Browsing Tag

office

Einrichtung Lifestyle living

interior update: meine Wohnung in Berlin

wohnung, in, berlin, interior, blog, blogger, fashionblog, modeblog, living, lifestyle, einrichtung, deko, altbau, holz, style, wohnen

Es gibt Menschen, die ihr Leben lang in der Stadt bleiben, in der sie geboren wurden.

Es ist auch nichts verwerfliches daran. Unsere Gesellschaft will einem zwar weismachen, dass man unbedingt umgezogen sein muss, oder ins Land gehen muss, sonst muss man das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben. Klar, einerseits erweitert ein Aufenthalt im Ausland oder in einer anderen Stadt das Horizont, aber die Menschen sind verschieden, und nicht jeder verspürt den Drang, sein Zuhause zu wechseln.

Was ist überhaupt ein Zuhause? Ist es der Ort, wo man geboren wurde,

oder können das viele verschiedene Orte sein? Der Geburtsort wird natürlich immer etwas besonderes bleiben, aber man kann sich tatsächlich an vielen Orten zuhause fühlen. Meist verknüpft man das heimelige Gefühl mit Menschen, aber manchmal ist es auch ein besonderer Vibe einer Stadt, oder einfach das Wohlfühlen, die darüber entscheiden, wo man sich als angekommen fühlt. So auch bei mir.

Freiraum

Berlin hat in mir schon immer ein besonderes Gefühl ausgelöst. Hier fühle ich mich irgendwie selbstbestimmter, und die Anonymität der Großstadt gibt mir den Freiraum, den ich brauche.

Diesen Freiraum habe ich nun auch in meiner neuen Wohnung in Berlin, die ich seit zwei Wochen mein Zuhause nenne. Die hohen Decken und die großen Fenster lassen mich atmen, der Holzboden strahlt Wärme aus und das Licht tut der Seele gut. Ich habe endlich auch Platz zum Dekorieren und Gestalten, und da der Flur groß genug ist, konnte ich viele Sachen aus dem Zimmer auslagern und somit die luftige Wirkung bewahren.

Gönnen muss man können... 

Ich bin echt glücklich und kann manchmal selber gar nicht glauben, dass das alles wahr ist! Das einzige, was ich schade finde - anscheinend gibt es Menschen, die mir mein neues Wohnglück nicht gönnen. So fühle ich mich oft in der Lage, mich rechtfertigen zu müssen, ich fühle mich gedrängt, die anderen davon überzeugen zu müssen, dass ich es nach 14 Jahren in einer schlechten Wohnung verdient habe, mal schön zu wohnen, dass ich kein reiches Bonzenkind bin, dem alles von Geburt an in den Schoß fällt, und manchmal fange ich sogar, zu erklären, dass an der neuen Wohnung noch lange nicht alles so perfekt ist, wie es scheint. Es ist sehr laut, alle möglichen Verkehrsmittel fahren vorbei und es sind bis spät in die Nacht sehr viele Menschen unterwegs, die Gas-Therme macht Probleme, das Regenrohr auf dem Balkon ist gebrochen, man kann im Bad keinen Spiegel über dem Waschbecken aufhängen, weil die Wand nur aus dünnen aneinandergeklebten Fliesen besteht und so weiter.

Mein Kopf sagt, ich soll mein Glück einfach genießen und die Neider nicht beachten, aber meine Erziehung macht es mir schwer, zu schweigen, wenn andere Menschen mich oder meine Situation über ihre heben.


 

Ich will nicht mit diesen Sprüchen kommen, dass jeder seines Glückes Schmied ist, weil das leider nicht so einfach ist. Ich weiß, dass nicht jeder in der Lage ist, aus seinem Leben auszubrechen, auch wenn es ihm schon lange nicht mehr passt. Es gibt viele Faktoren, die es kompliziert oder gar unmöglich machen können. Und trotzdem sollte man es mit seiner Unzufriedenheit und Verbitterung nicht so weit kommen lassen,  dass man anderen Menschen ihr Glück oder ihren Erfolg nicht gönnt, denn es ist ein Recht eines jeden Menschen, etwas Schönes zu erleben.

