echter Zufriedenheit und Verdrängung. Wenn du in Wirklichkeit gar nicht zufrieden bist, sondern es dir nur einredest, um nichts ändern und riskieren zu müssen, dann ist es vielleicht an der Zeit, loszulassen und Vertrauen zu üben.

Ja, die Grenzen der Komfortzonen sind individuell.  Meine sind zwar eher weit gesteckt, dennoch gibt es sie, und sie werden mit fortschreitendem Alter nicht weniger. Eigentlich interessant – wenn man älter ist, hat man ja schon viel mehr erlebt und sollte die Angst vor Neuem etwas verloren haben, aber meist ist genau das Gegenteil der Fall. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das sich auch noch einbildet, dass wenn man nichts ändert, alles SICHER bleibt. Was natürlich ein Trugschluss ist.

Dennoch hat das Herauswagen aus Komfortzonen einen entscheidenen Vorteil: man erlebt Dinge, die man sonst nie erleben würde, man lernt und entwickelt sich mit einer ganz anderen Geschwindigkeit und Tiefe, als in seinem Alltagstrott und geht gestärkt aus dem Ganzen empor. Und manchmal auch geschwächt. Denn manchmal laufen Dinge auch schief. Dennoch ist es auch eine Einstellungssache. Wenn ich bereit bin, aus problematischen Situationen zu lernen, dann ist das Geschwächt-Sein nach dem Scheitern nur vorübergehend. Und ja, niemand hat gesagt, dass das Leben ein Spaziergang sein würde.

komfortzone, comfortzone, sicherheit, leben, lifehack, alltag, berlin, blog, blogger, psychologie, tipps, tips, outfit

Ich lief die Rosenthaler Strasse entlang, die herbstliche Sonne schien mild und etwas blass auf Berlin herab, ich blieb kurz stehen, um die Stäbchen auseinanderzubrechen, und als ich den ersten Biss von dem japanischen Krautsalat mit scharfem Sesam nahm, überströmte es mich plötzlich:

ich bin immer noch so glücklich, hier zu sein. Alles wird gut.

Berlin, Oktober 2019


Diesen Beitrag schrieb ich vor mittlerweile über zwei Monaten.

Und zögerte, ihn zu veröffentlichen, denn die Dinge hatten sich kurz nach dem Niederschreiben schon wieder verändert. Es kam eine neue Option dazu, die dem Ganzen eine 50-50 Chance beschert hat. Ich hätte nicht nur eine Chance, in der Wohnung zu bleiben, sondern es würde gleichzeitig den Zusammenzug mit meinem Liebsten bedeuten. Fünf Wochen lang, die uns wie eine Ewigkeit vorkamen, zitterte ich und wartete jeden Tag auf den entscheidenden Anruf.

Er kam am Donnerstag. Martin darf im März zu mir ziehen. Es war wohl noch nicht an der Zeit, diese Komfortzone zu verlassen. Aber die Gedanken darüber haben meinen Alltag wochenlang geprägt und mich gleich mit. Und vielleicht war genau das der Sinn.

 

komfortzone, comfortzone, sicherheit, leben, lifehack, alltag, berlin, blog, blogger, psychologie, tipps, tips, outfit

You Might Also Like

Outfit

life update: von Äpfeln, der Schwäche und kleinen Sünden

äpfel, schwäche, sünden, life, update, berlin, apfelernte, brandenburg, berlin, natur, herbst, fall, autumn, inspiration, blogger, lifestyle, blog, fashionblog, modeblog

 

Die Instagram-Schwäche ist zurechtfrisiert und endet immer mit einem „aber“.

Damit verleugnet sie sich selbst. Wäre es nicht viel stärker von uns allen, den Problemen, die nunmal auch zum Leben dazugehören, offener gegenüber zu treten, sie auszuhalten und auszufühlen? Ihnen mit Reflexion, Intuition und Respekt zu begegnen, statt sie wegzuschieben und zu verdrängen, und einfach Vertrauen haben, dass man in den „schwachen“ Momenten nicht stecken bleiben wird?

 

 

Ein beliebtes Ritual und Bedürfnis von vielen im Herbst ist es, die Wohnung umzudekorieren. Man will es sich für die kommende kalte Jahreszeit umso gemütlicher machen.

Bei mir geht es gerade eher in eine ungemütliche Richtung. Der Herbst bringt viel Unbekanntes für mich. Nach meinem persönlichen Geschmack – ZU viel. Ich bin ja eigentlich jemand, der super gerne Neues erlebt und fast schon süchtig nach Abwechslung ist. Aber seit meinem Umzug nach Berlin wollte ich eigentlich nur eines – ankommen. Durchatmen.

Doch das Leben zwingt einen manchmal, seine Komfortzone zu verlassen. Deswegen ist mir momentan öfter nach mimimi, als nach yippieh yay. Und es ist nicht immer einfach, dazu zu stehen. In Zeiten von Social Media überlegt man sich zweimal, ob man echte Schwäche zeigt – denn die Instagram-Schwäche ist zurechtfrisiert und endet immer mit einem „aber“: „Mir geht es heute nicht ganz so gut, ABER dafür scheint die Sonne!“  –  „Ich bin krank geworden, ABER das ist nicht so schlimm“ – „Ich bin heute mega müde, ABER das Event wird bestimmt super“ und der Favorit: „Ich bin gerade in einer schweren Lebensphase, ABER ich werde daraus gestärkt hervorgehen“ (übrigens: diese „Instagram-Schwäche“, die in Wirklichkeit am liebsten alles verdrängen würde, gibt es auch im realen Leben!).

Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut dafür, positive Gegengewichte zu negativen Gefühlen zu schaffen und damit sich selbst, wie Münchhausen, an dem Zopf aus dem Sumpf herauszuziehen.

Manchmal.

Denn manchmal kommt es mir so vor, als sei dieses fast schon zwanghafte Streben nach Positivity das Gegenteil von dem, was es vorgibt zu sein – nämlich das Gegenteil von Stärke. Vor allem, wenn man sich nicht mal fünf Story-Sequenzen lang erlauben kann oder will, einfach nur traurig zu sein und negative Gefühle bis zum Ende zu fühlen, bevor man wieder durchatmet und zum Weitermachen bereit ist. Klingt erstmal widersprüchlich, aber für mich zeugt es von wahrer Stärke, wenn man vor Schwäche nicht davonrennt. Wenn man sich nicht vor unschönen Gefühlen versteckt, aus Angst, jemanden damit runterzuziehen oder peinlich zu berühren. Oder aber einfach, weil man es selbst nicht ertragen kann.

Wäre es nicht viel stärker von uns allen, den Problemen, die nunmal auch zum Leben dazugehören, offener gegenüber zu treten, sie auszuhalten und auszufühlen? Ohne „Aber“, sondern mit Selbst-Reflexion und Intuition als Wegweisern, damit man in den „schwachen“ Momenten nicht stecken bleibt?

Ich habe für mich entdeckt: wenn ich ein negatives Gefühl zeitlich beschränke, verdränge ich es weder, noch laufe ich Gefahr, dass es mich dauerhaft gefangen nimmt. Mit anderen Worten: ich gebe mich dem schlechten Gefühl oder Ärger hin, entscheide aber vorher, dass diese Hingabe nicht für immer sein wird. Zum Beispiel, wenn mir morgens etwas blödes passiert oder ich eine nicht so gute Nachricht bekomme, erlaube ich mir, den ganzen Tag davon beeinflusst zu sein. Mit dem Wissen, dass dieser Zustand morgen nicht mehr weitergeführt wird. (Natürlich ist ein Tag nur ein Beispiel, manche Dinge brauchen mehr oder auch weniger Zeit – das ist individuell! Hört auf euch und respektiert eure eigenen Gefühle! Behaltet dabei nur im Hinterkopf, dass ihr sie jetzt auslebt, um sie danach wieder gehen zu lassen).

äpfel, schwäche, sünden, life, update, berlin, apfelernte, brandenburg, berlin, natur, herbst, fall, autumn, inspiration, blogger, lifestyle, blog, fashionblog, modeblog
äpfel, schwäche, sünden, life, update, berlin, apfelernte, brandenburg, berlin, natur, herbst, fall, autumn, inspiration, blogger, lifestyle, blog, fashionblog, modeblog

o ja:

Als ich in die Tram einstieg, hat es geregnet. Ich habe es nicht sofort geschafft, den Regenschirm zuzumachen, und verursachte einen kleinen Stau. Eine Frau murrte mich an: „Dann lassen Sie erst die anderen rein, bevor Sie Ihren Schirm zusammenklappen!“ Ich lächelte nur zurück, aber dennoch hat mich ihr Kommentar mehr getroffen, als ich es gerne hätte. Sie stellte sich neben den Fahrkartenautomaten hin und schaute immer mal wieder böse zu mir herüber.