 

Einen schönen Sonntag euch, meine lieben!

wohnung, in, berlin, interior, blog, blogger, fashionblog, modeblog, living, lifestyle, einrichtung, deko, altbau, holz, style, wohnen
wohnung, in, berlin, interior, blog, blogger, fashionblog, modeblog, living, lifestyle, einrichtung, deko, altbau, holz, style, wohnen
wohnung, in, berlin, interior, blog, blogger, fashionblog, modeblog, living, lifestyle, einrichtung, deko, altbau, holz, style, wohnen
wohnung, in, berlin, interior, blog, blogger, fashionblog, modeblog, living, lifestyle, einrichtung, deko, altbau, holz, style, wohnen
wohnung, in, berlin, interior, blog, blogger, fashionblog, modeblog, living, lifestyle, einrichtung, deko, altbau, holz, style, wohnen

You Might Also Like

Einrichtung living Zuhause

interior: mein Arbeitsplatz

desk, tisch, schreibtisch, buero, office, inspiration, inspo, blogger, muenchen, nachgestern, westwing, lampe, skandi
desk, tisch, schreibtisch, buero, office, inspiration, inspo, blogger, muenchen, nachgestern, westwing, lampe, skandi

Kann ein Schreibtisch ein Leben verändern?

Wie es sich rausgestellt hat, ja!

Eines Nachts kehrte ich vom Nachtflohmarkt heim, zusammen mit P., der mich netterweise abholte. Da die Halle, wo der Flohmarkt immer stattfindet, nicht weit von meinem Zuhause ist, gingen wir zu Fuß. Auf unserem Weg lag eine Fabrik, vor der sich immer etliche Container mit Metall-Müll befinden. Dort lag es, ganz unverhofft - mein perfektes Schreibtisch-Gestell in perfekten Maßen!

So hat es sich ergeben, dass ich nur ein paar Tage und einen Baumarkt-Besuch später ENDLICH einen Schreibtisch hatte!

Die jahrelange Schreiberei und Surferei von Bett aus hat mir nämlich im wahrsten Sinne des Wortes fast das Genick gebrochen!! Ich hatte wirklich große Nackenprobleme und wollte außerdem endlich den allgemein bekannten Rat befolgen, den Schlafplatz vom Arbeitsplatz zu trennen.

Aber jeder kennt das - man möchte etwas verändern, und manche Sachen ziehen sich ewig, bis mal sich dazu durchringt, sie umzusetzen. Wenn es dann aber endlich soweit ist - ist man umso glücklicher! Außerdem liebe ich es, umzudekorieren, und die 597728376562 Inspo-Bilder, die ich so lange auf Pinterest angeschmachtet hatte, wollten endlich zum Zug kommen. Ich glaube, das Ergebnis ist auch ziemlich Pinterest-tauglich geworden, aber das viel Wichtigere ist natürlich, dass sich mein Auge einfach daran erfreut, jedesmal, wenn mein Blick den Arbeitsplatz streift.

Ich fühle ich mich insgesamt irgendwie "strukturierter", wenn ich heim komme, meine neue stylishe und geliebte Lampe anmache, Musik laut drehe und mich an die Arbeit mache.

Und das beste - ich habe wieder angefangen, Bücher zu lesen. Im Bett :D 

desk, tisch, schreibtisch, buero, office, inspiration, inspo, blogger, muenchen, nachgestern, westwing, lampe, skandi

Schreibtischleuchte: Muuto via Westwing Now*

Kaktus-Vase: Megan via Westwing Now*

@-Zeichen: uralt von Primark (ja, es gab Zeiten, als ich noch dort was gekauft habe)

marmorierte Platte & Becher: H&M home (alt)


*  gifts or samples

desk, tisch, schreibtisch, buero, office, inspiration, inspo, blogger, muenchen, nachgestern, westwing, lampe, skandi
desk, tisch, schreibtisch, buero, office, inspiration, inspo, blogger, muenchen, nachgestern, westwing, lampe, skandi
desk, tisch, schreibtisch, buero, office, inspiration, inspo, blogger, muenchen, nachgestern, westwing, lampe, skandi

You Might Also Like

Outfit

outfit: Anzug in Maastricht

levis, suit, anzug, blogger, fashionblogger, nachgesternistvormorgen, mango, modeblogger, streetstyle, business, office, buero, tshirt

Heute gibt es das erste Outfit aus Maastricht, wo ich vor 2 Wochen die liebe Sophie besucht habe.