Zwei Stationen später bremste die Tram plötzlich und die Frau fiel ein paar Leuten, die vor ihr Saßen, fast auf den Schoß. Zugegebenermaßen, war ich etwas schadenfroh und dachte, zufrieden grinsend: „Wie sagt man doch so schön? Kleine Sünden bestraft Gott gleich!“

oje:

wenn dein Gast mitten in der Nacht auf dem Boden liegend wach wird, weil die aufblasbare Matratze ein Loch bekommen hat, weisst du: das Motto der Woche lautet – es läuft nicht nach Plan.

gegessen:

Äpfel – frisch vom Baum! Was für ein Unterschied!

gefeiert:

einen Doppelgeburtstag von Münchner Peter und Berliner Peter! Dieser September-Tag scheint was besonderes zu sein! Es ist nicht nur offizieller Herbst-Anfang und eben ein Doppel-Peter-Geburtstag, sondern auch meine Mutter erblickte an diesem Tag das Licht der Welt. Witzig, nicht wahr?

Licht:

absolut einzigartig war es an diesem Tag, als die Bilder, die ihr hier seht, entstanden sind. Von einer Seite schien die Sonne, und von der anderen kam eine tiefschwarze Front auf uns zu, die das Gewitter mit sich brachte.

 

äpfel, schwäche, sünden, life, update, berlin, apfelernte, brandenburg, berlin, natur, herbst, fall, autumn, inspiration, blogger, lifestyle, blog, fashionblog, modeblog
äpfel, schwäche, sünden, life, update, berlin, apfelernte, brandenburg, berlin, natur, herbst, fall, autumn, inspiration, blogger, lifestyle, blog, fashionblog, modeblog

Beobachtet

als ich eines späteren Abends von einem Job heim fuhr, fiel mir ein verwahrloster, schmutziger Obdachloser auf. Er stand, ohne die Augen abzuwenden, vor einem Bildschirm,  auf dem strahlend lächelnde junge und schöne Models  gerade die neue Trendfarbe – knallblau – für Hosen angepriesen hatten. Deutlicher hätte man diesen Welten-Clash kaum darstellen können…

Trick siebzehn

Gespräch mit I.: „Nächstes Jahr um diese Jahreszeit wird  dein Problem schon so lange zurück liegen, dass du dich mit einem Lächeln dran erinnern wirst“. Manchmal ist so ein gedanklicher Sprung in die Zukunft tatsächlich etwas tröstlich. Aber bitte kein „Die Zeit heilt alle Wunden“, das ist zu pauschal und zu vorgefertigt, um trösten zu können!!

geplant:

einem Menschen aus Jetzt mein Damals zu zeigen. Ende Oktober ist es soweit – sehr spannend, zwei so verschiedene Lebensabschnitte zusammenzuführen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Outfit details:

Apfelernte

Trenchcoat – New Look (old)

dress: NA-KD

shoes: Zara (old)

hat: Zara (old)

bag: The Kooples

Pferdekoppel

high waist denim: H&M (similar here by P&C)*

blazer: H&M Trend

hat: H&M

 

________________

*Werbung

Es gibt zwei unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit ihren Hauptsitzen in Düsseldorf und Hamburg. Dieser Artikel beruht auf einer Kooperation mit der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, deren Häuserstandorte ihr unter www.peek-cloppenburg.de findet

äpfel, schwäche, sünden, life, update, berlin, apfelernte, brandenburg, berlin, natur, herbst, fall, autumn, inspiration, blogger, lifestyle, blog, fashionblog, modeblog

 

Life is what happens while you are busy making other plans

John Lennon


 

äpfel, schwäche, sünden, life, update, berlin, apfelernte, brandenburg, berlin, natur, herbst, fall, autumn, inspiration, blogger, lifestyle, blog, fashionblog, modeblog
äpfel, schwäche, sünden, life, update, berlin, apfelernte, brandenburg, berlin, natur, herbst, fall, autumn, inspiration, blogger, lifestyle, blog, fashionblog, modeblog

You Might Also Like

Lifestyle Rezepte - Lecker!!

berlin diaries vol. 3 – beste food spots Teil 1

beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, vegetarisch,essen, essengehen, prenzlauerberg, datscha, russisch, lifestyle, blogger

{Anzeige - freiwillig und unbezahlt}

Seit nun eineinhalb Jahren fresse ich mich durch die wunderbare Gastro-Landschaft Berlins.

Und warum? Nicht nur weil ich ab und an Hunger habe, wie jeder Mensch, sondern auch, weil ich schon gaaanz lange die Idee hatte, die Restaurants, die das Zeug dazu haben, meinen Magen, mein Herz und mich als Stammkundin zu gewinnen, euch in einem Blogpost vorzustellen! Dafür musste ich aber erst einige Restaurants testen, was mich am Anfang meiner Berliner Zeit in eine totale Ratlosigkeit versetzt hatte, denn ich wusste schlicht und einfach nicht, wo ich anfangen soll XD

Food Guides gibt es, wie Sand am Meer - aber dieser hier ist was Besonderes!

Es ist nämlich MEIN eigener, ungesponsorter, ganz persönlicher Food Guide nur für euch, gespickt mit meinen absoluten Favoriten!

Ich lebe zwar noch nicht so lange in Berlin, aber das war mir schon vor meinem Umzug klar - hier kommt man kulinarisch sowas von auf seine Kosten! Dazu muss ich ehrlich sagen, ich habe einen haushohen Respekt vor jedem, der sich in Berlin im Gastro-Bereich selbstständig macht. Wow, diese Leute haben echt Mut und stellen sich einer enormen Konkurrenz! Andererseits bin ich sehr froh, dass so viele diesen Mut aufbringen, denn das macht die Gastro-Szene Berlins unglaublich bunt - und super angenehm für Vegetarier und mittlerweile auch für Veganer.

Als P. mich besuchte, meinte er, es sind ihm hier zu viele vietnamesische Restaurants - kein Wunder, wenn man nicht auf asiatisches Essen steht :D Ich persönlich liebe asiatisches Essen und wenn mich jemand vor die Wahl stellen würde (was ich natürlich nicht hoffe), ich könnte mich nur noch für eine einzige Food-Richtung entscheiden, würde ich asiatisch wählen, denn das kann ich jeden Tag essen...

Aber da mir solche eine Entscheidung glücklicherweise erspart bleibt (hallo, First World Problems ^^), nehme ich euch heute mit auf meine bunte kulinarische Entdeckungsreise Berlins!


D A T S C H A

Stargarder Str. 24, 10437 Berlin


Das ist ein russisches Restaurant, wobei ich als gebürtige Moskauerin würde sagen, das Essen ist angelehnt an die russische Küche, ist aber modernisiert und ergänzt durch europäische Küche. Oder würde jemand etwa behaupten, die Avocado sei eine typisch russische Frucht? ;)

Was ich probiert habe:   

- Bortsch (russiche Suppe mit roter Beete) - mega lecker und schmeckt super ähnlich zu dem, was meine Mutter immer gekocht hat!

- Frühstück "Boris Pasternak" (war übrigens ein russisch-sowjetischer Dichter) - eine gemischte Platte mit tollsten Sachen, die man sich so vorstellen kann! (siehe Foto) Habe ich schon dreimal gegessen ^^

- Pelmeni (siehe großes Foto) - sehr lecker, kenne ich allerdings nur gekocht, nicht angebraten.  Ist angebraten halt etwas deftiger, schmeckt aber nicht weniger super!

- kalte Joghurt-Gurken-Suppe - da war eindeutig zu viel Rahmjoghurt drin, ich kenne das eher als eine leichte Suppe ("Okroschka") mit Gurken, Dill, Katroffeln und gekochten Eiern und einem Schuss (!) Joghurt

Einrichtung:

ein Muss für alle Retro-Ost-Fans! Man fühlt sich wie bei seiner russischen Oma im Wohnzimmer - mit alten Lampenschirmen, Tapeten an den Wänden und warmen Farben. Draußen gibt es auch viele Plätze, von denen man auf die belebte und gemütliche Stargarder Strasse blicken kann.

Mein Fazit:

Hier schmeckt alles!!! Mini kleinen Punktabzug für die Joghurtsuppe :D

beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, vegetarisch,essen, essengehen, prenzlauerberg, datscha, russisch, lifestyle, blogger, pelmeni

I L S E B I L L

Kastanienallee 100, 10435 Berlin


beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, essen, essengehen, prenzlauerberg, ilsebill, ausgefallen, lifestyle, blogger
beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, essen, essengehen, prenzlauerberg, ilsebill, ausgefallen, lifestyle, blogger

Europäische Küche mit arabischen Einflüssen, es gibt sowohl veggie, vegane, als auch Fleisch- und Fischgerichte. Wie zum Beispiel so etwas abgefahrenens wie PASTINAKEN CREME MIT GESCHMORTEM WINTERGEMÜSE UND ROTWEINSCHALOTTEN AUF GEBRATENEN FEIGEN UND ROQUFORD :D

Was ich probiert habe:   

Käsespätzle mit Gorgonzola Sauce und Waldpilzen. Es hat viel späktakulärer geschmeckt, als es klingt. Die Sauce war super leicht, aber dennoch extrem aromatisch, dazu die Pilze und Kräuter und der simple Salat mit einem sehr gelungenen Dressing!