Die Stadt ist ein wahres Paradies für Blogger, es gibt natürlich überall den Holland-typischen Backstein in allen Formen und Farben – also keine Stadt, sondern eine einzige Location, haha!

Zum Outfit selbst: normalerweise sehe ich wegen meinen Granny-Haaren wie eine Oma aus – heute sogar wie ein Opa :) Ich liebe den Kontrast zwischen dem Anzug im altbackenen Muster und dem (völlig überhypten, aber irgendwie coolen) Levis-Shirt. Was sagt ihr dazu?

suit, anzug, blogger, fashionblogger, nachgesternistvormorgen, mango, modeblogger, streetstyle, business, office, buero

o ja:

mein neuer Schreibtisch ist fertig dekoriert, nächste Woche kann es also endlich einen Post zu meinem neuen Arbeitsplatz geben! Ich habe schon sooo lange nichts mehr von meinem Zuhause gezeigt, dabei macht mir Interior-Fotografie auch mega Spaß!

oje:

Donnerstag war so ein absoluter Pechtag! Da half wirklich nur Augen zu und durch und hoffen, dass der nächste Tag besser wird. Wurde er dann auch.

dankbar

war ich, als ich an eben diesem Pech-Donnerstag am Abend heim kam und eine Pizza vorgefunden habe, die P. gemacht hat, um mich ein bisschen zu trösten. Danke! <3

gesehen:

einen furchtbar traurigen und furchtbar schönen mexikanischen Film namens „Biutiful“, mit Javier Bardem in der Hauptrolle.

gekauft:

eine wunderhübsche, super schlichte schwarze Ledertasche bei COS. Zeige ich euch bald!

levis, tshirt, suit, anzug, blogger, fashionblogger, nachgesternistvormorgen, mango, modeblogger, streetstyle, business, office, buero levis, tshirt, suit, anzug, blogger, fashionblogger, nachgesternistvormorgen, mango, modeblogger, streetstyle, business, office, buero maastricht, stadt, city, travel, reise, blogger, niederlande levis, t-shirt, suit, anzug, blogger, fashionblogger, nachgesternistvormorgen, mango, modeblogger, streetstyle, business, office, buero suit, anzug, blogger, fashionblogger, nachgesternistvormorgen, mango, modeblogger, streetstyle, business, office, buero maastricht, niederlande, reisen, travel, blogger

jacket: Mango  |   pants: Mango  |   shirt: Levis   |  boots: Zara (old, but similar here)

photos: Sophie <3

 

 

You Might Also Like

thoughts

blogging: 5 Tipps, wie man besser mit Druck umgeht

Wenn ich daran denke, wie ich zu Bloggen anfing –

– weiß ich manchmal nicht, ob ich die Entwicklung gut oder nicht gut finden soll. Das Gute an der Sache ist – ich habe unglaublich viel gelernt. Über Fotografie, über SEO, über Kontakte aufbauen, über Ästhetik, über Trends, über Konsumverhalten und überhaupt über die menschliche Psyche. Was ich aber manchmal mit Erstaunen feststelle und was mich zuweilen ziemlich stresst (und da bin ich nicht alleine!), sind die Ansprüche an sich selbst und der Druck, der mit dem Bloggen verbunden ist.

Wenn ihr bloß wüsstet, wieviele Shootings „umsonst“ waren, weil ich die Bilder nicht gut genug fand und sie deswegen nie veröffentlichte! Wie oft ich mein Instagram-Konzept geändert habe (oder wie ich erst überhaupt dazu kam, dass ich ein Konzept brauche)! Gerade auch während der Fashion Week in Berlin fange ich immer wieder verstärkt an, mich mit anderen zu vergleichen.