Einrichtung:

nur ein Wort: WOW!! So geschmackvoll und kreativ - muss man selbst gesehen haben!

Mein Fazit:

Dieser Laden besticht eindeutig durch die Liebe zum Detail! Selten habe ich so eine tolle Symbiose von Einrichtung und gutem Essen gesehen. Die Gerichte von der Mittagskarte sind sogar richtig günstig, am Abend wird es gehobener, auch vom Preis her. Aber es lohnt sich!!

beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, essen, essengehen, prenzlauerberg, ilsebill, ausgefallen, lifestyle, blogger
beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, essen, essengehen, prenzlauerberg, ilsebill, ausgefallen, lifestyle, blogger

H Ä P P I E S

Dunckerstraße 85, 10437 Berlin


Süßer kleiner Laden, Gründerin Uli steht selbst an der Theke.

Hier gibt es ausschließlich Germknödel aka Hefeklöße (das nenne ich ein klares Konzept!) in herzhaften und süßen Varianten, auch veggie und vegan! Der Teig hier ist aber im Gegensatz zum klassischen Germknödel vegan.

Was ich probiert habe:   

- "Ben": mit Curry-Tofu-Füllung und Mango-Kokos-Sauce

- "Sophia": rote Bete Germknödel mit Miso-Pilzen und grünem Tahini Pesto

- "Julia": mit veggie Wiener-Würstchen (gibt es natürlich auch in "normal") und Tomatensauce

Einrichtung:

eher minimalistisch, aber ziemlich durchgebranded mit kleinen Häppies-Zeichnungen an den Wänden und dem Logo des Ladens den Stühlen.

Mein Fazit:

Die Germknödel sind super lecker - richtig satt wird man nach 2 Stück aber nicht. Ich hätte gerne eine Beilage dazu gehabt, etwas Gemüse zum Beispiel. Die drei Salatblätter gingen glatt als Deko durch :D Um richtig satt zu werden, müsste ich auf jeden Fall drei Knödel essen, und das geht bei einem Preis von 4,50 pro Knödel und vielleicht noch was zu trinken ganz schön ins Geld. Trotzdem empfehlenswert - für den kleinen Hunger zwischendurch!


1 9 9 0    V E G A N    L I V I N G 

Krossener Str 19, 10245 Berlin


 

Dieses Restaurant ist komplett vegan! Und vom Feinsten! Und es hat einen emotionalen Wert für mich. Ich war da öfter während meines "Probewohnens" in Berlin und hatte dort immer mega gute Zeit und nicht minder mega gutes Essen! Sogar P., der normalerweise kein asiatisches Essen favorisiert, um das diplomatisch auszudrücken, und mich in Berlin besucht hat, hat mit mir dort gespeist!

Was ich probiert habe:   

Eigentlich nur "Tapas", diese kleinen Vorspeisen (naja ok, so klein sind die nicht). Mir haben drei verschiedene immer total gereicht zum Sattwerden. Ein absolutes Muss war aber jedesmal die auf Empfehlung meiner süßen Veri  (siehe Bild rechts) - PEARL ON SPOON: Tempura-Seetang Bällchen mit einer Wasabi-Sojasauce. Wenn man Wasabi mag - ist es eine absolute Geschmackssymphonie :)

Weiteres Muss:  LA LOT - Tofu und Sojaschnetzel umwickelt mit aromatischen Betelblättern!

Einrichtung:

sehr kreativ, gemütlich und authentisch.

Mein Fazit:

das war eine Zeit lang mein absoluter Favorit Nummer eins in ganz Berlin (auch, weil ich noch gar nicht viel kannte, aber in jedem Fall vor allem, weil dort bei jedem Bissen Glücksgefühle entstanden!). Ich kehre dort immer mal wieder gerne ein, aber etwas faul macht einen das Kiez-Leben schon, und auch in Prenzlauer Berg gibt es tolle vietnamesische Restaurants, in dem Fall gewinnt meistens meine Bequemlichkeit :)

Achtung: hier keine Kartenzahlung!

beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, essen, essengehen, asiatisch, 1990, friedrichshain
beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, essen, essengehen, asiatisch, 1990, friedrichshain

O I S H I I  

Schönhauser Allee 65, 10437 Berlin


beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, essen, essengehen, asiatisch, oishii, prenzlauerberg, hotdog, ausgefallen, lifestyle, blogger

 

OiSHii bedeutet schmackhaft - und die ausgefallenen Japanischen Hotdogs werden dem Restaurantnamen sowas von gerecht! Hier gibt es Hot Dogs mit Rind- und Geflügelfleisch - aber natürlich auch vegetarische und vegane Varianten. Was soll es heute sein? Ein Hotdog mit japanischem Sauerkraut, gebratenen Zwiebeln, Sweet Chilli-Sauce und Teriyaki-Sauce? Oder eher mit hausgemachtem Wakame-Gurken-Salat, leckerer Teriyaki-Sauce, besonderer Wasabi-Mayo nach Hausrezept und Sesam?