Lustigerweise stelle ich gleichzeitig immer wieder fest, dass die Eigenwahrnehmung mit der Außenwahrnehmung nur selten was gemein hat. Ich kann es kaum fassen, wenn sogar die Blogger, die ich für ihre Arbeit bewundere, ähnliche Selbstzweifel haben und manchmal meine Arbeit besser finden, als die eigene.

WHAAAAAT?? ^^

Diese ganzen Erwartungen an sich selbst, nicht enden wollende To-Do-Listen sowie das ständige Sich-mit-anderen-Messen kann gefährlich werden und schlimmstenfalls zum Burn-out führen. Damit das nicht passiert, habe ich für euch 5 Tipps zusammengestellt, wie man besser mit Druck umgehen kann.

Viel Erfolg!

1. KRAFTVERTEILUNG

man muss sich fragen: bin ich bereit, meine Kraft und Zeit in etwas zu investieren, was ich gerne hätte? Wieviel ist es mir wert? Denn die meisten Blogger, die z. B. Unmengen von Zeug gesponsort bekommen (was jetzt nicht unbedingt mein persönliches Ziel ist), tun auch eine Unmenge dafür. Würde ich systematisch Agenturen anschreiben, wäre auch bei mir die Resonanz größer. Seit mir das klar ist, seh ich das Ganze lockerer!

2. NICHT VERGLEICHEN

was bekannt ist, aber trotzdem nicht zu oft gesagt werden kann – sich mit anderen vergleichen kann fördernd wirken, ist aber in den meisten Fällen Gift für das eigene Selbstwertgefühl und somit für die Motivation. Viel besser ist es, sich zu fragen – tu ich schon das Beste, was in MEINEM eigenen Rahmen möglich ist?

3. HIER UND JETZT

langfristige Ziele haben – schön und gut, aber was oft auf der Strecke bleibt, ist das Hier und Jetzt.

Jemand, der auch mal auf sich stolz ist und die Zufriedenheit mit dem schon Geschaffenen zulässt, kann die zerstörerische Kraft von Druck auch eher in positive Motivation umwandeln.

4. NEIN SAGEN

ist auch wichtig (einen ganzen Artikel zu dem Thema habe ich schon hier geschrieben). Wenn ich Sachen absage, die mir nicht 100prozentig entsprechen, bleibt mehr Kapazität und Energie für wirklich Wichtiges.

 

5. PAUSE MACHEN

das ist wohl der schwerste Part, wenn man etwas professioneller bloggt. Man muss sich richtig ZWINGEN, auszusetzen. Danach läuft es aber besser, versprochen!!

Wie findet ihr die Tipps? Wie gelingt es euch, mit Druck umzugehen?

You Might Also Like

Humor thoughts

blogging: 8 Anzeichen dafür, dass du kein Modeblogger-Anfänger mehr bist

Was macht einen alten Bloggerhasen aus? Gute Bilder? Nööö. Hochwertiger Content? Ach wo. Überdurchschnittliche SEO-Kenntnisse? Nein, nein und nochmal nein! Was die wahren Anzeichen dafür sind, dass du kein Blogger-Anfänger mehr bist – liest du hier!

Viel Spaß :D

 

1.   Du packst deine Goodiebags nicht sofort aus, sondern bist beim Nachhausekommen erstmal so fertig, dass du sie bis zum nächsten Morgen einfach unausgepackt stehen lässt. Auch am nächsten Tag hast du so viel zu tun, dass du dich erst daran erinnerst, als du am Abend in die Küche gehst, um dir ein Avocado-Brot zu machen und dabei über die Goodiebag stolperst, die du gestern mitten im Weg stehen gelassen hast.

2.  Der „Allerliebster Blog Award“ löst bei dir nur ein müdes Lächeln und eine vage Erinnerung an die Zeiten aus, als du angefangen hast zu bloggen. Du machst bei sowas schon lange nicht mehr mit, weil dein Content-Plan es nicht zulässt.

3.  Wenn dir ein Mißgeschick passiert, fluchst du erst, aber gleich im Anschluß drehst du ein kleines Video von dem Mißgeschick, das du bei Snapchat hochlädst („Missgeschicke wirken so authentisch!“). Wenn du damit fertig bist, erstellst du gleich einen Entwurf in deinem WordPress. Schließlich kann alles zu Content verarbeitet werden!!

4.  Es ist dir herzlich egal, dass dich Leute schief anschauen, weil du erstmal aufstehst, wenn im Restaurant dein bestelltes Essen kommt, um ein Foto aus der Vogelperspektive für Instagram zu schießen.

5.   Bei einem Spaziergang durch die Stadt siehst du keine schönen Gebäude, keine Sehenswürdigkeiten und keine Natur – sondern ausschließlich „Locations“.

6.   Du springst nicht mehr im Kreis herum und flippst aus vor Freude, wenn du eine Kooperationsanfrage oder eine Event-Einladung bekommst, sondern schaust zuerst nach den Konditionen und freust dich erst dann – es sei denn, die Kooperationsanfrage ist richtig unverschämt (siehe diesen Post darüber!)

7.   Wenn du auf Pressetagen unterwegs bist, stehst du nicht mehr unsicher in der Gegen herum und fragst dich, was du hier verloren hast, sondern schiebst die Klamotten hin und her und stellst den halben Showroom auf den Kopf, bis du dein perfektes Instagram-Bild  hast.

8.   Bei Zara & Co denkst du nicht mehr „Oh, geschnürte Sandalen, tolle Idee!“, sondern rufst „Oh, ein Aquazzurra-Lookalike!“ und DHL Autos und T-Shirts erinnern dich sofort an das gehypte Label Vetements.

Na? Hat sich wer wo erkannt?? ?

Habe ich etwas vergessen?

You Might Also Like

thoughts

thoughts: Ihr Blogger macht doch außer paar hübschen Bildern nix!

Es ist Sonntag Mittag, ich bin gerade heim gekommen (ich arbeite jeden Sonntag Vormittag in meinem Hauptberuf). Die Nacht war kurz, denn gestern Abend war ich auf einem Event, welches erst um 22 Uhr losging.

Ich stelle den Kaffee hin und koche ein Ei. Während es kocht, räume ich alles vom Bett weg und lege meinen Fotohintergrund drauf – ein Brett aus dem Baumarkt, beklebt mit weißem Laminat. Ich schau mich um – was nehme ich jetzt als Requisiten für mein Instagram-Frühstücks-Bild? Währenddessen klingelt mein Laptop – eine Mail ist reingekommen. Eine Kooperationsanfrage! Hmmm, mal wieder viele Richtlinien, wenig Geld – das Beantworten nehme ich mir für später vor, denn der Kaffee ist fertig.

Ich schenke den Kaffee ein, schnappe mir eine meiner Zeitschriften und meine neue Ikea-Sukkulente und drapiere das ganze auf dem Brett. Dann schiebe ich einen Stuhl vors Bett, steige drauf und mache ein paar Bilder mit der Kamera aus der Vogelperspektive. Mann, ist es wieder düster draussen! Naja, dann wird halt ISO hochgeschraubt.

Während ich den inzwischen lauwarmen Kaffee trinke und das lauwarme Ei esse, kopiere ich dir Bilder auf den Computer und schicke sie mir per Telegram aufs Handy. Dort bearbeite ich es mit Facetune und lade es bei VSCO rein, um zu sehen, ob es in mein Instagram Feed passt. Ja, es sieht gut aus! Dann kann es jetzt hochgeladen und mit Hashtags versehen werden.

Die Kooperationsanfrage sowie die neu eingetrudelten Kommentare auf dem Blog beantworte ich schnell, denn ich muss mich jetzt fertigmachen – wir shooten heute! Outfit aussuchen, schminken, Kamera und Haarbürste einpacken, los gehts!