Was ich probiert habe:   

-Yummy Sauerdog in veggie

-Wakame Dog in veggie

-Japan´s Darling in veggie

-Süßkartoffelpommes mit Wasabi Mayo!

-Kimchi

 

Einrichtung:

gemütlich, aber auch funktional. Ist ja auch irgendwie Fast Food, auch wenn etwas anders.

Mein Fazit:

auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man asiatisches Essen mag und mal Heisshunger auf ein (Veggie-)Hotdog mit ganz besonderen Zutaten hat!

beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, essen, essengehen, asiatisch, oishii, prenzlauerberg, hotdog, ausgefallen
beste, food, spots, berlin, tipps, foodguide, essen, essengehen, asiatisch, oishii, prenzlauerberg, hotdog, ausgefallen

 

FORTSETZUNG FOLGT!

You Might Also Like

Outfit

outfit: Orient in Berlin & Wenn ich reich wäre

orient, berlin, fashionblog, modeblog, lifestyle, outfit, sommer, blog, blogger, kleidung, kombinieren, weite, hose, tuch, accessoires

Wenn ich reich wäre, 

würde ich mein Bad und Küche mit wunderschönen Fliesen gestalten. Ich liebe Fliesen so sehr! Sie verleihen einem Raum ein ganz besonderes Flair! In südlichen Ländern haben sie natürlich auch noch eine kühlende Funktion. Damals in Thailand haben wir auch in einem Haus auf dem Land gewohnt, wo der Boden aus Stein war. Es war sooo angenehm, barfuß darüber zu gehen bei 42 Grad!

Wenn ich reich wäre,

würde ich die Dinge, bei denen ich unbegabt bin, andere übernehmen lassen. Das wäre: Haare machen (ich stelle mich super blöd dabei an!), Nägel lackieren (erste Patzer schon nach 15 Minuten und null Geduld) und Boden wischen. Ok, beim letzten Punkt bin ich nicht unbegabt - ich hasse es einfach nur. Das sollte doch auch mal Grund genug sein, wenn man reich ist, nicht wahr?

Wenn ich reich wäre,

würde ich jeden Tag Geld verschenken. In Berlin ist es kein Problem, man wird jeden Tag zig Mal nach einer Spende gefragt. Auch von Organisationen. Allerdings spende ich lieber da, wo ich die Personen sehe, die mein Geld bekommen.

orient, berlin, fashionblog, modeblog, lifestyle, outfit, sommer, blog, blogger, kleidung, kombinieren, weite, hose, tuch, accessoires

Wenn ich reich wäre,

würde ich mir große, schöne Holzrahmen Fenster mit Messinggriffen einbauen lassen, denn Licht ist für mich gleich Lebensqualität.

Diese Zeilen schreibe ich gerade in der Küche, und in meinem Zimmer laufen die Bauarbeiten. Im Rahmen der Fassaden-Dämmung wurden im ganzen Haus auch die Fenster und Balkontüren ausgetauscht. Die neuen Fenster dämmen bestimmt besser, dennoch was das Ganze sehr ärgerlich für mich. Die neuen Fenster und Balkontüren sind ca ein Viertel kleiner als die alten, die mit dem Altbauhaus zusammen entstanden waren,  und haben viel dickere Rahmen. Dadurch gehen ca 20-30% des Tageslichtes verloren. Außerdem verstehe ich den Sinn nicht. Der Platz wäre da, einfach nur richtig ausmessen und passende Fenster zu bestellen müsste für eine Fensterbaufirma doch eigentlich kein Problem darstellen. Aber anscheinend wäre diese Vorgehensweise schon zu teuer, deswegen wird einfach das Erstbeste reingeklatscht und die riesigen bleibenden Freiräume einfach mit Schaum ausgefüllt und verputzt. Der Altbau-Fensterrahmen war richtig eingemauert in die dicken Ziegelstein-Wände, mit fetten Stahlstiften verankert und mit Grashalm-artigen Stangen gedämmt. Alle schreien doch nach Bio, das war Bio pur... Alles Heuchelei, am Ende zählt nur der Preis. Billig ist gleich gut...