Draußen ist es saukalt und windig. Diana und ich reissen uns zusammen und machen eine gute Miene zum bösen Spiel. Nach jeweils 300 Bildern, tränenden Augen und Fingern, die sich vor Kälte nicht mehr bewegen können, latschen wir heim und trinken heißen Kaffee. Moment, bevor wir ihn trinken, machen wir noch Bilder – denn das Licht in der Wohnung ist gerade echt schön! Danach stellen wir die Softboxen auf und versuchen uns an einem Video für Youtube. Draussen ist es mittlerweile schon dunkel. Jetzt muss ich aber heim, denn ich möchte heute noch einen Post hochladen, und habe dafür weder schon fertig bearbeitete Bilder, noch einen Text.

Bevor ich mich an den Post mache, lade ich bei Lookbook und Instagram ein neues Outfit hoch, tagge und veröffentliche es.

Um 2.30 in der Nacht kann ich den neuen Post endlich veröffentlichen und falle ins Bett. Weit falle ich nicht, denn ich arbeite am Laptop eh meistens im Bett. Morgen wird ein langer Tag! Erst Mails beantworten, Rechnungen schreiben, dann ein Termin, dann ein Workshop. Wenn ich dann abends heim komme, muss ich das Video schneiden, denn am Dienstag habe ich kaum Zeit dafür – es wird wieder geshootet und meinem Beruf als Musikerin gehe ich ja auch noch nach.




Die Wochen vorher verbrachte ich mit stundenlangem Mailschreiben und alles für mein Blogger-Event organisieren, das am 25.2. stattfand. Am 24. habe ich einen riesigen Koffer mit Sachen in die Location gebracht, wo mir ein Koch sagte:

ach, du bist Bloggerin? Sag mal, was macht ihr denn überhaupt den ganzen Tag, dass muss ja wie Urlaub sein? Ihr macht doch nur ab und an paar hübsche Bilderchen! Ich will auch so einen Job!

Meine Fassungslosigkeit nach diesen Worten hat mich zu diesem Post inspiriert. Bloggen ist was Schönes, ist liebe es. Es ist kreativ und man ist sein eigener Chef. Aber genau das kann einem auch zum Verhängnis werden. Man setzt sich teilweise extrem unter Druck, weil man einfach selbst sein strengster Kritiker ist. Wieviele Shootings habe ich schon „umsonst“ gehabt, weil ich mit den Bilder nicht 100 prozentig zufrieden war und sie einfach nicht verwendet habe? Wie oft habe ich mich gefragt, warum die Klickzahlen plötzlich absacken, obwohl ich an der Qualität der Blogposts keinen Unterschied zu gut geklickten Posts feststellen konnte?

Man muss sich in diesem Beruf genauso zu Sachen überwinden, wie in einem anderen auch. Ja, ein Bauarbeiter strengt sich körperlich auf jeden Fall tausendmal mehr an, keine Frage! Aber auch psychischer Druck kann eine Arbeit anspruchsvoll machen.

Seien wir also nicht so oberflächlich.

Das, was oft „leicht“ aussieht, ist es meistens nicht mal ein bisschen! Auch meine Ballettlehrerin ist oft gefragt worden „Was? Sie tanzen? Ist das denn ein Beruf?“ – Ja man, verdammt!

Nur weil du in der Disco ein bisschen twerkst, heißt es nicht, dass beruflich Tanzen nicht ein knochenharter Job ist!

Und nur, weil du zuhause ab und an Spaghetti mit Tomatensauce kochst, bist du noch lange kein Koch!

Genauso wie ein paar Urlaubs-Bilder vor ausgelutschten Sehenswürdigkeiten oder schnöde Selfies dich noch keineswegs zum Blogger machen. So einfach ist das.