Wenn ich reich wäre,

kaufte ich eine schöne Altbauwohnung in Berlin, in einer perfekten Lage, ein einer ruhigen Seitenstrasse, aber nur 5 Minuten vom Trubel entfernt, und ein Stein-Haus im Umland, mit Garten und allem drum und dran. Dorthin könnte ich fliehen, falls ich der Stadt irgendwann überdrüssig werden sollte und Äpfel direkt von Bäumen essen. Oder einfach an den Wochenenden hinfahren, um mich etwas zu erden. Die Natur erdet einen immer so schön und lässt einen sich daran erinnern, wo man eigentlich herkommt und wo man eigentlich dazugehört. Nämlich zu ihr. Heisst ja nicht umsonst "Mutter Natur", nur dass die Stadtmenschen verlernt haben, es wahrzunehmen.

orient, berlin, fashionblog, modeblog, lifestyle, outfit, sommer, blog, blogger, kleidung, kombinieren, weite, hose, tuch, accessoires
orient, berlin, fashionblog, modeblog, lifestyle, outfit, sommer, blog, blogger, kleidung, kombinieren, weite, hose, tuch, accessoires
orient, berlin, fashionblog, modeblog, lifestyle, outfit, sommer, blog, blogger, kleidung, kombinieren, weite, hose, tuch, accessoires
orient, berlin, fashionblog, modeblog, lifestyle, outfit, sommer, blog, blogger, kleidung, kombinieren, weite, hose, tuch, accessoires

pants: Asos

top: Zara (old, very similar here)

srunchie: H&M 

shoes: Vagabond (or here)

bag: Monki (very similar)


– Dieser Artikel enthält Affiliate Links –

orient, berlin, fashionblog, modeblog, lifestyle, outfit, sommer, blog, blogger, kleidung, kombinieren, weite, hose, tuch, accessoires

You Might Also Like

Outfit

life: Spätsommer update

spätsommer, berlin, retro, weizenfeld, strohhut, outfit, look, liebe, modeblog, modeblogger, fashionblog, fashionblogger, blog, lifestyle, berliner, style

SOMMER IST,

wenn man um Viertel nach 6 trotz noch kühler Luft schon spürt, wie die Sonne glüht. Wenn man ein Sonnenbrand-Opfer sieht und an dem frischen Sonnenabdruck gleich weiss, welche Art von Top es gestern anhatte.

Sommer ist, wenn man nachts rausgeht und die Vorsicht einer leichten Jacke sich als unnötig rausstellt, weil die Luft immer noch lauwarm ist, obwohl es schon seit Stunden dunkel ist.

Sommer ist, wenn tagsüber Tomatensalat und als Nachtisch eine kalte Wassermelone das Beste sind. Und wenn es zu warm zum Kuscheln und zum Tanzen ist. Sommer ist hell und leicht und dennoch ist es die Zeit, wo alles reift.

 


VIEL

Die letzte Woche war geprägt von VIEL: vielen Wiedersehen, vielen Abschieden und erneuten Wiedersehen, vom vielen Laufen durch Berlin, von vielen Gesprächen und viel leckerem Essen. Und immer, wenn VIEL ist, kommt danach eine Phase, wo wenig ist.  In der "Viel"-Phase wünscht man sich sehnlichst, dass der Tag 48 Stunden hätte, und in der Phase danach, wenn die Anspannung fällt und alle Aufgaben erledigt sind, können auch 24 Stunden sich ewig ziehen.  Manchmal habe ich in solchen Momenten das Gefühl, dass nach den vielen Eindrücken und dem ganzen Adrenalin die Seele das Futter, an das sie sich schon gewöhnt hat, nicht mehr bekommt und deswegen hungert. Denn eigentlich bin ich jemand, der immer mal wieder alleine sein muss, um runterzukommen und abzuschalten, aber der es grundsätzlich liebt und sich davon nährt, unter Menschen zu sein. Unter Menschen, die mir was geben, mit denen ein echter Austausch möglich ist, und das Wichtigste: die es wirklich, wirklich, wirklich gut mit mir meinen.

Und ich habe das Glück, diese Menschen in meinem Leben zu haben. Deswegen werde ich auch die "Hunger"-Phase überwinden. Ich werde mich beschäftigen, mir Arbeit beschaffen, Dinge erledigen, die ich schon lange vor mir herschiebe  - und mir selbst gut tun. Zum Beispiel, Pflanzen kaufen gehen. Oder mir eine Massage gönnen.

spätsommer, berlin, retro, weizenfeld, strohhut, outfit, look, liebe, modeblog, modeblogger, fashionblog, fashionblogger, blog, lifestyle, berliner, style

Fail der Woche:

wenn du dir beim Ausgehen gaaaanz fest vornimmst, gaaaaanz viel zu tanzen, und danach deine paar Gin Tonics nicht verträgst und die ganze Zeit draussen vor dem Club sitzt, weil es dir schon übel wird, wenn du den Kopf zu schnell von rechts nach links bewegst. Sowas ist mir seit Jahren nicht mehr passiert, unfassbar!