 

Alle Bilder stammen von meinem Instagram-Account :)

You Might Also Like

Outfit

outfit: Asos business look 2

Das Internet zeigt seine Zähne. Mein Blog Nachgestern ist vormorgen wurde komplett eins zu eins unter einem anderen Namen kopiert. Ich bin sprachlos und geschockt. Meine Arbeit, mein Herzblut, Stunden und Tage und Jahre meines Lebens werden von einer anderen Person als ihre eigenen ausgegeben. Das ist unfassbar. Ja, ich weiß, es gibt Schlimmeres, gerade im Angesicht der jüngsten Ereignisse in Paris. Wenn es um Leben und Tod geht, wird alles Andere unwichtig. Und trotzdem würde ich lügen, wenn ich behaupten würde, es tangiert mich nicht. Wir werden sehen…

Zum Topic:

Das hier ist Teil 2 meiner Business-tauglichen Outfitreihe für Asos. In welcher außer der  Bloggerbranche ich noch arbeite und warum dieser Look trotz Sneakern als Business-Outfit durchgeht, könnt ihr  HIER nachlesen!

Im Nachhinein hat sich die Länge der Weste als nicht ganz so einfach herausgestellt. Ich hatte sie erst mit einer schwarzen Leder-Culotte kombiniert, aber die Proportionen haben echt seltsam gewirkt, also entschied ich mich für eine knöchellange Hose, die ihr hier seht.

outfit-asos-business-buero-look-nachgesternistvormorgen-modeblog-muenchen-weste-grau-job-blogger-hut-mustard-1

Recently:

[dl]

[dlitem heading=“bodenloseste Frechheit des Jahres, ach was, des Jahrzehnts!!“]Mein gesamter Blog wurde kopiert!! Kopiert und unter einem anderen Namen online gestellt!! Ich bin echt schockiert. Und auf meine Mail kam noch keine Reaktion! Also wird es Zeit für einen Anwalt… Das hat mir noch gefehlt, ehrlich!!!!!

[/dlitem][dlitem heading=“o ja:“]für spontane Wiedersehen!! Die Vickie war für ein Interview in München und wir haben uns ein paar Stunden gesehen! Komm ganz bald wieder :) <3[/dlitem]
[dlitem heading=“oje:“]wenn man ENDLICH Zeit zum Waschen findet, und dann der Wasserhahn spinnt und erst nach dem dritten Anlauf so halbwegs geht. Um 19 Uhr war der erste Versuch, die Waschmaschine zum Laufen zu bringen – der Schleudergang war dann um 1.20 nachts, der Nachbarshund dachte wohl, es gibt ein Erdbeben! [/dlitem]
[dlitem heading=“beeindruckt:“]war ich über ThermoMix. Ein echtes Raumschiff, das Ding!![/dlitem]
[dlitem heading=“Frage der Woche:“]WARUM? Nicht nur auf die Ereignisse in Paris bezogen – sondern auch schon davor hatte ich länger das Gefühl – ich verstehe nichts. Ich frage mich, warum es so viel Leid gibt in der Welt und soviele unvorstellbare Sachen. Wer das erschaffen hat und vor allem – wozu??[/dlitem]

[/dl]

outfit-asos-business-buero-look-nachgesternistvormorgen-modeblog-muenchen-weste-grau-job-blogger-hut-portrait

outfit-asos-business-buero-look-nachgesternistvormorgen-modeblog-muenchen-weste-grau-job-blogger-hut-mustard-4-77

detail-2

outfit-asos-business-buero-look-nachgesternistvormorgen-modeblog-muenchen-weste-grau-job-blogger-hut-mustard-777

schuhe-asos-business-look-sneakers-blogger-muenchen-modeblog

back-outfit-asos-business-buero-look-nachgesternistvormorgen-modeblog-muenchen-weste-grau-job-blogger-hut-mustard

hut-asos

GET THE LOOK:

 

vest*: River Island via Asos

pants: Zara (similar)

top: Forever21 (similar)

shoes: Zara (similar)

glasses: Fielmann (similar)

hat*: Asos

_______

location: München Schwabing

photos: Irina :*

______

*in freundlicher Kooperation mit Asos <3

 

Follow me on:

bloglovin_blogconnect_insta_googleplus_twitter_pinterestlookbook_mail_rss_

 

 

You Might Also Like