Lieblingsessen:

seit unserem Mallorca Blogger-Trip bin ich absolut süchtig nach Tomatensalat... Zutaten: Tomaten, Zwiebeln (bei mir Frühlingszwiebeln, weil ich bei normalen Zwiebeln immer unglaublich heulen muss), ein richtig guter Balsamico, etwas Öl, Salz und Pfeffer. So einfach und soooo gut!

spätsommer, berlin, retro, weizenfeld, strohhut, outfit, look, liebe, modeblog, modeblogger, fashionblog, fashionblogger, blog, lifestyle, berliner, style

o ja:

bei mir ist eine neue Pflanze eingezogen! Eine Zeit lang habe ich mich nicht mehr getraut, mir welche zuzulegen, weil mir im Frühling gleich drei eingegangen sind... Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es diesmal schaffen - mein neuer Ficus und ich :) Er hat nämlich, seit er bei mir ist, schon zwei neue Blätter bekommen <3

oje:

wenn Frauen anti-feministische Dinge behaupten und das nicht mal merken. „Ja, diese ganzen Weiber, die von Gleichberechtigung reden, wollen ja auch dass man denen die Tür aufhält und für sie bezahlt“. Punkt 1: was hat bitte reine Höflichkeit oder Hilfsbereitschaft mit gleichen Rechten zu tun? Ich kann auch einer älteren Dame die Tür aufhalten - ist sie dann etwa weniger emanzipiert oder hat mehr Rechte als ich?? Punkt 2: warum zieht man immer negative Beispiele für eine eigentlich sehr positive Sache heran? Warum die schwarzen Schafe als Aufreger nutzen und in den Mittelpunkt stellen, statt die positiven Auswirkungen der Gleichberechtigung zu sehen und anzustreben??

 

Spätsommer

Wie kann das eigentlich sein, dass man ein halbes Jahr auf den Sommer wartet, und dann verfliegt eine Woche nach der anderen, und plötzlich ist August? Auch in den Läden findet das alljährliche Spiel statt - der Sommer-Sale weicht langsam neuen Übergangssachen... Ok, ich gebe zu - irgendwo macht es ja auch Spaß, nach neuer Herbstmode Ausschau zu halten. Was mir persönlich noch fehlt, ist eine gute, vielseitige Strickjacke, die modisch ist, aber dennoch nicht zu schade, um sich damit in einem Park auf den noch warmen Herbstboden zu setzen und aus einem Becher irgendwas Warmes zu schlürfen... Wer ebenso auf der Suche ist, findet hier *einige Strickjacken - von casual bis elegant.


*Werbelink

Spannung steigt

am 17. August ist es soweit - meine und Bele´s Folge von "Style your star", die wir Ende Mai in München abgedreht hatten (jetzt dürfen wir es endlich verraten!), wird ausgestrahlt. Wir schauen zusammen mit Freunden bei mir zuhause bei einem kühlen Drink und leckeren Snacks (zumindest habe ich das vor). Das wird mega lustig und ich bin schon so gespannt, wie wir im TV rüberkommen! Samstag, 17. August 16 Uhr bei Pro7 - unbedingt einschalten :D

Erwachsen

"Ach so, du willst jetzt schon gehen? Die Waschmaschine läuft ja noch, und wir lassen sie eigentlich nie alleine, wenn sie noch nicht fertig ist", meinte ich und kam mir auf einmal sooo erwachsen vor. Obwohl ich schon seit 17 Jahren von zuhause ausgezogen bin, fühlt es sich seit meinem Berlin-Umzug immer wieder so an, als wäre diese WG hier meine erste eigene Wohnung. Witzigerweise wähne ich mich wieder super selbstständig und total verantwortungsbewusst und geniesse es auch!

spätsommer, berlin, retro, weizenfeld, strohhut, outfit, look, liebe, modeblog, modeblogger, fashionblog, fashionblogger, blog, lifestyle, berliner, style

Zitat der Woche:

"the problem with the world is that the intelligent people are full of doubt, while the stupid people are full of confidence"

Charles Bukowski


spätsommer, berlin, weizenfeld, strohhut, outfit, look, liebe, modeblog, modeblogger, fashionblog, fashionblogger, blog, lifestyle, berliner, style

You Might Also Like